Wie kann die erste Begegnung mit Jesus aussehen?

Überlegungen und Hilfen zur methodischen Gestaltung einer ersten Begegnung mit Jesus

Warum sollen Jugendliche überhaupt öffentlich auf die Einladung zum Glauben reagieren?

Jugendliche zeigen gern, was ihnen wichtig ist. Sicher ist es in unserer schnelllebigen Zeit schwierig, Entscheidungen zu treffen, die ein ganzes Leben betreffen. Dennoch wollen wir Jugendliche dazu ermutigen. Was daraus wird, liegt in Gottes Hand. Aus folgenden Gründen ermutigen wir Jugendliche zu einer konkreten Reaktion:

1. Das öffentliche Bekenntnis entspricht dem Wesen des christlichen Glaubens

In unserer Gesellschaft wird Religion häufig als Privatsache angesehen. Doch das Evangelium zeigt: Die Nachfolge Jesu ist immer auch eine soziale und damit öffentliche Angelegenheit. Es gehört nicht nur in den persönlichen Bereich und ist erst recht keine Privatsache.

2. Das öffentliche Bekenntnis hilft zur Gemeinschaft

Der Glaube an Jesus ist immer Gemeinschaftssache. Wer Jesus nachfolgt, braucht dazu die Gemeinschaft mit anderen Glaubenden. Eine wahrnehmbare Reaktion auf die Einladung zu Jesus hilft, Menschen zu begleiten und ihnen in der Gemeinde geistliche Heimat zu geben.

3. Was passiert beim öffentlichen Aufruf?

In der Verkündigung laden wir ausdrücklich dazu ein, das Gebet als einen Beginn der Beziehung mit Gott zu verstehen. Bei Jugendwochen erleben wir, dass etwa ein Drittel derer, die nach vorne kommen, diesen Schritt als einen Beginn des Glaubens an Jesus verstehen. Ein zweites Drittel sieht darin eine Erneuerung des Glaubens. Das dritte Drittel kommt, um konkrete Lebensfragen anzusprechen oder auch, um einfach für sich beten zu lassen.

Möglichkeiten, wie die erste Begegnung mit Jesus gestaltet werden kann

Es gibt viele Möglichkeiten, wie eine erste Begegnung mit Jesus aussehen kann. Natürlich ist es zuerst eine Sache des Herzens. Ein Jugendlicher kann die Beziehung mit Jesus ganz unspektakulär mit einem einfachen Gebet in seinem Herzen beginnen. Aber vielleicht hilft auch eine der folgenden konkreten Gestaltungsmöglichkeiten.

1. Die Einladung zum Kreuz

Die Einladung zum Treffpunkt Kreuz ist eine hilfreiche Möglichkeit, Menschen zu helfen, aus der Masse herauszutreten, und ihr Ja zu Jesus Christus öffentlich und fröhlich zu bekennen. Das Kreuz ist und bleibt das Markenzeichen von Jesus. Gerade auch für junge Menschen, die bereits in christlichen Kreisen unterwegs sind, kann diese Form eine hilfreiche Möglichkeit sein, um für sich Klarheit im Blick auf Jesus zu schaffen. Viele Menschen sind in christlichen Kreisen unterwegs, ohne jemals eine Beziehung zu Jesus zu beginnen. Diese Form kann eine geeignete Möglichkeit sein, um das zu ändern. Dabei hilft ein Kreuz, das irgendwo im Raum positioniert ist und an dem sich Jugendliche gemeinsam mit Mitarbeitern zu einem ersten Gebet treffen.

2. Sich an Jesus festmachen

Jugendliche können einen Wollfaden an ein Kreuz binden und sich so symbolisch an Jesus festmachen. Besonders eindrücklich ist es, wenn diese Wollfäden noch eine Zeit lang am Kreuz bleiben und verdeutlichen, dass Jugendliche mit Jesus begonnen haben.

3. Symbolische Handlungen

Symbolische Handlungen sind bei Jugendlichen beliebt und helfen eine erste Begegnung mit Jesus zu gestalten. Vielleicht ist es der Stein, den ich ans Kreuz legen kann, um sinnbildlich meine Schuld bei Jesus abzugeben. Vielleicht ist es das kleine Herz, das ich in Empfang nehme und das mir deutlich macht: Ich bin von Gott unendlich geliebt. Auch die Schatzkiste am Kreuz, aus der ich einen goldenen Stein nehmen kann, hilft, um deutlich zu machen: Ich habe Jesus als Schatz für mein Leben entdeckt. Vielleicht ist es auch der Briefkasten am Kreuz, in den ich einen kleinen ersten Brief an Jesus schreibe. Auch die Kerze, die ich am Kreuz anzünde, kann Symbol dafür sein, dass mir ein Licht aufgegangen ist und ich Jesus entdeckt habe.

Hier gibt es viele kreative Möglichkeiten. Wichtig ist, dass das Ziel vor Augen bleibt: Wir wollen Jugendlichen helfen, diese erste Begegnung mit Jesus zu gestalten. Die Aktion an sich muss dieser Sache dienen.

4. Der persönliche Segenszuspruch

Ein persönlicher Segenszuspruch kann die erste Begegnung mit Jesus zu einem besonderen Ereignis machen. Durch Handauflegung oder ein Salbkreuz in die Hand oder auf die Stirn des Jugendlichen kann deutlich werden: Du gehörst zu Jesus.

Material: Salzstreuer, wenn möglich für jeden (z.B. https://www.bad-reichenhaller-shop.de/speisesalze/ministreuer/10-g-ministreuer-jod-einzeln.html) oder zumindest einen Salzstreuer für jeden „greifbar“

Salz-Segen
Mit einem Salzstreuer streut sich jeder ein bisschen Salz in die Handfläche.
Schaut euch die Salzkörner in eurer Hand genau an. Jedes Salzkorn ist anders – ein ganz einzigartiges Kristall.
Gott, der Vater, der dich wunderbar und einzigartig wie jedes Salzkorn geschaffen hat, segne dich.
Befeuchtet nun einen Finger und dippt in euer Salzhäuflein. Dann schleckt euren Finger ab.
Jesus, der Sohn, der in dir und bei dir ist, gebe dir die Kraft Salz zu sein in deinem Alltag.
Gott, der Heilige Geist schenke, dass dein Leben Bedeutung bekommt und dein Salz seine Wirkung entfaltet.
Jetzt das restliche Salz von der Handfläche pusten.
So segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

two condiments shakers

Material: Sprühflasche mit Wasser ( je nach Personenanzahl empfiehlt es sich, mehrere Sprühflaschen zu nutzen )

Beschreibung:

Während der Segen gesprochen wird, geht eine oder mehrere Personen mit einer Sprühflasche zu den Menschen. Diese halten ihre Hände offen, wie eine Schale. In diese geformte „Schale“ wird einbisschen Wasser gespritzt. Wird der Segen draußen bei warmen Wetter durchgeführt, kann man auch auf den Kopf Wasser sprühen.

Sprüh-Segen:

Gott will euch erfrischen: In dem, was herausfordernd und schwer ist,

in dem, was leicht und schön ist.

Er nimmt euch wahr. Er ist mit euch.

Er sieht euch.

Amen.

Material: zwei Riesenluftballons in zwei verschiedenen Farben, schwarzer wasserfester Stift zum Beschriften.

Beschreibung
Zwei (Riesen-) Luftballons in zwei unterschiedlichen Farben aufblasen.
Auf den einen Ballon „DANKE“, auf den anderen Ballon „BITTE“ schreiben.
Die Ballons werden dann beim Luftballon-Gebet in die Luft geworfen. Ziel ist, dass die Ballons immer in der Luft bleiben.

Luftballon-Gebet
Großer Gott, wir wollen dir Danke sagen. Danke für jeden Menschen, der heute hier ist.

Jetzt wird der „DANKE“- Ballon in die Luft geworfen. Die Person, bei der der Ballon ankommt, darf laut oder leise eine Sache sagen, für die sie dankbar ist. Währenddessen darf sie den Ballon weiter in die Luft stoßen.

Am Ende der Danke-Runde den Ballon fangen und zur Seite legen.

Großer Gott, du siehst was uns traurig macht oder was uns auf dem Herzen liegt. Wir bitten dich für alle kranken Menschen.

Jetzt den „BITTE“- Ballon hochwerfen. Am Ende den „Bitte“-Ballon fangen und zur Seite legen.

Und laut gemeinsam „AMEN“ rufen.

Material: kein Material notwendig

Socken-Segen

Wer möchte, darf für den Socken-Segen seine Schuhe ausziehen.

Großer Gott. Wir stehen hier sockig vor dir. Ganz ungeschützt.
Vielleicht sind unsere Füße verschwitzt oder stinken sogar ein bisschen.
Danke, dass wir genauso vor dir stehen dürfen und du uns segnest.

Gott, der Vater, segnet dich. Er hat dich geschaffen. Er kennt dich.
Er weiß um deine Verletzlichkeit, deine peinlichen Momente und deine unangenehmen Situationen. Und er liebt dich.

Jesus, der Sohn, segnet dich. Er geht mit dir, wenn du schwierige und anstrengende Wege gehen musst.
Er ist an deiner Seite, wenn du durch deinen Alltag rennst. Wie eine Socke begleitet er dich bei jedem Schritt.

Gott, der Heilige Geist, segnet dich. Wie eine wärmende Wollsocke umgibt er dich und ist dir ganz nahe.
Er umhüllt dich mit seinem Segen.
So segnet dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Jetzt die Schuhe wieder anziehen.

Material: Brause-Tütchen für jeden Besucher

Der Prickel-Segen kann am Ende einer Kirche Kunterbunt gesprochen werden. Jeder Besucher bekommt ein Brause-Tütchen.
Dann wird der Prickel-Segen gesprochen:

Segen
Gott beschenkt dich mit allem, was du brauchst.
(Brausetütchen aufreißen)
Jesus macht dein Leben aufregend und prickelnd.
(Mit dem Finger in die Brause dippen.)
Der Heilige Geist lässt dich überschäumen und Gottes Liebe in die Welt tragen.
(Brause in den Mund kippen.)

Amen.


Material: blaue und rote Murmeln für jede Person, große Glasschale oder Vase mit Wasser

Die Idee des Plopp-Gebets ist, mit jeder Murmel, die ins Wasserglas fallen gelassen wird, eine Bitte oder einen Dank vor Gott zu bringen. Gebt jedem Besucher zwei Murmeln – eine für eine Bitte und eine für einen Dank. Stellt die Vase mit Wasser bereit. Jetzt darf jeder der mag nach vorne kommen und eine Murmel in die Vase werfen und (laut oder leise) ein Wort oder Satz sagen, wofür er/sie Gott danken oder bitten will. Seid dabei ganz leise, so dass die Tropfen gehört werden können.

Gebet
Nehmt eure Murmeln in die Hand.
Lasst nacheinander eure Murmeln in die Schale fallen.
Seid dabei ganz leise, so dass die Tropfen gehört werden können.
Wir beginnen mit den roten Murmeln.
Ihr dürft, wenn ihr Eure Murmel ins Wasser geworfen habt,
ein Wort oder einen kurzen Satz sprechen, wofür ihr Gott dankbar seid.

„Danke, dass du uns hörst wenn wir jetzt mit unserem Dank zu dir kommen…“
(evtl. kann der Mitarbeitende hier mit einem Danke-Wort oder Satz starten)

Dann kommen die blauen Murmeln dran.
Wenn ihr Eure blaue Murmel ins Glas geworfen habt, dürft ihr ein Wort
oder einen kurzen Satz sagen, wofür ihr Gott bittet.

„Großer Gott, du siehst was uns belastet und uns das Leben schwer macht. Wir bringen dir unsere Bitten:“
(evtl. kann der Mitarbeitende hier mit einer Bitte starten)

Am Ende das Gebet mit einem kurzen Satz oder Amen abschließen.

Alternativ könnt ihr die Bitten und den Dank auch jeweils mit einem Tropfen Wasser vor Gott zu bringen. Nehmt einen Strohhalm und lasst Wassertropfen in ein Glas oder eine Vase fallen. Den Strohhalm taucht ihr dazu ins Wasser ein und verschließt ihn am oberen Ende mit dem Finger. Zieht ihn aus dem Wasser (das Wasser bleibt drin). Haltet jetzt den Strohhalm über euer „Tropf-Gebets-Glas“. Verringert vorsichtig den Druck eures Fingers auf den Strohhalm. Dadurch dringt oben Luft ein und das Wasser tropft langsam aus dem Halm. Lasst immer ein Tropfen fallen und sprecht dann ein Wort oder ein kurzen Satz als Dank-Gebet. Gerne können auch die Familien selbst Gebete sprechen. Seid dabei ganz leise, so dass die Tropfen gehört werden können. Nach der Dank-Runde kann eine zweite Runde mit Bitten gestartet werden. Dazu könnt ihr ein anderes Glas nehmen oder den Strohhalm wieder auffüllen. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch zwei Gläser nehmen und die „Wässer“ jeweils mit einer anderen Lebensmittelfarbe einfärben. Anstatt des Strohhalms könnt ihr natürlich auch Pipetten benutzen.

Für den Wunderkerzen-Segen benötigt jeder Kirche Kunterbunt Besucher eine Wunderkerze. Außerdem ist es sinnvoll mehrere Feuerzeuge zur Verfügung zu stellen, denn die Wunderkerzen sollen alle zeitgleich entzündet werden. Der Segen ist ein toller Abschluss für eure Kirche Kunterbunt. Am besten wirkt er natürlich im Dunkeln. Ihr solltet außerdem auf die Gefahr des Verbrennens an Wunderkerzen hinweisen und in geschlossenen Räumen die Brandmelder vorab checken.

Text für den Wunderkerzen-Segen

Wie diese dünne, graue Wunderkerze kommt uns unser Leben oft fade und langweilig und unbedeutend vor. Aber Gott legt eine Bedeutung in dein Leben. Er zündet dich an! Er ist das Licht!

Wunderkerze anzünden.

Gott, der Vater, segne dich, wenn du fröhlich bist und vor Freude und Energie sprühst.

Jesus, der Sohn, der als Licht in die Welt gekommen ist, segne dich. Er segne den Sternenregen, der von dir ausgeht und der Licht in das Leben anderer Menschen bringt.

Gott, der heilige Geist, segne dich, wenn du abgebrannt und verkohlt bist und kein Licht mehr da ist. Er gebe dir neues Feuer und erleuchte deine Dunkelheit.

So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

Dieses Gebet haben wir entwickelt, damit Eltern mit Kindern zusammen für die Ukraine beten können. Gerne könnt ihr die Idee mit euren Familien teilen, aber ihr könnt das Gebet auch in der Feier-Zeit eurer Kirche Kunterbunt gemeinsam beten.

Material: ausgedruckte Vorlage (je 1x auf weißem, blauem und gelbem Papier) , Schere

Druckt euch die Vorlage 3x aus und schneidet euch 6 gelbe und 7 blaue Dreiecke aus. Die weiße Vorlage dient als Untergrund.
Jetzt wird das Gebet wird gelesen. Legt nach jedem Satz ein Dreieck auf die Vorlage. Ihr könnt abwechselnd immer ein gelbes und ein blaues Teil verwenden.

Vorbereitung für das Gebet

Gebet

Gott, unsere Welt weint
(ein Dreieck legen)
denn während wir ein Bett haben
(Dreieck legen)
verlieren andere ihr Zuhause.
(Dreieck legen)
Während wir mit Menschen über Kleinigkeiten streiten
(Dreieck legen)
sagen andere Menschen für immer Lebwohl.
(Dreieck legen)
Gott unsere Welt weint.
(Dreieck legen)
Menschen ziehen Grenzen
(Dreieck legen)
und schließen Andere aus.
(Dreieck legen)
Manche denken, sie seien die Wichtigsten.
(Dreieck legen)
Dabei gehören wir doch alle zusammen.
(Dreieck legen)
Kannst du all das Chaos wieder zusammenpuzzeln?
(Dreieck legen)
Denn in dein Herz Gott, da passt doch die ganze Welt.
(letztes Dreieck legen)
Amen.

Während des Gebets werden die Dreiecke auf die Vorlage gelebt.
Amen. Am Ende ist das herz für die Ukraine fertig!
Hier findet Ihr eine Anleitung wie ihr als Familie für die Menschen im Krieg in der Ukraine beten könnt.
Hier findet ihr eine Anleitung, wie ihr als Familie für die Menschen im Krieg in der Ukraine beten könnt.

Ein Gebet, das ihr für ein Land im Krieg formulieren könnt. Das Gebet wird mit einem Luftballon gesprochen, den man zwischendurch aufpustet, beschriftet und dann hochfliegen lässt.

Gebet
Gott kannst du bei den Menschen in der Ukraine (oder in einem anderen Land) sein?
Kannst du ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind?

Gott-Vater
Sei du wie die Luft, die uns umgibt, bei den Menschen in Not.

(in den Luftballon pusten)
Gott-Jesus
Sei du die Kraft in ihrem Körper, die sie stark macht.

(in den Luftballon pusten und zuknoten)
Gott-Heiliger Geist
Sei du derjenige, der sie innerlich tröstet.

(auf den Luftballon mit einem wasserfesten Stift den Namen des Landes, einer Stadt oder von Menschen in Not schreiben oder auch Strichmännchen malen).
Sei du wie die Hoffnung, die hochsteigt.
(Luftballon hochwerfen)
Amen

Danach könnt ihr ja versuchen den Luftballon so lange wie möglich in der Luft zu halten und dabei an die Menschen in Not denken oder weiter für sie beten.

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