Detektivausrüstung und SpieleDetektivausrüstung und Spiele

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Detektivausrüstung und Spiele

Ideensammlung

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 5-15 Min. (Vorbereitung: 5-30 Min.)
Materialart: Ideensammlung
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Schule + Jugendarbeit
Redaktion: buch+musik

Detektivausweis

Material: Stifte, Locher, Schere, Band, Klebestift, evtl. Lochverstärker, Stempelkissen, evtl. Maßstab oder Maßband, evtl. Fotoapparat, evtl. Kleidungsstücke zum Verkleiden

HINWEIS: Druck- oder Kopiervorlage gibt es im Anhang.

Vorbereitung

  • Vordrucke falten und dann erst schneiden
  • in den oberen, zusammengefalteten Teil ein Loch stanzen.

Das machen die angehenden Detektive

  • Ausweis ausfüllen (Tipps siehe unten)
  • Fingerabdruck auf dem Ausweis aufbringen
  • beide Teile zusammenkleben und in der Mitte falten
  • eventuell Lochverstärker über die Löcher kleben
  • ein ca. 50 cm langes Band durch das Loch ziehen

Körpergröße: Meistens wissen die Kinder nicht, wie groß sie sind. Dazu entweder einen Maßstab mitbringen oder ein Maßband an der Wand befestigen, sodass die Kinder sich daneben stellen und abmessen können, wie groß sie sind.

Foto: Bei der Einladung sagt man, dass die Kinder ein Passfoto mitbringen sollen (die Kinder haben meistens eines durch den Schulfotografen).

Alternativen

  • Die Kinder malen sich selbst.
  • Man stellt Perücken, witzige Brillen, Schals, Pfeife, Mützen, Hüte, Tabakpfeife, Schminke usw. zur Verfügung und es werden Fotos gemacht. Diese werden entweder das nächste Mal mitgebracht und eingeklebt oder ein weiterer Mitarbeiter / eine weitere Mitarbeiterin druckt diese während der Stunde aus und verteilt sie an erfolgreiche Detektive.

TIPP: Bis der Ausweis mit Foto fertig ist, kann ein Behelfsausweis, auf dem nur der Name steht (z. B. Kreppband), den Mitarbeitenden helfen, die Kinder anzusprechen.

Verwendung des Detektivausweises

  • als Namensschild (geht auch ohne Foto)
  • Spiel 1: Die Ausweise werden gemischt. Dann wird ein Ausweis gezogen und die Beschreibung vorgelesen. Die Kinder raten, wer es sein könnte.
  • Spiel 2: Die Kinder geben die Fingerabdrücke nicht nur auf dem Ausweis ab, sondern auch auf einer Extraliste. Nun muss der Fingerabdruck auf dem Ausweis einem Namen zugeordnet werden. Das geht allerdings nur, wenn man pro Gruppe einen Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin hat, der aufpasst, dass die Ausweise nicht einfach umgedreht werden.
  • Spiel 3: Man veranstaltet eine Detektivprüfung mit Hilfe der Detektivspiele (siehe folgende Seiten). Die erfolgreiche Teilnahme wird im Ausweis dokumentiert.

Andachtsimpuls

Psalm 139 – Gott kennt mich besser als ein Detektiv und er braucht dafür keine Fingerabdrücke und Überwachungskameras!

Detektivspiele

Detektivprüfung

Im Detektivausweis kann man den Erfolg der folgenden Prüfung dokumentieren.

Fingerabdrücke abnehmen und lesen

Material: Stempelkissen, alte Zeitungen, Gläser, Grafitstaub oder Rußpulver, Handschuhe, sehr weicher Pinsel, breiter Tesafilm, Tuch, Schere, Öl oder Fett, Lupen, weißes Papier, Liste der Verdächtigen

Anleitung

  • Auf einer Liste macht jedes Kind hinter seinem Namen einen Fingerabdruck (Stempelkissen).
  • Die Kinder machen auf einem Glas, das auf einer Zeitung steht, einen Fingerabdruck. Dazu Finger in Öl oder Fett tauchen*, etwas abreiben und einen Abdruck auf das Glas machen.
  • Mit Grafitstaub oder Rußpulver den Fingerabdruck bestäuben.
  • Den übrigen Grafitstaub wegpusten oder mit einem sehr weichen Pinsel entfernen.
  • Einen breiten Tesafilmstreifen aufkleben, mit dem Grafitstaub abziehen und auf ein weißes Blatt kleben. Achtung: Grafitstaub verschmutzt den Boden sehr, deshalb die Gläser auf Zeitungspapier stellen! (Der Staub lässt sich mit flüssiger Handseife wieder entfernen – aber nicht mit Geschirrspülmittel!)

Fingerabdrücke – Übung für Detektivanwärter

Ein Kind geht raus. Die anderen entscheiden, wer einen Fingerabdruck auf ein Glas macht. Das Kind sichert den Fingerabdruck und vergleicht ihn mit der Liste der Verdächtigen, die am Anfang mit allen Kindern erstellt wurde. Wer war der „Täter“?

Geheimschrift herstellen und lesen

Material: je nach Verfahren, siehe unten

  • Ein Text wird mit Milch oder Zitronensaft mithilfe von einem Wattestäbchen oder Holzstab auf Papier oder Stoff geschrieben. Will man ihn sichtbar machen, muss man ihn erhitzen, z. B. über einer Kerze, einem Toaster, mit einem Fön oder einem Bügeleisen.
  • Mit einer weißen Kerze wird die Nachricht auf weißes Papier geschrieben. Man schreibt dabei mit dem unteren Teil der Kerze wie mit einem Stift. Um die Schrift sichtbar zu machen, muss das Papier mit einem Pulver bestäubt werden, z. B. Kakaopulver, Grafit oder Ruß.
  • Cäsar-Code = Verschiebungen im Alphabet: Es wird das Alphabet z. B. um drei Stellen verschoben. Dann bedeutet A = D und B = E usw.
  • Man kann auch Morsezeichen oder Blindenschrift als Geheimschrift verwenden.
  • In eine Zeitung wird mit einer dünnen Nadel durch die Buchstaben ein Loch gemacht, die zum Text gehören.

Geheimschrift – Übung für Detektivanwärter

Jede Gruppe bekommt verschiedenes Material und muss für die andere Gruppe einen Satz in Geheimschrift schreiben. Welche Methode sie dabei wählt, ist ihr überlassen. Auf Kommando wird der Text getauscht und die gegnerische Gruppe muss den Text lösen.

Variante: Jede Gruppe versteckt zuerst einen Schatz und verschlüsselt den Hinweis auf das Versteck des Schatzes, das dann die andere Gruppe finden muss.

Fußabdrücke erkennen und zuordnen

Material: Schuhe mit Profil, gerades Brett, Schuhkartondeckel, Frischhaltefolie, Gips, Wasser

Abdruck in Matsch oder Schnee

In feuchten Boden oder Schnee werden Schuhabdrücke gemacht. Verschiedene Schuhe werden wild daneben gestellt und müssen zugeordnet werden.

TIPP: Mit einem Brett kann man zerstörte Fußabdrücke glätten und für die nächste Gruppe erneuern.

Gipsabdruck von einem Schuh

Der Gips wird angerührt und im Schuhkartondeckel flach ausgestrichen. Die Haushaltsfolie wird darübergelegt, damit der Schuh nicht verklebt. Dann stellt man sich mit dem Schuh auf den Gips. Anschließend Schuh und Haushaltsfolie entfernen und den Abdruck (auf der Heizung) trocknen lassen.

Wichtig: Am Tag vorher anfertigen, damit der Gips trocken ist.

Fußabdrücke – Übung für Detektivanwärter

Material: Papier, Stift, Schuhe

Zwei Gruppen bekommen Abdrücke aus Gips. Sie zeichnen das Profil ab und vergleichen es mit den bereitgestellten Schuhen. Welche Gruppe ist schneller (oder kann mehr Schuhe richtig zuordnen)?

Tatort beschreiben und untersuchen

  • Die Kinder sehen sich im Raum um. Dann wird dieser verlassen. Ein Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin verändert den Raum. Was ist nun anders?
  • Ein Freiwilliger verlässt den Raum. Im Raum wird eine Stelle als Tatort ausgesucht und mit Band gekennzeichnet. Hier muss nun ein „Täter“ fünf Spuren hinterlassen, z. B. ein Haar, eine Kleiderfaser, irgendeinen Gegenstand aus der Hosentasche. Der Detektiv bekommt nun fünf Minuten Zeit, um die Spuren zu sichern und den Täter zu identifizieren. Hilfsmittel: Lupe, Taschenlampe und Pinzette, Tablett oder Tüte zum Sammeln
  • Die Kinder sehen sich im Raum um und suchen Hinweise auf den Detektivfall.

Täter beobachten

Material: Stoppuhr

Zwei Mannschaften stehen sich im Abstand von 2 m gegenüber. 30 Sekunden dürfen sich alle Kinder ihr Gegenüber genau ansehen und das Aussehen einprägen. Auf ein Zeichen drehen sie sich um und stehen mit dem Rücken gegeneinander. Innerhalb von zwei Minuten verändern alle Kinder drei Merkmale an ihrem Aussehen. Auf ein weiteres Zeichen drehen sich alle wieder um. Jedes Kind versucht nun, bei seinem Gegenüber die Veränderung herauszufinden, ohne dies laut zu sagen. Die Gruppe hat gewonnen, die die meisten Veränderungen sagen kann.

Variante: Ein bis zwei Freiwillige werden hinausgeschickt. Dann verändern die anderen Kinder ihre Kleidung: tauschen, ziehen etwas aus, krempeln Hosen hoch, verändern die Frisur … Die Anzahl der Veränderungen wird gezählt. Dann werden die Freiwilligen hereingerufen und müssen herausfinden, was anders ist. Wem fallen die meisten Veränderungen auf?

Geheimbotschaften finden

Material: Geheimbotschaften, Gegenstände zum Verstecken, Streichhölzer

  • Verschiedene Geheimbotschaften sind an einem Mitarbeiter / einer Mitarbeiterin versteckt (im Hut, Kragen, Schuh, Kuli, Hosenaufschlag, unter einem Pflaster, Halstuch, unter der Uhr, im Socken …). Die Kinder dürfen mit dem Finger zeigen, wo etwas versteckt ist.
  • Auf einem Tablett mit Gegenständen sind lauter Dokumente versteckt. Jeder darf etwas suchen. Beispiele: Hut, Kugelschreiber, Teebeutel (vorsichtig aufgeschnitten, mit Botschaft versehen und wieder zugeklebt), Briefkuvert (unter der Briefmarke ist eine Botschaft), Taschentuch, CD-Hülle …
  • Streichhölzer am Körper verstecken: Jedes Kind bekommt fünf Streichhölzer. Alle drehen sich mit dem Gesicht zur Wand und jedes Kind darf nun seine Streichhölzer verstecken. Anschließend wird geraten, wo die Streichhölzer sein könnten. Achtung: Beim Suchen darf das Kind nicht berührt werden, man zeigt nur auf die Stelle, an der das Streichholz sein könnte.

Geruchs- und Geschmackstest

Düfte finden

Material: getrocknete Lavendelblüten, ein mit Parfum getränktes Kissen, duftende Blume, fauliger Apfel, Deo, Melisseblätter, Zitronensaft im Schälchen oder auf einem Tuch, Käse, Seife (oder andere Gegenstände mit Geruch), mit Parfüm besprühte Taschentücher, Augenbinden

In einem Raum sind verschiedene Düfte versteckt. Die Kinder müssen sie erschnüffeln.

Variante 1: In einem Raum werden mit Parfüm besprühte Taschentücher versteckt. Wer findet sie?

Variante 2: Wer findet die Tücher mit verbundenen Augen?

Geruchslabyrinth

Material: Kreppband, Augenbinde, ca. 10 Döschen mit zwei stark riechenden Gewürzen (z. B. Gewürznelke und Zimt), Stoppuhr

Mit Kreppband wird ein Labyrinth großzügig auf dem Boden aufgeklebt. An den Abzweigungen, die in eine Sackgasse führen, werden Döschen mit einem bestimmten Geruch deponiert und an den weiterführenden Abzweigungen Döschen mit einem anderen Geruch.

Alle Kinder müssen vor die Tür, damit sie den Verlauf nicht sehen. Immer ein Kind darf dann den Parcours machen. Bei vielen Kindern sollte man zwei Labyrinthe vorbereiten.
Variante: Es kann die Zeit gestoppt werden.

Duftmemory

Material: ca. 20 Döschen mit Gewürzen wie Zimt, Gewürznelken, Schokocreme, Senf, Lavendel, Rosmarin, Thymian, Melisse, Pfefferminz, Käse, Vanille, Honig; Klebepunkte mit Nummern

In je zwei Döschen werden die gleichen Düfte gefüllt. Zur leichteren Kontrolle werden unter den Döschen die gleichen Nummern angebracht. Nun wird das Spiel wie Memory gespielt. Wer findet zwei Döschen mit dem gleichen Duft?

TIPP: Auf diese Weise kann man auch Gruppen einteilen – jede Gruppe hat ihren eigenen Duft und muss sich finden.

Geschmackstest

Material: Zitrone, Zucker, Salz, Apfelsaft, Schokocreme, Käse (oder andere Lebensmittel), Löffel

Wer hat Geschmack? Mit geschlossenen Augen probieren die Kinder verschiedene Dinge. Wer kann sie erraten?

Hörtest und Schleich-Übungen

Geräusche raten

Material: Smartphone oder anderes Aufnahmegerät

Es werden verschiedene Geräusche aufgenommen: Zähneputzen, Wasser in Becher füllen, Zeitung zerknittern, Bonbon auspacken … Wer kann sie erkennen?

Hörtest

Material: Augenbinde, Bonbons, Stoppuhr

Einem Kind werden die Augen verbunden, dann lässt jemand drei Bonbons fallen. Innerhalb von 30 Sekunden muss der Spieler die Bonbons gefunden haben.

Tickende Bombe

Material: tickender Wecker

Ein Wecker wird versteckt und muss gefunden werden, bevor er klingelt.

Häuptling „Blinder Bär“

Material: Augenbinde, Süßigkeit

Der Häuptling sitzt mit verbundenen Augen ca. 4 m von der Gruppe entfernt. Vor ihm steht ein Schatz aus Süßigkeiten. Ein Kind sagt: „Häuptling Blinder Bär, bist du bereit?“ Der Häuptling antwortet: „Hough“. Dann darf sich das Kind anschleichen und versuchen, den Schatz zu rauben. Wenn der Häuptling etwas hört, dann zeigt er in die Richtung. Hat er Recht, muss das Kind zurück. Kann das Kind den Schatz rauben, ist es der nächste Häuptling.

Dieb und Detektiv

Material: Augenbinden, rasselnder Gegenstand (Schlüsselbund, Beutel mit Münzen o. Ä.)

Es wird ein Stuhlkreis mit Platz zwischen den Stühlen gebildet. Zwei Kindern werden die Augen verbunden. Das eine Kind ist der Dieb und bekommt einen rasselnden Gegenstand (z. B. Schlüsselbund, Beutel mit Münzen, Rassel …) als Beutegut in die Hand, das andere Kind ist der Detektiv. Beide bewegen sich um den Stuhlkreis. Bei den Worten des Detektivs „Dieb, Dieb, wo ist deine Beute?“, antwortet der Dieb mit dem Rasseln des Gegenstands, sodass der Detektiv hören kann, wo der Dieb ist. Der Detektiv versucht sich möglichst leise zum Dieb zu schleichen und ihn abzuklatschen. War der Detektiv erfolgreich, werden die Rollen gewechselt.

Schleichen im Dunkeln

Material: lange Schnur, Dosen mit getrockneten Erbsen oder andere Gegenstände, Augenbinden

In einem dunklen Raum (Alternative: Augenbinden) wird eine Schnur mit Hilfe von Stühlen und Tischen in Hüfthöhe kreuz und quer gespannt. An diesem Weg entlang stehen Gegenstände, die beim Umfallen Krach machen. Jedes Geräusch ergibt einen Strafpunkt. Wer kann sich an der Schnur entlangtasten und macht unterwegs am wenigsten Lärm?

Gedächtnistest: Scharfer Blick!

Material: Tablett, Stoppuhr, Zettel und Stifte, Gegenstände wie Lupe, Fotoapparat, Notizblock, Kugelschreiber, Handschellen, Taschenlampe, Pinzette, Tintenfass, Handy, Maßband, Handschuhe, Schokoriegel, Fernglas, Geld …

Verschiedene Gegenstände, die zu einer guten Detektivausrüstung gehören, liegen auf einem Tablett.

Hinweis: Bei jüngeren Kindern weniger, bei älteren Kindern mehr Gegenstände verwenden.

Die Kinder dürfen sich die Gegenstände 30 Sekunden lang einprägen, dann wird das Tablett hinausgetragen. Jedes Kind schreibt auf, welche Gegenstände auf dem Tablett waren.

Variante: Ein Gegenstand wird vom Tablett genommen. Nun müssen alle Kinder auf ihrem Notizblock vermerken, was fehlt. Jüngere Kinder dürfen sich melden, wenn sie es wissen.

Zeugen vernehmen und Aussagen prüfen

Spiel „Sag die Wahrheit“

Material pro Gruppe: Karten: Aussage 1, Karten: Aussage 2, Karten: Aussage 3, Zettel, Klammern oder Kreppband, getrocknete Erbsen oder Streichhölzer

Die Kinder bilden Gruppen zu je drei Personen. Die Gruppe einigt sich auf ein Thema und sucht dazu drei Aussagen. Nur eine dieser Aussagen stimmt. Zum Beispiel sagt ein Kind: „Ich war in Amerika!“, ein anderes: „Ich war in China!“ ein weiteres: „Ich war in der Schweiz!“.

Wenn alle Gruppen sich Aussagen überlegt haben, stellen sie sich gegenseitig die Behauptungen vor. Das geht so: Jeder aus der ersten Gruppe sagt seine Aussage. Die anderen Gruppen beraten sich und einigen sich darauf, welche Geschichte/Aussage wahr ist und halten auf Kommando die betreffende Zahl hoch. Gruppen, die recht haben, bekommen einen Punkt.

Variante: Jedes Kind schreibt drei Aussagen über sich auf einen Zettel, eine davon ist gelogen. Diese Zettel werden an den Pulli geheftet oder mit Kreppband befestigt. Jedes Kind hat pro Mitspieler eine getrocknete Erbse oder Streichhölzer. Die Kinder gehen herum und raten, welche Aussage stimmt. Haben sie recht, erhalten sie eine getrocknete Erbse oder ein Streichholz.

Mörderspiel 1

Material: pro Kind eine Spielkarte, darunter eine Spielkarte mit dem König, eine Spielkarte mit dem Buben

Bei diesen Spielkarten gibt es einen König = Kommissar/Kommissarin und einen „Spitz“-Buben für den Täter / die Täterin. Die Karten werden gemischt und an die Spieler verteilt. Der Kommissar / die Kommissarin verlässt den Raum. Der Täter / die Täterin berührt ein Kind, das den Toten / die Tote spielt. Nun kommt der Kommissar / die Kommissarin herein und befragt die lebenden Zeugen, unter denen natürlich auch der Täter / die Täterin ist. Der Kommissar / die Kommissarin fragt die Zeugen reihum ein erstes Mal und dann ein zweites Mal. Beide Male wird die gleiche Frage gestellt und beide Male müssen die Zeugen gleich antworten – bis auf den Täter / die Täterin, er/sie verändert eine Kleinigkeit der Aussage. Das ist der Hinweis für den Kommissar / die Kommissarin, der/die natürlich gut hinhören muss.

Mögliche Fragen: Wo waren Sie vor zwei Stunden, als der Mord geschah? Mit wem waren Sie zusammen?

Mörderspiel 2

Material: Kartenspiel

Aus einem beliebigen Kartenspiel werden nach Anzahl der Mitspielenden Karten genommen. Es wird vereinbart, welche Karte der Mörder / die Mörderin ist. Die Karten werden gemischt und jedes Kind muss sich seine Karte so nehmen, dass keiner weiß, welche Karte wer hat. Der Mörder / die Mörderin „mordet“ heimlich, indem er/sie Kindern zublinzelt. Diese sagen dann: „Ich bin tot.“ und sacken zusammen. Welches Kind es schafft, den Mörder / die Mörderin zu entlarven, bevor es selbst „ermordet“ wird, gewinnt.

Falsche Aussagen finden

Es wird eine Geschichte mit offensichtlichen Falschaussagen erzählt. Wer findet die Fehler?

Fingerspitzengefühl und Tasten üben

Tastspiel 1

Material: Beutel mit unterschiedlichen Dingen aus dem Haushalt, Augenbinde

Ein Kind nach dem anderen greift in den Beutel, ertastet und benennt einen Gegenstand.

Variante: Jede Gruppe bekommt einen Beutel, in dem mehrere Gegenstände doppelt vorhanden sind. Welche Gruppe findet am schnellsten die doppelten Gegenstände?

Tastspiel 2

Material: Augenbinde

Einem Kind werden die Augen verbunden. Es muss durch Tasten die Hände der anderen Kinder erkennen.

Allgemeine Detektivspiele

Spiel zur Gruppenfindung – Agent mit Mikrofilm

Material: ein Döschen pro Kind mit dem gleichen Inhalt (z. B. Reis, getrocknete Erbsen, Münzen, Papier, Nudeln o. Ä.)

Jede Gruppe hat einen anderen Inhalt in den Döschen. Alle Kinder sind Agenten/Agentinnen, die zu unterschiedlichen Geheimdiensten (Gruppen) gehören. Jedes Kind hat einen Mikrofilm (Inhalt der Dose). Jeder Geheimdienst hat eine andere „Aufnahme“. Filme sind empfindlich, deshalb darf die Dose nicht geöffnet werden. Die Kinder eines Geheimdienstes haben alle den gleichen Film. Wenn die Kinder die Dosen schütteln, hören sie unterschiedliche Geräusche. Welcher Geheimdienst ist als erster vollständig?

TIPP: Kann als Partnerspiel oder als Gruppenspiel gespielt werden.

Wer ist der Boss?

Ein Kind geht vor die Tür. Die Gangsterbande, die anderen Kinder, wählt einen Boss, der den Ton angibt. Alle singen ein Lied und währenddessen tut er so, als ob er ein Instrument spielen würde. Alle machen es ihm nach. Er wechselt während des Liedes immer wieder die Instrumente (Flöte, Trommel, Gitarre, Geige, Klavier, Bass, Trompete, Harfe …). Erst während des Liedes, darf das Kinder wieder hereinkommen. Seine Aufgabe ist es, den Boss herauszufinden. Das ist umso schwieriger, je geschickter der Boss ist. Ist der Boss enttarnt, darf er als nächstes Kind raus.

Variante: Statt der Instrumente werden andere Bewegungen gemacht, z. B. aus dem Sport (Weitwurf, Boxen, Laufen …).

Kommissar Feuerstein sagt

Die Kinder bewegen sich im Raum und müssen die Befehle des Kommissars / der Kommissarin ausführen. Dies gilt nur, wenn es heißt: „Kommissar Feuerstein sagt …!“. Wird der Befehl ohne „Kommissar Feuerstein sagt …!“ genannt und trotzdem ausgeführt, muss das Kind, das nicht aufgepasst hat, ausscheiden. (mögliche Befehle: auf einem Bein hüpfen, am Kopf kratzen, Hand auf Knie)

Metalldetektor

Material: kleine Dose (oder Schachtel mit Alufolie beklebt) mit Süßigkeit, Augenbinde, Metalldetektor = Stock, der an der Spitze mit Alufolie umwickelt ist

Einem Kind werden die Augen verbunden und es bekommt den Metalldetektor in die Hand. Dann wird die Dose auf einem festgelegten Spielgelände versteckt. Die anderen Kinder stehen am Spielfeld und zeigen durch Pieptöne an, wie weit der Metalldetektor von der Dose entfernt ist. Je näher das Kind der Dose kommt, desto schneller werden die Töne. Wird die Dose berührt, so gibt es einen Dauerton. Das Kind tastet nun mit den Händen nach dem Schatz. Es darf den Inhalt der Dose behalten bzw. mit seiner Gruppe teilen.

Haltet den Dieb

Alle Kinder sitzen in einem lockeren Stuhlkreis mit genügend Platz zwischen den Stühlen, um eine Person hindurchzulassen. Ein Kind ist der Dieb / die Diebin und verlässt kurz den Raum. In der Zwischenzeit werden je nach Größe der Gruppe im Geheimen ein bis vier verdeckte Ermittler/Ermittlerinnen bestimmt, die den Dieb / die Diebin fangen sollen. Der Dieb / die Diebin kommt wieder herein und stellt sich in die Mitte des Kreises. Seine/Ihre Aufgabe ist es, den Stuhlkreis zu verlassen, ohne von einem Ermittler / einer Ermittlerin erwischt zu werden. Wenn der Dieb / die Diebin sich bewegt, dürfen sich auch die Ermittler/Ermittlerinnen bewegen. Allerdings weiß der Dieb / die Diebin nicht, wer die Ermittler/Ermittlerinnen sind, so ergeben sich spannende Täusch- und Fangmanöver.

Saboteure in Aktion – Sprengsätze finden

Material: Flaschendeckel, Korken oder große Holzperlen, pro Gruppe eine kleine Tasche

Saboteure haben kleine Sprengsätze mit Zeitzünder in der Stadt ausgelegt. Suchkommandos mit Sprengstoff-Experten und Sprengstoff-Expertinnen müssen die Bomben finden und entschärfen. In einem abgegrenzten Gebiet werden z. B. Flaschendeckel (vorher zählen!) verstreut. Welche Gruppe findet die meisten „Sprengsätze“ innerhalb einer bestimmten Zeit?

Tabu oder Activity zum Thema „Spuren“

Material: Karten, Stoppuhr, Signalpfeife

Bei kleinen Gruppen:

  • Der Spielleiter / die Spielleiterin nimmt eine Karte aus dem Stapel. Je nach Zeichen auf der Karte wird der Begriff umschrieben (U), gemalt (M) oder pantomimisch dargestellt (P), ohne den Begriff oder Bestandteile des Begriffes zu nennen.
  • Jedes Kind darf raten. Wer den Begriff erraten hat, bekommt die Karte, muss den nächsten Begriff ziehen und darstellen.

Bei Gruppen ab sechs Personen (mindestens drei Kinder pro Gruppe):

  • Der Spielleiter / die Spielleiterin nimmt eine Karte aus dem Stapel. Je nach Zeichen auf der Karte umschreibt (U) er/sie den Begriff, malt (M) ihn oder stellt ihn pantomimisch dar (P).
  • Die Gruppe, die den Begriff zuerst erraten hat, bekommt die Karte. Ein Kind aus dieser Gruppe stellt für die eigene Gruppe den nächsten Begriff dar. Kann die Gruppe innerhalb von einer Minute den Begriff nicht erraten, dürfen die anderen mitraten.
  • Anschließend ist die andere Gruppe dran.

TIPP: Es ist sinnvoll, eine Zeit festzulegen.

Begriffe zum Umschreiben: Hinweis, Spurenleger/Spurenlegerin, Täter/Täterin, Detektiv/Detektivin, Beobachtung, spurlos verschwunden, Spürsinn, Spurensicherung, Aussage, Indiz, Zeuge/Zeugin

Begriffe zum Malen: Tierfährte, Mikroskop, Pinsel (zum Sichern der Fingerabdrücke), Spürhund, Spürnase, Fußabdruck, Langlaufspur oder Loipe, Fahrspur, Fingerabdruck, Lupe

Begriffe zum pantomimischen Darstellen: auf die falsche Fährte bringen, Spurensuche, eine Spur legen, spüren, Befragung, Spur aufnehmen (z. B. Hund), Zeugenbefragung, einer Spur folgen

Detektivausrüstung selbst gemacht

Detektivausweis

siehe oben

Dienstmarke

Material: runde oder ovale Pappe (ca. 5 cm Durchmesser), Goldpapier, stärkere Alufolie, 2-Euro-Stück, Schere, Kleber, Folienschreiber fein, 60 cm Band (Wolle oder Leder)

  • Die Pappe wird mit Goldpapier vorn und hinten beklebt und am Rand einmal gelocht.
  • Die Alufolie wird auf das 2 Euro-Stück gelegt und der Bundesadler mit dem Fingernagel „abgerubbelt“, dann ausgeschnitten und auf die runde Pappe geklebt.
  • Die Dienstmarke wird nun beschriftet mit Dienstnummer, Dienststelle usw.
  • Das Band wird durch das Loch gezogen und kann um den Hals getragen oder an der Hose befestigt werden.

(siehe Abbildung: Anhang_Download.pdf)

Kugelschreiber

Material pro Kugelschreiber: Kugelschreibermine, 4 Scoubidoubänder oder Wolle, Perlen, Federn

Natürlich müssen alle Informationen aufgeschrieben und eventuell eine Skizze angefertigt werden. Dazu braucht man Stift und Papier.

  • Die Scoubidoubänder werden um die Minenspitze herum zusammengeknotet.
  • Zwei Bänder werden an der Mine entlang parallel gelegt. Die anderen zwei werden immer auf dieselbe Art und Weise um die Mine und die anderen Bänder herumgeknotet (siehe Abbildung: Anhang_Download.pdf). Das hat den Effekt, dass die Knoten sich in einer Spirale um die Mine winden.
  • Die Enden können mit Federn oder Perlen verziert werden.

Notizbuch

Notizbuch in einfacher Ausführung – mit Scoubidouband

Material: helles Papier im Format DIN A6, Locher, Scoubidoubänder oder schmales Geschenkband, Perlen, Federn

  • Das Papier wird in mehreren Lagen aufeinander gelegt und am oberen Rand mit mehreren Löchern gelocht.
  • Durch die Löcher wird das Band „gewebt“ und auf beiden Seiten verknotet. Wer möchte, kann die Enden mit Perlen, Federn oder besonderen Knoten verzieren.

(siehe Abbildung: Anhang_Download.pdf)

Notizbuch für Fortgeschrittene – mit Aludraht

Material: helles Papier im Format DIN A6, Fotokarton oder Wellpappe ca. 35 cm x 17 cm, schwarzes Gummiband ca. 8 cm, Locher, Tacker, Aludraht, Schere/Cutter, Zange

  • Fotokarton/Wellpappe zur Hälfte knicken
  • Papier in mehreren Lagen aufeinander legen, bis in den Knick der Wellpappe schieben und durch alle Schichten gemeinsam mehrere Löcher stanzen.
  • Durch die Löcher den Draht schieben. Das eine Ende zu einer Spirale formen, das andere Ende auf der Rückseite zurückschieben.
  • Den Gummi für den Stifthalter an den Enden etwas einschlagen, damit er nicht ausfranst, dann mit dem Tacker an jedem Ende zweimal befestigen.

(siehe Abbildung: Anhang_Download.pdf)

Hüllen für Beweismaterial

Material: Klarsichthülle für Dokumente im Format DIN A4, Tesafilm

  • Eine Klarsichthülle wird in vier Teile zerschnitten.
  • Mit Tesafilm werden die ausgeschnittenen Teile so zugeklebt, dass nur noch eine Öffnung übrig bleibt.
  • Autor / Autorin: Eva-Maria Mallow
  • © © 2. Auflage 2020
  • © buch+musik ejw-service gmbh, Stuttgart 2015
  • © Illustrationen: Jörg Peter
  • © Weitere Bildrechte: Thees Carstens, Hamburg, www.theescarstens.de
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