Fürchtet euch nicht…Fürchtet euch nicht…

Fürchtet euch nicht...

Bibelarbeit

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 45-90 Min. (Vorbereitung: 15-40 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Bibelstelle: Lukas 2,8-20

Die Engel bei den Hirten – eine Bibelarbeit mit Erzählung, Andacht und Ideen zur Vertiefung.


Vorschau:

Zielgedanke

Jesus bringt Licht in das Dunkel unseres Lebens.

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Die Geschichte über die Hirten steht im Lukas-Evangelium. Für Lukas war es wichtig, dass Jesus für die Armen und gesellschaftlich Verachteten gekommen ist. Für die Pharisäer waren Hirten Räuber und Betrüger und wurden damals selbst bei Gericht nicht als Zeugen zugelassen. In der Geschichte sind sie aber die Ersten, die Jesus sehen und davon weitererzählen sollen.
Das Dunkel der Nacht bei den Hirten steht auch gleichzeitig für die dunkle Seite des Lebens: für die Probleme, Sorgen, Ängste, das Ausgeschlossensein, die Armut usw.

Erlebniswelt der Kinder

Manche Kinder fürchten sich vor der Dunkelheit, andere lieben es, Spiele wie Verstecken im Dunkeln zu spielen. Dunkelheit ist einerseits unheimlich, aber auch anziehend.
Kinder können aber schon zuordnen, was das „Dunkle“ in ihrem Leben ist, und was ihnen helfen kann, dass es wieder hell wird.

Einstieg

Ein Kind steht in der Mitte von drei bis fünf anderen Kindern und ist blind (Augenbinde, Augen schließen). Auf ein Signal legen die Kinder jeweils ein bis zwei ihrer Hände auf das Kind (Intimbereich ist nicht erlaubt). Das Kind in der Mitte muss nun erspüren, wie viele Hände auf ihm liegen. Oft ist das gar nicht so einfach, vor allem, wenn zwei Hände direkt nebeneinander liegen.

Erzählung

Es ist dunkel. Und kalt. Und eigentlich hat Ruben keine Lust, Feuerholz zu holen. Aber der alte Levi hat ihn gebeten. Und diesem alten Hirten schlägt man besser nichts ab.

Sie sind zu viert diese Nacht bei den Schafen. Es gibt immer viel zu tun. Und wenn man müde ist und lieber schlafen will, aber weiß, dass wilde Tiere in der Gegend sind oder Räuber, die es auf die Schafe abgesehen haben, ist es besonders gefährlich. Ruben gähnt. Niemand schätzt ihre Arbeit. Die Leute reden immer nur schlecht über die Hirten.

Ruben stapelt das Feuerholz. Levi, Jonathan und Aaron kommen herüber. Sie versuchen gemeinsam, das Feuer anzumachen. Aber das Holz ist feucht und es braucht lange bis es brennt. Die Stimmung ist auf dem Nullpunkt. Heute war kein guter Tag und die Nacht ist auch irgendwie komisch. Levi schaut sich um: „Irgendetwas wird heute noch passieren. Das verrät mir mein Bauchgefühl.“ Aaron lacht: „Alter Mann, mach mir keine Angst. Ich will einfach nur meine Ruhe.“ Und plötzlich, mitten in der Nacht, wird es taghell.

Alle werfen sich auf den Boden und heben die Arme schützend über den Kopf. Sie zittern.

Ein Engel erscheint in dem hellen Licht und spricht zu ihnen:

„Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allen zuteil werden soll. Denn euch ist heute der Retter geboren: Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das ist das Zeichen, an dem ihr den Retter erkennt: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.“

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  • Autor / Autorin: Hanna Weber
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg