Fastenzeit 2021 – fast wie Lockdown, nur besser!Fastenzeit 2021 – fast wie Lockdown, nur besser!

Fastenzeit 2021 – fast wie Lockdown, nur besser!

Theologischer Artikel

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 5-15 Min.
Materialart: Theologischer Artikel
Zielgruppen: Jugendliche, Junge Erwachsene
Einsatzgebiet: Corona Spezial
Themenstellung: Vertiefungen
Redaktion: jugonet
Ideen für deine Fastenzeit

Wir sind in der Fastenzeit. Fastenzeit. Das klingt dieses Jahr wie Lockdownverlängerung. Nach Verzicht. Nach Disziplin. Nach durchhalten. Ehrlichgesagt habe ich davon genug.

Trotzdem will ich die Fastenzeit dieses Jahr nutzen. Für mich und mein Leben. Ganz ohne Verzicht.

Stattdessen will ich mir jeden Tag eine halbe Stunde Zeit für mich nehmen. Nur für mich. Also nicht fürs Aufräumen meiner Wohnung, nicht um meine Bucket-List abzuarbeiten und auch nicht fürs Lesen oder Musik hören. Nein. Für mich. Für meine Gedanken und meine Gefühle. Okay, ein paar Minuten meiner halben Stunde verbringe ich auch mit Gott.

Wie das geht?

Erstens. Mich zurückziehen.

Ich schalte alles aus, was mich ablenkt: mein Smartphone, mein PC, auch die Musik mach ich aus. Ich suche mir einen Platz, an dem ich gerne und ungestört bin zum Beispiel in meinem Lieblingssessel, oder gehe raus an die frische Luft.

Zweitens: Mir Zeit schenken.

Dann schenke ich mir Zeit und warte ab. Jetzt bin ich wichtig. Und das was ich denke und fühle. Alles, was mir in den Sinn kommt, darf da sein. Und das Beste, ich muss nach meiner halben Stunde nichts fertig haben, nichts geleistet haben. Ich darf jeden Gedanken auch wieder sein lassen. Muss nichts zu Ende denken. Darf auch gar nichts denken. Darf einfach da sein.

Drittens: Gott bei mir sein lassen.

Wenn mir danach ist, darf ich mit Gott ins Gespräch kommen. Kann ihm von meinen Gedanken erzählen. Kann ihr sagen, wie sich mein Leben gerade so anfühlt.

Vielleicht unterscheidet sich meine Fastenzeit so doch ein wenig vom andauernden Lockdown. Der Vorteil der Fastenzeit jedenfalls ist, dass sie nach 40 Tagen endet. Ganz sicher. Vielleicht können mir diese 40 Tage so auch helfen ein wenig Struktur in den Lockdown zu bringen. Und von Tag zu Tag zu leben. Einen nach dem anderen zu Leben. Vielleicht gewinne ich so sogar wieder ein wenig Freude. Nutze diese begrenzte Zeit für ein Experiment. Probiere etwas aus. Wage etwas Neues.

Du hast Lust bekommen deine Fastenzeit auch als Experimentier-Zeit zu nutzen?

Dann klick doch mal hier rein: www.übersleben.de

Dort findest du unter anderem einen Fastenzeitkalender, zum Bestellen oder Ausdrucken, der dich wie ein Tagebuch durch die Fastenzeit begleitet. Du kannst auch mit diesem Notizkalender eine tägliche halbe Stunde gestalten. Jede Woche gibt es Impulse zu einem anderen Lebensthema, die dich einladen übers Leben nachzudenken. Da der Kalender undatiert ist, kannst du jederzeit damit anfangen.

Außerdem treffen wir uns jeden Sonntagabend in small groups und teilen miteinander unsere Erfahrungen. Auch das kannst du ganz leicht mit deinen Freund*innen oder deiner Jugendgruppe machen. Trefft euch dazu digital am besten immer zur gleichen Zeit. Erzählt einander von euren Fastenzeit-Experimenten, unterstützt euch beim Dranbleiben und betet für- und miteinander.

  • Autor / Autorin: Claudia Weiler
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg

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