Rudi und die wirklich blinden Leute: Wer an Jesus glaubt, kriegt den DurchblickRudi und die wirklich blinden Leute: Wer an Jesus glaubt, kriegt den Durchblick

Rudi und die wirklich blinden Leute: Wer an Jesus glaubt, kriegt den Durchblick

Erzählung

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 5-10 Min. (Vorbereitung: 5 Min.)
Materialart: Erzählung
Zielgruppen: Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Bibelstelle: Johannes 9,1-41

Die Geschichte der Heilung des Blinden aus der Sicht von Rudi dem Raben. Ansprechend und für Kinder verständlich erzählt!


Vorschau:

Also Sachen gibt‘s, die gibt’s ja überhaupt nicht. Wenn ich das irgendeinem erzähle, das glaubt mir keiner. Dass da einer auf einmal voll den Durchblick hat und alle anderen sehen nix, ist schon sehr merkwürdig. Aber am besten erzähle ich euch die Geschichte von Anfang an.

Ich verfolgte Jesus schon eine ganze Weile, der mit seinen besten Kumpels durch die Straßen zog. Plötzlich sahen die einen blinden Typen an der Ecke sitzen. Der sah echt erbärmlich aus, kann ich euch sagen. Die Kumpels von Jesus sahen sich den Blinden an und fragten Jesus, wer denn hier was falsch gemacht hätte, dass der arme Typ blind wäre – er oder seine Eltern? Die dachten tatsächlich, irgendeiner hätte etwas echt Schlimmes gemacht, und deshalb wäre der Typ blind geboren worden. Quasi als Strafe von Gott. Doch Jesus wollte davon überhaupt nix wissen. Keiner hat hier Bockmist gebaut, sagte er.

Dann passierte etwas echt Krasses. Jesus spuckte volles Rohr auf den Boden und fing an, mit seinem Finger die Spucke im Staub zu verteilen. Dann strich er doch tatsächlich dem blinden Typen die Matschepampe auf die Augen. Das war vielleicht ne Sauerei kann ich euch sagen. Anschließend sollte der Typ an den Teich gehen und sich waschen. Na, das hatte der auch nötig, hab ich mir da gedacht. Doch ihr stellt es euch nicht vor: wie der Blinde zurückkam, konnte der auf einmal wieder sehen. Alle waren total verwundert und konnten das kaum glauben.

Die Nachbarn schleppten den Typen sofort zu den Pharisäern. Wenn so etwas Außergewöhnliches passierte, mussten die ja unbedingt ihre Meinung dazu sagen. Der Typ, der blind gewesen war, musste alles ganz genau erzählen. Doch anstatt dass sich alle freuten, dass ein Blinder wieder sehen konnte, waren die Pharisäer mächtig sauer. Sie regten sich doch tatsächlich darüber auf, dass Jesus den Blinden an einem Feiertag geheilt hatte. Wer so was tut, kann kein Guter sein, sagten sie. Doch unser Typ sah das ganz anders. Und so kam es zu einem mächtigen Krawall. Schlussendlich wurde der Typ rausgeworfen und stand nun ganz allein auf der Straße.

Doch wenn ihr denkt, die Geschichte ist hier zu Ende – Pustekuchen. Jesus hat das alles genau mitbekommen, was die Pharisäer mit dem Typen veranstaltet haben. Und kurze Zeit später besuchte Jesus den Typen. Der fragte sich auch schon die ganze Zeit, wer ihn gesund gemacht hatte. Und als Jesus ihm sagte, dass er es war, flippte der Typ echt aus. Er warf sich vor Jesus nieder und dankte Gott. Für ihn war es sonnenklar –

Jesus war direkt von Gott geschickt worden. Und alle, die an Jesus glauben, bekommen auch echt den Durchblick. Also nicht, dass alle Blinden sofort sehen können, sondern, dass sie erkennen, dass Gott sie lieb hat und dass sie durch Jesus wieder zu Gott kommen können. Doch nicht alle bekamen hier den Durchblick. Die Pharisäer wollten es einfach nicht erkennen und waren selbst wie blind. Aber warum nicht, …

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  • Autor / Autorin: Frank E.W. Ortmann
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg