Madonna von StalingradMadonna von Stalingrad

Madonna von Stalingrad

Andacht

Verband: buch+musik , ejw-service gmbh
Zeitbedarf: 30-45 Min. (Vorbereitung: 5-15 Min.)
Materialart: Andacht
Zielgruppe: Jugendliche
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: der Steigbügel
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Andreas Lämmle gibt Anregungen zum Gespräch über die Lebensgeschichte von Dr. Kurt Reuber, einen Pfarrer und Arzt im Kessel von Stalingrad. Eine Vorleseandacht ist auch dabei.


Vorschau:

Vor 70 Jahren entstand in der Vorweihnachtszeit des Jahres 1942 im Kessel von Stalingrad eine Kohlezeichnung, die später unter dem Namen „Madonna von Stalingrad“ weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt wurde. Gezeichnet wurde das Bild von Dr.
Kurt Reuber, geboren am 26. Mai 1906 in Kassel. Nach seinem Studium der evangelischen Theologie und der Übernahme einer Pfarrstelle in Wichmannshausen bei Eschwege begann er ein Medizinstudium, das er 1938 abschloss. Er wurde 1939 als Truppenarzt in den Militärdienst einberufen und war während der Schlacht von Stalingrad dort Oberarzt bei der 16. Deutschen Panzerdivision. Am 20. Januar 1944 verstarb er im Gefangenenlager Jelabuga in russischer Kriegsgefangenschaft. Er war verheiratet und hatte zusammen mit seiner Ehefrau drei damals noch minderjährige Kinder. Dr. Kurt Reuber blieb vor allem auch in Stalingrad seiner doppelten Berufung als evangelischer Pfarrer und Arzt treu. Darüber hinaus war er ein begabter Künstler, der zahlreiche Bilder und Gemälde hinterlassen hat.

Das Bild ist bis heute in verschiedener Hinsicht besonders, einzigartig und herausfordernd. Zum einen könnte der Unterschied zwischen einem Weihnachtsfest im Kessel von Stalingrad gegenüber dem Feiern in unseren warmen, sehr gut ausgestatteten Wohnungen kaum größer sein. Zum anderen sind vor allem in evangelischen Kreisen Madonnenbilder eher fremd.
Nach dem Angriff der deutschen Truppen auf die russische Stadt Stalingrad, dem nunmehrigen Wolgograd, im Sommer und Herbst 1942 wurden über 230 000 Soldaten der Wehrmacht und ihrer Verbündeten im November 1942 durch die Rote Armee eingekesselt. Die meisten im sogenannten „Kessel von Stalingard“ verbliebenen Soldaten beendeten Anfang 1943 die Kampfhandlungen und gingen in die sowjetische Krieggefangenschaft.

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  • Autor / Autorin: Andreas Lämmle
  • © buch+musik , ejw-service gmbh