Komm mit (Berufung der Fischer) [5*/ Anspiel/ Montag]

Theater/ Anspiel

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Materialart: Theater/ Anspiel
Zielgruppen: Kinder, Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Themenstellungen: Bibelanspiele, Jesus und Wasser, Video
Redaktion: 5 Sterne Sommer
Bibelstelle: Markus 1,16-20

Bibelstelle:

Mk.1,16-20

Zielgedanke:

Jesus möchte mit dir unterwegs sein. Kommst du mit?

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Anspiel:

Personen:

  • Jesus
  • Petrus
  • Andreas
  • Erzähler

Requisiten:

  • passende Klamotten, hochgekrempelt.
  • Andeutung von Wasser (Pool oder blaue Folie etc…),
  • Angel und Netz.
  • Fischdummy.

Anspiel:

Erzähler: Die Brüder Simon und Andreas leben in einem kleinen Dorf am See Genezareth. Dort, wo der Jordan in den See hineinfließt, liegt das kleine Dorf Betsaida. Der Name Betsaida bedeute so viel wie Haus des Fischfangs. Simon und Andreas leben vom Fischfang. Sie haben ein Boot, mit dem sie in der Nacht rausfahren und ihre Schleppnetze auswerfen. In Ufernähe werden die Brüder ihre runden Wurfnetze aus um kleine Sardinen zu fangen.

Petrus:              (grummelnd, brummelnd im Wasser stehend – hält ein Netz in der Hand) „Ich hab dir doch gleich gesagt – das funktioniert nicht. Tagsüber fängt man hier nun mal keine Fische“

Andreas:           (steht auch im Wasser, hält aber eine Angel). Genau, Brüderchen…. Immer wenn es nicht so läuft, wie du willst, wirst du laut und ausfällig.

Petrus:               (laut!) ICH WERDE NICHT LAUT

Andreas:           Psstt… da vorne – siehst du? Der Schatten im Wasser. Ein Schwarm kleiner Sardinen. Los, hol sie dir, Simon.

Petrus:               Schon wieder Sardinen. Kleinzeugs. Ich will richtige Fische. Große Fische.

Andreas:           Ja, ich weiß, Brüderchen. Aber ich kann es nicht ändern. Die letzte Nacht war einfach zu stürmisch. Da wäre es viel zu gefährlich gewesen, rauszufahren. Du weißt doch, wie gefährlich es werden kann.

Petrus:              Pah, ja, wenn ich so ein Schönwettermatrose wäre, wie du… Weißt du, was ich von meiner Schwiegermutter zu hören bekomme, wenn ich ohne Fische heimkomme? (verstellte Stimme) „Wie, du hast nichts gefangen? Was soll aus uns werden, wovon sollen wir satt werden?

Andreas:           Ach komm, Simon, so schlimm ist deine Schwiegermutter doch auch nicht. Und außerdem waren die Fangzüge in den letzten Wochen nicht schlecht.

Andreas:           (hält immer noch die Angel ins Wasser). Da zieht was. Jetzt ganz ruhig. Was für ein Brocken… (Jemand zieht an Leine….). Simon, das könnte ein richtig großer Fisch, z.B. eine Barbe sein.

Petrus:              Das wäre spitze. Da würde mich meine Frau auf die Wange küssen. Und die Schwiegermama wäre bei so einem Fang auch ruhig für nen Tag. Eine Barbe, das wäre super…. Ich hab mal eine rausgeholt, die war schwerer als der Hund vom alten Zacharias…

Andreas:           Oh Gott, lass es eine Barbe sein. Bitte, Bitte, guter Gott im Himmel, kein doofer Wels.

Petrus:              Wie mich das aufregt. Diese ständigen Vorschriften mit den Fischen. Barbe ist ok.  Sardine auch. Aber Wels nicht. Der Wels hat keine Schuppen. Weil den dürfen wir Juden ja eh nicht essen, weil er nicht koscher ist…

Andreas:           Und wenn doch? Was würde passieren?

Petrus:              Die Priester sagen, dass dich Gott bestraft. Keine Ahnung ob der Gott das macht. Ich hab es noch nie probiert mit dem Wels. Und Gott hab ich auch noch nicht gesehen. Bin ja nur der Fischer Simon….

Andreas:           Ja, die Priester mit ihrem frommen Gehabe…. (Fisch zieht immer noch an der Angel). Die mag ich auch nicht so. Aber sag mal, hast du auch schon von diesem neuen Wanderprediger gehört? Der soll ja ganz neue Dinge von Gott erzählen.

Petrus:              Hach, mal wieder ein Wanderprediger.

Andreas:           Ne ne…. Johannes der Täufer sagte, dass dieser Wanderprediger was ganz Besonderes sei.

Petrus:              Ach ja? Was soll an dem Besonders sein?

Andreas:           Johannes meint, dass mit diesem Jesus etwas Neues beginnt. Bei der Taufe von Jesus konnte man die Stimme Gottes hören, erzählt man sich.

Petrus:              So, erzählt man sich das?

Andreas:           Ja, und dieser Jesus sagt selbst: „Die von Gott bestimmte Zeit ist da. Gottes Reich wird sichtbar in dieser Welt. Ändert euer Leben und glaubt der guten Nachricht“ (Mk. 1, 15)

Petrus:              Das wäre ja zu schön. Wenn das stimmen würde. Wenn mit diesem Jesus sich die Welt verändern würde. Das wäre Klasse.  Aber Andreas, solange ich keine Fische fange, hilft mir

Jesus:                 (tritt zur Szene hinzu) Vielleicht kann ich dir ja doch helfen.

(beide erschrecken)

Petrus:              W….w..wer bist du? Woher kennst du mich?

Jesus:                 Ich bin Jesus, von dem du redest. Beim Fische fangen kenne ich mich nicht so gut aus, wie ihr. Aber wenn ihr mal einen richtig großen Fang machen wollt, dann kommt mit mir.

Andreas:           Hä, was für ein großer Fang?

Petrus:               Du Andreas, vielleicht meint er gar kein Fischfang.

Jesus:                 Fischen können auch andere… ich brauche euch. Kommt mit mir mit. Helft mir mit, dass viele Menschen von Gott hören. Wir können sie gewinnen für ein Leben mit Gott.

Andreas:           Und dazu brauchst du uns einfache Fischer?

Petrus:               Also, ich kann schon viel, aber… (deutet auf Andreas…)

Jesus:                 Ich brauche genau solche Leute, wie ihr es seid. Ihr brauche euch als Menschenfischer. Kommt ihr mit?

Petrus:              Bin dabei!

Andreas:           Können wir hier einfach alles so liegen lassen?

Petrus:               Klar, können wir.

Jesus:                 Na dann los. Ich verspreche euch, ihr werdet viel mit mir erleben.

 (Alle gehen ab.)

  • Autor / Autorin: 5-Sterne - Kids-Team
  • Autor / Autorin:
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg