Das Weizenkorn, das in die Erde fällt

Eine Predigt für einen Jugendgottesdienst zu Ostern

Predigt zu Johannes 12,24 – “Das Weizenkorn, das in die Erde fällt”

Stellt euch vor, ihr seid auf einem großen Feld. Es ist Frühling, und der Bauer geht mit einem kleinen Sack voller Weizenkörner auf das Feld. Er nimmt eines der Körner und pflanzt es in die Erde. Vielleicht denkt ihr: „Was soll denn jetzt die Geschichte? Es ist nur ein kleines Korn. Was kann daraus schon Großes werden?“ Doch was der Bauer weiß, ist, dass dieses eine kleine Korn, das in die Erde fällt, nicht einfach nur ein unbedeutendes Korn bleibt. Es wird sich verwandeln und durch den natürlichen Prozess des Wachstums zu einer Pflanze werden. Diese Pflanze wird viele weitere Körner hervorbringen, und diese Körner können wieder gepflanzt werden, um noch mehr Pflanzen zu bringen. Und so wächst die Ernte immer weiter – das ist exponentielles Wachstum. Klingt wie eine Matheaufgabe oder? Ich war in Mathe immer mies, darum geht’s mir also nicht…

Was wie ein winziges, unscheinbares Korn aussieht, hat das Potenzial, etwas riesiges, unvorstellbares Wachstum zu bewirken. Und genau diese Vorstellung von Wachstum – das exponentielle Wachstum – daran denkt Jesus, wenn er in Johannes 12,24 sagt: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“

1. Das Weizenkorn und exponentielles Wachstum:

Wenn wir uns das natürliche Wachstum eines Weizenkorns anschauen, verstehen wir, was Jesus meint. Ein einziges Korn, das in die Erde fällt, wird nicht nur eine Pflanze hervorbringen, sondern tausende von Körnern über die Zeit. Das ist exponentielles Wachstum: Es fängt klein an, aber mit den richtigen Bedingungen und dem richtigen Prozess wird es immer mehr, immer schneller. Mich fasziniert das: das Wachstum, das von einem einzigen Korn ausgeht, kann zu einer ganzen Ernte führen. Und das ist der Punkt, den Jesus uns zeigt: Was als kleiner, unscheinbarer Anfang beginnt, kann eine riesige Ernte hervorbringen – mehr, als wir uns vorstellen können. Von einem Korn wird keiner satt, mit einem Korn kann keiner ein Brot backen. Aber wenn das eine stirbt und sich damit vermehrt, dann wird man davon satt, dann kann man damit Brot backen.

Aber dieses Wachstum beginnt nur, wenn das Korn „stirbt“ – es muss in die Erde fallen, es muss in die Dunkelheit, bevor es das Licht sehen und wachsen kann. Es ist der Moment des „Loslassens“, der entscheidend ist. Der erste Schritt ist immer der, dass das Korn nicht mehr das bleibt, was es war. Es muss sich auflösen und umwandeln, damit neues Leben entstehen kann.

2. Jesus und das Wachstum der Erlösung – Passionszeit und Ostern:

Wir sind in einer sehr besonderen Zeit im Jahr – der Passionszeit und dem Osterfest. Diese Zeit erinnert uns besonders an das, was Jesus für uns getan hat. In der Passionszeit denken wir an sein Leiden und seinen Tod – das „Sterben“ des Weizenkorns, von dem er selbst gesprochen hat. Wenn wir in diesen Tagen über Jesus nachdenken, dann sehen wir den Moment, in dem er bereit ist, „in die Erde zu fallen“ – er geht freiwillig zum Kreuz, um für uns zu sterben.

Aber der Tod von Jesus ist nicht das Ende. Wie das Weizenkorn, das in die Erde fällt und stirbt, damit neues Leben entsteht, so ist auch der Tod von Jesus der Beginn von etwas Großem und Neuem.

Ostern feiert genau diesen Moment: Jesus ist auferstanden! Das bedeutet, dass er durch den Tod hindurchgegangen ist, um uns neues Leben zu schenken. Genau wie aus einem einzelnen Korn viele Körner hervorgehen, hat Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung viele Menschen – uns – neues Leben gebracht. Und wie das Weizenkorn, das aus der Dunkelheit der Erde herausbricht und Frucht bringt, so bricht auch Jesus’ Auferstehung aus der Dunkelheit des Todes hervor und bringt für uns das Licht des ewigen Lebens.

3. Exponentielles Wachstum in unserem Leben:

Jetzt stellen wir uns die Frage: Was hat das mit uns zu tun? Was bedeutet dieses exponentielle Wachstum für uns? Wenn wir dem Bild des Weizenkorns folgen, dann bedeutet das für uns, dass auch unser eigenes Leben und unser Glaube in gewisser Weise wachsen kann – und das nicht nur in kleinen Schritten, sondern in einer Art exponentiellem Wachstum. Aber wie?

Beispiel 1: Veränderung im Freundeskreis

Stellt euch vor, du bist erst ganz frisch mit Jesus unterwegs. Der Glaube ist für dich noch ganz neu. Vielleicht hast du erst kürzlich angefangen, regelmäßig in die Kirche zu gehen oder hierher zu kommen. Am Anfang fühlst du dich vielleicht klein und unsicher, als ob du allein bist, mit deinen Fragen und deinen Zweifeln.

Aber du merkst, wie deine Einstellung sich verändert: Du bist freundlicher zu deinen Freunden, du gehst offener auf Menschen zu und zeigst mehr Interesse an deren Leben. Vielleicht fängt dein bester Freund oder deine beste Freundin an, von deinem Glauben zu hören und fragt dich nach deiner Meinung. Vielleicht ist es am Anfang nur ein Gespräch über den Glauben, aber nach einiger Zeit fängt diese Person an, selbst zu fragen: „Was bedeutet es eigentlich, an Gott zu glauben?“ Und dann, ganz plötzlich, siehst du, wie dein kleiner Glaube beginnt, in jemand anderem Frucht zu bringen. Dieser Freund oder diese Freundin wird dann vielleicht selbst zum Glauben finden – und so wächst der Glaube weiter, genauso wie das Weizenkorn immer mehr Körner hervorbringt.

Beispiel 2: Umgang mit Problemen und Herausforderungen

Ein anderes Beispiel: Du stehst vor einer Herausforderung, vielleicht in der Schule oder in einer schwierigen Situation zu Hause. Anfangs fühlst du dich völlig überfordert, aber du entscheidest dich, auf Gott zu vertrauen und ihm diese Herausforderung hinzuhalten. Du betest, du suchst Rat bei anderen und lässt dich auf den Prozess der Veränderung ein.

Im Laufe der Zeit merkst du, dass du mit Problemen anders umgehst – du hast mehr Geduld, du reagierst nicht mehr impulsiv, sondern denkst zuerst nach. Deine Freunde bemerken deine Veränderung und fragen, wie du es schaffst, so ruhig zu bleiben. Du erklärst ihnen, dass du Gott vertraust und dass er dir hilft, deine Ängste und Sorgen zu bewältigen. Und wieder siehst du, wie dein eigenes Wachstum in anderen Frucht bringt, weil auch sie anfangen, in schwierigen Momenten auf Gott zu vertrauen.

Diese Veränderungen in deinem Leben, die ganz klein angefangen haben, können sich wie exponentielles Wachstum entfalten. Deine Geduld, deine Freundlichkeit, dein Mut und dein Vertrauen in Gott können andere inspirieren und sie dazu bringen, ebenfalls zu wachsen. Du machst damit einen Unterschied!

Auch wenn du es vielleicht erst einmal gar nicht so direkt siehst. Ich erlebe das in meinem Beruf ganz oft. Zum Beispiel bei Beerdigungen. Oft frage ich mich, ob das für die Menschen überhaupt einen Unterschied macht, ob eine Beerdigung gut oder schlecht ist. Weil ich es oft gar nicht gleich sehen kann, was mit den Menschen nach der Beerdigung passiert. Ich begleite sie nur für eine ganz kurze Zeit. Dann merke ich, dass ich darauf vertrauen muss, dass Gott an den Menschen weiterarbeitet, wenn ich sie nicht mehr begleite. Dass vielleicht irgendwo ein Satz von mir hängen geblieben ist und der eine Mensch irgendwann anfangen wird, doch die Fragen nach Gott zu stellen und ihn besser kennen zu lernen.

Aber heute geht es nicht nur um die anderen, sondern auch um dich.

Jesus fragt dich ganz persönlich: Kommst du mit unter die Oberfläche? Lässt du mich da hin, wo es dunkel ist in deinem Leben? Unter die Erde? Da wo sonst niemand hin soll. Aber dahin, wo ich Dinge verändern kann in deinem Herzen. Damit du auch zu so einem Menschen wirst mit exponentiellem Wachstum. Für dich und dein Leben, aber auch für die Menschen in deinem Umfeld?

4. Passionszeit – Vorbereitung für das Wunder von Ostern:

In der Passionszeit stehen wir vor der Frage: Was muss in unserem Leben „sterben“, damit neues Leben wachsen kann? Vielleicht gibt es in deinem Leben etwas, das du loslassen musst – Ängste, schlechte Gewohnheiten, falsche Vorstellungen von dir selbst oder anderen.

Dann ist das heute eine Einladung, uns darauf vorzubereiten, uns von Gott verändern zu lassen, damit wir wie das Weizenkorn Frucht bringen können. Der Tod Jesu ist nicht das Ende, sondern der Anfang eines neuen, unvorstellbaren Lebens, das für uns alle möglich wird. Ostern erinnert uns daran, dass nach der Dunkelheit des Kreuzes immer das Licht der Auferstehung kommt – und dieses Licht bringt exponentielles Wachstum für unser Leben.

Amen.

Gemeinsame Aktion im Anschluss: Kresse säen

Beim Säen und Ernten macht man sich manchmal die Hände schmutzig. Das gilt auch, wenn wir für das Reich Gottes arbeiten, damit dort die Ernte größer wird. 

Das lassen wir jetzt ganz konkret werden: Ich habe hinten einen Malerfließ ausgelegt und lade euch ein, dass ihr euch ein kleines Töpfchen mit Erde füllt und ein paar Kressesamen einfüllt. In den nächsten Tagen dann ab und zu ein bisschen gießen. Es braucht gar nicht viel und aus den Körnern wächst eine Pflanze. Aus dem Tod ins Leben und schmecken tut es auch noch gut!

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5 L)

Themensammlung der Redaktion Jugonet

Mit dieser Themensammlungen wollen wir zur Arbeit mit der Jahreslosung 2026 anregen.

In der Bibel ist dieser Satz fast ganz am Ende der zu finden; er steht im vorletzten Kapitel. Der Satz verweist auf die Zeit, in der die letzten Tage anbrechen, bevor Gott selbst wiederkommen wird. Ein Satz, der in der vorletzten Zeit gesprochen sein wird. Aus dem Vorletzten wird auf das Letzte geblickt, bevor alles neu werden wird. Die Offenbarung des Johannes verlegt auch das Vorletzte in die Zukunft. Dann wird das Reich Gottes endgültig Realität werden und: Gott wird etwas kategorial anderes hervorbringen. Es geht nicht um Reparatur oder Wiederaufbereitung, ein Verbessern dessen, was nicht gut ist. Nein, Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

Es wird kategorial anders sein – ganz neu, alles neu. Ein Neustart.

Wie wäre es, die Jahreslosung tatsächlich mal das ganze Jahr mitlaufen zu lassen und sich für 2026 mal vorzunehmen, ganz neu anzusetzen? – Wir möchten dazu anregen. Und wir haben auch vor, diese Themensammlung über das Jahr imer wieder anzureichern mit neuen Ideen und Impulsen. Und wir freuen uns darauf, wenn wir uns auch etwas zurückspielt. Wenn ihr selbst Ideen und Entwürfe habt, um die Jahreslosung im Lauf des (Kirchen-)Jahres zum Thema zu machen. Schickt uns gerne eine Nachricht an die Redaktion und wir nehmen das auf. Musikalisch kann euch die Jahreslosung übrigens mit diesem Lied begleiten (kostenlose Noten dazu findest du hier).

Startet doch mit einem Gottesdienst oder einer Andacht zur Jahreslosung neu ins neue Jahr. Wenn ihr euch mit der Jahreslosung und deren Kontext im Buch der Offenbarung intensiver beschäftigen möchtet, dann schaut euch doch mal diese kurze Exegese an. Sie ist eine verkürzte Version der Exegese aus dem Buch zur Jahreslosung “Alles neu” (erschienen bei Praxisverlag buch&musik und dort auch bestellbar). Das Buch sei an dieser Stelle wärmstens ans Herz gelegt. Denn dort finden sich viele Praxisideen mit Blick auf die Jahreslosung 2026. Eine Leseprobe mit einem feinen Entwurf aus und für den Bereich “Kirche mit Kindern” und einem Baustein mit einer Idee für einen “Makeover” findet ihr hier.

Erneuerung der Beziehung zu Gott und Vergebung empfangen wir im Heiligen Abendmahl. Im ersten Korintherbrief (Kapitel 11 Vers 26f.) lesen wir: „Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt“. Und so ist Abendmahl immer wieder ein Neuanfang – Gott macht alles neu, wenn wir es feiern – bis er kommt. Dann wird alles neu werden. Aber bis dahin ist das Abendmahl ein Geschenk Gottes das in Beziehung zu Gott setzt und eine Einladung in unserem mitunter gebrochenen Leben neu anzufangen – mit Gott. Ein jugendgemäße Form findet sich in dem Baustein “mysterion”. Er enthält alle Materialien Abendmahl zu feiern.

Das Feiern des Abendmahles ist an keine bestimmte Zeit geknüpft. Jedoch feiern Christinnen und Christen Abendmahl an Karfreitag und Ostern. Und es sind diese beiden eng miteinander verbundenen Tage, die uns Jahr für Jahr vor Augen führen, dass Gott alles neu macht, aus dem Tod ins Leben führt. Auferstehung, neues Leben ist möglich, täglich, immer wieder neu. Symbolisiert wird das beispielsweise mit dem Samenkorn, das in die Erde fällt. Leblos und verborgen liegt es da – und doch treibt aus ihm neues Leben. Ein grüner Sprößling treibt aus – Leben keimt aus. Dazu haben wir eine Predigt für einen Jugendgottesdienst zum Bild des Weizenkorns von unserem neuen Redaktionsmitglied Katharina Trostel eingestellt. Das Osterfest ist seit den ersten Jahren des Christentums eng mit der Taufe verbunden. Und so erinnern Christinnen und Christen sich besonders an Ostern an ihre Taufe mit dem Gedanken: Das Neue ist mit und in mir, obwohl ich die gleiche Person bleibe. Und doch bin ich bin voll mit hineingenommen in das Neue. Dazu erinnern wir an unsere Themensammlung zu Ostern, die wir 2025 veröffentlicht haben. Dort ist auch verschiedene Anregungen wie man mit Jugendlichen eine Osternacht gestalten kann. Und speziell für Karsamstag hat unser Redaktionsmitglied Stefanie Weinmann eine Andacht mit Titel “Unterwegs zum Neuen” geschrieben.

Auch im Frühjahr und Sommer lässt sich mit der Jahreslosung “Siehe, ich mache alles neu” gut arbeiten. Die aufblühende Natur bietet genug Anlässe und Bilder dazu. Die Sommerferien markieren immer wieder für Menschen Umbruchssituationen. Manchmal wird mit dem Umzug an einen neuen Studien- oder Arbeitsort alles neu. Dies könnte Anlass geben. Menschen für das Neue, das kommt zu segnen, sie z.B. in einem Gottesdienst auszusenden.

Über die Schöpfung und ihre Erhaltung nachzudenken, geht zu jeder Zeit. Oft ist aber auch die Erntezeit im Sommer und Erntedank ein guter Anlass. Lasst euch von unserem Redaktionsmitglied Stefanie Weinmann mit ihrer Einheit “Die Zukunft der Erde – Upcycling oder Neuschöpfung” zum Nachdenken anregen.

Und auch der Herbst, der die Vergänglichkeit des Lebens vor Augen führt bietet Anlass, über den Tod hinaus zu denken und mit der Verheißung Gottes “Siehe, ich mache alles neu!” Hoffnung zu verknüpfen. Eine Hoffnung, die über den Tod hinaus reicht. Dazu lest den Beitrag “Die Ewigkeit ist mein Zuhause” von Redaktionsmitglied Stefanie Weinmann.

Und schließlich bricht mit dem Übergang in den Advent auch mit dem neuen Kirchenjahr wieder und wieder etwas Neues an. Advent – die Wartezeit bis zur Ankunft Gottes, der mit seiner Menschwerdung ein deutliches Zeichen setzt mit den Menschen neu zu beginnen. Und obwohl diese Festtage am Ende des Kalenderjahres alle Jahre wiederkehren sind sie es wert sich genau daran zu erinnern, warum Gott Mensch geworden ist. Die Anregungen des SWD-EC “Weihnachten neu erleben“, bietet dafür eine ganze Reihe von Anregungen. Und gestartet werden kann damit schon am ersten Advent.

Zum Jahresende kann gehört oft auch ein persönlicher Jahresrückblick. Zu diesem wird in der Andacht von Stefanie Weinmann angeregt. Die Idee kann aber auch als Element in einem Jugendgottesdienst aufgenommen werden.

Und so schließt sich der Jahreskreis.

Und es kann immer wieder neu werden, im Kleinen wie im Großen – bis dann am Ende alles neu wird!

Das ganze Jahr über werden Neuinterpretationen alter Choräle erscheinen. In den Choral Sessions 2 von Weida und Mohns sind schon 6 neue arrangierte Choräle erschienen. Hier haben wir sie für euch redaktionell zusammengestellt. Auf der Seite von Weida und Mohns sind mit den ersten Choral Sessions und weiteren Projekten schon einige Songs und Begleitmaterialien erschienen. Zu jedem Song gibt es Noten, ein Musikvideo aus der Jugendarbeit, ein Video zum Song mit Einführungen in den Song und das Thema, Ideen für die Nutzung im Gottesdienst / Jugendstunde / Schulunterricht.

Und wenn ihr die Jahreslosung zum Anlass nehmt, einfach mal etwas zu Entrümpeln und Neues anzugehen, dann ist der Artikel von unserem Redaktionsmitglied Christiane Lehmann über Exnovation für Jugendgottesdienst-Teams genau das Richtige.

Wir von der Redaktion jugonet wünschen euch auf jeden Fall ein gutes Jahr 2026 mit vielen neuen Entdeckungen und neuen Aufbrüchen.

Stefanie Weinmann, Christiane Lehmann und Matthias Rumm

Es gibt viele Gelegenheiten, um mal intensiv über die Schöpfung nachzudenken. Im Kirchenjahr bietet sich zum Beispiel Erntedank dafür an. Aber egal, wann du das Thema “beackern” willst: Wir bieten dir hier ein paar Bausteine für einen Jugendgottesdienst oder eine Stunde im Jugendkreis dafür. Baue alles so zusammen, wie es für euch vor Ort passt. Wenn es euch möglich ist feiert draußen in der Natur oder holt ein bisschen was von der Schöpfung zu euch: vielleicht mit einem schönen Blumenstrauß, einer Bildershow oder einem toll geschmückten Erntedank-Altar…

Theologische Grundlegung
Um die Schöpfung soll es heute gehen. „Schöpfung“ ist ein Begriff, der alles Geschaffene meint: alles Lebendige, aber auch die gesamte Welt und selbst das Universum. Der Begriff impliziert, dass das alles nicht zufällig entstanden ist, sondern dass jemand dabei gesteuert, gelenkt, gestaltet hat: ein Schöpfer eben. Unsere Erde, sagt die Bibel, ist kein Zufallsprodukt. Keine blaue Murmel, die einsam und ziellos durchs Weltall treibt. Wir sprechen von Schöpfung, weil wir glauben, dass es einen Schöpfer gibt, der diese Welt gemacht hat. Manche sagen: nach der Schöpfung hat Gott sich zurückgezogen. Er hat uns auf die Erde gesetzt und jetzt müssen wir selbst klar kommen.
Die Bibel zeigt mir andere Charakterzüge Gottes. Da ist ein Gott, der von Beginn an leidenschaftlich Beziehung zu seinen Menschen sucht. Der den Menschen diese Erde zum Geschenk macht, um sie zu bebauen und zu bewahren. Ein Gott, dem diese Welt so sehr am Herzen liegt, dass er selbst Mensch wird um uns ganz nahe zu kommen. Und dieser Gott verspricht im Blick auf diese Welt: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). Petrus schreibt im 2. Petrusbrief 3,13: „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ und Johannes erzählt in Offenbarung 21,1: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.“
Wenn Gott eines Tage alles neu macht – wie genau wird das aussehen? Macht er etwas Neues aus dem, was da ist? Upccling sozusagen? Wird die Schöpfung dann einfach ausgetauscht oder wächst das Neue aus dem Alten?
Über die Frage, wie das Reich Gottes, seine neue Welt, mit unserer jetzigen zusammenhängt haben sich Theolog*innen schon seit vielen Jahrhunderte die Köpfe zerbrochen. Dabei gibt es zwei Pole: Manche erwarten eine radikale Neuschöpfung am Ende der Zeiten, andere betonen, dass das Reiches Gottes jetzt schon mitten in der Welt wächst und sich entfaltet. Diese Spannung zwischen „Schon jetzt“ und „noch nicht“ prägt die gesamte Diskussion.
Diejenigen, die eine Neuschöpfung vertreten, erwarten, dass unsere Welt vergeht. Sie betonen die radikale Veränderung, die Gott bringen wird und erwarten die Wiederkunft Christi mit Weltgericht.
Diejenigen, die sich vorstellen, dass Gottes neue Welt langsam heranwächst betonen, dass mit Jesu Wirken das Reich Gottes bereits angebrochen ist. Ihnen ist wichtig, dass Gotts Heil, seine gute Herrschaft, jetzt schon wirkt – auch wenn es noch nicht vollendet ist und die endgültige Transformation noch aussteht. Wir alle sind dazu eingeladen, an diesem Reich mit zu bauen und es im Alltag sichtbar zu machen. Dieses Bild steckt in vielen Gleichnissen Jesu, zum Beispiel das vom Sauerteig, der nach und nach alles durchdringt und verwandelt (Matthäus 13,33).

Das gute ist: diese beiden Ideen von der “neuen Erde” stehen sich nicht unversöhnlich gegenüber, sondern bilden ein Spannungsfeld, in dem Kraft steckt. Ohne den Glauben, dass Gottes Reich schon jetzt – auch mit und durch uns – in die Welt kommt könnten wir unsere Verantwortung für die Schöpfung vernachlässigen nach dem Motto „Wenn Gott uns sowieso eine komplett neue Erde gibt können wir mit dieser hier eigentlich machen, was wir wollen.“ In der Konsequenz hieße das, dass es keinen Grund gäbe, sich für Klima- oder Naturschutz einzusetzen – oder auch für andere Menschen. Doch selbst wenn Gott einmal etwas komplett Neues schafft – er hat uns als Verwalterinnen und Verwalter auf diese Erde gestellt. Die Schöpfungsgeschichte am Anfang der Bibel erzählt davon, welche Verantwortung der Mensch von Gott bekommen hat: Unser Job ist, auf sie aufzupassen, neues zu entwickeln und alles so zu gestalten dass gutes Leben für alle möglich ist. Manchmal kann diese Aufgabe ziemlich überwältigend sein. Wenn wir nur noch die bedrohten und bedrohlichen Seiten der Schöpfung wahrnehmen. Wenn wir darüber nachdenken, wie riesig diese Welt ist und wie klein der Unterschied, den wir als einzelne Menschen machen können. Wenn der Alltag uns fordert und so viele andere Probleme und Aufgaben unsere Kraft und Konzentration brauchen. Darum brauchen wir gleichzeitig auch die Hoffnung, dass Gott wirklich alles nigel-nagel-neu machen wird und alles Bedrohliche nur vorläufig ist.

Geschichte zum Einstieg
Aus Indien wird sich folgende Geschichte erzählt: Es war einmal ein Wasserträger. Auf seinen Schultern ruhte ein schwerer Holzstab, an dem rechts und links je ein großer Wasserkrug befestigt war. Nun hatte einer der Krüge einen Sprung. Der andere hingegen war perfekt geformt und mit ihm konnte der Wasserträger am Ende seines langen Weges vom Fluss zum Haus seines Herren eine volle Portion Wasser abliefern. In dem kaputten Krug war hingegen immer nur etwa die Hälfte des Wassers, wenn er am Haus ankam.
Für volle zwei Jahre lieferte der Wasserträger seinem Herren also einen vollen und einen halbvollen Krug. Der perfekte der beiden Krüge war natürlich sehr stolz darauf, dass der Wasserträger in ihm immer eine volle Portion transportieren konnte. Der Krug mit dem Sprung hingegen schämte sich, dass er durch seinen Makel nur halb so gut war wie der andere Krug.
Nach zwei Jahren Scham hielt der kaputte Krug es nicht mehr aus und sprach zu seinem Träger: “Ich schäme mich so für mich selbst und ich möchte mich bei dir entschuldigen.”
Der Wasserträger schaute den Krug an und fragte: “Aber wofür denn? Wofür schämst du dich?”
“Ich war die ganze Zeit nicht in der Lage, das Wasser zu halten, so dass du durch mich immer nur die Hälfte zu dem Haus deines Herren bringen konntest. Du hast die volle Anstrengung, bekommst aber nicht den vollen Lohn, weil du immer nur anderthalb statt zwei Krüge Wasser ablieferst.” sprach der Krug.
Dem Wasserträger tat der alte Krug leid und er wollte ihn trösten. So sprach er: “Achte gleich einmal, wenn wir zum Haus meines Herren gehen, auf den Straßenrand.” Der Krug konnte daraufhin ein wenig lächeln und so machten sie sich auf den Weg. Am Ende des Weges jedoch fühlte sich der Krug wieder ganz elend und entschuldigte sich erneut zerknirscht bei dem Wasserträger.
Der aber erwiderte: “Hast du die Wildblumen am Straßenrand gesehen? Ist dir aufgefallen, dass sie nur auf deiner Seite des Weges wachsen, nicht aber auf der, wo ich den anderen Krug trage? Ich wusste von Beginn an über deinen Sprung. Und so habe ich einige Wildblumensamen gesammelt und sie auf deiner Seite des Weges verstreut. Jedes Mal, wenn wir zum Haus meines Herren liefen, hast du sie gewässert. Ich habe jeden Tag einige dieser wundervollen Blumen pflücken können und damit den Tisch meines Herren dekoriert. Und all diese Schönheit hast du geschaffen.”
Autor unbekannt, aus dem Englischen übersetzt

Wie gut, dass der Wasserträger den Krug trotz seines Fehlers brauchen konnte. Wie gut, dass Gott uns trotz unserer Macken und Sprüngen brauchen kann. Und wie gut, dass auf unserem Lebensweg immer wieder wunderschöne Blumen blühen. Was war denn für dich in der letzten Woche ein „Blumen-Moment“ – eine Erfahrung, ein Erlebnis oder auch nur ein Augenblick, der bunt
aufleuchtet? Tausche dich kurz mit deinen Nachbar*innen darüber aus!

Was bringt dich zum Staunen? – Collage
Gott hat unsere Erde wunderbar gemacht. „Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“, so steht es in 1. Mose 1. Es gibt vieles, worüber ich staunen kann.
Sammelt gemeinsam, was euch in der Natur und der Schöpfung fasziniert. Gut eignet sich dafür die Methode einer Collage. Dafür braucht ihr jede Menge Zeitschriften, aus denen alle ausschneiden und ausreißen können, was sie spontan anspricht. Das wird dann aufgeklebt – entweder auf ein großes gemeinsames Plakat oder in kleinen Teams. Je mehr unterschiedliche Bilder und Materialien ihr habt, desto besser. Tauscht euch danach über die Ergebnisse aus.

Gleichzeitig ist unsere Schöpfung aber auch bedrohlich und bedroht: Klimakrise, Krankheiten, Artensterben, Regenwaldabholzung, Hunger, Kriege, Katastrophen (schreibt diese Worte auf rote Zettel und legt sie auf die Collage).
Wenn ich an die Schöpfung denke, denke ich aber auch an diese „andere Seite“. Krisen und Kriege, Krankheiten und Katastrophen gab es schon immer. Aber in den letzten Jahren ist uns das gefühlt alles näher gekommen. Der Natur geht es schlecht. Überflutungen und Hitzerekorde lassen sich schon lange nicht mehr als Wetterphänomene abtun. Wir sind nicht im Klimawandel, sondern in der Klimakrise. Und die ist so umfassend und bedrohlich, dass sich in Deutschland eine ganze Jugendbewegung den Namen „Letzte Generation“ gegeben hat weil sie befürchtet, genau das zu sein, wenn sich nicht bald Gravierendes ändert.
Neben der Klimakrise wird das Artensterben als größte Bedrohung für unser Leben und unseren Planeten gesehen. WWF sagt: aktuell sind wir im größten Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier. Fast ein Drittel der bekannten Tier- und Pflanzenarten ist mehr oder weniger stark bedroht.
Die Klimakrise, aber auch Verfolgung und Kriege führen dazu, dass aktuell mehr Menschen auf der Flucht sind als jemals zuvor in der Menschheitsgeschichte. Ende 2024 waren es über 123 Millionen Menschen laut UNO-Flüchtlingshilfe. Globale Flüchtlingskrisen verändern auch unser Zusammenleben.


Wenn wir von der Schöpfung reden meinen wir oft nur die Natur, die Tiere und Pflanzen, vielleicht auch die Luft, den Boden und die Meere. Aber auch wir selbst sind Teil der Schöpfung und untrennbar damit verwoben. Die meisten Faktoren, die Schöpfung bedrohen, sind menschengemacht. Und die Menschheitsfamilie leidet, weil sie Teil dieser Schöpfung ist.
„Wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick seufzt und in den Wehen liegt.“, so schreibt es Paulus in Römer 8,22. Die ganze Schöpfung leidet. Alles betroffen: die Natur – die Menschheit – ich als Person.
Beides nehme ich war: die Schöpfung, die sehr gut ist – und seit Adam und Eva das Paradies verlassen haben gibt gleichzeitig auch die Schöpfung, die leidet, die bedroht ist und manchmal auch bedrohlich.
Wie geht es dir gerade damit? Wenn du an die Welt denkst, an die Natur, an deine Mitmenschen und an dich selbst: Wo kannst du grade dankbar genießen, was es Gutes in der Schöpfung gibt? Und wo leidest du eher oder machst dir Sorgen um deine Mit-Welt? Nimm dir kurz eine Minute Zeit, in dich hineinzuhören.

Fürbitt-Gebet
Unser Gott,
Der unendliche Sternenhimmel und das winzige Senfkorn: du hast beides geschaffen. Berge und Meere, die Tiere, Pflanzen und wir Menschen sind dein Werk.
Es gibt so viel wunderbares zu entdecken. Dafür danken wir dir. Und wir bitten dich: lass uns das Staunen über deine Welt nicht verlernen.
Halte unsere Augen und Herzen offen für diese Wunder und hilf uns, sie bewusst wahr zu nehmen.
Gott, wir Menschen gehen nicht immer gut mit deiner Erde um. Wir zerstören Lebensräume und beuten Menschen und Tiere aus.
Wir bitten dich um Vergebung. Hilf uns, Lösungen zu finden und gemeinsam für das Gute zu arbeiten.
Hilf uns, dass wir verantwortungsvoll mit der Natur und unseren Mitmenschen umgehen.
Mit Nachdruck bitten wir dich für die Menschen, die unter Naturkatastrophen leiden. Hunderttausende verlieren ihre Heimat und ihre Ernten.
Die Folgen von Überschwemmungen, Hungersnöten, Dürren und daraus entstehenden Krankheiten sind auch Monate nach solch erschütternden Ereignissen noch groß.  
Gib den betroffenen Menschen Trost und neue Hoffnung.
Wir beten gemeinsam: Vater unser…

Liedersammlung
Es gibt viele tolle Lieder zur Schöpfung, die ihr singen könnt! Hier eine kleine Auswahl:

  • Astronaut, DAS LIEDERBUCH 2, 110
  • Beautiful things, DAS LIEDERBUCH 1,135
  • Danke, DAS LIEDERBUCH 1, 23
  • Der Mond ist aufgegangen, DAS LIEDERBUCH 1,99
  • Du bist, der du bist, DAS LIEDERBUCH 1, 157
  • Du machst alles neu, DAS LIEDERBUCH 2, 216
  • God of wonders, Feiert Jesus 3, 65
  • Gott gab uns Atem, DAS LIEDERBUCH 1, 212
  • Größer, DAS LIEDERBUCH 2, 144
  • Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer Evangelisches Gesangbuch – Regionalteil Württemberg, 643
  • Höher, DAS LIEDERBUCH 2, 168
  • Ins Wasser fällt ein Stein Evangelisches Gesangbuch – Regionalteil Württemberg, 637
  • Laudato si Evangelisches Gesangbuch, 515
  • Morning has broken, DAS LIEDERBUCH 1,88
  • Neuer Tag, neues Glück, DAS LIEDERBUCH 2, 78
  • Poiema, DAS LIEDERBUCH 2, 114
  • So will I, DAS LIEDERBUCH 2, 150
  • The earth is yours DAS LIEDERBUCH 2, 151
  • The earth song DAS LIEDERBUCH 2, 202
  • Tiefer als das Meer, DAS LIEDERBUCH 2, 147
  • Viele kleine Leute Evangelisches Gesangbuch – Regionalteil Württemberg, 662
  • What a wonderful world, DAS LIEDERBUCH 2, 94
  • Weißt du, wieviel Sternlein stehen, Evangelisches Gesangbuch, 511
  • Wir haben Gottes Spuren festgestellt, Evangelisches Gesangbuch – Regionalteil Württemberg 656
  • Wir pflügen und wir streuen, Evangelisches Gesangbuch, 508
  • Welt der Wunder, DAS LIEDERBUCH 2, 155

Übrigens: ein toller “Schöpfungspsalm” ist Psalm 104! 🙂


In Aktion kommen
Es gibt viele Möglichkeiten, wie ihr das Thema praktisch bearbeiten könnt. Eine kleine Sammlung:

  • Was gibt mir Mut und Kraft, mich für die Schöpfung einzusetzen? Sammelt in einer Blitzlichtrunde
  • Was kann ich tun, um die Schöpfung zu bewahren? Sammelt konkrete Ideen auf Post-Its und klebt sie auf eine große Wand. Am Ende darf jede*r ein Post-It mit der Idee einer anderen Person mitnehmen und sich daheim als Reminder an den Spiegel oder in den Kalender kleben.
  • Upcycling praktisch: Bastelaktion! Blumentöpfe aus alten Dosen, Stiftehalter aus Kassetten, Deko-Sterne aus Zeitschriften… Upcycling-Ideen gibt’s jede Menge. Die Idee ist, aus etwas, das eigentlich Müll ist, etwas zu gestalten, das man benutzen und gebrauchen kann. Dabei wächst auch das Bewusstsein für unseren Konsum und unsere Müllproduktion.
  • Müllsammelaktion. Zieht los, sammelt Müll. Gerätschaften dafür leiht euch vielleicht die Stadt aus. Belohnt die Helfenden mit einem leckeren Essen oder setzt einen Preis aus für den verrücktesten Müllfund…
  • “Dankbarkeitsbaum”: schreibt auf Papier-Blüten, wofür ihr dankbar seid und hängt die Zettel in einen Baum. Vielleicht inspiriert das auch andere?


Segen
Gott segne deine Augen,
dass du immer wieder neu die Schönheit seiner Schöpfung entdeckst.
Er segne deine Ohren,
dass sie offen sind für seine zarte Stimme in deinem Alltag.
Gott segne deinen Mund,
dass du Worte der Ermutigung sprechen kannst.
Er segne deine Hände,
dass du sie für das Gute einsetzt.
Gott segne deine Füße,
dass sie dich sicher an den Ort tragen, an dem er dich haben möchte.
Gott segne dein Herz,
dass Glaube, Hoffnung und Liebe darin wohnen.
So segne dich Gott –
der Vater, der Sohn, und der Heilige Geist.
Amen

Mehr Material
Mehr zum Thema Schöpfung findest du zum Beispiel auch bei initiative-schoepfung.de oder bei klimafasten.de

Die interaktivste, umfassendste, benutzerfreundlichste und gründlichste Bibel-Karten-App im App Store. 

Die Bible Map App verstehen wir eher als ein Ergänzung zu einer anderen Methode.  

Die Bibel wird lebendig, wenn man das Land der Bibel sieht und erkennt, wie viele Artefakte wir heute haben, die die biblische Geschichte belegen. 

Was ist die Bible Map App – und was kann sie? 

Die Bible Maps App ist eine interaktive Anwendung, die dir hilft, die Welt der Bibel besser zu verstehen. Sie verbindet biblische Texte mit echten geografischen Orten und zeigt dir, wo bestimmte Ereignisse in der Bibel stattgefunden haben. So wird die Bibel anschaulicher, greifbarer und lebendiger. 

Was die App kann: 

  • Kartenansicht biblischer Orte: Du siehst direkt auf einer Landkarte, wo sich wichtige Orte der Bibel befinden – z. B. Jerusalem, Bethlehem oder das Rote Meer. 
  • Zeitliche Einordnung: Die App zeigt, wann und wo etwas passiert ist – z. B. die Reisen von Mose, Jesus oder Paulus. 
  • Verbindung mit Bibeltexten: Du kannst die entsprechenden Bibelstellen direkt aufrufen und lesen. 
  • Hintergrundwissen & Archäologie: Viele Orte sind mit Erklärungen, historischen Bildern und archäologischen Funden verknüpft, die zeigen, wie real und gut belegt die biblische Geschichte ist. 
  • Interaktiv und leicht zu bedienen: Die App ist so aufgebaut, dass man sich einfach zurechtfindet – ideal für Jugendliche, Erwachsene, Bibelgruppen oder den Schulunterricht. 

Warum ist die App hilfreich? 

Weil sie zeigt, dass die Bibel kein Märchenbuch ist, sondern auf echten Orten, Zeiten und Menschen basiert. Wer die geografischen Zusammenhänge versteht, erkennt vieles im Bibeltext klarer und bekommt ein besseres Gesamtbild. 

Nikodemus.AI bietet vielfältige Möglichkeiten, das persönliche Bibelstudium und die Arbeit in Jugendgruppen zu bereichern. Nikodemus AI ist ein Chatbot, der auf Basis einer künstlichen Intelligenz (KI) arbeitet. Du findest ihn unter www.bibelserver.de und er kann nur mit Anmeldung genutzt werden. 

Hier ein paar Vorschläge: 

Persönliches Bibelstudium 
  • Hintergrundinformationen abrufen: Nutze Nikodemus.AI, um tiefere Einblicke in den historischen und kulturellen Kontext von Bibelstellen zu erhalten. 
  • Verständnisfragen klären: Stelle dem Chatbot Fragen zu schwierigen Passagen oder Begriffen, die du beim Lesen nicht verstehst. 
  • Reflexion anregen: Lass von Nikodemus.AI Rückfragen stellen, die zum Nachdenken über den gelesenen Text anregen. 
  • Dialog: Gib Nikodemus.AI eine Rolle (z.B. Petrus) und befrage sie. So kannst du Bibeltexte aus einer neuen Perspektive entdecken. Beachte, dass diesen Antworten Interpretationen der KI zugrunde liegen. 
Einsatz in der Jugendgruppe 
  • Bibelquiz erstellen: Nutze den Chatbot, um interessante Fragen für ein Bibelquiz zu generieren und die Antworten zu überprüfen. 
  • Diskussionsanregungen: Lass Nikodemus.AI Impulsfragen zu einem bestimmten Bibeltext oder Thema formulieren, die als Grundlage für Gruppendiskussionen dienen können. 
  • Rollenspiele vorbereiten: Bitten um Hintergrundinformationen zu biblischen Personen oder Situationen, um authentische Anspiele zu gestalten. 
  • Themenerkundung: Nutze Nikodemus.AI, um verschiedene Aspekte eines Themas zu erforschen und eine breitere Sicht auf kontroverse Fragen zu erhalten. 

Nikodemus.AI kann eine wertvolle Ergänzung für das Bibelstudium allein oder in der Gruppe sein. Sie kann aber nie den Austausch mit echten Menschen ersetzen. Ein Hinterfragen der Antworten und das Suchen nach eigenen Wissensquellen ist wichtig. 

WiBiLex ist das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet. Es bietet ein umfangreiches, kostenlos zugängliches wissenschaftliches Lexikon zur gesamten Bibel, das bei seiner Fertigstellung über 3000 Artikel zum Alten und Neuen Testament umfassen wird. 

Egal, ob du für die Schule recherchierst, dich auf eine Diskussion in deiner Jugendgruppe vorbereitest oder einfach mehr über Begriffe und Themen aus der Bibel wissen willst – WiBiLex hat die Antworten. 

Tauche so tief ein, wie du möchtest, und entdecke spannende Zusammenhänge, die du vorher vielleicht übersehen hast. Über die Suche findest du schnell den passenden Artikel.  

Die Bibel ist vor langer Zeit und in uns fremden Kulturen entstanden. Sich das bewusst zu machen und zu verstehen, was in der damaligen Zeit Dinge bedeutet haben, gibt deinem Bibellesen einen neuen Horizont.  

Leg los und suche, was dich interessiert: https://www.die-bibel.de/ressourcen/wibilex  (letzter Zugriff 09.09.2025)

Alabaster bietet Bibeln an, die besonders Wert auf Schönheit legen. Die Bibeln sind mit aussagekräftigen und ästhetischen Fotografien ausgestattet. Die Designs sind modern und minimalistisch.

Jedes biblische Buch ist ein einzelner sorgfältig gestalteter Band. Die Bibeln sind inspirierende Werke, die nicht nur durch die Texte, sondern auch durch die Gestaltung sprechen.
In den Büchern kann man die Verbindung von Kreativität, Ästhetik und Glauben entdecken.  

Alle verfügbaren Bibeln und weiterführendes Material findest du unter: https://alabasterco.com/ 

Bisher sind die Produkte nur auf Englisch verfügbar. 

Bibeltexte sind immer in bestimmte Situationen und meist zu einem konkreten Zielpublikum gesprochen worden. Dennoch dürfen wir erleben, dass sie auch heute noch mitten in unser Leben hineinsprechen und damit in ganz unterschiedliche Situationen. 

Mit dieser Methode kannst du einen Bibelvers in seiner Vielfalt wahrnehmen und unterschiedliche Facetten entdecken. 

Wie es geht: 

1. Such dir einen Bibelvers aus. Dafür kannst du 
  • Die Bibel einfach an einer Stelle aufschlagen, mit dem Finger auf eine Stelle tippen und den Vers unter deinem Finger nehmen. 
  • Den Losung- oder Lehrtext des Tages nehmen. Diese findest du zum Beispiel hier (die Losungen). 
  • Einen Vers aus der Liste unten wählen. 
2. Mach von dem Vers ein Foto oder schreib ihn dir ab. 

3. Lies den Vers ein paar Mal laut vor. 

4. Nun such dir sieben verschiedene Orte in deinem Zuhause, deiner Nachbarschaft, deiner Stadt.

Geh zu den einzelnen Orten hin, komme einen Moment zur Ruhe und lies dann den Vers ein paar Mal. Wenn es gerade passt, gerne auch laut. 

Ideen für Orte sind zum Beispiel: ein Schulhof, eine Bank im Park, auf einem Spielplatz, an einer Straßenecke, im Bus oder in der Straßenbahn.

5. Überlege, ob du eine Verbindung zwischen diesem Vers und diesem Ort findest.

In welche Situation spricht er hier hinein? Wo kann der Vers andocken? Du kannst deine Gedanken vielleicht in den Notizen auf deinem Handy festhalten. 

6. Beende diese Zeit, indem du deine Gedanken mit Gott besprichst. 


Vorschläge für Bibelverse für diesen Zugang: 
  • Matthäus 7,12 
  • Philipper 4,6-7 
  • Psalm 23,1 
  • Jakobus 1,19 
  • Sprüche 3,5-6 
  • Matthäus 6,34 
  • Micha 6,8 
  • Römer 12,21 
  • Galater 6,2 
  • Johannes 14,27 

Der lateinische Begriff lectio divina bedeutet soviel wie betendes Lesen der Schrift. Es ist eine seit dem 3. Jh. n. Chr. geübte Möglichkeit, einen biblischen Text in vier Schritten für sich zu erschließen. Für diese Methode brauchst du ein bisschen Zeit und Ruhe. Du tauchst tief in einen Bibelabschnitt ein, liest ihn mehrmals, vielleicht auch manche Abschnitte nochmal.
Gut ist es, wenn du die Texte auch laut liest, denn das verlangsamt dein Lesen und macht dir die Stellen womöglich auch deutlicher. Nach dem intensiven Lesen des Textes bewegst du ihn im Gebet und in der Stille. 

Wie du beginnst: Such dir einen Bibelabschnitt aus, den du mit dieser Methode lesen willst. Gut ist es, wenn du dir nicht ein ganzes Kapitel, sondern den Abschnitt unter einer Überschrift nimmst. 

Komme an: Such dir einen ruhigen Ort, an dem du nicht gestört wirst und dich auf die Begegnung mit Gott und dem Bibeltext einlassen kannst. Nimm eine bequeme Haltung ein. Du kannst mit einer Zeit der Stille beginnen oder auch zu Beginn ein Gebet sprechen. Hier ist ein Vorschlag dafür: 

Herr, lehre mich, in der Stille deiner Gegenwart das Geheimnis meines Lebens zu verstehen. Hilf mir loszulassen, was mich daran hindert, dir und deinem Wort zu begegnen. Hilf mir zuzulassen, was in mir Mensch werden will nach deinem Bild und Gleichnis, das du in mich hineingelegt hast. 

Die 4 Schritte der Lectio Divina 

Die Fragen bei jedem Schritt sollen Wegweiser sein, worauf du bei diesem Schritt achten kannst. Die Fragen müssen nicht beantwortet werden. 

1) Lectio – Lesen: 

Was sagt der Text? 

Lies den Text langsam, am besten mehrmals hörbar.

  • In welchem größeren Zusammenhang steht er?
  • Welche Art Text ist es?
  • Auf jedes einzelne Wort achten, vor allem auch auf Wörter, die öfter vorkommen.
  • Wie spricht der Text von Gott? Wie vom Menschen? 
2) Meditatio – Im Herzen bewegen: 

Was sagt der Text mir? 

Wiederhole die Worte so oft, bewege sie hin und her, bis du entdeckst, was Gott dir durch sein Wort sagen will.

  • Welches Wort, welcher Satz spricht dich besonders an?
  • Welche Fragen stellt dir der Text?
  • Welche Botschaft erreicht dich? 
3) Oratio – Beten: 

Was lässt der Text mich sagen? 

Fass in betende Worte, was dich jetzt bewegt (Lobpreis, Dank, Bitte, Fürbitte, Bekenntnis, Klage…) oder sprich dir vertraute Worte: Psalmen, andere Gebete, Lieder… 

4) Contemplatio – Betrachten: 

Was klingt in mir nach? 

Bleib eine Weile im Schweigen vor Gott.

  • Welches Wort, welches Bild, welches Gefühl klingt in dir nach?
  • Was nimmst du mit? 
App für Kleingruppen mit kreativen Methoden zum Bibellesen

Die FeedYourself-App bietet Kleingruppen eine tolle Möglichkeit miteinander in Gottes Wort einzutauchen, sich mit ganz verschiedenen kreativen Methoden mit Texten auseinander zu setzen.
Im Stil eines Menüs leitet die App euch durch verschiedene Gänge. In diesen ist Raum für persönlichen Austausch in der Gruppe. Ihr findet Hinführungen und Methoden zur Auseinandersetzung mit Bibeltexten und verschiedene kreative Formen, in der Gruppe gemeinsam Spiritualität zu leben. 

Ihr könnt euch die App direkt auf euer Handy laden. Ihr müsst euch nicht zwangsläufig anmelden, mit einer Anmeldung habt ihr aber vollen Zugriff auf alle Inhalte. Egal ob mit oder ohne Anmeldung, die Inhalte stehen kostenfrei zur Verfügung. 

In der App findet ihr eine Bibliothek mit allen bereits erstellten Materialien. Diese wächst kontinuierlich an. Als Gruppe entscheidet ihr euch für ein Buch aus der Bibliothek.
Jedes Buch behandelt entweder ein Glaubensthema, eine biblische Person oder ein biblisches Buch. In jedem Buch auf FeedYourself findet ihr meist 5-8 Einheiten, die das Thema des Buches entfalten. Somit könnt ihr über einen gewissen Zeitraum als Gruppe mit diesem Buch unterwegs sein. Für diese Form des gemeinsamen Bibellesens braucht ihr kaum Vorbereitungszeit, denn in der App findet ihr Hintergründe und Erklärungen, auch der Bibeltext ist jederzeit zugänglich. 

In jeder Einheit findet ihr unterschiedliche Menüformen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Gebet, Gemeinschaft oder Gottes Wort.

© Visiomedia e.V

Je nachdem, für welche Menüform ihr euch entscheidet, geht ihr dann mit diesem Schwerpunkt durch die Gänge des Menüs. Die letzte Einheit ist stets das Festmahl. Denn FeedYourself will auch immer die Gemeinschaft in eurer Gruppe stärken. Mit dem Festmahl feiert ihr den gemeinsamen Weg und blickt auf diesen zurück. Ihr könnt teilen, wie ihr Gott erlebt und näher kennengelernt habt. 

Für die gemeinsame Nutzung reicht es, wenn eine Person aus der Gruppe die App auf dem Handy hat. Ihr könnt das Handy auf einen Bildschirm spiegeln, dann sehen alle die Inhalte. 

Weitere Infos gibt es unter https://feedyourself.de/

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