Der Mensch denkt, Gott lenkt!Der Mensch denkt, Gott lenkt!

Der Mensch denkt, Gott lenkt!

Bibelarbeit

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in WĂŒrttemberg
Zeitbedarf: 45-90 Min. (Vorbereitung: 60-120 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder, Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Benötigte Materialien: TĂŒcher, Brötchenteig, Weizenkörner, Ähren
Bibelstelle: Rut 3,1-18
Rut 3,1-3,18

3

Rut befolgt Noomis Rat

1Und Noomi, ihre Schwiegermutter, sprach zu ihr: Meine Tochter, ich will dir eine Ruhestatt suchen, dass dir’s wohlgehe. 2Siehe, Boas, unser Verwandter, bei dessen MĂ€gden du gewesen bist, worfelt diese Nacht Gerste auf der Tenne. 3So bade dich und salbe dich und lege dein Kleid an und geh hinab auf die Tenne. Gib dich dem Mann nicht zu erkennen, bis er gegessen und getrunken hat. 4Wenn er sich dann schlafen legt, so merke dir die Stelle, wo er sich hinlegt, und geh hin und decke seine FĂŒĂŸe auf und leg dich hin, so wird er dir sagen, was du tun sollst. 5Sie sprach zu ihr: Alles, was du mir sagst, will ich tun. 6Sie ging hinab zur Tenne und tat alles, was ihre Schwiegermutter ihr geboten hatte.

7Und als Boas gegessen und getrunken hatte, ward sein Herz guter Dinge, und er ging hin und legte sich hinter einen Kornhaufen. Und sie kam leise und deckte seine FĂŒĂŸe auf und legte sich hin. 8Als es nun Mitternacht ward, erschrak der Mann und drehte sich um; und siehe, eine Frau lag zu seinen FĂŒĂŸen. 9Und er sprach: Wer bist du? Sie antwortete: Ich bin Rut, deine Magd. Breite den Saum deines Gewandes ĂŒber deine Magd, denn du bist der Löser. 10Er aber sprach: Gesegnet seist du vom Herrn, meine Tochter! Du hast deine Liebe jetzt noch besser erzeigt als vorher, dass du nicht den jungen MĂ€nnern nachgegangen bist, weder den reichen noch den armen. 11Nun, meine Tochter, fĂŒrchte dich nicht. Alles, was du sagst, will ich dir tun; denn das ganze Volk in meiner Stadt weiß, dass du eine tugendsame Frau bist. 12Ja, es ist wahr, dass ich ein Löser bin; aber es ist noch ein Löser da, nĂ€her verwandt als ich. 13Bleib ĂŒber Nacht hier. Will er dich dann am Morgen lösen, gut, so mag er’s tun; hat er aber keine Lust, dich zu lösen, so will ich dich lösen, so wahr der Herr lebt. Schlaf bis zum Morgen! 14Und sie schlief bis zum Morgen zu seinen FĂŒĂŸen.

Und sie stand auf, ehe einer den andern erkennen konnte. Und er dachte: Wenn nur niemand erfĂ€hrt, dass eine Frau auf die Tenne gekommen ist. 15Und er sprach: Nimm das Tuch, das du umhast, und halt es auf. Und sie hielt es hin. Und er maß sechs Maß Gerste hinein und lud ihr’s auf. Und er ging in die Stadt.

16Sie aber kam zu ihrer Schwiegermutter. Die sprach: Wie steht’s mit dir, meine Tochter? Und sie sagte ihr alles, was ihr der Mann getan hatte, 17und sprach: Diese sechs Maß Gerste gab er mir; denn er sagte: Du sollst nicht mit leeren HĂ€nden zu deiner Schwiegermutter kommen. 18Sie aber sprach: Warte nun ab, meine Tochter, bis du erfĂ€hrst, wo es hinauswill; denn der Mann wird nicht ruhen, er bringe es denn heute zu Ende.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Themenreihe „back to the Rut“:
Entwurf einer biblischen Einheit fĂŒr Freizeittag 4 (alternativ Gruppenstunde) zu Rut 3.
Zielgedanke: Unser Handeln soll vom Willen Gottes bestimmt sein. Auch wenn das dann mal nicht so schnell geht oder anders, als wir uns das erhoffen.


Vorschau:

VorĂŒberlegung fĂŒr Mitarbeitende

Dieser Teil der Geschichte ist fĂŒr Kinder nicht so einfach zu verstehen. Noomi weiß, dass Boas ein angesehener Mann ist und daher ein guter Ehemann fĂŒr Rut wĂ€re. Aus diesem Grund geht Rut nachts, wo sie allein mit ihm sein kann, zur Tenne, um Boas fĂŒr sich zu gewinnen. Boas scheint grundsĂ€tzlich nicht abgeneigt zu sein, allerdings ist er ein Ehrenmann und möchte weder sie noch sich selbst in Verruf bringen, in dem sie etwa miteinander schlafen. Außerdem gilt das Gesetz Gottes fĂŒr Boas. Und danach gibt es einen nĂ€heren Verwandten, der Rut zuerst heiraten dĂŒrfte. An dieses Gesetzt fĂŒhlt sich Boas aus seinem Glauben heraus verpflichtet und hĂ€lt in dieser Nacht Abstand zu Rut.

Erlebniswelt der Kinder

Situationen, in denen man sich fremd fĂŒhlt, kennen Kinder auch. Wenn sie zum Beispiel in eine neue Klasse kommen oder allein auf eine Freizeit fahren. Fragen kommen auf, wie: Werden mich die anderen mögen? Finde ich neue Freunde? Rut möchte letztlich eine Familie haben, ein Ort an dem sie zuhause sein kann und sich wohlfĂŒhlt.

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  • Autor / Autorin: Simon Walz
  • Autor / Autorin: Markus Röcker
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in WĂŒrttemberg

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