Mission Media: Politische Bildung

Landtagswahl in Baden-Württemberg – und wieder einmal müssen wir über Medien sprechen. Warum? Ganz einfach: Weil junge Menschen heute vor allem online entscheiden, wem sie vertrauen!

Am 8. März wird der baden-württembergische Landtag gewählt und zum ersten Mal dürfen auch 16- und 17-Jährige ihr Kreuzchen setzen. Viele von diesen jungen „Neuwähler:innen“ informieren sich über die sozialen Medien, stolpern dabei über Wahlwerbung, Memes, Meinungen und Desinformation. Und genau da kommst du ins Spiel. Du musst kein Medienprofi sein, um junge Menschen auf ihre demokratische Teilhabe vorzubereiten, aber du kannst ihnen helfen, den Überblick zu behalten.

Hier kommen drei einfache Tipps, wie du Jugendliche im digitalen Raum fit für die Wahl machen kannst:

1. Nicht alles verteufeln, was auf Social Media passiert. Viele politische Infos, Meinungen und Diskussionen gelangen zu jungen Menschen heute über Instagram, TikTok oder YouTube. Frag doch einfach mal: Welche politischen Inhalte bekommt ihr eigentlich in eurem Feed angezeigt – und welche Reaktionen rufen sie bei euch hervor? Was spricht euch an, was nicht? Was weckt Begeisterung, was lässt euch kalt, was ärgert euch vielleicht auch?

2. Gemeinsam hirnen statt alleine predigen. Schaut gemeinsam unterschiedlichen politischen Content an und stellt dabei diese Fragen: Wer spricht oder schreibt? Was wird gesagt? Und was will die Person oder die Partei mit diesem Inhalt bezwecken?

3. Fake News entlarven. Zeig den Menschen, mit denen du unterwegs bist, einfache Faktencheckseiten wie „Korrektiv“, „Mimikama“, „Quellencheck“ oder die Angebote der Zentralen für politische Bildung. Das regelmäßige Prüfen von Inhalten fördert oft erstaunliche Ergebnisse zutage. Menschen vergessen leicht, dass man auch deutlich schlauer lügen kann als so mancher US-Politiker mit roter Basecap.

Und ganz wichtig bei alledem: Am besten, soweit es geht, neutral bleiben. Deine Aufgabe sollte nicht sein, Meinungen anderer zu formen, sondern Räume zu öffnen, in denen Jugendliche und junge Erwachsene valide Informationen erhalten, ein sprachfähiges Gegenüber erleben und so eine Grundlage schaffen können für die Entwicklung von eigenen Standpunkten. Das heißt natürlich nicht, dass du zum rückgratlosen Werkzeug werden musst. Wenn es um Spaltung, Menschenfeindlichkeit und Hetze geht, sind nämlich klare Worte von Bezugspersonen unerlässlich. Gerade wenn man als Christ oder Christin in dieser Welt unterwegs ist, steht man hier – meiner Auffassung nach – in einer ganz klaren Verantwortung.

Weiterführende Links:

Jugendgerechtes Erklärvideo zum Ablauf der Landtagswahl in BW 2026 von der Landeszentrale für politische Bildung.
https://www.youtube.com/watch?v=3r2jby0Lpzc

Gruppenstunden-Entwurf zum Thema Landtagswahl BW 2026 vom Evangelischen Jugendwerk in Württemberg.
https://www.jugendarbeit.online/dpf_thema/nutze-deine-stimme/

Seite zur Kampagne „Spaltung Sucks“ vom Landesjugendring BW – Für Zusammenhalt und Solidarität in Baden-Württemberg.
https://spaltung-sucks.de

Wahlprogramm-Check der antretenden Parteien für die Landtagswahl BW 2026 vom Landesjugendring BW.
https://www.ljrbw.de/kampagnen/visionen-2026-bis-2031/detail/wahlprogramm-check-zur-landtagswahl-2026

Gestaltungsvorlagen für Jugend-Bildungs-Einheiten zum Thema Landtagswahl BW 2026 von der „Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg“ (SKJB).
https://kinder-jugendbeteiligung-bw.de/angebote/wahlalter-16/landtagswahl-bw-2026/

Sonderseite der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zur Landtagswahl BW 2026 inklusive Kampagnen-Templates („Für Alle – mit Herz und Verstand“).
https://www.elk-wue.de/gesellschaft/landtagswahl-2026#c84127

Erstwähler-Guide der Initiative „Medien-Fokus BW“.
https://www.medienfokus-bw.de/landtagswahl-2026-ein-guide-fuer-erstwaehler/

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl BW (Zwar nicht explizit für Jugendliche – aber sehr verständlich formuliert).
https://wahl-o-mat.de/bw2026

Immer wieder liest und hört man in aktuellen Debatten von „Cancel Culture“. Aber was genau ist damit gemeint? Das erklären wir bei Mission Media.

Als im September in den USA die Talkshow des Moderators Jimmy Kimmel vorübergehend abgesetzt wurde, bezeichnete der ehemalige US-Präsident Barack Obama diesen Vorgang als „Cancel Culture“. Aber was ist damit eigentlich gemeint?

Mit „Cancel Culture“ oder „Canceln“ ist gemeint, dass öffentlich zum Boykott von unter anderem Sendungen, Filmen, Büchern, Auftritten und Produkten einer Person aufgerufen wird. Dies geschieht meistens online und häufig hat sich die Person zuvor mehrfach kontrovers geäußert. Das Schwierige an einer genauen Definition ist, dass die Bezeichnung „Cancel Culture“ sowohl von Befürworter*innen als auch von Kritiker*innen der so bezeichneten Handlungen verwendet wird.

Für Befürworter*innen ist „Cancel Culture“ ein sinnvolles Mittel, mit dem auch Minderheiten vermeintlich viel mächtigere Personen – zum Beispiel Prominente – zur Verantwortung ziehen und auf deren Fehlverhalten hinweisen können. Stichwort: MeToo.

Kritiker*innen sehen in „Cancel Culture“ einen „Modernen Mob“, der durch unverhältnismäßige Reaktionen und Shitstorms die Meinungsfreiheit gefährdet.

Problematisch ist allerdings, dass „Cancel Culture“ mittlerweile häufig nur noch als Kampfbegriff verwendet wird, um zum Beispiel die Grenzen des Sagbaren zu verschieben oder den widersprechenden Personen Überempfindlichkeit vorzuwerfen – ganz egal, ob tatsächlich jemand gecancelt wurde oder nicht.

Weiterführende Informationen:

Britannica (2024)
The Editors of ProCon; Cancel Culture: Is Cancel Culture Good for Society?
https://www.britannica.com/procon/cancel-culture-debate

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) (2023)
René Pfister; Wie die Meinungsfreiheit zum Problemfall erklärt wird
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/diskurskultur-2023/541851/wie-die-meinungsfreiheit-zum-problemfall-erklaert-wird/

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) (2023)
Adrian Daub; Von verzerrten Evidenzen und moralischer Panik
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/diskurskultur-2023/541852/von-verzerrten-evidenzen-und-moralischer-panik/

Chip (2022)
Oliver März; Cancel Culture: Die Bedeutung des Begriffs einfach erklärt
https://praxistipps.chip.de/cancel-culture-die-bedeutung-des-begriffs-einfach-erklaert_139181

Deutsche Welle (2020)
Philipp Jedicke; “Cancel Culture” jetzt auch in Deutschland?
https://www.dw.com/de/cancel-culture-griffige-definition-oder-nutzloser-kampfbegriff/a-54570483

Deutschlandfunk Kultur (2020)
Andrea Geier; Debatte über „Cancel Culture“: Wie Kampfbegriffe den Diskurs prägen
https://www.deutschlandfunkkultur.de/debatte-ueber-cancel-culture-wie-kampfbegriffe-den-diskurs-100.html

HateAid (2024)
Deutschland und die Cancel Culture
https://hateaid.org/cancel-culture/

Journalistikon (2022)
Martina Thiele; Cancel Culture
https://journalistikon.de/cancel-culture/

Sonntagsblatt (2023)
Oliver Marquardt; Wokeness und Cancel Culture: Was hinter dem Kampf um Worte steckt
https://www.sonntagsblatt.de/artikel/gesellschaft/wokeness-cancel-culture-kulturkampf-worte

Stuttgarter Nachrichten (2021)
Katrin Klingschad; Cancel Culture – Was ist das eigentlich?
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.cancel-culture-mhsd.94d7459f-6f15-4323-bc6c-c6b758105099.html

SWR3 (2025)
Christian Kreutzer, Niklas Behrend, Alicia Tedesco; Star-Moderator Kimmel kaltgestellt: Obama attackiert die Trump-Regierung
https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/jimmy-kimmel-ausgesetzt-charlie-kirk-trump-100.html

Zusammen im Dialog (2025)
Cancel Culture
https://zusammen-im-dialog.de/wissensplattform/cancel-culture/

Chatbots wirken wie die perfekten Gesprächspartner – immer freundlich und hilfsbereit. Doch man sollte ihnen nicht blind vertrauen! Bei Mission Media gehen wir auf auf Vor- und Nachteile der virtuellen Begleiter ein.

Sind Chatbots vielleicht die besten Gesprächspartner:innen, die wir je hatten?

Freundlich, zuvorkommend, redegewandt, nie müde und scheinbar allwissend! Künstliche Intelligenz begegnet einem mittlerweile überall: Sie hat offene Ohren, beantwortet Fragen, gibt Empfehlungen, erklärt Mathe-Aufgaben oder schreibt gleich ganze Aufsätze, wenn man ihr nur ein paar Worte hinlegt. Klingt traumhaft – oder?

Der Haken an der Geschichte? Chatbots machen immer noch häufig Fehler, verwechseln Fakten oder dichten gleich ganz erfundene Geschichten zusammen. Das liegt am System selbst: Es basiert auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Es findet kein echtes Nachdenken, kein echtes Recherchieren statt. Und Verantwortung für das, was sie ausgeben, übernehmen die Chatbots erst recht nicht.

Gleichzeitig steckt in Chatbots großes Potenzial: Junge Menschen können sich die kompliziertesten Sachverhalte oft erstaunlich anschaulich erklären lassen, Ideen sammeln und in ihrem ganz eigenen Tempo lernen. In Schule und Jugendarbeit können die Bots also Türöffner sein – wenn den Jugendlichen vermittelt wird, wie sie bewusst eingesetzt werden können. Wichtig dabei ist: Das, was Chatbots uns vorsetzen, gehört kritisch geprüft und mit fundiertem Wissen von Lehrpersonen, Eltern, Medien und eigenem Reflektieren ergänzt.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht „Chatbot: Ja oder Nein?“, sondern: „Wie begleitet man junge Menschen dabei, KI sinnvoll zu nutzen und so im Gespann Mensch-Maschine besser voranzukommen?“

Gedankenanstoß: Welche Erfahrungen hast du mit den digitalen Helfern schon gemacht? 

Weiterführende Informationen:

YouKnow: ChatGPT in 3 Minuten erklärt
https://www.youtube.com/watch?v=_fYUaTA9dTI

klicksafe: Wie verlässlich ist ChatGPT?
https://www.klicksafe.de/materialien/wie-verlaesslich-ist-chatgpt

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg: KI im Unterricht – Informationsangebote für Lehrkräfte
https://km.baden-wuerttemberg.de/de/schule/digitalisierung/kuenstliche-intelligenz-im-unterricht 

Elk-wue: Künstliche Intelligenz und Kirche 
https://www.elk-wue.de/gesellschaft/digitalisierung-in-der-landeskirche/kuenstliche-intelligenz

Smartphones erleichtern vieles im Leben. Aber der Druck ständig erreichbar zu sein, Fake News und Hass im Internet verursachen auch Stress. Wir geben bei Mission Media Tipps wie „Digital Wellbeeing“ gelingt.

Pflegst du auch eine Hassliebe zu Ihrem Smartphone? Es hilft im Alltag, verbindet uns und raubt gleichzeitig Zeit, stresst und zieht runter.

„Digital Wellbeing!“ – Das bedeutet, bewusst und selbstbestimmt mit digitalen Medien umgehen. Doch das fällt vielen immer schwerer.

Man scrollt endlos, jagt Likes, ist gestresst von Perfektion und Idealen oder verletzt und verstört durch Hass und Fake. Viele Apps sind so gebaut, dass man kaum aufhören kann. Und ja, es gibt viele wertvolle Inhalte im Netz und doch kommt man zwangsläufig mit Beiträgen in Berührung, die einem nicht guttun. Am Ende fühlt man sich deshalb sogar leer und ausgebrannt.

Hier ein paar Ideen für mehr Balance:

Auch Kinder und Jugendliche können unter digitalen Reizen und negativen Inhalten leiden. Schaffe in Jugendgruppen und im Freundeskreis gemeinsam Offline-Räume, sprecht über eure Online-Erlebnisse, zeigt euch sich gegenseitig hilfreiche Funktionen UND werdet selbst positiv aktiv im Netz – gegen den negativen Vibe.

Gedankenanstoß: Wie sieht deine digitale Balance aus?

Woher stammen die Rohstoffe für unsere digitalen Geräte? Und wer trainiert die KI? Viele Arbeitsschritte für unser digitales Leben werden im Ausland erledigt – teilweise unter fragwürdigen Bedingungen. Bei Mission Media geht es heute um Digitalen Kolonialismus.

Hinter jedem Smartphone und jeder digitalen Neuerung stecken Geschichten. Wir zeigen euch drei beispielhafte Schicksale:

Click-Worker:in 

Click-Worker*innen klicken stundenlang für Centbeträge. Sie müssen Bilder sehen, die brutal sind – Gewalt, Hass, Unfälle. Sie sortieren diese für die KI. Die Auswirkungen dieser Arbeit auf die Seele spielen häufig kaum eine Rolle.

Arbeiter:in im Rohstoffabbau

Arbeiter*innen im Rohstoffabbau holen seltene Erden aus dem Boden – mit bloßen Händen, meistens ohne Schutz. Das verursacht unter anderem Staub in ihren Lungen und Verletzungen an ihren Händen. Es gibt wenig Sicherheit. Viele werden krank. Manche sterben jung. Für unsere Handys.

Alle

Und wir? Wir zahlen mit unseren Daten. Jede Bewegung online wird gesammelt, verkauft, ausgewertet. Andere werden reich – wir bleiben abhängig.

Diese Schicksale sind Digitaler Kolonialismus: Reichtum hier – Abhängigkeit und Leid dort.

Frage für die Jugendarbeit: Wer zahlt den Preis für unseren digitalen Lifestyle?
Medienkompetenz heißt: Globale Gerechtigkeit sehen.

Weiterführende Informationen:

medienkompass.de (2025) 
Bernhard Möller; Digitaler Kolonialismus – Wie Tech-Giganten die Welt neu aufteilen
https://www.medienkompass.de/digitaler-kolonialismus-wie-tech-giganten-die-welt-neu-aufteilen

Bildung und digitaler Kolonialismus 2024 
Nina Grünberger; Dander et al. (Hrsg.); Vom Kolonialismus zum Code. Dekolonialisierende Fragen an medien-/pädagogische Verhandlungen digital-kapitalistischer Strukturen
https://www.kubi-online.de/artikel/kolonialismus-zum-code-dekolonialisierende-fragen-medien-paedagogische-verhandlungen

Brot für die Welt
Sven Hilbig; Wie weit ist der digitale Kolonialismus schon fortgeschritten?
https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/digitalisierung/digitaler-kolonialismus-faktencheck/

Goethe-Institut e. V. (2020)
Ina Holev; Digitaler Kolonialismus
https://www.goethe.de/ins/ca/de/kul/loe/mag/21750744.html

MDR KULTUR (2025)
Die Rückkehr des Kolonialismus in der digitalen Moderne
https://www.mdr.de/kultur/podcast/diskurs/digitaler-kolonialismus-ingo-dachwitz-diskurs-100.html

Ein chinesischer Großkonzern erobert Schulhöfe, Kinder- und Jugendzimmer – mit immer neuen Trends und Herausforderungen.

Die Rede ist natürlich von ByteDance und seiner Plattform TikTok. Dort findet man kurze, bunte, schnell geschnittene Videos, die immer wieder neue virale Trends hervorbringen. Mittlerweile erreicht TikTok rund 1,6 Milliarden Nutzer*innen – und gerade Kinder und Jugendliche fühlen sich oft stark mit dieser weltweiten Community verbunden.

Die Einfachheit vieler Trends motiviert dazu, selbst kreativ zu werden und bei den neuesten Inhalten mitzumachen – vielleicht sogar mal einen eigenen viralen Hit zu landen. Das ist leichter, als viele denken: Der TikTok-Algorithmus bevorzugt nicht zwingend Accounts mit vielen Follower*innen, sondern vor allem Inhalte, die gut gestaltet sind und daher viel Aufmerksamkeit bekommen.

Dabei darf man nicht übersehen: Auch Unternehmen und politische Akteur:innen nutzen TikTok gezielt, um Trends zu erzeugen oder zu verstärken – häufig durch bezahlte Influencer:innen und aufwändig geplante Kampagnen. Das kann natürlich für gute Zwecke sehr erwünscht sein – aber leider haben nicht alle Menschen nur Gutes im Sinn. So gibt es regelmäßig Trends und Challenges, die gefährliche Konsequenzen haben können. Beispiele reichen hier von der Verbreitung von Fake News und Hass, über extrem scharfes Essen, das bereits zu Todesfällen geführt hat, bis hin zur riskanten „Blackout-Challenge“, bei der zum Abschnüren der Luftwege aufgerufen wird, um ein kurzzeitiges „High“ zu erzeugen.

Es ist enorm wichtig, mit jungen Menschen darüber zu sprechen, was sie auf TikTok sehen – und wer aus welchen Beweggründen was produziert. So lassen sich Bewusstsein und Reflexionsfähigkeit von jungen Menschen stärken.

Weiterführende Informationen:

construktiv (2025)
Desena Geist; TikTok Trends 2025: Das bewegt die Plattform
https://www.construktiv.de/social-media/tiktok-trends-2025-das-bewegt-die-plattform-dieses-jahr/

klicksafe (2024)
Medienberichte über Tod einer 13-Jährigen – Gefährliche TikTok-Challenges: Das müssen Eltern und Lehrkräfte jetzt wissen
https://www.klicksafe.de/news/gefaehrliche-tiktok-challenges-das-muessen-eltern-und-lehrkraefte-jetzt-wissen

SCHAU HIN!
SCHAU HIN!-Spot 2025: Online-Challenges
https://www.schau-hin.info/mediathek/schau-hin-spot-2025-online-challenges

TikTok – Hilfebereich für Unternehmen (2025)
So nutzt du Trends
https://ads.tiktok.com/help/article/how-to-use-trends?lang=de

Am Ende des Jahres bietet es sich an, eine Standortbestimmung zu machen. Was war? Wie geht’s mir gerade? Wohin soll es gehen? Wir haben dir hier ein paar Fragen zusammengestellt, die dabei helfen können. Du musst sie nicht alle akribisch durcharbeiten – such dir das aus, woran du hängen bleibst und was dich interessiert. Nimm dir Zeit, die Fragen in Ruhe durchzugehen und das, was dir aufgeht, im Gebet mit Gott zu besprechen. Eine Kurz-Version der Fragen zum Ausdrucken und reinkritzeln hängen wir dir mit an!

Übrigens: Wenn du den Fragebogen nicht nur für dich alleine sondern für eine Gruppe oder im Rahmen eines Gottesdienstes nutzen möchtest lege eine feste Zeitspanne dafür fest und bitte die Teilnehmenden, währenddessen nicht miteinander zu sprechen sondern die Zeit für sich zu nutzen. Leise Hintergrundmusik kann zur Konzentration helfen. Überlege dir im Vorfeld, ob du aufgreifen möchtest, was alle notieren, oder ob die Ergebnisse bei den Teilnehmenden bleiben. Schließe mit gemeinsam gesungenen Liedern und deinem Segen ab. Hier kommen unsere Fragen:

Rückblick auf das vergangene Jahr
Zeichne einen Zeitstrahl für das letzte Jahr und markiere, was dir besonders in Erinnerung geblieben ist. Vielleicht hilft es deiner Erinnerung auf die Sprünge, wenn du durch die Fotogalerie auf deinem Handy zu scrollst oder deinen Kalender durchblätterst.
Was waren die schönsten Erlebnisse? Markiere diese “Sternstunden” mit einem Stern.
Welche Momente bleiben dir besonders in Erinnerung – und warum?
Was hat dich im vergangenen Jahr am meisten überrascht?
Überlege: was war neu in diesem Jahr? Was hast du gelernt, was zum ersten Mal erlebt?
Auf welche gemeisterte Herausforderung bist du im Rückblick stolz?
Was war schwer im letzten Jahr? Was hat dich verletzt und dir die Kraft genommen?
Womit hast du deine Zeit verbracht? Male dafür ein “Kuchendiagramm”. Bist du zufrieden mit dieser Aufteilung?
Welche drei Begriffe beschreiben dein Jahr am besten?
Gibt es einen Bibelvers, der dir in diesem Jahr wichtig geworden ist?

Blick in den Spiegel
Stelle dich vor einen Spiegel und betrachte dich für eine Minute. In Psalm 139,14 steht: “Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.” Was an dir ist wunderbar?
Kannst du dich annehmen? Bist du mit dir zufrieden?
Wo lässt du dich von anderen und ihrer Meinung über dich bestimmen?
Wer bist du? Was ist dir wichtig?
Wie kümmerst du dich um dich selbst – wie tust du dir etwas Gutes?
Wie geht es dir mit den Menschen in deiner Umgebung? Wünschst du dir Veränderung für manche Beziehungen?
Gibt es etwas, das du mit einem anderen Menschen noch klären solltest? Wann willst du das wie konkret angehen?
Welchen Stellenwert hat Gott in deinem Leben? Wieviel Zeit verbringst du mit ihm? Gibt es Fragen oder Zweifel, die du mal gründlich durchdenken müsstest – vielleicht auch gemeinsam mit anderen?
“Wir sind Gottes Mitarbeiter” steht in 1. Korinther 3,9. Wo wird das in deinem Leben deutlich? Wie sieht deine Mitarbeit aus? Gibt es etwas, das du ändern oder aufhören möchtest? Gibt es etwas, das neu für dich dran sein könnte?

Ausblick auf das Jahr kommende Jahr
Wenn du auf das blickst, was du dir bisher notiert hast: was willst du abgeben, aufhören, loslassen?
Gibt es etwas, das du im kommenden Jahr anders machen möchtest?
Welche Herausforderungen warten im neuen Jahr auf dich? Welche konkreten Pläne hast du schon geschmiedet?
Was willst du dir neu vornehmen? Wie können konkrete Schritte in dafür aussehen? Wer könnte dich dabei unterstützen?
Die Jahreslosung 2026 lautet: “Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!” (Offenbarung 21,5). Was wünschst du dir, das neu in dein Leben kommen soll?

Wenn du willst packe das, was du dir notiert hast, in einen Briefumschlag und versieh ihn mit einem Datum innerhalb des nächsten halben Jahres. Öffne ihn erst an diesem Tag wieder und lies dir durch, was du geschrieben hast. Das kann dich erinnern an das, was du dir vorgenommen hast und dir helfen, dran zu bleiben.

Das Internet – und vor allem die Sozialen Medien – sind voll mit von Künstlicher Intelligenz erstellten Bildern. Das Problem: Die KI wird immer besser und erstellt immer realistischer wirkende Inhalte! Deshalb hier ein paar Tipps, wie Sie Fake-Fotos erkennen:

  1. Bleib’ wachsam! Nur wer unechte Bilder für möglich hält, kann Darstellungen im Internet hinterfragen.
  2. Achte auf Details! Stimmt der Fluchtpunkt? Sehen Schatten, Spiegelungen und der Hintergrund realistisch aus? In KI-Bildern finden sich manchmal zum Beispiel verformte Schriften und unförmige Objekte oder es wirkt einfach zu sauber. Auch auf Menschen solltest du achten. Die Zeiten von KI-Händen mit sechs Fingern sind zwar größtenteils vorbei, aber insbesondere bei Haaren, Zähnen und Proportionen finden sich immer noch Fehler.
  3. Ist ein Bild übermäßig perfekt? Glattgezeichnete Hintergründe und Gesichter deuten auf ein KI-Bild hin.
  4. Ist die dargestellte Situation realistisch? Bei einem Foto von Gandhi und Martin Luther King in einem Fastfood-Restaurant könnte man zum Beispiel skeptisch werden. Bedenke daher unter anderem historische und geografische Rahmendaten. Bei Unsicherheit kann zudem eine Bilderrückwärtssuche im Internet helfen.

KI-Systeme werden sich weiter verbessern und immer weniger Fehler machen. Am wichtigsten bleibt es daher, Bilder zu hinterfragen.

Anwendungsidee: Erstelle für die Jugendarbeit selbst ein kleines Quiz mit echten und KI-generierten Bildern. So wird schnell klar, woran man falsche Fotos erkennt und wie schwer das inzwischen ist!

Weiterführende Informationen:

Bayrischer Rundfunk (2024)
Max Gilbert; #Faktenfuchs: So erkennen Sie KI-generierte Fakes
https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/ki-bilder-stimm-klone-ki-generierte-fakes-erkennen-faktenfuchs,UKCLt6o

Bayrischer Rundfunk (2024)
Gregor Schmalzried; Hunderttausende liken Fake-Bilder von KI-Kindern auf Facebook
https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/fake-bilder-von-ki-kindern-fluten-facebook-was-dahintersteckt,UX7b43G

Bayrischer Rundfunk (2024)
Dominic Holzer; Wie die KI-Fakes Facebook fluten
https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/wie-die-ki-fakes-facebook-fluten,U87olep

Bayrischer Rundfunk (2025)
Fabian Dilger; Faktencheck-Tag: So gehen Sie KI-Inhalten nicht auf den Leim
https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/faktencheck-tag-so-gehen-sie-ki-inhalten-nicht-auf-den-leim,Uh7REWe

CORRECTIV (2025)
Steffen Kuntzner; Faktencheck: Wie mit einem KI-Bild Stimmung gegen den „Helden von Hamburg“ gemacht wird
https://correctiv.org/faktencheck/2025/05/28/messerangriff-hamburg-was-hinter-ki-bild-vom-held-von-hamburg-steckt/

GIGA.de (2025)
Martin Maciej; Test: KI-Bild oder echtes Foto – wie kann man das erkennen?
https://www.giga.de/tech/test-ki-bild-oder-echtes-foto-wie-kann-man-das-erkennen–01J5QVPFD4BFAZJGZCYYGF8AC6

Heise.de (2025)
Jan-Keno Janssen; Ich versuche, KI-Bilder zu erkennen | Quiz
https://www.heise.de/news/Kann-ich-alle-KI-Bilder-erkennen-10356005.html

Malteser Hilfsdienst e. V. (2025)
Was ist echt im Web und auf Social Media? KI-Bilder und -Videos erkennen
https://www.malteser.de/dabei/it-technik/fake-news-betrug-und-ki-wie-erkenne-ich-ki-inhalte.html

Westdeutscher Rundfunk (WDR) (2025)
Dagmar Sauder; KI-Fakes erkennen
https://www1.wdr.de/unternehmen/der-wdr/unternehmen/ki-fakes-erkennen-100.html

Medienkompass-Artikel:

Medienkompass (2024)
Lisa-Marie Grimmer, Nadine Reip; Fake News auf der Spur – Umgang mit Falschmeldungen
https://www.medienkompass.de/fake-news-auf-der-spur-tipps-und-tricks-wie-sie-falschmeldungen-erkennen-koennen-1

Medienkompass (2023)
Nadine Reip; KI: Künstliche Intelligenz – Eine Gefahr für die Medienkompetenz?
https://www.medienkompass.de/ki-eine-gefahr-fuer-die-medienkompetenz

Online-Quiz:

Microsoft
Real or Not ? 
https://www.realornotquiz.com/ 

Decopy AI
Kostenloser KI-Bilderkennung: KI-generierte Bilder identifizieren
https://decopy.ai/de/ai-image-detector/

Hast du schonmal vertrauensvoll einen Post geliked oder geteilt? Warst du dabei absolut sicher, dass die Inhalte darin stimmen? Oder bist du davon ausgegangen, dass Infos von dieser Person oder diesem Kanal schon stimmen werden?

Innerhalb der Bildungsarbeit gibt es eine besondere Verantwortung, Jugendliche zu unterstützen, damit sie kritisch denken und fundierte Entscheidungen treffen können. Dazu gehört es, Nachrichten zu prüfen, bevor man Ihnen Glauben schenkt. Ganz nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“

Aber Hand aufs Herz: Prüfst du jede Nachricht nach Quellen und recherchierest die Hintergründe?

In Zeiten von Falschnachrichten ist es wichtig, sich Gedanken zu machen, welchen Kanälen wir vertrauen. Es lohnt sich nachzuschauen, wer mit welcher Absicht und welchem Auftrag Infos verbreitet.

Eine Orientierung bietet uns die Eselsbrücke mit den „3Ps“ von klicksafe – nicht nur für Social Media, sondern für jegliche Berichterstattung:

Interessant ist, dass Länder mit öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten laut einer Studie mehr Medienvertrauen genießen. Unabhängig und neutral arbeiten und informieren auch bestimmte Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel die Bundeszentrale für politische Bildung.

Wem vertraust du? Und was sind deine Strategien, um seriöse Informationen zu erhalten?

Weiterführende Informationen:

Dokumentation der Stuttgarter Tage der Medienpädagogik 2025 zum Thema „Wahrheit und Realität im digitalen Zeitalter: Medienpädagogische Perspektiven“ https://www.stuttgarter-tage.de/2025
 

Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/propaganda-und-desinformation-2025/570919/lauter-luegen-und-fake-news/
 

Desinformation, Deepfakes & Fake News – was muss ich wissen?

Quiz zum Thema “Safe News”: Quiz zum Thema Safe News
 

Fakt oder Fake – Wie wir Desinformation erkennen können – SWR Kultur
 

Medienbildung im Unterricht, Material für alle Schularten: Medienbildung im Unterricht: Unterrichtsmaterial für alle Schularten
 

Filme zum Thema beim Ökumenischen Medienladen: Manipulation

Quellen:

Stell’ dir vor, du bekommst eine Sprachnachricht einer aufgeregten Bekannten. Diese erzählt, sie hätte im Internet gelesen, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier jeden Dienstag auf einem Elefanten durch den Berliner Tiergarten reiten würde. Würdest du das glauben? Vermutlich nicht, denn es handelt sich eine Falschnachricht – und zugegebenermaßen keine besonders gute. Wir geben dir drei Tipps, wie du auch besser gemachte Falschinformationen erkennen kannst.

Was sind eigentlich Fake News beziehungsweise Desinformation? Kurz gesagt: Lügen! Es geht dabei nicht um ungewollte menschliche Fehler in der Recherche, sondern um bewusst erstellte und verbreitete Lügen. Diese sollen Menschen zum Beispiel von einer bestimmten politischen Meinung überzeugen. Desinformation ist häufig sehr reißerisch formuliert und erschreckt uns oder macht uns wütend. Deshalb gilt: Sie sollten Nachrichten nicht einfach weiterleiten, sondern erst checken. 

Und das geht so:

  1. Hör’ auf dein Bauchgefühl: Klingt die Nachricht realistisch? Steinmeier auf dem Elefanten zum Beispiel eher nicht. Wenn etwas unwahrscheinlich oder unglaubwürdig erscheint, ist es häufig falsch.
  2. Überprüfe die Quelle: Woher stammt die Nachricht? Seriöse Quellen sind beispielsweise Behörden, Nachrichtenagenturen und Leitmedien wie der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk oder etablierte Zeitungen und Magazine. Am besten prüfst du auch, ob noch andere seriöse Medien über die Neuigkeit berichten.
  3. Faktenchecks: Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du auf den Webseiten von Faktencheck-Redaktionen nachschauen. Manchmal bieten die Redaktionen auch die Möglichkeit ihnen direkt eine Anfrage zu schicken und die Redaktion checkt die Nachricht dann für dich. Eine Liste mit Faktencheckern findest du am Ende des Artikels.

Jetzt weißt du, wie du Fake News nicht so leicht auf den Leim gehst.Wem vertraust du? Und was sind deine Strategien, um seriöse Informationen zu erhalten?

Weiterführende Informationen:

medienkompass.de: Manipulierte Realität? Fake News, Social Bots und die Macht der Algorithmen
https://www.medienkompass.de/manipulierte-realitaet-fake-news-social-bots-und-die-macht-der-algorithmen 

medienkompass.de: Fake News und die Jahreslosung
https://www.medienkompass.de/fake-news-und-die-jahreslosung 

medienkompass.de: Deepfakes – Gefahr oder Chance?
https://www.medienkompass.de/was-sind-deepfakes-sind-sie-gefaehrlich 

medienkompass.de: Fake News auf der Spur – Umgang mit Falschmeldungen
https://www.medienkompass.de/fake-news-auf-der-spur-tipps-und-tricks-wie-sie-falschmeldungen-erkennen-koennen-1 

medienkompass.de: Verschwörungserzählungen und Fake News: Soziale Medien als Brandbeschleuniger?
https://www.medienkompass.de/verschwoerungserzaehlungen-und-fake-news-soziale-medien-als-brandbeschleuniger 

Bundeszentrale für politische Bildung: #StopFakeNews – Fake News erkennen
https://www.bpb.de/themen/medien-journalismus/stopfakenews/ 

Bundeszentrale für politische Bildung: Fake News, Misinformation, Desinformation
https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/medienkompetenz-355/539986/fake-news-misinformation-desinformation/  

bundesregierung.de: Woran Sie Desinformation erkennen können
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/desinformation-erkennen-1750146 

tagesschau.de: Fake News erkennen
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/fakenews-erkennen-tutorial-101.html 

correctiv.org: 10 Tipps – Wie erkenne ich Falschmeldungen?
https://correctiv.org/faktencheck/faktencheck-tipps/2023/05/01/wie-erkenne-ich-falschmeldungen-2/ 

Universität Münster: Fake News & Desinformation
https://www.ulb.uni-muenster.de/lotse/faktensuche/fake-news.html  

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