Fürchtet euch nicht…Fürchtet euch nicht…

Fürchtet euch nicht...

Bibelarbeit

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 45-90 Min. (Vorbereitung: 15-40 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Bibelstelle: Lukas 2,8-20
Lukas 2,8-2,20

8Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 9Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 13Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

15Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. 16Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. 17Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 18Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. 19Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Engel bei den Hirten – eine Bibelarbeit mit Erzählung, Andacht und Ideen zur Vertiefung.


Vorschau:

Zielgedanke

Jesus bringt Licht in das Dunkel unseres Lebens.

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Die Geschichte über die Hirten steht im Lukas-Evangelium. Für Lukas war es wichtig, dass Jesus für die Armen und gesellschaftlich Verachteten gekommen ist. Für die Pharisäer waren Hirten Räuber und Betrüger und wurden damals selbst bei Gericht nicht als Zeugen zugelassen. In der Geschichte sind sie aber die Ersten, die Jesus sehen und davon weitererzählen sollen.
Das Dunkel der Nacht bei den Hirten steht auch gleichzeitig für die dunkle Seite des Lebens: für die Probleme, Sorgen, Ängste, das Ausgeschlossensein, die Armut usw.

Erlebniswelt der Kinder

Manche Kinder fürchten sich vor der Dunkelheit, andere lieben es, Spiele wie Verstecken im Dunkeln zu spielen. Dunkelheit ist einerseits unheimlich, aber auch anziehend.
Kinder können aber schon zuordnen, was das „Dunkle“ in ihrem Leben ist, und was ihnen helfen kann, dass es wieder hell wird.

Einstieg

Ein Kind steht in der Mitte von drei bis fünf anderen Kindern und ist blind (Augenbinde, Augen schließen). Auf ein Signal legen die Kinder jeweils ein bis zwei ihrer Hände auf das Kind (Intimbereich ist nicht erlaubt). Das Kind in der Mitte muss nun erspüren, wie viele Hände auf ihm liegen. Oft ist das gar nicht so einfach, vor allem, wenn zwei Hände direkt nebeneinander liegen.

Erzählung

Es ist dunkel. Und kalt. Und eigentlich hat Ruben keine Lust, Feuerholz zu holen. Aber der alte Levi hat ihn gebeten. Und diesem alten Hirten schlägt man besser nichts ab.

Sie sind zu viert diese Nacht bei den Schafen. Es gibt immer viel zu tun. Und wenn man müde ist und lieber schlafen will, aber weiß, dass wilde Tiere in der Gegend sind oder Räuber, die es auf die Schafe abgesehen haben, ist es besonders gefährlich. Ruben gähnt. Niemand schätzt ihre Arbeit. Die Leute reden immer nur schlecht über die Hirten.

Ruben stapelt das Feuerholz. Levi, Jonathan und Aaron kommen herüber. Sie versuchen gemeinsam, das Feuer anzumachen. Aber das Holz ist feucht und es braucht lange bis es brennt. Die Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Heute war kein guter Tag und die Nacht ist auch irgendwie komisch. Levi schaut sich um: „Irgendetwas wird heute noch passieren. Das verrät mir mein Bauchgefühl.“ Aaron lacht: „Alter Mann, mach mir keine Angst. Ich will einfach nur meine Ruhe.“ Und plötzlich, mitten in der Nacht, wird es taghell.

Alle werfen sich auf den Boden und heben die Arme schützend über den Kopf. Sie zittern.

Ein Engel erscheint in dem hellen Licht und spricht zu ihnen:

„Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allen zuteil werden soll. Denn euch ist heute der Retter geboren: Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das ist das Zeichen, an dem ihr den Retter erkennt: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.“

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  • Autor / Autorin: Hanna Weber
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg