Was kann ich tun? (Barmherzige Samariter) [5*/ Vertiefung/ Mittwoch]

Stundenentwurf

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 25-30 Min. (Vorbereitung: 5-10 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppen: Kinder, Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Themenstellungen: Jesus und Berge, Vertiefungen
Redaktion: 5 Sterne Sommer
Bibelstelle: Lukas 10,25-37

Bibelstelle: Lk 10,25-37

Begriffserklärungen/ Hintergründe zur Geschichte für Mitarbeitende

V.25 Schriftgelehrter
Das waren Männer zur Zeit Jesu, deren Aufgabe die Auslegung und Deutung der Thora, also des Alten Testaments, war. Weil sie es dabei sehr genau nahmen und ja nichts falsch machen wollten, fügten sie den Regeln der Bibel immer weitere Gesetze dazu, die oft sehr kleinlich waren und es den Menschen schwer machten alles einzuhalten.

V.25 ewiges Leben
Gemeint ist hier das Leben eines Tages bei Gott.

V.27 Doppelgebot der Liebe
Dieses schon aus dem Alten Testament stammende Gebot der Liebe zu Gott und dem Mitmenschen war ursprünglich nur hinsichtlich Mit-Juden gedacht. Als Nächster angesehen wurde also nur einer des gleichen Volkes. Jesus weitet es hier auf, weg von der theologischen Fragestellung des Schriftgelehrten hin zu der lebenspraktischen Frage: Wer braucht gerade meine Liebe / Hilfe?

V.30 Jerusalem – Jericho
Die Strecke zwischen Jerusalem und Jericho war als gefährliche Strecke bekannt. In der Regel reisten die Menschen deswegen – wann immer möglich – in Gruppen.

V.31 Priester
Die Priester waren für das Volk Israel Mittler zwischen ihnen und Gott. Sie taten ihren Dienst im Tempel in Jerusalem. Dieser Dienst umfasste es Opfer darzubringen, sowie den Tempelbetrieb im Allgemeinen sicherzustellen.

V.32 Levit
Leviten sind die Nachfahren von Levi, einem der Söhne Jakobs, und zum Dienst am Tempel berufen. Aus ihrer Mitte stammen traditionell die Priester. Die restlichen Männer unterstützten die Priester bei ihrem Tempeldienst in einem gewissen Turnus.

V.33 Samariter
Nach König Salomo (ca. 950 v.Chr.) teilte sich das Volk Israel in zwei Teile auf: In das Nordreich mit der Hauptstadt Samaria und in das Südreich namens Juda mit der Hauptstadt Jerusalem. Da sich die Samariter (der Name leitet sich von der Hauptstadt ab) – entgegen der Gebote der Thora – im Lauf der Jahrhunderte mit anderen Völkern vermischt hatten, waren sie bei den Juden nicht sehr gut angesehen.

V.35 Silbergroschen
Ein Silbergroschen war zur Zeit Jesu der Tageslohn eines Arbeiters.

Vertiefungsideen 6-9 Jahre

Verständnisfragen zur Bibelgeschichte

  • Was wollte der Schriftgelehrte von Jesus wissen?
    –> Wie er sich zu verhalten hat, damit er das ewige Leben bekommt.
  • Was ist – laut Jesus – das richtige Verhalten?
    –> Gott lieben und seinen Nächsten wie sich selbst
  • Warum erzählt Jesus dann das Gleichnis?
    –> Um dem Schriftgelehrten zu verdeutlichen, wer der Nächste ist
  • Auf welchem Weg war der Mann unterwegs?
    –> Von Jerusalem nach Jericho
  • Was ist dem Mann Schlimmes passiert?
    –> Er wurde überfallen, ausgeraubt und halbtot liegen gelassen
  • Wer geht alles vorbei?
    –> Ein Priester und ein Levit. (Hier am besten erklären, wer oder was die beiden waren und so gemacht haben und auch überlegen, was Gründe waren, warum sie vielleicht weitergegangen sind; gerne auch über die Andeutungen des Anspiels hinaus.)
  • Wer hilft dem Verletzten?
    –> Ein Samariter. (Hier erklären, warum es so erwähnenswert ist, dass es ein Samariter ist, der hilft: Weil diese eben so schlecht angesehen waren bei den Juden.)
  • Wie hilft der Samariter?
    –> Verbindet die Wunden, begießt sie mit Öl (Desinfektion), bringt ihn in eine Herberge, pflegt ihn selber bzw. bezahlt dann den Wirt.
  • Wer war also dem Verletzten der Nächste?
    –> Der, der ihm mit Barmherzigkeit begegnet ist, also der ihm geholfen hat.

Übertragung auf das Leben der Kinder

  • Es gibt Dinge, die kriegen wir nicht alleine hin. Wobei braucht ihr manchmal oder öfter Hilfe?
    –> Vielleicht erzählen die Kinder jetzt so Dinge wie Schuhe binden, Hausaufgaben, wo hingefahren werden, …
  • Wer ist es meistens, der euch dabei hilft?
    –> In vielen Fällen sind es die Eltern, Geschwister oder Großeltern, manchmal sicher auch Freunde
  • Gibt es Situationen, wo du schon mal jemandem geholfen hast?
    –> Vielleicht erzählen die Kinder jetzt so Dinge wie jemandem die Hausaufgaben vorbeigebracht, mit jemand gespielt, dem es nicht so gut ging, den Einkauf erledigt, Müll rausgebracht oder andere Hausarbeiten erledigt
  • Hast du auch schon mal jemandem geholfen, den du nicht so mochtest?
    –> Wahrscheinlich eher nicht so oft oder nicht so gerne…
  • Manchmal geht es uns ja so, dass wir nicht genau wissen, wie wir helfen können oder dass wir uns das nicht zutrauen. Wir denken dann, dass wir es eh nur falsch machen oder der andere das gar nicht will. Kennt ihr das?
    –> Abwarten, was die Kinder so erzählen.
  • Lasst uns mal gemeinsam überlegen, wo wir anderen Menschen ganz konkret helfen oder ihnen was Gutes tun können?
    –> Das nun folgende Gespräch soll konkrete Überlegungen hervorbringen. Ihr könnt eine Sache davon nachmittags umsetzen. Oder eine schon vorbereitete Aktion (z.B. Singen im Hof eines Altenheims) ins Spiel bringen und ggf. dafür üben

Jesus erzählt dem Schriftgelehrten das Beispiel von dem barmherzigen Samariter. Er stellt diesen schlecht angesehenen Mann als Vorbild dar. Obwohl er wusste, dass die Juden es umgekehrt vielleicht nicht so machen würden, hat der Samariter dennoch geholfen. Er hat getan was er konnte. Er hat den Verletzten versorgt und dann wohin transportiert, wo ihm weitergeholfen wird. Er war ihm ein guter Nächster.

Auch wir sollen anderen helfen und ihnen Gutes tun. So gut wir das eben können. Ihr seid noch Kinder und habt nicht die gleichen Möglichkeiten, wie es die Großen haben. Aber auch ihr könnt etwas tun. Was genau, das haben wir ja vorhin schon gesammelt. Und was wir heute Nachmittag bei unserer Sozialaktion umsetzen wollen, das haben wir auch schon besprochen. Ich glaube das wird eine richtig tolle Sache. Es wird nicht gleich die ganze Welt verändern. Aber für diese Menschen dort, wird es etwas verändern. Sie werden sich drüber freuen.

Und wisst ihr was: Jesus freut sich da drüber. Er freut sich mega, wenn wir uns so für andere einsetzen. Er hat es uns als Auftrag gegeben. Wir sollen ihn und Gott lieben. Und unseren Nächsten. Ich finde es klasse, dass wir das heute Nachmittag ganz konkret tun.

(Gemeinsames) Gebet

Anschließende Spiele / Aktionen

  • Ausmalbilder (siehe beigefügte PDF oder unter: https://media.freebibleimages.org/stories/FB_RR_Good_Samaritan/FB_RR_Good_Samaritan_BW.pdf)
    Vielleicht teilt ihr euch als Gruppe so auf, dass jeder ein Bild von einer Szene ausmalt. Hinterher hängt ihr dann alle in der richtigen Reihenfolge auf. So können die Kinder die Geschichte die restliche Woche immer mal wieder anschauen.
    ODER
    Ihr malt die Bilder für die Sozialaktion nachmittags so aus, dass ihr sie verschenken könnt, bzw. dort irgendwie aufhängen (z.B. in Klarsichtfolien an einer Wäscheleine im Hof des Altenheims o.ä.)
  • Spiel „Für meine Reise von Jerusalem nach Jericho packe ich …“ (Variante von „Ich packe meinen Koffer“)
    Der erste Spieler beginnt mit dem Satz „Für meine Reise von Jerusalem nach Jericho packe ich …“ und ergänzt dann einen Gegenstand, als z.B. „… einen Sonnenhut ein“. Der nächste Spieler beginnt wieder mit „Für meine …“ und nennt dann den ersten Gegenstand „einen Sonnenhut“ und einen weiteren Gegenstand „und Sonnencreme ein“. Der dritte Mitspieler muss dann sowohl den Sonnenhut, als auch die Sonnencreme nennen, bevor er etwas eigenes nennt. Und so weiter. Wer nicht mehr alles weiß oder sich verspricht, ist raus. Wie lange wird die Kette?
  • Spiel „Dirigent“
    Einer muss vor die Türe. Dann wird ein „Dirigent“ bestimmt. Was immer der tut (sich z.B. am Kopf kratzen, auf die Schenkel klopfen usw.) müssen alle anderen nachmachen. Der Freiwillige darf wieder reinkommen und muss in die Mitte stehen. Er darf dreimal raten, wer der Dirigent ist. Schafft er es, darf er sich hinsetzen und der nächste Freiwillige wird gesucht.
  • Spiel „Memory“
    Ein Freiwilliger verlässt den Raum. Alle Übriggeblieben suchen sich nun jeweils einen Partner (mit Abstand). Jedes Paar überlegt sich ein Zeichen (z.B. klatschen o.ä.) . Wenn dies geschehen ist, dann verteilen sich alle Im Raum (mischen sich also). Der vor der Tür kommt nun herein und müssen, wie auch beim echten Memory, nun jeweils 2 Namen nennen. Daraufhin machen die aufgerufenen beiden Personen ihr vereinbartes Zeichen. Der Rest ist wie normales Memory. Der, der die meisten Paare erraten hat gewinnt!

Vertiefungsideen 10-12 Jahre

Verständnisfragen zur Bibelgeschichte

  • Lest als erstes die Geschichte nochmal aus einer Bibel vor!
    (bzw. mit den Kindern gemeinsam, falls bei euch genügend Bibeln vorhanden sind)
  • Was wollte der Schriftgelehrte von Jesus wissen?
    –> Wie er sich zu verhalten hat, damit er das ewige Leben bekommt.
  • Was ist – laut Jesus – das richtige Verhalten?
    –> Gott lieben und seinen Nächsten wie sich selbst
  • Was steckt hinter der Frage „Wer ist denn mein Nächster?“
    –> Der Schriftgelehrten wollte sich rechtfertigen
  • Auf welchem Weg war der Mann unterwegs?
    –> Von Jerusalem nach Jericho
  • Was ist dem Mann Schlimmes passiert?
    –> Er wurde überfallen, ausgeraubt und halbtot liegen gelassen
  • Wer geht alles vorbei?
    –> Ein Priester und ein Levit. (Hier am besten erklären, wer oder was die beiden waren und so gemacht haben.)
  • Wer hilft dem Verletzten?
    –> Ein Samariter. (Hier erklären, warum es so erwähnenswert ist, dass es ein Samariter ist, der hilft: Weil diese eben so schlecht angesehen waren bei den Juden.)
  • Wie hilft der Samariter?
    –> Verbindet die Wunden, begießt sie mit Öl (Desinfektion), bringt ihn in eine Herberge, pflegt ihn selber bzw. bezahlt dann den Wirt.
  • Wer war also dem Verletzten der Nächste?
    –> Der, der ihm mit Barmherzigkeit begegnet ist, also der ihm geholfen hat.

Übertragung auf das Leben der Kinder

  • Es gibt Dinge, die kriegen wir nicht alleine hin. Wobei braucht ihr manchmal oder öfter Hilfe?
    –> Vielleicht erzählen die Kinder jetzt so Dinge wie Hausaufgaben, wo hingefahren werden, PC reparieren …
  • Wer ist es meistens, der euch dabei hilft?
    –> In vielen Fällen sind es die Eltern, Geschwister oder Großeltern, je älter desto mehr sehr wahrscheinlich auch die Freunde
  • Gibt es Situationen, wo du schon mal jemandem geholfen hast?
    –> Vielleicht erzählen die Kinder jetzt so Dinge wie jemandem die Hausaufgaben vorbeigebracht, mit jemand geredet, dem es nicht so gut ging, den Einkauf erledigt, Müll rausgebracht oder andere Hausarbeiten erledigt, Papa beim Basteln / Bauen geholfen
  • Hast du auch schon mal jemandem geholfen, den du nicht so mochtest?
    –> Wahrscheinlich eher nicht so oft oder nicht so gerne…
  • Kennt ihr euch so Ausreden, wenn ihr euch darum drückt jemandem zu helfen? So wie z.B. der Priester oder Levit? Was für Ausreden habt ihr da?à keine Zeit, keine Lust, kann das nicht, weiß nicht wie helfen, Angst was falsch zu machen …
  • Lasst uns mal gemeinsam überlegen, wo wir anderen Menschen ganz konkret helfen oder ihnen was Gutes tun können?
    –> Das nun folgende Gespräch soll konkrete Überlegungen hervorbringen. Ihr könnt eine Sache davon nachmittags umsetzen. Oder eine schon vorbereitete Aktion (z.B. Singen im Hof eines Altenheims) ins Spiel bringen und ggf. dafür üben

Jesus erzählt dem Schriftgelehrten das Beispiel von dem barmherzigen Samariter. Er stellt diesen schlecht angesehenen Mann dem jüdischen Schriftgelehrten als gutes Vorbild dar. Obwohl er wusste, dass die Juden es umgekehrt vielleicht nicht so machen würden, hat der Samariter dennoch geholfen. Er hat getan was er konnte. Er hat den Verletzten versorgt und dann wohin transportiert, wo ihm weitergeholfen wird. Er war ihm ein guter Nächster. Und obwohl er ihn nicht gesund pflegen konnte, sondern weiterreisen, hat er auch dafür gesorgt, dass es ihm weiterhin gut ging, indem er den Wirt bezahlt hat.

Auch wir sollen anderen helfen und ihnen Gutes tun. So gut wir das eben können. Ihr seid noch jung und habt nicht die gleichen Möglichkeiten, wie es die Großen haben. Aber auch ihr könnt etwas tun. Was genau, das haben wir ja vorhin schon gesammelt. Und was wir heute Nachmittag bei unserer Sozialaktion umsetzen wollen, das haben wir auch schon besprochen. Ich glaube das wird eine richtig tolle Sache. Es wird nicht gleich die ganze Welt verändern. Aber für diese Menschen dort, wird es etwas verändern. Sie werden sich drüber freuen.

Und wisst ihr was: Jesus freut sich da drüber. Er freut sich mega, wenn wir uns so für andere einsetzen. Er hat es uns als Auftrag gegeben. Wir sollen ihn und Gott lieben. Und unseren Nächsten. Ich finde es klasse, dass wir das heute Nachmittag ganz konkret tun.

Anschließende Spiele / Aktionen

  • Ggf. Ausmalbilder
  • Spiel „Werwölfe von Düsterwald“
    Ihr könnt ja die Abwandlung spielen, dass es keine Werwölfe sind, sondern die Räuber der Landstraße 😉
  • Spiel „Fang den Ball“
    Der Spielleiter steht in der Mitte des Kreises und hat einen Tennisball. Er lässt ihn fallen und sagt dabei einen Namen. Nun muss der Genannte so schnell wie möglich in die Mitte hechten und den Ball auffangen, bevor er ein zweites Mal aufhüpft.

(Gemeinsames) Gebet

  • Autor / Autorin: 5 Sterne - Kids-Team
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg