PULS – Pause machenPULS – Pause machen

PULS - Pause machen

Andacht

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 5-7 Min.
Materialart: Andacht
Zielgruppen: Jugendliche, Junge Erwachsene, Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Evangelisation/ missionarisches Event, Events + Projekte, Freizeiten, Gruppenstunde
Heft: Sport&Glaube
Bibelstelle: Markus 6,30-44
  • Die Gute Nachricht nach Markus (Mk 6,30-44)

Die Rückkehr der Jünger

30 Die Apostel kamen zu Jesus zurück. Sie berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.

Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird.

31 Und er sagte zu ihnen: »Kommt mit an einen ruhigen Ort, nur ihr allein, und ruht euch ein wenig aus.« Denn ständig kamen und gingen die Leute und sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen.

32 So fuhren sie mit dem Boot an eine abgelegene Stelle, um für sich allein zu sein.

Jesus macht fünftausend Menschen satt

33 Die Leute sahen, wie sie abfuhren, und viele erkannten, wo sie hinwollten. So strömten sie auf dem Landweg aus allen umliegenden Orten herbei und kamen noch vor ihnen dorthin.

34 Als Jesus ausstieg, sah er die große Volksmenge und bekam Mitleid mit den Menschen. Sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er redete lange zu ihnen.

Wie kaum ein anderer ist der Beruf des Hirten in der Alltagswelt des Alten Orient verankert.

35 So vergingen viele Stunden. Da kamen seine Jünger zu ihm und sagten: »Es ist eine einsame Gegend hier und es ist sehr spät.

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

36 Lass doch die Leute gehen. Dann können sie zu den umliegenden Höfen und in die Dörfer ziehen, und sich etwas zu essen kaufen.«

37 Aber Jesus antwortete ihnen: »Gebt ihr ihnen etwas zu essen.« Da sagten sie zu ihm: »Sollen wir etwa losgehen und für zweihundert Silbermünzen Brot kaufen und es ihnen zu essen geben?«

Zur Zeit des Neuen Testaments ist eine Silbermünze der übliche Tageslohn eines Lohnarbeiters.

Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel

38 Jesus fragte sie: »Wie viele Brote habt ihr dabei? Geht und seht nach.« Als sie es herausgefunden hatten, sagten sie: »Fünf, und zwei Fische.«

Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel

Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.

39 Und er ordnete an: »Alle sollen sich in Gruppen zum Essen im grünen Gras niederlassen.«

40 So lagerten sich die Leute in Gruppen zu hundert oder zu fünfzig.

41 Dann nahm Jesus die fünf Brote und die zwei Fische. Er blickte zum Himmel auf und sprach das Dankgebet. Dann brach er die Brote in Stücke und gab sie seinen Jüngern, die sie verteilen sollten. Auch die zwei Fische ließ er an alle austeilen.

Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel

Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.

Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott.

Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten.

42 Alle aßen und wurden satt.

43 Sie sammelten noch zwölf Körbe voll mit den Brot- und Fischresten.

Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel

Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.

44 Es waren fünftausend Männer, die von den Broten gegessen hatten.

Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend waren.

Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel

Bei den Jüngern und Jesus ist immer viel los. Sie reisen von Ort zu Ort und haben immer viele Menschen um sich herum die ihnen zuhören. Immer wieder nimmt sich Jesus kurze Auszeiten um zu beten. Oft geht er dazu auf einen Berg oder an einen anderen verlassenen Ort. In Markus 6, Vers 31 sagt er zu seinen Jüngern: „Kommt mit an einen ruhigen Ort, nur ihr allein und ruht euch ein wenig aus.“ Kurz zuvor kommen sie von einer Reise zurück. Er steigt mit ihnen auf ein Schiff um auf die andere Seite des Sees zu fahren. Die Jünger brauchen einfach mal eine Pause. Es wird beschrieben das sie davor nicht einmal Zeit zum Essen fanden.

Jesus wusste was auf die Jünger direkt danach wieder zukommt, denn die Leute haben gesehen wo sie hinwollten und sind ihnen auf dem Landweg gefolgt. Jesus redete lange zu ihnen und als es dunkel wurde fragten ihn die Jünger, was die ganzen Menschen den Essen sollten. Es waren circa 5000 Männer mit ihren Frauen und Kindern die Jesus zugehört hatten und er antwortete den Jüngern, bringt mir was wir an Essen dabeihaben. Es waren 5 Brote und 2 Fische. Jesus dankte Gott und befahl seinen Jüngern das Essen an die Menschen zu verteilen. Zu ihrem Erstaunen reichte das Essen für alle Menschen und es blieb sogar etwas übrig.

Für die Jünger sicher eine riesige Aufgabe so vielen Menschen das Essen zu verteilen und zu schauen das alle Menschen satt werden. Sie haben es geschafft. Vielleicht aber auch nur, weil Jesus mit ihnen davor eine Pause gemacht hat?

Wie ist das bei uns? Haben wir immer genug Energie um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen oder schaffen wir manches nicht? Im Stress und der Hektik des Alltags vergessen wir manchmal auf uns und unseren Körper zu hören. Wir schießen über das Ziel hinaus, wir haben vergessen Pause zu machen. Oder dachten wir hätten keine Zeit dafür gehabt. Dabei ist es doch so wichtig. Die Bibelstelle zeigt uns, dass auch Pause machen zum Leben dazu gehört, damit man gewappnet ist für das was kommt.

Im Sport wird für uns das Ganze noch deutlicher. Wir erzielen keine besseren Erfolge, wenn wir jeden Tag trainieren. Wir brauchen Pause um danach wieder voller Energie Sport treiben zu können. Die meisten von euch die eine Teamsportart in einem Verein machen, werden zwischen 1- und 3-mal in der Woche trainieren. Die Tage dazwischen ist Pause. Die Pause ist fest und gehört genauso zum Sport wie die aktive Phase des Trainierens. Oft erscheint uns das sinnvoll und richtig. Manchmal, gerade wenn man auf ein wichtiges Ziel hinarbeitet, übernimmt man sich dann aber doch, weil man denkt man muss noch besser werden oder da geht noch mehr. Wir sind voller Tatendrang. Oft geht das aber nicht gut, weil wir dann erschöpft sind, wenn es eigentlich darauf ankommt. Deswegen ist es gut wenn unser Körper uns ein Zeichen gibt, wann genug ist oder unser Trainer uns an Pausen erinnert oder auch wenn Gott uns dazu auffordert einfach mal inne zu halten.

Jesus ist uns ein Vorbild, das auch Pause zum Leben dazugehört. Er nimmt sich oft ganz bewusst Zeit dafür. Nimm du dir doch auch vor, ab und zu ganz bewusst Pause zu machen!

  • Autor: Julia Peter
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg