Rudi und die beiden SchwesternRudi und die beiden Schwestern

Rudi und die beiden Schwestern

Erzählung

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 10-10 Min. (Vorbereitung: 5-10 Min.)
Materialart: Erzählung
Zielgruppe: Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Bibelstelle: Lukas 10,38-10,42
Lukas 10,38-10,42

Maria und Marta

38Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. 39Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. 40Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihnen zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll! 41Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. 42Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Geschichte von Maria und Marta aus der Sicht des Raben Rudi. Kann erzählt, vorgelesen oder mit Handpuppe vorgetragen werden.


Vorschau:

Also Sachen gibt’s, die gibt’s ja überhaupt nicht. Wenn ich das irgendeinem erzähle, das glaubt mir keiner. Dass sich da eine den ganzen Tag abrackert und arbeitet und schafft und die andere macht überhaupt nix und sitzt nur da so rum, das ist schon der Hammer. Aber dass diejenige, die nix macht auch noch gelobt wird, das ist wohl der Oberhammer. Aber am besten erzähle ich euch die Geschichte mal von Anfang an.

Ich war mal wieder auf einem meiner Rundflüge in Bethanien. Das ist ein ganz kleines Nest in der Nähe von Jerusalem. Und wie ich so da über Bethanien fliege, sehe ich auf einmal, dass Jesus mit seinen Kumpels unterwegs war. Der wollte nämlich seinen Freund Lazarus besuchen und die beiden Schwestern Maria und Marta. Da war was los in dem Haus, kann ich euch sagen. Über den Besuch haben sich alle gefreut, wie die Schneekönige.

Doch jetzt war jede Menge zu tun: Es mussten Getränke auf den Tisch gestellt werden, das Fleisch musste zubereitet werden für das leckere Mittagessen, Gemüse musste geputzt werden, und natürlich musste auch noch Brot gebacken werden. Ganz zu schweigen von dem leckeren Nachtisch.  Das war ganz schön viel Arbeit.

Marta machte sich sofort ans Werk…

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  • Autor / Autorin: Frank E.W. Ortmann
  • © Titelbild: tyler-quiring-T5Ye7puWZxo-unsplash-1-scaled.jpg