„Kaum zu glauben – dem ganz normalen Zweifel auf der Spur“ - Ein Jugendgottesdienst zur Jahreslosung 2020

Gottesdienst-Entwurf

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 60-86 Min. (Vorbereitung: 60-100 Min.)
Materialart: Gottesdienst-Entwurf
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Konfis, Mitarbeitende, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Evangelisation/ missionarisches Event, Freizeiten, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung, Schule + Jugendarbeit
Redaktion: JUGOMAT
Bibelstelle: Markus 9,24

Vorbemerkung

Die Jahreslosung 2020 zeigt uns einen zerrissenen Familienvater – und dies direkt im Angesicht Jesu. Schon allein diese Szenerie macht anschaulich, wie präsent das Zweifeln im menschlichen Leben ist: Wenn schon vor Christus der Glaube wankt, wie sehr dann im ferneren Abstand von ihm?
Der Volksmund meint dabei, dass das Zweifeln lediglich in religiösen Bereichen des Lebens zu verorten sei, denn schließlich gilt: „Glauben heißt nicht wissen“. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass nichts im LEBEN zweifelsfrei sicher ist. Wissenschaft hin oder her. Fact News stehen gegen fake News – und keine/r weiß sicher, was was ist. Diese Allgegenwart des Zweifels in der menschlichen Existenz ist Ausgangspunkt für diese Gottesdienstfeier. Zweifel ist demnach kein Problem für den Glauben, sondern sein tägliches Brot.

Weitere digitale Materialien, welche für diesen Gottesdienst nötig sind:
-> Gottesdienst-Präsentation: PPT-JL2020.pptx
-> Video: Unglaubliche Badewanne (Tonspur Zitat: Bernd Diestel, Bayern1): Unglaubliche-Badewanne.mp4

Gottesdienstablauf

Musik der Band
(Folie mit dem Thema des Gottesdienstes ist dabei schon sichtbar)

direkter Start mit Video über eine „unglaubliche Geschichte“ (ohne Anmoderation)

Anmoderation (Thema-Folie wieder im Hintergrund)
„Kaum zu glauben – diese Badewannen-Geschichte. Was so eine Badewanne doch kosten kann… (Folie) „Kaum zu glauben“ – diesen Satz kennst du, kennen wir alle: Er fällt häufig im Alltag, wenn wir auf unglaubliche Geschichten oder unfassbare Posts stoßen. Da runzelt sich die Stirn und Zweifel macht sich breit: „Das kann doch nicht wahr sein!“

Kaum zu glauben ist auch, dass dieses Bild (Folie mit dem 2. Bild, das das Video zeigte), das wir im Video gerade gesehen haben, von einem Schimpansen gemalt wurde! Unglaublich – oder nicht?! Jedenfalls zweifelhaft – könnte sein, könnte aber auch nicht sein. Ganz schön spannend.

Votum

Unglaublich auch, dass Gott selbst diesen Gottesdienst mit uns feiert! Kann das wahr sein, dass er mit uns feiert – und wir sehen, hören, riechen nichts von Ihm!? Kann sein, kann aber aber auch nicht sein. Ganz schön spannend. Feiern, ja leben zwischen Glauben und Zweifeln.

Diese Spannung begleitet schon immer Menschen: In der Jahreslosung 2020 ruft ein Mensch sogar direkt zu Jesus: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24)

In diesem Gottesdienst werfen wir ein Licht auf diese Spannung zwischen Glauben, Unglauben und Zweifeln. Dabei glaube ICH, wir tun dies nicht allein – wir tun dies mit Ihm: Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Machen wir uns auf die Suche!

Lied: Herr, wohin sonst (LB 12)

Aufstell-Aktion/Spiel-Show: „NICHTS ist 100% sicher…“

Die Feiernden stellen sich auf. Der Raum wird geteilt: Eine Zone im Raum ist die „Ja-Zone“, eine andere die „Nein-Zone“. Aussagen wie diese sollen per Aufstellung beantwortet werden:

  • Der höchste Berg von Afrika ist der Kilimandscharo. (ja)
  • Facebook bereits im Jahre 2004 gegründet. (ja)
  • Das erste iPhone kam 2006 auf den Markt. (nein, 9.11.2007 in Europa)
  • Leonardo Da Vinci hat die Mona Lisa gemalt. (ja)
  • „Fack ju Göhte“ war 2013 der beste Kinofilm des Jahres. (nein, aber mit 5,6 Mio Besuchern der erfolgreichste in Deutschland)
  • Die Amerikaner waren 1969 zum ersten Mal auf dem Mond. (ja, am Mond bereits 1968)
  • Die Erde hat nicht die Form einer Kugel, sondern ist eher flach wie eine Scheibe. (nein, aber es gibt „Verschwörungstheorien, die die Kugelform-Annahme hartnäckig hinterfragen…)
  • Der Klimawandel ist menschengemacht. (viele sagen ja, doch Donald Trump, Brasiliens Jair Bolsonaro oder AFD-Politiker Jörg Meuthen z.B. sagen nein)
  • Salz ist schädlich für den Menschen. (jein, zuviel kann den Blutdruck und das Magenkrebs-Risiko erhöhen, zu wenig verstärkt ein Herzinfarkt-Risiko und somit die Sterblichkeitsrate)
  • Der FC Bayern wird auch dieses Jahr wieder Deutscher Meister. (wer weiß…)
  • Gibt es nun einen Gott, der da ist – oder nicht? (hängt davon ab…)

Die Antworten bzw. Aufstellungen werden zeigen, dass unter Menschen nichts zweifelsfrei sicher ist: Manches ist unsicher, weil Informationen fehlen, manches ist offen, weil Dinge / Phänomene unterschiedlich gesehen und bewertet werden (können), manches ist grundsätzlich anzweifelbar. Nicht nur im Glauben haben wir also mit Zweifeln zu tun – nein: Zweifel steckt unserem Leben IMMER in den Knochen, selbst dort, wo wir viele Informationen haben! Wissen schützt vor Zweifeln nicht!

Abschließende Moderation, nachdem sich alle wieder gesetzt haben

Irgendwie ist doch vieles unsicher im Leben, oder? Kann man dem Glauben an Gott glauben? – Manchmal denken wir, dass Zweifel und Unsicherheit nur dort, im Glauben an Gott vorkommen. Was man nicht weiß, muss man eben glauben. Weil Glauben ja „nicht wissen“ ist. Das aber ist ein Irrtum, wie wir gerade gemerkt haben! Alles im Leben kann angezweifelt werden und nichts ist 100% sicher! Trotz Wissenschaft! Das Zweifeln liegt in jedem Luftzug, den wir einatmen. Unsicherheiten und Zweifel stecken unserem ganzen Leben – und nicht nur, wenn wir an Gott glauben – IMMER in den Knochen. Populäres Beispiel: Sind die News, die wir hören, nun Fact News oder Fake News?!
Zwei alte kluge Köpfe haben dies auf den Punkt gebracht: Sokrates, ein großer Philosoph im alten Griechenland (Folie), meinte: „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“, und Descartes, ein französischer Mathematiker, dachte (Folie), dass wir an allem zweifeln können, nur nicht daran, dass wir gerade zweifeln. Mit Zweifeln und Unsicherheiten haben wir im Glauben UND im Leben immer zu tun. Es macht deinen Glauben nicht kleiner, sondern lebendiger.

Gebet

Guter Gott, immer stehe ich zwischen Glaube und Unglaube, zwischen Vertrauen und Zweifel. In meinem Leben, in meinem Glauben. Bist du da? Oder doch nicht? – „Ich will glauben, Gott; hilf meinem Unglauben“: Lass‘ mich jetzt spüren, dass du mir nahe bist und dass auch mein Zweifeln mich nicht von dir trennt. Amen.

Vertiefung mit Eric Claptons „Tears in Heaven“ (LB 221)

Anmoderation: Glaube und Zweifel sind nicht nur Kopfsache, sondern wir erfahren im Leben auch Dinge, die uns erschüttern, die uns Fragen lassen, gibt es einen Gott und, wenn ja, wo ist dieser Gott. Der legendäre Bluesrockmusiker Eric Clapton hat einst durch einen tragischen Unfall seinen 4jährigen Sohn verloren: Sein kleiner Junge fiel aus dem Fenster seiner Wohnung im 49. Stockwerk eines Hochhauses in New York. Der Hausmeister hatte nach dem Fensterputzen das Fenster nicht geschlossen, es sollte so besser trocknen. In seiner verzweifelten Trauer hat er ein heute weltbekanntes Lied darüber geschrieben: „Tears in Heaven“. Es wankt zwischen Glauben und Unglauben. Es spiegelt Vertrauen, Fragen UND Zweifeln wider.

-> mp3-Karaoke einspielen (ohne Bilder! -> https://www.youtube.com/watch?v=7GyxwQHNfYQ) und dazu diese Textzeilen einer etwas freieren deutschen Übersetzung lesen:

Würdest du meinen Namen (wieder)kennen, wenn ich dich im Himmel sähe? Wäre alles wieder wie hier, wenn ich dich im Himmel sähe?
Ich muss stark sein und weitergehen, denn ich weiß, dass ich nicht hier hingehöre, hier in den Himmel.

Würdest du meine Hand halten, wenn ich dich im Himmel sähe? Würdest du mir helfen, aufrecht zu stehen, wenn ich dich im Himmel sähe?
Ich werde meinen Weg finden durch Nacht und Tag hindurch, denn ich weiß, dass ich einfach nicht bleiben kann – hier (mit dir) im Himmel.

Es gibt Zeiten, die können dich runterziehen, Zeiten, die dich in die Knie zwingen, Zeiten, die dir das Herz brechen, Zeiten, die dich nur noch flehen und betteln lassen.

Hinter jener Tür liegt Frieden, dessen bin ich mir sicher. Und ich weiß, es wird keine Tränen im Himmel mehr geben.

(Aber) würdest du meinen Namen (wieder)kennen, wenn ich dich im Himmel sähe? Wäre alles wieder wie hier, wenn ich dich im Himmel sähe?
Ja, ich muss stark sein und weitergehen, denn ich weiß, dass ich nicht hier hingehöre, hier in den Himmel.

Lied: Tears in Heaven (LB 221)

Predigt

Am Zweifel vorbei kann man nicht glauben und nicht leben. Zweifel ist ein Lebensbegleiter. Auch du wirst ihn kennen, oder?! – Was ist richtig, was ist wahr, was ist sicher? Fact oder Fake? Wir wissen es nicht. Nicht nur, wie das Wetter morgen definitiv wird, sondern auch ganz entscheidende Dinge in unserem Leben: Wird meine Freundschaft mit dieser Person wirklich für immer halten? Werden meine Eltern zusammenbleiben? Egal, wie die Signale stehen: Im Letzten wissen wir die Antwort nicht, auch wenn jetzt im Augenblick alles rosa leuchtet. Es bleibt ein Zweifel.

Und eben auch in Bezug auf Gott: Wir sehen Gott nicht, wir hören ihn nicht, wir riechen ihn nicht. Und gleichzeitig stolpern wir in einer Welt umeinander, die weh tut, Wunden schlägt, Trennungen, Flucht und Kriege kennt. Eine Welt wie bei Eric Clapton, in der der Tod Leben und Glauben verbrennt.

Die wichtigsten Fragen im Leben können wir nicht googeln: Ob mich diese tolle Person wirklich liebt? Ob es wirklich einen Gott gibt? Wir können nicht googeln, warum all der Irrsinn passiert und zugelassen wird. Du und ich, wir müssen in dieser Welt leben, als ob es Gott nicht gibt. Kaum zu glauben. Das wirkt unbehaglich, das kann zum Seelenkater führen, es kann lähmen, und die Luft zum Atmen dünn werden lassen. Soll man im Zweifel, wie ein chinesisches Sprichwort sagt, „besser nichts tun“? – Das aber könnte krank machen und alles vergiften.

Die Jahreslosung 2020 macht deutlich, dass ich vor Jesus meinen Unglauben, meine Zweifel nicht verstecken muss. VOR ihm brüllt dieser Familienvater, um dessen kranken Sohn es nicht gut steht, heraus: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24). Kaum zu glauben: Gott schreibt Geschichte nicht nur mit Glaubenshelden, sondern mit den Zweiflern! Dein und mein Zweifeln hat in der Gegenwart Jesu Raum. Hier kann, ja, hier muss es raus. Jesus ist nicht die Antwort auf alle Fragen, sondern der RAUM FÜR alle Fragen und Zweifel. Da kannst du alles auspacken. Kaum zu glauben!
Und das Überraschende: Genau dadurch entsteht und wächst der Glaube. Denn Glaube ist ja Vertrauen auf Gott. Und wer bei Gott das auspackt, was ihn wirklich beschäftigt, der erfährt ja einen VertrauensRAUM. Also einen GlaubensRAUM.

Die Geschichte des Familienvaters zeigt, dass Jesus sich die Fragen und Probleme nicht nur anhört, sondern dass er aktiv wird und dem Glauben gut tut: Der Sohn wird geheilt, der Glaube des Vaters gestärkt. Jesus ist auch Quelle für den Glauben. Er öffnet uns den Blick für die Spuren seiner Kraft. Er lässt uns spüren, dass er da ist. Er lässt uns Gutes erfahren: Im Blick an den Sternenhimmel oder vom Berggipfel schmeckst du etwas von der Unendlichkeit, die dich umgibt. Eine Gottesspur? Du nimmst Erde in die Hand und merkst, dass das nicht nur „Dreck“ ist, sondern eine Hand voller Leben! Eine Gottesspur? Du bist vor Schlimmem bewahrt worden und kannst aufleben: eine Gottesspur? Du bist durch die Hölle gegangen – aber jetzt kannst du wieder aufatmen: eine Gottesspur? Oder jemand hat dir einfach nur freundlich zugelächelt: eine Gottesspur?

Ich glaube, wir müssen an unserem Zweifeln nicht verzweifeln. Jesus ist Raum für deine Zweifel und Quelle für deinen Glauben. Ich glaube, es gibt sehr unterschiedliche Glaubensquellen, abhängig von unserer Persönlichkeit. Für den einen kann es Lobpreis-Gesang sein, für die andere Stille in der Natur. Für den einen sportliche Leistungen, für die andere eine beglückende Freundschaft und Beziehungen. Wo kommst DU dem Himmel etwas näher? Oder etwas vorsichtiger: Du hast deine Meinung zu Gott. Schon klar. Aber gibt es nicht Orte, Situationen, Erfahrungen, wo du spürst, dass du damit doch noch nicht fertig bist? Das Zweifeln macht den Glauben nicht kleiner – es macht ihn lebendiger. Kaum zu glauben. Amen.

Lied: Halt dich an mir fest (LB 119) oder Lege deine Sorgen nieder (Feiert Jesus 4, 171)

Versinnlichung mit einer Open Stage: „Was mir zu glauben ermöglicht… – persönliche Glaubensquellen“


Jetzt geht es darum, sich gegenseitig das Glauben und Vertrauen in Gott zu stärken und lähmendes Zweifeln zu reduzieren. Die Feiernden werden gebeten, sich einander an 1 wiederkehrenden Erfahrung, Situation, Begebenheit Anteil zu geben, die ihnen den Glauben stärkt oder zumindest ahnen lässt, dass da mehr bzw. ein Gott sein könnte. (Diese zweite offene konjunktivische Formulierung ist wichtig, um nicht übergriffig zu werden!) Dieses Sharing soll wortfrei, lediglich mit Bewegungen (auch Gesten oder Mimik) und/oder Stimmlauten erfolgen. Die Latte kann auch höher gelegt werden, indem man um mindestens 3 solcher Glaubensquellen bittet, wobei immer nur 1 dargestellt wird.

1. In einem ersten Schritt wird eine open stage ermöglicht: 4-8 Personen haben sich („heimlich“) vorbereitet und performen nacheinander „eine ihrer Glaubensquellen“. Dies sollte spontan wirken. Der Ablauf kann zudem interaktiv gestaltet werden, indem die Mitfeiernden raten und einfach laut herausrufen, was hier wohl dargestellt wird (z.B. Freundschaften, Gebet, Natur, Grenzerfahrung, Lieder, Podcasts, Filme, Gottesdienst, Kirchenbesuch, Familie, Jugendtreff, Bibellese, Segen, Bücherlektüre, Sport, offene Gespräche, Glaubenskurs, Reli, bestimme Personen etc.). Anschließend ist ebenso möglich, dass die performende Person auf Nachfrage ihre Glaubensquelle mit einem kurzen Satz erläutert und begründet.

2. Nun wird allen die Möglichkeit gegeben, auf der Bühne eine ihrer Quellen darzustellen. In gleicher Weise wie unter 1.

3. Abschließend wird nochmals betont, wie wichtig und hilfreich solch ein Anteil geben und nehmen ist – und darum gebeten, dass nun jede/r sich noch eine/n (fremdere/n?) Partner/in sucht und man sich gegenseitig eine eigene Glaubensquelle performt und erläutert (irgendwo im Raum).

Gebet & Vaterunser


Jesus Christus, bei dir bin ich gut aufgehoben: an den Tagen, an denen es mir leicht fällt, an dich zu glauben, und an den Tagen, an denen ich so gar nichts von deiner Nähe spüre. Das tut gut. Schenke, dass die Zweifelnden an ihren Zweifeln nicht verzweifeln, mache die Alles-Wissenden neu fragend – und hilf uns, immer wieder stärkende Glaubensquellen für uns zu entdecken. Wir vertrauen uns dir neu an: (mit allen) „Vaterunser…“

Lied: No longer slaves (FJ5, 111) oder Still haven’t found what I‘m looking for (LB 56)

Segen (auswendig als Zuspruch)

Gott geht mit dir in deinem Glauben und deinem Zweifeln. Er ist dir näher, als du denkst, und liebt dich mehr, als du glauben kannst.
Sein Licht falle auf deine Wege, seine Wärme fließe in deine Beziehungen, seine Güte lasse dein Herz sanft schlagen. So segne euch alle unser barmherziger Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen.

Musik zum Ausgang

  • Autor / Autorin: Steffen Kaupp
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg