Was Jesus getan hat (Golgatha) [5*/ Vertiefung/ Donnerstag]

Stundenentwurf

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in WĂĽrttemberg
Zeitbedarf: 25-30 Min. (Vorbereitung: 5-10 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppen: Kinder, Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Themenstellungen: Jesus und Berge, Vertiefungen
Redaktion: ejw
Bibelstelle: Lukas 23,26-49
Lukas 23,26-23,49

Jesu Weg nach Golgatha

26Und als sie ihn abführten, ergriffen sie einen, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, und legten das Kreuz auf ihn, dass er’s Jesus nachtrüge.

27Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und viele Frauen, die klagten und beweinten ihn. 28Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder. 29Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in der man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht genährt haben! 30Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallt über uns!, und zu den Hügeln: Bedeckt uns! 31Denn wenn man das tut am grünen Holz, was wird am dürren werden?

Jesu Kreuzigung und Tod

32Es wurden aber auch andere hingeführt, zwei Übeltäter, dass sie mit ihm hingerichtet würden. 33Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. 34[Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!] Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum.

35Und das Volk stand da und sah zu. Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes. 36Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig 37und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber! 38Es war aber über ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden König.

39Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns! 40Da antwortete der andere, wies ihn zurecht und sprach: Fürchtest du nicht einmal Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? 41Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. 42Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! 43Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

44Und es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde, 45und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels riss mitten entzwei. 46Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er.

47Als aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: FĂĽrwahr, dieser Mensch ist ein Gerechter gewesen! 48Und als alles Volk, das dabei war und zuschaute, sah, was da geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten wieder um.

49Es standen aber alle seine Bekannten von ferne, auch die Frauen, die ihm aus Galiläa nachgefolgt waren, und sahen das alles.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Bibelstelle: Lk 23,26-49

Begriffserklärungen/ Hintergründe zur Geschichte für Mitarbeitende

  • Kreuzigung: Brutale Art, Menschen hinzurichten. Sie sterben langsam und qualvoll, weil sein gegen Ende von innen her ersticken, weil sich die Lunge mit FlĂĽssigkeit fĂĽllt und nicht mehr ihren Dienst tun kann. Das dauert oftmals ĂĽber 12 Stunden.
  • Golgatha: Ein Ort vor den Toren von Jerusalem. Wahrscheinlich wurden hier öfter Menschen gekreuzigt. Es ist also fĂĽr Reisende auch gleich eine Mahnung, wenn sie dort vorbeikommen, oder es von Ferne sehen. Es kann auch so ein Art MĂĽllkippe vor den Toren der Stadt gewesen sein.

Vertiefungsideen 6-9 Jahre

Material:

  • Eine Laterne, eine Kerze, die brennt darin.
  • Ein Knicklicht fĂĽr jedes Kind

Ăśbergang von Geschichte zur Vertiefung

Habt ihr verstanden, was da eben passiert ist? Wer von euch kann es mal selber erzählen?

Ăśbertragung von Geschichte aufs Leben

Die Menschen sind ganz durcheinander. Jesus ist tot. Ein römischer Hauptmann hat das Ganze beobachtet. Er fragt sich: „Wer war dieser Jesus?“ Und nun ist Jesus tot.

Er wurde in ein Grab gelegt. Das war eine kleine Höhle. Das Grab, die Höhle, wurde mit einem Stein verschlossen.

Die JĂĽnger sind traurig. Der Hauptmann ist traurig. Jesus ist nicht mehr da. (die Kerze in der Laterne auspusten)

Jesus – wo bist du? Diejenigen, die mit Jesus befreundet waren, fühlen sich jetzt allein.

Auch in unserem Leben gibt es solche Situationen. Ich fĂĽhle mich allein gelassen, traurig.

Ich frage: Jesus – wo bist du?

Aktion: Nimm dir ein Knicklicht und ĂĽberlege dir, wann du dich alleine und traurig fĂĽhlst.

Am dritten Tag nachdem Jesus gestorben war, passiert es. In der finstersten Nacht entsteht ein neues Licht. Ganz klein und unverhofft. Und doch verändert es alles. „Jesus ist auferstanden!“– das ist die Nachricht. Der römische Soldat erzählt es seinem Hauptmann. Doch kann ich das glauben? Jesus – er lebt?

(Der Mitarbeiter zĂĽndet die groĂźe Kerze an der Laterne an.)

Jesus lebt!  Darum sind wir nicht allein mit unserer Traurigkeit. Wir können Jesus immer sagen, wie es uns geht, wo wir uns alleine fĂĽhlen und traurig.

Wer möchte, darf Jesus sagen, was sie oder ihn traurig macht, indem man sagt: „Jesus, mich macht traurig, dass… Dabei wird das Knicklicht gekickt und geschüttelt, so dass es leuchtet und an die Laterne gelegt.

Es ist auch in Ordnung, das Knicklicht schweigend zur Kerze zu legen.

(Gebetszeit)

AbschlieĂźendes Gebet:

Jesus, du machst, dass es nicht mehr so dunkel ist. Bei dir ist es hell.

Ich merke, du lässt uns nicht im Stich.

Danke fĂĽr die neue Hoffnung, die du schenkst!

Danke, dass du lebst. Amen.

Amen.

Vertiefungsideen 10-12 Jahre

Ăśbergang von Geschichte zur Vertiefung

Was meint ihr, welcher der beiden Soldaten wärt ihr gewesen: Der, der meint, Jesus ist tot? Oder der, der sagt: Jesus lebt?Warum?

Ăśbertragung von Geschichte aufs Leben

Wie versteht ihr die Kreuzigung? Versuch es euch gegenseitig zu erklären, was da passiert ist und warum?

Die Kreuzigung ist eine sehr brutale Geschichte. Sie erzählt vom Sterben Jesu, und damit scheint irgendwie alles vorbei zu sein. Aber: Ist damit alles vorbei? Was denkt ihr warum Jesus gestorben ist, er ist doch der Sohn Gottes? Und warum ist er gerade so gestorben?

(Hier kann man im Gespräch mit den Kindern auf die Hingabe Gottes in Jesu für alle, insbesondere für jeden einzelnen kommen. Jesus hat alles für dich getan. Er hat alles getan, damit du ohne Hindernis mit Gott zusammen sein kannst.)

Jesus nimmt unsere Schuld auf sich. Er leidet fĂĽr uns und er befreit uns, damit uns nichts von Gott trennen kann.

Sammelt jeder fĂĽr sich, was er falsches tut. Schreibt es auf Zettel. Jeder fĂĽr sich allein und faltet die Zettel

Passendes Spiel/ passende Aktion

        Die Zettel mit den Verfehlungen gefaltet an ein Kreuz nageln oder verbrennen

 Kreuze gestalten

Sucht mit den Kindern passende Stöcke und Holzstücke.
Dazu braucht ihr dann noch Schur/Seil, evtl. Nägel und Hammer oder auch Heißkleber, und evtl. einen Holzbohrer. Dann könnt ihr Aufstellkreuze oder auch Kreuze zum Umhängen oder als Armbandversion mit den Kindern basteln. Am Ende kann sich jedes Kind nochmal vergewissern, warum ihm das Kreuz wichtig ist.

(Gemeinsames) Gebet

  • Dankt Gott fĂĽr seine Hingabe
    • Ihr könnt auch eure Schuld vor ihm bekennen (vielleicht am besten in einem Stillen Teil, wo jedes Kind das in aller Stille tun kann)
    • Bitte um seine Vergebung mit Zusage dieser Vergebung durch die Leiter


  • Autor / Autorin: 5 Sterne - Kids-Team
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in WĂĽrttemberg