Zu seinen FüßenZu seinen Füßen

Einheit: Zu seinen Füßen

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: Plakat(e) (mit der Aufschrift "Hingabe"), Zettel, Stift(e)
Bibelstelle: Johannes 12,1-11
Johannes 12,1-12,11

12

Die Salbung in Betanien

(Mt 26,6-13; Mk 14,3-9)

1Sechs Tage vor dem Passafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den Jesus auferweckt hatte von den Toten. 2Dort machten sie ihm ein Mahl, und Marta diente bei Tisch; Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen. 3Da nahm Maria ein Pfund Salböl von unverfälschter, kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Füße; das Haus aber wurde erfüllt vom Duft des Öls.

4Da sprach einer seiner Jünger, Judas Iskariot, der ihn hernach verriet: 5Warum wurde dieses Öl nicht für dreihundert Silbergroschen verkauft und das Geld den Armen gegeben? 6Das sagte er aber nicht, weil ihm an den Armen lag, sondern er war ein Dieb; er hatte den Geldbeutel und nahm an sich, was gegeben wurde. 7Da sprach Jesus: Lass sie. Es soll gelten für den Tag meines Begräbnisses. 8Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.

9Da erfuhr eine große Menge der Juden, dass er dort war, und sie kamen nicht allein um Jesu willen, sondern um auch Lazarus zu sehen, den er von den Toten erweckt hatte. 10Aber die Hohenpriester beschlossen, auch Lazarus zu töten; 11denn um seinetwillen gingen viele Juden hin und glaubten an Jesus.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Bibelarbeit zu Joh 12,1-11: Isabelle Budriks erklärt zunächst den Text und dessen Hintergründe. Anschließend widmet sie sich dem Thema Hingabe und stellt Marias Handeln als beispielhaft heraus. In einem Methodenteil gibt Budriks weitere Fragen und Blickwinkel zur Weiterarbeit am Text an die Hand.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

1.1 Kontext und Inhalt

Es sind noch sechs Tage bis zum Passafest. Mit dem Abschnitt wird die letzte Woche von Jesus vor seinem Tod eingeleitet. In Kapitel 11 war Jesus schon einmal in Betanien. Dort erweckte er Lazarus von den Toten. Aufgrund dieses Ereignisses glaubten viele von den Juden, die Zeugen dieses Geschehens geworden waren, nun an ihn. Dies erweckte Unmut bei den obersten Priestern und Pharisäern und daher beschließt der Hohe Rat schließlich, Jesus zu töten. Jesus verlässt daraufhin Jerusalem und die Öffentlichkeit und geht in die Nähe der Wüste.

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2. Bedeutung für den heutigen Hörer

Zu den Füßen von Jesus knien und ihm allein hingegeben sein. Ein schönes Bild, aber wie oft erleben wir diese Situation im Alltag wirklich? Wie oft verlierst du dich ganz im Lobpreis, im Gebet, blendest alles andere komplett aus und konzentrierst dich allein auf Jesus? Maria ist uns hier ein Vorbild. Inmitten des ganzen Trubels um sie herum ist sie ganz ausgerichtet auf Jesus. Ihm liebevoll hingegeben. Sie lässt sich weder abhalten noch stören in ihrem Tun. Der Text erzählt von der liebevollen Verehrung einer Jüngerin, die von tiefster Demut und Dankbarkeit geprägt ist, weil Jesus ihr Leben berührt hat. Jesus hat ihren Bruder von den Toten auferweckt und ihr Leben angerührt. Nun möchte sie Jesus etwas davon zurückgeben. Sie schenkt ihm das Kostbarste, was sie hat und gibt es Jesus. Und Jesus? Er sieht in ihrem Tun, dass sie eine Berührung Gottes erfahren hat. Maria salbt Jesus die Füße mit kostbarem Nardenöl und mehr noch. Sie gibt Jesus in dem Moment alles, was sie besitzt.

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3. Methodik für die Gruppe

3.1 Einstieg

Als Einstieg zum Thema bietet sich ein stummer Dialog an, mit der Frage: Was verbindest du mit dem Wort „Hingabe“? Dazu wird ein großes Blatt Papier oder eine Tafel / Flipchart in der Mitte mit dem Wort beschriftet. Jeder aus der Gruppe kann nun Gedanken bzw. Assoziationen mit dem Thema daneben schreiben. Dabei wird nicht gesprochen oder kommentiert, es können aber auch zu den Gedanken der anderen weitere Assoziationen notiert werden, sodass Gedankenketten entstehen. Anschließend kommt man mit der Gruppe darüber ins Gespräch, die Ergebnisse werden diskutiert, sortiert und gewichtet.

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  • Autor / Autorin: Isabelle Budriks
  • © Deutscher EC-Verband