YOU / … (never) walk aloneYOU / … (never) walk alone

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Einheit: YOU / … (never) walk alone

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: 5 Tische, 5 große Blätter (oder Tabete), Stift(e), Bibel(n),
Bibelstelle: 1. Mose 1
1. Mose 1

1

Die Schöpfung

(vgl. Kap 2,4-25; Ps 104,1-35)

1Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. 2Und die Erde war wĂĽst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte ĂĽber dem Wasser.

3Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. 4Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

6Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. 7Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser ĂĽber der Feste. Und es geschah so. 8Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.

9Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. 10Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. 11Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist auf der Erde. Und es geschah so. 12Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 13Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.

14Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht. Sie seien Zeichen fĂĽr Zeiten, Tage und Jahre 15und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. 16Und Gott machte zwei groĂźe Lichter: ein groĂźes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. 17Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde 18und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. 19Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.

20Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. 21Und Gott schuf große Seeungeheuer und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 22Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. 23Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.

24Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, GewĂĽrm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. 25Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles GewĂĽrm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.

26Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. 27Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 28Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. 29Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. 30Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. 31Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

1. Vorbemerkungen

Ohne Gott kannst du nichts tun. Ist dir das bewusst? In dieser Einheit geht es um die Wichtigkeit, aus Gottes Kraft und Hilfe heraus zu leben.

Bereit fĂĽr das Experiment Gott im Alltag? Dann los!

2. Zielgedanke

Gott soll einen festen Platz im Alltag der Teens bekommen – nicht aus Pflicht, sondern aus dem Wissen und der Hoffnung heraus, dass er mich stärkt.

3. EinfĂĽhrung

Als Vorbereitung auf das Thema kann ggf. ein Experiment durchgefĂĽhrt werden.

  • Achtung, dieses Experiment sollte drei Wochen im Voraus den Teilnehmenden vorgestellt und die Vorlagen mitgegeben werden.
  • Ermutige die Teens eine Wochen lang, je eine Tagestabelle auszufĂĽllen.
  • Gemeinsam wertet ihr die Tabellen in der Gruppenstunde aus.

4. Einstieg

Watchman Nee war 17 Jahre alt, als er bei einer Evangelisation Jesus als seinen ganz persönlichen Retter kennengelernt hat. Watchman hatte bis zu diesem Zeitpunkt einen anderen Vornamen. Aber diese Begegnung mit Jesus hat ihn verändert. Er nannte sich ab sofort Watchman, übersetzt der Wächter. Aber nicht nur sein Name veränderte sich. Er wurde zu einem der größten und bedeutsamsten Evangelisten in China. Als die chinesische Regierung ab 1940 damit begann, die Christen mehr und mehr zu unterdrücken und die christlichen Kirchen zu schließen, blieb den Menschen nichts anderes übrig, als geheime Hausgemeinden zu gründen, um dort Gottesdienste abzuhalten. Watchman gründete in der Zeit von 1923–1949 insgesamt mehr als 700 solcher Gemeinden mit ca. 70.000 regelmäßigen Besuchern.

1952 wurde Watchman der Regierung ein Dorn im Auge und er wurde verhaftet. Das Urteil lautete: 15 Jahre Haft wegen „imperialistischer Umtriebe, Spionage, konterrevolutionärer Tätigkeit gegen die Regierung, finanzieller Unregelmäßigkeiten und ausschweifendes Leben“. Eigentlich hätte er 1967 freigelassen werden sollen. Doch bis zu seinem Tod 1972 wurde er gefangen gehalten.

5. Hauptteil

Watchman war ein Typ, der sehr viel unterwegs war. Ein Power-Typ. Er hat viel für Gott bewegt und ist so zu einem „christlichen Idol“ geworden. Er hätte viel Grund gehabt, sich auf die Schulter zu klopfen und zu sagen, wie gut er ist. Aber Watchman wusste, dass es nicht aus seiner Kraft heraus geschehen konnte. Er war sich einer Sache sehr wohl bewusst: „Wenn du was für Gott bewegen willst – dann brauchst du eine andere Power als die, die aus dir herauskommt.“ In einem seiner Bücher „Sitze, Wandle, Stehe“ beschreibt er es ganz einfach anhand der Schöpfung:

Gott hat die Welt an sechs Tagen geschaffen. Am siebten Tag hat er sich ganz bewusst zurĂĽckgezogen. Er hat eine Pause gemacht. Ausgeruht und SEIN sehr gutes Werk genossen.

Das Letzte, was er am sechsten Tag geschaffen hat, waren die Menschen – uns. Das bedeutet, dass der erste Tag der Menschen, den sie auf der Erde erlebt haben, der Ruhetag Gottes war.

Gott ruht erst dann aus, wenn er das Beste für dich fertiggebracht hat. Zu diesem Zeitpunkt war alles perfekt eingerichtet, sodass die Menschen eine perfekte Umgebung beziehen konnten. Erst wenn Gott alles für seine Menschen – für seine Gegenüber – getan hat, ruht er sich aus.

Der Mensch erlebt als Erstes den Ruhetag Gottes und kann selbst in aller Ruhe das genießen, was Gott ihm geschenkt hat. Und genauso hat Watchman gesagt, gelingt dein Leben als Christ in dieser Welt. Du brauchst immer wieder regelmäßig diese Begegnung mit deinem Gott, in der du dir bewusst machst, was er dir Gutes getan hat. Ohne dass du dich von Gott beschenken lässt und bei ihm wieder auftankst, wirst du nicht weit kommen. Du wirst ausbrennen. Da, wo du versuchst, nur aus eigener Kraft deinen Glauben zu leben, wirst du scheitern.

Gruppenphase

Stell in einem Raum fünf Tische auf und lege jeweils ein großes Blatt Papier, Tapete oder mehrerer kleine Blätter darauf. Diese Blätter sind beschrieben mit je einem Stichwort pro Tisch.

Schule, Familie, Gemeinde, Freizeit, Ausbildung, …

Zusätzlich zu diesen Blättern legst du Stifte aus. Die Teilnehmenden haben jetzt die Möglichkeit, sich an diese Tische zu verteilen. Sie haben pro Tisch max. fünf Minuten Zeit Stichworte aufzuschreiben, die ihnen zu der jeweiligen Kategorie einfallen. Dinge, die sie fordern oder Zeit kosten. Dinge, die sie gern oder weniger gern tun. Nach der abgelaufenen Zeit kannst du die Tischgruppen rotieren lassen, sodass man die Chance hat, zu verschiedenen Stichworten etwas zu schreiben.

Danach schaut ihr euch das Ergebnis an. Redet darĂĽber. Dann schlagt die Bibel auf: Johannes 15,5 (nach der BasisBibel).

Frage an die Teens: Was bedeutet dieses „Ohne mich könnt ihr nichts erreichen“ für deinen Alltag.

6. Abschluss

Für Watchman war klar, dass er die ganze Arbeit und auch die Verfolgung nur dann schafft bzw. ertragen kann, wenn er ganz nah an Jesus bleibt. Wie passiert das bei uns? Ist deine Stille Zeit mit Gott Pflichterfüllung oder „Genießerzeit“, um das zu entdecken, was Gott dir in deinen Alltag zusprechen möchte? Wo fällt es schwer, sich von Gott neu beschenken zu lassen? Wie können wir uns gegenseitig helfen? Welche Möglichkeiten gibt es, um „Zeit mit Gott zu verbringen“?

Man kann sich zum Beispiel eine halbe Stunde vor dem Teenkreis zum Bibellesen oder zum Beten treffen, den Teenkreis mit Zweierschaften starten, usw.

Ideen für „Zeit mit Gott“ findest du im Anhang.

Andere und noch mehr Ideen findest du zum Beispiel unter www.liest-du-mich.de

Gott ist sehr weit gegangen, damit du seine Gegenwart erleben und in ihr neu auftanken kannst. Jesus ist für dich ans Kreuz gegangen und auferstanden, damit du in Gottes Gegenwart kommen kannst. Übrigens auch bei Jesus war es so: Er ist erst gegangen, als er das Beste für dich getan hat. Sein letzter Satz am Kreuz: „Es ist vollbracht“ – Es ist alles für dich getan. Jetzt nimm dieses Geschenk an.

  • Autor / Autorin: Andreas MĂĽller
  • © Deutscher EC-Verband