Jakob, Esau und die Sache mit dem LinsengerichtJakob, Esau und die Sache mit dem Linsengericht

Einheit: Jakob, Esau und die Sache mit dem Linsengericht

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 30-45 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppe: Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Benötigte Materialien: große Plakate (für 2-3 Kinder ein Plakat), Edding(s) (für 2-3 Kinder ein Edding), 1 Softball, 2 Markierkreide, 3 Teller, Linsen (rote, ein Beutel), Linsen (braune, ein Beutel), Trinkhalm (in der Anzahl der Kinder), 3 Stühle
Bibelstelle: 1. Mose 25,29-34
  • Das erste Buch Mose (Genesis) (1.Mose 25,29-34)

Esau verkauft sein Erstgeburtsrecht

29 Und Jakob kochte ein Gericht. Da kam Esau vom Feld und war müde

30 und sprach zu Jakob: Lass mich schnell von dem Roten essen, dem Roten da; denn ich bin müde. Daher heißt er Edom.

31 Aber Jakob sprach: Verkaufe mir zuvor deine Erstgeburt.

32 Esau antwortete: Siehe, ich muss doch sterben; was soll mir da die Erstgeburt?

33 Jakob sprach: So schwöre mir zuvor. Und er schwor ihm und verkaufte so Jakob seine Erstgeburt.

34 Da gab ihm Jakob Brot und das Linsengericht, und er aß und trank und stand auf und ging davon. So verachtete Esau seine Erstgeburt.

Gruppenstunde zum Thema „eigene Macht und wie man mit ihr umgeht“ anhand der biblischen Geschichte von Jakob und Esau und dem Verkauf des Erstgeburtsrechts. Inklusive biblische Erzählung, Andacht, Aktion und Spielideen.


Vorschau:

Irgendwie mag er diese Regel nicht. „Warum soll sein Zwillingsbruder mal alles erben, nur weil er ein paar Minuten älter ist?“ Während Jakob das Gemüse klein schneidet, hängt er weiter seinen Gedanken nach. Sein Zwillingsbruder Esau war seit Tagen nicht mehr zuhause. Das ist aber ganz typisch für Jäger. Und Esau jagt für sein Leben gerne. Er sieht auch aus, wie ein Naturbursche: groß, muskulös, stark und überall Haare auf der Haut. Esau liebt das Abenteuer. Mit seinem Pfeil und Bogen zieht er durch die Wälder. Er versteckt sich hinterm Gebüsch und wartet auf seine Beute. Nach Hause kommt er erst, wenn er ein paar Tiere erlegt hat für die Familie. „Unser Vater Isaak redet ständig nur von Esau“, denkt sich Jakob. „Jaja, Esau, der Lieblingssohn!“

Traurig gießt Jakob die roten Linsen in den großen Topf mit dem guten Fleisch. Er selber bleibt eben lieber zuhause und sorgt dafür, dass in der Sippe Ordnung herrscht. „Wenigstens meine Mutter Rebecca weiß, was sie an mir hat.“ Jakob lächelt. „Und vor allem bin ich viel klüger, als Esau. Was er in den Muskeln hat, habe ich im Gehirn. Und außerdem kann ich viel besser reden. Wäre ich da nicht viel geeigneter, das Erbe anzutreten und Verantwortung für alle zu übernehmen?

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  • Autor / Autorin: Antje Metzger
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg

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