Zweifel und Glaube / Was Gott weiß, macht mich nicht heiß

Einheit | Andacht
Einheit | Andacht

Zweifel und Glaube / Was Gott weiß, macht mich nicht heiß

Materialart: Andacht
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Verband: Deutscher EC-Verband
Redaktion: TEC:
Zeitbedarf: 5-7 Min. (Vorbereitung: 10 Min.)
Bibelstelle: Psalm 31 anzeigen
Bibelstelle
Psalm 31

31

In Gottes Händen geborgen

1Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2Herr, auf dich traue ich, /

lass mich nimmermehr zuschanden werden,

errette mich durch deine Gerechtigkeit!

3Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends!

Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest!

4Denn du bist mein Fels und meine Burg,

und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.

5Du wollest mich aus dem Netze ziehen, /

das sie mir heimlich stellten;

denn du bist meine Stärke.

6In deine Hände befehle ich meinen Geist;

du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

7Ich hasse, die sich halten an nichtige Götzen;

ich aber vertraue auf den Herrn.

8Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte,

dass du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele

9und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes;

du stellst meine Füße auf weiten Raum.

10Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst!

Mein Auge ist trübe geworden vor Gram, matt meine Seele und mein Leib.

11Denn mein Leben ist hingeschwunden in Kummer

und meine Jahre in Seufzen.

Meine Kraft ist verfallen durch meine Missetat,

und meine Gebeine sind verschmachtet.

12Allen meinen Bedrängern bin ich ein Spott geworden,

eine Last meinen Nachbarn und ein Schrecken meinen Freunden.

Die mich sehen auf der Gasse,

fliehen vor mir.

13Ich bin vergessen im Herzen wie ein Toter;

ich bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß.

14Denn ich höre, wie viele mich verleumden:

Schrecken ist um und um!

Sie halten Rat miteinander über mich

und trachten danach, mir das Leben zu nehmen.

15Ich aber, Herr, hoffe auf dich

und spreche: Du bist mein Gott!

16Meine Zeit steht in deinen Händen.

Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen.

17Lass leuchten dein Antlitz über deinem Knecht;

hilf mir durch deine Güte!

18Herr, lass mich nicht zuschanden werden;

denn ich rufe dich an.

Die Frevler sollen zuschanden werden

und verstummen im Totenreich.

19Verstummen sollen die Lügenmäuler,

die da reden wider den Gerechten frech, stolz und höhnisch.

20Wie groß ist deine Güte, Herr,

die du bewahrt hast denen, die dich fürchten,

und erweisest vor den Menschen

denen, die auf dich trauen!

21Du birgst sie im Schutz deines Angesichts vor den Rotten der Leute,

du verbirgst sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen.

22Gelobt sei der Herr; denn er hat seine wunderbare Güte

mir erwiesen in einer festen Stadt.

23Ich sprach wohl in meinem Zagen:

Ich bin von deinen Augen verstoßen.

Doch du hörtest die Stimme meines Flehens,

als ich zu dir schrie.

24Liebet den Herrn, alle seine Heiligen!

Die Gläubigen behütet der Herr und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt.

25Seid getrost und unverzagt alle,

die ihr des Herrn harret!

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

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Deine eigenen Zweifel mit Gott zu besprechen ist die beste Voraussetzung dafür, dass du später wieder andere im Glauben ermutigen kannst.

Vorschau:

Mann, ist der durch den Wind! Jedenfalls mit seinen Gedanken und Gefühlen hin- und hergerissen. David sieht sich durch irgendwelche Feinde bedroht, kriegt richtig Panik und fleht Gott um Schutz und Hilfe an. Nach dem, was man im Psalm liest, sieht es auch wirklich übel aus. Im gleichen Atemzug erklärt er aber schon, dass er ja in Gottes Hand ist und eigentlich gar keinen Grund hat, sich Sorgen zu machen. Macht er aber doch und beklagt gleich wieder sein fürchterliches Schicksal: Alle haben sich gegen ihn verbündet und wollen ihn „zur Strecke bringen“. Das ist mal richtig übel, wenn es nicht einfach nur ein Problem gibt, sondern wenn einen alle mobben oder einem sogar nach dem Leben trachten. Das Wechselbad der Gefühle geht aber weiter, denn schon ruft David wieder aus „Wie groß ist deine Güte, Herr!“

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  • Autor / Autorin: Rudolf Westerheide
  • © Deutscher EC-Verband
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