Beten mit Kindern – Gespräch mit dem besten Zuhörer der WeltBeten mit Kindern – Gespräch mit dem besten Zuhörer der Welt

Beten mit Kindern - Gespräch mit dem besten Zuhörer der Welt

Hintergrund/ Grundsatz

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 5-15 Min. (Vorbereitung: 5 Min.)
Materialart: Hintergrund/ Grundsatz
Zielgruppe: Mitarbeitende
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Events + Projekte, Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter

Einleitung

Die Andacht gehört zur Jungscharstunde. Und das Gebet gehört zur Andacht. Aber es muss ja nicht immer nur der Mitarbeitende beten. Warum nicht auch mal die Kinder? Hier einige Anregungen, wie es funktionieren kann.

Was ist Gebet und wie betet man?

Meist wird vorausgesetzt, dass jeder weiß, was „Beten“ ist. Wenn dann manche Kinder währenddessen Quatsch machen, liegt das vielleicht daran, dass sie damit nichts anfangen können.

Wir sollten öfter erklären, was Beten ist. Beten ist das Gespräch mit dem besten Zuhörer, den es auf der Welt und im ganzen Universum gibt. Gott hat immer Zeit und freut sich, wenn wir mit ihm reden. Und er redet auch gerne mit uns.

Damit man sich besser konzentrieren kann, macht man die Augen zu. Dann sieht man nichts, was einen ablenken kann. Und wenn man nicht weiß, was man mit seinen Händen anfangen soll, dann kann man sie einfach falten. Muss man aber nicht. Es gibt auch andere Gebetshaltungen die man mit Kindern ausprobieren kann. Wichtig hierbei ist, die einzelnen Gebetshaltungen zu erklären.

Beten in der Bibel

In der Bibel gibt es viele Beispiele, wie, wann und wo die Leute gebetet haben. Samuel ist zum Beispiel ein gutes Vorbild. Hier gibt es viele gute Tipps, die dann in einer Andacht oder einer Bibelarbeit behandelt werden können. Und dann geht es los mit dem Beten. Leider gibt es aber auch negative Beispiele. Wenn Menschen zum Beispiel das Gebet benutzen, um sich zur Schau zu stellen und um bewundert zu werden. Dieses Thema kann man ansprechen und darauf hinweisen, dass Gott das nicht möchte.

Die Gebetsgemeinschaft

Hört sich spannend an, wenn man sie nicht kennt. Ist aber ganz einfach. Bei einer Gebetsgemeinschaft kann jeder laut beten, was ihm auf dem Herzen liegt. Nacheinander natürlich. Das Gebet kann man mit einem Amen beenden – muss man aber nicht. Der Nächste betet dann einfach weiter. Man braucht keine langen Sätze zu formulieren. Ein einfaches „Danke, dass du mich lieb hast“ ist ein guter Anfang. Manchmal kommt es vor, dass zwischen den Gebeten Pausen entstehen. Das ist gar nicht tragisch. Aber alle die mitmachen, sollten wissen, wer die Gebetsgemeinschaft abschließt, das heißt wer das letzte Gebet spricht.

Wie fange ich an?

Kinder, die vielleicht zum ersten Mal in der Gruppe beten, sind natürlich aufgeregt. Durch kleine Hilfestellungen kann man diese Aufregung überwinden. Am Anfang reicht es völlig aus, kurze Gebete zu sprechen. Ein Satz reicht schon. Natürlich können die Kinder auch ihr Gebet vorher aufschreiben und dann vorlesen. Oder die Kinder schreiben ihr Gebet auf und anschließend werden die Zettel eingesammelt und jedes Kind zieht ein Gebet von einem anderen Kind, welches es dann beten kann. Gebetskarten, auf denen vorformulierte Gebete stehen können natürlich auch zum Einsatz kommen.

Gebet verändert

Wenn unser Gebet keine Auswirkungen hätte, wäre es völlig sinnlos. Und genau hier wird es wirklich aufregend. Gott antwortet auf unser Reden. Oft vergessen wir, um was wir Gott gebeten haben. Und wenn es dann eintrifft, vergessen wir sogar, uns zu bedanken.

Hier ein Experiment:

Schreibt eure Gebete und vor allem eure Bitten auf. Dann schaut regelmäßig nach, wie oft ihr Gottes Handeln feststellen könnt. Und dann sagt ihm einfach Danke. Nicht nur im Gebet, auch durch Lieder können wir Gott danken und ihn loben.

 

Buchtipps (Anmerkung der Redaktion)

Ideen, wie man mit Kindern ganz praktisch beten kann, findest du unter anderem auch in folgenden Büchern:

Für den Schulbereich:

  • „Mit Grundschulkindern beten – Gebete und Ideen für Schule und Gemeinde“ (Monika Sander; Verlag Don Bosco)
  • Autor / Autorin: Elias Monden
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg