Zusammen sind wir starkZusammen sind wir stark

Einheit: Zusammen sind wir stark

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-45 Min. (Vorbereitung: 20-40 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Luftballon(s), Kekse, Legosteine, Tuch (zum Augen verbinden), Ball, Kuchen (zum Verzieren), Stab, Müllsäcke
Bibelstelle: 2. Mose 17,8-16
2. Mose 17,8-17,16

Sieg über die Amalekiter

8Da kam Amalek und kämpfte gegen Israel in Refidim. 9Da sprach Mose zu Josua: Erwähle uns Männer, zieh aus und kämpfe gegen Amalek. Morgen will ich oben auf dem Hügel stehen mit dem Stab Gottes in meiner Hand. 10Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, und kämpfte gegen Amalek. Mose aber und Aaron und Hur gingen auf die Höhe des Hügels. 11Und wenn Mose seine Hand emporhielt, siegte Israel; wenn er aber seine Hand sinken ließ, siegte Amalek. 12Aber Mose wurden die Hände schwer; darum nahmen sie einen Stein und legten ihn hin, dass er sich daraufsetzte. Aaron aber und Hur stützten ihm die Hände, auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände erhoben, bis die Sonne unterging. 13Und Josua überwältigte Amalek und sein Volk durch des Schwertes Schärfe.

14Und der Herr sprach zu Mose: Schreibe dies zum Gedächtnis in ein Buch und präge es Josua ein; denn ich will die Erinnerung an Amalek unter dem Himmel austilgen. 15Und Mose baute einen Altar und nannte ihn: Der Herr mein Feldzeichen. 16Und er sprach: Die Hand an den Thron des Herrn! Der Herr führt Krieg gegen Amalek von Kind zu Kindeskind.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Zielgedanke

Die Kinder erfahren, dass es gut ist, wenn man Freunde hat, die einem helfen und für einen beten.

Merkvers

Zwei sind allemal besser dran als einer allein. Wenn zwei zusammenarbeiten, bringen sie es eher zu etwas. Prediger 4,9; GNB

Situation der Jungscharler

Allein zu sein, ist nicht schön. Diese Erfahrung haben schon viele der Jungscharler gemacht. In der Lebensphase der Zielgruppe spielt Freundschaft eine wichtige Rolle. Die Kinder fragen sich: Steht mein Freund / meine Freundin wirklich zu mir, wenn es mir schlecht geht oder ich gerade nicht der Klassenheld bin?

Wie wertvoll es ist, nicht allein, sondern gemeinsam etwas zu schaffen, haben die meisten hoffentlich schon einmal erlebt. Jeder kann etwas anderes gut und gemeinsam sind so Dinge möglich, die allein nicht denkbar gewesen wären. Die Jungscharler erleben das nicht nur in Freundschaften, sondern auch im Sport oder Projekten im Klassenverband.

Sicherlich haben einige der Jungscharler Gott auch schon als so einen verlässlichen Freund erlebt. Vielleicht haben sie sogar eine Person, die für sie betet, oder für die sie selbst beten.

Erklärung zum Text

Die Israeliten sind in der Wüste unterwegs. Ihr Ziel ist das verheißene Land. Immer wieder sind sie auf der Suche nach guten Weideflächen. Das Volk lagert schon einige Zeit in Refidim. Sie haben gerade wieder einmal an Gott gezweifelt und danach erfahren, dass er sie mit dem versorgt, was sie brauchen.

Die Amalekiter greifen die Israeliten an. Sie wollen das Weideland mit ihnen nicht teilen und erhoffen durch einen Sieg ihre Herde vergrößern zu können.

Josua wird von Mose beauftragt das dürftig ausgestattete Heer der Israeliten anzuführen. Mose, Aaron und Hur positionieren sich gut sichtbar auf einem Hügel. Da Mose es nicht schafft, den Stab betend in die Höhe zu halten, erhält er Unterstützung von den beiden. Das Aufsteigen und Sinken des Stabes hat auch eine Signalwirkung auf das kämpfende Volk. Die Israeliten gewinnen neue Kraft, wenn sie den Stab sehen, und verlieren den Mut, wenn der Stab sinkt. Der Stab weist darauf hin, dass Gott den Sieg bewirkt und nicht die militärische Macht Israels. Ob die Geste eine Gebetshaltung ist oder eine stärkende Haltung für die Kämpfer ist, bleibt offen. Die Aussage: Hand an dem Thron des Herrn macht zum Abschluss noch einmal deutlich dass Gott selbst die Kraft für den Sieg ist.

Die Israeliten gewinnen den Kampf und Gott verspricht, das er das Volk der Amalekiter später ganz auszulöschen. Mose befiehlt eine Denkschrift anzulegen, in der von dem Sieg über die Amalekiter berichtet wird. Zur Erinnerung, dass Gott geholfen hat, wird ein Altar errichtet.

Personen

Josua: Er wird später der Nachfolger von Mose. In dem Abschnitt taucht er zum ersten Mal auf. Zu Lebzeiten des Moses ist er sein engster Vertrauter und persönlicher Vertreter. Er wird auch als Diener Moses bezeichnet (z.B. in 2.Mose 24,13).

Aaron ist der Bruder von Mose, der ihm in ganz vielen Situationen zur Seite stand.

Hur: Dieser Mann ist nach der israelitischen Tradition der Mann der Mirjam. Er wird später gemeinsam mit Aaron mit der Vertretung des Mose beauftragt.

Amalekiter: Es handelt sich um ein Beduinenvolk. Ihr Stammvater dieses Volkes ist Amalek, ein Urenkel von Esau. Damit sind die Amalekiter mit Israel verwandt. Trotzdem greifen sie das geschwächte und ziemlich wehrlose Volk Israel an.

Orte

Refidim: Es ist unklar, wo dieser Ort gelegen hat. Es ist der letzte Lagerplatz bevor das Volk am Berg Sinai ankommt. Es könnte auch sein, dass nicht ein einzelner Ort, sondern eine ganze Region diesen Namen getragen hat.

Begriffe

Gottes Stab: Das ist Moses Hirtenstab, durch den Gott schon einige Male seine Macht erwiesen hat.

Feldzeichen: Dieses Zeichen ist ein Stab mit einem Stück Stoff, zu dem sich das Heer versammelt. Dieses Zeichen taucht wieder in 4.Mose 21,8f auf, wo an der Stange die rettende Schlange befestigt wird.

Treffpunkt

Spiele

In den Spielen und Aktionen geht es darum, gemeinsam etwas zu schaffen.

Rückendrücken

Die Kinder müssen sich Rücken an Rücken auf den Boden setzen und ihre Arme ineinander verhaken. Nun versuchen sie gemeinsam aufzustehen, ohne dass sie sich dabei mit den Händen auf den Boden abstützen.

Luftballonspiel

Eine kleine Gruppe von Kindern fasst sich an den Händen und bildet einen Kreis. Sie versuchen einen Luftballon so lange, wie möglich in der Luft zuhalten. Wenn der Ballon zu Boden fällt, dürfen die Kinder einen bestimmten Körperteil (Arm, Kopf, Fuß) bis zur nächsten Runde nicht mehr einsetzen.

Kekse essen

Alle Kinder der Gruppe bekommen den rechten Arm versteift. Am besten funktioniert das, indem man Zeitungspapier um den Ellenbogen wickelt. Alle Kinder erhalten einen Keks in die rechte Hand. Ihre Aufgabe ist es, diesen Keks zu essen. Sie dürfen ihn allerdings nicht ablegen, in die andere Hand nehmen oder in die Luft werfen.

Lösung: Sie füttern sich gegenseitig.

Bild beschreiben

Einer der Jungscharler bekommt ein einfaches Bild, was er beschreiben soll und der Andere malt auf, was er hört. Dazu haben die deiden eine Minute Zeit.

Lego erklären

Mehrere Zweierteams spielen gegeneinander. Vor ihnen steht eine Kiste mit Legosteinen. Der Spielleiter hat eine einfache Figur gebaut, die die Teams aber nicht sehen dürfen. Er erklärt nun genau, wie diese gebaut ist. Die Teams haben nun die Aufgabe, diese Figur nachzubauen. Der Spielleiter sagt also: „Ganz unten sind zwei rote Steine, 2 x 8, diese sind in der Mitte mit einem weißen Stein 2 x 2 verbunden…..“ Er darf nichts wiederholen und die Teams müssen die Ausführungen des Spielleiters genau befolgen. Gewonnen hat das Team, welches das Original genau nachgebaut hat.

Staffellauf zu zweit

Die Aufgaben beim Staffellauf müssen von zwei Kindern ausgeführt werden.

Beispiele: Einem werden die Augen verbunden und der Andere muss ihn führen. Die Kinder müssen sich auf der Strecke einen Ball zu werfen. Zu zweit einen Luftballon Kopf an Kopf transportieren.

Aktionen

Der Hirtenstab

Auf ein großes Blatt wird ein hohler Hirtenstab gemalt. Die Kinder erhalten die Aufgabe sich zu überlegen, wann die Israeliten schon einmal Gottes Hilfe erlebt haben. Die Jungscharler sollen nun versuchen, ihre Überlegung in den Stab zu malen.

Gemeinsam einen Kuchen gestalten

Zur Vorbereitung wird ein Rührkuchen gebacken oder ein in Kuchenboden gekauft. Mit einem Zuckerstift Areale vorzeichnen, die dann von den Jungscharlern gestaltet werden können. Zum Verzieren eignen sich Zuckerguss, Gummibärchen, Trockenobst, Smarties, Streusel u.v.m. Der Kuchen wird am Ende präsentiert und gegessen.

Knackpunkt

Die Israeliten sind in der Wüste unterwegs. In den letzten Jungscharstunden habt ihr von ihren Erlebnissen schon einiges erfahren. Heute wird es richtig gefährlich für das wandernde Volk Gottes.

Für die Geschichte brauche ich eure Unterstützung. Jeder von euch bekommt eine Rolle. Eure Aufgabe ist es, die Geschichte pantomimisch darzustellen, während sie erzählt wird.

Die Rollen Josua, Hur, Aaron und Mose übernehmen die Kinder. Mose bekommt einen Stab. Die übrigen Jungscharler werden in zwei Gruppen geteilt. Die eine Gruppe sind die Israeliten, die andere die Amalekiter.

Anweisung für die „Völkergruppen“: Immer wenn Mose den Stab in die Höhe hebt, sollen die Israeliten lautes Geschrei machen, auf die Knie gehen und die Hände nach oben reißen. Wenn die Arme von Mose sinken, tun die Amalekiter das Gleiche. Die jeweils andere Volksgruppe duckt sich dann, denn sie sind dann am Verlieren.

Die Geschichte kann beginnen.

Das Volk Israel ist gerade aus dem Schlaf erwacht, als Mose bemerkt, dass in der Ferne Reiter zu erkennen sind. Wer mag das wohl sein? Ob sie in friedlicher Absicht kommen? Die Truppe kommt näher und Mose kann deutlich erkennen, dass es sich nicht nur um ein paar Reiter handelt. Nein, ein großes Volk nähert sich ihnen. Ob sie auch Weideplatz für ihre Tiere suchen? Aber Tiere sind außer den Pferden keine zu sehen. Was haben die Männer da eigentlich in den Händen? Mose erkennt Speere und Schwerter. Dieses Volk, die Amalekiter, sieht nicht so aus, als ob es in friedlicher Absicht kommt. Schnell läuft Mose zu Josua und befiehlt ihm, alle Männer zu versammeln und sie zu bewaffnen. Josua handelt sofort und die Israeliten kommen zusammen. Sie sind mit keinen guten Waffen ausgestattet. Die Männer sehen eher aus wie Bauern, die zur Heuernte unterwegs sind mit ihren Harken, Mistgabeln und Sicheln. Wie sollen sie den Kampf gegen die gut ausgerüsteten Amalekiter nur erzwingen? Mose ist bleich im Gesicht, er weiß, dass sie diesen Kampf nur mit Gottes Hilfe gewinnen können. Mose ist kein Kämpfer, aber ein Beter, darum ruft er Hur und Aaron zu sich und geht mit ihnen auf den nächsten Berg. Von dort aus kann man das Kampfgeschehen gut beobachten und beten. Mittlerweile sind die Amalekiter und Israeliten kampfbereit. Den Israeliten schlottern die Knie, die Amalekiter lachen siegessicher. Mose hockt sich ihn und fängt an zu beten. Dabei streckt er den Stab mit beiden Händen in die Höhe. (Die Kinder werden jetzt aktiv.) Der Kampf nimmt einen erstaunlich guten Anfang für die Israeliten. Die Amalekiter sind gar nicht so stark, wie sie aussehen. Doch nach einer Stunde werden die Arme von Mose schwer und sie sinken zu Boden. Oh nein, die Amalekiter haben die Führung zurückgewonnen. Mose nimmt seine Kräfte zusammen und streckt den Stab in die Höhe. Wieder holen die Israeliten auf und die Amalekiter verlieren die Führung. Doch wenige Minuten später sinken Moses Hände wieder erschöpft zu Boden und die Amalekiter sind stärker. Noch einmal sammelt Mose seine Kräfte und schafft es stöhnend den Stab nach oben zu stemmen. Wieder holen die Israeliten auf, doch dann beginnen die Arme von Mose zu zittern und sinken endgültig erschöpft zu Boden. Die Amalekiter übernehmen die Führung und die Israeliten überlegen, die Flucht zu ergreifen. Mose ist total erschöpft und Hur und Aaron überlegen fieberhaft, was sie jetzt unternehmen. Sie können doch nicht mit ansehen, wie ihr Volk untergeht. Aaron kommt eine Idee. Er sieht einen riesigen Stein am Boden liegen. Schnell erklärt er Hur seinen Plan und dann schieben sie den Stein so zurecht, dass sich Mose darauf setzen kann. Das ist aber noch nicht alles. Jetzt nimmt jeder einen Arm von Mose und stützt ihn so, dass er den Stock emporheben kann, ohne viele Kraft aufzuwenden. Was jetzt passiert, könnt ihr euch sicherlich denken. Genau, die Israeliten gewinnen. Zum Dank, dass Gott ihnen diesen Sieg geschenkt hat, bauen sie ihm einen Altar und schreiben auf, was sie erlebt haben.

Doppelpunkt

Gemeinsam sind Mose, Hur und Aaron richtig stark. Allein hätte Mose es nicht geschafft, den Stab in die Höhe zu halten.

Spiel: Dachrinne

Zwei Teams spielen gegeneinander. Sie erhalten mehrere Müllsäcke. Die Aufgabe ist es, die Müllsäcke so aneinanderzulegen bzw. aneinanderzuhalten, dass daraus eine durchgängige Rinne entsteht. Dabei dürfen die Müllsäcke auch aufgeschnitten werden, bzw. es dürfen Löcher hineingeschnitten werden. Nachdem sie Rinne fertig gestellt haben, wird sie natürlich auch ausprobiert. In den Anfang der Rinne wird Wasser hinein geschüttet, welches am Ende wieder aufgefangen wird. Bei welcher Gruppe das meiste Wasser am Ende der Rinne ankommt, hat gewonnen.

Es ist klar, dass dieses Spiel nicht allein funktioniert, sondern nur wenn alle mithelfen und den anderen unterstützen.

Tipp: Dieses Spiel muss draußen gespielt werden. Wenn das aufgrund der Jahreszeit nicht möglich ist, kann man als Alternative aus Papprollen (zum Beispiel vom Klopapier) eine Kugelbahn bauen. Dabei werden die Rollen nicht verklebt, sondern nur gehalten. Wer schafft es bei dieser Variante, dass die Kugel bis zum Ende rollt und nicht auf den Boden fällt.

Fragen an die Kinder

  • Könnt ihr euch an eine Situation erinnert, in der ihr jemanden geholfen habt?
  • Fallen euch Situationen ein, die ihr nicht allein geschafft habt? Wer hat euch geholfen?

Es ist gut, jemanden zu haben, der einem zur Seite steht.

Hilfe kann auch so aussehen, dass jemand für einen betet.

  • Hat schon einmal jemand für euch gebetet?

Es wäre schön, wenn der Mitarbeiter davon erzählen kann, wo ihm die Fürbitte geholfen hat.

Aktion

Die Kinder bekommen eine aufgezeichnete Hand. Sie dürfen in die Hand schreiben, wo sie Hilfe benötigen. Oder sie können einen Namen von jemanden aufschreiben, von dem sie wissen, dass er Hilfe benötigt. Die Kinder können entscheiden, ob sie ihre „Hand“ vorlesen wollen.

Hur und Aaron haben Mose unterstützt und Gott hat seinem Volk geholfen. Gott kann auch dir in deiner Situation helfen.

Der Mitarbeitende betet für die Kinder und deren Gebetsanliegen.

Schlusspunkt

Die Hände sind ein Symbol für die Hilfe. Aaron und Hur haben die Hände des Mose gestützt und ihm so geholfen. Mose hat seinen Stab mit seinen Händen zum Himmel gehalten und so gebetet. Der Merkvers sagt aus, dass es gut ist, einen Freund zu haben, so ein Freund kann auch Gott sein. Den Merkvers wollen wir uns heute mit unseren Händen zusagen.

Die Kinder überkreuzen ihre Arme und bilden einen Kreis, dann sagen sie sich den Merkvers zu: Zwei sind allemal besser dran als einer allein. Wenn zwei zusammenarbeiten, bringen sie es eher zu etwas. Prediger 4,9

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach spitze

Nr. 12 Felsenfest und stark

Nr. 38 Alles, was ich hab

Nr. 22 Freunde, Freunde

Aus: Kinder feiern Jesus

Nr. 15 Jesus, Jesus, ich verehre dich

  • Autor / Autorin: Dorothea Schmidt
  • © Deutscher EC-Verband

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