Rudi und der gro├če AuftragRudi und der gro├če Auftrag

Rudi und der gro├če Auftrag

Erz├Ąhlung

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in W├╝rttemberg
Zeitbedarf: 10-10 Min. (Vorbereitung: 10-10 Min.)
Materialart: Erz├Ąhlung
Zielgruppe: Kinder
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Schule + Jugendarbeit
Redaktion: Jungscharleiter
Bibelstelle: Josua 1
Josua 1

1

Vorbereitung f├╝r den Einzug in das verhei├čene Land

1Nachdem Mose, der Knecht des Herrn, gestorben war, sprach der Herr zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener: 2Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh ├╝ber den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gebe. 3Jede St├Ątte, auf die eure Fu├čsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe. 4Von der W├╝ste bis zum Libanon und von dem gro├čen Strom Euphrat bis an das gro├če Meer gegen Sonnenuntergang, das ganze Land der Hetiter, soll euer Gebiet sein. 5Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. 6Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum Erbe geben will, wie ich ihren V├Ątern geschworen habe.

7Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du h├Ąltst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst. 8Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du h├Ąltst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten. 9Habe ich dir nicht geboten: Sei getrost und unverzagt? Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.

10Da gebot Josua den Amtleuten des Volks und sprach: 11Geht durch das Lager und gebietet dem Volk und sprecht: Schafft euch Vorrat; denn nach drei Tagen werdet ihr hier ├╝ber den Jordan gehen, dass ihr hineinkommt und das Land einnehmt, das euch der Herr, euer Gott, zum Besitz gibt.

12Und zu den Rubenitern, Gaditern und dem halben Stamm Manasse sprach Josua: 13Denkt an das Wort, das euch Mose, der Knecht des Herrn, geboten hat: Der Herr, euer Gott, bringt euch zur Ruhe und gibt euch dieses Land. 14Eure Frauen und Kinder und euer Vieh lasst im Land bleiben, das euch Mose gegeben hat, ├Âstlich des Jordans. Ihr aber sollt, so viele von euch streitbare M├Ąnner sind, vor euren Br├╝dern ger├╝stet hin├╝berziehen und ihnen helfen, 15bis der Herr eure Br├╝der auch zur Ruhe bringt wie euch, dass auch sie einnehmen das Land, das ihnen der Herr, euer Gott, gibt. Dann sollt ihr zur├╝ckkehren in euer Land, das euch Mose, der Knecht des Herrn, zum Besitz gegeben hat ├Âstlich des Jordans, gegen den Aufgang der Sonne. 16Und sie antworteten Josua und sprachen: Alles, was du uns geboten hast, das wollen wir tun, und wo du uns hinsendest, da wollen wir hingehen. 17Wie wir Mose gehorsam gewesen sind, so wollen wir auch dir gehorsam sein. M├Âge nur der Herr, dein Gott, mit dir sein, wie er mit Mose war! 18Wer deinem Mund ungehorsam ist und nicht gehorcht deinen Worten in allem, was du uns gebietest, der soll sterben. Sei nur getrost und unverzagt!

Die Bibel nach Martin Luthers ├ťbersetzung, revidiert 2017, ┬ę 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Also Sachen gibtÔÇÖs, die gibtÔÇÖs gar nicht! Da sagt Gott zu Josua, er soll mal eben ein ganzes Volk ├╝ber den Jordan f├╝hren und das ganze Land dort einnehmen. Ich h├Ątte bestimmt nicht so ruhig dagestanden und auch noch gesagt: ÔÇ×Na gut, ich mache den Job.ÔÇť So eine gro├če Aufgabe f├╝r einen einzigen Mann! Auf Hilfe vom Volk Israel konnte der doch bestimmt nicht hoffen. Aber am besten erz├Ąhle ich die ganze Geschichte von Anfang an:

Josua hatte von Gott den Job aufs Auge gedr├╝ckt bekommen, mit dem ganzen Volk Israel ├╝ber den Jordan zu gehen und ins Land Kanaan einzuziehen. Das letzte Mal, als Josua den Vorschlag gemacht hatte ├╝ber den Jordan ins gelobte Land Kanaan zu ziehen, wurde er fast mit Steinen tot geworfen. Und jetzt nimmt er trotzdem so mir nichts dir nichts das Himmelfahrtskommando ├╝ber dieses bockige und st├Ârrische Volk an. Er hatte doch 40 Jahre lang miterlebt, wozu es imstande war: Erst wollten alle aus ├ägypten raus, dann motzten sie, als sie drau├čen waren, dass es in ├ägypten doch nicht so schlecht gewesen war und sie mal besser da geblieben w├Ąren. Dann war das Wasser nicht gut genug, anschlie├čend wurde ├╝ber das Essen gemeckert. Und der Gipfel der Frechheit war wohl, als sie ein Rindvieh anbeteten und meinten, das w├Ąre Gott. Und mit so einem Haufen sollte Josua jetzt ein ganzes Land erobern. Ist doch lachhaft, habe ich mir da gedacht. Wie kommt der blo├č auf das schmale Brett, dass das gut gehen k├Ânnte?

Aber wie ich mir da so meine Gedanken mache, f├Ąllt mir auf einmal ein, was Gott so alles zu Josua gesagt hatte in der letzten Zeit. Ich habe das mit angeh├Ârt, weil ich oft im Lager rumgeflogen bin:

ÔÇ×Sei mutig und entschlossen!ÔÇť

ÔÇ×Befolge meine Gesetze und denke jeden Tag ├╝ber sie nach!ÔÇť

ÔÇ×Richte dein ganzes Tun an meinen Geboten aus, dann wirst du Erfolg haben und alles was du beginnst, wird dir gelingen!ÔÇť

Und das Sch├Ąrfste, was Gott zu Josua sagte: ÔÇ×Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht!ÔÇť

Na, wenn das nicht Motivation genug ist! Jetzt kapier ich auch, warum Josua sich auf den Job eingelassen hat. Wenn Gott etwas verspricht, dann kann man sich darauf 100%ig verlassen. Und das sahen sogar die Israeliten ein, denn sie versprachen Josua zu tun, was er ihnen sagte.

  • Autor / Autorin: Frank E. W. Ortmann
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in W├╝rttemberg

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