PULS – Wie investierst du dich?PULS – Wie investierst du dich?

PULS - Wie investierst du dich?

Andacht

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 7-10 Min.
Materialart: Andacht
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene
Einsatzgebiete: Gruppenstunde, Offenes Angebot, virtuell / digital
Heft: Sport&Glaube
Bibelstelle: Prediger 11,1-6
  • DAS BUCH KOHELET (PREDIGER) (Pred 11,1-6)

Die Zukunft ist unberechenbar

111 Wirf dein Hab und Gut ins Meer; trotzdem kann es sein, dass du es nach langer Zeit wiederfindest.

2 Bring dein Geld an allen möglichen Plätzen in Sicherheit; trotzdem kann es sein, dass ein Unglück über das Land kommt und alles verloren geht.

3 Wenn die Wolken voll sind, dann regnet es. Gleichgültig, ob ein Baum nach Süden oder nach Norden fällt: Wo er hinfällt, dort bleibt er liegen.

4 Wer immer nach dem Wind sieht und auf das passende Wetter wartet, der kommt weder zum Säen noch zum Ernten.

5 Du weißt nicht, wann der Wind seine Richtung ändert. Du siehst nicht, wie sich ein Kind im Mutterleib entwickelt. Genauso wenig verstehst du, was Gott tut.

6 Arbeite am Morgen oder am Abend, ganz wie du willst; denn du kannst nicht voraussehen, welches von beiden Erfolg bringt – vielleicht sogar beides!

In meinem Jugendwerk machen wir jedes Jahr das KonfiCamp, eine große Konfirmandenfreizeit für den aktuellen Konfirmanden-Jahrgang. Ich war als Mitarbeiterin ein paar Mal mit dabei. Nach so einem Camp hat mich mal jemand aus meiner Schule gefragt: „Warum machst du das eigentlich, du bist immer so fertig, wenn du davon zurückkommst.“ Ja, warum mach ich das eigentlich? Die Antwort: „Weil es Spaß macht“ wäre mehr als unzureichend. Weil nach vier Tagen Camp mit 100 Menschen und wenig Schlaf, macht abbauen wirklich keinen Spaß. Warum mache ich es dann. Natürlich macht Mitarbeiten auch Spaß, aber es ist eben auch etwas, wo ich die Chance bekomme, den Teens von Gott und Jesus zu erzählen, ich mit ihnen reden kann und eine mega Zeit haben kann. Für viele Konfis ist so ein Camp eine bleibende Erinnerung und ich war dabei. Nicht alle Gespräche, die man so hat auf einem Camp sind super, einfach und leicht, aber gerade wenn man aus einem schwierigen Gespräch rausgeht und die Person einen wieder anlächeln kann, ist es eindeutig ein Grund, warum man sowas macht.

Wirf dein Hab und Gut ins Meer; trotzdem kann es sein, dass du es nach langer Zeit wiederfindest. 2 Bring dein Geld an allen möglichen Plätzen in Sicherheit; trotzdem kann es sein, dass ein Unglück über das Land kommt und alles verloren geht. [1] 3 Wenn die Wolken voll sind, dann regnet es. Gleichgültig, ob ein Baum nach Süden oder nach Norden fällt: Wo er hinfällt, dort bleibt er liegen. 4 Wer immer nach dem Wind sieht und auf das passende Wetter wartet, der kommt weder zum Säen noch zum Ernten. 5 Du weißt nicht, wann der Wind seine Richtung ändert. Du siehst nicht, wie sich ein Kind im Mutterleib entwickelt. Genauso wenig verstehst du, was Gott tut. 6 Arbeite am Morgen oder am Abend, ganz wie du willst; denn du kannst nicht voraussehen, welches von beiden Erfolg bringt – vielleicht sogar beides! (Prediger 11, 1.6)

Für uns ist gesorgt, auch wenn wir jetzt unser „Brot“ ins Meer werfen, wenn wir in einer Notlage sein sollten, werden wir es wiederfinden, es wird uns jemand helfen. Gott sichert uns zu, wenn es uns schlecht gehen sollte ist er da.  Wir wissen nicht, was Gottes Plan für uns letztendlich ist. Wir wissen nicht was morgen ist. Wir können nur im Jetzt leben. Jeder von uns hat das Bedürfnis sich abzusichern und das ist auch sicher nicht falsch. Ein Dach über dem Kopf, eine Arbeit, Geld zum Einkaufen für Lebensmittel und andere Dinge die wir brauchen um unseren Alltag zu bestreiten, sollen wir haben. Was machen wir mit dem was wir davon übrighaben und was ist mit den Menschen die das nicht haben? Und zu Übrighaben zählt nicht nur Geld übrig zu haben, ganz im Gegenteil. Gerade unsere Zeit, die wir übrighaben, sollen wir in andere investieren. Man unterstützt eine Person im Hier und Jetzt, die Hilfe braucht. In Vers 4 steht: „Wer immer nach dem Wind sieht und auf das passende Wetter wartet, der kommt weder zum Säen noch zum Ernten.“ Am Beispiel Zeit wird das sehr deutlich. Stell dir einen Menschen vor, der ein großes Haus hat, einen Pool im Garten und viele andere Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten. Er weiß nicht mehr was er tun soll, weil er schon den ganzen Tag sich mit ihnen beschäftigt hat. Jetzt denkt er darüber nach, was diese Aktivitäten überbieten kann, aber ihm fällt nichts ein, weil er ja schon lang alles hat was er braucht. Diese Zeit die er hat, könnte er in andere Menschen investieren. Er schaut sich nach dem perfekten Erlebnis um, vergisst dabei aber die Sachen, die wirklich wichtig sind. Viel Besitz macht uns nicht glücklicher, aber es macht uns glücklicher mit anderen Menschen zusammen zu sein und vielleicht jemandem sogar helfen zu können. Die Zukunft bleibt für uns in großen Teilen ein Rätsel, wir können nichts mit Sicherheit sagen, aber wir können im jetzt unseren Tag nutzen.

Ich habe am Anfang erzählt, wie ich mich gerne einbringe und investiere. Ich gebe gerne meine Zeit für andere Menschen und noch nie hatte ich das Gefühl das ich dadurch etwas verloren hätte, im Gegenteil man bekommt sehr viel zurück. Es ist aber auch nur eine von ganz vielen Möglichkeiten, seinen Überschuss an andere Menschen zu verteilen. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich in gemeinnützigen Organisationen oder der Kirche, sie spenden ihre Zeit. Andere spenden Geld für Hilfsbedürftige oder Tierschutzorganisationen, oder sie geben materielle Güter ab, die sie nicht mehr brauchen. Es ist ein gutes Gefühl sich zu engagieren und mit der Zusicherung Gottes, dass er immer für uns sorgen wird, fällt es uns auch viel leichter es auch zu tun.

Ist dir etwas eingefallen wo du dich gerade investierst oder wo du dich investieren möchtest?. Ich möchte dich dazu ermutigen es zu tun, den verlieren kannst du nichts!


  • Autor: Julia Peter BFD
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg