Kaum zu glaubenKaum zu glauben

Kaum zu glauben

Andacht

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 10-15 Min. (Vorbereitung: 5-10 Min.)
Materialart: Andacht
Zielgruppen: Konfis, Mitarbeitende, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Schulung
Redaktion: TEC:
Benötigtes Material: Bibel
Bibelstelle: Matthäus 11,2
Matthäus 11,2

2Da aber Johannes im Gefängnis von den Werken Christi hörte, sandte er seine Jünger

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

In dieser Andacht geht es um Fragen und Zweifeln im Glauben, in Bezug auf Jesus. Zweifeln und Fragen sind nichts Schlechtes, sie zeigen auch, dass mir die Beziehung zum anderen wichtig bzw. dass sie lebendig ist.


Vorschau:

Kaum zu glauben, dass es einen Gott gibt. Wenn’s den wirklich gäbe, wĂĽrde er das doch nicht alles zulassen. Gibt’s denn wirklich einen Gott? Kaum zu glauben. Oder nein, mehr noch: nicht zu glauben. Und viele wenden sich ab und glauben’s eben nicht mehr.

Das war nicht nur zu Zeiten von Johannes des Täufers so, man kann auch heute im Konfiunterricht/Teenkreis/Bibelstunde/Gebetskreis oder Gottesdienst sitzen und sich anhören, was Referent, Pfarrer und Mitarbeiter erzählen – und die eigenen Lebensumstände bringen einen eher dazu ins Zweifeln zu kommen, als fest zu glauben.

Zweifeln ist nichts Schlechtes. Zweifeln und Fragen zeigt auch, dass mir die Beziehung zum anderen wichtig bzw. dass sie lebendig ist.  Wenn ich keine Zweifel hätte, nichts zum Zweifeln habe, dann wäre es mir egal. Zweifel und Unsicherheit gehört dazu und ist auch nicht verboten. Herausfordernd ist, wie ich damit umgehe.

Die JohannesjĂĽnger gehen hin zu Jesus und stellen ihm die Frage. Und – kaum zu glauben: Jesus reagiert nicht entsetzt oder sauer! Nicht: ‚Wie kann ausgerechnet Johannes diese Frage stellen! Er hat mich doch getauft. Er hat doch miterlebt, wie mein himmlischer Vater sich damals zu mir bekannt hat.‘ Nicht: ‚Geht hin und staucht diesen Johannes zusammen wegen seines Kleinglaubens.‘ Jesus weist die nicht ab, die mit solchen Fragen zu ihm kommen. Er erklärt nicht: ‚Ihr seid doch getauft und habt genug gelernt, um das zu wissen.‘ Er putzt niemanden herunter, sondern er baut auf.

 

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  • Autor / Autorin: Andy MĂĽller
  • © Deutscher EC-Verband