Egal, ob du einen Führerschein hast oder nicht – du kennst die Situation: Du bist als Fahrer oder Mitfahrer in einem Auto unterwegs. Am Straßenrand taucht vor dir diese Person auf – sie hält den Daumen oder ein Pappschild raus und wartet auf eine Mitfahrgelegenheit. Kurz schießt dir der Gedanke in den Kopf: „Eigentlich doch kein Problem, jemanden mal ein paar Kilometer mitzunehmen.” Beim Vorbeifahren treffen sich eure Blicke durch die Windschutzscheibe. Unsicher, fragend. Doch ehe du den Gedanken zu Ende denken, geschweige denn ihn aussprechen kannst, rollt das Auto an der Person am Straßenrand vorbei. Mit einem komischen Gefühl im Bauch schaust du in den Rückspiegel. Die Person steht immer noch da – sie schaut in deine Richtung. „Mist! Chance verpasst!”, seufzst du in dich hinein.
Eben diese Situation beschreibt Maxim in seinem Song Rückspiegel. Es geht um verpasste Chancen. Möglichkeiten, die man vielleicht nur einmal im Leben bekommt. Chancen, die man nicht ergreift. Vielleicht die Möglichkeit, für ein paar Wochen zum Schüleraustausch ins Ausland zu gehen, bei einem Konzert oder Festival dabei zu sein oder sich auf einen Job zu bewerben. Das alles sind Chancen, die man entweder nutzen oder vertun kann.
Vielleicht erkennst du dich in diesem Songtext selbst wieder. Du fragst dich: „Was wäre gewesen, wenn ich mich doch anders entschieden hätte? Wäre vielleicht sogar mein ganzes Leben anders verlaufen?” Und du ärgerst dich und sagst dir selbst: „Shit! Vertan! Ich habe diese einmalige Chance nicht genutzt. Hätte ich damals doch nur nicht so lange gezögert, wäre mutiger gewesen, …”
In der Bibel findest du kaum etwas über verpasste Chancen. Denn es liegt auf der Hand: Geschichten über verpasste Chancen schreiben nur die wenigsten auf – außer vielleicht Maxim in einem Songtext. Denn vor allem genutzte Chancen hinterlassen Spuren – bringen uns weiter, lassen uns neue Erfahrungen machen. Trotzdem findet man in der Bibel einen Text, der den Sachverhalt noch einmal in ein neues Licht stellt. In Prediger 3 heißt es immer wieder, dass alles seine Zeit hat. Viele Beispiele werden da aufgeführt: Da geht’s ums Suchen und Verlieren, ums Weinen und Lachen oder ums Behalten und ums Wegwerfen.
Und damit geht es letztlich auch darum, mutig Chancen zu ergreifen oder sich in einer Situation auch einmal zurückzuhalten und ganz relaxed eine Chance verstreichen zu lassen. Alles hat seine Zeit. Und somit gibt es in deinem Leben Zeiten, in denen du mutig vorangehst und Chancen ergreifst. Aber genauso gibt es auch Zeiten, in denen du zurückhaltender und abwartender sein darfst. Gott kennt dich. Er kennt deine Wünsche, Ängste und Sehnsüchte. Deinen Ärger, aber auch deine Freude. Er weiß genau, was du brauchst und was gut für dich ist. Und das sogar, bevor du es aussprechen kannst (vgl. Mt 6,8).
Den kompletten Plan für unser Leben, den zeigt uns Gott nicht. Er überlässt jeder und jedem selbst die Entscheidung, eine Chance zu ergreifen oder dies auch nicht zu tun. Aber genauso, wie es Maxim im letzten Refrain seines Songs beschreibt, dürfen wir heute und morgen in der Hoffnung und Zuversicht leben, dass Gott unserem Leben eine Richtung gibt, sodass wir am Ende sagen können: „Alles ist okay!”
Wünschen sich die Beginner in die Steinzeit zurück? Haben sie etwas gegen Technik und Fortschritt? Ich glaube, dass es ihnen nicht darum geht, sich in die Rauchzeichenzeit zurückzuwünschen. Es geht ihnen darum, auf die negativen Folgen dieser Entwicklung hinzuweisen. Wir leben in einer Zeit der völligen Freiheit und trotzdem haben wir vor so vielem Angst. Ich habe Angst. Zum Beispiel habe ich Angst davor, aussortiert zu werden. Menschen werden abgehängt. Wer nicht mit der Zeit geht, kann sein Leben von der Datenautobahnbrücke schmeißen. Du bist raus, wenn du nicht mitmachst. Raus zu sein, nicht mehr dazuzugehören, das macht mir Angst.
Angst habe ich auch davor, bei anderen Leute unten durch zu sein. Wenn sie mich ablehnen. Ich glaube, es geht vielen so ähnlich. Darum motzen sie sich online ordentlich auf, zeigen nur ihre Schokoladenseiten. Alles, was nicht passt, wird rausgeschnitten, überabeitet, weggelassen. Wo sind die Menschen, die zu ihren Pickeln und zu ihren schiefen Zähnen stehen? Das ist leichter gesagt als getan. Wer will schon seine Macken zeigen, wenn er sie auch überdecken kann? Allerdings erschaffen wir so eine Scheinwelt. Wir machen uns gegenseitig vor, wie toll wir sind, und belügen uns dabei. „Wir pumpen mit Fotos unsre großen Egos auf, doch sind innerlich so leer wie’n Schokonikolaus.”
Warum verbiegen wir uns so oft vor anderen Menschen? Aus Angst davor, out zu sein! Aus Angst davor, nicht gemocht zu werden! Ich habe für mich beschlossen, dass ich da nicht mehr mitmachen will. Ich will mich nicht mehr verbiegen. Ich will nicht mehr von dieser Angst, out zu sein, bestimmt werden. Ich will nicht Angst davor haben, nicht gemocht zu werden. Dabei hilft mir der Glaube an Gott. In Psalm 56,12 (Lu) sagt einer: „Auf Gott hoffe ich und fürchte mich nicht; was können mir Menschen tun?” Mir hilft die Beziehung zu Gott, meine Ängste zu überwinden. Ich vertraue ihm. Ich rede mit ihm über meine Ängste und es tut mir gut, weil er mich ruhig macht. Er schenkt mir Gelassenheit, weil er mich so annimmt, wie ich bin. Ihm muss ich nichts vormachen und trotzdem bin ich ihm wichtig.
Ich mache dir Mut, es genauso zu machen. Stehe zu dir selbst! Sei du selbst! Sei echt! Du bist, so wie du bist, genial und einzigartig! Egal, was andere sagen oder schreiben, Gott findet dich großartig, wie du bist. Mach dich nicht von der Meinung anderer abhängig. Rede mit Gott und erzähle ihm von deinen Ängsten. Vertraue auf Gott und fürchte dich nicht! Du bist großartig!
Bibelstellen: 1. Samuel 17,1-50
Zielgedanke: Gott ist größer als alles, was uns Angst macht.
Das Leben läuft oft alles andere als perfekt. Oder zumindest anders als geplant. Manchmal tauchen ganz plötzlich Hindernisse und Herausforderungen auf, die wir bewältigen müssen. Stellt euch vor, ihr geht einen Weg entlang, den ihr gut kennt. Und auf einmal steht da plötzlich ein Zaun! (einen Zaun zeichnen)

Ein neues Schild am Straßenrand weist euch darauf hin, dass ihr hier nicht weitergehen dürft. (rechts oberhalb des Zauns einen Kreis zeichnen, in dem ein weiterer Kreis liegt)

So etwas könnte man eine Herausforderung nennen. Manchmal können aber auch Menschen eine Herausforderung für uns sein. (links oberhalb der Kreise einen Kopf und ein Gesicht zeichnen)

Vielleicht weil sie unfreundlich oder sogar gemein zu uns sind. Es ist gar nicht so einfach, mit so etwas umzugehen. Vielleicht habt ihr euch nach so mancher Begegnung auch schon mal gedacht: „Oh, das ist jetzt nicht so gut gelaufen.“ Herausfordernd können auch die vielen Aufgaben sein, die wir haben und vor denen wir uns gern drücken würden. Zum Beispiel langweilige Arbeitsblätter, die wir als Hausaufgabe aufbekommen haben. (oberhalb des Zauns einen Stapel Arbeitsblätter zeichnen)

Auch Erwachsene haben manchmal so etwas wie Hausaufgaben: Sie müssen die Steuererklärung machen, zur Bank gehen oder Versicherungen abschließen. Das kann so herausfordernd sein, dass sie oft gar nicht wissen, wo ihnen der Kopf steht. (den Kopf vervollständigen und einen Bart zeichnen)

Eine andere Aufgabe, vor der sich Erwachsene gern drücken, ist der unendliche Wäscheberg, der gebügelt werden muss. (oberhalb des Stapels einen Berg zeichnen, der unterhalb des Kopfes endet)

Jede und jeder von uns hat viele Herausforderungen zu meistern. Wir haben oft alle Hände voll zu tun. (links und rechts vom Berg, der nun einen Brustpanzer bildet, je einen Arm zeichnen; der linke Arm ist angewinkelt; der rechte Arm verschwindet hinter den Kreisen, die nun den Schild bilden; die Riemen des Brustpanzers ergänzen)

Große und kleine Aufgaben stehen manchmal wie Riesen vor uns und erscheinen bedrohlich. So wie dieser Riese hier. (der Figur (= Goliath) Helm, Rock und Füße zeichnen; die vertikalen Linien des Zauns als Beinpartie verwenden; das Schild mit Nieten versehen)

Einem solchen Riesen stand David einmal gegenüber, von dem in der Bibel berichtet wird. (für David links neben Goliath eine kleine Figur zeichnen)

Dieser Riese hieß Goliat. Er lachte über alle anderen, nannte sie Feiglinge und wollte ihnen ihr Land rauben. (aus den horizontalen Linien des Zauns eine Hintergrundlandschaft zeichnen)

David war nicht so stark wie der Riese Goliat und hatte auch nicht so eine tolle Ausrüstung wie er. (Goliat einen Speer in die linke Hand zeichnen)

Und selbst wenn er eine gehabt hätte – er hätte gar nicht gewusst, wie er sie einsetzen sollte. Denn David war kein Soldat wie Goliat. Er hatte einen einfachen Beruf: Hirte. Er passte auf seine Schafe auf und beschützte sie vor wilden Tieren. Dabei hatte er eine Sache gelernt: Er konnte mit seiner Steinschleuder selbst weit entfernte Ziele genau treffen. (David eine Steinschleuder in die Hand zeichnen)

David konnte nicht nur mit seiner Steinschleuder umgehen – er war auch gut im Nachdenken. Und so zerbrach er sich den Kopf darüber, wie seine Leute diesen fiesen Riesen loswerden konnten. (rechts hinter Goliat einige Figuren zeichnen)

Sie alle hatten große Angst vor Goliat und dachten, dass sie keine Chance gegen ihn hätten. Selbst der beste Krieger kam sich klein und schwach vor. David war noch kleiner und schwächer als die anderen, aber er vertraute Gott. Deswegen fand er auch den Mut, gegen Goliat anzutreten. Alle anderen lachten ihn dafür aus und glaubten, dass David verlieren würde. Mit vollem Vertrauen auf Gott fasste er sich ein Herz, stellte sich Goliat gegenüber und holte seine Steinschleuder hervor. Er zielte. Und dann flog der Stein. Im nächsten Moment fiel Goliat um. David hatte ihn direkt am Kopf getroffen. (zwischen David und Goliat einen fliegenden Stein zeichnen)

Alle freuten sich, weil David den Riesen besiegt hatte und nun niemand mehr ihr Land haben wollte. (die Figuren im Hintergrund so vervollständigen, dass sie fröhlich wirken)

Wie hatte David das geschafft? David kannte Gott und war ihm ganz nah. Deshalb wusste er: Gott ist größer als alle Riesen zusammen. (über das Bild „Gott ist größer“ schreiben)

Mit Gott an unserer Seite können wir alle Hürden, alle Aufgaben und alles, was uns wie ein Riese erscheint, bewältigen.
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Bibelstellen: 1. Mose 15,1-6; 1. Mose 17,1-4.16; 1. Mose 21,1-7
Zielgedanke: Gott steht zu seinem Wort.
Hallo, mein Name ist Eckard. Ich bin eine Echse und wohne in einer wunderschönen Gegend. (eine Eidechse zeichnen)

Am liebsten liege ich auf meinem Lieblingsfelsen hoch oben. (unterhalb der Echse einen Felsen zeichnen)

Von dort aus habe ich einen wunderbaren Ausblick. Es gibt keine Bäume, die die Sicht versperren, sondern nur herrlich viel Sand. Und in der Ferne sieht man ein paar Berge. (eine Bergkette zeichnen)

Ganz in der Nähe von meinem Felsen habe ich vor einiger Zeit etwas beobachtet: Ein Mann und eine Frau kamen vorbei. Ihnen gefiel mein Zuhause anscheinend so gut, dass sie hier gleich ihr Zelt aufschlugen. (ein Zelt zeichnen)

Die beiden waren schon sehr alt, bestimmt fast hundert. Viel älter als ich! Ich bekam mit, wie die beiden miteinander sprachen. Sie waren sehr traurig – und ich bekam auch mit, warum: Sie hatten keine Kinder.
Abraham – so nannte ihn die Frau – war ein Mann, der an Gott glaubte. Und so hörte ich, wie er eines Abends vor das Zelt ging, sich hinkniete und mit seinem Gott über seine Sorgen sprach. (für Abraham eine betende Figur in kniender Haltung zeichnen)

„Gott, was soll ich nur machen? Wem soll ich all das vererben, was ich habe? Jetzt sind Sara und ich schon so alt! Warum haben wir noch immer keinen Sohn? Hast du uns vergessen?“ (vor Abraham mehrere Fragezeichen andeuten)

Abraham schien sehr verzweifelt zu sein. Er fragte Gott: „Bin ich schuld daran, dass wir keine Kinder haben? Vielleicht habe ich ja etwas falsch gemacht. Bist du uns böse, Gott?“ (vor Abraham spiegelverkehrte Fragezeichen andeuten)

Er betete sehr lange. Und als er fertig war, machte er erst mal ein kleines Feuer. Am Lagerfeuer kann man nämlich besonders gut nachdenken. Und bestimmt war ihm mittlerweile auch kalt geworden. (unterhalb der Fragezeichen ein Lagerfeuer zeichnen)

Als er so an seinem Feuer saß, war da plötzlich eine Stimme, die sagte: „Abraham! Mach dir keinen Kopf! Ich sehe dich und verspreche, dir zu helfen!“ Huch? Wer könnte das gewesen sein? Ich konnte von meinem Felsen aus niemanden sehen. Es war aber auch sehr dunkel. Habt ihr eine Idee? (Pause)
Abraham schien sich jedenfalls sehr sicher zu sein, dass es Gottes Stimme war. „Ach Gott!“, habe ich ihn sagen hören. „Was willst du denn machen? Sara und ich sind schon viel zu alt – wir können keine Kinder mehr bekommen! Alles was ich habe, wird an meinen Knecht gehen und nicht in meiner Familie bleiben. Das macht mich so traurig!“ „Vertrau mir!“, sagte Gott. „Du wirst Papa werden! Schau mal nach oben in den Himmel. Siehst du die Sterne?“ (einen Sternenhimmel zeichnen; die Sterne werden später zu dem Wort „Segen“ miteinander verbunden)

„Versuch mal, sie zu zählen“, forderte Gott Abraham auf. „Genau so viele Kinder und Enkel und Urenkel wirst du haben. Ich werde dich mit unzähligen Nachkommen segnen.“ Abraham blickte in den sternenklaren Himmel – und ich auch. (Eckard und Abraham Augen zeichnen, die nach oben blicken)

Wow! Das waren eine Menge Sterne! Habt ihr schon mal versucht, die Sterne am Himmel zu zählen? (Pause)
Als Abraham es versuchte, verzählte er sich die ganze Zeit. Er konnte gar nicht glauben, dass er so viele Nachkommen haben sollte. Und auch ich hatte meine Zweifel – immerhin war er schon ein alter Knacker. Kurz danach zogen er und Sara weiter. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was wohl aus Gottes Versprechen geworden ist. Und wisst ihr was? Gott hat die beiden tatsächlich gesegnet und ihnen einen Sohn geschenkt: Isaak. Das hat mir mein Vetter Edgar erzählt. Gott hat versprochen, dass er sich um die Menschen kümmert und sie segnen will. Wir können ihm vertrauen – auch, wenn es sich um Dinge handelt, die unmöglich scheinen. Er hält, was er verspricht und segnet uns, wenn wir uns an ihn wenden. (die Sterne zu dem Wort „Segen“ verbinden)

Bei Abraham und Sara gab es noch viele Höhen und Tiefen, wie mir Edgar erzählt hat. Sie vertrauten Gott nicht immer. Aber er segnete sie trotzdem. Das zeigt mir: Auch wenn wir Mist bauen oder versuchen, die Dinge auf eigene Art zu regeln: Gottes Segen bleibt! (den Satz vervollständigen: „Gottes Segen bleibt!“)

Das hat Gott uns versprochen – und daran hält er sich.
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Bibelstellen: 4. Mose 21,4-9; Lukas 23,32-43; Johannes 3,14-16
Zielgedanke: Wer Jesus vertraut, hat ewiges Leben.
Manchmal gibt es Dinge, die uns aufregen oder einfach nicht so laufen, wie wir uns das gedacht haben. Dann scheint es, als ob das Leben in Schlangenlinien verlaufen würde. (vertikal eine Schlangenlinie ziehen)

Und was machen wir, wenn unser Leben krumm und schief verläuft? Meckern! Das können wir gut. Wir sind Profis darin, in allem etwas Schlechtes zu finden. Das war wahrscheinlich schon immer so.
Auch die Israeliten meckerten ständig und an allem herum. Ihr Leben war aber auch alles andere als normal. Nach der Flucht aus Ägypten erlebten sie Höhen und Tiefen auf dem Weg durch die Wüste. Und nach so langer Zeit auf Wanderschaft, ständig unterwegs durch die Hitze, fingen sie eben an zu jammern. Sie sagten zu Mose und Aaron, die sie anführten: „Warum habt ihr uns aus Ägypten geholt? Damit wir hier sterben? Es gibt kein Brot und kein Wasser, nur immer dieses armselige Manna. Das hängt uns zum Hals heraus!“
Gott ärgerte sich darüber, dass sie über sein gutes Brot motzten und nicht wertschätzten, dass er sie versorgte. Darum schickte er Schlangen, die das Volk bissen. (oben an die Schlangenlinie einen Kopf zeichnen)

Sofort liefen die Israeliten zu Mose und riefen: „Wir haben uns schuldig gemacht! Es war falsch, dass wir uns gegen dich und Gott aufgelehnt haben. Bitte den Herrn, uns von den Schlangen zu befreien!“ Also betete Mose für das Volk. (für Mose links neben die Schlange eine Figur mit erhobenem Arm zeichnen)

Gott antwortete ihm: „Mach eine Schlange aus Bronze und befestige sie an einer Stange. (für die Stange oben und unten an die Schlange je einen Strich zeichnen)

Dann sag den Israeliten: ‚Jeder, der von den Schlangen gebissen wird und die bronzene Schlange ansieht, bleibt am Leben‘.“ Und genau so war es. Wer gebissen wurde und zu Moses Schlange schaute, war gerettet. (Mose Augen zeichnen, die auf die Schlange gerichtet sind)

Wer Gott nicht vertraute und deshalb nicht auf die Schlange sah, der starb. (rechts neben die Schlange eine Figur zeichnen, die nach rechts schaut)

Jesus selbst hat einmal diese Geschichte aus dem Alten Testament erzählt, als er mit einem Mann namens Nikodemus sprach. Er erklärte ihm, dass unser ewiges Leben davon abhängt, ob wir Gott vertrauen – ähnlich wie in der Geschichte mit der Schlange. Jesus sagte zu ihm: „Mose hat in der Wüste eine Schlange aus Bronze an einer Stange aufgerichtet, damit jeder, der sie ansah, am Leben blieb. Genau so soll auch Gottes Sohn erhöht werden. Die Menschen, die dann auf seinen Sohn schauen und an ihn glauben, haben das ewige Leben.“ Nicht ganz leicht zu verstehen, was Jesus damit meinte, oder? Aber wisst ihr was? Das, was später passiert ist, erklärt, was er gemeint hat: Er selbst wurde nämlich ans Kreuz gehängt und damit wie die bronzene Schlange in der Wüste erhöht. (für Jesus eine Figur zeichnen, die am Kreuz hängt; dabei die Stange verwenden)

Neben Jesus hingen zwei Verbrecher am Kreuz. Der erste machte sich über Jesus lustig: „Der kann doch nicht Gott sein, wenn er hier hängt!“ (hinter die Figur rechts ein Kreuz zeichnen)

Der andere Verbrecher erkannte aber, dass Jesus der Retter ist. Voller Vertrauen schaute er auf Jesus. (hinter die Figur links ein Kreuz zeichnen)

Und er bat: „Jesus, bitte denk an mich, wenn du in den Himmel gehst!“ Jesus antwortete ihm: „Ich versichere dir: Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ Das Ganze geschah auf dem Berg Golgatha. (unterhalb der Kreuze eine halbrunde Linie ziehen)

Schon vor seinem Tod hat Jesus genau diese Situation beschrieben und erklärt. Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen Sohn für sie hergab. Wer an ihn glaubt, ist gerettet und hat das ewige Leben, sagt Jesus (Johannes 3,16). Das Volk Israel stand damals vor der Entscheidung: auf die Schlange sehen oder nicht? Die Verbrecher hatten die Wahl: Jesus vertrauen oder nicht? Wir haben auch die Wahl, wo wir hinschauen. (über das Bild „Wo schaust du hin?“ schreiben)

Die Frage ist: Vertraust du Jesus?
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One Paper Stories ist eine visuelle Methode, um auf kreative und eindrückliche Weise Geschichten zu erzählen. Du benötigst dazu nicht mehr als ein großes Blatt Papier, einen schwarzen Stift und den Erzähltext. Aus einfachen Formen und Linien entsteht während des Erzählens Strich für Strich ein Bild – manchmal mit überraschenden Entwicklungen. Durch das Hören und Sehen bleibt die Geschichte bei deinen Zuhörerinnen und Zuhörern umso besser in Erinnerung. Dieses Buch bietet 18 ausgearbeitete biblische Geschichten, damit du die Methode kennenlernen und ausprobieren kannst. Das Wichtigste vorab: Du brauchst keine Vorkenntnisse im Zeichnen, um diese Methode anwenden zu können.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, One Paper Stories umzusetzen: Sie können sowohl im Alleingang als auch im Team erzählt werden. Wenn du in dieser Methode noch nicht erprobt bist, wirst du dich im Team womöglich sicherer fühlen. Wie du es auch machst: Im Vorfeld sollte klar sein, an welcher Stelle in der Geschichte gezeichnet und ob während des Zeichnens weiter erzählt werden soll. Auch ein Probedurchlauf kann nicht schaden – besonders, wenn mehrere Personen involviert sind.
One Paper Stories müssen nicht zwangsläufig auf Papier entstehen. Sie können auf verschiedene Untergründe gezeichnet und je nach Bedarf vergrößert werden (z. B. durch Projektion). Welche Option für dich infrage kommt, hängt zum einen davon ab, was mit dem Bild zur Geschichte geschehen soll (einige Bilder müssen z. B. gedreht, zerrissen oder geknickt werden) und zum anderen von der Größe deines Publikums (je größer das Publikum ist, desto größer sollte auch die Fläche zum Zeichnen sein).
Papier ist eine unkomplizierte Option, die verschiedene Möglichkeiten bietet: Es kann an eine Flipchart gehängt, an einer Tafel oder Wand befestigt oder auf den Boden gelegt werden. Es kann außerdem gedreht, geknickt und zerrissen werden. Dieser Untergrund bietet sich außerdem gut an, wenn du Zeichnungen hauchdünn vorzeichnen möchtest.
Whiteboard und Tafel eignen sich besonders gut, wenn du gerade erst mit der Methode begonnen hast. Sie bieten eine große Fläche zum Zeichnen sowie die Möglichkeit, Zeichnungen zu korrigieren. Jedoch sind sie nicht so flexibel einsetzbar wie Papier.
Leinwände sind langlebiger als Papier und bieten sich an, wenn Bilder für längere Zeit aufgehoben oder ausgestellt werden sollen. Sie können im Anschluss ganz unkompliziert an einer Wand befestigt werden. Sehr feine Zeichnungen lassen sich hierauf allerdings schwieriger anfertigen als auf Papier.
Bei einem größeren Publikum kann ein Overheadprojektor verwendet werden. Das Bild, das auf einer Folie entsteht, kann dann auf unterschiedlichen Höhen und in unterschiedlichen Größen projiziert werden. Ein Nachteil kann sein, dass du beim Erzählen schlechter zu sehen bist, vor allem wenn du sitzt.
Wenn du das Bild zur Geschichte nicht simultan zum Erzählen zeichnen möchtest, kannst du auch eine PowerPoint-Präsentation zeigen. Du kannst die Bilder im Vorfeld erstellen und zu einer Präsentation zusammenfügen. Dies ist jedoch nicht so spannend für das Publikum, wie wenn das Bild „live“ entsteht.
Wir würden uns freuen, wenn du eigene One Paper Stories schreiben würdest! Die Bildfindung ist jedoch nicht immer einfach. Hier ein paar Tipps, um Ideen zu bekommen:
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Suchet mich, so werdet ihr leben! (Am 5,4 L)
Der Prophet Amos, von dem dieser Satz stammt, lebte und wirkte in einer Zeit wirtschaftlicher Blüte in Israel. Die Bedrohung durch Assyrien war vorhanden, wenngleich es keine konkreten Auseinandersetzungen gab. Aber die Kluft zwischen Arm und Reich war sehr tief.
Nicht alles ist eins zu eins in unsere heutige Situation übertragbar, aber doch Wesentliches: Ich lese von den Krisenherden um uns herum, in Gaza und der Ukraine und von der Rüstungsdebatte. Ich bekomme den Zollstreit und den Handelskrieg mit. Ich verfolge die Zuwanderungsdiskussion. Und sehe gewisse Parallelen zu der Zeit von Amos.
Auch die Diskussion über die oft verschwiegene Armutssituation und parallel dazu die Gehälter und Boni der Topmanager machen es möglich, mich gedanklich in die Situation von Amos hineinzuversetzen. In diese Situation hinein ruft Amos in seiner Predigt den Satz: „Suchet mich, so werdet Ihr leben!“
Mein erster Gedanke: Hat der nichts anderes im Sinn? Am 5,4 L Keine Demonstration, keine Petition, kein Bürgerbegehren? Ich soll suchen? Wer hat nicht schon einmal etwas gesucht, einen Schlüssel oder einen Geldbeutel? Ich jedenfalls werde fast verrückt, wenn ich etwas verlegt habe und es dann verzweifelt suche. Manchmal bringe ich meine Mitmenschen dabei regelrecht auf die Palme, weil ich so verbissen suche. Auch wenn das, objektiv betrachtet, häufig wirklich nicht nötig wäre.
Jetzt komme ich wieder zu Amos´ Aussage: Wie konkret und ernsthaft suche ich eigentlich Gott und frage nach seiner Instruktion für meinen Tag? Vertraue ich Gott auch im erwähnten Großen, in der Frage, wie es weitergehen kann und soll, sowie in aller Unsicherheit und Ungewissheit? Weiß ich mich geborgen, weil Gott größer ist als alles, was um uns herumtobt?
Das Lied „Weise mir Herr Deinen Weg, dass ich wandle in Deiner Wahrheit“ kann eine Hilfestellung zu den aufgeworfenen Fragen sein.
Wie könnte ich dich preisgeben, Efraim wie dich ausliefern, Israel? […] Gegen mich selbst wendet sich mein Herz, heftig entbrannt ist mein Mitleid. Ich will meinen glühenden Zorn nicht vollstrecken […] Denn ich bin Gott, nicht ein Mensch, der Heilige in deiner Mitte. (Hos 11,8f E)
Angel hatte ihr Leben lang gelernt, niemandem zu vertrauen, bis sie in einem Café Michael kennenlernt. Er beginnt, liebevoll um sie zu werben. Eindrücklich zeigt der Film „Die Liebe ist stark“, wie Angel Michael auch in ihrer Ehe immer wieder wegstößt und davonläuft.
Hosea war ein Prophet, der dem Volk Israel das Gericht angekündigt hat. Das Volk hat, wie eine Braut, die kalte Füße bekommt, den treuen Gott immer wieder verlassen. Hat Götzen zu seinen Göttern gemacht. Bei uns ist es ähnlich. Unsere Götzen heißen: Neid, Konkurrenzkampf, Eifersucht, Geld, der Computer, Stress.
Da ist Schuld gegenüber Gott. Zu groß gegenüber seiner reinen Heiligkeit. Und doch fragt Gott sich selbst:
Wie kann ich euch preisgeben? Euch ausliefern? Und doch ist da heilige Liebe. Schon so oft habe ich das gehört. So oft, dass es manchmal kaum noch eine Bedeutung für mich hat.
Manchmal wird Gottes Liebe mit Schwäche assoziiert. Dieser schwache Gott, der am Kreuz stirbt aus Liebe. Daran ist doch nichts Attraktives…
Die Verse aus dem Buch Hosea beschreiben Gottes Liebe anders. Er kämpft um seine Braut, ähnlich wie Michael um seine Angel. Barmherzigkeit und Liebe Gottes sind entbrannt – wie ein Feuer. In Hosea 11 wird Gott als ein brüllender Löwe beschrieben, vor dem alle erzittern. Das ist gewaltige, kämpfende, ringenden, erobernde Liebe. Das ist Liebe, die uns ehrfürchtig macht. Liebe, die Kraft hat, uns bei allem, was vor uns liegt, zu tragen: Prüfungen, ein Umzug, ein neuer Lebensabschnitt.
Auch wenn eure Sünden scharlachrot sind, können sie weiß werden wie Schnee. Und wenn sie purpurrot sind, können sie weiß werden wie Wolle. (Jes 1,18 BB)
Ich erinnere mich, wie ich als Kind bei einem Abendmahl war. Der Pfarrer sagte, dass Jesu Blut uns reinwaschen würde. So wie Waschmittel ein dreckiges weißes T-Shirt wieder weiß macht. Für mich war das komplett unlogisch. Wie kann etwas Rotes wie Blut etwas Weißes wieder weiß machen? Das geht doch nicht! Tagelang beschäftigte mich diese Frage.
Hinter der kindlichen Logik von damals steht die Frage: Wie kann es sein, dass etwas Schlimmes, was ich getan habe, einfach so vergeben wird? Etwas „Dreckiges« also wieder »rein« wird?
Doch mit Logik komme ich hier nicht weiter. Weder damals als Kind noch heute als Erwachsener, erlebe ich doch in meiner Umwelt meist das Gegenteil. Da wird Bestrafung und Vergeltung für Unrecht gefordert. Man möchte Gerechtigkeit und dass die Schuldigen verurteilt und bestraft werden.
Bei Seelsorgegesprächen begegnet es mir immer wieder, dass Leute sich selbst ihre Schuld nicht verzeihen können. Sie drohen daran zu zerbrechen, weil sie denken, dass auch Jesus ihnen das nicht verzeihen kann. Das Problem ist aber nicht, dass Jesus uns nicht verzeiht, sondern dass wir selbst uns nicht verzeihen können.
Wenn wir mit unserem menschlichen Denken versuchen, die Vergebung zu verstehen, werden wir scheitern. Wir können es uns nicht vorstellen. Die Vergebung durch den Tod Jesu können wir uns nur schenken lassen und dankbar annehmen. Kapieren werden wir es mit unseren moralischen Maßstäben nicht. Weil Jesus genau diese Maßstäbe auf den Kopf stellt. Bei ihm ist es genau andersherum. Das, was für uns unmöglich erscheint, ist bei ihm möglich. Rotes Blut macht weiße Wäsche weiß.
Dir ist das Glück ins Gesicht geschrieben. Noch nie zuvor hast du dich so beschenkt gefühlt wie gerade in diesem Moment. Du hast das Gefühl, jede Mauer überwinden zu können, und nichts kann dich dabei aufhalten. Aber nicht, weil du irgendein materielles Geschenk bekommen hast, sondern weil du den Weg nicht mehr allein bestreiten musst.
Während die Sportfreunde Stiller in ihrem Lied „Das Geschenk” eher eine Beziehung oder eine enge Freundschaft zwischen Menschen besingen, beschreibt der Song doch auch unsere Beziehung zu Gott. Er mit dir und du mit ihm. Du bist ein Teil von ihm. Dass Gott immer an dich denkt und jeden deiner Schritte sieht, ist ein unverdientes Geschenk. Weil du ihm so viel bedeutest!
Kennst du das Gefühl, dass dein Leben ein Stück reicher geworden ist, weil du gerade ein unglaubliches Erlebnis mit Gott hattest? Denn mit Gott ist nichts unmöglich. Er ist der, der unserem Leben Farbe gibt und daraus „Tante Emmas wundervollen Fantasienladen” macht. Plötzlich sprudeln die Glücksgefühle einfach nur so in dir hoch, weil du erkennst, dass du mit Gott ein so erfülltes Leben haben kannst. „Er gibt dir in deinem Leben viel Gutes – überreich bist du beschenkt” (Ps 103,5a NGÜ)! Auf diesen Zuspruch kannst du jeden Tag aufs Neue bauen. Aber wie nimmst du dieses Geschenk überhaupt an? Du kannst es ja nicht einfach irgendwo abholen und dann, zu Hause angekommen, nutzen. Also, wie beanspruchst du das Geschenk eines erfüllten Lebens für dich?
Ein aktives Leben mit Gott ist der wichtigste Schritt in die richtige Richtung, denn es liegt in Gottes Natur, uns zu beschenken. Ein Vater will seine Kinder glücklich sehen, er will, dass sie alles Wundervolle in ihrem Leben mitnehmen, was sie nur können. Und nicht anders ist es bei Gott. Er will, dass du in seiner Geschenkekiste kramst und jeden Tag neu daraus überrascht wirst.
Aber was ist mit den Tagen, an denen alles schiefläuft und einfach wirklich nichts Gutes zu entdecken ist? Hat Gott dich an diesen Tagen vergessen? Absolut nicht! Gott kann dich gar nicht vergessen. Du bist in sein Herz gemeißelt, immer präsent in seinen Gedanken. An solchen Tagen entscheide dich dafür, dass du das Geschenk eines erfüllten Lebens in Anspruch nehmen willst, und sei dankbar für die winzig kleinen Dinge, die an diesem Tag gut gelaufen sind. Versuche, dir ein paar Dinge ins Gedächtnis zu rufen, für die du auch an diesem nicht so glücklichen Tag dankbar sein kannst. Mit jeder Sache, für die du Gott Danke sagen wirst, hat dich „das Glück im Visier” und der Tag wird reicher werden, als er es davor war. Es liegt an dir, das Geschenk eines überreich beschenkten Lebens in Anspruch zu nehmen.
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