| Materialart: | Bibelarbeit |
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| Zielgruppen: | Jugendliche (15-19 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre), Junge Erwachsene (18+) |
| Einsatzgebiet: | Gruppenstunde |
| Verband: |
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| Redaktion: |
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| Zeitbedarf: | 30-60 Min. (Vorbereitung: 45 Min.) |
| Bibelstelle: |
2. Korinther 12,9 anzeigen Bibelstelle
2. Korinther 12,9 9Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne. Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. |
| Benötigte Materialien: | Beamer, Laptop, Karten, Stift(e) |
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Kommentarlos startet das Treffen mit dem Lied „Alles neu“ von Peter Fox (am besten als Video). An den Wänden hängen überall verteilt typische Sätze für das, was man sich im neuen Jahr vornehmen will.
Ein neues Jahr beginnt und wie immer gibt es sie: die guten Vorsätze. Das kurzweilige Gefühl „alles neu“ machen zu können. Allerdings fällt uns nach kurzem Überlegen auch auf, dass wir noch alten Mist mit uns rumschleppen. Was machen wir mit unseren guten Vorsätzen und dem alten Mist? Problematisch daran ist, dass Mist stinkt. Er ist unangenehm. Man will ihn schnell loswerden. So ist das auch mit dem, was wir so an Mist gebaut haben im letzten Jahr. Es ist unangenehm, sich damit zu beschäftigen. Am liebsten gar nicht darüber reden und unauffällig weitermachen, damit es keinem auffällt. Aber leider ist das nicht die beste Lösung. Besser ist es, sich mit dem alten Mist zu beschäftigen. Warum? Das ist weniger unangenehm, als so zu tun, als ob es ihn gar nicht gäbe.
– aber wie? Zunächst mal stinkt der Mist ja immer noch. Das bedeutet in Gedanken, Freundschaften oder anderen Beziehungen zu Menschen ist er immer noch da. Vielleicht stehen sogar noch Gespräche aus, die du nie geführt hast, aber hättest führen sollen. Vielleicht gibt es noch Entschuldigungen, die bis jetzt noch nicht von dir ausgesprochen wurden. Vielleicht ist es auch dran, jemandem zu vergeben, der sich vor langer Zeit ernsthaft entschuldigt hat. Alles das weißt du selbst am besten. Dinge in deinem Leben, die du nicht ungeschehen machen kannst, dir aber ehrlich leidtun. Deine dummen Sprüche, die andere verletzt haben, Lästereien, die andere schlecht gemacht haben und dein falscher Stolz, der dich daran gehindert hat, anderen zu vergeben usw. – das kannst du loswerden. Zunächst mal die wichtigste Frage an dich selbst: Welchen Mist schleppst du noch mit dir herum? Mit welchem Mist solltest du dich noch mal beschäftigen, damit du ihn loswerden kannst? Bei welchem Mist soll Jesus dir behilflich sein? Welchen Mist soll er dir vergeben?
Karten mit einem Bild von einem Misthaufen auf der Vorderseite und Stifte werden an die Jugendlichen ausgeteilt. Irgendwo im Raum gibt es ein Kreuz, zu dem alle Zugang haben. Die Teilnehmer sollen die Möglichkeit haben, ihren „Mist“ aus dem letzten Jahr bei Gott abzugeben oder sich für schwierige Situationen klarzumachen, dass Jesus ihnen dabei helfen möchte. Sie schreiben ihre Gedanken auf die Karten und befestigen sie am Kreuz.
Alten Mist loszuwerden ist die eine Sache. Bleibt noch die Frage offen, wie man „alles neu“ machen kann. ALLES neu machen zu können wird weniger möglich sein. Das letzte Jahr gehört zu deinem Leben dazu, ob du das gut findest oder nicht. Du kannst Dinge nicht ungeschehen machen, aber du kannst deine gute Verhaltensweisen fortsetzen und aus Fehlern lernen. Aus solchen Gedanken entstehen gute Vorsätze. Dahinter steckt immer die Frage: „Was lief dieses Jahr nicht so gut in meinem Leben?“ Wusstest du, dass die Mitgliederzahlen von Fitnessstudios an jedem Jahresanfang in die Höhe schnellen, weil sich viele Menschen (mal wieder) vornehmen, mehr Sport zu treiben und was für ihre Gesundheit zu tun? Gute Vorsätze sind wirklich gut, allerdings sollten sie vielleicht länger halten als die ersten beiden Wochen im neuen Jahr.
Folgende Fragen können dir dabei helfen, einen (!) guten Vorsatz für das neue Jahr in deinem Alltag Wirklichkeit werden zu lassen.
Es wird eine Karte ausgeteilt, auf deren Vorderseite die Jahreszahl des neuen Jahres abgedruckt ist, und auf der die folgenden Fragen und der Tipp abgedruckt sind. Die Jugendlichen sollen sich diese Karte mit nach Hause nehmen.
Diese Sache soll Priorität haben – kannst du dich auf diesen Gedanken einlassen?
Vergleiche dich nicht mit anderen, sondern sei ausnahmsweise egoistisch. Schau auf dich und deinen guten Vorsatz!
Sich etwas vorzunehmen und durchziehen zu wollen ist nicht einfach. Die vielen Fragen auf der Karte sollen dir dabei helfen herauszufinden, ob du etwas voller Euphorie sagst oder ob du es wirklich so meinst. Die Frage nach den Prioritäten ist deshalb so wichtig, weil sie dir hilft, Entscheidungen zu treffen. Wenn du weißt, was du wirklich willst, kannst du besser entscheiden, was du tust oder lässt. Auf diese Weise bekommt ein guter Vorsatz einen Platz in deinem Alltag, der bald wieder beginnt. Damit übernimmst du Verantwortung für dein Leben.
Wichtig dabei ist auch zu wissen, dass es nicht perfekt funktionieren wird. Es wird Situationen geben, in denen du dir wünschst, du hättest dir etwas anderes vorgenommen. Manchmal verlierst du vielleicht auch die Geduld mit dir oder anderen. Dafür ist es gut eine Person zu haben, die nachfragen darf. Dadurch hast du eine Erinnerung und Unterstützung. Vielleicht hast du dadurch auch viele gute Gespräche, die dich auch bei ganz anderen Themen und Gedanken weiterbringen. Diese Person kann dir außerdem helfen, dich darauf aufmerksam zu machen, wie du dich veränderst. Und: sie kann für dich beten! Diese „Rückendeckung“ solltest du nicht unterschätzen!
Trotzdem bleibt: Es wird nicht perfekt laufen, weil niemand von uns perfekt ist. Für uns ist das oft nicht so angenehm und auch nicht gern gesehen. Gott hat da eine etwas andere Sicht. Paulus schreibt in 2. Korinther 12,9: „Gott ist in den Schwachen mächtig“. Gott wirkt dann am meisten, sagt Paulus, wenn Menschen nicht perfekt sind. Gott wirkt dann am meisten, wenn Menschen sich ihrer Fehler und Schwächen bewusst werden und sie sich selbst eingestehen. Das ist nicht unbedingt ein Gedanke unserer Zeit, aber Gott denkt so. Es geht nicht darum, sich zurückzuziehen. Es geht vor allem darum, dranzubleiben – z.B. an einem guten Vorsatz. Es geht darum, nicht aufzugeben, auch wenn es schwierig wird und unangenehm. Aus Gottes Sicht geht es nie (!) darum, dass du etwas perfekt machst! Gott ist es wichtig, dass du gemeinsam mit ihm dein Leben neu gestaltest und bei den ersten Schwierigkeiten nicht gleich einen Rückzieher machst. Gottes Segen für dein neues Jahr!
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