Suchen und finden zu Weihnachten: Die Weisen, die Hirten und HerodesSuchen und finden zu Weihnachten: Die Weisen, die Hirten und Herodes

Suchen und finden zu Weihnachten: Die Weisen, die Hirten und Herodes

Andacht

Verband: CVJM Westbund
Zeitbedarf: 15-30 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Andacht
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Konfis, Teens (12-16 Jahre), Mädchen
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: KON
Bibelstelle: Matthäus 2,1-2,23
Matthäus 2,1-2,23

2

Die Sterndeuter aus dem Osten

1Jesus wurde in Betlehem in Judäa geboren.

Zu dieser Zeit war Herodes König.

Da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem.

2Sie fragten: »Wo ist der neugeborene König der Juden?

Denn wir haben seinen Stern im Osten gesehen

und sind gekommen, um ihn anzubeten.«

3Als König Herodes das hörte,

erschrak er und mit ihm alle in Jerusalem.

4Er rief zu sich alle führenden Priester

und Schriftgelehrten des Volkes.

Er fragte sie: »Wo soll der Christus geboren werden?«

5Sie antworteten ihm: »In Betlehem in Judäa!

Denn im Buch des Propheten steht:

6›Du, Betlehem im Land Juda,

du bist keineswegs die unbedeutendste

unter den Städten in Juda.

Denn aus dir wird der Herrscher kommen,

der mein Volk Israel wie ein Hirte führen soll.‹«

7Später rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich.

Er erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit,

wann der Stern erschienen war.

8Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte:

»Geht und sucht überall nach dem Kind!

Wenn ihr es findet, gebt mir Bescheid!

Dann will auch ich kommen und es anbeten.«

9Nachdem die Sterndeuter den König gehört hatten,

machten sie sich auf den Weg.

Derselbe Stern, den sie im Osten gesehen hatten,

ging vor ihnen her.

Dann blieb er stehen,

genau über der Stelle, wo das Kind war.

10Als sie den Stern sahen,

waren sie außer sich vor Freude.

11Sie gingen in das Haus

und sahen das Kind mit Maria, seiner Mutter.

Sie warfen sich vor ihm nieder und beteten es an.

Dann holten sie ihre Schätze hervor

und gaben ihm Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

12Gott befahl ihnen im Traum:

»Geht nicht wieder zu Herodes

Deshalb kehrten sie auf einem anderen Weg

in ihr Land zurück.

Die Flucht nach Ägypten

13Die Sterndeuter waren gegangen.

Da erschien Josef ein Engel des Herrn im Traum.

Er sagte: »Steh auf! Nimm das Kind und seine Mutter

und flieh nach Ägypten!

Bleibe dort, bis ich es dir sage!

Denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten.«

14Daraufhin stand Josef mitten in der Nacht auf.

Er nahm das Kind und seine Mutter

und zog mit ihnen nach Ägypten.

15Dort blieb er bis zum Tod von Herodes.

Dadurch ging in Erfüllung,

was Gott durch den Propheten gesagt hat:

»Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«

Herodes tötet die Kinder in Betlehem

16Herodes merkte bald,

dass ihn die Sterndeuter getäuscht hatten.

Da wurde er sehr zornig.

Er ließ in Betlehem und der Umgebung alle Kinder töten,

die zwei Jahre und jünger waren.

Das entsprach dem Zeitraum,

den er von den Sterndeutern erfragt hatte.

17Damals erfüllte sich,

was Gott durch den Propheten Jeremia gesagt hat:

18»Geschrei ist in Rama zu hören,

Weinen und lautes Klagen.

Rahel weint um ihre Kinder.

Sie will sich nicht trösten lassen,

denn die Kinder sind nicht mehr da.«

Die Rückkehr nach Nazaret

19Herodes war gestorben.

Da erschien Josef in Ägypten

im Traum ein Engel des Herrn.

20Der sagte: »Steh auf!

Nimm das Kind und seine Mutter

und geh in das Land Israel!

Denn alle, die das Kind umbringen wollten, sind tot.«

21Josef stand auf, nahm das Kind und seine Mutter

und kehrte in das Land Israel zurück.

22Er hörte, dass nun Archelaus König über Judäa war –

anstelle seines Vaters Herodes.

Deshalb fürchtete sich Josef, dorthin zu gehen.

Im Traum bekam er neue Anweisung von Gott.

Daraufhin zog er in das Gebiet von Galiläa.

23Dort ließ er sich in der Stadt Nazaret nieder.

So ging in Erfüllung,

was Gott durch die Propheten gesagt hat:

»Er wird Nazoräer genannt.«

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wir betrachten drei Personen(gruppen) der Weihnachtsgeschichte, die Jesu Geburt ganz unterschiedlich erlebt hatten. Am Ende werden wir erkennen können, wie Gott wirkt und manches zulässt oder tut und manches verhindert.


Vorschau:

Wir betrachten drei Personen(gruppen) der Weihnachtsgeschichte, die Jesu Geburt ganz unterschiedlich erlebt haben. Am Ende werden wir erkennen können, wie Gott wirkt und manches zulässt oder tut und manches verhindert.

1) Suchen und Finden – Die Weisen aus dem Morgenland

Historisch-biblischer Hintergrund

Die »Weisen« waren eigentlich Astrologen, manche nennen sie daher auch »Sterndeuter«. Wörtlich steht im griechischen Text »Magier«, was den Stern- und Traumdeutern am nächsten kommt. Erst durch eine urchristliche Tradition wurden sie später »Weise« und die mitgebrachten Geschenke bekamen Bedeutungen: Gold für den König, Weihrauch für Gott, Myrrhe für den sterblichen Menschen1.

Die Weisen kannten sich mit der Sterndeutung aus und sahen einen besonderen Stern aufgehen, der ihnen sagte: Der neue König ist geboren!

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  • Autor / Autorin: Anna Lange
  • © 1,4,6 Alexander, David u. Pat (Hrsg.). Handbuch zur Bibel. R. Brockhaus Verlag Wuppertal u. Verlag BLB, Winterthur (1986).
  • © 3 BasisBibel. Die Kompakte. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (2021).
  • © 2,7 Elberfelder Studienbibel. SCM R. Brockhaus, Witten (2015).
  • © 5 Lexikon zur Bibel. Fritz Rienecker, Gerhard Maier, Alexander Schick, Ulrich Wendel (Hrsg.), SCM Verlag Wuppertal (2015).

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