Runtergekommen … der 12-jährige Jesus im TempelRuntergekommen … der 12-jährige Jesus im Tempel

Runtergekommen … der 12-jährige Jesus im Tempel

Erzählung

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 45 Min. (Vorbereitung: 15 Min.)
Materialart: Erzählung
Zielgruppen: Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: Jungscharleiter
Benötigte Materialien: Stühle, Holzbausteine, Zettel, Buntstifte, Augenbinde(n)
Bibelstelle: Lukas 2,41-52

Hier können Kinder lernen, dass Jesus als Kind das Gleiche erlebt hat wie sie. Auch er war mit seinen Eltern auf großen Festen, ging verloren und hatte das Gefühl, dass seine Eltern ihn nicht verstehen.


Vorschau:

Zielgedanke:

Gott wird Mensch und begegnet Kindern auf Augenhöhe. Er hat die Welt mit ihren Augen gesehen und versteht, was sie bewegt.

Vorüberlegung für Mitarbeitende:

Der zwölfjährige Jesus geht in Jerusalem verloren. Als seine Eltern ihn endlich im Tempel finden, gibt er eine überraschende Antwort: „Warum habt ihr mich denn gesucht? Habt ihr nicht gewusst, dass ich im Haus meines Vaters sein muss?“ Diese ersten Worte, die uns von Jesus überliefert sind, machen deutlich: Er ist nicht einfach „nur“ ein Kind. Gott wird Mensch und wächst heran, wie alle anderen Kinder auch. Schon lange bevor Jesus mit ungefähr 30 Jahren getauft wird und sein öffentliches Wirken beginnt, weiß er um seine besondere Zugehörigkeit. Er ist nicht nur der Sohn von Maria und Josef aus Nazareth. Er ist zugleich auch der Sohn Gottes.

Jesus ist ganz Mensch und zugleich ganz Gott. Sein eigentliches Zuhause ist bei Gott im Himmel. Aus Liebe zu uns Menschen ist er „runtergekommen“ in unsere Welt. Er ist einer von uns geworden. Gott lebt und stirbt als Mensch, damit uns nichts mehr von ihm trennen kann.

Erlebniswelt der Kinder:

Als zwölfjähriger Junge hat Jesus vieles erlebt, was Kindern auch heute vertraut ist: ein Familienausflug, ein großes Fest mit vielen Menschen. Und schließlich Streit mit den eigenen Eltern, die ihr Kind nicht verstehen. In Jesus ist Gott zu uns, in unsere Welt, „runtergekommen“. Die Begebenheit im Tempel zeigt, dass Gott versteht, was Kinder bewegt. In ihm haben Kinder einen Ansprechpartner, der ihre Fragen und Sorgen kennt.

Einstieg:

Spiel: Reise nach Jerusalem mal anders:

Wir machen uns auf den Weg nach Jerusalem! Bei dieser Variante des Spieleklassikers „Reise nach Jerusalem“ scheidet jedoch niemand aus. Sobald die Musik stoppt, versuchen alle, auf den verbliebenen Stühlen Platz zu finden – und zwar ohne den Boden zu berühren. Das Spiel endet, sobald die Gruppe es nicht mehr schafft, alle ohne Bodenkontakt auf den Stühlen zusammenzubringen.

Erzählung:

Ihr könnt zur Veranschaulichung die Geschichte mit Holzbausteinen erzählen, die die Menschen darstellen. Achtet darauf, dass der Baustein, der Jesus repräsentiert, eine besondere Farbe hat. Am Anfang könnt ihr einfach die Bausteine in die Mitte schütten und eine kleine Gruppe (Jesus und seine Familie) hinzubewegen.

Ganz schön viele Menschen und so wenig Platz. Das denkt sich auch ein zwölfjähriger Junge, als er mit seiner Familie endlich in Jerusalem ankommt. Sie sind schon seit drei Tagen zu Fuß unterwegs. Je näher sie zum Tempel kommen, desto voller wird es auf den Straßen und Plätzen. Aus dem ganzen Land sind die Menschen zum Passafest in die Hauptstadt gekommen. Sie feiern und erinnern sich daran, dass Gott sein Volk aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit hat. Überall sind Menschen – ein richtiges Gedränge. Vielleicht wart ihr auch schon einmal bei einem Volksfest, wo richtig viel los war?

Der Junge kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Das Passalamm, das am Abend …

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  • Autor / Autorin: Lena Niekler
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg