Spielen »mit alles« bitte!

Kreativität, Spontanität, Flexibilität – alles das braucht dieser Stundenentwurf.

Am besten kündigt ihr diese Gruppenstunde eine Woche vorher an. Denn für diese Stunde ist wichtig, dass alle von zu Hause 2–5 Gegenstände mitbringen. Diese Gegenstände können ganz unterschiedlich sein. Es gibt überhaupt keine Vorgaben, außer, dass sie in der Gruppenstunde benutzt werden dürfen, also z. B. von anderen angefasst werden dürfen. Es sollten also eigene Gegenstände sein und nichts, was man sich von anderen geliehen hat, die nicht über die Gruppenstunde Bescheid wissen. Und es sollten auch keine Dinge sein, die leicht kaputt gehen und schwer zu ersetzen sind, denn man weiß bei diesem Stundenentwurf ja nie, was genau passiert.

Spielideen entwickeln

Die Stunde beginnt damit, dass alle mitgebrachten Gegenstände in eurer Mitte gesammelt werden. Betrachtet, was dort alles zusammengekommen ist und bildet anschließend Kleingruppen von 2–5 Personen. Jede Kleingruppe hat nun ca. 30 Minuten Zeit, sich einige Gegenstände auszusuchen (es müssen nicht die selbst mitgebrachten sein) und ein Spiel zu entwickeln, das mit diesen Gegenständen gespielt werden kann. Hier sind der Kreativität nur die Grenzen der Machbarkeit mit euren Möglichkeiten gesetzt – alles was in euren Räumen, mit eurer Gruppe in dieser Gruppenstunde machbar ist (und kein besonderes Verletzungsrisiko birgt), ist erlaubt.
Nach 30 Minuten ungefähr trefft ihr euch wieder. Nun stellen allen Gruppen ihre Spielideen vor und ihr spielt diese Spiele natürlich auch. Probiert sie aus und gebt der Gruppe anschließend auch gerne Rückmeldung, welche tollen Ideen sie hatten und was euch vielleicht noch als Ergänzung dazu eingefallen ist. Wenn ihr es zeitlich nicht schafft, alle Spiele auszuprobieren, könnt ihr natürlich einfach beim nächsten Treffen weitermachen.
Dieser Stundenentwurf eignet sich auch gut für Freizeiten und auch für Schulungen zum Thema Spieleentwicklung und Spielepädagogik. Denn um ein eigenes Spiel zu entwickeln, muss sich jede Gruppe zahlreichen Gedanken machen:

  • Welche Materialien und Räumlichkeiten haben wir zur Verfügung?
  • Mit welcher Zielgruppe und mit wie vielen Menschen spielen wir unser Spiel?
  • Was soll das Ziel unseres Spieles sein?
  • Welche Regeln sind wichtig?
  • Was muss unbedingt beachtet werden (Stichwort: Verletzungsrisiko)?
  • Wie viel Zeit benötigt unser Spiel und wie viel Zeit die Vorbereitung?

Andacht:

Auch die Andacht kann passend zu dieser Stunde sehr kreativ und spontan gestaltet werden.
Ich habe schon mehrfach in unterschiedlichen Gruppen gute Erfahrungen mit dieser Art Andacht gemacht und kann nur empfehlen, diese Methode einfach selbst mal auszuprobieren.

  1. Beginn/Begrüßung zur Andacht
    Wer möchte, kann ein Votum sprechen oder die Andacht mit einem kurzen Gebet oder einem Lied eröffnen.
  2. Aktion
    Alle, Mitarbeitende und Teilnehmende bekommen nun folgende Aufgabe gestellt:
    »Schaut euch in diesem Raum/auf dieser Wiese … um. Was sehr ihr? Was gibt es hier alles?«
    »Steht auf und sucht euch einen Gegenstand aus (einen Stein, eine Spielfigur, einen Ball, eine leere Flasche … was immer gerade da ist) und bringt ihn mit zurück in diesen Kreis.«
    Sind im Raum besonders viele Gegenstände greifbar, könnt ihr die Aufgabe auch noch etwas mehr konkretisieren. Zum Beispiel: „Bringt den leichtesten/erstaunlichsten/kleinste n… Gegenstand mit in den Kreis.“
  3. Runde 1
    Sind alle wieder zurück im Kreis mit ihren Gegenständen, startet eine kurze Austauschrunde, in der nun alle ihren Gegenstand kurz vorstellen, also einfach erzählen, was sie da ausgewählt haben.
    Wer mag kann zusätzlich auch noch in 1–2 Sätzen erklären, warum die Wahl genau auf diesen Gegenstand gefallen ist.
  4. Runde 2
    In dieser zweiten Runde sollen nun alle einmal berichten, was der ausgewählte Gegenstand mit Gott zu tun haben könnte.
    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und ich bin sicher, dass jeder und jedem etwas einfällt. Richtig und falsch gibt es hier natürlich sowieso nicht. Alle Gedanken und Ideen sind gut!
  5. Abschlussgedanken:
    Gott ist in dieser Welt, in allem und durch alles können wir Zugang zu ihm finden. Denn Gott ist vielseitig. Mindestens so vielseitig wie wir. Jeder Gegenstand kann uns etwas von Gott sagen und zeigen.
    In jedem Menschen können wir Gott entdecken. Und manche von uns können Gott vielleicht in einem Lied spüren. Andere in einem Gebet im Gottesdienst in der Kirche.
    Wieder andere vielleicht aber auch in dem Spaß, den wir hier als Gruppe beim Spielen zusammen haben. Oder auf Freizeiten, wenn wir am Lagerfeuer zusammen sitzen. Oder beim (Bibel-)Lesen.
    Gott ist so groß, dass es nicht nur eine oder zwei Arten gibt, wie wir ihm begegnen können.
    Gott findet auch den Zugang zu dir, wenn du das möchtest. Er findet dann bestimmt genau den richtigen Zugang zu dir.
    Du kannst iGott auch finden. Probier es einfach aus. Du kannst dabei nichts falsch machen.
  6. Abschlusslied und/oder Segen

Natürlich könnt ihr gern auch zwischendurch noch Lieder einbauen, wenn ihr mögt.

Lagerfeuer als Bild für gelingende Beziehungen, Paarbeziehungen und Sexualität

Hintergrundinfos/Fakten

Wer in einer Paarbeziehung ist, kommt sich meist zwangsläufig näher, auch körperlich. Berührungen und Küsse gehören zu jeder Beziehung dazu, in einem gesunden Nähe-Distanz-Verhältnis zeigen wir, wie nah wir uns stehen und zeigen Liebe praktisch und empfindbar. Die Dynamik der körperlichen Dimension einer Beziehung lässt sich gut mit einem Feuer vergleichen. Die Frage ist: wie brennt das Feuer der Beziehung?

Ein kontrolliertes Lagerfeuer mit Grenzen will gehütet und genährt werden. Es hinterlässt keine Zerstörung und ist langfristig angelegt. Bringe niemanden zu etwas, was jemand eigentlich nicht will. Liebe hat das Beste für den anderen im Sinn, schließt aber auch Selbstliebe mit ein.

Ein Waldbrand hinterlässt dagegen nur Zerstörung. Gemütliches Beisammensein ist da nicht mehr möglich.

Dazu ein paar Hintergrundinfos:

Im Jahr 2021 wurden insgesamt rund 5,05 Millionen Straftaten in Deutschland erfasst. Große Teile davon waren Diebstahls- und Vermögens-/Fälschungsdelikte. Betrifft uns hier in diesem Themenbereich also nicht. Rund 106.700 dieser Fälle ließen sich den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zuordnen, den sogenannten Sexualdelikten. Natürlich bilden diese Zahlen lediglich die vom BKA erfassten Straftaten ab. Es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt. (laut www.statista.com)

Schauen wir uns nun an wie sich die Delikte auf die Zielgruppe verteilt. 25% der Opfer im Jahr 2021 sind zwischen 14 und 18 Jahren, 5% unter 14 und ca. 16% zwischen 18 und 21 Jahren. Der Rest älter. Alles Menschen die in unseren Gruppen und Kreisen sein könnten. Auf der Homepage https://beauftragte-missbrauch.de steht der erschreckende Satz: „Jeder siebte bis achte Erwachsene in Deutschland war von sexuellem Kindesmissbrauch betroffen.“

Es soll aber nicht um Panikmache gehen. Mit diesen Infos möchte ich euch sensibilisieren. Viele Menschen, auch in unseren Gruppen und Kreisen erleben leider sogenannte sexuelle Unbestimmtheit. Das geht so nicht. Hier müssen wir aufklären und für wertschätzendes Miteinander werben. Natürlich gibt es genug Straftäter. Doch viele Übergriffe passieren aus auch einer Dynamik heraus wo das Feuer, für die andere Person nicht angemessen genug kontrolliert wird und ein Flächenbrand wird.

Es gibt viele unterschiedliche Formulierungen. Alle sind für Betroffene mega verletzend und auch für Täter oft nur sehr kurzfristig toll, wenn überhaupt. Wir beschränken es mal auf vier Formulierungen:

  • Sexuelle Handlungen mit Abhängigen (Wer sexuelle Handlungen mit einer abhängigen, jungen Frau respektive einem abhängigen jungen Mann im Alter zwischen 16 und 18 Jahren vornimmt, macht sich strafbar. Neben dem Alter des Opfers spielt also auch das Abhängigkeitsverhältnis eine Rolle. Diese Abhängigkeit kann sich auf ein Erziehungs-, Betreuungs- oder Arbeitsverhältnis beziehen oder sich auch aus sportlichen, kulturellen oder religiösen Aktivitäten ergeben (Trainer, Coach, Leiter etc.).
  • Sexuelle Nötigung (Wenn ein Täter oder eine Täterin durch Drohung, Gewaltanwendung, indem er sein Opfer psychisch unter Druck setzt oder zum Widerstand unfähig macht, ein Kind, eine Frau oder einen Mann zu sexuellen Handlungen gegen deren Willen zwingt, ist dies strafbar.)
  • Vergewaltigung (Damit der Tatbestand der Vergewaltigung nach Art. 190 StGB erfüllt ist, wird unabhängig vom Alter des Opfers eine vaginale Penetration vorausgesetzt. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Täter das Opfer bedroht hat, Gewalt angewendet hat, es unter psychischen Druck gesetzt oder zum Widerstand unfähig gemacht hat.)
  • Sexuelle Belästigungen (Sexuelle Belästigung richtet sich gegen Personen, welche die vorgenommene sexuelle Handlung nicht erwarten. Die Belästigung kann physisch (ungewolltes Berühren sekundärer Geschlechtsmerkmale) oder verbal (vulgäre resp. unanständige Ausdrücke, Bemerkungen zu Geschlechtsteilen oder zum Sexuallebens des Opfers) sein. Im Gegensatz zu den übrigen Sexualdelikten wird sexuelle Belästigung nur bestraft, wenn das Opfer einen Strafantrag stellt.)

Es gibt also etliche auch strafrechtlich relevante Möglichkeiten wie ein Feuer zerstören kann. Aufgrund der Betroffenen wollte ich dies hier nicht verschweigen. Es ist wichtig sich der ganzen Dimension bewusst zu sein.

Es geht also darum sprichwörtlich „im Spiel mit dem Feuer“ die eben genannten Grenzen zu wahren. Zusammenfassen könnte man sich den Worten in Matthäus 7, 12 anschließen „Behandelt andere Menschen genauso, wie ihr selbst behandelt werden wollt.“

Nicht nach dem Motto, ich will, die andere Person wird das schon auch wollen und mögen. Sondern: ich darf frei entscheiden, was ich möchte und was nicht. Das darf die andere Person auch.

Ehrlich gesagt, dafür wird eine gute Portion „Blick für den anderen“ benötigt. Wer aber in seiner Beziehung ein Lagerfeuer genießen möchte, was nicht sofort verbrennt oder schnell ausgeht, der ist auf den anderen bedacht.

Wir versuchen nun den Augenmerkt darauf zu richten, die andere Person so sehr zu achten und mit Liebe zu begegnen, dass wir ihre Grenze automatisch respektieren wollen, Vorlieben unterstützen und sorgsam unterwegs sind.

Eine Beziehung auch ohne sexuelle Komponente benötigt – ähnlich wie ein Lagerfeuer, – Zunder für die Beziehung, einen Grund, warum, wie hat man sich kennengelernt. Darüber hinaus benötigt jede, auch eine freundschaftliche Beziehung, das Nachlegen (des Holzes) um die Beziehung am Leben zu erhalten. Das Lagerfeuerbild eröffnet also auch eine Möglichkeit, grundsätzlich über Beziehung zu reden und schließt die Paarbeziehung nicht aus.

Aktion „Feuer machen“

Feuermachen im Freien ist schon nicht ganz einfach. Aber das Holz ohne Feuerzeug oder Streichhölzer zum Brennen zu bekommen ist eine echte Herausforderung. Seid ihr bereit für dieses Mikroabenteuer?

Besorgt euch die unter “Material” genannten Utensilien und sucht euch einen geeigneten Platz im Freien. Unbedingt an einer dafür vorgesehenen Feuer- oder Grillstelle. Wenn Wald in der Nähe ist, könnt ihr dort Holz/Äste vom Boden aufsammeln (bitte nur Totholz benutzen) und als Feuerholz nutzen.

Mit dem Magnesium-Feuerstarter könnt ihr heiße Funken erzeugen, die das Brennmaterial entzünden. Damit das funktioniert, braucht ihr einen sogenannten Zunder, also sehr schnell brennbares Material.

Das kann z.B. Birkenrinde sein (vorsichtig und sparsam abschälen) oder sehr trockenes Gras/Heu. Etwas einfacher funktioniert das auch mit Watte, Tampons oder Trocknerflusen.

Damit das Feuer dann brennt, müsst ihr euch darum kümmern. Immer wieder legt ihr kleine Äste nach; je größer das Feuer wird und wenn die Substanz des Feuers stimmt, könnt ihr größere Holzstücke auflegen. Ein Feuer benötigt immer genug Sauerstoff um zu atmen. Luft, damit es leben kann. Wer ein Feuer mit Holz erstickt, kommt auch nicht weiter. Irgendwann habt ihr dann ein Lagerfeuer, das wärmt und stetig brennt. Damit dies so bleibt, müsst ihr regelmäßig wieder Holz nachlegen, sonst flacht das Feuer ab und kann auch ausgehen.

Feuer ist nicht ungefährlich, geht also achtsam und vorsichtig damit um! Je nach Wetterlage (heißer Sommer) solltet ihr davon absehen ein Feuer zu machen. Habt ggfs. eine Decke oder Wasser zum Löschen parat. Bevor ihr den Platz verlasst, das Feuer vollständig löschen!

Wichtiger Hinweis

Material:

  • Magnesium Feuerstarter
  • ggfs. kleine Feuerschale/Feuerpfanne, um den Rasen nicht zu beschädigen
  • ggfs. Feuerholz
  • ggfs. Watte oder Trocknerflusen
  • ggfs. Wasser/Decke zum Löschen

Kurzer Impuls

Zum Opening des Impulses fasse kurz die Hintergrundinfos zusammen. Zeige, am besten während das Lagerfeuer noch brennt, was Feuer anrichten kann. Da an dieser Stelle kein klassischer biblischer Impuls passt, nutzen wir die Interpretationsmethode (aus dem Buch: Andachten in 4D) um mit allen Teilnehmenden am Lagerfeuer gemeinsam den Impuls herauszustellen. Dabei geht es darum, Erlebnisse bewusst wahrzunehmen und in Verbindung mit dem Glauben an Gott zu bringen.

Stellt euch um das Lagerfeuer herum. Wenn ihr lieber sitzen wollt, geht das auch gut. Aber jeder sollte sich und das Lagerfeuer sehen können.

Leitet nun mit folgenden Worten die Verkündigung ein: Ihr habt nun ein Lagerfeuer entstehen sehen und seht, was es benötigt und braucht? Habt gehört, was Feuer auch alles so zerstören kann! Was glaubt ihr: Wenn ihr das Lagerfeuer seht, was wünscht sich Gott für eure Paarbeziehungen und die damit verbundenen Sexualität? Kurz: Was hat das Lagerfeuer mit Sexualität zu tun?

Jetzt erzählen die Teilnehmenden, was die erlebte Aktion, das Lagerfeuer, mit ihren Glaubensvorstellungen zu tun hat. Höre dabei gut zu und bedanke dich bei jedem, der etwas sagt. Das wertschätzt die Aussage und den Mut. Gleichzeitig motiviert es andere, auch etwas zu sagen. Deine Auslegung äußerst du gleichberechtigt und auf Augenhöhe ebenso kurz und prägnant, während die anderen ihre Eindrücke und Interpretationen äußern. Zum Abschluss erzählst du nicht noch mal, was du dazu denkst, das könnte dazu führen, dass die Teilnehmenden ihre Aussagen als weniger wichtig empfinden. Du schließt mit den Worten: „Es ist alles gesagt. Ich möchte noch beten.“ Und nun betest du, ohne etwas in deinem Gebet (nach)predigen zu wollen. Du dankst für die Gedanken, freust dich über den Glauben, …

Nachdem Beten kann, natürlich ein Gespräch entstehen. Das Feuer brennt weiter und ihr unterhaltet euch über eure genannten Interpretationen oder wollt nachfragen, wie jemand eine Aussage meinte.

Fragen o.ä. für ein Gespräch

Es gibt keinen besseren Ort sich über Beziehung, Liebe und die sexuelle Dynamik zu unterhalten als am Lagerfeuer. Denn das Lagerfeuer kreiert einen Ort der Unterhaltung. Gerade für tiefere und persönlichere Themen.

  • Was ist euch beim Feuermachen aufgefallen?
  • Was ist passiert, als der Funke übergesprungen ist? Welche Dynamik ist entstanden?
  • Wie konntet ihr das Feuer vergrößern?
  • Wie habt ihr geschafft, dass das Lagerfeuer langfristig brennt?
  • Wann habt ihr nachgelegt und warum?
  • Wer hat darauf geachtet, wann ihr Holz nachlegen musstet und welches nun passend war?
  • Was fasziniert euch am Lagerfeuer?
  • Und was hat all das Lagerfeuer mit unseren Beziehungen, vermutlich auch Paarbeziehungen zu tun?
  • Was habt ihr nicht gemacht? Was hätte dem Feuer geschadet? Was hätte euch oder der Umgebung geschadet?
  • Wie stellt ihr euch langfristige Sexualität in einer Beziehung vor?

Ablauf
Vor dem Beginn der Übung wird die Strecke durch den Übungsleiter vorbereitet. Es müssen Start- und Zielpunkte definiert und beliebige Hindernisse aufgebaut werden. Die Plane wird am Startpunkt auf dem Boden gelegt. In ihrer Mitte steht das gefüllte Glas.
Die Aufgabe der Gruppe ist es nun die Plane mit dem Glas vom Startpunkt bis zum Ziel der Strecke zu transportieren, ohne dass das Glas umkippt oder Wasser verschüttet wird. Am Ziel muss die Plane wieder auf dem Boden abgelegt werden.

Regeln

  1. Die Teilnehmenden dürfen die Plane nur an ihren Rändern anfassen.
  2. Das Glas darf weder mit den Händen, noch mit anderen Gegenständen berührt werden.
  3. Es darf kein Wasser verschüttet werden.

Ablauf
Durch die Übung Gefangenenmahl soll den Teilnehmenden eine neue Erfahrung beim Essen ermöglicht werden. Den Teilnehmenden sollte vorher nicht mitgeteilt werden, was während des Essens passiert. Sobald alle Teilnehmenden am Tisch sitzen, werden ihre Handgelenke mit denen ihres direkten Sitznachbarn zusammengebunden. Wichtig ist, dass die Knoten weder zu eng noch zu locker sitzen. Die Teilnehmenden sollen ihre Hände nicht aus den Armbinden ziehen können, dürfen aber auch nicht durch diese verletzt werden. Nun können die Teilnehmer mit dem Essen beginnen. Dies ist jedoch nur durch Absprache und gemeinsame Bewegungen mit den Sitznachbarn möglich. Die Übungsleitung muss zu jeder Zeit zugegen sein, um die Teilnehmer zu unterstützen und, wenn nötig, zu bedienen.

Regeln

  1. Die Hände der Teilnehmenden bleiben während der gesamten Dauer des Essens miteinander verbunden.
  2. Die Teilnehmer dürfen nur übliches Besteck (Messer, Gabel, Löffel) verwenden. Weitere Hilfsmittel sind nicht erlaubt.

Anregungen und Hinweise
In der Auswertung kann ein Bezug auf christliche Glaubenserfahrungen genommen werden.

  • Die Teilnehmenden machen während des Essens die Erfahrung, dass sie nur gemeinsam die Aufgabe bewältigen können. Wenn jeder nur an sich denkt, wird niemand satt und das Essen wird verschüttet. Die Übung erfordert Achtsamkeit und Rücksichtnahme von jedem Teilnehmenden, was während der Reflexion aufgegriffen werden kann. Jesus kann hier zum Vorbild genommen werden, der stehts für die Bedürftigen gesorgt hat.
  • Ein weiterer Denkanstoß dieser Übung ist das Thema Freiheit. Die Teilnehmenden erleben unmittelbar was es bedeutet eingeschränkt (unfrei) und von anderen abhängig zu sein. Ein biblischer Impuls hierzu findet sich im Psalm 146,7: „Der Herr macht die Gefangenen frei.“ Die Teilnehmenden werden dazu angeregt zu überlegen, was sie im Leben frei oder unfrei macht.
  • Variante: Während des Essen müssen die Teilnehmer schweigen. Dies erhöht den Schwierigkeitsgrad, aber auch die Spannung der Übung. Die Teilnehmer müssen nun noch intensiver auf ihre Sitznachbarn eingehen.

Ablauf
Vor Beginn der Übung werden die Teilnehmenden in Gruppen mit jeweils vier bis fünf Personen eingeteilt. Jede der Gruppen braucht einen Platz an dem sie ungestört arbeiten kann. Jede
Gruppe erhält die selben Materialien sowie ein rohes Ei. Nun haben die Gruppen 30 Minuten Zeit, um mit den vorhandenen Materialen eine Konstruktion zu bauen. Mit Hilfe dieser Konstruktion solle es möglich sein, das rohe Ei aus einer Höhe von 5 Metern fallen zu lassen, ohne dass dieses dabei kaputt geht. Ob die Konstruktion um das Ei herum gebaut wird, oder im Landebereich aufgestellt wird, ist den Gruppen selbst überlassen.

Variante 1:
Jede Gruppe erhält folgende Materialien

  • 1 rohes Ei
  • 30 Strohhalme
  • 1,25 m Tesafilm

Variante 2:
Jede der Gruppen erhält folgende Materialien

  • 1 rohes Ei
  • 4 DIN A4 Blätter
  • 1 Schere
  • Flüssigkleber

Variante 3:
Den Gruppen werden verschiedenen Materialien zur Verfügung gestellt. Welche Materialien verwendet werden, wird den Mitgliedern der einzelnen Gruppen selbst überlassen. Allerdings hat jedes Material einen Preis und jeder Gruppe verfügt nur über ein bestimmtes Budget. Mit diesem Budget können die Gruppen alles erwerben, was sie ihrer Meinung nach gebrauchen können. Wichtig dabei ist, dass das Budget und die Preise der Materialen durch die Übungsleitung so festgelegt werden, dass die einzelnen Gruppen nicht alles kaufen können.

Nach Ablauf der Bauzeit treffen sich alle Gruppen am Landeplatz. Jede Gruppe stellt nun ihre Konstruktion vor und unterzieht diese einem Praxistest.

Ablauf
Die Teilnehmenden werden in Gruppen von möglichst gleicher Größe aufgeteilt. Jede Gruppe erhält eine Münze. Wichtig ist, dass jede Gruppe die gleichen Münzen bekommen (50ct, 1€ oder 2€). Die Gruppen haben die Aufgabe das Gewicht der Münze zu bestimmen.
Um die Aufgabe zu lösen müssen die Gruppen einen Gegenstand finden, von welchem sie das Gewicht bereits kennen. Wichtig ist, dass dieser Gegenstand leichter als das mutmaßliche Gewicht der Münze ist und in möglichst kleinen Einheiten vorliegt (bspw. Pfefferminzbonbons, Kaugummis, etc. ). Aus Materialien wie Büroklammern, Karteikarten und Stiften können die Gruppen eine Waage bauen, um die Münze gegen den gefundenen Gegenstand abwiegen. So kann das Gewicht der Münze sehr genau bestimmt werden.
Eine 50ct-Münze wiegt 7,8g, eine 1€-Münze wiegt 7,5g und eine 2€-Münze wiegt 8,5g.

Regeln

  1. Die Gruppen dürfen nur die selbst gebauten Waagen verwenden.
  2. Die Lösung darf nicht nachgeschlagen oder im Internet gesucht werden.
  3. Es darf kein Übungsleiter oder eine Drittperson befragt oder beauftragt werden, das Gewicht der Münze zu bestimmen.
  4. Die Gruppen haben 20 Minuten Zeit, um die richtige (oder annähernd genauste) Lösung zu finden.

Ablauf
Vor Beginn der Übung bereitet die Übungsleitung das Material vor. Hierzu muss ein Nagel so in ein Brett eingeschlagen werden, dass dieser fest steht, aber der größte Teil des Nagels nicht im das Brett ist. Der Nagel muss einen breiten, flachen Nagelkopf haben.
Die Gruppe hat die Aufgabe weitere Nägel auf dem eingeschlagen Nagel zu balancieren. Diese dürfen dabei weder das Brett noch den Boden berühren. Die Aufgabe ist dann gelöst, wenn die Konstruktion frei stehen kann.
Die Teilnehmenden bekommen einzelne Aufgaben, welche sie im Laufe der Übung ausführen müssen. Einigen Teilnehmern werden die Augen verbunden, andere dürfen nicht sprechen oder ihre Hände nicht oder nur eingeschränkt benutzen. Eine genaue Übersicht über diese Aufgaben ist als Download „KOOP_Magische Nägel_Tabelle“ beigefügt. Die einzelnen Aufgaben sind an den Bibeltext im 1. Korinther 12 angelehnt.
Die Einschränkungen gelten bereits während der Planungsphase und dürfen während der Übung nicht gebrochen werden. Die Teilnehmenden erhalten mit Ausnahme des Kopfes (siehe Tabelle) jeweils einen Nagel, der im Laufe der Übung von niemand anderem berührt werden darf.
Die Übung findet im Rahmen einer Gesamtzeit von bis zu 30 Minuten statt. Wie viel dieser Zeit für die Planung und wie viel für die Durchführung verwendet wird bleibt den Teilnehmenden selbst überlassen. Während der Planungsphase darf der eingeschlagenen Nagel weder von den Teilnehmern noch durch die anderen Nägel berührt werden.

Regeln

  1. Die Teilnehmer dürfen nur ihre eigenen Nägel berühren.
  2. Die Einschränkungen müssen während der gesamten Übung eingehalten werden.

Anregungen und Hinweise
In der Auswertungsphase kann Bezug auf den 1. Korinther 12 genommen werden.

  • Der Bibeltext wird vorgelesen. Anschließend können die Teilnehmenden beim Austausch über die Übung Bezug auf den Text nehmen. Impulse sind bspw. Begabungen, die Menschen von Gott bekommen haben oder die Rolle des Individuums in einer Gruppe.

Ablauf
Die Übung basiert auf der Aufgabe ein aus einer einzigen Linie bestehendes Haus zu zeichnen. Die Gruppe erhält hierzu ein Seil, welches alle Teilnehmenden in die Hand nehmen und bis zur Beendigung der Aufgabe nicht loslassen dürfen. Zudem dürfen die Teilnehmenden die Reihenfolge in welcher sie an dem Seil stehen nicht ändern. Die Gruppe muss sich nun in Form des oben benannten Hauses aufstellen.

Regeln

  1. Sobald die Teilnehmenden das Seil in die Hände nehmen, dürfen sie es nicht mehr loslassen oder ihre Positionen am Seil verändern.
  2. Das Haus muss aus einer einzigen Linie (hier das Seil) gebildet werden.
  3. Keine der Haus- und Dachseiten darf doppelt „gezeichnet“ werden.

Anregungen und Hinweise

  • Variante: Den Teilnehmenden werden die Augen verbunden. Die Augenbinden dürfen erst wieder abgenommen werden, wenn die Gruppe der Ansicht ist, die Aufgabe gelöst und das Haus gebildet zu haben.
  • Variante: Nur der Hälfte der Gruppe werden die Augen verbunden. Sobald die Gruppe mit der Aufgabe beginnt müssen alle Teilnehmenden schweigen.


Ablauf
Die Teilnehmenden werden in Gruppe von jeweils 4 – 8 Personen aufgeteilt und so auf dem Gelände oder in den Räumen verteilt, dass sie einander nicht sehen können. Jede Gruppe erhält das selbe Baumaterial. Nun haben die Gruppe die Aufgabe aus dem Material eine Konstruktion zu bauen (bspw. Stuhl, Sänfte, Katapult, etc.). Dafür steht ihnen nur eine vorher festgelegte Zeit von ca. 45 bis 70 Minuten zur Verfügung. Ziel der Übung ist es, dass alle Gruppen die gleiche Konstruktion bauen.
Um dies zu erreichen stellt jede Gruppe einen Botschafter. Diese Treffen sich nach einer bestimmten Zeit an einem Versammlungsort und haben dort die Möglichkeit sich über ihre Konstruktionen auszutauschen. Die Gesprächszeit sollte ca. 5 Minuten andauern. Anschließend gehen die Botschafter zurück in ihre Teilgruppen, um dort den besprochenen Plan umzusetzen. Die Versammlungen können während der Übung mehrmals wiederholt werden, empfohlen sind max. 4 Runden.
Nach Ablauf der Zeit treffen sich alle Gruppen und betrachten gemeinsam die entstandenen Konstruktionen. Die Übungsleitung achtet dabei darauf, ob die Konstruktionen identisch sind und ob markante Abweichungen auftreten. Dies wird in der Reflexion der Übung aufgegriffen.

Regeln

  1. Die Gruppen müssen so platziert werden, dass sie einander nicht sehen können. Es muss zudem darauf geachtet werden, dass die Botschafter auf dem Weg zu und von der Versammlung nicht an den Konstruktionen der anderen Gruppen vorbeikommen.
  2. Die Gruppen dürfen nur über die Versammlung der Botschafter miteinander kommunizieren. Darüber hinaus darf es keinen Austausch zwischen den Gruppe geben!
  3. Es dürfen keine Fotos oder Zeichnungen von den Konstruktionen zwischen den Gruppen ausgetauscht werden. (Achtung Handys!)
  4. Bei Regelverstoße gibt es Zeitabzug.

Anregungen und Hinweise

  • Optionale Regel: Die Rolle des Botschafters wechselt im Laufe der Übung, sodass sich bei jeder Versammlung neue Botschafter treffen.
  • Optionale Regel: Es dürfen keine zusätzlichen Materialen wie Naturmaterialien oder in den Räumen zu findende Gegenstände benutzt werden.
  • Variante: Die Gruppen erhalten unterschiedliche Materialen, um ihre Konstruktionen zu bauen. Das Material kann während der Botschaftertreffen zwischen den Gruppen ausgetauscht werden.
  • Variante: Vor Beginn der Übung wird eine Gesamtzeit für die Botschaftertreffen angegeben. Es bleibt dann den Gruppen überlassen, wie viel Zeit sie für die einzelnen Treffen verwenden wollen.

Variante mit Geschichte

Die Teilnehmenden sind Mitarbeitenden einer Firma, welche sich um einen Produktionsauftrag in Millionenhöhe beworben hat. Der Kunde erwartet ein kreatives Design mit höchstmöglicher Präzision. Es muss der Firma gelingen, an verschiedenen Produktionsstätten jeweils einen Prototyp des gewünschten Produkts herzustellen. Mit diesem Produkt soll es möglich sein eine Person zu transportiert. Alle Materialien müssen verwendet werden. Die Herausforderung an die Mitarbeitenden der Firma ist es, Prototypen zu erstellen, die exakt identisch sind. Zudem soll jede Produktionsstätte folgende Nebenprodukte herstellen:

  • technische Zeichnung des Prototyps
  • Bedienungsanleitung zum sicheren Gebrauch
  • Webestrategie mit Namen des Prototyps, Slogan und Marketingstrategien

Für die kreativsten Ideen können die Gruppen Zusatzpunkte erhalten.
Es gelten auch hier die oben genannten Regeln und Varianten.


Ablauf
Zu Beginn der Übung wird eine Plane auf dem Boden ausgebreitet. Die Größe dieser Plane ist abhängig von der Anzahl der Teilnehmenden und sollte so bemessen sein, dass ca. 1/3 der Plane frei bleibt, wenn sich alle Teilnehmenden darauf stellen.
Die Gruppe stellt sich auf die Plane und hat nun die Aufgabe diese zu wenden, ohne dass dabei einer Teilnehmenden die Plane verlässt. Die Übung ist dann beendet, wenn die Seite der Planen, auf der die Teilnehmenden zu Beginn stehen, nach unten zeigt.

Regeln

  1. Die Teilnehmenden dürfen im Laufe der Übung die Plane nicht verlassen. Der Boden darf nicht berührt werden.
  2. Es dürfen keine Hilfsmittel verwendet werden.

Anregungen und Hinweise

  • Variante: Hat die Gruppe die Aufgabe erfolgreich gelöst, kann im zweiten Durchgang die Plane verkleinert werden. In den meisten Fällen ist die Gruppe nun gezwungen, sich eine neue Strategie zu überlegen, da die erste Strategie meist nur bei größeren Planen funktioniert.
  • Variante mit erhöhter Schwierigkeit: An den vier Ecken der Planen ist je ein Seil angebracht, welche von jeweils einem Teilnehmenden in der Hand gehalten wird. Die Teilnehmenden dürfen das Seil nicht loslassen oder jemand anderem in die Hand geben. Die Plane selbst darf nicht berührt und nur über die Seile bewegt werden.

Lösung
Die Plane wird an zwei Ecken um 180° gedreht. Die Teilnehmenden steigen nach einander über den verdrehten Teil der Plane auf den gewendeten Teil. Dabei wird die Plane Stück für Stück weiter gedreht, bis alle Teilnehmenden auf der neuen Seite stehen.

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