Gekreuzigt, gestorben und begrabenGekreuzigt, gestorben und begraben

Gekreuzigt, gestorben und begraben

Andacht

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 20-40 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Andacht
Zielgruppen: Familien, Junge Erwachsene (18+), Mitarbeitende
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: der Steigbügel
Bibelstelle: 1. Korinther 15,3

Diese Andacht erklärt, warum das Kreuz für die Christenheit eine so tiefe Bedeutung hat. Dafür wirft Cornelius Kuttler einen Blick in die Geschichte. Und er erklärt, was das Besondere an der Kreuzigung Jesu ist. Dafür nimmt er Bezug auf die Kreuzigungsgeschichten in den vier Evangelien.


Vorschau:

Im Glaubensbekenntnis bekennen wir, dass Jesus gestorben und auferstanden ist. Und wir sind vielleicht auch davon überzeugt, dass Jesus für uns gestorben ist. Aber, was bedeutet das für unser Leben? Wie kann diese Überzeugung mehr sein als ein frommer Spruch? Wie kann diese Überzeugung zu etwas werden das unser Leben und unseren Glauben trägt?

Das Kreuz von Jesus –ein Folterwerkzeug wird zum Glaubenssymbol

Dass Jesus Christus „gestorben ist für unsere Sünden“ (vgl. 1. Korinther 15,3), hat schon zur Zeit der ersten Christen zu den fundamentalen Glaubensbasics der christlichen Gemeinde gehört. So umstritten manche anderen Fragen (z. B. in Fragen der Lebensführung) waren, so eindeutig hat diese Grundüberzeugung alle Christen verbunden: Dass das Kreuz von Jesus das Fundament des Glaubens ist.

Für viele Menschen in der Antike war es ein Skandal oder eine Lachnummer, dass gerade ein Kreuz eine so wichtige Rolle im Glauben der Christen spielte. Das der Gott Israels sich einem solchen Leiden und Sterben aussetzen würde war für Juden unvorstellbar. Wer am Kreuz hing, galt als von Gott verflucht (vgl. 5. Mose 21,5; Paulus spielt darauf in Galater 3,13 an). Für Griechen oder Römer war ein Glaube, der sich auf einen Gekreuzigten berief, völliger Unsinn: Am Kreuz starben Sklaven und ehrloses Gesindel. Kein römischer Bürger durfte so elendig hingerichtet werden.

Man hat in Rom eine Wandzeichnung von ca. 200 n. Chr. gefunden, die einen gekreuzigten Esel zeigt, darunter ist ein Mann in anbetender Pose zu sehen. Als Kommentar ist zu lesen: „Alexamenos betet seinen Gott an“. Da wollte wohl jemand den Christen Alexamenos lächerlich machen nach dem Motto: Ein Gott, der sich kreuzigen lässt, muss ein Esel sein.

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  • Autor / Autorin: Cornelius Kuttler
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg