Wozu brauchen wir eigentlich einen Sonntag?Wozu brauchen wir eigentlich einen Sonntag?

Einheit: Wozu brauchen wir eigentlich einen Sonntag?

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 10-15 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigtes Material: schwere/ dicke Bücher
Bibelstelle: Markus 2,23-28
Markus 2,23-2,28

Das Ährenraufen am Sabbat

(Mt 12,1-8; Lk 6,1-5)

23Und es begab sich, dass er am Sabbat durch die Kornfelder ging, und seine Jünger fingen an, während sie gingen, Ähren auszuraufen. 24Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist? 25Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, da er Mangel hatte und ihn hungerte, ihn und die bei ihm waren: 26wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar und aß die Schaubrote, die niemand essen darf als die Priester, und gab sie auch denen, die bei ihm waren? 27Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. 28So ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Jens Michael Schütz erklärt in dieser Bibelarbeit, warum es den Sonntag gibt und wieso er auch heute noch nützlich und gut ist. Er fordert dazu heraus, das Hamsterrad der Leistung zu verlassen und sich die Ruhe zu gönnen, die Gott sich für uns gedacht hat.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

In Markus 2,23-28 geht es um das Sabbatgebot. Um die Auseinandersetzung zwischen Jesus und den Pharisäern besser verstehen zu können, sind einige Erklärungen notwendig.

Sabbat: Sabbat kommt vom hebräischen Verb schabat und heißt so viel wie „ruhen“. Das Hauptwort bezeichnet den Ruhe- und Feiertag, eben den Sabbat. Die Einsetzung des Sabbats für das Volk Israel findet bei der Ankündigung des Mannas (2. Mose 16,4 ff.) in der Wüste statt. Bei der Gesetzgebung am Sinai, ein paar Kapitel später, wird diese Entscheidung begründet: Weil Gott am siebten Tag von den Werken der Schöpfung ruhte, heiligte und segnete er jeden siebten Tag und gebot Israel, diesen Tag für den Herrn aus der Reihe der übrigen Tage herauszuheben.

2. Bedeutung für heute

Jesus bringt es sehr gut auf den Punkt, wenn er sagt, dass der Sabbat für den Menschen gemacht ist! Ausgehend von dieser Aussage leiten sich alle Gedanken zu dem Thema ab. Das ganze Thema wird nicht durch eine Perspektive des Zwangs und der Pflicht geprägt, sondern von der Fürsorge und der Freiheit. Der freie Tag darf als Chance gesehen werden!

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  • Autor / Autorin: Jens Michael Schütz
  • © Deutscher EC-Verband