Das Glaubensbekenntnis / Ursprung, Entstehung und heutige Bedeutung.Das Glaubensbekenntnis / Ursprung, Entstehung und heutige Bedeutung.

Das Glaubensbekenntnis / Ursprung, Entstehung und heutige Bedeutung.

Hintergrund/ Grundsatz

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30 Min. (Vorbereitung: 30 Min.)
Materialart: Hintergrund/ Grundsatz
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Mitarbeitende, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Evangelisation/ missionarisches Event, Gruppenstunde, Schulung
Redaktion: TEC:

Das Apostolische Glaubensbekenntnis fordert Christen heraus, ihren Glauben nicht nur formelhaft aufzusagen. Es regt dazu an, selbst darüber nachzudenken, wie der Glaube an Jesus Christus, sein Leben, sein Sterben am Kreuz und seine Auferstehung, in unserer Welt heute bezeugt werden kann. Dafür ist es eine wichtige Orientierung.


Vorschau:

Der Ursprung des Bekenntnisses

Thomas, der Jünger, der wegen seiner berechtigten Zweifel an der Auferstehung Jesu auch gerne als „ungläubig“ bezeichnet wird, hat das erste Bekenntnis zu Jesus Christus abgelegt: „Mein Herr und mein Gott!“ (Joh 20,28). Die Begegnung mit Jesus hat ihn überzeugt. Unmittelbar nach der Auferstehung beginnen Menschen damit, sich zu Jesus zu bekennen. Sie stellen sich zu Jesus und seiner Botschaft vom Reich Gottes, das in Kreuz und Auferstehung Jesu in unserer Welt angebrochen ist. Sie folgen Jesu Lehre und bekennen sich zu ihm – auch wenn das den Tod bedeuten würde. So hat das Bekenntnis zu Gott seinen Ursprung in der Erfahrung, dass Gott mich durch Jesus rettet und meine Antwort auf die Rettung ist das Bekenntnis zu ihm. Wenig später schreibt Paulus an die Christen in Rom Folgendes: „Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet“ (Röm 10,9 f.). Glaube und Bekenntnis zu Jesus und dem, was er für uns getan hat, gehören hier schon eng zusammen. Zur inneren Gewissheit, dass Jesus den Tod überwunden hat, kommt die Konsequenz, ihm nachzufolgen. So steht man durch Worte und Taten zu Jesus, der Herr dieses Lebens ist und dem man gehorcht. Das Ereignis, bei dem das öffentlich bezeugt wurde, war die Taufe. Zur Taufe gehörte das Bekenntnis zum dreieinigen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist und das ist bis heute so geblieben.

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  • Autor / Autorin: Martin Rauh
  • © Deutscher EC-Verband