Wie lerne ich, wer ich bin? / Wie rede ich darüber?Wie lerne ich, wer ich bin? / Wie rede ich darüber?

Einheit: Wie lerne ich, wer ich bin? / Wie rede ich darüber?

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 20-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche, Junge Erwachsene (18+), Mitarbeitende
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: 1 DIN-A3-Zettel (für jeden Teilnehmenden), 1 Stift(e) (für jeden Teilnehmenden)

Es geht darum, den eigenen Glauben und die Hoffnung, die uns trägt, zu entdecken und dafür Worte zu finden, sprachfähig zu werden. Die Teens sollen erkennen, dass Christen keinen Geheimmodus dafür haben, wie das Leben funktioniert, ein von Gott eingebautes Modul als Garant für ein sorgenfreies Leben. Christen haben Hoffnung!


Vorschau:

1. Vorbemerkung

„Sprache schafft Wirklichkeit“, oder anders gesagt: Was ich nicht in Worte fassen kann, hat letztlich keine Relevanz. Vor ein paar Wochen hat mich mein Fitnessstudio-Besitzer gefragt, ob ich in seinem Studio einen Fitness-Gottesdienst gestalten könnte. Für mich gab es nur eine Antwort: „Klar!“ Nach dem Gottesdienst und in den Tagen danach bin ich von Sportlern aus dem Fitnessstudio bombardiert worden mit Fragen: „Warum bist du Pastor geworden?“, „Wo hast du predigen gelernt?“, „Warum machst du das?“, „Warum glaubst du?“ usw. Hoffentlich macht jeder von uns irgendetwas, das Menschen dazu bringt, Fragen zu stellen. Darum geht es in diesem Bibelvers, „wenn jemand fragt.“ Du kannst als Jugendleiter oder Jugendleiterin nicht einfach davon ausgehen, dass ein Teenager in einer bestimmten Situation oder einem bestimmten Alter bestimmte Fragen einfach so hat. Und trotzdem präsentierst du ihm all die Antworten, die deiner Meinung nach jetzt dran sein müssten. Und du wunderst dich regelmäßig, warum all deine Anstrengungen so wenig fruchten? Wo keine Fragen sind, kannst du auch keine Antworten geben. Der Dialog ist entscheidend. Ein Beispiel für eine gute Frage: „Was glaubst du denn, was ich glaube?“

Es geht darum, Jesus in unseren Herzen so widerzuspiegeln, dass es nach außen sichtbar wird, durchscheint und zu Reaktionen führt. Zu Fragen, auf die wir dann überzeugende Antworten geben können.

Ich muss als Jugendleiter oder Jugendleiterin wissen, was ich selbst glaube, um überhaupt sprachfähig zu sein. Als Vorbild für meine Teens. Ansonsten endet es wie in einer Szene des Films Last Samurai: „Ihr habt mir euren Namen gesagt, ich habe euch meinen Namen gesagt, das war ein schönes Gespräch.“ Auf uns übertragen: Wir sind beide Christen, aber wissen nicht, uns darüber auszutauschen.

4.1 Einstieg

Als Einstieg erzählt der Jugendleiter oder die Jugendleiterin von einem ganz markanten Hoffnungsbild, kurzum: Was hat mich im Boot mit Jesus gehalten? Warum glaube ich immer noch?

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  • Autor / Autorin: Thomas Stracke
  • © Deutscher EC-Verband