Schatz im Säureteich – eine erlebnispädagogische Kooperationsübung zur Jahreslosung 2025

Aufbau:

Die leitende Person markiert vorab mit den Spielseilen einen gedachten See (ca. 10-15 m Durchmesser) mit einer kleinen Insel (ca. 1 m Durchmesser) in der Mitte und positioniert darauf den Schatz. Ein Baum mit stabilen Ästen sollte in der Nähe stehen.

Instruktion:

Ihr habt heute die Aufgabe, einen auf einer Insel liegenden Schatz zu bergen. Diese liegt jedoch in einem See voller giftiger Säure. Jeglicher Kontakt mit der Säure, sei es durch Personen oder durch Material, ist strengstens zu vermeiden. Aus einem bunt gemischten Materialfundus dürft ihr vorab vier Gegenstände auswählen, die ihr zur Bewältigung der Aufgabe einsetzen wollt. Bitte versucht bei der Lösungsfindung möglichst alle aus eurer Gruppe einzubeziehen. Achtet weiterhin genauestens auf die Sicherheit aller Personen und die Einhaltung der Regeln.

Verlauf:

Je nach Anzahl der möglichen Hilfsmittel kann schon der Auswahlprozess für die Gruppe herausfordernd sein. Welche Gegenstände erscheinen sinnvoll? Welche braucht man überhaupt nicht? Dies darf je nach Gruppe von der leitenden Person konstruktiv begleitet werden. Automatisch werden durch die Gegenstände mögliche Lösungsstrategien diskutiert.

Eine denkbare Lösung wäre, das Seil an dem Baum zu befestigen. Eine Person zieht sich den Klettergurt an und hängt sich dann mit dem Karabiner in das Seil ein. Wenn nun alle übrigen Teilnehmenden am Seilende ziehen, kann sich der Kletterer am straffen Seil zur Insel entlanghangeln – natürlich ohne den Boden zu berühren – und den Schatz bergen.

Bei Verletzung der Regeln können diverse Konsequenzen wie Neustart, Tragen einer Augenbinde etc. folgen. Durch ein sinnvolles Auswählen des Materials, der Übernahme von Verantwortung und einer finalen motivierten Zusammenarbeit der Gruppe, kann der Schatz sicher geborgen werden.

Lernimpuls/ Transfer:

In Form eines Rundgesprächs gilt es bei der Reflexion herauszuarbeiten, welche Gegenstände aus dem Pool nun tatsächlich für die Lösung gut waren. Welche Dinge haben der mündlichen Prüfung, dem Abwägen vorab standgehalten? Verschiedene Leute kommen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen, was denn jetzt für die Übung brauchbar war. Manches kann man so und so bewerten. Und trotzdem eignen sich hier bestimmte Sachen einfach mehr, um ans Ziel zu kommen (Klettermaterial). Prinzipiell stehen die Gegenstände aus dem Klettersport für eine hohe Qualität, für eine hohe Festigkeit. Gerne kann an dieser Stelle auch auf die Mindestbruchkraft von 22 kn verwiesen werden, die laut Norm Seile und Karabiner etc. aushalten müssen. Das bedeutet: das Seil muss mindestens 22 Kilonewton (ca. 2,2 Tonnen) halten, bevor es reißt. Das ist mehr, als auf Nachfrage oft geschätzt wird. Eventuell kann auch ein nicht mehr gebrauchtes, an Ende aufgefasertes Seilstück herumgegeben werden, um zu zeigen, aus wie vielen einzelnen Garnen ein Seil aufwendig gesponnen wird. Erst dadurch wird es richtig belastbar, erst damit bekommt es seine Qualität.

Dazu passend fordert uns die Jahreslosung zum einen zum Prüfen heraus: genau hinschauen, explizites Hinterfragen. Wie geht prüfen? Einfach mal checken, was gut ist. Und wie finden wir heraus, was das Gute ist? Gott traut uns, so Paulus in diesem Bibelabschnitt, das Prüfen zu. Verantwortungsvoll können wir abwägen, was gut ist und so auf Gottes Reden hören. Das wird immer auch im Dialog passieren dürfen, zusammen mit anderen Mitchristen abwägen, was der richtige Weg zum Ziel ist.

Zum zweiten heißt es, das Gute zu behalten. Das Gute, das durch das Prüfen entdeckt wurde, gilt es zu bewahren. Das war das Ziel des Prüfens. Bereits im Alten Testament in Psalm 103,2 BB werden wir darauf hingewiesen: „Lobe den Herrn meine Seele! Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Und in Markus 10,18 BB sagt Jesus: „Niemand ist gut, außer dem Einen: Gott“. Biblisch gesehen wird also das Gute Gott zugeschrieben, er tut uns gut. Die Liebe Gottes, die in Jesus auf die Welt kam, ist das richtige Evangelium. Das können wir für uns festhalten – und dann auch anderen weitergeben.

Übrigens: ähnliche Übungen wie die hier beschrieben findet ihr auch in „Sinn gesucht – Gott erfahren 3“ (Herausgeber: Schwaderer, Ulrich / Wiedmayer, Jörg / Wöhrbach, Simon) Hier gibt’s kompakte Übungen für die Arbeit mit Teenager- und Jugendgruppen, die wichtige Erfahrungen vermitteln und Lernprozesse in Gang setzen. Beziehen könnt ihr das Buch zum Beispiel hier. Weiterführende Gedanken zur Jahreslosung gibt‘ z.B. in „Alles kann raus, Martin Grauer, Matthias Rumm, 2024″, v.a. im Artikel „Ist das (noch) gut oder kann das weg?“ von Martin Grauer. Bestellbar hier!


Jugendliche brauchen innerhalb der missionarischen Jugendarbeit Freiräume, um Glaubensinhalte und Glaubensformen ausprobieren zu können.

Was wäre, wenn wir den Glauben von Jugendlichen als Prozess verstehen und sie ermutigen, selbst mit Formen des christlichen Glaubens zu experimentieren?

In diesem Themenpaket findet ihr Einheiten, die u.a. Räume für Gottesbegegnungen eröffnen wollen.

(Johannes-Evangelium)

Ich bin die Auferstehung und das Leben (Johannes 11,25-26)

(Ich habe diese Einheit während der Andacht unter Schwarzlicht auf einen schwarzen Tonkarton gemalt, das Paradies, die zerstörte Verbindung zu Gott, den stellvertretenden Tod Jesu, bis Ostern, und dass die Verbindung dadurch wieder hergestellt ist).
Nachdem Adam und Eva im Paradies gesündigt hatten, und die Menschen ihre Gemeinschaft mit Gott verloren, hatte das eine schlimme Auswirkung auf alle Menschen. Zum einen waren wir alle geistlich gesehen von Gott getrennt. Und als Folge davon muss auch unser Körper und alles auf dieser Welt sterben. Die ganze Welt ist der Vergänglichkeit unterworfen.

Aber als Jesus kam, und für unsere Schuld starb, wurde uns sein Tod zugerechnet, so als wären wir selbst gestorben. Aber dabei blieb es nicht. Jesus ist auferstanden! Der Tod konnte ihn nicht festhalten, weil er selbst nie eine Sünde begangen hatte. Deswegen steht in 2. Timotheus 1,10, dass Jesus den Tod besiegt hat! So wie unsere Sünde auf Jesus übertragen wurde, so kann nun auch seine Auferstehung auf uns übertragen werden. Deswegen haben wir die herrliche Hoffnung, dass wir mit ihm in Herrlichkeit auferstehen werden (1.Korinther 15,42-44 / 1.Petrus 1,3-6). Wenn wir also sterben werden, stirbt nur unser Körper. Unsere Seele, das, was uns ausmacht, geht zu Jesus. Und eines Tages, wenn Jesus wiederkommt, dann werden wir einen neuen, auferstandenen Körper bekommen, der nicht mehr der Vergänglichkeit unterworfen ist.

Kreativangebot: Malen mit Schwarzlichtfarbe
Material:
Schwarzlichtstrahler
Schwarzes Tonpapier
Pinsel, Paletten, Wassergläser
Neon- und Schwarzlichtfarbe

Macht das normale Licht im Zimmer aus und nur den Schwarzlichtstrahler an. Am besten bereitet ihr schon mal ein Bild vor, so dass ihr den Kindern den Effekt zeigen könnt. Dann können die Kinder malen. Auf das schwarze Papier (symbolisch für den Tod) entsteht durch die Auferstehung wieder Leben (das, was die Kinder mit der phosphorisierenden Farbe malen).

(Johannes-Evangelium)

Ich bin der wahre Weinstock (Johannes 15,1-8)

Wie so oft sprach Jesus auch hier in Bildern und Gleichnissen. Damit wollte er uns etwas lehren. Lest gemeinsam mit den Kindern den Abschnitt aus Johannes 15,1-8, oder zumindest die Verse 4-5. Was meint Jesus damit, dass wir „in ihm bleiben“ sollen und dass er in uns ist?

Was passiert, wenn bei einem Baum der Ast nicht mehr am Stamm fest ist? Er bekommt kein Wasser und keine Nährstoffe mehr. Er wird vertrocknen. Es werden keine Blätter und Früchte daran wachsen. Jesus wollte uns damit sagen, dass wir in enger Verbindung zu ihm leben sollen. Wie können wir das tun?
Durch Bibel lesen, beten, dadurch, dass wir auch im Alltag immer wieder mit Gott sprechen, ihn fragen, wie wir uns verhalten sollen oder welche Entscheidung wir treffen sollen.
In Johannes 7,38-39 sagt Jesus, dass das Wasser, das durch uns fließt, der Heilige Geist ist. Wenn wir also eng mit Jesus verbunden bleiben, nach seinem Willen fragen und uns von seinem Wort ernähren, dann fließt der Heilige Geist in und durch unser Leben. Und dieser Heilige Geist ist er, der in uns Frucht bewirkt. Wir müssen das nicht aus eigener Kraft tun. Das können wir auch nicht. Denn Jesus sagte, dass wir ohne ihn nichts tun können. Es ist der Heilige Geist in uns, der unseren Charakter verändert, der unser Denken verändert und das, was daraus entsteht, ist Frucht (Epheser 4,23-24).

Kreativangebot und Gegenstandslektion: Hydroperlen
Material:
Schüsseln
Hydroperlen / bunt oder transparent
Wasser
evtl. Luftballons und leere Pet-Flaschen halbliter

Ihr könnt einige Hydroperlen schon vorbereiten und ins Wasser legen. Sie brauchen ca. 2 Stunden, bis sie aufgegangen sind. Die Hydroperlen stehen für uns Menschen. Die Schüssel voll Wasser für Gott und den Heiligen Geist. Wenn wir in ihm sind, d.h. in enger Gemeinschaft mit ihm (in der Schüssel), dann füllt er uns mit dem Heiligen Geist. Dadurch verändern sich unsere Eigenschaften (wir werden größer, die Farbe ändert sich leicht, das ist ein Bild dafür, dass sich durch den Heiligen Geist unser Charakter verändert).

Danach könnt ihr die Kinder mit den Perlen spielen lassen. Man kann z.B. eine große Schüssel mit Perlen und Wasser füllen und eine Murmel untermischen, die sie suchen sollen. Oder man macht „Knetbälle“ aus den Luftballons und den Hydroperlen. Dazu füllt man die gefüllten Perlen mit etwas Wasser in die Flasche. Den Luftballon aufpusten, den Verschluss leicht drehen, damit die Luft nicht sofort wieder entweicht und dann den gefüllten Ballon über den Flaschenhals streifen. Nun die Flasche umdrehen und Perlen und Wasser in den Ballon laufen lassen. Zum Schluss aus dem Ballon die restliche Luft rauslassen und verknoten. Fertig ist der Anti-Stress-Ball.

Man kann auch die kleinen, noch nicht gefüllten Hydroperlen mit viel Wasser in die Flasche und anschließend in den Ballon füllen. Die Perlen brauchen aber 2 Stunden mindestens, bis sie vollgesogen sind und die Bälle werden nicht so prall.

Alternatives Kreativangebot im Sommer: Veranschaulichung und Spiel
Es gibt Wasserbomben, wo viele Wasserbomben an einer Art Kunststoffhalm angebracht sind und mit einem Wasserschlauch befüllt werden. Wenn sie voll sind, fallen sie von dem Kunststoffhalm ab und verschließen sich selbst mit einem Gummiring. Das ist eine schöne Veranschaulichung für „in ihm blieben“ oder „am Weinstock bleiben“. Das Wasser (das den Heiligen Geist versinnbildlicht) fließt durch den Schlauch und an den Enden, wo die „Trauben“ oder in unserem Fall die Wasserbomben hängen, befüllen die sich quasi wie von selbst, bis die Frucht reif ist.
Anschließend könnte man eine kleine Wasserschlacht machen.

(Johannes-Evangelium)

Ich bin das Brot des Lebens (Johannes 6,32-35)

Kurz bevor Jesus von sich sagte, dass er das Brot des Lebens ist, fand diese Geschichte statt (Johannes 6,1-15). Jesus predigte zu den Menschen an einem See. Und sie hörten ihm auch lange zu und wollten nicht mehr weggehen. Da kamen die Jünger zu Jesus und sagten, dass sie etwas zu essen bräuchten für all die Menschen, aber nichts hätten. Was geschah dann? Kennt ihr die Geschichte? (Ggf. weitererzählen). Alle Menschen, die dort waren, wurden nicht nur satt, sondern sie sahen auch ein großes Wunder, denn Jesus machte aus ein paar Broten und Fischen so viel Essen, dass alle satt wurden und noch ganz viel übrigblieb. Und davon wollten sie noch mehr.  
Da erklärte er den Zuhörern, dass Mose, als das Volk aus Ägypten ausgezogen war, sie in der Wüste mit Brot aus dem Himmel versorgte. Wisst ihr noch, wie man dieses Brot nannte? (Manna). Richtig, Manna war ein Brot, das Gott ihnen mitten in der Wüste schenkte, um sie zu versorgen. Man vermutet, dass es süßlich geschmeckt hat, ähnlich wie Milchbrötchen.

Jesus erklärt den Menschen, dass die Israeliten mit dem Manna aus dem Himmel versorgt wurden, aber dennoch immer wieder Hunger bekamen. Und in diese Situation sagt Jesus, dass er das wahre Brot ist, und wer zu ihm kommt, niemals wieder Hunger haben wird. Was könnte Jesus damit gemeint haben? (Er sprach nicht von unserem Körper, sondern von unserem Geist! Jesus selbst ist die geistliche Speise, die wir brauchen, und unseren geistlichen Hunger, die Suche nach dem Sinn des Lebens, kann nur Jesus stillen).  

In Matthäus 4,4 sagt Jesus, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern von einem jeden Wort aus dem Mund Gottes. Jesus selbst ist dieses Brot, Johannes 6,51. Wir erinnern uns, dass am Anfang des Johannesevangeliums steht, dass Jesus das Wort Gottes ist. Das bedeutet also, dass die Bibel und das Reden des Heiligen Geistes unsere tägliche Nahrung sein soll. Dadurch wird unser Lebenshunger gestillt.  

Kreativteil: essbare Knete oder bei gutem Wetter draußen Stockbrot

https://knete-selbstgemacht.de/essbare-knete-selbermachen/essbare-knete-rezept-anleitung.htm

Alternativ gibt es auf Youtube auch tolle Rezepte für Marshmellowknete oder Rezepte mit Knete aus Erdnussbutter.

Bei schönem Wetter kann man diese Andacht mit (größeren) Kindern am Lagefeuer und mit Stockbrot machen.

(Johannes-Evangelium)

Ich bin die Tür (Johannes 10,9-10)

Wozu ist eine Tür da?

In Öffentlichen Gebäuden gibt es immer einen Notausgang. Das sind Türen, die sich von innen öffnen lassen, auch wenn alle Türen verschlossen sind. Habt ihr Notausgänge schon mal wahrgenommen? Meistens sind sie sogar besonders beschildert, mit Leuchtschildern, die man sogar im Dunkeln sehen kann. Oft nehmen wir sie kaum wahr, aber ein Notausgang kann im Ernstfall Leben retten. Was könnte so ein Ernstfall sein?

In der Bibel gibt es im Alten Testament eine Geschichte, wo eine Tür Leben rettete. Kennt ihr die Geschichte von Noah? (Lasst die Kinder diese Geschichte gemeinsam erzählen, oder ihr erzählt sie mit Bildern). Als Noah auf Gottes Anweisung hin die Arche baute, und die Tiere in die Arche gegangen waren, ging auch er mit seiner Familie durch die Tür in die rettende Arche. Die Menschen um Noah herum lachten ihn aus und verspotteten ihn, denn von Regenwolken war weit und breit nichts zu sehen. Doch Noah glaubte und vertraute Gott. Als Noah mit seiner Familie durch die Tür in die Arche gegangen war, schloss Gott selbst hinter ihnen die Tür zu. Anschließend öffnete Gott die Schleusen des Himmels und die Wasserquellen der Erde und die Flut kam. Wer durch die rettende Tür in die Arche gegangen war, blieb am Leben. Wer nicht durch diese Tür ging, wurde durch die Flut gerichtet.

So ähnlich meinte Jesus das. Diese Welt wird eines Tages gerichtet und alle Menschen, die nicht durch die rettende Tür „Jesus Christus“ gehen, werden mit ihr gerichtet werden. In Apostelgeschichte 4,12 steht, dass Jesus der Einzige ist, der uns retten kann, weil er für unsere Schuld starb. Wer Jesus annimmt, der geht durch die rettende Tür.


Mögliche weiterführende Bibelstellen: Matthäus 7,7-14; 1.Timotheus 2,5

Kreativangebot: Escape Spiel

Macht mit den Kindern ein Escape-Spiel. Wir haben für die jüngeren Kinder von Kosmos „Das Spiel Kids – Rätselspaß im Dschungel, Rätselspiel ab 5 Jahre“ gemacht. Die größeren Kinder, die schon lesen und schreiben konnten, haben je zu dritt das „Bibel Exit Game – das geheimnisvolle Fest“ von Daniel Kunz und Lisa Stegerer gemacht.

(Johannes-Evangelium)

Ich bin das Licht der Welt (Johannes 8,12)

Was hat Jesus gemeint, als er sagte, dass er das Licht der Welt ist? Jesus war schließlich keine Kerze, und auch kein Leuchtturm! Habt ihr schon mal eine Nachtwanderung gemacht? Vielleicht sogar schon mal eine ohne Taschenlampen? Wie war das?

Ich erzähle euch eine Geschichte:
Am Rande einer kleinen Stadt, umgeben von dichten Wäldern, lebte eine Gruppe abenteuerlustiger Jugendlicher. In einer Sommernacht beschlossen sie, eine Nachtwanderung zu unternehmen. Sie kannten sich im Wald ganz gut aus und wollten rüber zu einem alten verlassenen Bauernhof und dort in der Scheune übernachten. Sie packten ein paar Snacks und Getränke ein und machten sich auf den Weg in den Wald, voller Vorfreude auf das Abenteuer, das vor ihnen lag. Da sie den Weg kannten, nahmen sie keine Taschenlampen mit. Das Mondlicht würde ausreichen.

Die Nacht war dunkel, der Himmel leicht bewölkt. Nur etwas Mondlicht schimmerte durch die Wolken. Die Jugendlichen lachten und erzählten sich Gruselgeschichten, während sie tiefer in den Wald vordrangen. Je tiefer sie in den Wald hineingingen, desto geheimnisvoller und spannender erlebten sie die Atmosphäre des Waldes. Immer wieder knackte es im Dickicht oder raschelte in ihrer Nähe. Man merkte, dass der Wald lebt. Da der Wald recht dicht geworden war, drang so gut wie kein Licht mehr zu ihnen durch.

Ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein, verloren sie nach einer Weile die Orientierung und gerieten tiefer in das undurchdringliche Dickicht. Von dem Weg, den sie kannten, waren sie längst abgekommen. Als sie realisierten, dass sie den Weg verloren hatten, breitete sich allmählich Panik aus. Sie hatten sich verirrt und der Wald war groß. Die Dunkelheit verschluckte alle Hinweise auf den richtigen Weg, so dass sie nicht einmal mehr wussten, in welche Richtung sie gehen müssten.

Einer stolperte über einen Ast, der im Weg lag. Er kam ins Rutschen und man hörte nur noch ein Platschen. Er war in einen Bach gefallen. Sie zogen ihn heraus, so gut sie konnten. Doch sehr bald wurde klar, dass er dringend etwas Trockenes zum Anziehen brauchte. Er fror so sehr, dass seine Zähne laut aufeinander klapperten vor Kälte. Auf der Suche nach dem richtigen Weg zurück fingen sie an, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen und zu streiten. Plötzlich hörte man einen Schrei. Einer war gestürzt und hatte sich am Bein verletzt, als er in einen Brombeerbusch gefallen war. Die Gruppe versuchte, die Verletzung notdürftig zu versorgen, aber die Situation wurde zunehmend ernster. Sie konnten ja nichts sehen. Sie wussten, dass sie dringend Hilfe brauchten.

Gemeinsam riefen sie um Hilfe und schlugen mit Ästen SOS gegen die Baumstämme. Inzwischen waren sie durchgefroren, besonders der, der in den Bach gefallen war, und der Verletzte weinte vor Schmerzen. Nach einigen Minuten ließen sie sich mutlos und erschöpft auf den feuchten Waldboden fallen. Sie hatten keine Ahnung, wie weit das nächste Haus entfernt war.

Doch plötzlich hörten sie in der Ferne einen Krankenwagen jaulen. Sie riefen aus Leibeskräften und nach einer Zeit, die sich wie eine Ewigkeit anfühlte, sahen sie den Schein einiger Taschenlampen durch die Dunkelheit leuchten. Sie riefen um Hilfe. Dann nahmen sie Hundegebell wahr.  Ein Rettungsteam mit Suchhunden hatte sich auf den Weg gemacht, um die Jugendlichen zu finden, nachdem die Bewohner eines einsamen Hauses in der Nähe des Waldes über seltsame Klopfgeräusche menschlichen Ursprungs im Wald berichtet hatten. Sie waren gerettet. (ENDE)

Als Jesus von sich selbst als Licht sprach, meinte er eine geistliche Dunkelheit. Die Menschen auf der Welt kannten Gott nicht. Sie beteten Götzen an oder lebten für sich selbst, einige suchten den Weg zu Gott, aber in den falschen Dingen. Das meinte Jesus mit Dunkelheit, dass sie Gott nicht erkannten. In Lukas 2,32 sagte er, dass er gekommen ist, um den Völkern Gott zu offenbaren, und wie sie zu ihm finden können. Das bedeutet es, ein Licht sein. Das Licht macht es hell, so dass man den Weg sehen kann. In Apostelgeschichte 13,47 bekommt auch Paulus den Auftrag, den Völkern ein Licht zu sein und ihnen den Weg zu Gott zu weisen. Und auch wir sind, als Kinder Gottes, das Licht der Welt (Matthäus 5,14-16).

Kreativteil: Wir basteln Leuchtbuchstaben in 3D (eher für größere Kinder)

Material:

  • Architektenpappe A3, 5 mm dick (Schaumstoffplatte / Schaumplatte), eins je Kind
  • Cuttermesser
  • Lineale
  • Acrylfarben und Pinsel
  • Lichterketten 20 LED mit Batterien, eine je Kind
  • Ggf. Buchstabenvorlagen (wir haben die Anfangsbuchstaben der Kinder genommen)
  • Bleistifte, gut angespitzt

Man kann nur gerade Linien schneiden, keine Kurven und Rundungen! Achtet bei den Vorlagen darauf.
Schneidet von der schmalen Seite der Platte unten ca. 10-12 cm. Das wird später der Boden. Legt nun die Buchstabenvorlagen auf die verbleibende Pappe, zeichnet die Ränder nach und schneidet sie sauber mit dem Cutter ab. Markiert nun unten an den Buchstaben, wo der Buchstabe in die Stütze muss, und schneidet in die Stütze entsprechende Schlitze.

Nun nehmt den Bleistift, und piekt vorsichtig Löcher in den Buchstaben, so dass die LEDs von hinten hindurch passen. Bevor ihr nun die LEDs einsetzt, malt euren Buchstaben farbig, wie ihr es mögt. Steckt den Buchstaben in den Ständer und dann kommen die LEDs von hinten in die Löcher. Ihr könnt die Kabel an der Rückseite noch mit Tesa verkleben. So hat jeder einen Leuchtbuchstaben als Erinnerung, dass wir Licht in dieser Welt sind. Wir sollen den Menschen helfen, den rettenden Weg zu Gott zu finden.  

Ist Lebenslust in uns geweckt, fängt das Leben zu funkeln und zu hüpfen an. Diese kleine Aktion macht dies bewegt und spaßig spürbar. Ein Spiel, das den JuGo in Bewegung bringt.

Die Feiernden stellen sich im großen Rund (Kreis) auf und halten sich die ganze Zeit über an den Händen. Die Aktion kennt drei Phasen:

1. Phase 

Die anleitende Person führt ein und ruft stets vorneweg

  • „jump in“ (oder auf deutsch: „spring rein“) -> alle wiederholen laut die Botschaft und springen dabei einen Schritt weit nach innen, in den Kreis hinein (also nach vorne).
  • „jump out“ (oder auf deutsch: „spring raus“) -> alle wiederholen laut die Botschaft und springen dabei einen Schritt nach hinten, aus dem Kreis heraus (also zurück).
  • „jump left“ (oder auf deutsch: „spring links“) -> alle wiederholen laut die Botschaft und springen einen Schritt weit nach links.
  • „jump right“ (oder auf deutsch: „spring rechts“) -> alle wiederholen laut die Botschaft und springen einen Schritt weit nach rechts. 

Diese Übung wird nun mehrmals mit angezogenem Tempo durchexerziert, wobei die Reihenfolge der Rufe völlig durcheinander sein sollte.

2. Phase 

Die anleitende Person erläutert, dass die Sprünge nun gerade umgekehrt zur Ruf-Botschaftstattzufinden haben. Also: Die anleitende Person ruft 

  • „jump in“ -> alle wiederholen laut die Botschaft und springen dabei aber einen Schritt weit nach hinten, aus dem Kreis heraus.
  • „jump out“ -> alle wiederholen laut die Botschaft und springen dabei aber einen Schritt nachinnen, in den Kreis hinein.
  • „jump left“ -> alle wiederholen laut die Botschaft und springen dabei aber einen Schritt weit nach rechts.
  • „jump right“ -> alle wiederholen laut die Botschaft und springen dabei aber einen Schritt weit nach links

Diese Übung wird nun mehrmals mit angezogenem Tempo durchexerziert, wobei die Reihenfolge der Rufe völlig durcheinander sein sollte.

3. Phase 

Die anleitende Person erläutert, dass die Sprünge nun zwar wieder entsprechend der Ruf-Botschaft stattfinden, dabei aber von der Gruppe die gegenteilige Botschaft gerufen wird: Also: Die anleitende Person ruft 

  • „jump in“ -> alle rufen nun die gegenteilige Botschaft „jump out“, springen dabei aber einen Schritt weit nach innen, in den Kreis hinein. 
  • „jump out“ -> alle rufen nun die gegenteilige Botschaft „jump in“, springen dabei aber einen Schritt weit nach hinten, aus dem Kreis heraus. 
  • „jump left“ -> alle rufen nun die gegenteilige Botschaft „jump right“, springen dabei aber einen Schritt weit nach links.
  • „jump right“ -> alle rufen nun die gegenteilige Botschaft „jump left“, springen dabei aber einen Schritt weit nach rechts.

Diese Übung wird nun mehrmals mit angezogenem Tempo durchexerziert, wobei die Reihenfolge der Rufe völlig durcheinander sein sollte.

 4. Reflexionsmöglichkeiten 

Diese Impulsfragen können die Aktion vertiefen sowohl für den Einzelnen als auch zu zweit oder in kleinen Gruppen:

  • Was hat überrascht bei der Aktion?
  • Warum gelingt es nur schwer, die weiteren Phasen umzusetzen?
  • Warum sind Lernprozesse oft gar nicht so einfach?
  • Wie schwer dürfte es sein, neue Verhaltensweisen, die bei mir nicht eingespielt sind und mir sogar „gegen den Strich“ gehen, zu erlernen?
  • Wie steht es um meine Sehnsucht: Wo, in welchen Lebensbereich würde ich gerne (stärker) hineinspringen? Wo, aus welcher Lebenssituation am liebsten herausspringen?

Hinweis: Ein englischsprachiger Videoclip lässt dich das Ganze auch im Bild erfassen…

Ein erlebnispädagogisches Actionspiel für zwei Teams

Zwei Teams treten in einem spannenden Wettkampf an, um mit ihren selbst gestalteten Luftballon-Fischen einen Parcours zu durchqueren. Jedes Team hat ein Indiaca-Netz, mit dem es die Fische transportiert. Der Clou: Die Teams begegnen sich auf der Strecke, und es gilt, verschiedene Hindernisse zu überwinden, wie Tische, Stühle und andere Einengungen. Jedes Team hat Luftballon-Fische in einer eigenen Farbe, und das Ziel ist es, die meisten Fische der eigenen Farbe auf die andere Seite zu bringen. Das Netz darf dabei den Boden nicht berühren. Die Teilnehmenden der Teams tragen Taucherbrillen. Es darf immer nur ein Fisch mit dem Netz transportiert werden.

Um die Herausforderung zu erhöhen, können einzelne Teammitglieder mit Wasser gefüllte Taucherbrillen tragen oder auf verschiedene Weisen eingeschränkt werden, z. B. durch Stummheit, Beinverbindungen, das Nutzen von nur einer Hand oder Bewegungseinschränkungen durch einen Stock im Rücken (durch das T-Shirt).

Die Fische werden zu Beginn hinter der Startlinie platziert, und das Team muss sie mit dem Netz aufnehmen, ohne Hände und Füße zu verwenden. Die Fische werden dann hinter der Ziellinie des anderen Teams abgelegt. Die Ziellinie des einen Teams ist gleichzeitig die Startlinie des anderen Teams.

Das Team, dass zuerst alle Fische auf die andere Seite transportiert hat, gewinnt.

Nach dem Spiel kommen beide Teams im Kreis zusammen, um die Aktion zu reflektieren. Dabei können Fragen zur Zusammenarbeit, den Herausforderungen und dem Verhalten gegenüber dem gegnerischen Team gestellt werden.

Fragen dabei können sein:

  • Wie hat die Zusammenarbeit im Team funktioniert?
  • Was ist euch leicht und was ist euch schwergefallen?
  • Wie habt ihr euch verhalten, als ihr auf das gegnerische Team getroffen seid?
  • Was könnt ihr aus dem Spiel mit in den Alltag nehmen? (Stichwort Kommunikation, Zusammenarbeit, gegenseitig Helfen)

Vorbereitung: Die Teams pusten ihre Luftballons auf und bemalen sie als Fische. Die Größe der Fische kann individuell gewählt werden. Die Anzahl der Luftballons sollten zu Beginn die gleiche Anzahl haben. Die Teams sollten während der Vorbereitung darauf achten, die Fische nicht kaputt zu machen, da dies ihre Siegchancen beeinträchtigen würde.

Alternative für warme Tage: Wasserbomben statt Luftballons verwenden.

The Passion ist eine RTL-Live-Show, welche die Passionsgeschichte darstellt. Die Premiere fand 2023 auf dem Burgplatz in Essen statt. The Passion erreichte eine Gesamt-Reichweite von 3,14 Millionen Zuschauern. 2024 kommt die Show nach Kassel und wird in den kommenden Jahren vermutlich den Kreuzweg musikalisch in ganz Deutschland beleben.

Wir haben Kreuzwege und andere erlebnisorientierte Ideen zusammengestellt, die ihr für eure Arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nutzen könnt.

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