Kreativität / Neuen Ideen auf der SpurKreativität / Neuen Ideen auf der Spur

Kreativität / Neuen Ideen auf der Spur

Hintergrund/ Grundsatz

Verband: Deutscher EC-Verband
Materialart: Hintergrund/ Grundsatz
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre), Mitarbeitende, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: Gruppenstunde, Schulung
Redaktion: TEC:

Wie mache ich etwas wirklich Neues? Wie werde ich kreativ? Was ist eigentlich Kreativität? Auch unter Berücksichtigung dessen, was man unter Kreativitätsforschung oder -theorien versteht. Kann ich etwas ganz Neues denken oder schaffen? Gibt es dazu Methoden oder brauchbare Theorienzugänge?


Vorschau:

Wer wie ich gerne darauf wartet, vom Geistesblitz getroffen zu werden, lebt nicht nur gefährlich, sondern auch in permanenter Zeitnot: Keiner kann absehen, wann und wo ein günstiger Stimulus einschlägt, der für einen brauchbaren Kreativ-Output sorgt. Doch spätestens dann, wenn jedes Bastelbuch gelesen, jede Musterschere stumpf und jede Buchstabensuppe gelöffelt ist, werden wir feststellen, dass man auf eine gute Idee nicht warten kann – und dass Kreativität nicht einfach nur ein pädagogisch überstrapazierter Terminus sein muss.

Doch es lohnt sich, diesen wertvollen und hilfreichen, geistigen Prozessen etwas näher auf den Zahn zu fühlen und herauszufinden, was es mit der Kreativität so auf sich hat.

Was heißt hier kreativ?

Da der Begriff der Kreativität selbst nur eine – wenn auch schöne – konstruierte Wortschöpfung ist, fällt die trennscharfe Zuordnung nicht einfach. So können Personen ebenso als kreativ beschrieben werden, wie Produkte, Umgebungen oder Prozesse. Bezogen auf den Menschen kann Kreativität als schöpferisches Denken, als Fähigkeit der Aneignung oder Problemlösung verstanden werden.

Wir wollen uns hier auf die Suche nach der Herkunft des Kreativen machen und Bedingungen ermitteln, die kreative Prozesse begünstigen. Doch zuvor schauen wir uns einige Strategien der Suche nach kreativer Inspiration etwas näher an.

Von der Muse geküsst

Die Idee, dass Inspiration nicht aus dem Menschen selbst, sondern vielmehr göttliche Eingebung sei, ist sehr alt. Im antiken Griechenland erhoffte man sich für nahezu jeden Kreativbereich die passende Eingebung der zuständigen göttlichen Muse. Musen wurden später auch diejenigen Inspirationsquellen genannt, auf die sich so mancher Künstler, aus eher ganz menschlichen Gründen, berufen mochte.

Der Musenkuss gilt auch heute in der Vorstellung vieler als das Sinnbild kreativer Eingebung: Wenn mir selbst keine Idee kommt, muss mein schlaffer Geist gehörig durch Fremdeinwirkung wachgerüttelt werden! Was sind das jedoch für Impulse – von den Musen einmal abgesehen?

Kairos

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  • Autor / Autorin: Daniel Gehring
  • © Deutscher EC-Verband