Rettung in letzter MinuteRettung in letzter Minute

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Rettung in letzter Minute

Erzählung

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 8-10 Min. (Vorbereitung: 5-10 Min.)
Materialart: Erzählung
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Bibelstelle: Lukas 15,1-7

Eine Geschichte, bei der zwei Freunde in ein zunächst geplantes Abenteuer los ziehen, dann aber in Gefahr geraten und in letzter Minute gerettet werden.


Vorschau:

Kaum hatte Jungscharleiter Peter die Jungscharstunde beendet, stürmte eine ganze Horde aufgedrehter Jungs aus dem Gemeindehaus. Nach der Jungschar machten sich normalerweise alle gleich auf den Heimweg, doch heute blieben die meisten in kleinen Gruppen auf dem Vorplatz beim alten Brunnen stehen, steckten die Köpfe zusammen und tuschelten aufgeregt.

Immer wieder gingen während der lebhaften Gespräche die Blicke der Jungen hoch zur Burgruine Rabenstein, deren stattlicher Turm sowie Überreste von Mauern und Gebäuden auf einem kleinen Berg am Rande des Dorfes thronten. Auch die beiden Freunde Tim und Marc diskutierten eifrig über das, was Peter ihnen heute erzählt hatte: Vor etwa 500 Jahren soll Graf Berthold von Rabenstein die Bauern des Dorfes dazu gezwungen haben, einen Geheimgang von seiner Burg bis hinunter zum Fluss zu graben. So konnte er im Fall eines Angriffes oder einer Belagerung zusammen mit seinen Leuten durch den unterirdischen Gang fliehen und sich in Sicherheit bringen. Peter erklärte, dass viele Jahre später Schmuggler den Stollen als Versteck für ihre Schmuggelware benutzten. Außerdem sagte er, dass der Tunnel nicht mehr betreten werden darf, da bereits seit längerer Zeit große Teile des Ganges einsturzgefährdet sind. Deshalb hat der Bürgermeister des Dorfes schon vor vielen Jahren den Eingang mit Holzbrettern verschließen lassen. Dieser liegt inzwischen gut versteckt hinter dichtem Gestrüpp, das weite Teile des Berghanges am Flussufer bedeckt.

Mit dieser Geschichte wollte Peter seine Jungs auf das große Schmugglerspiel einstimmen, das für nächste Woche im Jungscharprogramm stand. Mit Erfolg – am Ende sah er in jedem einzelnen Gesicht die Spannung und die Vorfreude. Er konnte aber nicht wissen, dass das Abenteuerfieber zwei der Jungen so gepackt hatte, dass sie gar nicht bis zur nächsten Jungscharstunde warten wollten….

Als sich nämlich Marc und Tim an diesem Abend endlich voneinander verabschiedeten, hatten sie bereits einen tollkühnen Plan gefasst: Am kommenden Samstag würden sie versuchen, den Eingang des alten Stollens zu finden und den Geheimgang zu erkunden. Wenn sie vorsichtig wären, würde schon nichts passieren. Sie beschlossen, niemandem von ihrem Vorhaben zu erzählen. Ihre Eltern würden es ihnen sowieso nur verbieten, und andere Jungs wollten sie bei ihrem Abenteuer nicht dabeihaben.

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  • Autor / Autorin: Hans-Martin Kögler
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg