Mission Media: Doomscrolling

Für unsere Vorfahren war es wichtiger, den Säbelzahntiger im Gebüsch zu entdecken, als schöne Blumen zu bewundern. Aber was hat diese Erkenntnis der Evolution mit unserem heutigen Medienkonsum zu tun?  

Wissenschaftler*innen sehen darin eine Ursache für das sogenannte Doomscrolling. Mit dieser Wortschöpfung aus dem englischen Wort Doom – das unter anderem Unheil bedeutet – und Scrolling, ist der ständige Konsum von negativen Nachrichten gemeint. Das kann zu einer regelrechten Sucht werden und starke Auswirkungen haben. Doomscrolling verursacht zum Beispiel Angst, Stress und Schlafstörungen, verstärkt psychische Erkrankungen und vermittelt uns allgemein ein negatives Weltbild.  

Doch woher kommt das? Unser Gehirn nimmt negative Nachrichten besser auf als positive. Das liegt an unserer Entwicklung. Für unsere Vorfahren konnten Informationen über potenzielle Gefahren den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Heute kann das zu einem ungesunden Umgang mit schlechten Neuigkeiten führen.  

Glücklicherweise lässt sich etwas gegen Doomscrolling tun:  Zuerst sollte man den eigenen Medienkonsum hinterfragen. Springe ich von einer schlechten Nachricht zur nächsten und geht es mir danach mies? Helfen können feste Nachrichten- und Bildschirmzeiten, ein Digital Detox am Morgen, mehr Aktivitäten in der realen Welt oder der bewusste Konsum konstruktiver Nachrichten. Sucht doch einfach mal gezielt nach „Good News”.

Was sind eure Strategien gegen zu viele negative News?

Weiterführende Links

https://goodnews-magazin.de/

https://perspective-daily.de

https://www.wdrmaus.de/hoeren/good-news.php5

Hier findest du Material von YOU/C zum Song “You Call Me”.
Wenn du mehr zu YOU/C wissen willst, kannst du ganz unten auf der Seite nachschauen.

Das Playback (Instrumental), die zwei- bis dreistimmigen Chornoten und die Multitracks zu dem Song kannst du per E-Mail anfragen: you-c@ejwue.de

Hier siehst du das Musikvideo zu dem Song.
Weiteres Songmaterial findest du unter dem Video.

Audiospur Sopran

Audiospur Alt

Audiospur tiefe Stimme

YOU/C, die Sing-Community, will Jugendliche deutschlandweit für das (gemeinsame) Singen begeistern und miteinander vernetzen. Bestehende Teenie- und Jugendchöre möchte YOU/C unterstützen und auch dabei helfen, dass neue Gruppen entstehen, die zusammen singen. Dafür kommt das Team von YOU/C in Gemeinden und Bezirke und veranstaltet mit den Leuten vor Ort YOU/C-Days. Außerdem wurden mehrmals im Jahr moderne Songs mit zugehörigem Songmaterial über www.you-c.online veröffentlicht. Zu jedem Song gibt es ein zwei- bis dreistimmiges Chorarrangement, Tutorials und innovative Zusatzmaterialien, mit denen Interesse geweckt, Spaß vermittelt, Gottes Liebe spürbar gemacht und beim Singen und Üben der Songs unterstützt werden soll.

YOU/C ist Teil von „musikplus“ im Evangelischen Jugendwerk Württemberg (EJW) und kooperiert mit der Stiftung Creative Kirche in Witten.

Stell Dir vor, jemand heißt Dich herzlich willkommen und versperrt Dir gleichzeitig den Weg! Nicht anders ist es, wenn wir online kommunizieren und Barrierefreiheit im digitalen Raum vergessen.

Digitale Barrierefreiheit bedeutet, dass Websites und digitale Dienste so gestaltet sind, dass sie von allen Menschen genutzt werden können – unabhängig davon, ob sie körperliche oder geistige Beeinträchtigungen haben. Auch ältere Menschen, Personen mit Sprachbarrieren oder temporären Einschränkungen – etwa nach einem Unfall – profitieren davon.

Dazu gehört, dass sich eine Website auf dem Handy automatisch an den Bildschirm anpasst und ausreichend Farbkontrast und logische Struktur vorhanden ist. Untertitel in Videos, Alternativtexte für Bilder und einfache Sprache machen Inhalte zugänglicher. 

Wenn Du Dir die Grenzen und den Abbau derer immer wieder bewusst machst, wird es leichter, Barrierefreiheit von Anfang an mitzudenken. Vieles ist schnell gemacht und dank KI wird die Umsetzung in Zukunft immer einfacher.

Wer Barrieren abbaut, zeigt: Alle sind willkommen! Ich finde es gerade im kirchlichen Kontext wichtig, dass niemand außen vor bleibt.

Prüfe doch mal Deinen nächsten Post! Wer kann ihn lesen, hören, verstehen – oder eben nicht?

Weiterführende Links:

Alle reden über Intelligenz – aber was meinen Psychologie und Informatik eigentlich damit? Für Psycholog:innen heißt Intelligenz: Aus Erfahrung lernen, Probleme lösen, Wissen in neuen Situationen einsetzen.

Einige Menschen sprechen von einer allgemeinen Intelligenz. Andere unterscheiden verschiedene Intelligenzarten – sprachlich, sozial, musikalisch usw. Allerdings: Intelligenz ist immer mit Bedeutung, mit Verstehen verbunden.

Für die Informatik bedeutet ‚Künstliche Intelligenz‘: Muster in Daten erkennen, Wahrscheinlichkeiten berechnen, Zuordnungen vornehmen. Ob regelbasiert oder mit Hilfe von neuronalen Netzen. Die KI versteht weder die Eingaben noch das, was sie ausgibt. Die Antworten haben nur eine bestimmte Wahrscheinlichkeit wahr zu sein.

Das Gehirn versteht Bedeutung. KI erkennt Muster. Beide wirken ‚intelligent‘ –  sie funktionieren aber sehr unterschiedlich. Wenn wir von künstlicher Intelligenz sprechen, werten wir den Menschen, der zu echter Intelligenz in der Lage ist ab und stellen ihn mit Maschinen auf eine Stufe, die letztlich nur statistische Berechnungen durchführen. Frage an deine Jugendgruppe: Wann handelt jemand wirklich intelligent – braucht es dafür nicht ein Bewusstsein, besser noch ein Selbstbewusstsein, über das KI-Systeme nicht verfügen?

Weiterführende Links:

https://www.die-tagespost.de/kultur/feuilleton/kuenstliche-intelligenz-bedeutet-nicht-kuenstliche-vernunft-art-250894?utm

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8108480

https://www.iks.fraunhofer.de/de/themen/kuenstliche-intelligenz.html

https://www.transcript-verlag.de/shopMedia/openaccess/pdf/oa9783839444689.pdf?utm

Stratmann, J.  (2025). Künstliche Intelligenz im interdisziplinären Dialog und ihre Potentia-le für die Hochschullehre aus einer lerntheoretischen Betrachtung. In Preiss, F., Reichle, H. & Wendorff , J. (Hrsg.), Dynamische Hochschule entwickeln – ein multiperspektivischer Ansatz. Waxmann

Landtagswahl in Baden-Württemberg – und wieder einmal müssen wir über Medien sprechen. Warum? Ganz einfach: Weil junge Menschen heute vor allem online entscheiden, wem sie vertrauen!

Am 8. März wird der baden-württembergische Landtag gewählt und zum ersten Mal dürfen auch 16- und 17-Jährige ihr Kreuzchen setzen. Viele von diesen jungen „Neuwähler:innen“ informieren sich über die sozialen Medien, stolpern dabei über Wahlwerbung, Memes, Meinungen und Desinformation. Und genau da kommst du ins Spiel. Du musst kein Medienprofi sein, um junge Menschen auf ihre demokratische Teilhabe vorzubereiten, aber du kannst ihnen helfen, den Überblick zu behalten.

Hier kommen drei einfache Tipps, wie du Jugendliche im digitalen Raum fit für die Wahl machen kannst:

1. Nicht alles verteufeln, was auf Social Media passiert. Viele politische Infos, Meinungen und Diskussionen gelangen zu jungen Menschen heute über Instagram, TikTok oder YouTube. Frag doch einfach mal: Welche politischen Inhalte bekommt ihr eigentlich in eurem Feed angezeigt – und welche Reaktionen rufen sie bei euch hervor? Was spricht euch an, was nicht? Was weckt Begeisterung, was lässt euch kalt, was ärgert euch vielleicht auch?

2. Gemeinsam hirnen statt alleine predigen. Schaut gemeinsam unterschiedlichen politischen Content an und stellt dabei diese Fragen: Wer spricht oder schreibt? Was wird gesagt? Und was will die Person oder die Partei mit diesem Inhalt bezwecken?

3. Fake News entlarven. Zeig den Menschen, mit denen du unterwegs bist, einfache Faktencheckseiten wie „Korrektiv“, „Mimikama“, „Quellencheck“ oder die Angebote der Zentralen für politische Bildung. Das regelmäßige Prüfen von Inhalten fördert oft erstaunliche Ergebnisse zutage. Menschen vergessen leicht, dass man auch deutlich schlauer lügen kann als so mancher US-Politiker mit roter Basecap.

Und ganz wichtig bei alledem: Am besten, soweit es geht, neutral bleiben. Deine Aufgabe sollte nicht sein, Meinungen anderer zu formen, sondern Räume zu öffnen, in denen Jugendliche und junge Erwachsene valide Informationen erhalten, ein sprachfähiges Gegenüber erleben und so eine Grundlage schaffen können für die Entwicklung von eigenen Standpunkten. Das heißt natürlich nicht, dass du zum rückgratlosen Werkzeug werden musst. Wenn es um Spaltung, Menschenfeindlichkeit und Hetze geht, sind nämlich klare Worte von Bezugspersonen unerlässlich. Gerade wenn man als Christ oder Christin in dieser Welt unterwegs ist, steht man hier – meiner Auffassung nach – in einer ganz klaren Verantwortung.

Weiterführende Links:

Jugendgerechtes Erklärvideo zum Ablauf der Landtagswahl in BW 2026 von der Landeszentrale für politische Bildung.
https://www.youtube.com/watch?v=3r2jby0Lpzc

Gruppenstunden-Entwurf zum Thema Landtagswahl BW 2026 vom Evangelischen Jugendwerk in Württemberg.
https://www.jugendarbeit.online/dpf_thema/nutze-deine-stimme/

Seite zur Kampagne „Spaltung Sucks“ vom Landesjugendring BW – Für Zusammenhalt und Solidarität in Baden-Württemberg.
https://spaltung-sucks.de

Wahlprogramm-Check der antretenden Parteien für die Landtagswahl BW 2026 vom Landesjugendring BW.
https://www.ljrbw.de/kampagnen/visionen-2026-bis-2031/detail/wahlprogramm-check-zur-landtagswahl-2026

Gestaltungsvorlagen für Jugend-Bildungs-Einheiten zum Thema Landtagswahl BW 2026 von der „Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg“ (SKJB).
https://kinder-jugendbeteiligung-bw.de/angebote/wahlalter-16/landtagswahl-bw-2026/

Sonderseite der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zur Landtagswahl BW 2026 inklusive Kampagnen-Templates („Für Alle – mit Herz und Verstand“).
https://www.elk-wue.de/gesellschaft/landtagswahl-2026#c84127

Erstwähler-Guide der Initiative „Medien-Fokus BW“.
https://www.medienfokus-bw.de/landtagswahl-2026-ein-guide-fuer-erstwaehler/

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl BW (Zwar nicht explizit für Jugendliche – aber sehr verständlich formuliert).
https://wahl-o-mat.de/bw2026

Immer wieder liest und hört man in aktuellen Debatten von „Cancel Culture“. Aber was genau ist damit gemeint? Das erklären wir bei Mission Media.

Als im September in den USA die Talkshow des Moderators Jimmy Kimmel vorübergehend abgesetzt wurde, bezeichnete der ehemalige US-Präsident Barack Obama diesen Vorgang als „Cancel Culture“. Aber was ist damit eigentlich gemeint?

Mit „Cancel Culture“ oder „Canceln“ ist gemeint, dass öffentlich zum Boykott von unter anderem Sendungen, Filmen, Büchern, Auftritten und Produkten einer Person aufgerufen wird. Dies geschieht meistens online und häufig hat sich die Person zuvor mehrfach kontrovers geäußert. Das Schwierige an einer genauen Definition ist, dass die Bezeichnung „Cancel Culture“ sowohl von Befürworter*innen als auch von Kritiker*innen der so bezeichneten Handlungen verwendet wird.

Für Befürworter*innen ist „Cancel Culture“ ein sinnvolles Mittel, mit dem auch Minderheiten vermeintlich viel mächtigere Personen – zum Beispiel Prominente – zur Verantwortung ziehen und auf deren Fehlverhalten hinweisen können. Stichwort: MeToo.

Kritiker*innen sehen in „Cancel Culture“ einen „Modernen Mob“, der durch unverhältnismäßige Reaktionen und Shitstorms die Meinungsfreiheit gefährdet.

Problematisch ist allerdings, dass „Cancel Culture“ mittlerweile häufig nur noch als Kampfbegriff verwendet wird, um zum Beispiel die Grenzen des Sagbaren zu verschieben oder den widersprechenden Personen Überempfindlichkeit vorzuwerfen – ganz egal, ob tatsächlich jemand gecancelt wurde oder nicht.

Weiterführende Informationen:

Britannica (2024)
The Editors of ProCon; Cancel Culture: Is Cancel Culture Good for Society?
https://www.britannica.com/procon/cancel-culture-debate

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) (2023)
René Pfister; Wie die Meinungsfreiheit zum Problemfall erklärt wird
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/diskurskultur-2023/541851/wie-die-meinungsfreiheit-zum-problemfall-erklaert-wird/

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) (2023)
Adrian Daub; Von verzerrten Evidenzen und moralischer Panik
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/diskurskultur-2023/541852/von-verzerrten-evidenzen-und-moralischer-panik/

Chip (2022)
Oliver März; Cancel Culture: Die Bedeutung des Begriffs einfach erklärt
https://praxistipps.chip.de/cancel-culture-die-bedeutung-des-begriffs-einfach-erklaert_139181

Deutsche Welle (2020)
Philipp Jedicke; “Cancel Culture” jetzt auch in Deutschland?
https://www.dw.com/de/cancel-culture-griffige-definition-oder-nutzloser-kampfbegriff/a-54570483

Deutschlandfunk Kultur (2020)
Andrea Geier; Debatte über „Cancel Culture“: Wie Kampfbegriffe den Diskurs prägen
https://www.deutschlandfunkkultur.de/debatte-ueber-cancel-culture-wie-kampfbegriffe-den-diskurs-100.html

HateAid (2024)
Deutschland und die Cancel Culture
https://hateaid.org/cancel-culture/

Journalistikon (2022)
Martina Thiele; Cancel Culture
https://journalistikon.de/cancel-culture/

Sonntagsblatt (2023)
Oliver Marquardt; Wokeness und Cancel Culture: Was hinter dem Kampf um Worte steckt
https://www.sonntagsblatt.de/artikel/gesellschaft/wokeness-cancel-culture-kulturkampf-worte

Stuttgarter Nachrichten (2021)
Katrin Klingschad; Cancel Culture – Was ist das eigentlich?
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.cancel-culture-mhsd.94d7459f-6f15-4323-bc6c-c6b758105099.html

SWR3 (2025)
Christian Kreutzer, Niklas Behrend, Alicia Tedesco; Star-Moderator Kimmel kaltgestellt: Obama attackiert die Trump-Regierung
https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/jimmy-kimmel-ausgesetzt-charlie-kirk-trump-100.html

Zusammen im Dialog (2025)
Cancel Culture
https://zusammen-im-dialog.de/wissensplattform/cancel-culture/

Chatbots wirken wie die perfekten Gesprächspartner – immer freundlich und hilfsbereit. Doch man sollte ihnen nicht blind vertrauen! Bei Mission Media gehen wir auf auf Vor- und Nachteile der virtuellen Begleiter ein.

Sind Chatbots vielleicht die besten Gesprächspartner:innen, die wir je hatten?

Freundlich, zuvorkommend, redegewandt, nie müde und scheinbar allwissend! Künstliche Intelligenz begegnet einem mittlerweile überall: Sie hat offene Ohren, beantwortet Fragen, gibt Empfehlungen, erklärt Mathe-Aufgaben oder schreibt gleich ganze Aufsätze, wenn man ihr nur ein paar Worte hinlegt. Klingt traumhaft – oder?

Der Haken an der Geschichte? Chatbots machen immer noch häufig Fehler, verwechseln Fakten oder dichten gleich ganz erfundene Geschichten zusammen. Das liegt am System selbst: Es basiert auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Es findet kein echtes Nachdenken, kein echtes Recherchieren statt. Und Verantwortung für das, was sie ausgeben, übernehmen die Chatbots erst recht nicht.

Gleichzeitig steckt in Chatbots großes Potenzial: Junge Menschen können sich die kompliziertesten Sachverhalte oft erstaunlich anschaulich erklären lassen, Ideen sammeln und in ihrem ganz eigenen Tempo lernen. In Schule und Jugendarbeit können die Bots also Türöffner sein – wenn den Jugendlichen vermittelt wird, wie sie bewusst eingesetzt werden können. Wichtig dabei ist: Das, was Chatbots uns vorsetzen, gehört kritisch geprüft und mit fundiertem Wissen von Lehrpersonen, Eltern, Medien und eigenem Reflektieren ergänzt.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht „Chatbot: Ja oder Nein?“, sondern: „Wie begleitet man junge Menschen dabei, KI sinnvoll zu nutzen und so im Gespann Mensch-Maschine besser voranzukommen?“

Gedankenanstoß: Welche Erfahrungen hast du mit den digitalen Helfern schon gemacht? 

Weiterführende Informationen:

YouKnow: ChatGPT in 3 Minuten erklärt
https://www.youtube.com/watch?v=_fYUaTA9dTI

klicksafe: Wie verlässlich ist ChatGPT?
https://www.klicksafe.de/materialien/wie-verlaesslich-ist-chatgpt

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: KI im Unterricht – Informationsangebote für Lehrkräfte
https://km.baden-wuerttemberg.de/de/schule/digitalisierung/kuenstliche-intelligenz-im-unterricht 

Elk-wue: Künstliche Intelligenz und Kirche 
https://www.elk-wue.de/gesellschaft/digitalisierung-in-der-landeskirche/kuenstliche-intelligenz

Smartphones erleichtern vieles im Leben. Aber der Druck ständig erreichbar zu sein, Fake News und Hass im Internet verursachen auch Stress. Wir geben bei Mission Media Tipps wie „Digital Wellbeeing“ gelingt.

Pflegst du auch eine Hassliebe zu Ihrem Smartphone? Es hilft im Alltag, verbindet uns und raubt gleichzeitig Zeit, stresst und zieht runter.

„Digital Wellbeing!“ – Das bedeutet, bewusst und selbstbestimmt mit digitalen Medien umgehen. Doch das fällt vielen immer schwerer.

Man scrollt endlos, jagt Likes, ist gestresst von Perfektion und Idealen oder verletzt und verstört durch Hass und Fake. Viele Apps sind so gebaut, dass man kaum aufhören kann. Und ja, es gibt viele wertvolle Inhalte im Netz und doch kommt man zwangsläufig mit Beiträgen in Berührung, die einem nicht guttun. Am Ende fühlt man sich deshalb sogar leer und ausgebrannt.

Hier ein paar Ideen für mehr Balance:

Auch Kinder und Jugendliche können unter digitalen Reizen und negativen Inhalten leiden. Schaffe in Jugendgruppen und im Freundeskreis gemeinsam Offline-Räume, sprecht über eure Online-Erlebnisse, zeigt euch sich gegenseitig hilfreiche Funktionen UND werdet selbst positiv aktiv im Netz – gegen den negativen Vibe.

Gedankenanstoß: Wie sieht deine digitale Balance aus?

Woher stammen die Rohstoffe für unsere digitalen Geräte? Und wer trainiert die KI? Viele Arbeitsschritte für unser digitales Leben werden im Ausland erledigt – teilweise unter fragwürdigen Bedingungen. Bei Mission Media geht es heute um Digitalen Kolonialismus.

Hinter jedem Smartphone und jeder digitalen Neuerung stecken Geschichten. Wir zeigen euch drei beispielhafte Schicksale:

Click-Worker:in 

Click-Worker*innen klicken stundenlang für Centbeträge. Sie müssen Bilder sehen, die brutal sind – Gewalt, Hass, Unfälle. Sie sortieren diese für die KI. Die Auswirkungen dieser Arbeit auf die Seele spielen häufig kaum eine Rolle.

Arbeiter:in im Rohstoffabbau

Arbeiter*innen im Rohstoffabbau holen seltene Erden aus dem Boden – mit bloßen Händen, meistens ohne Schutz. Das verursacht unter anderem Staub in ihren Lungen und Verletzungen an ihren Händen. Es gibt wenig Sicherheit. Viele werden krank. Manche sterben jung. Für unsere Handys.

Alle

Und wir? Wir zahlen mit unseren Daten. Jede Bewegung online wird gesammelt, verkauft, ausgewertet. Andere werden reich – wir bleiben abhängig.

Diese Schicksale sind Digitaler Kolonialismus: Reichtum hier – Abhängigkeit und Leid dort.

Frage für die Jugendarbeit: Wer zahlt den Preis für unseren digitalen Lifestyle?
Medienkompetenz heißt: Globale Gerechtigkeit sehen.

Weiterführende Informationen:

medienkompass.de (2025) 
Bernhard Möller; Digitaler Kolonialismus – Wie Tech-Giganten die Welt neu aufteilen
https://www.medienkompass.de/digitaler-kolonialismus-wie-tech-giganten-die-welt-neu-aufteilen

Bildung und digitaler Kolonialismus 2024 
Nina Grünberger; Dander et al. (Hrsg.); Vom Kolonialismus zum Code. Dekolonialisierende Fragen an medien-/pädagogische Verhandlungen digital-kapitalistischer Strukturen
https://www.kubi-online.de/artikel/kolonialismus-zum-code-dekolonialisierende-fragen-medien-paedagogische-verhandlungen

Brot für die Welt
Sven Hilbig; Wie weit ist der digitale Kolonialismus schon fortgeschritten?
https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/digitalisierung/digitaler-kolonialismus-faktencheck/

Goethe-Institut e. V. (2020)
Ina Holev; Digitaler Kolonialismus
https://www.goethe.de/ins/ca/de/kul/loe/mag/21750744.html

MDR KULTUR (2025)
Die Rückkehr des Kolonialismus in der digitalen Moderne
https://www.mdr.de/kultur/podcast/diskurs/digitaler-kolonialismus-ingo-dachwitz-diskurs-100.html

Ein chinesischer Großkonzern erobert Schulhöfe, Kinder- und Jugendzimmer – mit immer neuen Trends und Herausforderungen.

Die Rede ist natürlich von ByteDance und seiner Plattform TikTok. Dort findet man kurze, bunte, schnell geschnittene Videos, die immer wieder neue virale Trends hervorbringen. Mittlerweile erreicht TikTok rund 1,6 Milliarden Nutzer*innen – und gerade Kinder und Jugendliche fühlen sich oft stark mit dieser weltweiten Community verbunden.

Die Einfachheit vieler Trends motiviert dazu, selbst kreativ zu werden und bei den neuesten Inhalten mitzumachen – vielleicht sogar mal einen eigenen viralen Hit zu landen. Das ist leichter, als viele denken: Der TikTok-Algorithmus bevorzugt nicht zwingend Accounts mit vielen Follower*innen, sondern vor allem Inhalte, die gut gestaltet sind und daher viel Aufmerksamkeit bekommen.

Dabei darf man nicht übersehen: Auch Unternehmen und politische Akteur:innen nutzen TikTok gezielt, um Trends zu erzeugen oder zu verstärken – häufig durch bezahlte Influencer:innen und aufwändig geplante Kampagnen. Das kann natürlich für gute Zwecke sehr erwünscht sein – aber leider haben nicht alle Menschen nur Gutes im Sinn. So gibt es regelmäßig Trends und Challenges, die gefährliche Konsequenzen haben können. Beispiele reichen hier von der Verbreitung von Fake News und Hass, über extrem scharfes Essen, das bereits zu Todesfällen geführt hat, bis hin zur riskanten „Blackout-Challenge“, bei der zum Abschnüren der Luftwege aufgerufen wird, um ein kurzzeitiges „High“ zu erzeugen.

Es ist enorm wichtig, mit jungen Menschen darüber zu sprechen, was sie auf TikTok sehen – und wer aus welchen Beweggründen was produziert. So lassen sich Bewusstsein und Reflexionsfähigkeit von jungen Menschen stärken.

Weiterführende Informationen:

construktiv (2025)
Desena Geist; TikTok Trends 2025: Das bewegt die Plattform
https://www.construktiv.de/social-media/tiktok-trends-2025-das-bewegt-die-plattform-dieses-jahr/

klicksafe (2024)
Medienberichte über Tod einer 13-Jährigen – Gefährliche TikTok-Challenges: Das müssen Eltern und Lehrkräfte jetzt wissen
https://www.klicksafe.de/news/gefaehrliche-tiktok-challenges-das-muessen-eltern-und-lehrkraefte-jetzt-wissen

SCHAU HIN!
SCHAU HIN!-Spot 2025: Online-Challenges
https://www.schau-hin.info/mediathek/schau-hin-spot-2025-online-challenges

TikTok – Hilfebereich für Unternehmen (2025)
So nutzt du Trends
https://ads.tiktok.com/help/article/how-to-use-trends?lang=de

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