LuxusLeben / Im Überfluss mit dem Hirten leben

Für den einen bedeutet Glück, endlich den passenden Partner gefunden zu haben. Für den anderen den lang ersehnten Urlaub machen zu können oder sich stylische Klamotten leisten zu können. Wenn du dir einen Moment Ruhe gönnst und den Trubel um dich herum abschaltest. Welche Antworten findest du auf folgende Frage: Wie sieht das Leben aus, das dich ausfüllt? Was macht dich zufrieden? Luxusleben. Wie stellst du dir das vor? Jesus bringt in einem Gleichnis folgenden Satz: „Ich bin gekommen, um Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle“ (Joh. 10,10b). Leben in Fülle – das klingt nach Luxusleben.

Leben als Schaf

Dieser Vers steht mitten in dem Gleichnis. Jesus ist der gite Hirte. Er ist die Eingangstür. Die Tür, die zum Vater führt und zum Leben, das Sinn macht. Diese Einladung gilt jedem: Wir dürfen als Schafe leben. Als blökende Schafe unserem Hirten hinterherlaufen. Als fragende Menschen zu dem Hirten kommen, der kennt und versteht. Jesus ist bereits auf diese Welt gekommen. Er hat alles getan. Ich selbst brauche nicht für mein LuxusLeben – für Leben in Fülle – zu sorgen. Wenn ich wissen will, was LuxusLeben bedeutet, muss ich den kennenlernen, der diesen Satz gesagt hat. Jesus Christus.

Leben in Überfülle

In manchen Lebenssituationen kann sich schnell Unzufriedenheit breitmachen. Auch ein volles Glas kann dann nicht voll genug sein. Nicht so der Text in unserem Zusammenhang. Die Bibel kennt mehrere Begriffe für Fülle oder erfüllt sein. Hier in Johannes 10,10 ist das „alles übertreffende Übermaß“ gemeint – LuxuxLeben. Leben in Überfülle, das sieht mit Jesus gemeinsam anders aus, als ich mir das selbst vorstelle. Das ist großartig. Ich darf Jesus vertrauen, dass er mein persönlicher guter Hirte ist. Konkret kann das bedeuten, dass ich Jesus Raum gebe, für mich zu sorgen und ich selbst mich nicht übersorge. LuxusLeben mit Jesus beginnt jetzt und hier. Jesus ist bereits auf diese Welt gekommen. Er lebt. Du kannst mit ihm gemeinsam leben. Ihm als Schaf folgen und dich von ihm zu satten, grünen Wiesen leiten lassen. Würde dich so ein Leben zufrieden machen?

Noch mehr Leben

DGie Aussicht auf ein erfülltes Leben mit Jesus. Überraschen lassen. Überrascht sein von dem, was Jesus für jeden einzelnen Menschen vorbereitet hat. Das macht gelassen und zufrieden. Als Jesusnachfolger ist es meine Aufgabe, aus der Fülle des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung zu leben. Aus der Beziehung zu Jesus heraus. Dabei kannst du erleben, dass Veränderung geschieht. Halte dich an Jesus. Dadurch geschieht Veränderung bei dir und in deinem Umfeld.

Was, wenn »Alles« zu viel wird? Wenn Chaos, Krisen und Katastrophen auf uns stürzen – wie auch schon zu Jesu Geburt? Wenn alles an Weihnachten wichtig ist, nur nicht das Kind in der Krippe?

Hilfreiche Themenartikel und Bibelarbeiten zu alledem bietet euch KON »Mit alles«. Darüber hinaus findet ihr kreative Stundenentwürfe, wie man z. B. aus Alltagsgegenständen Spiele entwickeln oder einen Adventskalender basteln kann.

Döner – vielseitig und farbenfroh, mit verschiedenem Gemüse, mit Fleisch oder Falafel, mit unterschiedlichen Saucen.
Ich bekomme ihn ganz so, wie ich ihn mag. Angepasst an meinen Geschmack.
Wenn ich keine Tomaten mögen würde, würden die netten „Döner-Menschen“ sie weglassen. Wenn ich gerne scharfe Sauce mag, würde ich sie zusätzlich bekommen.
Vielleicht ist es ja gerade das, was den Döner bei uns so beliebt macht.
Ich kenne tatsächlich niemanden, der Döner nicht mag.
Aber ich kenne auch kaum Menschen, die ihren Döner genau gleich essen.
Beim Döner bekommt fast jeder eine „Extra-Wurst“ – Extra-Wünsche gehören dazu.
Döner mit Hähnchenfleisch oder Kalbfleisch?
Döner vegetarisch, also ohne Fleisch. Dafür aber vielleicht mit Falafel? Oder mit Schafskäse?
Döner mit Humus und Grillgemüse? Mit Zaziki oder Cocktailsauce? …
Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man einen Döner essen kann.
Für jede und jeden ist etwas dabei.

Verbindet das unsere Gruppe und unsere Gemeinde vielleicht mit dem Döner?
Ist bei uns auch für jede und jeden was dabei?
Ist unsere Gruppe und unsere Gemeinde ein Ort, in dem sich alle wohl und zu Hause fühlen können? Wo alle gerne hinkommen? So wie alle gerne Döner essen gehen?

Gott hat uns alle ganz unterschiedlich und vielfältig geschaffen. Wir sind wie der Döner. Manche sind größer, andere kleiner, manche können dies besser, andere jenes.
Aber Gott hat uns alle zusammen auf diese Erde gestellt, in unsere Stadt, in unserer Gemeinde und diese Gruppe.

Lasst uns Gottes Liebe zur Vielfalt weitergeben!
Lasst uns allen Menschen freundlichen und offen begegnen und sie bei uns, in der Gruppe, in der Gemeinde, aber auch in der Schule, in der Stadt, … willkommen heißen!
Vielfalt ist doch toll!
Wie Döner! Döner sind auch toll! Ganz egal, ob du deinen gerne mit Fleisch isst oder nicht. Ob du auf scharfe Sauce stehst oder keine Gurke magst.

Heute steigen wir in die Geschichte von Zachäus ein. Ja, die aus der Kinderbibel. Mit dem kleinen Mann, dem Steuerhinterzieher. Aber mach den Artikel nicht gleich wieder zu. Lass uns die Geschichte anschauen aus einem “erwachsenen” Blickwinkel. Versprochen (!), die Moral von der Geschichte wird nicht sein, dass Gott auch die kleinen Leute sieht (Obwohl das natürlich weiterhin stimmt!

Aber für heute, eine (hoffentlich) neue Perspektive.

Einzige Anmerkung zur Durchführung meinerseits: Lass dich berühren, merke auf, wenn dich etwas anspricht, oder dir jemand einfällt oder auffällt. Vielleicht hat gerade da Gott etwas mit dir vor?

1 Jesus kam nach Jericho; sein Weg führte ihn mitten durch die Stadt. 2 Zachäus, der oberste Zolleinnehmer, ein reicher Mann, 3 wollte unbedingt sehen, wer dieser Jesus war. Aber es gelang ihm nicht, weil er klein war und die vielen Leute ihm die Sicht versperrten. 4 Da lief er voraus und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum; Jesus musste dort vorbeikommen, und Zachäus hoffte, ihn dann sehen zu können. 5 Als Jesus an dem Baum vorüberkam, schaute er hinauf und rief: »Zachäus, komm schnell herunter! Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.« 6 So schnell er konnte, stieg Zachäus vom Baum herab, und er nahm Jesus voller Freude bei sich auf. 7 Die Leute waren alle empört, als sie das sahen. »Wie kann er sich nur von solch einem Sünder einladen lassen!«, sagten sie. 8 Zachäus aber trat vor den Herrn und sagte zu ihm: »Herr, die Hälfte meines Besitzes will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand etwas erpresst habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. 9 Da sagte Jesus zu Zachäus: »Der heutige Tag hat diesem Haus Rettung gebracht. Denn«, fügte er hinzu, »dieser Mann ist doch auch ein Sohn Abrahams. 10 Und der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

Ihr habt diese Geschichte sicherlich schon tausend mal gehört und gerade deshalb wollen wir ganz strategisch an die Sache heran gehen, ok? Ok.

Ich werde das mal mit den Gedanken ausfüllen, die mir kommen. Wenn du es in deinem Jugend- oder Hauskreis anleitest oder du dir das selbst einmal durchliest, starte doch mit einer leeren Tabelle und mach dir vorerst deine eigenen Gedanken. Wenn dir die Tabelle doof vorkommt, redet doch einfach drüber oder wählt 2 aus eurer Gruppe aus, die den beiden Seiten ihre Stimme und Worte geben (quasi als Improtheater, wo laut gedacht wird).

Was passiert?Was denkt/fühlt/sieht Zachäus?Was denkt/fühlt/sieht das Volk?
Zachäus klettert auf einen Baum, um Jesus zu sehen.Große Menschenmenge und er sieht nichts. Warum dann nicht auf einen Baum klettern und es versuchen? Er ist doch so neugierig zu sehen, ob dieser Jesus tatsächlich so besondere Sachen machen kann, die er so gehört hat.Wahrscheinlich sind nur wenige allein unterwegs, Zachäus fällt in diesem Trubel gar nicht auf, bis er auf den Baum klettert. Muss das denn sein? Dieser Schnösel klettert einen Baum hoch, wieso? Ist er verrückt geworden?
Jesus sieht Zachäus.Wow. Jesus sieht ihn. In dieser Menge, schaut er zu ihm hoch, er wird gesehen, wert geschätzt, bei seinem Namen genannt.Warum weiß Jesus seinen Namen? Warum spricht er nicht die Familie dort drüben an, die ist doch total rechtschaffen? Übersieht er uns? 
Jesus lädt sich bei Zachäus ein.Es scheint wahr zu sein, dieser Jesus stülpt alles auf den Kopf. Jetzt kommt er zu ihm zum Essen.Warum er? Wir hätten ihn doch aufnehmen können. Bei diesem Zöllner gibt es zwar sicherlich alles, aber netter hätte es bei jemandem von uns sein können.
Hinterm Rück von Z&J wird getuscheltJesus hat sein Leben umgedreht. Er zahlt seine Schulden zurück und ist gerettet. Was für ein Fest.Zu so einem schlimmen Typen geht er. Hat er sich das gut überlegt? Als ob Zachäus auf einmal alles richtig macht.

1. Jesus verändert Leben, radikal und direkt

Tief im Inneren spürt Zachäus, dass Jesus etwas Besonderes ist. Wie viel er von ihm vorher gehört hat, können wir nur raten. Zachäus möchte mehr sehen und wagt den Perspektivwechsel. Er will sehen, warum dieser Jesus so einen Hype macht.

Das erinnert mich sehr an meine ersten richtigen Schritte im Glauben. Irgendwann, ich kann es gar nicht mehr so richtig festmachen wann, habe ich kapiert, dass Jesus Leben verändert – Aber mein Leben auch? Ich bin auf die Suche gegangen, habe selbst die Bibel gelesen, mich mit Freunden unterhalten, neue Perspektiven gesucht.

Wie war das bei dir?

Was wahrscheinlich gleich ist, bei mir, Zachäus, dir und allen anderen Menschen ist: → Jesus kehrt bei ihm ein, gibt ihm alle Möglichkeiten

Und er nimmt diese Möglichkeiten, zahlt seine Schulden zurück.

Was würde passieren, wenn Jesus bei dir praktisch einkehrt? Welche Schulden würdest du dann am liebsten sofort begleichen? Und wie würde es sich anfühlen, wenn Jesus sagt, dass diese schon beglichen sind? 

2. Das Volk kommt nicht ganz mit

Andere Leute sind neidisch oder verwirrt: “Bei einem Sünder ist er eingekehrt.” Wer kennt das nicht aus manchen Gemeinden. Jesus verändert Leben, nicht nur das eigene, sondern auch das anderer Menschen in deinem Leben. Und das überrascht, weil man selbst oder andere nicht mehr damit gerechnet haben. Zachäus war abgeschrieben von der Gesellschaft, verstoßen, angeschwiegen, nicht willkommen.

Ich finde das spannend, da ich diese Muster im Kontext von Jugendlichen und Jungen Erwachsenen immer wieder sehe. Man darf sich verändern, auch fernab jeglicher Erwartung des Umfeldes.

  • Zachäus fühlt den Lernerfolg, es schwappt in sein tägliches Leben über, nachdem sein Herz berührt wurde. Er geht seinen Weg, mit Blick auf Jesus, ohne davon abzulassen. Anfangs noch recht unperfekt – aber die Herzenseinstellung ist da.
  • Das Volk kann ihm jedoch nicht in den Kopf schauen, wahrscheinlich ist noch einiges an Misstrauen da, dass sich nicht so schnell wieder herstellen lässt.

Am Ende ist es doch so: Niemand von uns kann in die Herzen und Köpfe unseres Gegenüber schauen. Außerdem hat jeder von uns Baustellen, an denen noch verändert, gebohrt, zertrümmert und wieder aufgerichtet wird.

Aber was wäre, wenn wir wirklich daran glauben, dass Jesus Herzen verändert? Musst du vielleicht deine Haltung gegenüber jemandem nochmal überdenken?

(Dabei sage ich ganz klar “überdenken” – es gibt leider auch immer wieder Menschen, die unser Vertrauen mutwillig ausnutzen und uns verletzen.)

Was wäre, wenn wir anfangen die Begegnungen, die wir mit Gott haben, wirklich Ernst zu nehmen und zu feiern?

Was wäre, wenn wir uns für unterschiedliche Fähigkeiten und Perspektiven wert schätzen, statt um die Wahrheit zu diskutieren?

Das Ziel  

Starter

Die Kinder sollen verstehen, dass Gott einen guten Plan für jedes einzelne Leben hat.  

Checker 

Manchmal gib es Situationen in unserem Leben, die wir nicht verstehen und wir fragen uns, warum Gott das zulassen kann. Gott wünscht sich, dass wir ihm auch dann vertrauen und glauben, dass er einen guten Plan für uns hat.   

Der Text an sich  

Der Text schließt unmittelbar an die Ereignisse der Geburt im Stall und dem Besuch der Weisen aus dem Morgenland an. Die Sterndeuter, die auf ihrer Suche nach dem neugeborenen König bei Herodes im Palast ankamen und versprachen, ihm später zu berichten, wo dieser neue König zu finden ist, kehrten nicht zu Herodes zurück. Trotzdem ist das Leben von Jesus und seine Familie bedroht.  

Herodes ist weithin als brutaler Herrscher bekannt, der im Laufe seiner Regierungszeit nicht davor zurückgeschreckt ist, selbst seine eigenen Verwandten aus dem Weg zur räumen, um seine Herrschaft zu sichern. Einen Bruchteil seiner unglaublichen Brutalität sehen wir in dieser Geschichte. Herodes nimmt den Mord an den Kleinkindern Bethlehems in Kauf, um das eine Kind aus dem Weg zu räumen, das ihm seinen Thron streitig machen könnte. Bethlehem war ein kleiner Ort, in dem die Anzahl der männlichen Kinder unter zwei Jahren überschaubar war und nicht so zahllos wie häufig überliefert. Das schmälert nicht das Leid und die Brutalität, gibt uns aber dennoch ein realistischeres Bild. Darüber hinaus zeigt diese Geschichte, wie von Anfang an ein Kampf um die Person Jesu stattgefunden hat und er in dieser Welt nicht von allen willkommen geheißen wurde.  

Doch Gott hat vorgesorgt. Auf wunderbare Weise sehen wir, wie Gott in dieser Geschichte immer wieder durch Träume zu Josef spricht. So auch direkt nach dem Abschied der Sterndeuter. Wir wissen aus den biblischen Berichten nicht viel über Josef als Person. Doch wie er in diesen ersten Kapiteln immer wieder auf Gottes Reden hört und selbst unbegreiflichen Anweisungen Gottes ohne zu zögern folgt, ist sehr zu bewundern. So erkennt er auch hier, wie schnell alles gehen muss und bricht vermutlich noch in der gleichen Nacht auf, nachdem die Sterndeuter zurückkehrten.  

Schon als Kleinkind ist das Leben von Jesus bedroht und er wird zum Flüchtling. Ihm bleibt keiner der Abgründe erspart, die viele Menschen erleben müssen und es wird deutlich: Jesus ist ganz Menschen und kommt ganz in unserer Lebenswirklichkeit hinein.  

Das Gold und die Geschenke der Sterndeuter versorgen Josef und seine Familie vermutlich während dieser Zeit in Ägypten, bis Gott erneut spricht und Josef nach Israel zurückruft. Herodes ist gestorben doch sein Reich wurde unter seinen Söhnen aufgeteilt und Archelaus, der in dem Gebiet um Bethlehem herrscht, steht Herodes in seiner Grausamkeit keineswegs nach. So führt Gott Josef und seine Familie zurück nach Nazareth in Galiläa, wo Josef vor der Volkszählung wohnte.  

Der Text für mich 

Alle Kinder, die euch begegnen, kommen mit Hintergründen und Geschichten. Oftmals kennen wir nur einen kleinen Teil dieser Geschichten. Sie verstehen schnell, dass Gott auf unserer Seite ist. Unser Freund sein möchte, er einen Plan für unser Leben hat und immer für uns ist. Umso unbegreiflicher ist es, wenn diese Pläne dann anders laufen, beziehungsweise schlimm und entmutigend sind. Wir dürfen den Kindern einen Ort zum Erzählen schaffen. Wir dürfen sie dazu ermutigen, uns an ihren Lebensgeschichten teilhaben zu lassen. Wir dürfen ihnen erklären, dass Gottes Pläne unerklärlich anders sind als unsere. Oft hilft es Kindern, wenn sie hören, dass Ihre Mitarbeiter ähnliche Geschichten in ihrem Leben erlebt haben. Es spiegelt ein Gefühl von Verständnis und die dadurch gewonnene Sicherheit.  

Der Text für dich 

Wie bereits erwähnt fällt es und leicht Geschichten zu erzählen, in denen Schönes passiert und Gott zeigt, wie stark er ist. Bei Geschichten wie dem Kindermord in Bethlehem und einem Kleinkind, das zum Flüchtling wird, fällt es uns viel schwerer zu verstehen, warum Gott so einen Weg geht. Trotzdem liegt auch deine große Chance darin, den Kindern von diesen schweren Situationen zu erzählen, denn auch in ihrem Leben geht nicht alles glatt und viele der Kinder erleben einen schwierigen Schulwechsel, Streit in der Familie, Verlust von geliebten Menschen, Ungerechtigkeit, Hilflosigkeit und Einsamkeit. Wichtig dazu zu sagen ist, jedes Kind empfindet anders und einzigartig. Manchmal geht Gott diesen Weg mit uns, um später etwas viel Besseres daraus zu machen. Oft verstehen wir aber auch nicht, warum Gott all das zulässt. Hier dürfen wir ehrlich zu den Kindern sein und zugeben, dass wir nicht alles verstehen. Der Bibeltext soll zeigen, dass trotz Herausforderungen Gottes Wege und Pläne immer gut sind. Wir dürfen vertrauen, dass er auch in unserem Leben noch viel mit uns vorhat!  

Der Text erlebt 

Hinführung:  

Idee 1: Vertraust du mir? 

In dieser Hinführung wird ein Hindernisparcours für die Kinder aufgebaut. Dieser soll von den Kindern paarweise bestritten werden. Dem einen Kind werden die Augen verbunden. Dieses darf darauf vertrauen, dass der jeweilige Partner ihn VERBAL richtig durch den Parcours führt. Wichtig ist, dass eine Distanz zwischen den zwei Kindern ist. Die anderen Kinder, die in der Zeit nicht den Hindernisparcours bestreiten, dürfen das Kind in die Irre führen. Mit falschen Ansagen versuchen sie das spielende Paar zu behindern. Ziel ist es, dass das spielende Paar sich aufeinander fokussiert und sicher den Parcours schafft. 

Idee 2: Schatzsuche 

Die Kinder werden auf eine „kleine“ Schatzsuche geschickt. Vorgegeben wird eine Schatzkarte, die jedoch mit verschiedenen irreführenden Orten ausgestattet ist. Schaut einfach, welche Räumlichkeiten/ Orte euch zur Verfügung stehen. Und werdet kreativ! Die Kinder sollen trotz einiger Umwege den Schatz finden und lernen, dass Wege und Pläne abweichend und anders aussehen können. Wenn ihr bemerkt, dass eure Schatzsuche zu schwer ist, dann helft den Kindern ein wenig. Im Anhang befindet sich ein Beispiel einer Schatzkarte. (Wichtig ist: Hört nicht auf bevor der Schatz gefunden ist, dass kann schnell zu wenig Motivation und schlechter Laune führen.) 

Verkündigung:  

Verkündigungsart: Sketchboard mit Impuls 

Bei einem Sketchboard ist deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Anhand von Bildern und der beiliegenden Erzählung gelingt es den Kindern besser die Verkündigung zu verstehen beziehungsweise zu vertiefen. Im Folgenden werde ich die einzelnen Punkte mit jeweils ein bis zwei Skizzen verknüpfen, damit das Erzählen der Geschichte so einfach wie möglich ist.   

  1. Tannenbaum, Geschenke, Futterkrippe: Erinnert ihr euch noch an die Weihnachtsgeschichte?  Jesus wurde in einem Stall von seiner Mama Maria geboren. Das ist der Grund, warum wir heute Weihnachten feiern.  
  2. Engel: Nach der Geburt ging es aber sofort weiter für die junge Familie. Denn in der Nacht, als die Hirten und Sterndeuter schon weg waren, sprach erneut ein Engel zu Josef. Dieser sagte ihm: „Steh schnell auf und flieh mit dem Kind und seiner Mutter nach Ägypten! Bleibt so lange dort, bis ich dir etwas anderes sage, denn Herodes lässt das Kind suchen und will es umbringen.“ 
  3. Maria, Josef und Baby Jesus: Josef zögerte nicht und machte sich sofort auf die Reise. Sie flüchteten weit weg von König Herodes.  (Hier kannst du auf die Situationen von geflüchteten Menschen in eurem Umfeld eingehen, wenn du möchtest! )
  4. Pyramiden: Angekommen in Ägypten. In einem fremden Land. Mit einer neuen Familiensituation. Sie blieben in Ägypten, bis König Herodes verstorben ist. So geschah genau das, was der Engel Ihnen gesagt hat.  
  5. Krone, König Herodes: Als König Herodes aus Erzählungen der Sterndeuter mitbekam, dass ein neuer „König“ Israels geboren war wurde er zornig. Jesus war für ihn eine Bedrohung! 
  6. Jesus, Krone, Babys: Also entwickelte Herodes einen schrecklichen Plan. Er ließ in Bethlehem und Umgebung alle Jungen, die zwei Jahre oder jünger waren, umbringen. Denn nach den Angaben der Sterndeuter musste der neue König (Jesus) in diesem Alter sein. 
  7. Träne, trauriger Smiley: Für ganz Bethlehem und alle Städte drumherum war dies eine grausame und traurige Zeit. Doch Jesus wurde nicht gefunden! 
  8. König Herodes, Kreuz: Als König Herodes gestorben war … 
  9. Engel, Josef am Schlafen: … sprach in der Nacht wieder ein Engel zu Josef. Dieser teilte ihm mit, dass König Herodes gestorben war und sie nun ohne Gefahr nach Israel heimkehren können/sollen.  
  10. Maria, Josef und Jesus, langer Weg: Josef gehorchte dem Engel erneut und machte sich mit seiner kleinen Familie auf den Weg nach Israel zurück.   
  11. Weg durchgekreuzt: Doch auf dem Weg erfuhr Josef, dass nun der Sohn von König Herrodes, sein Name war Archelaus, in Israel als König herrschte.  
  12. Ängstlicher Smiley: Josef bekam Angst. Er wollt sich und seine Familie nicht erneut dieser Gefahr aussetzen.   
  13. Engel: Wieder sprach Gott durch einen Engel zu Josef. Dieser sagte ihm, dass er in das Gebiet nach Galiläa gehen soll.  
  14. Zelt, Haus: Angekommen in Gebiet Galiläa, genauer gesagt in der Stadt Nazareth, ließen sie sich nieder. Und bauten sich ein sicheres Zuhause auf.  

Impuls:  Was für eine Geschichte, oder? Kurz nach einem so schönen Erlebnis wie einer Geburt muss die kleine Familie fliehen. Sie wissen zwar noch nichts von der schlimmen Bedrohung, aber Gott redet zu Josef und deshalb gehorcht er und macht sich auf den Weg in ein Land, das sie kaum kennen. Josef hatte sich für seine Familie bestimmt andere Pläne ausgedacht. Kennt ihr das auch? Eure Mama und/oder euer Papa haben immer voll den Plan. Sie wissen, wann ihr wo sein müsst. Wann die Schule beginnt, wann ihr einen Arzttermin habt, aber auch wann ihr euch mit euren Freunden verabredet habt. Sie haben einen guten Plan!  

Aber nicht immer läuft es in unserem Leben so, wie wir es uns vorgestellt haben. Manchmal da machen wir, oder unsere Eltern einen Plan, aber am Ende ist alles ganz anders. Vielleicht kennst du das ja. Du stehst vor einer Entscheidung, zum Beispiel: Wie entscheide ich mich im Streit mit meinen Freunden, auf welche Schule gehe ich oder auch ob ich erzählen soll, dass ich gelogen habe. Das kann uns ganz schön herausfordern und wir wissen nicht, wie am Ende alles ausgeht. Und manchmal passieren auch Dinge, die wir vorher überhaupt gar nicht planen können und die uns richtig traurig machen. Zum Beispiel, wenn jemand den wir sehr gerne haben, krank wird oder sogar stirbt. Das ist schwierig zu verstehen und wir fragen uns, warum Gott zulässt, dass so etwas schlimmes passiert.  

Mit unserem Denken können wir nicht verstehen, warum das passiert. Warum Gott Krieg zulässt, warum Menschen nichts zu essen oder zu trinken haben. Aber was wir durch die Bibel wissen ist, dass Gott es immer gut mit uns meint. Noch bevor wir geboren waren, hatte Gott schon einen guten Plan für unser Leben. Er liebt uns unendlich! Wir sind seine geliebten Kinder. Er liebt es zu sehen, wie du und ich nach seinem Plan leben und vor allem mit ihm leben. Und er wünscht sich, dass wir ihm auch dann vertrauen, wenn es schwierige Situationen gibt. So wie bei Josef, der nicht genau wusste was passieren wird, aber der losgegangen ist, weil Gott es ihm gesagt hat.  

Wenn du in der nächsten Situation, die nicht so läuft wie du es geplant hast und nicht weißt, was du machen sollst, dann frag Gott. Sprich mit ihm und erzähl ihm davon. Er wird dir eine Antwort geben und dich auf dem Weg begleiten, egal wie dieser Weg dann aussieht. 

Die andere Idee 

Mitmachgeschichte: Diese Verkündigungsart ist eher geeignet für die jüngeren Kinder. Vereinbart für folgende Begriffe Bewegungen mit den Kindern: Josef, Maria, Jesus, Engel, König Herodes, Ägypten. Nun erzählt die Geschichte wie in der ersten Verkündigungsart geschrieben. Die Kinder müssen genau aufpassen, wann welcher Begriff genannt wird. Denn dann werden die besprochenen Bewegungen ausgeübt. Wenn du in deiner Geschichte einen Begriff erwähnst, versuch die Kinder zu den Bewegungen zu animieren. So verstehen sie das Prinzip schneller und scheuen nicht vor Unannehmlichkeiten.  

Der Text gelebt  

Wiederholung 

Druckt die Bilder die ihr auf dem Sketchboard genutzt habt aus und legt sie verdeckt in die Mitte. Nun kann jedes Kind ein Bild ziehen und kurz erzählen, was dabei in der Geschichte passiert ist. Anschließend könnt ihr die Bilder gemeinsam in die richtige Reihenfolge bringen.  

Gespräch

Der Bibeltext löst möglicherweise Fragen in den Kindern aus, warum Gott manche Dinge zulässt. Kommt mit den Kindern über folgende Fragen ins Gespräch, um ihnen den Raum zu geben, das auszusprechen, was sie beschäftigt: 

  • Hast du schon mal etwas erlebt, wo du nicht verstehen konntest, warum es passiert? Möchtest du davon erzählen? 
  • Wie ging es dir damit? Konntest du trotzdem glauben, dass Gott einen guten Plan für dich hat? 

Es gibt viele Dinge, wo wir Gott nicht verstehen und nicht wissen, warum er etwas bestimmtes zugelassen hat. Das dürfen wir den Kindern ehrlich sagen. Ermutige die Kinder Gott zu sagen, was sie nicht verstehen oder wo sie ärgerlich sind, dass es so passiert ist. Nicht immer gibt uns Gott eine Antwort auf die Fragen, aber er hört uns immer zu und er wünscht sich, dass wir ihm auch dann vertrauen.  

Merkvers 

“Alle, die dich kennen, Herr, setzen auf dich ihr Vertrauen. Du lässt niemand im Stich, der deine Nähe sucht.” Psalm 9,11 (Gute Nachricht) 

Gestaltet Bilderrahmen, in denen der Bibelvers vermerkt ist. Diesen können sich die Kinder aufstellen und immer in Erinnerung rufen. 

Gebet

Teilt euch je nach Gruppengröße in mehrere Kleingruppen auf. Geht kurz mit den Kindern ins Gespräch.  

  • Was beschäftigt sie? 
  • Was erwartet sie in der kommenden Woche? 
  • Wofür kann gebetet werden? 

Danach bietet den Kindern Raum zum Beten in einer Gebetsgemeinschaft. Wichtig dabei: Jedes Kind darf, keiner muss! 

Spielerisches 

Verstecken im Dunkeln: Die Räumlichkeiten werden zunächst abgegrenzt und gemeinsam mit den Kindern abgegangen. Danach wird alles abgedunkelt und die Lichter werden ausgemacht. Ein Fänger/ Sucher wird ausgewählt. Nun zählt das ausgewählte Kind bis 30. In der Zeit verstecken sich alle anderen Kinder und Mitarbeiter. Wenn alle gefunden wurden, beginnt das Spiel von Neuem oder es endet.  

(T)Extras  

Lieder  

  • Dein Plan für mich (Glaubenszentrum, Tabea Hirt) 
  • Du bist stark (Glaubenszentrum, Simon Wilhelm) 

Spiele  

Wasser, Ägypter, Herodes: Angelehnt an das Spiel Feuer, Wasser, Blitz. Bei dem Spiel heißt es kreativ sein, denkt euch in der Vorbereitung oder auch gemeinsam mit den Kindern Bewegungen zu den folgenden Begriffen aus: Ägypter, Herodes, Maria, Josef, Engel, Soldaten. So werden die Begriffe der Geschichte spielerisch vertieft.  

Das Spiel beginnt, in dem alle Kinder im Raum herumlaufen. Nun ruft ein Mitarbeiter einen der Begriffe. Die Kinder machen nun so schnell es geht die besprochene Bewegung. Wer als letzter die Bewegung macht beziehungsweise zu langsam ist, darf eine Runde Pause machen. Das Spiel endet, wenn nur noch ein Kind übrig ist.  

Das Ziel 

Starter  

Jesus werden Geschenke mitgebracht. Auch wir beschenken uns an Weihnachten und können uns dabei an Jesus Geburt erinnern.  

Checker  

Dass Jesus geboren wird, sollen alle erfahren. Deswegen findet Gott Wege, es den Menschen passend zu zeigen. 

Der Text an sich  

An dieser Stelle sollen einige Begriffe des Textes tiefergehend erläutert werden: 

Weise: Das im Text stehende Wort wird von Luther mit „Weise“ übersetzt, andere Übersetzungen bieten auch „Sterndeuter“ oder „Magier“. Gemeint sind babylonische Gelehrte, die astronomisch-astrologische Erkenntnisse haben. 

Sterndeutung: Die Astrologie war weitverbreitet in der Antike. Hierbei wurden die astronomischen Erkenntnisse über den Lauf der Sterne umgedeutet auf menschliche Ereignisse. Es wurde davon ausgegangen, dass das Weltall und die menschliche Geschichte eine übernatürliche Bindung haben. Deswegen hat man anhand der Sterne die Zukunft der Menschen bestimmen wollen. Der Bibeltext macht aber deutlich, dass diese Vorhersagen nur in einem bestimmten Maß Orientierung geben, indem er zeigt, dass zu der eindeutigen Bestimmung des Geburtsortes eine Aussage von Gottes Prophet notwendig ist. Erst durch diese wird die Mehrdeutigkeit und der anfangs falsche Zielort umgewandelt in den Ort, wo Jesus tatsächlich geboren wurde. 

König Herodes: Herodes der Große regierte von 37-4 v.Chr. Er wurde von den Römern über die Juden eingesetzt. Er war sehr machtbesessen und dafür bekannt, dass er diese gewaltvoll durchsetzte und aufrechterhielt. Auch in Lk 2,5 wird erwähnt, dass Jesus unter der Herrschaft von Herodes geboren wurde. 

König der Juden: Diese Bezeichnung für Jesus wird von Herodes als direkte Konkurrenz zu seiner eigenen Herrschaft verstanden. Jedoch wird in den Evangelien deutlich, dass mit diesem Begriff nicht weltlich Macht verbunden ist, was auch daran deutlich wird, dass Jesus nicht im Palast aufzufinden ist. Bei Matthäus wird dieser Begriff auch am Ende des Evangeliums bei der Kreuzigung wieder aufgegriffen (Mt 27,37). 

Gold, Weihrauch und Myrre: Diese drei Gaben sind teure Geschenke, die eines Königs würdig sind. Weihrauch und Myrre sind wohlriechende Harze, die auch in der Medizin Verwendung fanden. Dass es sich um drei Geschenke handelt, hat in der Mythenbildung dazu beigetragen, dass von drei Weisen ausgegangen wurde. 

(Quelle: Grundmann, Walter: Das Evangelium nach Matthäus, in Theologischer Handkommentar zum Neuen Testament, 1968. )

Der Text für mich  

Der Text kann uns als Mitarbeiter vor einige theologische Herausforderungen stellen: Gott benutzt, um Menschen zu sich zu führen, das Mittel der Sterndeutung, welches uns doch sehr fremd ist. Dieser Fremdheit dürfen wir uns aussetzen. Wir dürfen daran lernen, dass auch durch Dinge, die uns fremd sind, Gott wirken kann. Dies kann uns ermutigen, genauer auf das zu hören, was die Kinder aus ihrer eigenen Lebenswelt mitbringen, ohne es durch unser Weltbild direkt infrage zu stellen. Dennoch macht der Text auch deutlich, dass es Gottes Wort braucht. Hierdurch können wir uns sicher sein, dass dieses auch in für uns fremden Lebensrealitäten etwas zu sagen hat und den Menschen in unserem Umfeld und den Kindern in unserer Gruppe weiterhelfen wird, ihr Ziel zu finden. 

Der Text für dich  

Die Starter-Kinder erleben vielleicht zum ersten Mal Weihnachten auch in einem christlichen Umfeld. Sie lernen gerade, welche Bedeutung Weihnachten haben kann und warum wir es feiern. Ihnen soll vermittelt werden, dass auch schon das Schenken an Weihnachten in der Bibel veranlagt ist. Sie können ermutigt werden, dieses Wissen während der Bescherung an ihre Familien weiterzugeben. 

Die Checker-Kinder erleben vielleicht in ihrem Umfeld, dass MitschülerInnen anders glauben, als sie selbst es in Jungschar, Gemeinde und im Elternhaus erlebt haben. Vielleicht gehen sie zwar in den Reliunterricht, aber nicht in einen Gottesdienst. Diese Kinder dürfen lernen, dass Gott sich auf verschiedene Arten zeigen kann und viele Möglichkeiten hat, zu uns Menschen zu reden. 

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1: Bibel oder Mythos? 

Alle Kinder stehen gemeinsam in der Mitte des Raumes. An der Wand auf der einen Seite des Raums wird ein Zettel mit dem Wort „Bibel“ aufgehängt, an der Wand auf der anderen Seite des Raumes ein Zettel mit dem Wort „Mythos“. Nacheinander werden nun verschiedene Thesen durch einen Mitarbeitenden vorgelesen. Die Kinder müssen dann jeweils entscheiden, ob es sich bei der Aussage um einen Mythos oder um eine biblische Aussage handelt und sich dann auf die entsprechende Seite des Raumes begeben. 

Thesen: 

  1. Jesus besuchten drei Weise aus dem Morgenland. – Mythos, es wird nicht benannt, wie viele Weisen zu Besuch kamen. 
  2. Zu Jesu Geburt regierte König Herodes. – Bibel 
  3. Der Stern, den die Weisen gesehen haben, bedeutet, dass ein König geboren wurde. – Bibel 
  4. Die Weisen heißen Caspar, Melchior und Baltasar. – Mythos 
  5. Die Weisen bringen als Geschenke Gold, Windeln und Myrre. – Mythos, sie bringen statt Windeln Weihrauch 
  6. Gott kommuniziert mit den Weisen durch einen Stern, durch einen Propheten und durch einen Traum. – Bibel 
  7. Die Weisen sehen bei ihrer Ankunft Jesus, Maria und Joseph. – Mythos, denn Josef wird bei Matthäus an dieser Stelle nicht erwähnt.  
  8. Die Weisen halten sich nicht an ihren Deal mit Herodes. – Bibel 

Idee 2: Topfschlagen 

In Vorbereitung auf Weihnachten und weil Jesus Geburtstag hat, wird ein typisches Kindergeburtstagsspiel gespielt, bei dem alle Kinder Geschenke bekommen: 

Einem Kind werden die Augen verbunden und es bekommt einen Kochlöffel in die Hand. Anschließend wird ein umgedrehter Topf, unter dem eine Süßigkeit liegt, irgendwo im Raum aufgestellt. Das Kind wird einige Male um die eigene Achse gedreht und muss dann über den Boden krabbeln und dabei versuchen, den Topf zu finden und mit dem Löffel auf diesen draufzuschlagen. Alle anderen Kinder geben durch Rufen von „heiß“ oder „kalt“ Hinweise darauf, ob das suchende Kind in die richtige Richtung krabbelt. Wenn das Kind den Topf gefunden hat, erhält es als Belohnung und Geschenk die darunterliegende Süßigkeit. 

Verkündigung  

Verkündigungsart: 

In der Geschichte kommen verschiedene Stationen und Situationen vor. Um diese alle zu verbildlichen, werden die Kinder in bis zu 7 Gruppen geteilt, in denen sie jeweils eine Szene bekommen, die sie dann gemeinsam auf einem großen Plakat malen. Wenn es wenige Kinder sind, können entweder Szenen zusammengefasst werden oder jedes Kind malt alleine. 

Szene 1: Eine Gruppe von Gelehrten beobachtet die Sterne und entdecket dabei einen Stern mit besonderer Bedeutung. 

Szene 2: Eine Gruppe von Gelehrten trifft auf König Herodes und fragt ihn: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.“ 

Szene 3: König Herodes ist erschrocken und beauftragt seine Angestellten Informationen über die Geburt eines Königs herauszusuchen. Diese finden Informationen in dem Text des Propheten Micha. 

Szene 4: König Herodes sagt der Gruppe von Gelehrten, dass sie nach Bethlehem gehen sollen, da sie dort den neugeborenen König finden werden. 

Szene 5: Die Gruppe von Gelehrten folgt dem Stern, der sie bis zu einem Haus in Bethlehem führt. 

Szene 6: Die Gruppe von Gelehrten kommt in ein Haus, wo sie Jesus und seine Mutter sehen und Jesus Geschenke mitbringen. 

Szene 7: Die Gruppe von Gelehrten bekommen von Gott in einem Traum gesagt, dass sie nicht zu Herodes gehen sollen, sondern direkt nach Hause. 

Wenn alle Gruppen fertig sind, zeigen sie sich ihre Bilder. Hierzu werden alle Bilder in die Mitte gelegt und es gibt eine Zeit, wo alle sich stumm die Bilder anschauen können. Dann kann man gemeinsam sammeln, was man alles gesehen hat mit Sätzen wie: „Ich habe auf mehreren Bildern einen König gesehen.“ 

Anschließend wird gemeinsam überlegt, in welche Reihenfolge die Bilder gehören und die Geschichte noch mal im Ganzen anhand der Bilder von einem Mitarbeiter oder den Kindern (falls diese die Geschichte kennen) nacherzählt: 

„Eine Gruppe von Gelehrten beobachtete regelmäßig die Sterne. Sie wollten dadurch Informationen über die Zukunft oder weit entfernte Ereignisse erhalten. Eines Tages sahen sie einen besonderen Stern. Sie wussten, dass dieser bedeutete, dass ein neuer König der Juden geboren war. Um vor diesem niederzuknien und ihm Geschenke zu bringen, machten sie sich auf den Weg in den Palast des Königs Herodes und fragten ihn: ,Wo ist der neugeborene König der Juden?‘ Doch Herodes wusste nichts von einem neuen König und ließ seine klügsten Angestellten nach mehr Informationen suchen. Diese fanden heraus, dass vor vielen Jahren ein Mann, der mit Gottes Hilfe über besonderes Wissen verfügte, gesagt hatte, dass der König in Bethlehem geboren werden sollte. Also sandte Herodes die Gelehrten nach Bethlehem und bat sie, ihm später alles zu berichten. Der Stern, den die Gelehrten am Anfang gesehen hatten, führte sie zu einem bestimmten Haus. In diesem fanden sie Jesus und seine Mutter Maria. Sie beten Jesus an und gaben ihm teure Geschenke. Als sie wieder auf dem Heimweg waren, sagte Gott ihnen in einem Traum, dass sie Herodes nicht berichten, sondern direkt wieder zurück in die Heimat gehen sollten.“ 

Die andere Idee 

Statt die Szenen zu malen, kann man sie auch szenisch darstellen, während ein Mitarbeiter sie Stück für Stück vorliest. Dies ermöglicht es den Kindern, sich zu bewegen und die Geschichte hautnah mitzuerleben. 

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Die Kinder werden gefragt, an welches Bild sie sich am besten erinnern. Warum ist ihnen dieses Bild besonders wichtig geworden? 

Gespräch  

Für die Starter: 

  • Habt ihr schon eine Wunschliste geschrieben? Was steht darauf? 
  • Auch Jesus hat zu seiner Geburt, die wir an Weihnachten feiern, Geschenke bekommen. 
  • Was hättet ihr Jesus geschenkt? 
  • Die Gelehrten haben ihm Gold, Weihrauch und Myrre mitgebracht. Das sind sehr teure Geschenke, die zu einem König passen. Denn Jesus ist der Sohn von Gott, der die ganze Welt regiert. An Weihnachten denken wir an Jesus und seine Geburt. Auch wir können Kinder Gottes sein, wenn wir das wollen. Und wenn wir an Weihnachten unsere Geschenke kriegen, dann können wir daran denken. 

Für die Checker: 

  • Wie hat Gott in der Geschichte mit den Weisen kommuniziert? – durch den Stern, den Propheten, andere Menschen, einen Traum 
  • Welche Wege kennt ihr noch, wie Gott mit Menschen redet? 
  • Wie redet Gott mit euch? – hier kann der Mitarbeiter erzählen, wie Gott mit ihm/ihr kommuniziert 
  • Habt ihr Freunde, die ganz anders mit Gott in Kontakt stehen, als ihr es kennt? – z. B. wenn sie in eine andere Gemeinde/ Kirche gehen 
  • Der Mitarbeiter kann dann ermutigen, einerseits die anderen Kinder in ihrem Ausdruck von Glauben zu respektieren und anderseits dazu, auch mal neue Wege auszuprobieren, wie man Gott entdecken kann. 

Gebet  

Gemeinsam wird gesammelt, wofür Kinder heute bitten und danken wollen. Dabei kann auch noch mal nachgehakt werden, welche Kommunikation sie sich von Gott wünschen und wo sie ihm dankbar sind, dass er mit ihnen geredet hat; bzw. wofür sie für die Weihnachtszeit bitten. 

Der Mitarbeiter fasst dann alles in einem Gebet zusammen. 

Kreatives  

Gemeinsam werden kleine Schatzkisten gefaltet und mit Sternen gefüllt, um sich an die Geschenke und dem Nachgehen des Sternes zu erinnern. Eine Anleitung für die Kisten findet ihr z.B. hier: 

https://ynas-design.blogspot.com/2017/10/origami-schachtel-alles-hubsch.html

Eine Anleitung für kleine Sterne aus Papierstreifen hier: 

Spielerisches  

Manchmal hat man einen langen Weg, bis man sein Ziel erreicht, wie auch die Weisen diesen hatten. Aber am Ende wartet etwas wundervolles. Deswegen kann „Schokolade auspacken“ gespielt werden. 

Vor der Gruppenstunde wird von dem Mitarbeiter eine Tafel Schokolade in mehrere Schichten Zeitungspapier und Tesafilm eingewickelt und gut verpackt. Diese wird in die Mitte zwischen die Kinder gelegt. Dann wird reihum gewürfelt. Wer eine 6 würfelt zieht sich die bereitgelegten Sachen (Mütze, Schal, Handschuh) an und versucht, mithilfe von Messer und Gabel die Schokolade auszupacken. Wer die Schokolade erreicht hat, darf sich ein Stück von dieser abschneiden und es essen. Während das eine Kind mit auspacken beschäftigt ist, würfeln die anderen Kinder weiter reihum. Würfelt ein Kind wieder eine 6, muss das auspackende Kind schnell alles ausziehen und weitergeben, das nächste Kind zieht alles an und versucht auch, an die Schokolade zu kommen. 

(T)Extras  

Lieder 

  • Stern über Bethlehem 

Spiele 

Reise nach Bethlehem: Statt Reise nach Jerusalem, unter welchem Namen das Spiel bekannt ist, wird Reise nach Bethlehem gespielt. Dafür werden Stühle mit den Rückenlehnen aneinandergestellt, aber genau einer weniger als es Kinder sind, die mitspielen (z.B. bei 10 Kindern werden 9 Stühle zusammengestellt). Dann wird Musik abgespielt. Während die Musik läuft, laufen alle Kinder im Kreis um die Stühle herum. Sobald die Musik stoppt, müssen sich alle schnell hinsetzen. Wer keinen Platz abbekommen hat, ist für diese Runde ausgeschieden. Anschließend wird ein Stuhl entfernt (sodass es wieder weniger Stühle als Kinder sind) und eine neue Runde wird gestartet. 

Wer bleibt am Ende als letztes übrig? 

Aktionen 

Sowohl Weihrauch als auch Myrre gibt es online für unter 10 € zu kaufen. Somit können die Kinder die Harze anfassen und auch riechen und sich dadurch besser etwas unter den Begriffen vorstellen. 

Das Ziel 

Starter  

Jesus wurde geboren, weil Gott die Menschen so sehr liebt. Er macht wahr, was Gott den Menschen versprochen hat. 

Checker  

Die Bibel ist voller Menschen mit Fehlern, aber Gott bezieht sie in seinen großen Plan ein und erfüllt seine Verheißungen. 

Der Text an sich  

Matthäus war ein Jünger Jesu und schrieb an jüdische Leser. Daher beginnt er typisch jüdisch mit den Vorfahren, um deutlich zu machen, über wen er schreibt. Die aufgezählten Personen sind bekannt. 

Gleich im ersten Vers benennt Matthäus Jesus als Sohn Davids und Nachkomme Abrahams. Damit knüpft er an zwei Prophezeiungen an: 1) Abraham wurde versprochen, dass er unzählige Nachkommen haben und zum Segen für alle Völker werden soll (vgl. 1.Mose 12, 2-3). Im weiteren Verlauf des Evangeliums zeigt Matthäus dann auf, wie Jesus Rettung für alle Menschen bringt. 2) David wurde zugesagt, dass sein Nachkomme ein ewiges Königreich haben werde (vgl. 2.Sam 7, 16). Daraus entwickelte  sich im jüdischen Volk eine Hoffnung auf Errettung. Wenn die Menschen Jesus „Sohn Davids“ nannten, brachten sie zum Ausdruck, dass er der von Gott gesandte Retter ist, dessen Königreich ewig ist – und so kommt es auch. 

Mit dem Stammbaum macht Matthäus also bereits deutlich, um was für einen besonderen Menschen es geht, und auch, dass er eben das ist: ein Mensch, der seine Wurzeln zurückverfolgen kann in eine lange Reihe bekannter Personen. Jesus war eingebettet in Gottes Volk, mit dem er seit Jahrhunderten Geschichte schrieb.  
Auffallend ist, dass Matthäus untypischerweise auch Frauen erwähnt. Sie tauchen im Alten Testament auf und hatten zu Lebzeiten nicht immer den besten Ruf (Vorwurf der Hurerei, Ehebruch …). Zudem wurden sie als Ausländerinnen teils skeptisch betrachtet und mussten um die Legitimation ihrer Söhne kämpfen. Aber selbst diese Frauen mit all den Vorwürfen, sind Teil der großen Geschichte Gottes und haben ihren Platz in Jesu Ahnenlinie. Sie werden nicht totgeschwiegen, sondern explizit erwähnt.  

Auch Maria wird als Mutter Jesu erwähnt und gezeigt, dass Josef nicht der biologische Vater ist. Eine uneheliche Schwangerschaft war damals ein absolutes No-Go. Josef, als betrogener Mann hätte Marias Tod einfordern können. Aber dann greift Gott ein, erklärt ihm die Lage, erinnert ihn an die alten Verheißungen und gibt ihm einen Auftrag. Da Josef Maria als Ehefrau annimmt, wird er rechtlich zu Jesu Vater, sodass sein Stammbaum Jesu Stammbaum wird. Dennoch bleibt klar, dass seine Geburt etwas Besonderes ist. Das zeigt auch der Name, den er tragen soll: Jesus heißt „Gott hilft“. Mit ihm erfüllt Gott seine Zusagen an sein Volk – ein außergewöhnliches Ereignis mitten unter ganz normalen Menschen. 

Der Text für mich  

Was mich an diesem Text fasziniert ist: Da sind Menschen mit Fehlern und Versagen und mit Verheißungen. Gott hält das alles zusammen, führt eine rote Linie vom Weltbeginn bis zur Ewigkeit. Mit der expliziten Nennung der Frauen wird deutlich, dass Gott Leben verändern kann und dass er auch trotz aller Herausforderungen auf „krummen Linien gerade“ schreibt. In seinem Volk ist für jeden Platz. Es geht Gott darum, zu retten. All seine Verheißungen laufen bei Jesus zusammen und werden wahr, das wird bei Matthäus deutlich. Mich bringt das immer wieder zum Staunen über diesen wunderbaren dreieinen Gott.  
Gleichzeitig fordert es mich heraus, Jesus nicht nur als Gott zu sehen, sondern ihn so menschlich sein zu lassen, wie er sein wollte – nämlich 100%. Ich sehe es als meine Aufgabe, Kindern beides vor Augen zu halten: wie besonders und göttlich Jesus ist und auch wie menschlich und dadurch auch so vertraut mit unserem Alltag.  

Der Text für dich  

Der Stammbaum ist für Kinder eher langweilig. Selbst bei den genannten Frauen ist für Kinder oft nicht klar, was es mit ihnen auf sich hat, da ihr sexueller Hintergrund in vielen Geschichten für Kinder ausgelassen wird.  

Im Zweifel ist es daher hilfreich, wenn grob zusammengefasst wird, dass erwachsene Bibelleser wissen, wer diese Personen sind und dass sie auch Dinge taten, die Gott nicht gefielen. Zudem kann auf die Personen eingegangen werden, die die Kinder kennen, z.B. Abraham und David, sodass sie sehen, dass die Bibelgeschichten alle miteinander verbunden sind.  

Viele Kinder werden die Weihnachtsgeschichte kennen, allerdings oft in der Version nach Lukas. In Kinderbüchern oder Krippenspielen wird oft Maria betont, während Josef eher als Randfigur agiert. Durch Matthäus wird deutlich, dass auch Josef eine übernatürliche Begegnung mit Gott hatte und gehorsam und voll Vertrauen war.  

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 : Pantomime 
Die Kinder tun sich in kleinen Gruppen zusammen und haben 5 Min Zeit, sich zu besprechen. Dann führen sie pantomimisch vor, was ihnen zu Weihnachten besonders wichtig ist. 

Idee 2 : Montagsmaler 
Material: großes Papier und 1 Stift 
Einem Kind wird ein Begriff zugeflüstert, den es ohne etwas zu sagen, auf das Papier malt. Die anderen müssen ihn erraten; wer ihn zuerst richtig hat, darf den nächsten malen. Malt die Begriffe ruhig zu Ende, sodass ein buntes Bild entsteht mit Dingen, die typisch für Weihnachten sind. Später kann dann darauf Bezug genommen werden, was wirklich zählt. 

Begriffe: Weihnachtsbaum, Festessen, Glocke, Plätzchen, Familie, Geschenke, Lieder, Schaf, Rentier, Stern, Weihnachtsmann, Krippe, Schnee, Engel, Kerze, Jesus  

Verkündigung  

Verkündigungsart: Theater  

Maria: Liebster Josef, schön, dass ich dich sehe! 
Josef: Hallo Maria, ich bin gerade an den Hochzeitsvorbereitungen. Wie geht es dir? 
M: Ich muss dir etwas sagen. Ich bin schwanger … 
J: Was?! Das glaub ich nicht! Du hast mich betrogen! 
M: Jetzt hör mir doch erst mal zu.  
J: Ich soll dir zuhören? Du weißt genau so gut wie ich, dass man nicht schwanger werden soll, bevor man verheiratet ist. Wir wollten heiraten. Aber jetzt bist du schwanger und definitiv nicht von mir! Du hast mich betrogen, Maria. Du bist echt das Letzte. Du bist eine Schande für das ganze Volk. Es wäre besser, du wärst tot! 
Maria entsetzt: Josef! 
J: Ach Maria … ich werde es keinem erzählen, aber ich will auch nichts damit zu tun haben. Geh mir einfach aus den Augen.  
Maria geht ab 
J: Oh Mann. Das muss ich erst mal verdauen.  
Josef legt sich schlafen, schreckt plötzlich hoch 
J: Ich muss zu Maria!  
Josef läuft einmal quer durch den Raum, Maria ebenfalls, sie treffen sich 
J: Maria, ich muss mit dir reden. Du wirst mich für total verrückt halten, aber ich muss dir was erzählen! Gott hat heute Nacht zu mir gesprochen. Er hat gesagt, dass ich dich heiraten soll, weil … 
M (umarmt ihn) Josef! Gott sei Dank! 
J: Lass mich doch erst mal ausreden. Also, ich hab geträumt und dann war da ein Engel und er hat gesagt, das Baby in deinem Bauch ist von Gott und sein Name ist … 
M: Jesus. Das heißt „Gott hilft“.  
J: Genau das hat der Engel gesagt.  
M: Mir auch. Und auch, dass er etwas ganz Besonderes ist.  
J: Ja – Erinnerst du dich an die alte Verheißung? Eine Jungfrau wird schwanger werden und ihr Sohn wird Gott mit den Menschen sein.  
M: Ja, richtig. Und sein Königreich wird ewig sein und er wird die Menschen retten.  
J: Wow. Wer hätte gedacht, dass der von Gott versprochene Retter ausgerechnet in meiner Familie geboren wird. Wir sind doch so normale Menschen. 
M: Sag mal, ist dein Vorfahre nicht der große König David? Das passt doch! Sein Nachkomme soll ein ewiges Königreich haben. Gottes Königreich! 
J: Das ist sowieso unglaublich, wenn man bedenkt, dass David auch viel falsch gemacht hat. Und seine Söhne erst: ständig alle miteinander zerstritten und Gott hatten sie auch vergessen. Aber Gott ist treu.  
M: Ja, so, wie er es immer gesagt hat.  
J: Absolut! Und das, obwohl wir Menschen echt schräge Typen sind. Wirklich, in meiner Familie lief so viel falsch, es ist ein Wunder, dass Gott ausgerechnet mit uns Geschichte schreiben will.  
M: was soll ich da erst sagen? Ich bin ein ganz normales Mädchen und plötzlich habe ich Gottes Sohn im Bauch. Das glauben die Leute nie, die werden reden und lästern und wer weiß was über mich erzählen.  
J: In meiner Familie gab es schon immer Frauen, die einen extrem schlechten Ruf hatten. Und irgendwie hat Gott sie trotzdem gebrauchen können. Ohne sie gäbe es uns heute gar nicht. Ich glaube, Gott liebt uns Menschen wirklich. Er will das Beste für uns, er will uns retten, alle Menschen, so, wie er es meinem Urvorfahre Abraham versprochen hat. 
M: Und das passiert jetzt, durch unser Kind! Oh Josef, ist das aufregend.  
J: Gottes große Verheißungen erfüllen sich bei uns. In unserem kleinen Dorf, in unserm Haus, in unserer Familie.  
M: Das ist echt ein Wunder. Gott wird Mensch.  
J: Das müssen wir feiern. Und unsere Hochzeit auch, komm. 

Die andere Idee 

Material von Playmobil: 42 Männer, 5 Frauen, 1 Baby, 1 Engel, 1 Zelt, 1 Schaf, 1 Krone, 1 Schwert, 1 Schaufel, 1 Schriftrolle 
Anhand des Stammbaums wird ein Überblick über die Geschichte Gottes mit seinem Volk dargestellt, der je nach Gruppe unterschiedlich detailliert erfolgen kann. U.a. können auch auf Geschichten eigegangen werden, die die Kinder kennen. Anschließend wird die Geschichte von Josef näher beleuchtet. 
Zunächst werden 14 Männer und 3 Frauen zusammen auf den Tisch/ in die Kreismitte gestellt, zu ihnen wird das Zelt und das Schaf gestellt. Diese Gruppe steht für die Anfänge von Gottes Volk, als sie in Zelten durch die Gegend zogen, von Gott Versprechen bekamen, ihre Tiere hüteten und erst allmählich im gelobten Land sesshaft wurden. In diese Zeit fallen u.a. Abraham, Mose, etc. aber auch mutige Frauen, die sich nicht immer an das Gesetz hielten, aber doch das richtige für Gott taten.  
Die nächste Gruppe bilden wieder 14 Männer und 1 Frau, dazu Krone und Schwert. Das ist die Zeit von König David und seinen Nachkommen, aber selbst er hatte Fehler, aber auch er bekam eine Verheißung von Gott. Das Volk Israel lebte mittlerweile fest im Land, sie hatten ein Königtum. Später allerdings gab es viel Streit im Land und auch Kriege mit den Nachbarn. Dabei wurde viel zerstört und Menschen mussten ihre Heimat verlassen. 
Die letzten 14 Männer, die Schaufel und die Schriftrolle stehen für die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg. Gleichzeitig begannen die Menschen auch wieder, die alten Geschichten und Verheißungen zu lesen und hofften, dass endlich der versprochene Retter kommt.  
Eine der männlichen Personen wird etwas abgerückt, das ist Josef. Der Engel wird neben ihn gestellt, die letzte Frau mit dem Baby auf die andere Seite des Engels. Mit diesen Figuren können die Verse 18-25 nachgespielt werden.  

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Ja oder nein? (Bewegen zum Beantworten) 
Die Kinder stellen sich in der Raummitte auf. Eine Wand wird zu „Ja“, die andere zu „Nein“ erklärt. Es wird immer eine Frage zur Geschichte gestellt, und die Kinder sollen an die entsprechende Wand laufen. Dann wird die Antwort aufgelöst bzw. korrigiert und ggf. Rückfragen beantwortet.  
Beispiele für Fragen:  

  • Feiern wir an Weihnachten, dass Jesus geboren ist? (j) 
  • War Jesus ein richtiger Mensch? (j) 
  • Waren Maria und Josef schon verheiratet, als Maria schwanger wurde? (n) 
  • Haben sie danach geheiratet? (j) 
  • War Maria von Josef schwanger? (n) 
  • Wusste Josef, wer seine Vorfahren sind? (j) 
  • Waren Josefs Vorfahren alle perfekt? (n) 
  • Hatte Gott den Menschen Verheißungen gegeben? (j) 
  • Will Gott nur perfekte Menschen? (n) 
  • Hieß die Mutter von Jesus Rut? (n) 
  • War David ein König? (j) 
  • Hält Gott seine Versprechen? (j) 
  • Ist Jesus gekommen, um die Menschen zu retten? (j) 
  • … 

Gespräch  

Kommt über die wahre Bedeutung von Weihnachten ins Gespräch (Geburt Jesu, Gott wird Mensch, Gott erfüllt seine Verheißungen); greift dabei gerne die Aspekte aus der Hinführung wieder auf.  

  • Was ist euch zu Weihnachten besonders wichtig?  
  • Kannst du dir vorstellen, dass Gott ein Baby wurde? Wie findest du das? 
  • Wie hat Jesus in eurer Weihnachtsfeier Platz? 
  • Glaubst du, dass Gott auch dich in seiner Geschichte haben will?  
    (Gott will mit jedem Menschen Beziehung haben, alle dürfen Teil seiner Geschichte sein) 

Merkvers  

Der Vers wird gemeinsam wiederholt und bei den einzelnen Passagen die in Klammern angegebene Bewegung ausgeführt:  

Die Jungfrau wird schwanger werden (dicker Bauch)  
und einen Sohn zur Welt bringen (Babybewegungen).  
Dem werden sie den Namen Immanuel geben (nach oben zeigen),  
das heißt: Gott ist mit uns (Hände aufs Herz) 
Mt 1, 23 BB; nach Jes 7, 14 

Gebet  

Mit Bewegungen beten 

  • Stellt euch in einen Kreis und streckt die Hände von euch, mit den Handflächen nach unten. Sagt Gott laut oder leise, was gerade gar nicht gut läuft bei euch. 
  • Dreht nun eure Handflächen nach oben. Sagt Gott, was ihr euch tief im Herzen von ihm wünscht. 
  • Schaut jetzt nach oben. Gott ist da. Sagt ihm Danke für alles.  

Kreatives  

Babyjesus 
Material pro Kind: 1 leere Rolle Klopapier, 1 quadratisches Stück Küchenpapier, 1 Styroporball mit 5 cm Durchmesser.  
Außerdem: Flüssigkleber, helle hellbraune Farbe, Pinsel, Filzstift in rot und schwarz 
Die Styroporkugel hellbraun anmalen und auf ein Ende der Klorolle kleben. 
Das Küchenpapier wie eine Raute vor sich legen und die Klorolle in die Mitte legen, das Küchenpapier wie eine Windel um die Klorolle wickeln (unteres Ende hochschlagen, dann die Seiten übereinander schlagen und festkleben. Papier am oberen Ende so knautschen, dass der Kopf frei bleibt. Mit dem Filzstift auf dem getrockneten Styroporball ein Gesicht auftragen – fertig. 

Spielerisches  

Wettwickeln 
Material: 2 gleich große Puppen, 4 kleine Windeln, 2 Babystrampler, 1 Tisch 
2 Windeln werden auf den Tisch gelegt, in einiger Entfernung wird die Startlinie markiert. Die Kinder teilen sich in 2 Gruppen auf und stellen sich hinter der Startlinie an. Jeweils das erste Kind beider Gruppen bekommt eine Puppe in die Hand, die einen Strampler und darunter eine Windel trägt. Auf das Startzeichen laufen sie zum Tisch, ziehen die Puppe aus, tauschen die aktuelle Windel gegen eine andere, ziehen die Puppe wieder an, laufen zurück und übergeben sie an den nächsten in ihrem Team. Welches Team zuerst einmal durch ist, hat gewonnen.  

Rätselhaftes 

Folgender Buchstabenwurm wird ausgedruckt, die Kinder können allein oder in Gruppen die einzelnen Worte herausfinden. Die Anfangsbuchstaben der einzelnen Worte ergeben zusammen dann einen Satz.  

GEBURTOFFENBARUNGTRAUMTREUWEIHNACHTENIMMANUELRETTENDAVIDMARIAENGELNACHKOMMESCHWANGERCHRISTUSHEILIG 

Lösung:  

  • Geburt Offenbarung Traum Treu Weihnachten Immanuel Retten David Maria Engel Nachkomme Schwanger Christus Heilig 
  • Die Anfangsbuchstaben ergeben: GOTT WIRD MENSCH 

(T)Extras  

Lieder 

  • Runtergekommen (D. Kallauch) 
  • Du lieber Himmel (D. Kallauch) 
  • Oh du fröhliche 

Spiele 

Stille Post: In einer Reihe stehend, müssen die Kinder einen Satz nur durch ins Ohr flüstern von vorne bis hinten durchgeben. Das letzte Kind sagt ihn laut. Dann wechselt die Reihenfolge.  
Beispiele: „Hast du schon von Weihnachten gehört?“ – „Euch ist heute der Retter geboren“ – „Jesus war ein Mensch wie wir“ – „Die Plätzchen krümeln sehr“  
Die Kinder können sich auch selbst Sätze ausdenken. 

Wer bin ich: Im Kreis schreibt jedes Kind eine bekannte Person auf ein Post-it und klebt es der Person rechts von sich auf die Stirn. Reihum müssen die Kinder nun versuchen, herauszufinden, wer sie sind. Dafür dürfen sie nur Ja/Nein-Fragen stellen. Wurde ihre Frage mit Ja beantwortet, dürfen sie eine weiter stellen usw. Ist die Antwort nein, ist das nächste Kind dran. Wer zuerst erraten hat, wer er ist, hat gewonnen. 

Aktionen 

Plätzchen backen 

Kreatives 

Engel aus Papier falten  
Pro Engel: 2 Blatt Papier, Kugel aus Styropor, Faden, Kleber, ggf. Heißklebepistole 
Die Blätter werden nacheinander quer vor sich gelegt und von unten nach oben abwechselnd nach vorne und hinten gefaltet.  
Das Ergebnis wird hochkant parallel vor sich gelegt und bei beiden Streifen jeweils das oberste Drittel nach außen unten umgeklappt und an der Kante angeklebt. Anschließend werden die beiden Teile in der Mitte zusammengeklebt. 
Durch die Kugel wird ein Faden gezogen oder an dieser befestigt; dann wird sie als Kopf oben in der Mitte auf den Körper geklebt. 


Maria und Josef als Becherfiguren 
Material: einfarbig helle Pappbecher, Kugeln aus Styropor, bunte Pappe, Schere, Papierkleber, Stifte, Farbe, Pinsel, Wolle, Stoffreste, Heißklebepistole 
Die Kugeln werden als Köpfe auf den Becherboden geklebt; mit Wolle oder Stoff Haare und Kopfbedeckungen angefertigt. Aus Pappe werden Arme ausgeschnitten und angeklebt; der Becher wird mit den Farben bemalt.  

Das Ziel 

Starter  

Du musst nicht alles alleine schaffen. Du darfst andere um Hilfe bitten.  

Checker  

Du kannst andere um Hilfe bitten, wenn eine Aufgabe für dich zu groß ist. Und genauso kannst du für jemand anderes eine wichtige Hilfe sein. 

Der Text an sich   

Das Volk Israel ist unter der Führung von Mose aus Ägypten ausgezogen und ist unterwegs in der Wüste, nahe dem Berg Sinai. Auf diesem Berg, auch Gottes Berg genannt, erscheint später Gott Mose und gibt ihm die Zehn Gebote. Mose lagerte in der Nähe des Berges und bekommt Besuch von Jithro, seinem Schwiegervater. Jithro war ein Priester in Midian, ein Teil des heutigen Saudi-Arabien. Von dort war er zusammen mit seiner Tochter, der Frau von Mose, und seinen Enkeln zu Mose gereist. Mose hatte seine Frau und seine Kinder vorher zu Jithro geschickt. Zu Beginn erzählt Mose seinem Schwiegervater von den Wundern Gottes, die sie auf dem Weg aus Ägypten und in der Wüste erlebt haben (Auszug aus Ägypten, Durchzug durch das Schilfmeer, Versorgung durch das Manna, …). Jithro ist von diesen Taten Gottes so beeindruckt, dass er beginnt Gott zu loben. Erst mit Worten und dann durch die dargebrachten Opfer. Doch während Jithro am einen Tag die Größe Gottes bestaunt, ist er am nächsten erstaunt über die Organisation und Leitung des Volkes durch Mose. Mose ist im wahrsten Sinne des Wortes der Dreh- und Angelpunkt für alles. Die Menschen stehen in nicht enden wollenden Schlangen an, um ihre Rechtsstreitigkeiten aber auch gewöhnliche Probleme des Alltags von Mose klären zu lassen. Jithro erkennt sofort: Nicht nur Mose ist am Ende seiner Kräfte, sondern auch das Volk. Für Mose ist klar, nur er kann diese Aufgabe ausführen, denn das Volk kennt die Weisungen und Gebote Gottes nicht. Wie sollten sie da nach seinem Willen handeln oder ihn befragen? Diese Aufgabe kann nur Mose, der in enger Verbindung mit Gott steht, ausführen. Damit mag Mose auch recht haben, doch Jithro hat einen besseren Rat. Er weiß, dass die Last nicht allein auf Moses Schultern liegen kann. So sieht weder eine gesunde noch eine kluge Leitung aus und zudem, kann Mose der Fülle der Anliegen niemals gerecht werden. Es führt kein Weg an einer Arbeitsteilung vorbei. Doch bevor das möglich ist, müssen die Menschen die Weisungen und Gebote Gottes kennenlernen. Der erste Schritt ist also die Unterweisung des Volkes in den Ordnungen Gottes. Zu diesem Zeitpunkt sind dem Volk zwar noch nicht die Zehn Gebote gegeben, aber dennoch gab es gültige Ordnungen, an denen sich die Menschen orientieren sollten. Darüber hinaus muss Mose lernen zu delegieren und Verantwortung abzugeben. Dabei geht es nicht in erster Linie darum Menschen zu finden, die einen hohen Intellekt vorweisen, sondern solche, die sich aus moralischer Sicht als gut und gerecht erweisen. Diese Männer betraut Mose nun mit den alltäglichen Angelegenheiten der Menschen und nur die schwierigen Fälle, für die es noch keine Musterbeispiele gibt, werden an Mose weitergeleitet. So einsteht ein System, durch das junge Leiter heranwachsen können und geschult werden und durch das die führenden Personen Freiraum für die großen Aufgaben erhalten. Das spätere Rechtswesen Israels gründet auf diesem simplen Prinzip. Aber nicht nur das, auch wir können heute noch viel von diesem weißen Rat Jithros lernen.  

Der Text für mich   

Eine coole und interessante Geschichte, die mich aber auch an eine meiner Schwächen erinnert. Ich mache gerne viel alleine oder selber. Mir fällt es schwer Nein zu sagen oder Aufgaben an andere abzugeben. Dabei ist das so wichtig, dass die Aufgaben auch gut erledigt werden können. Ein kleines Beispiel: In meinem Jugendkreis hatte ich einen Abend mit vorbereitet und bin beim Aufbauen von A nach B gelaufen, um alles aufzubauen und zu erledigen. Am Besten hätte ich mich teilen müssen und das hat mich gestresst. Bis dann jemand zu mit gesagt hat: „Salome, geh zu den Leuten hin, die schon da sind und gib ihnen eine Aufgabe! Du musst nicht alles alleine machen!“ Dieser Rat tat mir unglaublich gut und nachdem ich die Aufgabe abgeben habe, hatte ich noch genug zu tun, aber ich war ein wenig entspannter.  

Kennst du auch solche Situationen? Wo ist es besser, wenn du dir mal einen Rat geben lässt? Wo solltest du vielleicht Aufgaben abgeben? Oder wo solltest du anderen einen Rat geben, um sie zu unterstützen? Gott fordert nicht von uns, alles alleine zu machen. Es ist so gut wie immer eine andere Person vor Ort. Und wenn nicht, hast du dich dann schon an Gott gewandt? 

Der Text für dich  

Jedes unserer Kinder erlebt Situationen, die es überfordern. Das kann das Lernen für eine schwere Klassenarbeit, ein Streit mit einem Freund, aber auch die Vielzahl an Wahlmöglichkeiten, angefangen bei Sportvereinen bis hin zur fast grenzenlosen Auswahl an Spielzeug sein. Jedes unserer Kinder erlebt Situationen, in denen es auf die Hilfe andere angewiesen ist. Doch nicht immer ist es leicht, die eigene Schwäche einzugestehen und um Hilfe zu bitten. Hier können wir die Kinder ermutigen, dass jeder – egal ob groß oder klein  – immer wieder um Hilfe bitten muss.  

Die Geschichte zeigt aber auch, dass wir für andere Menschen eine Hilfe sein können. Dazu müssen die Kinder keine besonderen Fähigkeiten besitzen. Mit einem offenen Blick erkennen wir viele Gelegenheiten im Alltag, wo wir anderen eine Hilfe sein können. Z.B. einem anderen bei den Hausaufgaben helfen, einem kleineren Kind etwas reichen, … Gleichzeitig macht es Kinder unglaublich stolz und stark, wenn sie erkennen, dass eine wertvolle Hilfe für andere sind. 

Lasst uns als Mitarbeiter Ausschau halten, welche Fähigkeiten die Kinder haben und welche Kinder wir schon jetzt durch kleine Aufgaben in die Mitarbeit einbeziehen können. Denn davon profitieren die Kinder und ebenso wir! 

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 

Das folgende Spiel wird in mehreren Runden gespielt. In der ersten Runde erhält ein Kind die Aufgabe vier Luftballons eine Minute lang in der Luft zu halten. Berührt ein Ballon den Boden, hat das Kind verloren. Es können auch mehrere Kinder diese Aufgabe nacheinander versuchen. Das Spiel ist so ausgelegt, dass die Kinder die Aufgabe nicht schaffen. 

In der zweiten Runde erhält der Spieler durch eine andere Person Verstärkung. Nun geht es schon leichter. Wenn der Ballon immer noch auf den Boden fällt, kann in der nächsten Runde ein drittes Kind dazukommen. 

Anschließend könnt ihr noch eine Runde als gesamte Gruppe spielen. Entweder ihr stoppt die Zeit, wie lange ihr die Luftballons gemeinsam in der Luft halten könnt oder probiert aus, wie viele Luftballons ihr in einer Minute in der Luft halten könnt. 

Manche Aufgaben sind für uns alleine viel zu schwer. Doch mit Unterstützung von anderen wird es auf einmal machbar. 

Idee 2 

Bei dieser Aufgabe geht es darum, dass sich die Kinder gegenseitig helfen und vertrauen. Im Raum wird z.B. zwischen zwei Säulen, Stühlen, Tischen o.Ä. ein Seil gespannt.  Es sollte nicht zu hoch sein, dass die Kinder noch irgendwie drüberkommen, aber auch nicht zu niedrig, dass sie zu leicht darüberkommen. Die Kinder haben die Aufgabe, als Gruppe das Seil zu überqueren. Dafür erhalten die Kinder ein bis zwei Hilfsmittel (z.B. einen Stuhl) die jedoch nur einmal verwendet werden dürfen. Die Kinder können springen, andere drüberheben, eine Räuberleiter machen oder Ähnliches.  

Verkündigung  

Verkündigungsart: Interview 

Die Geschichte wird als Interview mit Mose dargestellt. Ihr braucht zwei Personen (Interviewer und Mose) und für die Bühne zwei Stühle und einen Tisch oder zwei bequeme Sessel mit Couchtisch, außerdem zwei Getränke oder Gläser, evtl. Tischdeko. Das Interview wird wie in einer Art „Talk-Show“ aufgezogen werden.  

Wenn die Bühne schon die ganze Zeit über aufgebaut ist, sind die Kinder gespannt, was dort noch passiert. 

Interviewer: Hallo und herzlich Willkommen zu Israel aktuell. Ich habe heute einen ganz besonderen Gast im Studio mit einer sehr schönen Geschichte. Einen großen Applaus für Mose. (klatscht ein wenig und wartet bis wieder Ruhe einkehrt) 

Hallo Mose, wie geht es dir heute? (stockt kurz) Ich darf doch du sagen, oder?  

Mose: (lacht) Ja, kannst du. Mir geht es blendend. Ich bin so viel entspannter als sonst und schon alle meine Aufgaben für heute erledigt. Da hab ich sogar früher Feierabend gemacht. 

Interviewer: Das klingt doch gut, aber wie kommt das? Du hattest doch bisher immer so viel zu tun und bist mit der Arbeit gar nicht fertig geworden! 

Mose: Das ist eine sehr lange Geschichte …  

Interviewer: Wir haben Zeit. Erzähl! (Nimmt sich ein Getränk vom Tisch und lehnt sich zurück) 

Mose: Vor ein paar Tagen kam mein Schwiegervater Jithro mit meiner Frau und meinen Kindern vorbei. Das war eine Wiedersehensfreude. Habe sie ja sehr lange nicht gesehen. Aber das ist eine andere Geschichte.  

Interviewer: Das glaube ich. Die Geschichte kannst du ein anderes Mal erzählen. Wie ging es dann weiter? 

Mose: Ich habe ihm erst mal alles erzählt, was ich die letzten Jahre so erlebt habe. Den Auszug aus Ägypten. Den Notlagen in der Wüste und wie Gott uns da gerettet hat. Der hat nicht schlecht gestaunt, kann ich dir sagen! 

Interviewer: Ach, du meinst die Geschichte mit den zehn Plagen und dem Weg durch das Schilfmeer? 

Mose: Ja genau, das war echt krass. (Pause) Aber auch eine andere Geschichte.  

Interviewer: Du hast echt viele Geschichten zu erzählen. (schaut zu den Kindern) Wen es interessiert, der kann zu Hause mal in seiner Kinderbibel nach den Geschichten suchen! (dreht sich wieder zu Mose) Aber jetzt erzähl weiter …  

Mose: Na ja, am nächsten Tag musste ich wieder arbeiten. Das kennst du ja. Jedenfalls kamen mal wieder alle Israeliten mit Anliegen und Problemen zu mir. „Der hat das von mir genommen“, „der war gemein zu dem”, „der kann seine Schulden nicht bezahlen” und so weiter. Du glaubst gar nicht, was das für eine lange Schlange war. Einer nach dem anderen kommt und will, dass ich mich um sein Problem kümmere. Und das geht jeden Tag so! 

Interviewer: Oh ja, das klingt anstrengend. Aber warum machst du das ganz alleine? 

Mose: Es gibt viele Anliegen, wo ich Gott fragen muss. Und aktuell bin ich der Einzige, der den Kontakt zu Gott hat. Die Israeliten kennen sich mit den Weisungen und Geboten von Gott noch nicht so aus. 

Interviewer: Und was hat sich jetzt geändert? 

Mose: Meine Schwiegervater Jithro hat mir einen echt guten Rat gegeben. Er meinte ich soll mir Hilfe holen. Erst dachte ich, dass mich das ja auch nicht weiterbringt. Wie soll ich mir denn Hilfe holen, wenn keiner die Gebote Gottes kennt? Aber er meinte, ich soll zuerst das ganze Volk  über die Weisungen und Gesetze Gottes aufklären. Und wenn sie alle gehört haben, was Gott möchte, dann soll ich Männer aussuchen, mir helfen und die leichteren Problemfällen der Menschen klären können. Das habe ich dann gemacht. Manche der Männer waren für tausend Leute zuständig, andere für hundert, fünfzig oder zehn. Je nachdem was sie so konnten. Und nur wenn es richtig große Probleme gibt, kommen sie dann zu mir. Ja und dadurch habe ich wieder richtig viel Zeit und kann mich auch mal zurücklehnen. (Nimmt sich ein Getränk und lehnt sich zurück) 

Interviewer: Das ist echt ein schlauer Rat gewesen. (dreht sich zu den Kindern) Manchmal ist es besser, Hilfe von anderen anzunehmen oder andere zu unterstützen, wenn sei Hilfe brauchen. (dreht sich wieder zu Mose) Danke für deine Geschichte! (Schaut zu den Kindern) Das wars auch schon wieder mit Israel aktuell für heute. Wir sehen uns in der nächsten Sendung mit einem neuen Gast. Seid wieder dabei! (Mose und der Interviewer gehen von der Bühne)  

Die andere Idee 

Die Geschichte eignet sich gut, um sie mit Playmobil oder Legofiguren nachzuspielen. Ihr braucht einen Mose, Jithro, Moses Frau und Kinder und viele Israeliten.  

Die Grundlage für die Erzählung ist der Bibeltext. Als Hilfestellung kann man dafür das Interview aus Verkündigung wählen oder eine Bibel mit einer gut verständlichen Sprache.  

Der Text gelebt   

Wiederholung  

Wenn die Geschichte mit Playmobilfiguren erzählt wurde, können an den Figuren verschiedene Fragen befestigt werden. Die Kinder dürfen eine Figur auswählen und die entsprechende Frage beantworten. 

  • Wie hießen die beiden Hauptcharaktere in der Geschichte? (Mose und Jihtro) 
  • Was hat Mose Jithro erzählt? (Vom Auszug aus Ägypten und den Wundern Gottes)  
  • Warum hatte Mose so viel zu tun? (Musste die Anliegen der Israeliten klären) 
  • Warum konnte nur Mose die Anliegen der Israeliten klären? (Nur Mose kannte Gottes Gebote)  
  • Was hat Moses Situation verändert? (Der Rat von Jithro) 
  • Was war der Rat von Jithro? (Er soll sich Hilfe suchen, andere Leute schulen, dass sie auch Anliegen bearbeiten und somit Mose entlasten können)  
  • … 

Gespräch  

  • Wo hast du in deinem Leben schon mal Hilfe gebraucht? 
  • Wie hat es sich angefühlt Hilfe zu bekommen? 
  • Konntest du anderen Menschen/Kindern schon mal mit einem Rat oder einer Tat helfen? 
  • Wie hat es sich angefühlt Hilfe zu geben? 
  • Traust du dich andere um Rat/Hilfe zu fragen, wenn du etwas alleine nicht schaffst? Warum traust du dich manchmal nicht?  

Gott möchte nicht, dass wir alles alleine schaffen müssen und uns wie Mose abmühen, bis wir nicht mehr können. Er hat uns andere Menschen an die Seite gestellt, die uns helfen können.  

Merkvers  

Einer kann leicht überwältigt werden, doch zwei sind dem Angriff gewachsen. Man sagt ja auch: Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell! Prediger 4,12 (Hoffnung für alle) 

Lest den Bibelvers gemeinsam in der Bibel nach. Dann bekommen die Kinder ein Stück Wolle und sollen versuchen es zu zerreißen. Das funktioniert sehr leicht. Dann bekommen sie zwei Wollfäden und sollen es nochmal versuchen, anschließend drei usw. Schon bald wird klar, dass mehrere Fäden viel stärker sind als einer allein. So ist es auch bei uns Menschen.  

Gebet  

Die Kinder überlegen, ob es etwas gibt, wo sie aktuell Hilfe oder einen Rat brauchen und schreiben oder malen diese Sache auf. Danach können die Kinder, wenn sie wollen, erzählen was es ist. Anschließend wird gemeinsam dafür gebetet. Dabei soll für alle genannten Anliegen gebetet und keiner vergessen werden. Es kann den Kindern die Möglichkeit gegeben werden selber zu beten oder ein Mitarbeiter betet.  

Kreatives  

„helfende Hände“ : Die Kinder bekommen ein Blatt Papier und einen Stift. Jedes Kind kann nun seine beiden Hände abwechselnd auf das Blatt Papier legen und einmal drum herum zeichnen. Anschließend können die Kinder in eine Hand schreiben, wo sie hilfe brauchen und in die andere, wie sie anderen helfen könnten.  

Spielerisches  

Alle Kinder und Mitarbeiter stehen im Kreis und halten sich an den Händen. Der Mitarbeiter hat einen Reifen (Hula-Hoop) auf der Schulter. Der Reifen muss einmal im Kreis transportiert werden, ohne dass die Kinder die Hände lösen müssen.  Es geht auch ohne Mitarbeiter. Dann den Reifen zwischen zwei Kindern einhängen.  

Rätselhaftes  

Gitterrätsel (siehe Downloadbereich) 

(T)Extras  

Lieder 

  • „Hallo Ciao, Ciao“ 
  • „Einfach spitze das du da bist“ 
  • „Sei mutig und stark“  

Spiele 

Der Teppich-Weg oder „Der Boden ist Lava“: Alle Kinder bekommen einen Teppich, ein Stück Papier oder Ähnliches. Jetzt müssen sie damit eine bestimmte Strecke überwinden. Die Strecke muss länger sein, als die Kinderschlange. Die Kinder sind „sicher“, wenn sie auf dem Teppich o.Ä. stehen. Sobald ein Kind den Boden berührt, werden ihm die Augen verbunden, er darf nur noch mit einem Bein spielen, o.Ä.! Wird eine „Unterlage“ von keinem Kind berührt, wird diese weggenommen.  

Aktionen 

Praktisch anderen helfen. Die Kinder können überlegen wie das aussehen könnte. Zum Beispiel den Geschwistern bei den Hausaufgaben oder den Eltern in der Küche helfen o.Ä.! Dies können sie sich aufschreiben um sich daran zu erinnern. Am besten legen sie einen konkreten Tag, eine konkrete Situation fest, damit es ihnen leichterfällt.  

Das Ziel 

Starter  

Gott ist es, der für uns kämpft – auch wenn wir nicht mehr können. Im Gebet dürfen wir Gott um seine Hilfe bitten. 

Checker  

Es kann anstrengend sein, in schweren Zeiten weiterzubeten. Doch gerade dann ist es gut, wenn wir nicht alleine sind, sondern Menschen um uns haben, die mit uns beten. 

Der Text an sich  

Israel wurde gerade aus Ägypten herausgeführt. Gott möchte es nun ins Gelobte Land führen – ein Land, das Gott für sie vorbereitet hat und das reich an Nahrung und Wohnfläche ist. Zuvor sind sie aber auf dem Weg zum Berg Sinai, weil sie dort Gebote und Lebensratschläge von Gott erhalten sollen. Bevor sie jedoch am Berg Sinai ankommen, greift das Volk Amalek sie in Refidim an. Amelek ist mit Israel verwandt, denn Amelek ist der Enkel von Esau, dem Bruder des Stammvater Israels namens Jakob.  

Josua bekommt daraufhin von Mose den Auftrag, geeignete Männer auszuwählen und zu kämpfen. Mose hingegen will während des Kampfes auf den Berg steigen mit dem Stab Gottes. Dieser Stab ist der Hirtenstab Moses, den er schon immer bei sich trug. Gott hatte ihn bereits oft genutzt, um seine Wunder zu zeigen.  

Josua gegenüber erwähnt Mose nicht, was er auf dem Berg machen wird. Das zeigt das große Vertrauen von Josua Mose gegenüber, denn völlig egal, was Mose dort oben tun wird, es würde schon im Kampf gegen den Feind helfen.  

Die nächste Szene ist sehr interessant. Wir lesen weder von einem Gespräch zwischen Gott und Mose, noch von einer Anweisung Gottes. Mose streckt einfach die Arme aus. Es ist klar: Wenn Mose die Arme nach oben hält, gewinnt Israel, und wenn er sie runternimmt, gewinnt Amalek. 

Aaron und Hur unterstützen ihren Freund Mose, indem sie seine Hände stützen. So gewinnt Israel. Sie gewinnen aber nicht, weil Israel so gut gekämpft hat. Der eigentliche Kampf findet auf dem Berg bei Mose statt. Der, der kämpft, ist nicht Israel, sondern Gott. Gott hat sich für sein Volk eingesetzt und hat für es gekämpft. Gott ist Israel in ihrer ausweglosen Situation beigestanden und hat sie gerettet. 

Wahrscheinlich ist diese Geschichte ein Sinnbild für das Gebet. Hände in die Luft zu heben, war damals eine gängige Gebetshaltung. Solange Mose im Gebet kämpft, werden die Feinde schwach und haben keine Chance. Die Geschichte möchte aber nicht aussagen, dass wir das bekommen, was wir möchten, wenn wir beten. Genauso wenig geht es darum, dass das Gebet nicht erhört wird, wenn wir nicht beten. Es soll eigentlich aufzeigen, dass wir Gott in unser Leben integrieren sollen. Denn er möchte uns erretten aus unserer schweren Situation. Das Gebet hierfür kann aber sehr schwer werden, vor allem, wenn der Kampf wie bei Mose, lange dauert oder wir das Gefühl haben, dass sich nichts ändert. Gott möchte darum, dass wir hartnäckig bleiben und für das beten, was uns wichtig ist. Und dass wir Hilfe von anderen Menschen annehmen, die mit uns und für uns beten. Gebet hat Kraft. Je mehr wir für die eine Sache beten, desto mächtiger kann das Gebet sein.  

Der Text für mich  

In der Geschichte geht es für mich darum, dass wir Gott in unser Leben mit hineinnehmen können. Wir dürfen uns eingestehen, dass wir nicht alles allein schaffen. Denn vieles in unserem Leben haben wir nicht in der Hand. Gott möchte uns genau dann, in unseren scheinbar ausweglosen Situationen, beistehen und helfen. Aber es ist manchmal sehr schwer, zu beten und Gott um Hilfe zu bitten. Vor allem, wenn wir in einer sehr herausfordernden Situation drinstecken oder wenn wir merken, dass sich nichts ändert. Da sind wir auf andere Menschen angewiesen, die mit uns und manchmal auch für uns beten. Denn Gott begegnet uns auch durch unsere Mitmenschen.  

Wir müssen unsere Probleme nicht alleine bewältigen. Wir dürfen gemeinsam unsere Anliegen vor Gott bringen und gemeinsam beten. Hast du so jemanden, mit dem du beten kannst? Hast du einen Ort oder eine Gemeinschaft, wo du deine Anliegen teilen kannst?  

Gemeinde bedeutet gemeinsam glauben. Manchmal muss man sich jemanden suchen oder sich jemandem anbieten. Egal, ob in der Gemeinde, in der Jungschar oder im Familien- oder Freundeskreis. Gemeinsam betet es sich leichter. 

Der Text für dich  

Egal, ob es Ausgrenzung in der Schule, der Streit der Eltern oder das verstorbene Haustier ist. Viele Kinder haben eine ähnliche schwere Situation bereits erlebt. Die Frage ist nur, wie die Kinder damit umgehen. Haben die Kinder einen Raum, wo sie beten können? Geschieht das in unseren Gruppenstunden?  

Es ist wichtig, zu verstehen, dass da jemand ist, der sie kennt und annimmt, wie sie sind und für sie da sein möchte. Niemand muss mit seinem Problem allein bleiben. Wir dürfen Gott unsere Probleme im Gebet sagen. Er verspricht uns, dass er uns nicht allein lässt.  

Je nachdem, aus welchen Lebensumständen die Kinder kommen, kennen sie Gebet vielleicht nur aus der Jungschar. Umso wichtiger ist es, dass wir ihnen dort einen Raum ermöglichen, wo die Kinder lernen zu beten. Aber nicht nur das: In der Jungschar kann gemeinsam für die Probleme jedes Einzelnen gebetet werden und füreinander einstehen. Wir können Woche für Woche gemeinsam beten und uns gegenseitig tragen. Vielleicht dürfen wir gemeinsam erleben, was Gott im Leben der Kinder verändert.  

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1: Flaschenwettheben  

Zwei freiwillige Kinder treten gegeneinander an. Beide bekommen zwei volle Wasserflaschen in die Hand. Diese sollen sie mit ausgestreckten Armen vor sich halten. Die anderen Kinder feuern sie an. Wer kann die Flasche länger halten?  

Die Hinführung kann dann lauten: „Gar nicht so leicht das auszuhalten, oder? Manche Dinge in unserem Leben sind anstrengend. Darum wollen wir heute von jemandem hören, der auch echt was aushalten musste …“ 

Idee 2: Stemmt den Mitarbeiter 

Wie viele Kinder braucht man, um einen Mitarbeiter zu tragen? (Tragen bedeutet hierbei, dass kein Körperteil den Boden mehr berühren darf.) Der Mitarbeiter legt sich auf eine Decke auf dem Boden und wehrt sich nicht. Ein Kind fängt an und versucht den Mitarbeiter an der Decke hochzuheben. Allein wird das dem Kind bestimmt nicht gelingen. Also kommt ein weiteres Kind dazu. Solange bis der Mitarbeiter für 10 Sekunden angehoben werden kann. Das sollte vielleicht nicht der schwerste Mitarbeiter machen. Die Hinführung könnte lauten: „Das war ganz schön schwer. Allein hätte man das gar nicht geschafft. Es gibt immer wieder Situationen, die man allein gar nicht schaffen kann. Da braucht man Hilfe. Mose hat auch mal wirklich Hilfe gebraucht …“ 

Verkündigung  

Verkündigungsart: Mitmachtheater 

Während eine Mitarbeiter die Geschichte vorliest, spielen die Kinder nach, was dort passiert. Zu Beginn werden die unterschiedlichen Rollen an die Kinder verteilt: Mose, Josua, Bote, Aaron und Hur. Der Rest der Kinder wird in Israeliten und Aamlekiter aufgeteilt. Bei kleinen Gruppen, können die Kinder auch mehrere Rollen spielen oder es gibt nur einen Israeliten und einen Amalekiter. Anschließend wird erklärt, dass sie immer das nachspielen sollen, was in der Geschichte gerade passiert. Der Kampf wird dabei durch Schere, Stein, Papier spielen dargestellt. Möglicherweise muss beim Vorlesen immer wieder eine Pause gemacht werden.  

„Mose und das ganze Volk Israel sind versammelt. Doch plötzlich kommt ein Bote auf Mose zugelaufen und ruft aufgeregt: ,Mose, Mose, wir werden von den Amalekitern angegriffen.‘ Das ganze Volk ist entsetzt. ,Was passiert jetzt?‘, fragen sie sich. Doch Mose reagiert schnell und sagt zu Josua: „Josua, such unter den Israeliten Männer aus, die Kämpfen können und dann und kämpfe gegen die Amalekiter. Ich werde hier auf den Berg gehen und für euch beten.“ Josua tat, was Mose gesagt hat und schon bald begann der Kampf. Auf der einen Seite standen die Amalekiter und auf der anderen Seite standen die Israeliten. Während ein Mann gegen den anderen kämpfte, stand Mose auf dem Berg und betete zu Gott. Und immer wenn Mose beim Gebet die Hände hoch erhoben hatte, waren die Israeliten stärker und jubelten laut. Aber wenn Mose müde wurde und seine Arme nach unten sanken, waren die Amalekiter stärker und dann jubelten sie laut. So ging es hin und her. Mal waren die Amalekiter stärker, und jubelten. Und mal waren die Israeliten stärker und jubelten. Es dauert nicht lange, da wurden Mose die Arme schwer und er konnte sie nicht mehr in der Luft halten. Doch zum Glück war Mose nicht allein. Seine Freunde Hur und Aaron kamen ihm zu Hilfe. Als Moses Arme wieder sanken und die Amalekiter laut jubelten, schleppten sie einen großen Stein herbei, sodass Mose sich daraufsetzen konnte. Und dann nahm jeder von ihnen einen Arm von Mose und hielt ihn hoch in die Luft. So schaffen sie es, die Arme lang genug oben zu halten und das Jubeln der Israeliten wurde immer lauter, bis Josua und die Israeliten gegen die Amalekiter gewonnen hatten.”  


Impuls 

Eine sehr coole Geschichte. Josua kämpft gegen Amalek und gewinnt. Aber warum? Weil Josua so stark war? Oder weil Mose die Arme in die Luft gehalten hat?  Nein, Josua gewinnt nicht, weil er und seine Männer so stark waren, sondern weil Gott für sie gekämpft hat. Denn während Josua mit dem Schwert gegen die Feinde kämpft, bittet Mose Gott die ganze Zeit im Gebet um Hilfe. Der Kampf war eine sehr schwere Situation. Josua hätte nicht gewonnen, wenn Gott nicht geholfen hätte. Und Mose wusste ganz genau, dass Josua das allein nicht schafft und nur Gott helfen kann. Deshalb stand Mose auf dem Berg und hob die Arme in die Luft. Denn so wie wir heute oft die Hände falten, um zu beten, war das eine ganz normale Haltung, um mit Gott zu reden. Aber auch das Beten war sehr schwer für Mose und immer wieder sind ihm die Arme schwer geworden. Es war auch für Mose ein richtiger Kampf. Deshalb brauchte auch Mose Hilfe. Und nur weil Moses Freunde Aaron und Hur ihm die ganze Zeit über beigestanden sind, konnte Mose weiterbeten und die Arme nach oben heben.   

Vielleicht kennst du das. Du betest und bittest Gott um Hilfe. Du hast ein Problem, du bist traurig wegen etwas und brauchst Hilfe. Du betest, aber es ändert sich irgendwie nichts. Du hast nicht das Gefühl, dass es besser wird. Das kann sehr frustrierend sein. Manchmal ist das einfach so. Ich kann dir nicht sagen, warum. Auch bei Mose hat es ganz schön lange gedauert, bis Gott das Gebet erhört den Sieg geschenkt hat. Aber ich kann dir sagen, dass Gott unbedingt möchte, dass du weiterbetest. Und vielleicht möchte Gott auch, dass du mit jemand anderem betest. Wir können nicht alles allein schaffen. Manchmal brauchen wir andere Menschen, die uns zu Seite stehen und mit uns beten. So wie Aaron und Hur die ganze Zeit bei Mose waren und ihn unterstützt haben. Manchmal brauchen wir andere Menschen, die mit uns zusammen beten, weil wir es alleine nicht schaffen. Und manchmal ist es auch andersherum. Da brauchen andere Menschen uns, damit wir ihnen helfen zu beten und Gott um Hilfe zu bitten. Wir dürfen auch wie Aaron sein und jemand anderem die Arme stützen.  

Zum Schluss sind wir jetzt eine Minute still und jeder kann überlegen, mit wem er gemeinsam beten könnte. Egal, ob du für deine Situation beten möchtest oder jemandem einfach mal helfen willst. Wer könnte in deinem Umfeld deine Hilfe brauchen?  

Die andere Idee 

Die Geschichte kann so erzählt werden, als wärt ihr selbst dabei. Von ihrem Platz aus machen die Kinder alles mit, was gerade passiert. Wenn Josua gegen Amalek kämpft, dann spielen alle gegeneinander Schere, Stein, Papier. Wenn Mose die Hände hochstreckt, dann machen das alle gemeinsam. Wenn Aaron und Hur Mose unterstützen, dann läuft jeder zu jemandem hin und hebt seine Hand hoch. Wenn Israel gewinnt, dann jubeln alle.  

Der Impuls wird mehr darauf konzentriert, dass wir alle Hilfe nötig haben. Mose und Josua brauchten Unterstützung. Auch wir brauchen sie. Egal, ob es andere Menschen sind oder Gott. Wichtig ist nur, dass wir Gott um Hilfe bitten. Wir brauchen und können nicht alles allein schaffen. Gott möchte uns helfen. Wir dürfen ihn an unserem Leben teilhaben lassen. Wenn Gott Anteil an unserem Leben hat, kann sich unser Leben zum Besseren wenden. Wenn wir Probleme haben, dann kann uns Gott da raus helfen. Wir dürfen uns trauen, Gott um Hilfe zu bitten. Er möchte das.  

Der Text gelebt  

Gespräch 

Der Raum wird abgedunkelt. Es werden mehrere Kerzen angezündet, damit man Licht hat. Wenn ein Kind oder Mitarbeiter etwas erzählen möchte, dann kann man sich eine Kerze nehmen und reden. Alle anderen sind still. Wenn man fertig ist, stellt man die Kerze wieder zurück. Mögliche Fragen: 

  • Was ist gerade schwer in deinem Leben, wovon du erzählen willst? 
  • Hast du jemanden, mit dem du beten kannst? 
  • Hast du schon mal für eine andere Person gebetet? 
  • Hast du schon mal zu Gott gebetet, dass er dir hilft? Wie war es? 
  • Hast du ein Anliegen, wofür du gebet hast und sich trotzdem nichts geändert hat? 

Gebet  

Popcorngebet: Hier ploppen kurze Gebete, wie der Mais in einer Popcornmaschine auf. Jedes Kind darf (ohne Reihenfolge) laut einen Satz sagen. Es darf auch mehrfach gebetet werden. Entweder sammelt man zuvor Gebetsanliegen oder jeder betet für sich einfach drauf los. 

Alternativ: Jedes Kind darf ein Gebetsanliegen anonym aufschreiben. Das wird dann zusammen in eine Kiste oder in einen Hut geworfen. Im Anschluss zieht jedes Kind einen Zettel. Dann darf jedes Kind für das Anliegen auf dem Zettel beten. Die Zettel werden im Anschluss wieder eingesammelt.  

Kreatives  

Sammelt in der Gruppe verschiedene Gebetsanliegen von Kindern, die heute nicht da sind, Freunden, Mitarbeitern, Menschen aus der Gemeinde, … (z.B. jemand der krank ist, eine Klassenarbeit schreiben muss, neu in der Klasse ist, …) und betet für sie. Bastelt anschließend Postkarten, auf dem ihr diesen Menschen einen kleinen Gruß zur Ermutigung schreibt. Darauf können alle Kinder aus der Gruppe unterschreiben.   

Spielerisches  

UNO-Fangen: Es werden zweit Teams eingeteilt. Jedes Team erhält eine UNO-Farbe als Teamfarbe (bei großen Gruppen, erhält jedes Team zwei Farben). Außerdem hat jedes Team einen Stützpunkt, an dem eine Fahne versteckt wird. Diese soll nicht so leicht zu finden sein, aber so, dass man sie sehen kann. Nun erhält jeder aus der Gruppe eine Karte. Von null bis neun ist alles dabei. (Die anderen Karten werden nicht benötigt.) Die Zahl der Karte gibt die Stärke des Spielers an. Eine Acht besiegt eine Sieben. Die einzige Besonderheit ist, dass die Null von allen Karten von eins bis acht besiegt wird, aber die einzige Zahl ist, die die Neun besiegen kann. Das Team kann sich untereinander besprechen, welche Zahlen es hat, sollte aber dem gegnerischen Team nichts sagen. Das Ziel des Spiels ist es, entweder die Fahne zu finden und in den eigenen Stützpunkt zu bringen oder die Gegner solange zu besiegen, bis das Gegnerteam keine Karten mehr hat.  

Ein Kampf funktioniert so: Spieler aus Team eins fängt Spieler aus Team zwei. Beide müssen sich gegenseitig die Zahl der Karten zeigen. Die Person mit der geringeren Zahl verliert und muss seine Karte dem Gewinner geben. Diese Karte kann im eigenen Stützpunkt abgegeben werden und zählt als Punkt. Eine gewonnene Karte kann wieder verloren werden, wenn man direkt wieder gefangen wird und dann verliert. Dann gibt man die eigene, aber auch die erbeutete Karte ab. Die erbeutete Karte ist nur sicher, wenn sie im Stützpunkt hingelegt wurde. Wenn zwei gleiche Karten aufeinandertreffen dann wird Schere, Stein, Papier gespielt. Der Gewinner bekommt die Karte. Der Verlierer kann sich bei einem Mitarbeiter im eigenen Stützpunkt eine neue Karte abholen. Allerdings nur solange noch welche vorhanden sind.  

Das Spiel kann auch nach einer bestimmten Zeit abgebrochen werden. Dann werden die erbeuteten Karten gewertet. Bei diesem Spiel muss man taktisch zusammen mit seinem Team spielen, um das Gegnerteam zu besiegen. 

(T)Extras  

Aktion  

Die Kinder schreiben oder malen ihre Situation oder ihr Problem auf einen Zettel. Dieser Zettel wird, wenn alle fertig sind, entweder mittels einer Kerze oder in einer Feuerschale verbrannt. Symbolisch soll das zeigen, dass dieses Problem Gott abgegeben wurde und Gott sich darum kümmert. Hier muss man gut abschätzen können, ob man das mit seinen Kindern machen kann oder nicht. 

Spiele 

Teamspiele, bei denen das ganze Team oder einzelne gegeneinander antreten. 

Oma, Wolf, Jäger: Ähnlich wie Schere, Stein, Papier. Die beiden Teams entscheiden sich für eine „Person“ (Oma, Wolf oder Jäger). Dann stellen sich die beiden Teams an einer Linie gegenüber voneinander auf. Es wird von drei runtergezählt. Bei null zeigen die Teams sich gegenseitig ihre Person. Die Oma wird wie eine alte Frau mit einem Gehstock dargestellt. Der Wolf hebt die Hände hoch und brüllt und der Jäger zieht sein Jagdgewehr zum Schießen. Dann läuft es wie bei Schere, Stein, Papier. Der Wolf frisst die Oma. Der Jäger erschießt den Wolf und die Oma verkloppt den Jäger. Wenn sich die Teams ihre Person gezeigt haben, gibt es ein Gewinnerteam und ein Verliererteam. Das Gewinnerteam muss das Verliererteam fangen. Die Verlierer rennen weg bis sie eine bestimmte Wegmarkierung erreicht haben. Alle, die gefangen wurden, wechseln das Team. Dann wird wieder besprochen und wieder gespielt. Teammitglieder werden hin und her wechseln. Nach einer bestimmten Zeit wird das Spiel gestoppt. Das Team mit den meisten Mitgliedern gewinnt.  

Gegenstandsrennen: Zwei spielen gegeneinander. Es wird Runde für Runde ein Gegenstand genannt, der geholt werden muss. Beispiel: Socke, Trinkflasche, Klopapier usw. Wer den Gegenstand zuerst gebracht hat, gewinnt. Das Team darf helfen, den Gegenstand zu besorgen. Nach jeder Runde kann auch der Spieler gewechselt werden.  

Putzlappenhockey: Zwei Teams sitzen sich auf Stühlen gegenüber. Jede Person bekommt eine Zahl. Von eins bis X (X ist entsprechend der Teilnehmerzahl). In der Mitte liegt ein Lappen und zwei Besen/Wischmopps oder Holzstiele. Rechts und links von den Teams steht jeweils ein Stuhl. Jetzt wird nach und nach eine Zahl aufgerufen. Die entsprechende Person aus jedem Team, steht schnell auf, greift sich einen Besen aus der Mitte und muss den Lappen zwischen den Stuhlbeinen (dem Tor) des gegnerischen Teams durchschieben. Es darf sich nicht geschlagen oder weggedrückt werden. Den Lappen mit dem Fuß zu halten, ist auch nicht erlaubt. Gewonnen hat das Team, welches nach einer bestimmen Zeit mehr Tore erzielt hat. 

Das Ziel 

Starter  

Gott möchte uns mit allem versorgen, was wir brauchen.  

Checker 

Gott kennt uns und weiß genau, was wir für diesen Tag brauchen. Er möchte, dass wir ihm vertrauen, dass er jeden Tag neu für uns sorgt.    

Der Text an sich  

Nachdem das Volk Israel bereits mehrere Stationen durchwandert hat, erreichen sie die Wüste Sin. Diese liegt zwischen Elim, dem Ort, an dem das Volk eine üppige Oase vorgefunden hat und dem Berg Sinai, an dem sie später die Zehn Gebote empfangen würden. Fünfzehn Tage nach dem Auszug aus Ägypten sind die Lebensmittelvorräte aufgebraucht und die Menschen haben Hunger. 

Obwohl das Volk bereits erlebt hat, wie Gott sie aus Ägypten geführt, das Schilfmeer geteilt und bitteres Wasser genießbar gemacht hat, beginnen sie erneut (vgl. 2. Mose 14,11; 15,24) zu „murren”. In diesem „murren” steckt einerseits die ganz offene Anklage gegenüber Mose und Aron, gleichzeitig wendet sie sich aber auch gegen Gott, denn es stellt das Befreiungshandeln Gottes als ein Verhängnis und Unglück dar und wünscht es rückgängig zu machen. Dieses „murren” verachtet also Gottes Rettung und ist deshalb Sünde.  

Doch obwohl sie sich an Mose und Aron wenden, hört Gott die Klagen seines Volkes und offenbart er seinen Plan zunächst Mose und Aron und dann auch dem Volk. Interessant sind dabei die unterschiedlichen Begründungen, die Gott für diese Art von Versorgung anführt. Anstatt einer großen Menge an Lebensmitteln, die für einen längeren Zeitraum ausreichen, will Gott genau so viel geben, wie es für jeden Tag braucht. Das tut er ganz bewusst, um das Volk auf die Probe zu stellen, „ob es nach meinen Gesetzen leben will oder nicht” (V.4). Gegenüber dem Volk wird betont, dass sie durch dieses Handeln erkennen werden, „dass ich der Herr, euer Gott bin” (V.12), denn er ist derjenige der sie aus Ägypten geführt hat – nicht Mose oder Aron – und er ist derjenige, der sein Volk versorgen kann, auch wenn sie es selbst nicht glauben. 

Während das Volk dem Brot und Fleisch Ägyptens nachtrauert, beweist Gott, dass er sein Volk versorgen kann und das im Überfluss. Denn noch am Abend lassen sich Wachteln im Lager nieder, sodass Fleisch vorhanden ist und ab dem nächsten Tag schenkt Gott jeden Morgen Manna, solange das Volk in der Wüste lebt. Manna bedeutet „Was ist das?” und wird als kleine, feste, weiße Kügelchen beschrieben, die einen süßen Geschmack haben.  

Obwohl Gott klare Anweisungen für diese Manna gibt, zeigt sich auch hier das mangelnde Vertrauen in Gottes Versorgung. Denn einige versuchen für den nächsten Tag vorzusorgen oder am Sabbat Nahrung zu sammeln. Doch Gott macht deutlich, dass er der Versorger ist, der ganz genau weiß wie viel sein Volk an jedem Tag braucht und macht es unmöglich zu denken, sie könnten für sich selbst sorgen.  

Der Text für mich  

Mich bringt diese Geschichte ins Staunen über Gott! Die Undankbarkeit und der Unglaube des Volkes sind förmlich greifbar und doch lässt Gott sich ganz auf sein Volk ein und zeigt, dass er versorgen kann. Als Mensch geht es mir immer wieder wie diesem Volk. Ich möchte vorausplanen, Vorräte anlegen und absichern, dass am Ende genug da ist. Doch Gott sieht das anders. Er wünscht sich, dass wir ganz von ihm abhängig sind und jeden Tag neu bitten und vertrauen, dass er uns mit allem versorgt, was wir brauchen.  

Wie ist mein Bild von Gott? Halte ich ihn für knauserig, einen der mir nur das Allernötigste zugesteht oder staune ich darüber, wie großzügig er ist und wie reich er mich beschenken möchte? Bei Gott kommen wir nicht zu kurz! 

Der Text für dich  

Die Kinder in unseren Gruppen mussten im Normalfall noch nie wirklichen Hunger erleiden. Was ihnen jedoch gut bekannt ist das „Murren” oder auch nörgeln, jammern und sich beschweren, das wir bei den Israeliten sehen. Auch Fragen wie „Habe ich genug abbekommen?” oder „Ist später noch genug für mich da?” tauchen im Alltag der Kinder, z.B. bei der Verteilung von Süßigkeiten, immer wieder auf. Vertrauen, dass (später) genug da ist, ist nicht immer einfach. Kinder erleben oft früh, dass ihr Vertrauen auch enttäuscht werden kann und Versprechen nicht immer eingehalten werden. Das macht uns als Menschen vorsichtig und wir entwickeln Strategien, um selber für „genug” zu sorgen. Doch bei Gott ist das anders. Auf ihn können sich die Kinder ganz verlassen.  

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1: Manna sammeln 

Auf dem Boden oder einem Tuch wird „Manna” ausgestreut. Dafür kann z.B. Popcornmais, Reis, Linsen o.Ä. verwendet werden. Aufgeteilt in zwei Gruppen sollen die Kinder innerhalb von zwei Minuten so viel Manna wie möglich in einer Schüssel einsammeln.  

Die Schüsseln werden anschließend zur Seite gestellt. Die Auswertung erfolgt in der Verkündigung.  

Idee 2: Verhaltens-Experiment 

Zu Beginn der Gruppenstunde wird eine Packung oder Schale mit Süßigkeiten aufgestellt (z.B. Kaubonbons, Salzbrezeln o.Ä.). Die Kinder dürfen sich während der ganzen Gruppenstunde frei bedienen und so viel essen, wie sie möchten. Allerdings dürfen sie immer nur ein Stück herausnehmen und erst nachdem es gegessen ist, das nächste nehmen – also immer nur so viel, wie sie jetzt im Moment essen. Bei größeren Gruppen wird versprochen, dass die Schüssel wieder aufgefüllt wird, sollte sie leer werden.  

Erfahrungsgemäß stürzen sich die Kinder auf die Süßigkeiten und versuchen in ihren Taschen einen Vorrat anzulegen oder tun sich zumindest schwer, nur ein Teil zu nehmen. Bei dieser Aktion geht es um das Vertrauen, dass später noch genug da sein wird und ggf. eine neue Packung geöffnet wird. Das kann uns ziemlich schwerfallen, doch genau dieses Vertrauen wünscht sich Gott von uns.  

Verkündigung  

Verkündigungsart: Erzählung mit Bildern 

Die Geschichte wird mit Hilfe von Bildern erzählt. Passende Bilder zur Geschichte findet man z.B. hier: FreeBibleimages :: Finde eine Geschichte oder in vielen Kinderbibeln.  

Das Volk Israel war jetzt schon seit fünfzehn Tagen unterwegs und inzwischen waren sie mitten in der Wüste Sin. Die Sonne schien heiß vom Himmel herab und alle ihre Essensvorräte waren aufgebraucht. Die Menschen hatten Hunger! 

  • Hattet ihr schonmal richtig Hunger? Was passiert, wenn man hungrig ist? 

Unter dem ganzen Volk breitete sich richtig schlechte Stimmung aus und schon bald fingen sie an sich bei Mose und Aaron zu beklagen. Aber sie waren nicht nur ein bisschen am meckern, sondern unter dem Volk gab es einen richtigen Aufruhr und alle waren gegen Mose und Aaron. „Es wäre besser gewesen, in Ägypten zu bleiben und dort zu sterben. Dort hatten wir Töpfe voller Fleisch und genug Brot, um uns satt zu essen! Aber ihr habt uns in diese Wüste gebracht, nur damit wir hier alle verhungern.” – „Wären wir doch lieber in Ägypten geblieben”, beschwerten sie sich.  

  • Stimmt das, was die Israeliten sagen? Ging es ihnen wirklich so gut? 
  • Und stimmt es, dass Mose und Aaron die Israeliten aus Ägypten herausgeführt haben? 

Obwohl die Menschen sich bei Mose und Aaron beschwerten, hörte Gott was sie sagten. Und Gott war ziemlich traurig über das Verhalten der Israeliten. Sie vertrauten ihm nicht, dass er sie versorgen wird.  

  • Wisst ihr noch, was die Israeliten schon erlebt hatten, seit sie Ägypten verlassen haben? (Gott hat sie aus Ägypten befreit, er hat das Schilfmeer vor ihnen geteilt und er hat ungenießbares Wasser in Trinkwasser verwandelt) 

Die Israeliten waren gerade mal seit zwei Wochen von der Sklaverei befreit und immer wieder hat Gott gezeigt, dass er sie beschützt und versorgt. Aber sobald eine kleine Schwierigkeit auftauchte, vertrauten sie Gott nicht mehr. Gott hatte die Vorwürfe der Israeliten gehört und sagte zu Mose: „Ich werde die Israeliten versorgen und Brot vom Himmel regnen lassen. Und jeden Tag sollen sie so viel einsammeln, wie sie für einen Tag brauchen. Ich werde sie auf die Probe stellen, ob sie mir vertrauen wollen oder nicht.” 

Als Mose und Aaron diese Botschaft hörten, riefen sie das ganze Volk zusammen und sagten: „Gott hat eine Botschaft für euch. Ihr habt euch bei uns beschwert, aber nicht wir haben euch aus Ägypten geführt, sondern Gott.” Und während Aaron zu den Menschen sprach, sahen sie wie in der Wüste eine große Wolke erschien. Die gleiche Wolke, die immer vor dem Volk herzog, wenn sie durch die Wüste wanderten. Und alle wussten, in dieser Wolke zeigt sich Gott der Herr. „Ich habe gehört, wie ihr euch beschwert. Noch heute Abend gebe ich euch Fleisch zu essen und morgens werdet ihr Brot bekommen.” Das sagte Gott durch Mose zu den Menschen. 

Niemand wusste, wo mitten in der Wüste Essen für ein ganzes Volk herkommen sollte. Aber dann passierte etwas Merkwürdiges. Als es Abend wurde flog ein riesiger Schwarm mit Wachteln, das sind kleine Vögel, über die Wüste und landete mitten im Lager der Israeliten. Die Vögel waren vom Fliegen so erschöpft, dass die Menschen sie nur noch einsammeln mussten. Gott hatte sein Versprechen gehalten und ihnen Fleisch zu essen gegeben. 

Aber das war noch nicht alles. Als die Menschen am nächsten Morgen aufstanden, war der Boden von Tau bedeckt. Und als die Sonne den Tau weggetrocknet hatte, lagen überall kleine weiße Kügelchen auf dem Boden. Die Menschen waren verwundert. Sie schauten sich an und sagten zueinander „Was ist das?” Doch da erklärte Mose: „Das ist Brot vom Himmel. Gott hat es euch gegeben. Jeder soll einen Krug voll einsammeln und ihr sollt alles aufessen und nichts bis zum nächsten Tag aufheben.” 

Die Menschen fingen an das Manna aufzusammeln. Genau wie bei euch vorhin haben die einen weniger gesammelt und die anderen mehr.  Aber egal wie viel sie gesammelt hatten, am Ende war es für alle genug und niemand hatte zu viel (Gesammeltes Manna aus der Hinführung zeigen. Egal ob viel oder wenig, es reicht für alle). Gott versorgte die Menschen mit genau so viel, wie sie für einen Tag brauchten.  

Aber manche dachten sich „Wer weiß, vielleicht gibt es morgen ja kein Manna.” und hoben etwas aus ihrem Krug für den nächsten Tag auf. Doch am nächsten Tag war das Manna voller Würmer und stank ekelhaft. Als Mose das sah, wurde er ganz schön wütend. Gott hätte den Israeliten auch ganz viel essen auf einmal geben können, sodass es für viele Tage reicht. Aber Gott wollte, dass die Menschen ihm vertrauen und glauben, dass er sie jeden Tag versorgt.  

So sammelten die Israeliten jeden Tag das Manna ein. Immer so viel wie sie für einen Tag brauchten. Doch am sechsten Tag, sagte Mose, „heute sollt ihr doppelt so viel einsammeln”. 

  • Komisch oder? Die Israeliten sollen doch immer nur für einen Tag einsammeln. Warum denn jetzt doch für zwei Tage? Was denkt ihr? 

Am sechsten Tag sollten sie doppelt so viel sammeln, weil am siebten Tag Sabbat war. Und Gott wollte, dass die Menschen am Sabbat nichts arbeiten müssen. Manche Israeliten glaubten nicht, was Mose ihnen sagte, denn an allen anderen Tagen war das Manna ja schlecht geworden. Aber als sie am nächsten Tag losgingen um Manna einzusammeln, war nicht ein einziges Körnchen zu finden.  

Gott hat die Israeliten 40 Jahre lang in der Wüste mit Essen versorgt – obwohl die Israeliten am Anfang nicht glaubten, dass Gott das wirklich kann. Aber Gott hat gezeigt, dass er ganz genau weiß, was seine Menschen brauchen. Wann sie viel brauchen und wann sie weniger brauchen. Und dass er sie wirklich versorgen kann. 

Und das gilt auch für uns. Gott kennt jeden von uns ganz genau und weiß was wir jeden Tag brauchen. Nicht nur, was wir an Essen brauchen, sondern z.B. auch ob wir einsam sind und einen Freund brauchen oder Mut für eine schwierige Situation. Nicht immer gibt uns die Dinge genauso, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Israeliten haben am Anfang auch nicht erwartet, dass Gott ihnen auf diese Weise zu essen gibt. Aber Gott weiß ganz genau, was wir brauchen und er wünscht sich, dass wir ihm vertrauen, dass er uns jeden Tag das gibt, was wir gerade brauchen. 

Die andere Idee 

Die Geschichte wird mit Hilfe eines Skatkartensatzes erzählt (diese gibt es auch in Großformt als A5 oder A4 Karten). Die unterschiedlichen Karten bilden die Personen der Geschichte:  

  • Gott: Joker – für ihn ist nichts unmöglich 
  • Mose und Aaron: ein roter Bube und ein schwarzer Bube 
  • Israeliten: alle Karten von 2 bis 10 

Immer wenn eine neue Person in der Geschichte auftaucht, wird die Person kurz in Verbindung mit der Karte gebracht und anschließend in die Mitte gelegt. Während der Erzählung werden die Karten hin und her geschoben. Z.B. Die Israeliten beklagen sich bei Aaron und Mose (Aaron und Mose weiter oben, unterhalb davon die Israeliten) doch es wird klar, dass Gott verantwortlich ist (Gott oberhalb von Mose ablegen), Aaron spricht zum Volk (Aaron neben das Volk legen), … 

Der Text gelebt  

Gespräch  

Bezug zu Hinführung Idee 2 

  • Wie ging es euch mit den Süßigkeiten? Hat jeder genug bekommen? 
  • Wem ist es schwergefallen, immer nur 1 Bonbon zu nehmen? Warum? Was hättest du stattdessen lieber gemacht? 
  • Den Israeliten ging es ganz ähnlich. Sie hätten am liebsten ganz viel Manna eingesammelt und einen Vorrat angelegt, damit sie immer genug haben. Ihnen viel es schwer Gott zu vertrauen. Heute fällt es uns manchmal auch noch schwer, Gott zu vertrauen. Gott wünscht sich, dass wir ihm ganz vertrauen und glauben, dass er uns jeden Tag alles gibt, was wir brauchen.  
  • Habt ihr schon mal erlebt, dass Gott euch versorgt hat? 

Gebet  

Im Vaterunser taucht unter anderem genau diese Bitte auf, dass Gott uns gibt, was wir für diesen Tag brauchen („unser täglich Brot gib uns heute”). Erklärt den Kindern diese Bitte und sammelt mit den Kindern welche Dinge sie im Moment von Gott brauchen. Sprecht anschließend gemeinsam das Vaterunser.  

Kreatives  

Manna wird als keine, weiße Kügelchen beschrieben, die süß schmecken. Sie konnten zu verschiedenen Dingen verarbeitet werden. Wenn die Kinder in der Hinführung Popcornmais gesammelt haben, könnt ihr diesen jetzt verarbeiten und Popcorn herstellen. 

Spielerisches  

Wachteln jagen: In der Mitte des Raumes werden kleine Bälle (Tischtennisbälle, Tennisbälle o.Ä.) ausgekippt. Das sind die Wachteln. Jedem Team wird eine Ecke des Raumes zugewiesen. Die Teams bekommen die Aufgabe, so viele Wachteln wie möglich einzufangen und in das eigene Lager zu bringen. Allerdings darf dürfen dafür weder Hände noch Füße benutzt werden, sondern nur die eigene Nase. Alternativ können Wattebällchen als Wachteln benutzt werden. Dann müssen die Wachteln durch Pusten ins eigene Lager gebracht werden.  

Rätselhaftes  

Was ist das? Jedem Kind wird ein Zettel auf die Stirn geklebt, auf dem der Name eines Gerichtes steht. Ziel des Spiels ist es herauszufinden, welches Gericht auf der eigenen Stirn steht. Dazu bewegen sich die Kinder durch den Raum und dürfen anderen Personen Fragen stellen, die mit Ja oder Nein zu beantworten sind. Eine Person darf allerdings nur so lange befragt werden, bis das Kind eine „Nein”-Antwort erhält. Dann muss sie eine andere Person ansprechen.   

(T)Extras  

Lieder 

  • Meinem Gott vertraue ich gerne/Absoluto guto (Mike Müllerbauer) 
  • Ich bin sicher (Daniel Kallauch) 
  • Ich geh mit Gott durch dick und dünn (Dorothea Gisler-Kreiß) 
  • Nie, nie, nie vergess ich (Daniel Kallauch) 
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