FreundschaftFreundschaft

Freundschaft

Bibelarbeit

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 20-40 Min. (Vorbereitung: 10-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppe: Jugendliche
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Predigtvorbereitung
Redaktion: jugonet
Bibelstelle: Johannes 5,1-5,15
Johannes 5,1-5,15

5

Die Heilung am Teich Betesda

1Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. 2Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf Hebräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen; 3in denen lagen viele Kranke, Blinde, Lahme, Ausgezehrte.

5Es war aber dort ein Mensch, der war seit achtunddreißig Jahren krank. 6Als Jesus ihn liegen sah und vernahm, dass er schon so lange krank war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? 7Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. 8Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! 9Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin.

Es war aber Sabbat an diesem Tag. 10Da sprachen die Juden zu dem, der geheilt worden war: Heute ist Sabbat, es ist dir nicht erlaubt, dein Bett zu tragen. 11Er aber antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht hat, sprach zu mir: Nimm dein Bett und geh hin! 12Sie fragten ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und geh hin? 13Der aber geheilt worden war, wusste nicht, wer es war; denn Jesus war fortgegangen, da so viel Volk an dem Ort war.

14Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre. 15Der Mensch ging hin und berichtete den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Gott lässt und zum Leben durchbrechen. Immer wieder. Die Bibel ist voll solcher Hoffnungs- und Lebensgeschichten. Diese Predigt hier ist eine narrative: Sie bringt uns die bewegende Geschichte des Gelähmten vom Teich Betesda (Johannes 5,1-15) erzählerisch packend nahe und bringt dabei zum Ausdruck, was sie heute für uns bedeuten kann.


Vorschau:

Wir kennen es alle: Du kannst nicht mit jedem gut Freund sein. „Freunde“, gerade, wenn es nicht die richtigen sind, können ja auch anstrengend sein. Aber wir brauchen sie. Freunde. Freundinnen. Vor allem die eine, die beste Freundin. Oder den besten Freund.
Lebendige Freundschaften. Sandkastenfreundschaften. Manche halten ein Leben lang. Das gehört zu unserm Leben dazu. Freundschaft. Feste tragfähige Freundschaft. Ein Bekannter von mir sagt immer:
„Ich kenne sehr viele Menschen, manche sind Bekannte, manche Kumpels aber Freunde, das hab ich maximal zwei oder drei. Mehr halte ich gar nicht aus.“

Aber manchmal zerbrechen Freundschaften – von heute auf morgen. Und das ist dann schlimm: Viel Zeit hat man miteinander verbracht, ist über Jahre durch dick und dünn gegangen, hat sich alles anvertraut:
seine Hoffnungen, seine Sehnsüchte, seine Gefühle.
Und auf einmal alles vorbei. Dann ist es schlimm. Bittere Tränen werden geweint. Ein ganz großes Fragezeichen steht dann über dem Leben: Alles aus und vorbei? Trauer… Einsamkeit… Verzweiflung… Hoffnungslosigkeit machen sich in uns breit. Dabei könnte es doch auch ganz anders sein.

Von beidem will ich euch heute erzählen: Von Hoffnungslosigkeit und von Neuanfang.

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  • Autor / Autorin: Tom Henning, Bezirksjugendpfarrer Reutlingen
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg

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