Rudi und der Auswanderer: Abrahams BerufungRudi und der Auswanderer: Abrahams Berufung

Rudi und der Auswanderer: Abrahams Berufung

Erzählung

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 5-10 Min. (Vorbereitung: 5 Min.)
Materialart: Erzählung
Zielgruppen: Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Benötigtes Material: Handpuppe (Rabe Rudi Rabowski)

Rabe Rudi Rabowski erzählt, wie er Abraham nach Haran kommen sieht und der dann dort die Botschaft Gottes bekommt, dass er noch weiterziehen soll – ein ganz schönes Vertrauen, das Abraham da in Gott hat!


Vorschau:
Also Sachen gibt’s, die gibt’s ja überhaupt nicht. Wenn ich das irgendeinem erzähle, das glaubt mir keiner. Dass einer so mir nix dir nix seine sieben Sachen packt und sich auf und davon macht, ist schon sehr ungewöhnlich. Aber dass er sich wirklich nicht mehr in seiner Heimat blicken lässt, ist ja der Hammer. Am besten erzähl´ ich euch die Geschichte von Anfang an!

Ich hatte es mir gerade so richtig nett und gemütlich gemacht in meinem Nest auf diesem schönen Baum in Haran. Von oben konnte ich das Treiben in der Stadt richtig gut beobachten. Vor nicht allzu langer Zeit kam der alte Abraham mit seiner ganzen Familie nach Haran. Er hatte eine echt lange Reise hinter sich, kann ich euch sagen. Ich hab´ mich gefragt, warum der in seinem Alter noch so eine lange Reise gemacht hat. Doch ihr werdet´s kaum glauben: Abraham hatte doch tatsächlich noch seinen Vater dabei! Und der war ja noch älter! Doch es dauerte nicht lange, da starb der Vater von Abraham. Ich dachte erst, dass Abraham sich jetzt wieder nach Hause aufmacht, nach Ur in Chaldäa, wo seine ganze Verwandtschaft wohnt und wo er eigentlich auch hingehörte. Doch Pustekuchen, alles kam ganz anders. Gott persönlich hatte einen spektakulären Plan mit dem Abraham, kann ich euch sagen. Abraham sollte nämlich weiterziehen. Seine Reise war noch lange nicht vorbei. Er sollte in ein Land gehen, das Gott ihm zeigen wollte. Ja, das kann ja spannend werden, hab´ ich mir da gedacht. Und der Oberhammer war: Gott sagte das alles Abraham persönlich! Ich hab mich da nur gefragt, ob der Abraham für so ne Tour überhaupt noch fit genug ist. Doch das war für Abraham wohl überhaupt keine Frage. Gott selbst hatte ihm ja den Auftrag gegeben, loszuziehen.

Und so packte Abraham alles zusammen, was er hatte und machte sich tatsächlich auf den Weg. Der hatte totales Vertrauen in Gott – echt wahr! Das fand ich mega stark. Doch noch was war echt aufregend: Gott hatte Abraham versprochen, dass er immer bei ihm sein wollte. Gott wollte Abraham zu einem großen Volk machen. Und die ganze Welt sollte durch Abraham von Gottes Liebe zu den Menschen erfahren. Ja, da war ich aber gespannt, kann ich euch sagen. Gott wollte den Abraham für alles, was er für Gott auf sich nahm, reichlich belohnen. Doch das war noch eine lange und echt spannende Geschichte, die ich euch unbedingt auch noch mal erzählen muss. Ich hab mich da nur gefragt, ob Gott heute auch noch so zu den Menschen redet. Und ob es heute auch noch Menschen gibt, die Gott so vertrauen wie der Abraham damals und losziehen und in fremde Länder gehen, damit da auch die Menschen von Gott erfahren?

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  • Autor / Autorin: Frank E. W. Ortmann
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg