„Gott hilft“: Wie kann ich dankbar sein?„Gott hilft“: Wie kann ich dankbar sein?

„Gott hilft“: Wie kann ich dankbar sein?

Bibelarbeit

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 10-25 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Benötigtes Material: Augenbinde(n)
Bibelstelle: 1. Samuel 3,19-21

An Bibelgeschichten können wir sehen, wo und wie Gott schon mal seinem Volk Israel geholfen hat und wie dankbar sein Volk dann war. Durch verschiedene Spiele kann das Erzählte für die Kinder erlebbar werden. Und sie können sich überlegen, wie sie selber anderen Menschen helfen können.


Vorschau:

Zielgedanke:

Ich habe mich in der Not ganz auf dich verlassen und du hast geholfen – danke Gott!

Vorüberlegungen für Mitarbeitende:

Das Problem der Geschichte ist sicherlich, dass ein gewonnener Krieg der Grund der Dankbarkeit ist. Das schafft in uns ein mulmiges Gefühl. Es ist nicht so einfach, den Kindern darzustellen, dass unser Gott im Alten Testament eben auch ein kriegerischer Gott war.

Daher sollten wir versuchen, den Aspekt darauf zu lenken, dass es für uns hier und heute gut ist, mit Gott zu leben. Und zwar nicht nur in schwierigen Zeiten, sondern in jeder Lebenslage. Durch ein Leben mit Gott bekomme ich in meinem Alltag ein Bewusstsein für die Situationen, in denen ich ihm dankbar sein kann.

Erlebniswelt der Kinder:

Kinder wissen, dass sie nicht alles alleine schaffen müssen und können. Sie brauchen Erwachsene, die ihnen bei bestimmten Dingen helfen, weil sie z. B. schlicht noch nicht groß oder stark genug sind. Daher ist es für sie einfach zu verstehen, dass man auf andere angewiesen ist. Es ist für Kinder auch eher normal, Gott im Gebet um Hilfe zu bitten und zu glauben, dass dann auch etwas passiert. An dieser Stelle besteht die Herausforderung eher darin, den Kindern zu erklären, warum nicht immer alle Gebete erhört werden.

Was den Dank anbelangt hängt sicherlich vieles von der Erziehung der Kinder ab. Sind es Kinder von Zuhause aus gewohnt, dass man sich bedankt und damit Respekt gegenüber dem Anderen zeigt oder nicht? Das ist sehr unterschiedlich, sollte aber in der Arbeit mit Kindern für uns selbstverständlich sein. Auf der anderen Seite vergessen Kinder in ihrer Begeisterung oder im Spieltrieb auch mal das „Danke sagen“, ohne es böse zu meinen. Hier müssen wir sicherlich nachsichtig sein und sie auf liebevolle Weise daran erinnern.

Einstieg:

Dem Anderen vertrauen: Die Kinder gehen immer zu zweit zusammen, am Besten mit jemandem, den sie bereits kennen. Ziel ist es nun, an einen bestimmten Ort im Haus oder auf dem Freizeitgelände zu gehen. Dort bekommen sie eine Belohnung, z. B. etwas Süßes oder Obst. Wichtig: es muss etwas Gutes sein.

Das Problem für die Kinder dabei ist, dass eines der Kinder die Augen verbunden hat und sich vom anderen Kind führen lassen muss. Zusatzidee: Man kann z. B. einen Parcours oder etwas Erschwerendes dazu machen. Wenn die Kinder am Ziel angekommen sind, passiert folgendes: Das Kind mit den verbundenen Augen gibt die Belohnung an seinen Spielpartner, der es geführt hat und bedankt sich dabei. Das „blinde“ Kind bekommt zunächst nichts. Nun tauschen die Beiden und das Gleiche wiederholt sich. Wieder mit dem Ende, dass der Geführte die Belohnung dem gibt, der ihn geleitet hat und sich bedankt. So haben beide das Gleiche erhalten. Und die Kinder haben hinsichtlich der Geschichte erfahren, dass sie sich ganz auf andere verlassen können und sich für die Hilfe bedanken.

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  • Autor / Autorin: Markus Röcker
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg