6. Elisa schlägt die Aramäer in die Flucht

Das Ziel 

Starter  

Wir können unsere Sorgen bei Gott loswerden.

Checker  

Gott ist größer und stärker, als wir sehen können. Darum sind alle unsere Sorgen gut bei ihm aufgehoben.

Der Text an sich  

In den Kapiteln vor und nach der angegebenen Bibelstelle geht es um Elisas Handeln und Wirken. In den vorhergehenden Kapiteln lesen wir viel über große Dinge, die Gott durch seinen Propheten tut: Auferweckung eines toten Jungen, Speisewunder, schwimmendes Eisen und anderes mehr. In den anschließenden Versen geht es vor allem um politische Angelegenheiten.

V.9.10: Weil Elisa von Gott die Pläne des König von Aram erfährt, kann er damit mehrfach die Israeliten vor einem Hinterhalt bewahren. So sorgt Gott für sein Volk und spricht durch seinen Propheten.

V.15-17: Der Diener Elisas ist beunruhigt. Elisa bringt dessen Sorge vor Gott. Gott erbarmt sich und zeigt diesem, dass Gott selbst größer und stärker als weltliche Macht ist. Im Alten Testament gibt es viele Geschichten, in denen Gott sich auf die Seite seines Volkes stellt und auf unterschiedliche Art und Weise für sie kämpft. Der Diener braucht sich nicht zu sorgen.

V.18-20: Die Soldaten waren noch in der Lage zu handeln, sie wurden also vermutlich nicht um ihr Augenlicht gebracht, vielmehr fehlte ihnen die Erkenntnis, wo sie sich befanden und wer mit ihnen redete. Diese Blindheit wird in V. 20 wieder von ihnen genommen. Wichtig für uns heute ist nicht, wie genau diese Blindheit ausgesehen hat, sondern dass Gott handelt. Das geschieht, weil Elisa im Gebet darum gebeten hat. Elisa nutzt diese Gelegenheit, um die Soldaten in die Hauptstadt zu führen. Hier sind die Israeliten in der Lage, über die Soldaten Arams zu entscheiden.

V.21-23: Der König Israels fragt nach Gottes Willen. Konkret fragt er Elisa, was mit den Gefangenen geschehen soll. Gott hat die Soldaten durch sein Handeln in die Hände des Königs von Israel gegeben. In der damaligen Kriegsführung wurden Gefangene oftmals getötet oder als Beute angesehen und versklavt. Daher ist das Handeln des Königs an dieser Stelle überraschend gnädig. Der König Israels ist sogar bereit, über die Anweisung des Propheten (Wasser und Brot) hinaus ein Festessen zu veranstalten.

Personen

Elisa: Er ist ein Prophet und der direkte Nachfolger von Elia. Er war bereits bei Elias Entrückung dabei. In manchen Übersetzungen wird er mit „der Mann Gottes“ bezeichnet.

König von Aram: Er ist der Herrscher der Aramäer. Er wird hier nicht mit Namen genannt.

Gehasi: Er ist Elisas persönlicher Diener und wird in diesem Bibelabschnitt auch nicht mit Namen genannt. Es ist auch nicht klar, ob Gehasi zu diesem Zeitpunkt noch Elisas Diener war, da er in 2. Könige 5 wegen Betrugs bestraft wird. Daher gehen viele Ausleger davon aus, dass er in 2. Könige 6 nicht mehr als Elisas Diener fungierte. Um den Kindern die Geschichte zu erzählen, ist es allerdings einfacher, dem Diener einen griffigen Namen zu geben. Daher werde ich in der Verkündigung beim dem Namen Gehasi bleiben.

König von Israel: Er wird hier, wie der König von Aram, auch nicht mit Namen genannt. Es ist der Herrscher über Gottes Volk.

Begriffe

Feurige Rosse und Streitwagen: Feuer ist im Alten Testament manchmal ein göttliches Zeichen: z.B. wird das Volk Israel von einer Feuersäule geleitet, als es aus Ägypten flieht, und Elia wird in einem feurigen Wagen mit feurigen Pferden entrückt.

Der Text für mich  

In diesem Text geht es darum, wie Elia und sein Diener von einer riesigen Armee umzingelt sind und in großer Gefahr zu sein scheinen. Der Diener ist voller Angst, weil er die Bedrohung sieht, aber Elisa bittet Gott, die Augen seines Dieners zu öffnen, damit er die unsichtbare geistliche Realität sehen kann – die himmlischen Heerscharen, die sie beschützen.

Der Text erinnert mich daran, dass es mehr gibt als das, was wir mit unseren Augen sehen. Oft sehe ich nur die Herausforderungen vor mir (z.B. Überforderung, hohe Verantwortung tragen, Konflikte, Sorgen), aber Gott ist immer dabei, er kann sozusagen hinter den Kulissen wirken. Das macht mir Mut, auch in schwierigen Zeiten auf Gottes unsichtbare Hilfe zu vertrauen.

Der Text für dich  

Der Text ist für die Kinder vielleicht nicht zu 100 Prozent nachzuempfinden, weil die meisten einen Krieg, Waffengewalt oder Belagerung nie selbst erleben mussten. Trotzdem hat so gut wie jedes Kind schon Erfahrungen mit Angst gemacht. Denn sie haben auch heute Sorgen und Probleme. Vielleicht bekommen sie den Ehekrieg ihrer Eltern mit, die Schule stellt (zu) hohe Anforderungen oder der Streit mit Freunden belastet sie. Der Blick von Elisas Diener in die Welt der göttlichen Heere ist selbst für Erwachsene schwer zu verstehen. Manchen Kindern fällt es sicherlich nicht schwer, sich die Situation vorzustellen, da sie sehr viel Fantasie haben, trotzdem bleiben Fragen zum Verstehen des Geschehens offen.

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Suche nach Gehör

Ein Kind verlässt den Raum. Dann wird ein Gegenstand (z. B. eine kleine Tüte Fruchtgummi) im Raum versteckt. Das Kind wird wieder hereingerufen und bekommt die Aufgabe, den Gegenstand zu finden. Die anderen Kinder helfen ihm, indem sie klatschen. Je dichter sich das suchende Kind an dem Gegenstand befindet, desto lauter sollte geklatscht werden.

Idee 2 Schätzspiele

Warten
Alle Kinder sitzen im Kreis. Die Spielleitung erklärt eine Aufgabe, z. B.: „Hole ein Liederbuch!“ „Hole ein Blatt Toilettenpapier!“ Oder: „Renne einmal um deinen Stuhl!“ Nach der Erklärung gibt die Spielleitung eine Zeit bekannt, z. B. 12 Sekunden. Danach sagt sie „jetzt“. Ab dem „Jetzt“ läuft die Zeit runter. Frühestens nach dieser Zeit dürfen die Kinder mit der Aufgabe beginnen. Das schnellste Kind gewinnt. Falls das selbstständige Einschätzen der Zeit bei den Kindern nicht funktioniert, kann gemeinsam laut runtergezählt werden.

Knöpfe schätzen
In einem durchsichtigen Gefäß, z. B. einem großen Glas, befinden sich sehr viele Knöpfe. Alle Teilnehmenden müssen schätzen, wie viele Knöpfe sich in dem Gefäß befinden. Wer der richtigen Zahl am nächsten kommt, hat gewonnen.

Verkündigung  

Verkündigungsart: : Erzählung und Pantomime

Der Einfachheit halber wird die Vorgeschichte (V.8-12) vernachlässigt. Bei älteren Kindern kann sie gut ergänzt werden oder auch im anschließenden Gespräch (oder bei “Die andere Idee”) mit aufgegriffen werden.

Die Kinder sollen die Geschichte pantomimisch mitspielen, während ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin die Geschichte erzählt. Es sollen folgende Rollen besetzt werden:

Elisa, Diener (Gehasi), König von Israel, Heer von Aram (mehrere Kinder), Heer von Israel (ebenfalls mehrere Kinder).

Als Requisiten benötigt man zwei Städte. Gut eignen sich Schilder, auf denen der Städtename steht. Gerade Dotan sollte freistehend sein, weil die Stadt belagert wird. Hierzu könnte sich z. B. ein Besenstiel mit einem Fuß eignen. Wichtig ist es, anfangs einmal die Rollen kurz vorzustellen.

Der Prophet Elisa war mit seinem Diener Gehasi in der Stadt Dotan. Der König von Aram führte Krieg gegen die Israeliten. Elisa hatte einmal den König von Israel vor einem Hinterhalt der Aramäer gewarnt. Davon hatte der aramäische König gehört und war sehr wütend. Er schickte ein ganzes Heer Aramäer mit Streitwagen und Pferden nach Dotan, einer Stadt der Israeliten. Er gab ihnen den Befehl: „Nehmt Elisa gefangen!“ Die Soldaten umzingelten die Stadt bei Nacht. Als Gehasi das am nächsten Morgen sah, hatte er Angst. Er sagte zu Elisa: „Ach, was sollen wir tun?“ Und Elisa antwortete: „Hab keine Angst! Auf unserer Seite sind viel mehr Soldaten!“ Danach betete Elisa für Gehasi, damit er verstehen konnte, dass er keine Angst haben muss. Direkt nach dem Gebet zeigte Gott Gehasi seine Armee. Sie war viel stärker als die Aramäer. Nur Gehasi konnte in diesem Moment Gottes starke Armee sehen. Danach betete Elisa weiter: „Bitte mach die Aramäer blind!“ Gott erhörte sein Gebet. Elisa konnte einfach zu den Aramäern gehen und mit ihnen reden, ohne dass sie ihn gefangen nahmen. Sie haben Elisa nicht erkannt. Elisa sagt zu den Soldaten: „Kommt mit! Ich zeige euch, wo der Mann ist, den ihr sucht.“ Die Soldaten folgten ihm. Elisa hatte eine geschickte Idee. Er führte die fremden Soldaten einfach nach Samaria. Das war damals die Hauptstadt der Israeliten. Der König wohnte sogar dort. Jetzt betete Elisa wieder: „Gott, bitte lass die aramäischen Soldaten jetzt wieder sehen.“ Gott erhörte auch dieses Gebet. Jetzt sahen die Aramäer, wo sie waren. Aber sie hatten keine Chance. In der gegnerischen Hauptstadt gab es viel mehr israelische Soldaten. Diese passten ganz genau auf. Der König von Israel war unsicher. Was sollte er mit den ganzen feindlichen Soldaten tun? Diese Frage stellte er auch dem Propheten: „Elisa, soll ich die Soldaten umbringen lassen?“ Und Elisa antwortete: „Nein, auf keinen Fall! Gib ihnen Brot zum Essen und Wasser zum Trinken. Danach lass sie zu ihrem König nach Hause gehen.“ Der König von Israel veranstaltete sogar ein großes Festessen für die feindlichen Soldaten. Als es zu Ende war, gingen die Aramäer nach Hause. In der nächsten Zeit griffen sie Israel nicht mehr an.

Die andere Idee  

Der Bibeltext wird gemeinsam gelesen oder ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin liest die Geschichte in der Gruppe laut vor. Bei älteren Kindern kann jetzt die Vorgeschichte eventuell mit dazu genommen werden. Die Kinder sollen die Geschichte verstehen, deshalb sollen sie bei einem Wort, das sie nicht kennen oder verstehen „Stopp“ sagen und das Wort soll von einem anderen Kind oder dem Mitarbeiter/der Mitarbeiterin erklärt werden. Hierbei kommt es zunächst nur auf das Textverständnis an.

Der Text gelebt   

Spiel und Gespräch  

Es wird „Simon sagt“ gespielt: Als Erstes erklärt die Spielleitung verschiedene Kommandos, z. B. aufstehen, hinsetzen, Hände hoch, Hände runter, hinknien, einmal hüpfen usw. Dann gibt sie die Kommandos und die Kinder müssen tun, was sie sagt, allerdings nur, wenn die Spielleitung vor dem Kommando hinzufügt: „Simon sagt“. Führt ein Kind ein Kommando aus, obwohl davor nicht „Simon sagt“ hinzugefügt wurde, scheidet das Kind aus. Genauso scheidet man aus, wenn man ein falsches Kommando ausführt oder zu langsam ist. Älteren Kindern kann man bei einer fehlerhaften Reaktion auch gut die Spielleiterrolle übergeben. Danach findet eine Gesprächsrunde statt.

Die folgenden Fragen sollen eine Hilfe sein. Bei jüngeren Kindern sollte man nur die Fragen nach Gehasi und den Sorgen stellen, der doppelte Zielgedanke würde sie überfordern:

  • Was denkst du, wie hat Gehasi sich gefühlt, als er aufgewacht ist und er das Heer der Aramäer vor der Stadt gesehen hat? → erschrocken, ängstlich, verzweifelt.
  • Hat sich Gehasi Sorgen gemacht? Warum?
  • Wie geht Gehasi mit der Situation um? → Er teilt seinen Kummer mit einem anderen Menschen, sogar einem Glaubensbruder.
  • Wie reagiert Elisa auf den erschrockenen Gehasi? → Er nimmt ihn ernst, obwohl er diese Sorge nicht teilt. Er betet für ihn!
  • Wie haben sich die aramäischen Soldaten gefühlt? → veralbert, dumm gelaufen, verärgert, zornig, ängstlich.
  • Was passiert mit den aramäischen Soldaten? Sie haben Glück, weil ihre Gegner (die Israeliten) sich an Gottes Maßstäbe halten? → Ja, ihr Leben wird verschont, sie bekommen sogar ein Festessen.
  • Was ist das Besondere an Elisa (eventuell Rückgriff auf die letzten Jungscharstunden)? → Er ist gottesfürchtig. Er orientiert sich an Gott, er schlägt vor, die feindlichen Soldaten ziehen zu lassen, also liebevoll mit ihnen umzugehen.
  • Willst du dir ein Vorbild an Elisa nehmen? Was heißt das?
  • Gibt es etwas, bei dem du dich schon einmal so gefühlt hast wie Gehasi? Wie bist du mit der Situation umgegangen? → Achtung, eine heikle Frage. Je nach Kind und Verfassung können hier sehr persönliche Geschichten erzählt werden.

Wir erleben heute auch oft Situationen, in denen wir unsere Sorgen und Ängste loswerden müssen. An dieser Stelle kann ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin ein persönliches Beispiel erzählen. Manchmal ist es gut, richtig und wichtig, sich einem Freund anzuvertrauen. Aber wir dürfen auch alles bei Gott abgeben, so wie auch Elisa seine Wünsche, Ideen und die Sorgen anderer bei Gott abgibt. Das heißt aber nicht, dass diese Sorgen sofort verschwinden, das aramäische Heer hat sich auch nicht in Luft aufgelöst.

Wiederholung 

Die wichtigsten Gedanken der Geschichte werden zusammengefasst. Dazu nennt der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin einige Stichworte, z. B. Blindheit, Gebet, Angst, Vorbild. Die Kinder sagen nun spontan, was diese Begriffe mit der heutigen Jungscharstunde zu tun haben.

Merkvers  

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. 1. Petrus 5,7; Luther 2017

Nehmt einen kleinen Ball oder einen weichen Gegenstand, auf dem der Vers steht. Die Kinder werfen sich den Ball im Kreis gegenseitig zu und jedes Mal, wenn sie ihn fangen, sagen sie den Vers und prägen sich ihn so ein.

Erweitern kann man dies noch durch eine kleine Gebetsaktion: Die Kinder schreiben Sorgen und Ängste auf einen Zettel, knüllen ihn zusammen und schmeißen ihn in einen „Sorgentopf“, um sie so bei Gott abzugeben

Kreatives  

Kompass basteln

Jedes Kind bekommt einen Nagel. Dieser muss zunächst magnetisiert werden. Dies geschieht, indem man einen Magneten entlang des Nagels streicht. Wichtig: Man muss immer dieselbe Seite des Magneten verwenden (Nord- oder Südpol) und nur in eine Richtung streichen (z. B. vom Nagelkopf zur Spitze). Danach muss der Nagel mit dem Hammer möglichst gerade durch den Korken getrieben werden. Achtung, starke Erschütterung entmagnetisiert den Nagel wieder. Je nach Stärke des Nagels sollte der Korken vorgebohrt werden, bei sehr dünnen Nägeln oder weichen Korken kann darauf allerdings verzichtet werden. Jetzt wird der Korken mit dem Nagel im Wasser platziert. Er richtet sich nun nach der Nord-Südachse aus. Falls das nicht geschieht, muss der Nagel stärker magnetisiert werden. Etwas besser kann es auch gelingen, wenn etwas Spülmittel in das Wasser gegeben wird.

(T)Extras  

Lieder 
  • Mein Gott ist höher als die Berge
  • Unter dem Schirm des Höchsten
  • Wer bittet dem wird gegeben
  • Spar dir deine Sorgen
Aktion

Eine Ideensammlung zum Thema Blindenselbsterfahrung findet ihr auch hier: Blind–Challenges – jugendarbeit.online

Das Ziel 

Starter  

Gott interessiert sich für alle Menschen – nicht nur für die, die ihn schon kennen.

Checker  

Oft handelt Gott anders, als wir es erwarten. Wenn ich ihm vertraue, kann ich erleben, wie groß er ist.

Der Text an sich  

Die Hauptperson in diesem Bibeltext ist Naaman. Er war der Heerführer des aramäischen Königs (wahrscheinlich Ben-Hadad). Er gehörte zum Volk der Aramäer, einem Nachbarvolk Israels mit dem Zentrum in Damaskus. Aram lag nördlich von Israel und war häufig im Krieg mit Israel.

Naaman war sehr angesehen und stark. Durch ihn hatten die Aramäer viele Siege errungen – allerdings macht der Bibeltext deutlich: Sie wurden ihm von Gott geschenkt. Nach außen hin mochte es nicht so gewirkt haben, doch Gott hatte Naaman – einen Menschen, der JHWH nicht kannte, sondern vermutlich die Götter seines Volkes verehrte – gebraucht, um seine Sache zu erreichen.

Das, was Naaman sehr zusetzte, war seine Krankheit – er hatte Aussatz. Diese Bezeichnung wurde als Sammelbegriff für verschiedene schwere Hautkrankheiten genutzt. Außerhalb von Israel wurden Aussätzige vermutlich nicht unbedingt isoliert, weil die Reinheitsvorschriften bei anderen Völkern nicht so streng waren, wie bei den Israeliten. Die Einsamkeit, die in Israel mit einer solchen Krankheit einherging, erlebte Naaman also nicht. Dennoch wirkte es sichtlich wie eine Schwäche. Menschen schreckten vor ihm zurück und es schränkte ihn sehr ein. Naaman war wohl so verzweifelt, dass er sogar dem Rat eines kleinen Mädchens aus einem befeindeten Volk Gehör schenkte. Gott beginnt sein Heilungswunder hier mit einem namenlosen Mädchen. Naaman folgte dem Rat des Mädchens und auch der König war damit einverstanden, dass Naaman zum Propheten der Feinde ging, um um Heilung zu bitten. Er gab ihm sogar reichlich Geld mit. Daran sieht man, wie wichtig Naaman war.

Dann ging Naaman, um sich helfen zu lassen, erstmal zum wichtigsten Mann des Volkes. Aber der König von Israel machte klar, dass das nicht in seiner Macht stand. Er hielt von sich als König nicht zu viel, sondern wusste, dass so eine Heilung allein Gott möglich ist. Der Prophet Elisa hörte von Naaman und ließ ihn zu sich rufen. Elisa gab ihm eine leichte Anweisung (siebenmal im Jordan untertauchen), die Naaman aber gar nicht gefiel: Das war unter seiner Würde, er hatte sich das alles bedeutsamer, spektakulärer vorgestellt. Wieder war es ein „Kleiner“, sein Knecht, der ihn ermutigte, der Anweisung doch Folge zu leisten. Dies tat Naaman dann auch und erlebte das Wunder der vollständigen Heilung. Ihm war sofort klar:  Seine Heilung geschieht nicht durch menschliche Größe, sondern durch Gott allein! Es fand ein Wandel statt und er erkannte den Gott Israels als den wahren Gott an. Vielleicht kam dieser schnelle und krasse Wandel auch daher, weil Gott schon vorher an ihm „gearbeitet“ hat. Obwohl Naaman nicht nach Gott gesucht oder gefragt hatte, war er offen dafür und hat ihn so erlebt und kennengelernt.

Der Text für mich  

Ich finde es total spannend, dass dieses kleine, entführte Mädchen aus Israel zum einen den Mut hat, auf Elisa hinzuweisen aber genauso auch, dass sie gehört wird. Ich vermute, dass das in dieser Zeit nicht unbedingt üblich war. Genauso auch, dass Naaman später seinem Knecht so viel Gehör schenkte. Das soll uns immer wieder vor Augen führen: Es sind nicht immer die Großen, die den Kleinen etwas zu sagen haben – nein, oft können wir von den Kleinen lernen. Gerade sie werden von Gott gebraucht!

Genauso können wir sehen und lernen: Gott handelt – aber eben oft ganz anders, als wir es denken oder erwarten. Lassen wir uns, so wie Naaman, trotzdem darauf ein und erleben Wunder in unseren Leben, oder laufen wir davon, wenn es uns merkwürdig erscheint?

Der Text für dich  

Viele Kinder haben großes Vertrauen und somit fällt es ihnen leicht, Dinge von Gott zu erwarten. Darin dürfen die Kinder hier bestärkt werden: Die Magd ist sich sicher, dass Gott hilft und sagt es weiter. Sie lebt ihren Glauben und ihr Vertrauen – sie darf uns ein Vorbild sein! Gleichzeitig ist es eine große Ermutigung, dass Gott in dem Leben eines Menschen handelt, der eigentlich eine ganz andere Religion hat. Daran sehen wir: er handelt bei jedem, niemand ist zu klein, zu jung, zu ungläubig.

Naaman ging nicht in den Fluss, weil er glaubte das es hilft. Er tat es letztlich nur, weil er meinte, es zu probieren kann ja nicht schaden – und auch ohne großen Glauben an die Sache von Seiten Naamans, handelt Gott. Wie ermutigend! Gott handelt nicht nur an den Kindern, die Jesus schon lange kennen, sondern auch bei denen, die vielleicht ganz neu zur Jungschar kommen oder noch viele Fragen haben und sich schwertun, zu vertrauen.

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 – Krankheiten raten

Bereitet Zettel vor, auf dem verschiedenste Krankheiten stehen z.B. Magen-Darm-Infekt, Läuse, Kopfschmerzen, Fieber, Corona, Halsschmerzen etc. Ein Kind zieht einen Zettel und muss die Krankheit pantomimisch darstellen, aufzeichnen oder mit Worten erklären, ohne die Krankheit selbst zu nennen. Die anderen Kinder müssen raten um welche Krankheit es sich handelt. Du kannst im Vorfeld schon festlegen, auf welche Art die Krankheit dargestellt werden soll oder das Kind darf am Anfang selbst wählen.

Idee 2 – erschwerte Botschaft

Das Mädchen hat die Botschaft weitergeben, Naaman solle doch zu Elisa gehen. Das braucht Mut und manchmal wird man auch gar nicht so gut verstanden. Jeweils ein Kind muss eine Botschaft weitersagen, doch was sagt es? Bereit kurze Sätze als Botschaft vor. Das Kind, das diese Botschaft vorliest, muss aber 3 Finger aufrecht zwischen seine Zähne schieben oder klemmt sich einen Löffel zwischen die Zähne und muss so die Botschaft vorlesen. Die restlichen Kinder müssen herausfinden, was das Kind sagt.

Verkündigung  

Verkündigungsart: Erzählung mit Emojis

Die Geschichte wird mit verschiedenen Emojis erzählt. Die Emojis werden in gut sichtbarer Größe ausgedruckt und immer gezeigt. Emojis können bei einem Mac mit der Tastenkombination control+command+Leertaste erzeugt werden. Bei Windows die Windowstaste gleichzeitig mit der Punkttaste (.) drücken.

Ich erzähle euch heute die Geschichte von Naaman (🙂). Er war Heerführer, und sein Chef, der König von Aram hielt viel von ihm. Obwohl Naaman nicht an Gott glaubte, sogar zu seinen Feinden gehörte, hatte Gott dafür gesorgt, dass Naaman viel Erfolg hatte und es so gut für Aram lief. Obwohl er so erfolgreich war, sah er eher so aus: (🤕). Naaman war krank, er hatte Aussatz. Das war eine schlimme Hautkrankheit, die immer doller wurde. Vor allem war sie auch sehr ansteckend. Er litt sehr darunter.

Einmal waren Krieger von König Aram in Israel eingefallen und haben ein junges Mädchen mitgenommen (👧🏽), das nun bei der Frau von Naaman als Dienerin arbeitete. Sie hatte mitbekommen, wie es Naaman ging, und eines Tages nahm sie all ihren Mut zusammen, weil sie glaubte, eine Lösung zu haben. Aber als Dienerin hatte man natürlich nicht so viel zu sagen. Trotzdem sprach das Mädchen ihre Herrin an: (💬). „In Samaria gibt es einen Propheten. Ich wünschte, mein Herr würde dorthin gehen, er könnte ihn von seinem Aussatz heilen.“ Dieser Prophet hieß Elisa und er diente Gott. Das Mädchen war sich ganz sicher, dass Elisa helfen konnte. Das war für sie gar keine Frage. Und das sagte sie ganz klar. Richtig cool und mutig.

Und tatsächlich sagte es seine Frau Naaman. Der ging zu seinem Herrn, dem König, und erzählte ihm, was das Mädchen gesagt hatte (🤴🏽). Und der König sagte tatsächlich: „Ja, gehe hin, reise zu dem Propheten! Ich schreibe einen Brief an den König von Israel, damit er dich auch wirklich gut behandelt und dich von deinem Aussatz heilt!“ Und so ging Naaman los (🏃🏽), er nahm noch 10 Talente Silber und 6000 Schekel Gold und 10 Prachtgewänder mit, also eine richtig gute Bezahlung (💰). Als der König von Israel den Brief las, konnte er es nicht glauben und er zerriss seine Kleider (👕) und war ganz schon verzweifelt (😫). „Was ist hier los?“ rief er. „Der Mann schickt mir hier einen Kranken her und meint, dass ich ihn heilen kann? Ich bin doch nicht Gott! Ich kann doch nicht töten und heilen! Ich bin mir ganz sicher, der sucht nur einen Grund, um mit mir Streit anzufangen!“

Das alles bekam Elisa mit, der Mann Gottes, der Prophet. Er ließ dem König von Israel gleich eine Nachricht schicken (📜): „Schick Naaman zu mir, er soll ruhig sehen, dass es einen Propheten in Israel gibt!“ Also ging Naaman zu Elisa, mit seinen Pferden und seinem Streitwagen und wartete dort vor der Tür (🚪). Doch Elisa kam nicht selbst raus, sondern schickte ihm seinen Diener mit dieser Botschaft (💬): „Geh zum Fluss Jordan und wasche dich dort siebenmal. Dann wirst du geheilt sein!“ Da wurde Naaman richtig ärgerlich (😡): „Das kann doch nicht sein! Ich hatte gedacht, er kommt selbst zu mir raus. Ich dachte, er streckt seine Hand über meinem Aussatz aus und ruft zu seinem Gott und heilt mich dadurch. Es gibt sauberere Flüsse in Israel, dann könnte ich doch in die steigen, um geheilt zu werden – aber doch nicht in dem schmutzigen Jordan!“ Zornig ging er davon. Da war sein Diener, der als Begleitung dabei war, mutig und sagte: „Herr, wenn er jetzt etwas richtig Großes verlangt hätte, hättest du es doch bestimmt gemacht! Und jetzt sagt er ja nur, dass du dich baden sollst (🛀🏽), dann solltest du das doch unbedingt ausprobieren!“ Naaman lies mit sich reden und ging hin zum Jordan (🌊) und machte es so: er tauchte sieben Mal unter. Da wurde seine Haut so gesund wie die von einem kleinen Baby (👶) – er war wirklich geheilt! Er ging sofort zurück zu Elisa, denn er wollte sich bedanken und meinte: „Ich habe verstanden, es gibt wirklich keinen Gott auf der Welt außer den Gott Israels. Er ist ein großer und wahrer Gott! Bitte, nimm dieses Geschenk von mir an als Dank!“ (🎁) Doch Elisa wollte kein Geschenk annehmen, egal wie sehr Naaman ihm zuredete. Denn er wusste, dass es darum nicht geht. Gott ist nicht so, dass er Geschenke möchte. Irgendwann gab Naaman nach und meine nur, er würde gerne zwei Maultiere (🫏) voll mit Erde beladen. Das machte er, weil er ja wieder weg musste aus dem Land, wo seiner Meinung nach Gott war. Daher wollte er von dort Erde mitnehmen, damit er wenigsten diese „heilige Erde“ bei sich hatte. Naaman sagte auch: „Ich werde keinem anderen Gott mehr als deinem Brandopfer bringen, also ich möchte keinen anderen Gott mehr anbeten. Denn ich habe verstanden, dass nur dein Gott der wahre Gott ist. Nur eines musst du mir verzeihen: Wenn mein Herr, der König von Aram, in den Tempel geht, wo er anbetet, in den Tempel von Riemen, dann ist es meine Aufgabe mitzugehen. Das ist meine Pflicht, der König stützt sich auf meinen Arm, und ich muss mit in den Tempel und mich verneigen. Bitte, verzeiht mir das, das ist meine Pflicht und nur deshalb werde ich das tun!“ Elisa sagte nur: „Geh in Frieden!“ (✌️). Vielleicht merkte er, dass es Naaman wirklich ernst war. Er musste seine Pflicht nun mal tun, aber hatte wirklich erkannt, dass Gott der einzig wahre Gott ist. Naaman kannte die Götter seines Volkes, aber er zählte den Gott Israels jetzt nicht einfach mit dazu, sondern er sagte: Es soll für mich von nun an nur noch diesen einen Gott geben. Daher gab ihm Elisa den Frieden mit und schimpfte nicht.

Die andere Idee  

Bereitet im Raum verschiedene Stationen vor, an denen die Geschichte erzählt wird:

  • Zuhause von Naaman (mit Frau und Magd)
  • Thronsaal vom König Aram,
  • Thronsaal vom König in Israel
  • Haus von Elisa
  • Fluss


Erzählt an jeder Station den Teil der Geschichte, „reist“ mit den Kindern dorthin. Überlegt euch für jede Station eine Geste, die ihr mit den Kindern macht, diese könnt ihr auch bei der Wiederholung verwenden.

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Nimm die Emojis (oder eine vorher zusammen gestellte Auswahl) und lege sie aus. Die Kinder können dann anhand der Emojis erzählen, was ihnen noch einfällt zu der Geschichte. Alternativ können sie die Kinder vorher auch nicht in eine sinnvolle Reihenfolge bringen, um die Geschichte am Stück erzählen zu können.

Gespräch  

Drucke noch weitere Emojis aus, die Emotionen transportieren. Mit ihnen können die Kinder erzählen, was sie über die Geschichte denken, was sie bei ihnen auslöst, was sie empfinden. Alternativ dürfen die Kinder auch selbst Emojis malen, die ihnen einfallen oder auch Neue kreativ erstellen.

Wenn man tiefer ins Gespräch gehen möchte, kann man auch die Frage stellen, was an uns haftet wie an Naaman die Krankheit. Was muss und darf Gott von uns waschen? Wo brauchen wir Heilung?

Merkvers  

Meine Gedanken – sagt der HERR – sind nicht zu messen an euren Gedanken und meine Möglichkeiten nicht an euren Möglichkeiten. So hoch der Himmel über der Erde ist, so weit reichen meine Gedanken hinaus über alles, was ihr euch ausdenkt, und so weit übertreffen meine Möglichkeiten alles, was ihr für möglich haltet. Jesaja 55,8+9 (Gute Nachricht)

Der Vers passt sehr gut zu der Bibelstelle, ist aber zum Auswendiglernen sehr komplex, fasse ihn evtl. etwas zusammen, z.B.: Gottes Gedanken und Möglichkeiten sind größer, als alles, was wir uns vorstellen können.

Zudem kann man große Gedankenblasen (💭) ausdrucken und Kreise mit dem Kraft-Emoji (💪🏼). Dann dürfen die Kinder selbst oder gemeinsam eintragen, was wohl so Gottes Gedanken sind und was unsere, was seine Möglichkeiten sind und was unsere.

Gebet  

Betet als Mitarbeitende für jedes Kind. Die Kinder können dafür ein Emoji wählen, das gerade zu ihnen, ihrer Stimmung, ihrer Verfassung passt. Wer möchte kann auch kurz etwas dazu sagen, dann können die Mitarbeitenden gezielter beten. Am Ende kann man jedes Kind mit einem Kreuz auf der Stirn oder Handrücken segnen. Hierfür gerne vorher den Finger in eine Wasserschale tauchen, dann ist der Bezug zum Wasser da.

Spielerisches  

Wer hat Angst vor der Grippe?

Spielt das bekannte Spiel „Wer hat Angst vor …?“, nur diesmal mit Krankheiten: Eine Person darf sich eine Krankheit aussuchen und steht auf einer Seite eines Spielfeldes. Die anderen Kinder auf der anderen. Dann ruft das einzelne Kind: „Wer hat Angst vor Corona?“. „Niemand“ rufen natürlich alle. „Und wenn die Krankheitswelle kommt?“ „Dann laufen wir weg.!“ Alle Kinder wechseln die Seite und das Kind mit der Krankheit versucht so viele Kinder wie möglich „anzustecken“, indem es sie fängt. Dann werden die gefangenen Kinder auch zu Fänger. Das Spiel ist natürlich mit Humor zu nehmen!

(T)Extras  

Lieder 
  • Du bist da
  • Groß ist unser Gott
  • Jesus ist mein bester Freund
  • Gott ist so gut
Aktion

Besorge dir wasserlösliches Papier (gut im Internet zu finden). Jeder darf für sich Dinge darauf schreiben die ihn belasten, Schuld, Sorgen etc.
Dann gibt es eine große Wasserschale, in der das Papier aufgelöst werden kann (teste unbedingt vorher, wie schnell und gut es geht. Überlege dir einen guten Ablauf, damit niemand Dinge vom anderen liest – vielleicht bekommt auch jedes Kind eine eigene kleine Wasserschüssel).
So wie Naaman im Jordan von seiner Krankheit geheilt wurde, macht uns auch Gott von unseren Lasten frei. Habt eine Zeit des Gebetes bzw. der Stille.

Weiterführende Hinweise

Die Situation mit dem Untertauchen im Fluss erinnert natürlich auch stark an die Taufe. Man kann daher die Geschichte von Naaman auch in das größere Thema „Taufe“ mit einbeziehen. So wie Naaman wieder geheilt wird, wird bei der Taufe alles weggewaschen, was zwischen uns und Gott steht. Dann kann man auch viele Spiele oder andere thematische Dinge zum Thema Wasser machen. Jesus ist das Wasser des Lebens, das ist ein großer und wichtiger Bezug, den ich hier nicht aufgegriffen habe, aber der sehr passend dazu ist.

Das Ziel 

Starter  

Ich darf mit allen meinen Sorgen und Nöten zu Gott kommen. Er hört mich immer.

Checker  

Gott kann selbst in ausweglosen Situationen neues Leben schenken. Ich weiß: Ich kann ihm vertrauen, auch wenn ich sein Handeln nicht immer verstehe.

Der Text an sich  

Personen

Propheten: Der Begriff Prophet ist abgeleitet vom griechischen Wort prophetas und heißt „verkünden, vorhersagen, öffentlich bekannt machen“. Der Prophet ist also ein Verkündiger dessen, was Gott den Menschen sagen will. Er zeigt die Sicht Gottes auf die Situation und auf die Menschen. Er sagt manchmal auch vorher, was Gott tun wird und wie er auf bestimmte Verhaltensweisen der Menschen reagieren wird. Er warnt und ruft oft zur Umkehr.

Elisa: Er war Prophet im Nordreich Israels im 9. Jh. v. Chr. Der Prophet Elia wählte ihn zu seinem Nachfolger (2. Kön 2). Er erregte sofort Aufsehen, als er direkt, nachdem Elia entrückt war, mit dessen Mantel auf das Wasser des Jordans schlug, es sich teilte und er hindurchgehen konnte.

In den Kapiteln 2-9 und 13 werden weitere spektakuläre Episoden aus seinem Wirken erzählt. Er war ca. 50 Jahre lang im Amt. Er erlebte die Regierungszeiten von sechs Königen: Ahab, Ahasia, Joram, Jehu, Joahas und Joasch.

Gehasi: Er ist Elisas Diener und wird als zweifelhafte Person vorgestellt. Er schlägt vor, die Gastgeberin in Schunem mit einem Sohn zu belohnen. Später trifft er als Erstes die Frau, die Elisa sucht. Ihm gegenüber bleibt sie reserviert (V. 26). Er will sie auch daran hindern, Elisa zu begegnen (V. 27). Auf Geheiß von Elisa soll Gehasi dann dem toten Jungen den Stab auf das Gesicht legen – wozu das dienen sollte, wird nicht klar, da der Junge davon nicht aufwachte (V. 28.31). Später (2. Kön 5,21 ff) belügt er den Feldhauptmann Naaman und nimmt dessen Belohnung, die Elisa abgelehnt hat, heimlich für sich selbst. Dafür wird er dann mit dem Aussatz bestraft.

Orte

Schunem: Dieser Ort ist Bibellesern bereits aus der Zeit Davids bekannt. Als er alt und krank war, kam ein Mädchen namens Abischag aus Schunem und pflegte ihn bis zu seinem Tod (1. Kön 1,4). Der Ort Schunem, in anderen Übersetzungen auch Sunem genannt, liegt südwestlich vom See Genezareth im Stammesgebiet Issaschar (Jos 19) und gehörte nach der Teilung des Landes in 1. Könige 12 zum Nordreich Israel. Die besser bekannte Stadt Nazareth (Lk 2,4) liegt ganz in der Nähe. Von Schunem bis zum Karmel sind es ungefähr 40 km.

Karmel: Der Karmel ist ein Gebirge entlang der Mittelmeerküste bei der heutigen Stadt Haifa in Israel. Es liegt westlich von Schunem. Der Berg ist der Ort, wo Elisas Vorgänger Elia die Macht Gottes gegen die Schwäche des Gottes Baal demonstrierte (s. 1. Kön 18).

Zeitliche Einordnung

Dieser Bericht folgt direkt auf den der Begebenheit, in der Elisa aus einem Krug Öl eine solche Menge Öl werden lässt, dass die Witwe aus dessen Verkaufserlös alle ihr Schulden tilgen und dazu noch ihren Lebensunterhalt bestreiten kann (4,1-7).

Ob die Berichte in einer chronologischen Reihenfolge aufgezählt sind, ist nicht sicher, spielt aber auch keine Rolle. Ob diese Frau aus Schunem davon wusste, weiß man nicht. Sie brauchte keine anderen Geschichten über Elisa hören. Sie hat durch das persönliche Kennenlernen gemerkt, dass dieser Mann ein „Heiliger“ ist. Das bedeutet „dem Herrn gehörend“. Sie bezeichnet ihn als Mann Gottes.

Der Text für mich  

Ich möchte mir ein Beispiel an der Schunemiterin nehmen: sie rennt zu Elisa, sie sucht also Hilfe am richtigen Ort, und sagt: „Ich lasse dich nicht.“ Ich darf in Krisen genauso hartnäckig sein – im Gebet, im Glauben, im Suchen nach Antworten. Gott hat die Kraft, Situationen, die endgültig aussehen, wieder mit Leben zu erfüllen. Nicht immer auf dieselbe Art und nicht immer so, wie ich mir das vorstelle, aber ich kann ihm vertrauen, dass er es gut mit mir meint.

Der Text für dich  

Aus Hörspielen, Geschichten und Filmen kennen Kinder Zauberer und Superhelden, die spektakuläre Dinge tun. Auch für sie ist alles machbar. Das hat aber nichts mit Gott zu tun. Hier taucht ein Held auf, der ein Mann Gottes ist. In all den Geschichten vollbringt Elisa unglaubliche Taten, die er (im Gegensatz zu den Filmhelden) aus der Kraft Gottes vollbringt. Man ist versucht zu sagen, dass das alles nur ausnahmsweise so ging. Fast alles, was Elisa damals tun konnte, wird heute niemand mehr schaffen. Aber ist es wirklich so? Die Kraft Gottes hatte damals und hat heute keine Grenzen. Gerade Kinder haben ein viel größeres Vertrauen auf die Möglichkeiten Gottes. Dieses Vertrauen soll ihnen nicht genommen werden. Sie dürfen mit allen Anliegen und Bitten zu Gott kommen.

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Schauplatz Haus und Berg Karmel gestalten

Es werden zwei Schauplätze benötigt: Das Haus der Schunemiterin und der Berg Karmel. Diese beiden Plätze bereiten wir vor:

Das Haus (Fensterbild)

An der Fensterseite des Jungscharraumes wird die Kulisse einer Wohnung gestaltet:

Zuerst überlegt sich die Gruppe, welche Motive sie am Fenster gestalten will: Vase mit Blumen, Töpfe mit Grünpflanzen, eine Gießkanne, eine kleine Gardine, einen Krug, oder Ähnliches. Der Grundriss dieser Motive wird mit Tapetenkleister auf dem Fenster vorgezeichnet. Nun werden aus dem entsprechend farbigen Pergamentpapier viele kleine Schnipsel ausgerissen. Mit der Hand wird dann das Motiv mit Kleister bestrichen und mit den Papierschnipseln ausgeklebt. Dabei wird immer wieder neu Kleister aufgetragen, dass es eine deckende, gut verklebte Fläche wird.

Der Berg Karmel

Auf der anderen Seite des Jungscharraumes wird das felsige Gebirge Karmel gestaltet.
Zuerst wird die Arbeitsfläche auf dem Boden mit Zeitungspapier oder Maldecken ausgelegt. Danach wird aus einem auseinandergefalteten Karton eine große Fläche hergestellt. Darauf werden weitere kleine Kartons gestellt, auf/aus denen mit Heißklebepistole oder Wickeldraht (für plastische Teile), Kleister, Sand, kleinen Holzstöckchen und Wasserfarben eine Berglandschaft gestaltet wird.
Den Kleister kann man außerdem rund um die Kartons flächig auftragen. Darauf wird der Sand gestreut und festgedrückt. Dann wird diese Landschaft mit Kreppband oder Reißnägeln an der Wand befestigt.

Idee 2 – Spaghettistaffel

Spaghetti werden mit Löffel und Gabel gegessen und so werden sie auch transportiert. Da es sich aber um rohe Spaghetti handelt, ist der Transport etwas kompliziert. Zwei Teams treten gegeneinander an. Sie stehen hintereinander an einer Startlinie. Im Abstand von ca. 10 Metern steht ein Tisch, auf dem Spaghetti liegen.

Der Startspieler erhält Löffel und Gabel und läuft nach dem Startsignal los. Mit diesem Werkzeug nimmt er auf dem Tisch eine einzelne Nudel auf und bringt sie zur Startlinie. Dann ist der Nächste an der Reihe. Gewonnen hat das Team, das innerhalb einer bestimmten Zeit (5 Minuten) die meisten Spaghetti transportiert hat. Dabei zählen aber nur Spaghetti, die nicht zerbrochen sind.

Verkündigung  

Verkündigungsart: Erzählung mit Spiel

Die Kinder begleiten nun die Frau aus Schunem durch ihr Erlebnis mit Elisa. Eine Mitarbeiterin verkleidet sich als Schunemiterin. Sie trägt ein buntes Tuch über Kopf und Schultern, das durch ein buntes Stirnband gehalten wird. Der gestaltete Tischläufer(siehe Kreatives) wird ausgerollt. Alle Kinder setzen sich rund um diesen Tisch. Jeder erhält einen Trinkbecher. Die Schunemiterin verteilt Wasser. Dann setzt sie sich dazu und erzählt:

„Schalom, Friede sei mit euch! Schön, dass ihr mich und meinen Mann hier in Schunem besucht. Wir haben gerne Gäste. Seit einiger Zeit kommt immer wieder ein besonderer Gast zu uns. Er heißt Elisa und ist ein Prophet. Er ist ein heiliger Mann Gottes. Elisa ist ein ganz außergewöhnlicher Mann. Wenn er kommt, merke ich immer, dass Gott auch mir besonders nahekommt. Wir haben ihm oben ein Gästezimmer eingerichtet, damit er auf seinen Reisen immer ein gutes Bett vorfindet.

Als er einmal mit seinem Diener Gehasi hier war, hat er mich zu sich gerufen. Gespannt bin ich hoch gegangen. An der Tür zu seinem Zimmer bin ich abwartend stehen geblieben. Da hat er mich gefragt: „Sag mir, gute Frau, du hast dir so viel Mühe gemacht. Kann ich dir auch etwas Gutes tun?“ – „Ach nein“, habe ich geantwortet, „ich habe alles, was ich brauche.“ – „Aber ich weiß, was dir noch fehlt. Du hast keine Kinder. Aber nächstes Jahr um diese Zeit wirst du einen Sohn bekommen.“

Zuerst war ich richtig erschrocken. „Mach keine Scherze mit mir!“ Aber es war ihm ganz ernst. Und tatsächlich, genau ein Jahr später haben wir einen Sohn bekommen. Als unser Sohn alt genug war, ist er mit seinem Papa aufs Feld gegangen. Er hat ihm bei der Weizenernte geholfen.

Auf einmal kam mein Mann mit unserem Sohn heim. Der Junge weinte schrecklich und hat gejammert: „Oh, ich habe ganz schlimmes Kopfweh!“ Ich habe versucht ihm zu helfen, seinen Kopf zu kühlen und alles Mögliche probiert. Aber stellt euch vor, mein Junge ist in meinen Armen gestorben. Ich war völlig fertig. In meiner Not wollte ich nur noch schnell zu Elisa und ihm alles erzählen. Er ist ein Mann Gottes. Wenn hier einer helfen konnte, dann er. Ich wusste, dass der immer auf dem Berg Karmel war. Schnell habe ich meinen toten Sohn ins Gästezimmer gebracht, habe ihn auf das Bett gelegt, die Tür abgeschlossen. Dann habe ich meinen Esel gesattelt, meinem Mann kurz Bescheid gesagt und bin losgeritten.“

Spiel: Esel reiten

Die Kinder finden sich zu dritt zusammen. Jede Dreiergruppe spielt den Ritt der Schunemiterin auf den Karmel. Ein Kind bildet den Kopf und die Vorderbeine des Esels, das zweite Kind steht hinter dem ersten, beugt den Oberkörper und fasst das erste Kind um die Taille und bildet so den Körper und die Hinterbeine des Esels. Das dritte Kind setzt sich auf den Rücken des Esels und hält sich an der Schulter des ersten Kindes fest. So reiten nun alle einige Male durch den Jungscharraum und kommen zuletzt am im Treffpunkt gestalteten Berg Karmel an.

Die Schunemiterin erzählt weiter: „Hier auf dem Berg Karmel habe ich tatsächlich Elisa mit seinem Diener Gehasi getroffen. Gehasi wollte zuerst nicht, dass ich seinen Herrn störe und hat mich weggestoßen. Aber ich war hartnäckig und habe mich nicht wegschicken lassen. Dann habe ich Elisa das ganze Elend an den Kopf geworfen: „Habe ich dir nicht gesagt, du sollst keine Scherze mit mir machen?! Ich habe mir kein Kind gewünscht. Aber du hast es mir trotzdem versprochen. Gott hat mir trotzdem einen Sohn gegeben. Und jetzt nimmt er ihn mir wieder weg. Was soll das?“ Elisa hat gar nichts dazu gesagt. Er war überhaupt nicht sauer darüber, dass ich so geschimpft habe. Er hat nur seinen Diener Gehasi losgeschickt. Der sollte den Wanderstab von Elisa auf mein Kind legen. Was das sollte, habe ich überhaupt nicht verstanden. Aber Gehasi kam auch bald wieder enttäuscht zurück. Da erst kam Elisa mit mir nach Schunem.“

Spiel (Wiederholung): Esel reiten

Das Spiel wird wiederholt und die Esel reiten zurück nach Schunem. Dieses Mal werden die Rollen vertauscht.

Die Schunemiterin erzählt weiter: „Als wir wieder hier waren, habe ich Elisa gleich meinen toten Sohn gezeigt. Da ist Elisa in das Zimmer gegangen und hat die Tür hinter sich geschlossen. Aber ich wollte sehen, was er jetzt macht. Durch eine Ritze an der Wand habe ich zugeschaut und habe gesehen, dass er sich auf meinen Sohn gelegt hat. Sein Gesicht auf dem Gesicht von dem Kind, Mund an Mund, Auge an Auge. Mit den Händen hat er die kleinen Hände von meinem Kind festgehalten. So hat er eine Weile gelegen. Dann ist er aufgestanden, ist ein bisschen durchs Haus gegangen, und dann hat er das Gleiche noch einmal gemacht. Und auf einmal hat mein Sohn geniest. Ich hab’s gezählt. Sieben Mal hat er ganz laut geniest und dann hat er die Augen aufgemacht und war wieder lebendig und gesund. Was glaubt ihr, wie schnell ich im Zimmer war und meinen Sohn umarmt habe.

Ich habe es gewusst: Gott lässt mich nicht im Stich. Aber dass er sogar meinen toten Sohn wieder lebendig gemacht hat, das war schon etwas ganz Besonderes. Seither weiß ich, dass ich immer mit allem zu Gott kommen kann. Ich darf schimpfen, wenn ich was nicht verstehe. Ich darf jammern und fragen. Er hilft immer. Wie er das macht, das bleibt spannend.“

Die andere Idee  

Erzählung mit Gegenständen aus dem Koffer

In diesem Koffer sind ein paar Dinge, die eine Frau aus der Bibel benutzt hat: z.B.  ein kleines Holzhaus, eine Mini-Lampe, Babykleidung, ein kleines Bett (oder einfache Symbole)

Zeige das Holzhaus: In einem Dorf lebte eine Frau, die sagte, wenn sie jemanden sah, der müde war oder Hilfe brauchte: ‚Komm rein. Ruh dich aus.‘

Frage an die Kinder: „Wem habt ihr zuletzt geholfen? Oder wer euch?“

Stelle die kleine Lampe hin: Weil Elisa, der Mann Gottes, so oft vorbeikam, dachte die Frau: ‚Er braucht einen Raum, in dem er sich ausruhen kann.‘ Und sie baute ihm oben auf dem Dach ein kleines Zimmer, mit einem Bett, einem Tisch, einem Stuhl und einer Lampe.

Zeige die Babykleidung: Elisa spürte, wie viel Liebe in diesem Haus war. Und durch Gott wusste er: Diese Frau hatte einen Wunsch, den sie niemandem erzählte. Gott erfüllte ihr diesen Wunsch: Sie bekam einen Sohn! Der Junge wurde größer und älter, doch eines Tages wurde er sehr krank und starb. Die Mutter wusste nicht mehr weiter – aber sie wusste, wohin sie gehen muss: Zu Elisa, dem Mann Gottes. Sie machte sich auf den Weg und ließ sich auch nicht abwimmeln.

Nimm wieder die Lampe und stelle sie neben das Bett: Elisa ging in das Zimmer. Er schloss die Tür und er betete, dann legte er sich über das Kind – wie eine große warme Umarmung und plötzlich wurde der Junge warm … und dann … NIES! Siebenmal!
Und dann machte er die Augen auf!

Lass die Kinder gemeinsam 7-mal niesen.

Stelle/lege Haus, Lampe, Bett und Babykleidung zusammen hin und erkläre: Wir dürfen schimpfen und fragen, wenn wir was nicht verstehen. Gott hilft immer – aber wie er das macht, das ist oft überraschend.

Der Text gelebt  

Gespräch  

„Gott hilft immer! Wie er das macht, das bleibt spannend.“ Das war das Ende von dem, was uns die Schunemiterin erzählt hat. Gott ist heute noch derselbe, wie er es damals war. Gott hilft auch heute noch immer.

Die Kinder tauschen sich aus, wie sie die Hilfe Gottes bereits erlebt haben – und wo vielleicht auch nicht. Sie erzählen, wo die Hilfe anders aussah, als erwartet und wo sie von Gott enttäuscht waren. Dann erzählt ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin, wie Gott ihm/ihr in ganz alltäglichen Situationen geholfen hat.

Folgende Gesprächsimpulse sollen helfen, weiter mit den Kindern ins Gespräch zu kommen:

  • „Manchmal heilt Gott, indem er die Menschen zu sich (in den Himmel) nimmt.“ (Zitat aus „Der Weg“ von William Paul Young)
  • Manchmal hilft Gott, indem er den Schmerz der Not lindert.
  • Wir dürfen Gott um alles bitten. Ob er es uns gibt, hängt davon ab, ob es in seinem Sinne gut ist für uns.
  • Gott gibt die Kraft, eine schwere Situation durchzustehen.
  • Gott ist kein Automat, in den man oben ein Gebet reinwirft und unten kommt sofort das Gewünschte heraus.
  • Wenn wir Gott um Hilfe bitten, zeigen wir ihm, dass wir ihm vertrauen, dass er es gut mit uns meint.
  • Auch wenn Gott nicht genau das gibt, was wir uns wünschen, ist er unser liebender Vater.
Aktion

Die Kinder haben nun Zeit und Gelegenheit, ihre Sorgen auf Zettel aufzuschreiben. Jedes Kind darf so viele Zettel schreiben, wie es will. Dabei ist es egal, ob man sich vorstellen kann, dass und wie Gott hilft oder nicht. Jeder darf alles unzensiert und grenzenlos aufschreiben, was ihn bedrückt, wo er Hilfe braucht und worüber er sich Sorgen macht. Diese Zettel werden zu Kugeln geknüllt. Alle stellen sich vor einem Kreuz auf, das entweder im Jungscharraum oder im Gottesdienstraum hängt. Jetzt wird immer wieder das Lied „Alle meine Sorgen“ gesungen:

  • „Alle meine Sorgen“: alle Kugeln werden in der Faust vor das Herz gepresst, eine Sorgenkugel ist in der Faust der Wurfhand.
  • „werf ich auf den Herrn“: eine Sorgenkugel wird auf das Kreuz geworfen.
  • „denn er sorgt für mich“: die leer gewordene Hand wird ans Herz geführt und nimmt für die Wiederholung eine neue Sorgenkugel.
  • „Jesus, ich liebe dich“: die leere Hand anbetend hoch erheben

Dieses Lied wiederholt sich so oft, bis alle ihre Sorgenkugeln ans Kreuz geworfen haben. Beim letzten Durchgang werden beim Refrain beide, inzwischen leeren Hände anbetend erhoben.

Kreatives  

Tischläufer gestalten

Das gelbe Krepppapier wird in der gesamten Länge ausgerollt. Es soll später die Tischfläche bilden, um die alle Kinder einen Sitzplatz finden, ggf. werden zwei Rollen benötigt oder zwei Läufer gestaltet.

Aus dem grünen Papier wird eine 10 cm breite Borte geschnitten, die insgesamt so lang ist, wie alle vier Seiten des gelben Läufers. Diese Borte wird rund um den Läufer geklebt. Seitlich werden Fransen eingeschnitten. Aus dem roten Papier werden zwei 1 cm breite Bänder geschnitten, die zweimal so lang sind wie alle Seiten des Läufers.

Eines dieser dünnen Bänder wird an der Klebekante der Borte aufgeklebt, das andere in etwa 2 cm Abstand parallellaufend. Nun kann dieser Läufer auf der großen gelben Fläche mit Blumen oder anderen Ornamenten aus den Krepppapierresten auch mit anderen Farben gestaltet werden.

Spielerisches  

Wo ist die Münze?

Zwei Mannschaften von mindestens vier Spielern sitzen sich an einem Tisch gegenüber. Sie geben sich unter dem Tisch eine Münze hin und her. Ab und zu unterbricht der Spielleiter, indem er „Boden“ oder „Luft“ sagt. Bei „Boden“ müssen alle ihre Hände ganz schnell flach auf den Tisch legen. Beim Wort „Luft“ müssen alle ihre Hände hochheben. Dabei darf aber die Münze nicht zu sehen sein. Jede Mannschaft darf nun einmal raten, bei welchem gegnerischen Spieler sich die Münze gerade befindet. Wenn die Mannschaft richtig geraten hat, bekommt sie einen Punkt. Sieger ist die Mannschaft, die nach einer bestimmten Zeit die meisten Punkte gesammelt hat.

Wiederholung

Die Aktion mit den “Sorgenkugeln” wird noch einmal wiederholt. Ein Kind steht in der Mitte und hat Papierkügelchen in der Hand. Nun soll es einem anderen die Hand geben. Das geht nur, wenn es die Sorgenkügelchen fallen lässt. So können wir mit offenen leeren Händen auf den anderen zugehen und mit offenen leeren Händen vor Gott stehen. Alle singen gemeinsam ein Segenslied.

(T)Extras  

Lieder 
  • Spar dir deine Sorgen
  • Rufe zu mir in der Not
  • Egal, was kommt
  • Der Vater im Himmel segne dich

Das Ziel 

Starter  

Du kannst Gott vertrauen. Er versorgt dich mit dem, was du brauchst.

Checker  

Gott zu vertrauen bedeutet, Schritte des Gehorsams zu wagen, auch wenn wir nicht sofort sehen, wie alles gelingt.

Der Text an sich  

In diesem Text hilft Gott einer Witwe durch den Propheten Elisa. Elisa wird nicht praktisch tätig, sondern gibt der Frau einen Hinweis, was sie tun kann. Gott tut dann das Wunder und versorgt sie. Elisa ist der Nachfolger des großen Propheten Elia. Gott kümmert sich in besonderer Art und Weise um die „Witwen und Waisen“ und gibt auch seinem Volk immer wieder Anweisungen, sie zu schützen und ihnen zu helfen. Witwen waren existentiell bedroht, weil ihr Mann als Versorger der Familie gestorben war. Sie stehen heute symbolisch für alle Menschen, die in der Gesellschaft benachteiligt werden.

Der Mann der Witwe hatte zu einer Gruppe von Männern gehört, die sich auf den Prophetendienst vorbereiteten. Ob die Schulden schon zu Lebzeiten des Mannes oder erst mit seinem Tod anfielen, ist unklar, aber die Umstände änderten nichts an der Tatsache, dass sie keine Möglichkeit hatte, diese zurückzuzahlen. Dass die Söhne zu Sklaven des Gläubigers gemacht werden sollten, war sogar im 2. Mose vorgesehen (2. Mose 21,2-11). Die Frau ist verzweifelt und wendet sich an den Propheten Elisa. Dieser fragt genau wie Jesus in vielen Geschichten im Neuen Testament, wie er ihr helfen kann. Er stülpt ihr keine Lösung über, sondern lässt ihr die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und Gott gehorsam zu vertrauen. Auch, wenn sie den Sinn der Aktion nicht erkennt, folgt sie dem Rat und der Handlungsanweisung des Propheten. Öl spielte in der Zeit des Alten Testaments eine große Rolle, sowohl als Nahrungsmittel als auch als Tauschobjekt und als Teil des Speiseopfers. Außerdem diente es der Salbung von Propheten und Königen. Aus diesem Grund birgt die Vermehrung des Öls neben der Versorgung im Moment auch die Möglichkeit, Geld zu bekommen, um die Schulden zurückzahlen zu können. Gott ermöglicht Hilfe zur Selbsthilfe. Die Voraussetzung dafür ist allerdings der Gehorsam der Witwe. Sie gehorcht und Gott schenkt Segen.

Gott kann aus dem Wenigen, das die Witwe hat, die Lösung ihres Problems machen.

Interessant ist für mich auch noch, dass das Wunder nicht in der Öffentlichkeit passiert, sondern im Verborgenen. Es ging nicht darum, eine große Show aus dem Wunder zu machen, sondern einer armen Frau zu helfen. Auch hier gibt es Parallelen zum Handeln von Jesus.

Der Text für mich  

Der Text lehrt mich – wie so viele Texte in der Bibel – dass Gott es wert ist, ihm zu vertrauen. Sowohl in kleineren Schwierigkeiten als auch in Notlagen, gilt es, mich darauf zurückzubesinnen, wer mir helfen kann: mein großer allmächtiger Gott. Die Witwe soll mir ein Vorbild darin sein, mich an diesen Gott zu wenden. Sie tut es allerdings nicht direkt, sondern geht über den Propheten Elisa. Ich helfe gern und vergesse doch auch oft, dass mir andere Menschen gern helfen würden und ich nicht alles allein schaffen muss.

Ein weiterer Aspekt ist, dass Gott aus meinem Wenigen viel machen kann, sei es meine geringen zeitlichen Kapazitäten, mein Geld oder auch meine Kraft. Er nutzt, was wir haben, und gibt uns viel dazu. Das können wir auch in der Arbeit mit den Kindern erleben. Wir geben und setzen uns ein und er schenkt den Segen. So oft gehe ich leer und mit leeren Händen zur Jungschar und komme reich beschenkt zurück.

Der Text für dich  

Viele Kinder sind nicht zu stolz, sich Hilfe von anderen zu holen. Sie wissen, wohin sie sich mit ihren Fragen und Nöten wenden können. Für einige ist es selbstverständlich, dass sie alle Anliegen bei Gott loswerden können (z.B. Angst vor einer Klassenarbeit, Streit mit Freunden, Sorgen etc.). Für andere ist das ein völlig neuer Gedanken. Bei den älteren Kindern kann sich der kindliche Glaube an einen großen Gott schon langsam angesichts der Herausforderungen im eigenen Leben und bezüglich der Situation auf der Welt schon verflüchtigt haben und sie denken wie Erwachsene, dass Gott doch nicht alles im Griff hat. Hier gilt es, an persönlichen Beispielen zu zeigen, was Gott Großes und Kleines im Leben der Mitarbeitenden getan hat.

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Vertrauensspiele

Es werden ein oder mehrere Vertrauensspiele gespielt, z.B.:

  • alle Kinder und Mitarbeitende stellen sich in einen Kreis und halten sich an den Händen. Es wird mit eins und zwei abgezählt. Auf Kommando lehnen sich die Einser nach hinten und die Zweier beugen sich nach vorn.
  • Ein Freiwilliger stellt sich in die Mitte eines Kreises. Er legt die Arme auf die Brust und schließt die Augen. Alle anderen strecken die Arme mit Handflächen nach vorn. Dann lässt sich der Freiwillige nach vorn oder hinten fallen. Er wird von den anderen im Kreis „herumgereicht“.
  • Die Gruppe stellt sich hintereinander auf und bildet eine Schlange. Dann bewegen sie sich gemeinsam durch den Raum.
  • „Ich bin Elisa“: Jeweils zwei Kinder stellen sich gegenüber hin, sodass – wenn sie ihre Arme nach vorn ausstrecken – sich ihre Fingerspitzen fast berühren. So wird ein langes Spalier gebildet. Ein Kind ist nun Elisa. Es steht abseits der Gruppe und ruft laut: „Ich bin Elisa!“ die anderen Kinder antworten mit: „Und wir sind der Fluss!“ Dann rennt Elisa los, auf die Gruppe zu. Die Kinder im Spalier behalten ihre Arme so lange vor sich ausgestreckt, bis Elisa bei ihnen ankommt – im letzten Moment, bevor Elisa sie berühren würde – ziehen sie die Arme weg.

Idee 2 Experiment mit Öl

Experiment mit Öl von den Kindern durchführen lassen, z.B. dieses hier: Brauselavalampe – www.youtube.com/watch?v=JJtINZkv-zE (letzter Zugriff 20.01.2026)

Verkündigung  

Verkündigungsart: Ölbilder“


Die Bilder für die Geschichte sind zunächst verdeckt und werden dann mit Pinsel und Speiseöl sichtbar gemacht. Dafür müssen die Bilder auf ein Blatt Papier gezeichnet werden oder man nimmt fertige Bilder, z.B.
https://freebibleimages.org/illustrations/ls-elisha-oil/(letzter Zugriff 20.01.26) die man ggf. auch nach und nach „freipinseln“ kann. Die Bilder werden umgedreht aufgehängt. Wichtig ist, dass man von vorn nicht sieht, was hinten drauf ist. An den jeweiligen Stellen wird der Pinsel in Öl getaucht und über das vermeintlich weiße Papier gepinselt. Nach kurzer Zeit kann man erkennen, was vorn drauf ist. Gern vorher ausprobieren, um herauszufinden, wie viel Öl man benötigt.

Elisa war nun schon eine ganze Weile als Prophet im Land Israel unterwegs. Seine Aufgabe als Prophet war es, den Menschen von Gott zu erzählen und ihnen zu sagen, was gut und was nicht gut läuft. Eines Tages war er mal wieder im Land unterwegs. Da sah er in einiger Entfernung eine Frau herankommen. Sie kam immer näher und Elisa bemerkte schnell, dass es ihr nicht gut ging. Sie rief: „Elisa, Elisa, halt an. Ich bin in großer Not!“ Elisa hielt tatsächlich an, wartete, bis sie bei ihm war. Dann fragte er sie: „Was ist denn los? Was bedrückt dich?“ Die Frau schnappte nach Luft und sagte dann: „Mein Mann war einer deiner Schüler. Er wollte auch Prophet werden und den Menschen von Gott erzählen. Gott war ihm total wichtig. Aber leider ist er vor einiger Zeit gestorben. Nun stehe ich allein da. Das Einzige, was mir noch geblieben ist, sind meine beiden Söhne. Doch nun gibt es ein weiteres Problem. Sie sind noch nicht alt genug, um zu arbeiten. Und ich als Frau habe ja auch wenig Möglichkeiten, um an Geld zu kommen. Somit habe ich mir immer mal Geld geliehen, um über die Runden zu kommen und davon Essen zu kaufen. Gestern nun kam ein Mann, der mir einmal Geld geliehen hatte. Er sah total böse und grimmig aus und sagte, ich hätte genau eine Woche Zeit, um ihm das Geld zurückzugeben. Wenn ich das nicht schaffe, dann nimmt er meine Söhne mit und sie müssen für ihn als Sklaven arbeiten.“ Alle, die dabei waren, waren total geschockt und wussten gar nicht, was sie sagen sollten. Wie furchtbar für die arme Frau! Elisa jedoch blieb ganz ruhig. Er fragte sie: „Wie kann ich dir helfen? Was hast du denn noch im Haus?“ Die Frau erwiderte: „Ich habe nur noch einen kleinen Krug Öl.“

Wofür braucht man denn heute Öl? Mit den Kindern sammeln

Was würdet ihr der Frau raten?

Elisa sagte: „Geh und frage alle deine Nachbarinnen nach Gefäßen, egal, ob sie klein oder groß sind. Frag sie wirklich alle und sammele so viele Gefäße wie möglich. Gib dich nicht mit zwei oder drei zufrieden.“

Habt ihr eine Idee, was man mit den Gefäßen machen könnte?

Die Witwe hatte überhaupt keinen Plan, aber Elisa sprach noch weiter: „Wenn du alles beisammenhast, dann geh in dein Haus, schließ die Tür hinter dir und deinen Söhnen. Und dann nimm deinen Krug und fülle die Gefäße.“

Wie sollte das denn gehen? Es war doch gar nicht genug Öl in dem Krug. Aber die Witwe tat, was Elisa ihr geraten hatte. Sie tat es, ohne zu fragen. Sie war einfach gehorsam. Zunächst schickte sie ihre Jungs los. Die klopften bei allen Nachbarinnen und trugen richtig viele Gefäße ins Haus. Als sie nichts mehr bekommen konnten, schlossen sie die Tür hinter sich ab. Und dann ging es los. Die Witwe nahm ihren Krug Öl und schaute hinein. Viel war nicht drin, aber gut. Dann stellte sie das erste Gefäß hin und goss Öl hinein. Es wurde voll. Dann nahm sie einen Becher und füllte Öl hinein. Der Krug war immer noch nicht leer. Dann kamen ein Topf und dann ein Krug, der größer war als ihr Ölkrug. Alle Gefäße konnte sie nach und nach füllen. Irgendwann sagte sie zu ihren Jungs: „Bringt mir noch was rüber.“ Aber sie hatten nichts mehr. Genau in dem Moment, konnte sie nicht weiter gießen. Verwundert schauten die drei sich an. Wie konnte aus einem kleinen Krug Öl so viel Öl herausfließen? Das war doch ein wirkliches Wunder. So richtig glauben konnten sie es noch nicht. Aber die Frau lief schnell aus dem Haus. Elisa war noch im Ort. Als sie bei ihm ankam, sagte sie: „Es ist wirklich unglaublich. Ich konnte alle Gefäße mit Öl füllen.“ Elisa erwiderte: „Das war Gottes Wunder für dich. Er vergisst dich nicht und hat dich lieb. Nun hast du wohl genug Öl für die nächsten Wochen. Alles, was du jetzt nicht brauchst, kannst du verkaufen. Damit kannst du deine Schulden bezahlen und deine Söhne können bei dir bleiben.“ Die Frau war überglücklich und tat, was Elisa ihr geraten hatte.

Die andere Idee  

Die Geschichte wird aus der Sicht einer der Söhne der Witwe erzählt. Dafür verkleidet sich ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin als Kind. Man kann die Gegenstände aus der Geschichte nutzen, z.B. der Krug, Öl, Gefäße, Geld.

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Die Geschichte wird mit Zaubersand wiederholt. Entweder jedes Kind bastelt sich seinen eigenen Sand (2 Tassen Mehl und eine halbe Tasse Öl) oder es gibt einen größeren Sandtopf. Man muss dafür Öl und Sand vermengen. Anschließend kann man etwas draus formen oder in den Sand malen.

Variante 1: Einige Kinder bekommen einen Auftrag, was sie aus der Geschichte zeichnen oder formen sollen, z.B. eine Frau, zwei Kinder, der Krug, mehrere Gefäße, Geld. Dann wird die Geschichte gemeinsam wiederholt.
Variante 2: Jedes Kind bekommt den Auftrag, das Wichtigste aus der Geschichte aus dem Sand zu formen oder hineinzumalen

Gespräch  

Wir sammeln zu Beginn W-Fragen und stellen dann gemeinsam Fragen zur Geschichte und suchen darauf Antworten. Vermutlich werden die Fragen der Kinder ganz andere als die der Mitarbeitenden sein. Aber diese können auch ergänzen, wenn sie es für den Kern der Geschichte für wichtig erachten:

Warum

  • hat die Witwe getan, was Elisa ihr gesagt hat? Sie hat vertraut, dass Elisa diese Idee von Gott hatte, und sie hat ihm vertraut, dass Gott ihr helfen kann.
  • war die Witwe überhaupt in Not? Ihr Mann war gestorben, sie hatte Schulden und konnte diese nicht zurückgeben.
  • Hat Gott ihr genau diese Aufgaben gegeben? Das wissen wir nicht

Was

  • hatte die Witwe noch zur Verfügung? Einen Krug mit Öl
  • ist mein Krug Öl? /Was kann ich Gott zur Verfügung stellen, damit er Großes draus macht?
  • ist meine große Not, in der nur Gott helfen kann?

Wer

  • sind die Personen in der Geschichte? Die Frau, ihre Söhne, die Nachbarn, Elisa, Gott
  • hat der Witwe und ihren Söhnen geholfen?
  • in meiner Umgebung ist so in Not, dass er meine Hilfe braucht?
  • kann mir – außer Gott – helfen, wenn ich in Not bin oder es mir schlecht geht?

Wo

  • bekomme die beste Hilfe in Zeiten der Not?
  • fordert Gott mein Vertrauen, auch wenn ich nicht sehen kann, worauf er hinauswill?
  • habe ich schon mal erlebt, dass Gott mein Vertrauen nicht enttäuscht hat?

Wie

  • konnten die Jungs ihrer Mutter helfen? Sie haben die Gefäße bei den Nachbarn gesammelt.
  • hat Gott das große Problem gelöst? Er hat so viel Öl geschenkt, dass sie den Rest verkaufen konnten, um ihre Schulden zu begleichen.
Merkvers  

Mein Gott wird euch alles geben, was ihr braucht. Philipper 4,19 (BasisBibel)

Der Merkvers wird auf den Boden gelegt oder an die Wand gehängt. Zuerst sprechen ihn alle gemeinsam, dann werden nach und nach Wörter entfernt, bis es sitzt. Dann werden die Kinder in Gruppen aufgerufen, den Vers aufzusagen, z.B. zuerst alle Mädchen, dann die mit blauen Hosen, dann die mit Brille usw.

Gebet  

Die Kinder können sich kleine Kärtchen in Form eines Kruges nehmen und ihre Sorgen und Nöte drauf schreiben. Dann dürfen sie ihre Gebete laut oder leise sprechen und in einen größeren Tonkrug werfen. Abschließend betet eine Person:

Gott, du siehst unsere Sorgen, auch wenn wir sie nur leise in den Krug gelegt haben. Bei dir sind sie gut aufgehoben. Du hast sie gehört und willst für uns da sein. Danke! Amen.

Kreatives  

Die Kinder gestalten einen Krug (Vorlage, z.B. https://de.freepik.com/fotos-vektoren-kostenlos/krug, letzter Zugriff 20.01.26) und schreiben den Merkvers hinein. Dann wird das Bild mit Öl bestrichen und abgetupft, damit es durchscheint.

Spielerisches  

Hier können die Vertrauensspiele vom Anfang aufgenommen werden. Weitere Spiele sind z.B. hier zu finden: https://abc-schnitzeljagd.de/10-lustige-vertrauensspiele-fuer-kinder/  (letzter Zugriff 20.01.2026)

(T)Extras  

Lieder 
  • Meinem Gott vertraue ich gerne (Mike Müllerbauer)
  • Spar dir deine Sorgen (Mike Müllerbauer)
  • Groß ist unser Gott (Lothar Kosse)
Spiele

Spiele mit unterschiedlichen Gefäßen – die Kinder werden dafür in zwei Gruppen aufgeteilt:

  • Die Kinder sitzen auf Stühlen nebeneinander. Jedes hat einen Becher in der Hand. Am Ende steht ein leerer Krug, am Anfang ein Krug mit Wasser. Nun müssen die Kinder auf Zeit den leeren Krug füllen. Dafür gießt das erste Kind Wasser in seinen Becher, dann wird das Wasser in den nächsten Becher geschüttet. Das letzte Kind in der Reihe füllt den Krug. Am Ende der Zeit wird gemessen, welche Gruppe am meisten Wasser transportieren konnte.
  • Die Kinder bekommen unterschiedliche Gefäße mit unterschiedlichem Volumen und müssen dann als Gruppe entscheiden, welche Gefäße sie nutzen, um einen Liter Wasser darin unterzubringen. Gewonnen hat die Gruppe, die am nächsten am Liter dran ist.
  • Jedes Kind bekommt einen Becher mit Wasser. Dieser darf nur mit dem Mund transportiert werden. Am Ende einer Strecke steht ein leerer Eimer, in den das Wasser gegossen werden muss. Dafür dürfen die Hände nicht benutzt werden.
Aktionen

Die Jungschar überlegt sich, wer die „Witwen und Waisen“ in ihrer Umgebung sind und fragen nach, wie sie helfen können. Manchmal wissen die Pastoren, wer sich über Hilfe im Garten freut oder bei wem die Jungschar ein Lied singen könnte. Andere Ideen sind, bei der örtlichen „Tafel“ zu helfen oder für eine Kinderhilfsorganisation Kuscheltiere und Spiele zu spenden. Oder sie suchen sich ein Spendenziel aus und spenden dafür Geld.

Kreatives

Es können Fensterbilder mit der Öl-Methode (siehe oben) gestaltet werden. Alternativ können Krüge aus selbsttrocknendem Ton geknetet werden.

Das Ziel 

Starter  

Gott kann auch mich gebrauchen – auch wenn ich noch jung bin.

Checker  

Die Kinder erfahren, dass jüngere und ältere Menschen Verantwortung übernehmen können. Dazu brauchen beide die Kraft Gottes.

Der Text an sich  

Textzusammenhang: Elia ist ein Prophet im Nordreich Israel. Dort herrschen Könige, die nicht auf Gott hören und ihm nicht gehorchen. Elia hat viel für Gott getan und viel mit ihm erlebt. Nun möchte Gott ihn von der Erde wegnehmen. Der Bibeltext beschreibt den letzten Weg des Elia, den er gemeinsam mit seinem Freund, Mitarbeiter und Schüler Elisa geht. Gott hatte Elisa schon eher als Nachfolger von Elia berufen (1. Könige 19,19-21), in dieser Situation wird es aber nun konkret und Elisa tritt die Nachfolge an.

Verse 1-6: Elia weiß, dass er seinen letzten Weg antreten wird und das wissen auch Elisa und die anderen Prophetenjünger. Elisa schließt sich Elia auf dieser letzten Wegstrecke seines irdischen Lebens an. Trotz der wiederholten Aufforderung doch zurückzubleiben, lässt sich Elisa nicht von Elia abhalten, mit ihm zu gehen.

Vers 7.8: 50 Prophetenjünger gehen im großen Abstand mit. Dies zeigt, das besondere Verhältnis, welches Elia zu Elisa hat. Auf dem Weg teilt Elia einen Fluss mit seinem Prophetenmantel. Der Mantel besitzt keine Wunderkraft, sondern er ist nur Mittel zum Zweck, um eine Glaubenshandlung auszuführen. Der Jordan ist im Alten Testament oft ein Ort des Übergangs. An dieser Stelle markiert er den Übergang von Elia zu Elisa und macht deutlich, dass Gott sein Werk weiterführt, nur durch eine andere Person.

Vers 9.10: Elisa hat einen letzten Wunsch. Er erbittet sich die Kraft Gottes. Die Bitte knüpft an dem Gesetz an, dass der Erstgeborene immer den doppelten Anteil am Erbe bekam (5.Mose 21,17). Elisa bittet also um das Erbe des Propheten. Diese Bitte kann jedoch nur Gott allein erfüllen und nicht Elia.

Verse 11-14: Die beiden Männer werden getrennt. Elia wird entrückt. Hier wird ein sehr geheimnisvoller Vorgang mit Hilfe von zwei Bildern beschrieben: der feurige Wagen und ein Wirbelsturm. Was genau passiert ist, lässt sich nicht sagen. Mit der Aussage: „Du Wagen Israels und sein Gespann“ will Elisa sagen, dass Elia wichtiger für das Volk ist als alle Rosse und Wagen des Landes. Das Zerreißen seines Gewandes ist ein starkes Zeichen von Trauer. Elisa nimmt den Mantel und macht damit die gleiche Handlung wie Elia. Dabei wird deutlich, dass seine Kraft auf ihm liegt

V.15-18: Die Prophetenschüler haben diese Handlung gesehen und schlussfolgern, dass die Kraft Gottes auf Elisa liegt. Sie fallen vor ihm nieder und erkennen ihn dadurch als Nachfolger von Elia an. Die Entrückung haben sie aber nicht gesehen, deshalb wollen sie Elia suchen gehen. Sie tun das, obwohl Elisa ihnen davon abrät. Als sie nach drei Tagen die Suche abbrechen, ist klar, dass Elia nicht mehr da ist und Elisa seine Nachfolge angetreten hat.

Personen

Prophet: Ein Prophet ist ein Rufer. Er wurde von Gott berufen und hat den Auftrag andere zu Gott zu rufen. Er soll den Menschen aber auch die Botschaft Gottes zurufen.

Prophetenjünger: Sie wurden auch Söhne der Propheten oder Prophetenschüler genannt. Das waren Männer, die sich um bekannte Propheten sammelten und von ihnen lernten. Sie lebten zusammen, beteten gemeinsam und erhielten eine Unterweisung im Willen und Wort Gottes.

Der Text für mich  

Auch in meinem Leben gibt es Übergänge: Jobwechsel, Verlust, neue Aufgaben. Aber selbst wenn sich etwas grundlegend ändert, bleibt Gott treu. Er verlässt mich nicht. Und wenn er mir etwas überträgt, gibt er mir auch, was ich dafür brauche. Ich darf mutig darum bitten. Gott gibt mir sozusagen „meinen Mantel“: zum Beispiel die Fähigkeiten, etwas zu tun. Er kann auch Wege öffnen, die ich so nicht erwartet habe. Das lässt mich staunen und – trotz aller Unsicherheit – vorangehen.

Der Text für dich  

Im Bibeltext kommen einige Ereignisse vor, die für die Kinder heute sehr schwer verständlich sind, z.B. die Entrückung. Hierbei sollte man nicht zu sehr auf Details eingehen, sondern das Geschehen als souveränes Handeln Gottes erklären. Wichtiger ist in dem Text das Verhältnis des alten Elia zum jungen Elisa. Auch Jungschar-Kinder stehen in Beziehungen zu älteren Menschen. Die Mitarbeitenden und Lehrer/Lehrerinnen sind älter. Manchmal erleben Kinder, dass Ältere ihre Erfahrungen als Trumpfkarte ausspielen und die Jüngeren damit abkanzeln. Manchmal erleben sie auch, dass Ältere sich überhaupt nicht auf junge Menschen einlassen. Es gibt aber auch positive Beispiele, wo Ältere den Jüngeren Verantwortung übertragen und ihnen somit Möglichkeiten geben, sich auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu sammeln.

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Kerzenrennen

Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. Zur Vorbereitung wird an einen Bierdeckel ein Strick gebunden. Auf den Bierdeckel wird ein Teelicht gestellt. Die Spieler der Mannschaften haben nun die Aufgabe, die brennende Kerze über eine bestimmte Strecke zu transportieren, indem sie nur am Strick ziehen. Die Kerze darf dabei nicht herunterfallen. Wenn es doch passiert, dann muss man die Kerze wieder auf den Deckel stellen und darf dann weitermachen. Gewonnen hat die Mannschaft, die mit der Kerze als erstes im Ziel angekommen ist.

Achtung: Bitte nur auf feuerfestem Boden spielen und nur da, wo eventuelle Wachsflecken nichts ausmachen; Wasser bereithalten!

Idee 2 „Wasser teilen”

Die Kinder bekommen eine Schale Wasser und einen Holzstab oder ein Lineal. Nun sollen sie versuchen, das Wasser mit dem Stab „zu teilen”. Das funktioniert selbstverständlich nicht.

Stellt nun die Frage: Kann man Wasser überhaupt teilen? Wie würden die Kinder reagieren, wenn sie sehen würden, wie jemand Wasser teilt?

Verkündigung  

Verkündigungsart: Erzählung mit Spielfiguren

Die Geschichte wird mit Spielfiguren nachgespielt. Man benötigt 50 Figuren (z.B. aus einer Spielesammlung) und zwei größere Figuren, die die beiden Personen Elia und Elisa darstellen. Diese großen Figuren kann man in Spielzeug- oder Bastelläden kaufen. Man kann aber auch diese Figuren relativ schnell aus Pappmaschee herstellen. Dazu wird aus Maschendraht eine Figur geformt. Darauf werden dann mit Tapetenkleister mehrere Schichten Zeitungspapier aufgetragen. Wenn diese Schichten getrocknet sind, malt man die beiden Figuren noch farbig an. Außerdem benötigt man noch einen Wagen und für jede Figur noch einen Mantel – das kann jeweils ein Stück Stoff sein, welches der Figur umgehängt wird. Für den Wagen kann man einfach ein Brett in der Größe, die zu den Spielfiguren passt, nehmen und es ein wenig gestalten. Dann noch Räder anbauen oder einfach 4 Scheiben ankleben. Hier kommt es nicht auf die Detailtreue eines bestimmten Wagens an, sondern nur darauf, dass ein Gefährt kommen kann, um Elia zu holen.

Auf dem Boden wird mit Tüchern eine Landschaft gestaltet. In der Mitte liegt ein Fluss, der aus zwei blauen Tüchern gelegt wird. Das ist nötig, damit er geteilt werden kann. Wenn beim Spielen die Figuren durch den Fluss gegangen sind, muss er wieder zusammengelegt werden. Die Landschaft neben dem Fluss wird mit grünen und braunen Tüchern gestaltet.

Wenn die Landschaft aufgebaut ist, wird die Geschichte in folgenden Schritten erzählt. Dabei werden immer die Handlungen ausgeführt:

1. Elia, Elisa und die 50 Prophetenjünger stehen zusammen. Elia sagt zu Elisa: „Ich muss jetzt allein weitergehen. Bleib du hier.“ Elisa antwortet: „Nein, ich verlasse dich nicht. Ich gehe mit dir mit.“ Die Prophetenjünger sagen zu Elisa: „Weißt du, dass der allmächtige Gott, deinen Herrn, den Propheten Elia heute wegholen wird?“ Elia antwortet: „Ich weiß es.“ Elia sagt noch einmal zu Elisa: „Bleib hier, denn ich muss allein weitergehen.“ Elisa antwortet wieder: „Ich verlasse dich nicht. Das Geschehen wiederholt sich noch ein weiteres Mal. Die Prophetenjünger informieren Elisa darüber, dass Elia heute vom Herrn weggenommen wird. Elia fordert Elisa zum dritten Mal auf, wegzugehen und wieder lehnt Elisa das ab. Elia und Elisa gehen los. Die Prophetenjünger bleiben zurück.

2. Elia und Elisa stehen am Jordan. Sie wollen auf die andere Seite gehen. Da nimmt Elia seinen Mantel und schlägt damit auf den Fluss. Der Fluss teilt sich und die beiden Männer können bequem an das andere Ufer gehen.

An der gegenüberliegenden Seite sagt Elia: „Ich muss jetzt für immer weggehen. Du hast aber jetzt noch eine Bitte.“ Elisa antwortet: „Ich möchte deine Gotteskraft erben. Ich möchte, dass ich doppelt so viel Kraft habe wie du.“ Elia schaut ihn an und sagt: „Diese Bitte kann allein Gott erfüllen. Entweder es geschieht so, wie du gerade gesagt hast, oder es geschieht nicht so.“

3. Die beiden Männer reden miteinander. Da kommt ein feuriger Wagen gefahren. Elia steigt ein. Der Mantel fällt zu Boden. Elisa ruft laut: „Elia! Mein Vater, Du bist wichtiger als alles andere in Israel.“ Doch da sind Elia und der Wagen schon verschwunden. Elisa zerreißt seinen Mantel als Zeichen der Trauer und zieht den Mantel von Elia an.

4. Er kommt wieder an den Fluss. Nun probiert er aus, ob die Kraft Gottes wirklich auf ihn gekommen ist. Er nimmt den Mantel und schlägt damit auf das Wasser, genauso, wie es Elia getan hat. Das Wasser teilt sich und Elisa geht durch den Fluss.

5. Die Prophetenjünger sehen das und sind sich sicher, dass die Kraft Gottes, die sie zuvor bei Elia erlebt haben, nun bei Elisa ist. Sie haben aber nicht gesehen, wie Elia von der Erde weggenommen wurde. Deshalb gehen sie ihn suchen. (Die Spielfiguren werden auf die gesamte Landschaft verteilt.) Sie tun das, obwohl Elisa sagt, dass sie nicht losgehen sollen. Nach drei Tagen kommen sie zurück. Sie haben Elia nicht gefunden und nun ist allen klar, dass Elisa der Nachfolger von Elia ist. Sie erkennen ihn als ihren Chef an und merken, dass er eine ganz enge Beziehung zu Gott hat.

Die andere Idee  

Der Bibeltext wird abschnittsweise vorgelesen und zwischendurch werden zwei Spiele gespielt.

Abschnitt 1: 2. Könige 2,1-8 vorlesen- Die erste Durchquerung des Jordans

Anschließend wird ein Spiel mit einem Mantel gespielt:
Zwei Teams aus je zwei Spielern treten gegeneinander an. Für jedes Paar wird ein (großer) Mantel benötigt. Die beiden Spieler eines Teams ziehen den Mantel zusammen an, also einer den rechten Arm im rechten Ärmel und der andere den linken Arm im linken Ärmel. In diesem Mantel müssen sie nun verschiedene Aufgaben erfüllen, z.B. eine bestimmte Strecke laufen, einen Schnürsenkel zubinden usw. Das Team, das diese Aufgaben besser und schneller ausführt, gewinnt.

Elia nahm seinen Mantel, um das Wasser zu teilen. Der Mantel ist kein Zaubermantel, sondern durch den Mantel wird die Kraft Gottes sichtbar. Der alte Mann ist Handelnder. Die eigentliche Kraft kommt aber von Gott.

Abschnitt 2: 2. Könige 2,9-13 vorlesen – Die Entrückung

Hier geschieht ein Ereignis, welches nicht ganz erklärbar ist. Deutlich wird aber, dass der alte Prophet verschwindet und der neue seine Kraft erben will.

Abschnitt 3: 2. Könige 2,14 – Die zweite Durchquerung des Jordan
Es wird noch einmal ein Mantelspiel gespielt (siehe Spielerisches)

Nun nimmt Elisa den Mantel und teilt damit den Fluss. Auch jetzt ist es noch kein Zaubermantel, sondern nur ein Mittel, um Gottes Wunderhandeln sichtbar zu machen. Der junge Mann ist nun Handelnder. Die eigentliche Kraft kommt aber von Gott.

Abschnitt 4: 2. Könige 2,15-18 vorlesen – Elisa wird als Nachfolger von Elia anerkannt

Den 50 anderen Männern wird klar, dass der junge Mann nun die Aufgabe des alten übernommen hat. Was werden sie in dieser Situation gedacht haben?

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Es werden zwei Spielfiguren, Elia und Elisa, in die Mitte gestellt. Vor beiden Figuren liegen Zettel. Darauf werden nun Stichpunkte geschrieben, die die beiden Personen charakterisieren, z.B. Elia: Prophet, alt, viel Erfahrung; Elisa: jung, unerfahren, selbstbewusst.

Zusammenfassend kann man neben vielen anderen Dingen sagen, dass sich hier ein junger und ein alter Mann gegenüberstehen. Wir haben die beiden Personen auf ihren Weg durch diese biblische Geschichte begleitet. Was ist dem alten und was dem jungen Mann passiert?

Gespräch  

Mögliche Fragen für das Gespräch:

  • Warum lässt Elia sich nicht zurückschicken? (Er will ganz nahe bei seinem Lehrer sein und erhofft sich vielleicht auch eine Begegnung mit Gott.)
  • Bei welchen Menschen willst du nahe dran sein und warum? (An dieser Stelle kann der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin berichten, wie er von einem älteren Menschen positiv beeinflusst worden ist und warum dieser sein Vorbild ist.)
  • Elisa hat eine große Aufgabe übertragen bekommen, obwohl er noch sehr jung war. Kannst du heute als Junge oder Mädchen auch schon Aufgaben übernehmen?
  • Was können das für Aufgaben sein und wie musst du dich dabei verhalten? (Den Kindern soll Mut gemacht werden, Aufgaben zu übernehmen. Ihnen sollen auch konkrete Dinge vorgeschlagen werden, z.B. den Jungscharraum vorbereiten, ab und zu die Begrüßung im Gottesdienst übernehmen usw. Sie können sich bei allen Aufgaben, egal ob große oder kleine, darauf verlassen, dass Gott bei ihnen ist.)
Merkvers  

Niemand hat ein Recht, auf dich herabzusehen, weil du noch so jung bist. 1. Timotheus 4,12a (HfA)

Lasst die Kinder mit einem großen Würfel Aufgaben zum Merkvers würfeln:

  • 1 = Sag den Vers und klatsche nach jedem Wort einmal in die Hände
  • 2 = Sprich den Vers wie ein Roboter
  • 3 = Lies den Vers vor und lasse dabei jedes zweite Wort aus
  • 4 = Lies den Vers im Flüsterton vor
  • 5 = Sag den Vers und mache dabei Kniebeugen
  • 6 = Sag den Vers auf und stell dich dabei auf ein Bein
Aktion 

In die Mitte wird ein Mantel gelegt und eine Kerze als Symbol für Feuer angezündet. Das sind zwei Dinge, die in dieser heutigen Geschichte eine große Rolle gespielt haben. Im Feuer, also im feurigen Wagen, wurde Elia weggenommen. Übrig blieb sein Mantel als Symbol für Gottes Kraft. Diese Kraft war nicht nur für den alten, erfahrenen Mann da, sondern auch für den jungen Mann. Ob wir mit Gott leben können und wie wir uns für ihn einsetzen können, ist keine Frage des Alters. Das kann jeder erleben. Gottes Kraft ist auch mit dir. Nun erhält jedes Kind einen Teil des Mantels aus der Verkündigung, also ein Stück Stoff. Dieses Stück vom Mantel soll euch daran erinnern, dass Gottes Kraft mit euch ist, egal wie alt ihr seid.

Spielerisches  

Spiele mit dem Mantel

Der Prominente im Mantel

Ein Kind muss einen Mantel anziehen und sich eine prominente Person ausdenken, die es ist. Nun bekommt es Fragen gestellt, die diese Person betreffen. Diese Fragen muss es aber mit Ja oder Nein beantworten können. Wenn die anderen Mitspielenden herausgefunden haben, wer das Kind ist, dann bekommt der/die Nächste den Mantel angezogen und muss sich nun ebenfalls eine Person ausdenken.

Mantel ausziehen

Ein Kind muss einen Mantel anziehen und hat die Aufgabe, ihn wieder auszuziehen. Es bekommt einen aufgeblasenen Luftballon und muss beim Ausziehen den Luftballon in der Luft balancieren, das heißt, der Luftballon darf den Boden nicht berühren. Man stoppt die Zeit, die das Kind zum Ausziehen gebraucht hat. Das Kind, welches die schnellste Zeit hatte, hat gewonnen.

(T)Extras  

Lieder 
  • Felsenfest und stark
  • Ich bin Gottes Freund
  • Es ist niemand zu groß
  • Wie kann man jung sein
  • Sei mutig und stark
Aktion

Feuer machen

Es wird ein Platz mit festem, nichtbrennbarem Untergrund benötigt. Die Kinder werden in kleine Gruppen zu je drei oder vier Teilnehmenden eingeteilt. Jede Gruppe erhält eine Schachtel mit drei Streichhölzern.

Die Gruppen haben nun die Aufgabe, ein Feuer anzuzünden. Dazu haben sie 30 Minuten Zeit, das Feuer vorzubereiten. Das heißt, sie können trockenes Material sammeln, das Material aufstapeln usw. Nach den 30 Minuten muss die Gruppe das Feuer anzünden, sie hat aber nur die drei Versuche mit den drei Streichhölzern. Diese Versuche müssen ausreichen, dass Feuer zum Brennen zu bringen. Es dürfen nur Naturmaterialien verwendet werden, also keine anderen Hilfsmittel wie Grillkohleanzünder usw.
Welche Gruppe schafft es, auf diese Art und Weise ein Feuer zu entzünden?
Wichtig: Wasser zum Löschen bereithalten!

Das Ziel 

Starter  

Gott ruft dich – du darfst entscheiden, ob du ihm folgen möchtest.

Checker  

Wenn du Gottes Ruf folgst, verändert das deinen Alltag.

Der Text an sich  

Elia war am Ende, aber dann ist ihm Gott begegnet und hat ihm einen neuen Auftrag gegeben, der unter anderem die Berufung Elisas als Elias Nachfolger beinhaltet. Wie diese Berufung vonstattengeht, sehen wir in dem vorliegenden Bibeltext.

Elisa war – wie es scheint – der Sohn eines recht wohlhabenden Bauern, denn sie arbeiteten mit 12 Ochsengespannen, von denen er das letzte führte. Von der letzten Position hatte er seine Knechte gut im Blick, er war sich aber auch nicht zu schade, selbst Hand anzulegen.

Als nun Elia vorbeikam, warf er Elisa seinen Mantel über. Der Mantel war in der damaligen Zeit das Zeichen eines Propheten, somit war Elisa die Bedeutung von Elias Mantel über seinen Schultern klar: Er sollte ein Prophet werden. Er läuft Elia auch gleich nach und sagt ihm, dass er kommen wird, sobald er sich verabschiedet hat. Die Antwort von Elia „Geh doch, was hindert dich?“ (Gute Nachricht) bzw. „Geh kehre um! Denn was habe ich dir getan?“ (Elberfelder) scheint auf den ersten Blick schroff und etwas seltsam, aber sie verdeutlicht Elisa, dass nicht Elia ihn zu sich ruft, sondern dass es Gott ist und er frei entscheiden kann, ob er diesem Ruf folgt oder nicht.

Das Schlachten der Ochsen zeigt schon, wie Elisa sich entscheidet, er schließt mit seinem alten Leben ab und lässt alles zurück, um Elias Diener zu werden.

Das Wort „Prophet“ kommt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet „Voraussager“ und so werden Menschen bezeichnet, die Gott dazu berufen hat seine Botschaften in der Welt zu verkünden.

Der Text für mich  

In dem Text gibt es zwei Akteure: Elia, der Gottes Ruf an Elisa weitergibt, und Elisa, der diesen Ruf hört und darauf reagieren muss.
Für mich stellt sich die Frage, in welcher dieser beiden Positionen ich gerade eher bin. Geht es darum, dass ich Gottes Ruf weitergebe? Zum Beispiel indem ich neue Mitarbeitende anfrage und anlerne, nicht alles allein machen will, dabei immer dem anderen die freie Entscheidung lasse und niemanden bevormunde. Oder höre ich gerade einen Ruf von Gott und muss darauf reagieren? Gibt es Dinge aus meinem „alten“ Leben, mit denen ich komplett abschließen sollte?

Um herauszufinden, was gerade in meinem oder deinem Leben dran ist, ist der erste Schritt Gott zu fragen, so wie Elia es getan hat. Er hat sich allein und verlassen gefühlt und es ganz ehrlich Gott gesagt. Gott hat ihm dann mit Elisa einen Schüler an die Seite gestellt. Vielleicht gibt es auch in deinem Umfeld jemanden, den du ausbilden kannst. Wenn man sich allerdings gerade selbst eher nach einem Lehrer oder Mentor an seiner Seite sehnt, ist das auch eine Sache, die man Gott sagen kann.

Der Text für dich  

Im Alltag eines Kindes werden viele Dinge des Lebens über den Kopf des Kindes hinweg entschieden. Eltern, Großeltern, Lehrer und vielleicht auch die Geschwister treffen viele Entscheidungen. Im besten Fall wird ein Kind auch an Entscheidungen beteiligt. In der Geschichte von Elisas Berufung geht es um eine Entscheidung, die er ganz allein zu treffen hat. Elia wirft ihm seinen Mantel über und zeigt damit, dass Gott Elisa im Prophetenamt sieht, aber Elia drängt ihn nicht dazu, er lässt Elisa diese Entscheidung frei treffen, ob er der Berufung folgen will oder nicht.
Aber wozu sind die wir / die Kinder eigentlich berufen? Welche Entscheidung gilt es zu treffen?
Ein Leben in der Gnade (s. Galater 1,6), Freiheit (s. Galater 5, 13), Teil seines Volkes (s. Epheser 4,1), Frieden (s. Kolosser 3,15), ewiges Leben (s. 1.Timotheus 6,12) …

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 – Pantomime

Jeweils ein Kind stellt einen Begriff pantomimisch nach und die anderen müssen diesen erraten. Zur Hinführung werden Begriffe aus der Geschichte genommen: Ochse, Mantel, Lagerfeuer, laufen, Diener, Feld/Acker, zurücklassen, werfen…

Idee 2 – Berufe-ABC

Fällt euch zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Beruf ein? Eine Person fängt mit dem A an, danach geht es reihum weiter, bis ihr beim Z angelangt seid.

Verkündigung  

Verkündigungsart: Die Geschichte wird mit dem Mantel / aus der Perspektive des Mantels erzählt. Dafür wird ein richtiger Mantel oder ein großes Stück Stoff benötigt.

(den Mantel aufrecht halten und als „Handpuppe“ nutzen)
Hallo zusammen, wie ihr seht, bin ich ein Mantel. Und ich sage euch: so ein Mantelleben kann manchmal echt langweilig sein. Andauernd hängt man einfach nur so rum. Aber an anderen Tagen passieren dann doch plötzlich interessante Dinge und von einer solchen Sache will ich euch erzählen: Ich hing ganz lässig – das kann ich richtig gut – über den Schultern von meinem Besitzer und wir liefen durch die Gegend. Mein Besitzer hieß Elia und wir hatten echt schon einiges zusammen erlebt. Dieser Tag schien mal wieder ein ganz normaler Wandertag zu werden. Das dachte ich zumindest.

Dann kamen wir allerdings an ein Feld (den ganzen Mantel oder nur den unteren Teil als Feld auf den Boden oder Tisch legen). Dort liefen wir an einem Ochsengespann vorbei, das dort gerade die Erde pflügte (eine Falte in den Mantel legen). Und dann war da noch ein Ochsengespann und noch eins und noch eins (jeweils weitere Falten in den Mantel legen, bis zwölf vorhanden sind). Ich dachte mir noch, dass das Feld wohl einem reichen Mann gehört, wenn er zwölf Ochsengespanne hat. Aber dann passierte schon etwas, was mein ganzes Leben durcheinandergebracht hat! Bei dem letzten Ochsengespann hat mich nämlich mein Besitzer mit einem schnellen Griff von den Schultern gezogen und einfach dem Führer dieses letzten Gespanns über die Schultern geworfen (Mantel hochziehen und einmal durch die Luft schwenken).

Da hing ich nun plötzlich über fremden Schultern, das war ein echt komisches Gefühl und Elia ist einfach weitergelaufen. Ohne mich! Aber dieser Mann, über dessen Schultern ich plötzlich hing, lief Elia zum Glück hinterher. Ich dachte, er bringt mich zurück, aber da hab ich mich getäuscht. Die beiden haben seltsame Sachen miteinander geredet. Mein neuer Besitzer sagte zu Elia: „Ich verabschiede mich noch von meinen Eltern.“ Und Elia antwortete: „Mach doch was du willst.“ Komisches Gespräch, oder? Ich hab das in dem Moment gar nicht verstanden. Mein neuer Besitzer ist dann mit mir zurück zu seinen Ochsen gegangen und hat die beiden dort auf der Stelle geschlachtet und seinen Pflug hat er zerschlagen und als Feuerholz benutzt (Mantel zusammenknüllen und als „Lagerfeuer“ auf den Boden / Tisch legen). Dann hat er die Ochsen über dem Feuer gekocht und sie dann mit den Menschen von den anderen Ochsengespannen gemeinsam gegessen. Danach ist er mit mir und Elia zusammen fortgegangen (Mantel wieder hochziehen). Seltsame Geschichte, oder? In dem Moment hab ich das alles gar nicht verstanden, aber inzwischen bin ich doch ein bisschen schlauer geworden! Elia war nämlich ein Prophet – das ist jemand, der den Menschen das weitersagt, was Gott ihm gesagt hat. Und ich – der Mantel – bin ein Zeichen für einen Propheten. Als mich Elia also dem anderen – der hieß übrigens Elisa – über die Schultern geworfen hat, hat er damit ohne Worte gesagt, dass Gott Elisa als seinen Propheten haben möchte. Elisa hat ja auch direkt reagiert und wollte diesem Ruf folgen, darum hat er auch seine Ochsen geschlachtet, er hat mit seinem bisherigen Leben Schluss gemacht und ist mit Elia weitergezogen, um von ihm zu lernen, wie es geht ein Prophet zu sein. Was Elisa danach mit Gott alles erlebt hat, werden ihr in den nächsten Wochen hier zu hören bekommen.

Die andere Idee  

Mitmach-Theater: Zwei Kinder (Elia und Elisa) spielen die Geschichte nach, die ein Mitarbeiter erzählt. Entweder nur pantomimisch, aber es ist auch möglich, dass sie die Sätze, die Elia und Elisa sagen jeweils nachsprechen. Gut wäre es, wenn einige Utensilien vorhanden sind, z. B. ein Mantel oder eine Jacke, zwei Stühle und ein Seil o. ä. als Ochsengespann…

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Jedes Kind soll eine Szene aus der Geschichte malen. Wenn alle fertig sind, können die Bilder gemeinsam in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Sind alle Szenen vorhanden? Welche Szene fehlt?

Gespräch  

In der Manteltasche befinden sich Zettel mit Fragen. Nacheinander zieht jeder den Mantel an, nimmt einen Zettel aus der Tasche und beantwortet die Frage. Dabei können zum Beispiel folgende Fragen auf den Zetteln stehen:

  • Elisa hat seine Ochsen geschlachtet und so einen Teil seines bisherigen Lebens aufgegeben, um Gott zu folgen. Hast du auch schon mal mit etwas aufgehört, weil es Gott zum Beispiel nicht gut findet? Was war das?
  • Hast du schon mal gehört, dass Gott möchte, dass du ihm nachfolgst? Wenn ja, magst du erzählen, wann und wo das war?
  • Hast du schon mal jemanden zu eurer Gruppenstunde eingeladen? Gibt es jemanden, den du gerne einmal einladen möchtest?
  • Gott hat nicht nur Elisa berufen, sein Prophet zu sein, er beruft auch dich. Schau mal in Galater 5,13 nach. Wozu hat Gott uns berufen?
  • Gott hat nicht nur Elisa berufen, sein Prophet zu sein, er beruft auch dich. Schau mal in Epheser 4,1 nach. Wozu hat Gott uns berufen?
  • Gott hat nicht nur Elisa berufen, sein Prophet zu sein, er beruft auch dich. Schau mal in Kolosser 3,15 nach. Wozu hat Gott uns berufen?
  • Gott hat nicht nur Elisa berufen, sein Prophet zu sein, er beruft auch dich. Schau mal in 1. Timotheus 6.12 nach. Wozu hat Gott uns berufen?

(Diese Methode kann auch für die Wiederholung genutzt werden, indem zum Beispiel in der linken Manteltaschen Fragen zur Wiederholung der Geschichte sind und in der rechten Manteltasche die Fragen für das Gespräch.)

Gebet  

Elia hat Gottes Ruf an Elisa weitergegeben, dass er ein Prophet werden soll. Wir sollen vielleicht keine Propheten werden, aber im Neuen Testament können wir lesen, dass Jesus uns ruft, dass wir ihm nachfolgen sollen. Das heißt: Unser Leben mit ihm zusammenleben, Jesus als Freund in allen Situationen dabei zu haben. Möchtest du das?

Jeder bekommt einen Zettel und kann Jesus dort eine Antwort auf diese Frage aufschreiben. Wenn man sich nicht sicher ist, ob man das wirklich will oder was das konkret bedeutet, dann kann man das ganz ehrlich aufschreiben!

(Wenn ihr bei dem Gespräch die Bibelstellen nachgeschlagen habt, können diese Aspekte natürlich mit einbezogen werden: Will ich zu Gottes Volk gehören? Will ich Gottes Freiheit, seinen Frieden etc. in meinem Leben erleben?) 

Spielerisches  

Als Elisa seine Ochsen geschlachtet hat und mit Elia mitgegangen ist, hat er sein bisheriges Leben zurückgelassen, ohne zu wissen, was nun auf ihn zukommen wird. Da musste er Gott vertrauen. Zu vertrauen ist manchmal gar nicht so einfach. Aber man kann es spielerisch üben. Zum Beispiel:

  • Zwei Personen stellen sich gegenüber und eine Person stellt sich in die Mitte. Die Person in der Mitte macht sich ganz steif und lässt sich nach vorne oder hinten fallen, wo sie von den anderen aufgefangen wird, danach geht es in die andere Richtung.
  • Alle stellen sich in einen Kreis und halten sich an den Händen fest (es muss eine gerade Anzahl an Personen sein). Nun lässt sich auf Kommando jeder zweite nach innen fallen und die anderen nach außen. Ggf. können sich alle so hinstellen, dass man sich nach hinten fallen lassen kann.

(T)Extras  

Lieder 
  • Komm mit, schlag ein – Uwe Lal
  • Sei ein lebend’ger Fisch – Margret Birkenfeld
  • Absoluto guto (meinem Gott vertraue ich gerne) – Mike Müllerbauer
  • Ciao, ciao Langeweile – Mike Müllerbauer
Spiele

Zeitungschlagen

Es werden so viele Stühle wie Teilnehmende benötigt (Improvisation ohne Stühle ist auch möglich). Dann werden alle Stühle – bis auf einen! – in einer Reihe aufgestellt, der übrige Stuhl wird in ca. 5-8 m Entfernung der Stuhlreihe gegenübergestellt. Nun bekommt eine Person eine aufgerollte Zeitung in die Hand, die übrigen setzen sich auf die Stühle in der Stuhlreihe. Die Person mit der Zeitung tippt nun eine andere Person auf der Stuhlreihe mit der Zeitung am Knie an und läuft dann zu dem einzelnen Stuhl und legt dort die Zeitung ab. Die angetippte Person läuft hinterher und schnappt sich die abgelegte Zeitungsrolle. Während die erste Person versucht den freigewordenen Sitzplatz einzunehmen, versucht die zweite Person die erste mit der Zeitung anzutippen, bevor diese den Stuhl erreicht hat. Ist die erste Person schneller, tippt nun die zweite Person jemanden in der Stuhlreihe an. Wurde Person 1 jedoch erwischt, ist sie nochmal an der Reihe jemanden anzutippen. So wird weitergespielt, bis man keine Lust mehr hat oder die Zeit um ist.

Das Ziel 

Starter  

Ich darf Gott alles sagen – sogar meine Ängste und Sorgen – denn er ist für mich da.

Checker  

Ich vertraue Gott meine Sorgen an. Auch wenn sie damit nicht sofort verschwinden, weiß ich: er will sie mit mir gemeinsam tragen.

Der Text an sich  

Der Autor betont im 1. Petrusbrief geistliche und moralische Verantwortung der Gläubigen. Das Thema, das sich durch den ganzen Brief zieht, ist die Fremdheit der Christen, welche sich zur Erwählung wendet. Außerdem steht der Zuspruch von Glaubensgewissheit im Fokus, mit der Aufforderung zu einem verantwortungsbewussten Verhalten in Konfliktbereichen.

Der Vers steht am Ende des 1. Petrusbriefs. In den Versen 5-11 geht es um die abschließende Ermahnung und Tröstung der Gläubigen. Petrus spricht dort die Punkte Demut, Vertrauen auf Gott, Widerstand gegen den Bösen und Gottes Fürsorge mitten im Leiden an.

Wenn wir den Vers im Griechischen, also im Urtext anschauen, dann würde der Vers übersetzt heißen „Eure ganze Sorge werft auf ihn, denn es liegt ihm an euch“. In der Basis Bibel steht „…denn er sorgt für euch“. Es macht einen Unterschied, ob er „nur“ für uns sorgt oder, dass es ihm an uns liegt. Für Jesus sind wir so wichtig, dass ein Wunsch von ihm ist, dass wir mit unseren Sorgen zu ihm kommen, weil wir ihm wichtig sind. Sorgen tut er immer für uns, egal, ob wir ihm unsere Sorgen sagen oder nicht. Er freut sich so sehr, wenn wir es tun, weil wir ihm wichtig sind! Das griechische Wort für „werfen“ beschreibt ein bewusstes Loslassen – kein vorsichtiges Hinlegen.

Wir dürfen unseren Sorgen auf Gott werfen, anstatt sie selbst und ganz allein zu tragen. Dadurch wird unser Glauben an Gott gestärkt und darf wachsen. Mit einem festen Glauben dürfen wir uns schützen vor allem, was uns kaputt macht. Petrus fordert die seine LeserInnen dazu auf, ihre Sorgen nicht festzuhalten, sondern sie loszulassen und vertrauensvoll in Gottes Hände zu legen. Damit macht er deutlich: Gott kümmert sich nicht nur allgemein um die Welt, sondern jeder Mensch ist ihm persönlich wichtig. Die Sorgen der Menschen sind ihm nicht egal. Gleichzeitig ist wichtig: Der Vers verspricht nicht, dass es Sorgen wegzaubert, sondern dass Gott uns damit nicht allein lässt. Auf ihn zu vertrauen bedeutet also nicht, keine Angst zu haben, sondern die Angst mit Gott zu teilen.

Die Geschichte von David und Goliath (1. Samuel 17) ist ein gutes Beispiel dafür. David hat seine Sorgen auf Gott geworfen. Er vertraut Gott mehr als seiner Angst und darum glaubt er fest daran, dass er Goliath mit der Hilfe Gottes besiegen kann. Obwohl aus menschlicher Sicht alles dagegensprach: Goliath war viel größer und stärker. Trotzdem: durch Gottes Hilfe konnte David ihn besiegen. David hat nicht für sich und sein Volk gekämpft, sondern in erster Linie für Gott.

Der Text für mich  

Ich merke oft bei mir selbst, dass ich eine Person bin, die sich viele Sorgen und Gedanken macht: Wie wird etwas, was muss ich noch bedenken und wo kann ich noch was zum Besseren verändern?

Gerne habe ich die Dinge im Griff. Doch oft merke ich, dass ich an meine Grenzen komme. Ich habe manches eben nicht in der Hand. Gleichzeitig erlebe ich, wenn ich damit zu Gott komme, wie er mich leitet und führt. Meine Sorgen verschwinden dann nicht automatisch, aber ich spüre, dass Gott sie mitträgt, mit mir zusammen und das fühlt sich gut an. Denn Gott hat mehr Macht als ich und öffnet Türen, die ich selbst nicht gesehen habe.

Gott sorgt sich viel besser um uns, als es ein Mensch es jemals tun könnte. Es heißt nicht, dass du dir nie wieder Sorgen machen darfst. Durch das Abgeben an Gott, können deinen Sorgen kleiner werden und dein Glaube zu Gott darf gestärkt werden!

Du darfst spüren, das Gott aus deinen Sorgen Versorgung entstehen lässt!

Der Text für dich  

Die Kinder heute wachsen in einer Leistungsgesellschaft auf, in der sie mithalten müssen. Sie kennen daher Sorgen aufgrund von Druck in der Schule oder Angst vor Klassenarbeiten. Und das Vergleichen mit anderen kenne sie auch die Sorgen darum, ob sie gut genug sind und die Angst davor ausgelacht zu werden. Kinder kennen Ängste, z.B. vor Streit mit Freunden oder Familie, aber auch die Sorgen, die durch Gedanken an Krieg oder Krankheit aufkommen.

Für die Kinder kann es ermutigend sein, wenn sie hören: Ich bin mit meinen Sorgen und Ängsten nicht allein! Ich darf damit zu Gott kommen und ihm alles erzählen. Und ich muss mich für meine Angst nicht schämen.

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Sorgen-Plakat

Auf einem Flipchart-Papier Sorgen und Ängste der Kinder schreiben. Die Kinder können ihre Sorgen auch als Pantomime darstellen und alle Kinder müssen raten. Anschließend wird das Wort aufgeschrieben.

Nach der Verkündigung können die Sorgen durchgestrichen werden, als Symbol dafür, dass die Sorgen jetzt bei Gott sind.

Idee 2 Blinder Parcours

Ein Kind hat eine Augenbinde auf und wird von einem anderen Kind durch einen Parcours geführt. Der Schwierigkeitsgrad kann individuell angepasst werden zum Beispiel mit anfassen, hinterherlaufen oder führen nur durch die Stimme des führenden Kindes. Der Parcours muss vorher von den Mitarbeitenden aufgebaut werden. Es kann Sorgen oder Angst machen, wenn man blind geführt wird. Die Kinder dürfen erleben, dass Gott wie die führende Person ist, die immer bei ihnen ist.

Verkündigung  

Verkündigungsart: Erzählen mit Spielzeugfiguren

Ich erzähle euch heute von ihm hier (David-Figur zeigen, dann hinlegen). Er liegt abends da und will eigentlich schlafen. Aber er kann nicht. Denn er ist noch viel zu aufgekratzt von den Ereignissen des Tages. Kennst du das auch? Du liegst abends im Bett und bist noch hellwach, weil du an die Dinge denkst, die du heute erlebt hast.

Unser Freund hier, der hatte ein ziemliches Abenteuer hinter sich. Er musste nämlich spontan in einen Kampf ziehen und hatte nur kurz Zeit, sich darauf vorzubereiten und zu überlegen, was er dafür braucht.

Was hättest du an seiner Stelle mit in den Kampf genommen? (Kinder erzählen lassen, mögliche Antworten: Schwert, Schild, Ausrüstung, …)

Ich hätte vermutlich eine Waffe mitgenommen. Und unser Freund hatte ein Schwert und sogar eine Rüstung angeboten bekommen, aber sie passte nicht und war viel zu schwer. Darum machte er es ganz anders:

David, unser Freund hier, wollte nämlich gegen Goliath (große Figur) in den Kampf ziehen. Goliath hatte ein Schwert, einen Schild und was man als Krieger so braucht. Und er war richtig groß und stark. David war dagegen klein. Alle dachten: Wenn David gegen Goliath kämpft, ist doch klar, wie es ausgeht. David wird verlieren.

Doch David entschied sich – anders als Goliath – sich nicht auf seine eigene Stärke und tolle Waffen und Ausrüstung zu verlassen. Sondern tat etwas anderes: Er vertraute auf Gott und kämpfte im Namen des Herrn, d.h. er zog mit Gott an seiner Seite in den Kampf. Mit seinem Hirtenstab, einer Schleuder und fünf Steinen.

Was meint ihr: wer hat den Kampf gewonnen? (hier die Kinder erzählen lassen, was sie von der Geschichte noch wissen und ggfs. ergänzen – du kannst die Kinder beim Erzählen auch vorspielen lassen, wie der Kampf abgelaufen ist)

Goliath verlor den Kampf. Mit Gottes Hilfe besiegte David ihn. Denn David hatte etwas getan, von dem Petrus später in seinem ersten Brief auch spricht. Dort gibt er den Menschen, die an Jesus glauben, nämlich einen Tipp. Er sagt: „All eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ Das hatte David getan. Er hatte sich Gott anvertraut. Und weil er wusste, dass Gott an seiner Seite war und er es nicht allein schaffen musste, gelang ihm das scheinbar Unmögliche.

Vielleicht kennst du das auch: Du hast Angst vor etwas, machst dir Sorgen. Und vielleicht wirkt das dann wie so ein Goliath. Dann steht da ein Angst- oder Sorgen-Riese vor dir.  Dann erinnere dich daran, dass Gott dich liebhat. Er möchte alles von dir wissen – auch deine Ängste und Sorgen. Und er möchte dir helfen, sie zu tragen und damit umzugehen. Deine Sorgen auf Gott zu werfen, heißt nicht, dass dann auf einmal alles ganz einfach ist. Goliath ist auch nicht von allein verschwunden. David musste trotzdem losgehen, den Stein in seine Schleuder legen und zielen. Aber er tat das mit Gott an seiner Seite und das machte ihm Mut.

Genauso ist das bei uns auch, wenn wir unsere Sorgen bei Gott abgeben. Sie verschwinden dann nicht immer sofort. Aber Gott liegt viel an dir. Darum verspricht er, dich nicht allein zu lassen. Er ist da. Manchmal schenkt er dir den nötigen Mut, manchmal gute Gedanken oder Menschen, die uns helfen. Darum – egal, ob du Bammel vor einer Klassenarbeit hast, Streit mit einem Freund hattest, dich im Dunkeln fürchtest oder glaubst, nicht gut genug zu sein – vergiss nicht: Gott ist größer als unsere Angst. Darum wirf all deine Sorgen auf Gott und lass dir von ihm helfen.

Wenn ihr Hinführung 1 gewählt habt, könnt ihr zum Abschluss die vorhin notierten Sorgen durchstreichen, weil Gott sie jetzt bei sich hat.

Die andere Idee  

Alternativ spielt ihr die Geschichte als ein Theaterstück nach (David und Goliath). David kann vor dem Kampf ein Gebet sprechen, wo er seine Sorgen teilt und nach dem Sieg ein Dankgebet sprechen, dass Gott seine Sorgen genommen hat und ihm geholfen hat, wodurch er selbstsicher gegen Goliath kämpfen konnte.

Der Text gelebt  

Gespräch 

Wenn möglich, in Kleingruppen:

  1. Geschichte von den Kindern nochmal erzählen lassen.
  2. Hättest du dich wie David getraut in den Kampf zu gehen, obwohl der andere viel größer und stärker war?
  3. Was machst du, wenn du Angst hast oder dich um etwas sorgst?
  4. Hast du schon mal mit Gott über deine Sorgen und Ängste gesprochen?
  5. Betet gemeinsam.
Merkvers  

Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch 1. Petrus 5,7 (BasisBibel)

Sprecht den Bibelvers als Gruppe mehrmals zusammen, damit er im Kopf bleibt. Zudem könnt ihr ihn noch ausgedruckt mitbringen, dann kann jedes Kind sich den Vers zum Beispiel in die Bibel legen.

Gebet  

Schreibt eure Sorgen auf Klopapier und spült sie in der Toilette runter als Symbol, dass Gott die Sorgen zu sich nimmt (Achtung: achtet darauf, dass dabei das Klo nicht verstopft).
Alternativ: Auf einen Zettel schreiben und diese Zettel anschließend im Lagerfeuer verbrennen (draußen selbstverständlich und in sicherer Umgebung). Dies kann eingeleitet werden mit den Worten: „Jetzt geben wir unsere Sorgen bei Gott ab, damit er sie mit uns trägt.“

Anschließend wird ein Gebet gesprochen: „Wir werfen unsere Sorgen auf dich, weil wir wissen, dass du für uns sorgst. Wir sind dir wichtig. Darum müssen wir die schweren Dinge in unserem Leben nicht allein tragen, sondern du bist an unserer Seite und hilfst uns. Dafür danken wir dir. Amen.“

Kreatives  

Karten gestalten

Im Fokus der Karte soll der Vers aus 1.Petrus 5,7 stehen. Die Kinder dürfen sich dabei kreativ ausleben und versuchen schön zu schreiben. Danach können die Karten noch dekoriert werden mit Stickern, Stempeln oder gemalten Bildern. Zudem kann die Karte auch mit Wassermalfarben oder ähnlichem gestaltet werden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Danach kann die Karte im eigenen Zimmer als Erinnerung aufgehängt oder auch an jemanden verschickt werden.

Alternativ (oder wenn schon Kinder fertig sind) könnt ihr ein großes Plakat mit dem Vers für euren Gruppenraum gestalten.

(T)Extras  

Lieder 
  • Spar dir deine Sorgen
  • Meine Hoffnung und meine Freude
Kreatives

Sorgen-Steine

Jedes Kind gestaltet einen Stein, der sie bei Angst oder Sorgen daran erinnert, dass Jesus an ihrer Seite ist – z.B. mit einem Symbol (Herz, Kreuz, Hand) oder auch einem ermutigenden Satz („Jesus möchte meine Sorgen tragen“, „Ich werfe meine Sorgen auf Gott“ o.ä.).

Spiele

Sorgen-Transport

Jedes Kind bekommt einen Gegenstand als „Sorge“ und soll diese Sorge nun zu „Jesus“ (einem MA) bringen, ohne dafür die Hände zu nutzen. Alles andere ist aber erlaubt. Im Idealfall finden die Kinder heraus, dass es allein schwierig ist, es aber einfacher wird, wenn man sich der Aufgabe gemeinsam stellt. Du kannst verschieden große und schwere Gegenstände verteilen, sodass die Herausforderung mal größer, mal kleiner ist.

Sorgen-Ballon

Auf einen Luftballon wird eine Sorge geschrieben. Die Kinder stehen im Kreis und müssen nun probieren, den Ballon in der Luft zu halten. Nach und nach kommen immer mehr Sorgen-Ballons dazu. Irgendwann werden die Kinder daran scheitern, alle in der Luft zu halten. Dann kann die Spielleitung unterbrechen und den Satz von Petrus aufgreifen: „Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ Und mit den Kindern ins Gespräch darüber kommen, dass es manchmal ziemlich anstrengend sein kann, wenn man viele Sorgen und Ängste hat. Jesus möchte uns diese Dinge gerne abnehmen.

Das Ziel 

Starter  

Dienen ist kein altmodisches Wort, sondern hat mit meinem Alltag zu tun.

Checker  

Gott hat mir Gaben geschenkt, damit ich anderen diene. Dadurch wird Gott sichtbar.

Der Text an sich  

Der erste Petrusbrief richtet sich an Christen in Kleinasien, die aufgrund ihres Glaubens Ausgrenzung, Spott und Unsicherheit erleben und daher unter Druck stehen. Viele von ihnen haben die alten Götter verlassen. Nun gehören sie zu einer kleinen, fremden Minderheit.

In Vers 7 sagt Petrus: „Das Ende aller Dinge ist nah“ – damit will er keinesfalls Panik schüren, sondern den Menschen bewusst machen, dass die Zeit begrenzt und kostbar ist. Daher sollen sie:

  • V7: Besonnen sein und einen klaren Kopf bewahren, um beten zu können
  • V8: ausdauernd an der Liebe zueinander festhalten
  • V9: gastfreundlich sein, ohne sich zu beklagen
  • V10: einander dienen mit den Gaben, die Gott uns geschenkt hat

In Vers 11 macht Petrus deutlich, worum es letztlich geht: So soll in allem, was ihr sagt und tut, Gott durch Jesus Christus verherrlicht werden.“ (BB)

Die von Petrus geforderten Dinge (Besonnenheit, Gebet, Liebe, Gastfreundschaft, Dienen) gehören nicht zu einem moralisches Zusatzprogramm, sondern sind Ausdruck davon, dass wir zu Gott gehören. Wer von Gott beschenkt wurde, soll seine Gaben für andere einsetzen und wird so selbst zum Geschenk für andere, auf dass alle sehen: Gott ist groß!

Jesus macht in Johannes 13,1-17 deutlich, was es heißt, einander zu dienen. Anhand dieser Geschichte können wir verstehen, was Petrus meint in seinem Brief meint. Denn bei der Fußwaschung übernimmt Jesus die Aufgabe des niedrigsten Dieners. Das war damals eine beschämende Arbeit. Gerade dadurch zeigt Jesus: Wer bei Gott groß sein will, lernt zuerst zu dienen. Und man kann kein Leiter sein, wenn man nicht auch ein Diener ist. Jesus erklärt seinen Jüngern: Er dient ihnen, weil er sie liebt und sie ihm wichtig sind. Darum gibt er ihnen den Auftrag auch einander zu dienen.

Der Text für mich  

„Dienen“ ist für uns heute kein Wort mehr, das wir in unserer Alltagssprache nutzen. Es kommt aus dem althochdeutschen und wird von dem Wort Knecht abgeleitet. Es ist auch eher negativ konnotiert. Zu dienen, das ist in unseren Köpfen oft etwas Unangenehmes und Niedriges.

Wenn Jesus sagt: „Dienet einander“ dann meint er nicht, einmal im Jahr öffentlich anderen Menschen die Füße zu waschen. Das trifft den Auftrag nicht.  Beim Dienen geht es nicht um größtmögliche Aufmerksamkeit, sondern ich diene, weil ich Jesu Liebe weitergeben will an die Menschen, die mir anvertraut sind und denen ich begegne.

Ich setze meine Gaben ein, um einer einzelnen Person oder einer Gruppe zu helfen. Ohne zu fragen, welchen Vorteil ich dadurch bekomme oder welche gesellschaftliche Anerkennung mir zuteilwird. Wenn wir uns symbolisch an Gründonnerstag die Füße waschen, dann ist das ein eindrückliches Erlebnis. Es ging Jesus aber nicht um diese eine konkrete Handlung, sondern darum sich für andere einzusetzen, in dem ich Menschen z.B. bei Dingen unterstütze, die sie nicht allein können. Da gibt es so viele Möglichkeiten, die mir von Gott geschenkten Gaben einzusetzen.

Der Text für dich  

Kinder und Jugendliche kommen in viele Situationen, bei denen sie anderen helfen können, z.B. in der Schule beim Klassendienst, im Schulgarten oder indem man jemandem etwas erklärt, was er noch nicht verstanden hatte. Aber auch zu Hause gibt es Dinge, für die die Kinder zuständig sind.

In unseren Kindergruppen lernen die Kinder Gott kennen. Sie hören auch von seinem Auftrag einander zu dienen. Wichtig ist, dass sie erfahren, wie Jesus das gemeint hat. Nämlich das „Dienen“ nicht heißt: Ich muss alles allein machen und werde ausgenutzt. Sondern, dass es darum geht, freiwillig etwas für den anderen zu tun, weil er mir wichtig ist. Und das geht eben auch verschiedene Art und Weise. Was es bedeutet, sehen sie dann bei uns Mitarbeitenden. Sind wir ihnen da ein Vorbild?

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Tischdekoration

Heute gibt es eine besondere Jungscharstunde. Wir gestalten gemeinsam eine Tischdekoration. Jeder dekoriert einen Platz. Dazu gibt es kleine Luftballons, besondere Servietten, Lichter. Wenn alles fertig ist, dann dürfen die Kinder sich hinsetzten. Aber niemand darf sich an den von ihm selbst dekorierten Platz setzen. Vielleicht fällt das manchen Kindern schwer, weil sie gerne an „ihrem“ Platz gesessen hätten. Wir fordern die Kinder auf: „Diesen Platz hat jemand mit viel Mühe für dich dekoriert.“ Dadurch spüren die Kinder Wertschätzung, denn da hat sich jemand für sie Mühe gegeben. Und mit dem Dekorieren des Platzes hat jedes Kind für ein anderes etwas Gutes getan. Das ist das Thema heute.

Idee 2 Rucksack

Ein Rucksack steht vorne. Du sagst: „In diesem Rucksack sind Dinge, die etwas über uns verraten.“ Nacheinander ziehst du Gegenstände heraus, z.B.:

  • Buch, d.h.: „Ich kann gut lesen oder erklären.“
  • Taschenrechner, d.h.: „Ich verstehe Mathe gut.“
  • Pflaster, d.h.: „Ich kann gut trösten.“
  • Pinsel, d.h.: „Ich bin kreativ.“
  • Ball, d.h.: „Ich motiviere andere.“
  • Keks, d.h.: „Ich teile gerne.“

Nachdem du alle Gegenstände rausgezogen hast, kannst du fragen, ob Kinder noch Ideen ergänzen wollen. Dann kommt die entscheidende Frage: Was wäre, wenn ich all diese Dinge im Rucksack lasse und für mich behalte? Wenn ich niemanden trösten würde, wenn ich nicht teilen oder andere motivieren würde? (Kinder antworten lassen, wenn nötig ergänzen: Dann helfen diese Dinge niemandem, erfüllen ihren Zweck nicht)

Überleitung: Gott hat jedem von uns etwas in den Rucksack gelegt. Wir sagen dazu: Gott hat jedem Gaben geschenkt, also Dinge, die wir gut können. Aber er hat sie uns nicht geschenkt, damit wir sagen: ‚Schaut mal, was ich alles kann!‘, sondern weil wir einander damit dienen sollen, d.h. dass wir uns damit gegenseitig helfen sollen.

Verkündigung  

Verkündigungsart: Erzählen mit Gegenständen

Erzähler: Petrus hat mal einen Satz geschrieben, der heißt: „Dient einander mit den Gaben, die Gott euch geschenkt hat“ (1 Petr 4,10). Aber diesen Satz hat Petrus nicht so einfach erfunden. Er hat es selbst erlebt. Aber fragen wir doch mal diese drei Gegenstände, die auch dabei waren, wie das eigentlich kam. Hallo, wer bist du denn?

Schürze: Ich bin nur eine Schürze. Nicht einmal aus einem besonderen Material oder so. Sondern eine ganz gewöhnliche Arbeitsschürze. Meine Aufgabe ist es Schmutz abzufangen. Aber ob ihr es glaubt oder nicht: Ich – eine einfaches Stück Stoff – war total wichtig. Jesus hat mich nämlich benutzt.

Erzähler: Wofür hat Jesus dich denn benutzt? Und wie kam das?

Schürze: Eines Abends saß Jesus mit seinen Jüngern zusammen. Es war ein ganz besonderes Fest: das Passahfest. Den ganzen Tag hatten die Jünger alles vorbereitet und schienen voller Vorfreude auf das gemeinsame Essen. Doch als sie am Tisch saßen, war etwas komisch.

Erzähler: Es war komisch? Warum, hat jemand einen Witz erzählt?

Schürze: Nein. Es war merkwürdig komisch. Denn niemand hatte daran gedacht, den Jüngern die Füße zu waschen.

Erzähler: Oh je! Das ist wirklich komisch. Damals liefen die Menschen in Sandalen über staubige Straßen. Die Füße waren abends also echt schmutzig. Normalerweise wusch doch dann der niedrigste Diener im Haus den Leuten die Füße.

Schürze: Ja genau. Aber diesmal nicht. Und da stand Jesus plötzlich auf. Er zog sein Obergewand aus und dann nahm er mich – die Schürze – und band mich um sich.

Erzähler: Da haben die Jünger aber bestimmt geguckt, oder? Sicher waren sie erstaunt darüber, was er jetzt tat.

Schüssel: Allerdings. Und hier kam ich ins Spiel: Ich bin eine Schüssel und in mir war das Wasser zum Füße-Waschen. Jesus nahm mich. Er kniete sich vor den ersten Jünger. Und er begann, ihm die Füße zu waschen. Keiner sagte ein Wort. Es war ganz still im Raum.

Erzähler: Unglaublich – Jesus hat also dem Jünger die Füße gewaschen – so wie ein Diener?

Handtuch: Er hat sie nicht nur gewaschen – er hat sich auch abgetrocknet. Mit mir, dem Handtuch. Jesus hörte auch nicht bei einem Jünger auf. Nein, er ging von einem zum anderen, bis alle Füße sauber waren. Das werde ich nie vergessen.

Erzähler: Und was passierte dann?

Handtuch: Als Jesus fertig war, setzte er sich wieder an den Tisch. Er sagte: „Ich wünsche mir, dass ihr einander dient. Ich habe euch heute ein Beispiel dafür gegeben.“

Erzähler: Wow, was für eine verrückte Geschichte. Aber richtig stark von Jesus, dass er nicht nur darüber gesprochen hat, dass die Jünger einander dienen sollen, sondern ihnen gezeigt hat, was dienen heißt. Ich glaube, Petrus hat das an diesem Abend wirklich verstanden. Denn Jahre später schreibt er im ersten Petrusbrief, den wir auch in der Bibel finden: „Dient einander. Jeder mit der Gabe, die Gott ihm gegeben hat.“ Und „So soll in allem, was ihr sagt und tut, Gott durch Jesus Christus verherrlicht werden.“ Das heißt so viel wie: Nutze das, was Gott dir gegeben hat. Damit hilfst du anderen und es wird sichtbar: Gott ist groß!

Die andere Idee  

Teile die Kinder in Gruppen auf. Jede Gruppe bekommt einen Abschnitt der Fußwaschung und wird – wenn möglich – von einem Mitarbeitenden begleitet.

Nun sollen sie den Text lesen und überlegen: Was tut Jesus? Wie reagieren die Jünger? Was lernen wir über Dienen?

Danach legt jede Gruppe mit Figuren ein kleines Bodenbild und erzählt ein bisschen was dazu.

Im Anschluss liest eine mitarbeitende Person den Text aus 1. Petrus 4,7–11 vor und geht auf die Frage ein, wie beide Texte miteinander verbunden sind. Und was man aus ihnen über das Dienen lernen kann.

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Anhand der Schürze, der Schüssel und des Handtuchs wiederholen die Kinder, was in der Geschichte passiert ist und was Dienen bedeutet.

Gespräch  

Wir setzen uns an den gedeckten Tisch. Was denkt ihr, warum jeder von euch nicht an seinem geschmückten Platz sitzt? Die Kinder erzählen lassen. Ihr habt, ohne es zu wissen, einem anderen Kind einen Dienst erwiesen. Ihr habt den Platz so dekoriert, dass er für euch richtig großartig aussieht. Jesus gibt uns den Auftrag zu dienen. Was denkt ihr, meint er damit? Wo hast du schon einmal jemandem geholfen? Und wie hat sich das für dich angefühlt? Wie fühlt es sich an, wenn dir jemand hilft?

Merkvers  

Dient einander mit den Fähigkeiten, die Gott euch geschenkt hat – jeder und jede mit der eigenen, besonderen Gabe! 1. Petrus 4,10 (Gute Nachricht)

Wir schreiben die einzelnen Wörter auf je 1 Blatt Papier und legen sie durcheinander auf den Boden. Jetzt versuchen wir, den Bibelvers in die richtige Reihenfolge zu bringen. Danach sprechen wir ihn mehrmals.

Gebet  

Auf jede Seite von einem Gebetswürfel schreiben wir ein Anliegen oder einen Dank. Dann darf jedes Kind (oder 2-5 Kinder, je nach Gruppengröße) einmal würfeln und das Kind oder ein Mitarbeitender/eine Mitarbeitende betet dafür. 

Spielerisches  

Capture the Flag

Es gibt zwei Teams. Jedes Team hat ein Gebiet, das ihm gehört und eine Flagge.

Ziel des Spiels ist das Erobern der gegnerischen Fahne durch Zusammenarbeit, möglichst ohne gefangen zu werden. Es wird gleichzeitig angegriffen und verteidigt, gefangene Kinder kommen ins „Gefängnis“, aus dem sie durch Abklatschen wieder befreit werden können.

Eine ausführliche Spielbeschreibung und -varianten findet man im Internet.

(T)Extras  

Kreatives

Danke-Plakat

Erstellt ein großes Plakat für euren Gruppenraum. In die Mitte schreibt ihr: „Ich habe erlebt, dass mir jemand gedient hat, als …“. Um diesen Satz herum können die Kinder den Satz mit Dingen vervollständigen, die sie erlebt haben.

Gaben-Hand basteln

Die Kinder zeichnen ihren Handumriss auf ein Papier. Dann können sie für sich allein oder gemeinsam überlegen, wer welche Gaben hat und davon in jeden Finger je eine Gabe schreiben oder malen. In die Mitte der Handfläche können sie schreiben: „Gott hat mir diese Gaben geschenkt“.

Gaben-Paare suchen

Im Vorfeld überlegst du dir verschiedene Gaben (z.B. trösten, erklären, teilen, zuhören) und eine dazu passende Bewegung und schreibe sie auf Kärtchen. Dann wird Menschen-Paare suchen gespielt, d.h. 2 Kinder gehen vor die Tür. Die anderen stellen sich in mehrere Reihen auf und dürfen jeder eine Karte ziehen. Dann kommen die beiden Kinder, die gegeneinander spielen wieder herein. Immer abwechselnd dürfen sie „zwei Karten“ umdecken, indem sie auf zwei der Kinder auf dem Spielfeld zeigen. Kinder, die eine Gabe auf ihrer Karte hatten, nennen diese, wenn sie drangenommen werden. Kinder mit einer Bewegung führen diese aus, wenn sie dran sind. Findet eines der spielenden Kinder ein Pärchen, stellen die beiden Kinder sich hinter das spielende Kind und dieses ist nochmal an der Reihe. Wer am Ende die meisten Pärchen hat, gewinnt.

Das Ziel 

Starter  

Jesus ist gestorben und auferstanden, damit wir in Ewigkeit bei Gott leben können.

Checker  

Alle, die an Jesus glauben, dürfen sicher wissen, dass sie nach dem Tod für immer bei Gott leben werden.

Der Text an sich  

Petrus richtet seinen Brief an Christen, die Anfechtung und Verfolgung erleben. In ihren Schwierigkeiten und ihrer Not möchte er ihnen Mut machen, indem er ihnen die besondere Hoffnung vor Augen hält, die sie durch den Glauben an Jesus haben. 

Gelobt sei Gott (V3): Trotz des Wissens um die schwierige Situation der Christen, an die Petrus schreibt, beginnt er seinen Brief mit einem großartigen Lob Gottes. Dieser Jubel ist nicht unbegründet, denn die Hoffnung, von der Petrus schreibt, hat die Kraft uns auch in schweren Zeiten zu tragen.

Neu geboren/Wiedergeboren (V3): Dieser Begriff bezieht sich auf die „geistliche Geburt“. Alle die an Jesus als den Sohn Gottes und ihren Retter glauben, werden Teil der Familie Gottes. Dabei macht Jesus uns frei von aller Schuld. Wir erhalten ein neues Leben und werden zu ganz neuen Menschen. Allen Menschen die „wiedergeboren“ sind, gilt das Versprechen dieser lebendigen Hoffnung.

Lebendige Hoffnung (V3): Das griechische Wort für Hoffnung ist etwas anders zu verstehen als unser deutsches Wort. Wenn wir von Hoffnung sprechen, dann oft im Sinne von „Hoffentlich wird das Wetter schön“ – also eher ein Wunsch als eine Tatsache. Das griechische Wort für Hoffnung bezeichnet eine begründete Erwartung: „Ich bin sicher, selbst wenn ich es noch gar nicht sehen kann“.
Die Hoffnung, von der Petrus hier spricht ist begründet darin, dass Jesus von den Toten auferstanden ist und lebt. Das ist die Grundlage unserer Hoffnung (also das sichere Wissen) dass alle, die an ihn Glauben ebenfalls auferstehen und in Ewigkeit mit ihm leben werden.

Erbe (V4): Diese Hoffnung auf das ewige Leben beschreibt Petrus nun nochmal mit einem anderen Begriff – dem Erbe. Auch dieses Bild vom Erbe macht deutlich, dass uns als Christen das ewige Leben schon heute gehört, auch wenn wir es bisher noch nicht in Besitz genommen haben.
Dieses Erbe ist rein, unvergänglich und verliert nie seinen Wert. Es kann uns auch nicht weggenommen werden, denn Gott bewahrt es im Himmel sicher für uns auf. Damit ist es größer und wertvoller als alles, was uns diese Welt bieten kann.

Er bewahrt euch durch seine Macht (V5): Petrus macht den verfolgten Christen Mut, dass Gott das Erbe, aber auch sie selbst, die Erben, bewahrt. Auch wenn ihre Gegenwart unsicher ist: ihre Zukunft ist sicher. Denn Gott wird sie mit seiner Kraft schützen, indem er ihren Glauben trotz aller Schwierigkeiten bis zum Ende bewahrt.

Im Feuer gereinigt (V7): Gold wird im Feuer gereinigt, um seine Echtheit zu überprüfen. Unser Glaube ist viel wertvoller als vergängliches Gold. Es ist also nur verständlich, dass etwas so Wertvolles geprüft werden muss. In dieser Welt kommt es vor, dass wir für den Glauben an Jesus leiden müssen. Wenn wir das erleben, dürfen wir uns darüber freuen, denn dadurch wird geprüft, ob unser Glaube echt ist. Dieses Prüfen bestätigt die Echtheit und den Wert unseres Glaubens, so wie das Feuer den Wert und die Echtheit des Goldes ans Licht bringt.

Der Text für mich  

Ich bin dankbar, dass ich in meinem Leben wenig von diesem Leiden für meinen Glauben an Jesus erlebe. Aber auch wenn ich keiner offenen Verfolgung ausgesetzt bin wie die Menschen, an die Petrus schreibt, so erlebe ich doch Zweifel, Entmutigung, geistliche Trockenheit oder Druck im Alltag, die meinen Glauben auch die Probe stellen. Darum ist dieser Text eine großartige Ermutigung für mich. Einerseits, weil er mir die Hoffnung auf das ewige Leben in Erinnerung ruft, das mir durch Jesus schon heute gehört. Und andererseits, weil er deutlich macht, dass es Gott ist, der mich trägt und meinen Glauben bewahrt. Ich bin nicht auf mich allein gestellt. 

Der Text für dich  

Die Auswirkungen unseres Glaubens an Jesus beginnen im hier und jetzt und reichen gleichzeitig bis über den Tod hinaus in die Ewigkeit. Dieser Text betont besonders die Ewigkeitsperspektive, die auch für Kinder wichtig und tröstlich sein kann.

Die Frage „Was kommt nach dem Tod?“ wird für Kinder besonderes dann relevant, wenn sie erleben, dass ein Haustier, die Großeltern oder sogar ein Elternteil stirbt. Aber auch durch die Konfrontation mit Nachrichten über Kriege und Naturkatastrophen, kann diese Frage ein Kind bewegen.

Durch den Bibeltext spricht Petrus den Menschen zu: „Du bist nicht allein. Und deine Zukunft ist sicher, weil Gott auf dich aufpasst.“ Dieses Wissen darum, welchen Schatz unser Glaube bereithält, kann Kinder stark machen und ihnen helfen auch in schwierigen Situationen fröhlich durchs Leben zu gehen. 

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Was bleibt?

Vorbereitung: Zeichne auf ein Blatt Papier mit Filzstift oder Tinte eine Schatzkiste. Zeichne auf ein zweites Papier mit Kugelschreiber eine Schatzkiste.

Sammelt gemeinsam Gegenstände, die für die Kinder wertvoll sind (z.B. Geld, Handy, Auto, …) und schreibt sie mit Filzstift oder Tinte in die erste Schatzkiste. Schreibt in die zweite Schatzkiste mit Kuli „lebendige Hoffnung“. Legt beide Papiere anschließend in eine Schale mit Wasser. Nach einiger Zeit löst sich der Filzstift auf. (Tipp: Spiel zwischendurch ein Spiel und schaut anschließend nach, was mit den Schatzkisten passiert ist.)

Impuls:
All diese Dinge, die uns so wertvoll vorkommen halten nicht ewig. Sie können kaputt gehen, ihren Wert verlieren und spätestens, wenn wir einmal sterben, müssen wir sie zurücklassen. Aber in der Bibel steht, dass es eine „lebendig Hoffnung“ gibt, die für immer bleibt. Was das bedeutet, finden wir heute gemeinsam heraus.

Idee 2 Ein geheimnisvoller Brief

Vorbereitung: Schreibt den Text des Briefes aus der Verkündigung groß auf Papier und zerschneidet es in mehrere Puzzleteile. Versteckt die Puzzleteile im Haus.

Heute ist etwas Unglaubliches passiert: Ihr habt einen uralten, geheimnisvollen Brief bekommen! Niemand weiß genau, von wem er stammt – aber er sieht sehr wertvoll aus. Das Papier ist brüchig und vergilbt, als wäre es schon viele hundert Jahre alt. Doch leider hat der Wind, der durch ein offenes Fenster kam, alles durcheinandergebracht und die einzelnen Teile des Briefes im ganzen Haus verteilt. Findet alle Teile des Briefes und setzt sie wieder zusammen.

Verkündigung  

Verkündigungsart: Brief

Ein verschollener Brief aus alten Zeiten ist zu euch gelangt. Der Brief kommt direkt von Petrus – dem Jünger. Findet gemeinsam heraus, was der Inhalt des Briefes bedeutet.

Bereitet den Brief mit dem untenstehenden Text für eure Gruppe vor. Auf dem Briefumschlag steht als Absender Petrus. Der Brief kann z.B. alt oder zerknittert aussehen.

  • Überlegt, wie der Brief zu den Kindern kommt (ein MA bringt ihn mit, ihr schaut gemeinsam in den Briefkasten, …)
  • Sprecht mit den Kindern darüber, ob sie eine Idee haben, wer dieser Petrus auf dem Briefumschlag sein könnte. Anschließend könnt ihr den Brief öffnen und gemeinsam lesen.
  • Fragt die Kinder, ob sie eine Idee haben, was der Text bzw. die einzelnen Begriffe bedeuten könnten. Erklärt anschließend die Bedeutung mit Hilfe der Impulse weiter unten. Der Fokus soll auf den fettmarkierten Begriffen liegen.

Brieftext:

Dieser Brief ist von Petrus, einem Jünger von Jesus Christus.

Ich schreibe an diejenigen, die an Jesus glauben, an alle in Pontus, Galatien, Kappadozien, der Provinz Asien, Bithynien und … (euer Ort).

Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, denn er hat uns in seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren.

Jetzt haben wir eine lebendige Hoffnung, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. 

Denn Gott hat für seine Kinder ein unvergängliches Erbe, das im Himmel für euch aufbewahrt wird. 

Er ist mächtig genug, um euren Glauben zu beschützen, bis ihr das ewige Leben empfangt. Am Ende der Zeit werden es alle sehen.

(Der Rest des Briefes ist leider verschmiert und unleserlich)

Wiedergeboren:

Figur (vorne schwarz, hinten weiß)

Wir Menschen leben von Gott getrennt. Wir passen nicht zu ihm, denn unser Leben ist voller Sünde, also Dinge, die wir tun und die Gott nicht gefallen. Darum sehen wir aus wie dieses schwarze Männchen (Männchen mit schwarzer Seite zeigen).

Aber wenn wir glauben, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist, um unsere Sünde wegzunehmen und alles zu beseitigen, was zwischen uns und Gott steht, dann macht er uns zu ganz neuen Menschen. Er nimmt tatsächlich alle Schuld aus unserem Leben weg und macht uns ganz weiß und rein (Männchen auf die weiße Seite drehen). Wenn das passiert ist, sind wir wiedergeboren. Wir gehören dann zu Gottes Familie und dürfen seine Kinder sein.

Lebendige Hoffnung:

Hügel mit Kreuz und offenem Grab

Bestimmt kennt ihr die Geschichte, wie Jesus am Kreuz gestorben ist (Kreuz hinlegen). Nachdem er gestorben war, wurde er in ein Grab gelegt und der Eingang mit einem großen Stein verschlossen (Hügel hinlegen, Grab mit Stein verschließen). Die Jünger damals dachten: Jetzt ist alles vorbei – Jesus ist tot. Jetzt haben wir keine Hoffnung mehr.

Aber dann ist das Unglaubliche passiert. Nach drei Tagen ist Jesus von den Toten auferstanden (Stein vom Grab nehmen). Jesus lebt und durch ihn haben wir die Hoffnung auf ein ewiges Leben bei Gott.

Erbe:

Schriftrolle/Testament

Dieses Ewige Leben ist wie ein Erbe. Allen, die an Jesus glauben, gehört dieses Ewige Leben, auch wenn man es jetzt noch gar nicht sehen kann. Es ist wie ein Testament, auf dem unser Name eingetragen ist. 

Und dieses Erbe, das Ewige Leben, ist der wertvollste Schatz, den man bekommen kann. Denn auch, wenn wir jetzt noch auf dieser Erde leben, dürfen alle, die an Jesus glauben, ganz sicher wissen, dass sie nach dem Tod für immer bei Gott leben werden. Und egal was passiert, uns kann das niemand mehr wegnehmen. 

Die andere Idee  

Theaterstück:

Petrus sitzt an seinem Schreibtisch und denkt laut darüber nach, was er den Christen, die gerade so viel Schweres erleben, als Ermutigung schreiben könnte. Er hat viele Ideen, womit man Menschen trösten könnte. Aber schlussendlich gibt es nur eine Sache, mit der er den Christen wirklich Mut machen kann: Er will sie daran erinnern,

  • dass Jesus für sie gestorben und auferstanden ist
  • dass sie zu Gottes Familie gehören, weil Jesus sie zu neuen Menschen gemacht hat
  • Dass Gott einen wertvollen Schatz für sie bereithält: das Ewige Leben

Lest im Anschluss an das Theaterstück den Bibeltext aus 1.Petr. 1,3-7 gemeinsam.

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Verwendet die Emojis aus „Rätselhaftes“ und bringt sie entsprechend dem Brief in die richtige Reihenfolge. Anschließend können die Kinder versuchen den Inhalt des Briefes mit eigenen Worten zusammenzufassen. (Um es zu vereinfachen, könnt ihr auch nur einen Teil der Emojis verwenden.)

Gebet  

Die unterschiedlichen Gebete werden auf Zettel geschrieben und auf den Boden gelegt. Dort stehen auch Teelichter und eine brennende Kerze (oder LED-Teelichter und -Kerze).

Alternativ können die Gebete und Kerzen auch in verschiedene Ecken des Raumes verteilt werden, sodass die Kinder während der Gebetszeit durch den Raum gehen.

Die Kinder können überlegen, ob sie eines der Gebete still sprechen möchten und als sichtbares Zeichen für ihr Gebet eine Kerze anzünden. Ein MA spricht ein Abschlussgebet, um die Gebetszeit zu beenden.

Mögliche Gebete:

  • Danke Jesus, dass du mir Hoffnung gibst.
  • Danke Jesus, dass du mir ewiges Leben gibst.
  • Jesus, ich möchte gerne ewig bei dir leben.
  • Jesus, ich möchte, dass du mich zu einem neuen Menschen machst.
  • Jesus, ich möchte dich besser kennenlernen.
  • … 
Spielerisches  

Briefe zustellen

Material: Sehr viele kleine Karten/Briefe auf denen jeweils eine Ortschaft oder Name der MitarbeiterInnen aus den Postämtern steht. Einige Briefe sind auch als unzustellbar markiert oder die Schrift unleserlich. Kleine Steine, Bonbons oder Ähnliches als Währung.

  • Im Haus oder auf dem Gelände werden mind. 3 Postämter aufgebaut und mit jeweils einem Mitarbeitenden besetzt. Jedes Postamt erhält ein Schild mit einem Ortsnamen (z.B. Pontus, Galatien, Kappadozien, Provinz Asien, Bithynien oder Ortschaften aus eurer Umgebung).
  • Zum Spielstart erhält jedes Kind einen Brief. Die Aufgabe ist nun, den Brief an das richtige Postamt zuzustellen. Wird der Brief erfolgreich abgegeben, erhält das Kind einen Stein o.ä. als Bezahlung sowie einen neuen Brief.
  • Ein/e freie/r Mitarbeitende/r kann die abgegebenen Briefe immer wieder an die anderen Postämter verteilen, sodass die Briefe nicht ausgehen.
  • Das Spiel endet nach einer von euch festgesetzten Zeit. Das Kind mit den meisten Steinen hat gewonnen.
  • Variante: Unter den Briefen sind auch unleserliche oder als unzustellbar markierte Briefe. Ein unzustellbarer Brief kann an jedem Postamt abgegeben werden (außer dort, wo das Kind den Brief erhalten hat.) Die Abgabe kostet jedoch zwei Steine.
  • Variante: Wird das Spiel zu einfach, könnt ihr z.B. immer nach 5 Minuten die Namen der Ortschaften an den Postämtern vertauschen.
Rätselhaftes

Druckt die Emojis und die Schlüsselbegriffe aus und verteilt sie wie ein Paare-Suchspiel auf dem Boden. Spielt anschließend das Spiel in zwei Gruppen und findet jeweils die passenden Emojis zu den Schlüsselbegriffen.

  • Brief ✉️
  • Petrus 👤
  • Jünger 👣
  • Jesus Christus ✝️
  • Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien, Bithynien 🌍
  • Gott und Vater 👑 👨
  • Gelobt sei Gott 🎺
  • Barmherzigkeit ❤️
  • Wiedergeboren ❤️🍼
  • Lebendige Hoffnung 🌅⚓️
  • Auferstanden ⬆️✨
  • Tote ⚰️
  • Kinder Gottes 👨‍👩‍👧‍👦
  • Unvergängliches Erbe 📜💎
  • Himmel ☁️
  • Aufbewahrt 📦
  • Mächtig 💪
  • Glaube 🔥🙏
  • Ewiges Leben ♾️✨
  • Ende der Zeit ⏳ 

(T)Extras  

Lieder 
  • Meine Hoffnung und meine Freude
  • Gott ist stark
  • Jesus lebt
Kreatives

Hoffnungs-Anker

Die Kinder gestalten aus Tonkarton und Schnur einen Anker mit ihrem Namen darauf. Außerdem können sie noch „Meine Hoffnung lebt“ oder „Jetzt haben wir eine lebendige Hoffnung, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist.“ draufschreiben.

Das Ziel 

Starter  

Jesus hat freiwillig unsere Schuld getragen, damit wir frei von allem sind, was uns von Gott trennt und wieder nah bei ihm sein können. 

Checker  

Was Gott verspricht, erfüllt er auch. Jesus ist der versprochene Retter und hat stellvertretend unsere Strafe getragen – genau das war Gottes Plan. 

Der Text an sich  

In diesem Text beschreibt Jesaja etwa 700 Jahre vor Christus den sogenannten „Gottesknecht“. Dabei handelt es sich um einen Ehrentitel für den von Gott Auserwählten – den Messias, den versprochenen Retter.  

Zusammengefasst wird dieser Retter als unattraktiv und verachtet beschrieben. Er wird wehrlos verurteilt, brutal misshandelt und hingerichtet. Zugleich ist er vollkommen sündlos und nimmt stellvertretend unsere Schuld auf sich. Nach seinem Tod wird er wieder leben und auf den Ehrenplatz erhoben werden. 

Mit dieser Prophezeiung räumt Jesaja mit der Vorstellung eines Messias als mächtigen Feldherrn auf, der seine Feinde gewaltsam vernichtet. Stattdessen wird klar vorausgesagt, dass der Retter auf eine ganz andere Weise retten, befreien und siegen wird – auf eine Weise, die unsere menschlichen Vorstellungen übersteigt. 

Wenn wir den Text heute lesen, denken wir unweigerlich an Jesus. Die Prophezeiungen erfüllen sich in seinem Leben, Leiden, Sterben und Auferstehen in bemerkenswerter Genauigkeit. Selbst einzelne Details stimmen: etwa, dass Jesus während der Anklage schwieg oder dass er nach seinem Tod in das Felsengrab eines Reichen – Josef von Arimathäa – gelegt wurde. 

Auch die Aussage, dass er Krankheit und Schmerz auf sich nahm, erfüllte Jesus, indem er Menschen heilte, Tote auferweckte und Leid in Freude verwandelte. Doch über die körperliche Krankheit hinaus ist hier vor allem die gottesfeindliche, geistliche Krankheit gemeint – die Sünde. Diese trug Jesus am Kreuz für uns, sodass wir in Gottes Augen rein und heil(ig) sind und unsere Beziehung zu ihm geheilt wird. 

Obwohl die Prophezeiungen Jesajas den Juden schon über hundert Jahre vor Christus bekannt waren und Jesus beim Vorlesen aus der Jesaja Schriftrolle in der Synagoge klar sagt, dass ER ihre Erfüllung ist (Lukas 4,16–21), erkannten sie ihn – bis heute – nicht als den Messias an. Tragischerweise kündigt Jesaja auch diese ablehnende Reaktion bereits an. Die Prophezeiung erfüllt sich somit tatsächlich bis ins Detail. 

Doch sie ist noch nicht abgeschlossen. Wie Jesaja 52,15 sagt, erkennen auch heute noch Völker und Könige, dass Jesus für sie gestorben ist und sie von ihrer Schuld reinigt. Vollendet wird dies, wenn Jesus mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken wiederkommt (Matthäus 24,30). Dann wird jeder ohne Ausnahme erkennen und bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist (Philipper 2,9–11). 

So ist diese alte Prophezeiung Jesajas bis heute gültig – und von großer Bedeutung für uns. 

Der Text für mich  

Dieser Text berührt mich in dreifacher Hinsicht: 

1. Gott hat einen Plan. Er teilt ihn uns mit und bleibt ihm treu – auch wenn ich nicht immer sofort sehe und es für mein Gefühl manchmal etwas länger dauert. Er hält jedes einzelne Versprechen. Deshalb kann ich ihm vertrauen. Wenn ich den Kindern davon erzähle, gebe ich ihnen keine fake News oder fiktiven Geschichten weiter, sondern wahre, lebenswichtige Inhalte, die sie kennen müssen. 

2. Mir wird neu bewusst, wie grundlegend anders Gott im Vergleich zu uns Menschen handelt. Er arbeitet nicht mit Gewalt, Unterdrückung oder Zerstörung, um sein Ziel zu erreichen. Sein Weg ist geprägt von einer grenzenlosen Liebe – einer Liebe, die bereit ist zu leiden, die eigene Ehre und Herrlichkeit aufzugeben und sogar das Leben hinzugeben, damit wir Menschen gerettet werden können. 

3. Die eindrücklichen Schilderungen im Text bewegen mich zutiefst. Unglaublich, was Jesus an meiner statt auf sich genommen hat. Als Mutter weiß ich, dass man alles tun würde, um das eigene Kind zu schützen. Doch was Jesus für uns ertragen hat, geht weit darüber hinaus. Das erfüllt mich mit neuer, tiefer Dankbarkeit. 

Der Text für dich  

Kinder lesen immer weniger. Warum sollten sie sich also ausgerechnet mit einem alten Buch wie der Bibel beschäftigen? Unser Bibeltext zeigt, dass über 2600 Jahre alte Texte auch heute noch relevant für unser Leben sind. So können Kinder neu für das Bibellesen begeistert und motiviert werden. 

Die Bibel macht deutlich, dass Sünde keine Kleinigkeit ist, sondern ernste Konsequenzen hat, nämlich die ewige Trennung von Gott. Diese Wahrheit wird heute oft verdrängt oder verharmlost. Die Folge ist, dass viele denken, Sünde sei kein Problem – und man brauche deshalb keinen Jesus. 

Der Text macht klar, was wir Menschen eigentlich verdient hätten. Erst, wenn wir das verstehen und merken, dass wir diese Strafe gar nicht tragen könnten, wächst die Dankbarkeit dafür, dass Jesus sie für uns auf sich genommen hat und uns rettet. 

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 Superhelden erfinden 

Die Kinder bekommen – allein oder zu zweit – die Aufgabe, einen Superhelden zu erfinden. 
Dabei sollen sie den Superhelden malen (Aussehen, Kleidung, besondere Merkmale) und zusätzlich aufschreiben, welche besonderen Fähigkeiten oder „Geheimwaffen“ er besitzt. Jeder Superheld wird anschließend vorgestellt. 

Intro: 
„Unsere Menschheit wird von einem schwarzen Fürsten beherrscht. Um die Menschen von ihrem Leid zu befreien, hast du den Auftrag bekommen, einen Superhelden zu entwickeln, der die Menschheit vor der Ausrottung retten kann.“ 

Idee 2 – Eine wertvolle, alte Schriftrolle wiederherstellen 

Die Schriftrolle wird vorab künstlich gealtert, zum Beispiel durch Einreiben mit Kaffee, Knüllen oder leichtes Anbrennen der Ränder. Anschließend wird sie in 20–30 Teile zerschnitten. Diese Teile werden im Raum versteckt. 

Die Aufgabe der Kinder ist es, alle Teile zu finden und die Schriftrolle gemeinsam wieder zusammenzusetzen. 

Intro: 
„Liebes Forscherteam! Ihr seid die Besten – deshalb wurdet ihr für diese besondere Mission ausgewählt. Wir haben Hinweise darauf, dass sich hier im Raum ein unsagbar wertvolles Schriftstück befindet. Tragischerweise wurde es wohl beschädigt. Findet alle Teile des Schriftstücks und rettet es mit vereinten Kräften!“ 

Verkündigung  

Verkündigungsart: Erzählen anhand von Bildern 

Überleitung von Idee 1 zu Verkündigung:  

Ihr habt euch alle tolle Superhelden ausgedacht, die viele beeindruckende Dinge tun konnten. Was denkt ihr denn von diesem Superhelden?
(Bild Superheld – siehe PDF) 

Kinder antworten lassen 

Dieser Superheld sieht zwar nicht so aus, aber er hat die Menschheit vor dem Untergang gerettet. Und im Gegensatz zu den Helden, die ihr euch eben ausgedacht habt, ist dieser Superheld hier echt. Um das zu erklären, schauen wir mal in die Prophezeiungen von Jesaja. Die stehen in der Bibel. 

Überleitung von Idee 2 zu Verkündigung:  

Super, ihr habt es geschafft. Ihr habt diese wertvolle Schriftrolle wieder hergestellt! 

Jetzt wollen wir natürlich auch erfahren, was da drinsteht.  

Ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin liest den Bibeltext vor. Da es ein längerer Text ist, sollte er zügig, gut betont und mit Emotion gelesen werden. Wenn die Aufmerksamkeit der Kinder nachlässt, kann der Punkt „Bilder dem Text zuordnen“ vorgezogen werden. 

Anschließend die Frage an die Kinder:„Erinnert euch der Text an jemanden? Wer könnte hier beschrieben sein?“ 

Die Kinder antworten: Jesus 

Daraufhin gemeinsam überlegen: „Stimmt das wirklich? Jesaja hat diesen Text immerhin rund 700 Jahre geschrieben, bevor Jesus geboren wurde. Kann man so etwas überhaupt so genau voraussagen?“ 

(Die Kinder dürfen ihre Gedanken dazu äußern) 

Dann die Auflösung: Doch, das geht – und warum das geht, steht sogar im Text selbst. In Jesaja 53,10 lesen wir, dass Gott diesen Plan schon lange vorher festgelegt hatte. Deshalb hat er Jesaja beschrieben, wie der versprochene Retter aussehen und handeln würde. Es dauerte schlappe 700 Jahre, aber Gott steht IMMER zu seinen Versprechen – und so erfüllte sich alles genau so – oder vielleicht doch nicht? 

Das wollen wir jetzt gemeinsam überprüfen: Ist der beschriebene „Knecht Gottes“ wirklich Jesus? 

Dazu werden Bilder (siehe PDF Skizzen zu Jesaja) verteilt. Die Kinder ordnen diese den einzelnen Versen zu. Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin liest jeweils einen Vers vor, und ein Kind sucht das passende Bild heraus und legt es dazu. Falls die Kinder Bewegung brauchen, kann man daraus ein kleines Rennspiel machen, indem die Bilder am anderen Ende des Raumes liegen. 

Anschließend gemeinsam betrachten: 

Dieser Mann hat Krankheiten und Leid stellvertretend getragen, ist gestorben und wieder auferstanden. Trifft das auf Jesus zu? Ja. Alles, was hier beschrieben wird, passt genau auf ihn – sogar Details wie sein Schweigen vor Gericht oder dass er in einem Steingrab eines reichen Mannes (Josef von Arimathäa) beerdigt wurde. 

Krass, oder? Ohne Gott hätte Jesaja das alles niemals voraussagen können.  

Es ist alles wahr – und somit stimmt auch, dass Jesus stellvertretend für uns bestraft wurde – also auch für dich und mich. Aber warum eigentlich? Sind wir alle so böse, dass wir so eine harte Strafe verdient hätten? 

(Die Kinder dürfen überlegen und antworten) 

Um das zu verstehen, schauen wir noch einmal kurz in den Text. In Jesaja 53,4 steht, dass wir alle an einer Krankheit leiden. Sie heißt Sünde

Um das zu veranschaulichen, folgt ein kleines Rollenspiel, für das ich eure Hilfe brauche: 

Wir brauchen einen Gott, einen Menschen, einen Jesus (Mitarbeiter/Mitarbeiterin) und die übrigen Kinder stellen die Sünde dar. (Bei wenigen Kindern können für die Sünde auch Polster oder Kissen verwendet werden.) 

1. Gott erschuf den Menschen, und beide waren ganz eng miteinander verbunden  (z. B. Arm um die Schulter legen). 

2. Doch dann kam die „Sündenkrankheit“. Jeder Mensch ist davon betroffen. Bei der Sündenaufzählung schiebt sich ein „Sünde“-Kind zwischen Gott und den Menschen. Denn jede kleine Lüge, jede Beschimpfung, jeder böser Gedanke, jedes Nicht-Hören auf die Eltern ist Sünde. Sie trennt uns immer mehr von Gott.  

3. Aber weil Gott dich über alles liebt, kann er das nicht ertragen (Gott macht leidendes Gesicht). Er will ganz nah bei dir sein. Doch die Sünde steht im Weg.  

4. Deshalb setzte Gott seinen Plan mit Jesus um. (Jesus geht zum Menschen und lockt dann die Sünde zu sich – so dass die Sünde nun zwischen Gott und Jesus in Kreuz-Pose ist und nicht mehr zwischen Mensch und Gott)  
Jesus nahm alles, was uns von Gott trennte auf sich und heilte uns bzw. die Beziehung zu Gott. (Mensch und Gott sind wieder nebeneinander und zeigen Schulterschluss).  

5. Jesus nimmt nicht nur die Sünde weg, (Jesus stirbt) sondern besiegt sie endgültig. (Jesus wird wieder lebendig und beseitigt die Sünde).   

DAS  – (auf Bibeltext mit Bildern zeigen) hat Jesus für DICH getan! Kannst du das glauben? Da kann man doch eigentlich nur noch Danke sagen, oder?  

Und genau das möchte ich tun: Ich bete. 

Zum Abschluss wird gebetet. Optional können die Kinder auch selbst Jesus danken oder sagen, was sie bewegt. 

Die andere Idee  

Der Text eignet sich sehr gut für eine kreative Umsetzung, zum Beispiel als Bildergeschichte, Videodreh oder kleine Theaterdarstellung. Die Kinder können in Gruppen einzelne Verse als Szene, Foto oder Clip umsetzen. Alternativ kann der Text auch Vers für Vers in der Gruppe gelesen und jeweils direkt dargestellt werden. 

Durch das Nachspielen wird der Inhalt besonders eindrücklich und emotional erfahrbar. Anschließend sollte Raum sein, um mit den Kindern über das Erlebte zu sprechen und offene Fragen zu klären. 

Der Text gelebt 

Gespräch  

Stille Diskussion: Es werden im Raum verschiedene große Papiere ausgelegt. In der Mitte jedes Papiers steht eine Frage oder Aussage. Jedes Kind bekommt einen dicken Stift und darf sein Kommentar dazu und zu den Aussagen anderer auf das Papier schreiben. 

Vorschläge für Frage/Aussage: 

  • Wofür bist du Jesus dankbar? 
  • Woran erkennst du, dass die Bibel wahr ist? 
  • Welche Verhaltensweisen von uns passen nicht zu Gott? 
  • Was denkst du über den Gottesknecht, wie er in Jesaja beschreiben wird? 
  • Was freut dich? 
  • Was macht dich traurig? 
  • Welche Fragen kommen dir zu dem Text? 

Nach einer gewissen Zeit wird das Ganze durch einen gemeinsamen Abschluss beendet. Da greift eine mitarbeitende Person einige interessante Aussagen auf und klärt eventuelle Fragen oder unterstreicht nochmal das Wichtige. 

Merkvers  

„Die Strafe für unsere Schuld traf ihn und wir sind gerettet. Er wurde verwundet und wir sind heil geworden.“ Jesaja 53,5b (GNB)  

Der Merkvers wird mit Bewegungen gelernt:  

Die Strafe (drohende Faust vor dem Körper zeigen) 

für unsere Schuld (Faust zur Brust führen) 

traf ihn (Faust im letzten Moment, zur Seite umleiten und „zuschlagen“) 

und wir sind gerettet. (Jubelpose) 

Er wurde verwundet (so tun, als ob man Jesus boxt) 

und wir sind heil geworden.“ (über Arme und Körper streichen und dabei sich freuen)   

Kreatives  

Ein Dankesposter für Jesus gestalten – entweder alle zusammen ein großes Poster oder jedes Kind ein eigenes Poster. Das Poster soll eine Art XXL-Dankeskarte zu Ostern an Jesus werden. Dazu kann gemalt, geschrieben und geklebt werden, für was man Jesus im Hinblick auf das, was an Karfreitag und Ostern geschah, dankbar ist. 

Spielerisches  

Wieviele Krankheiten kannst du tragen? 

Die Kinder stehen im Kreis. Ein Kind wird ausgewählt und spielt den Gottesknecht. Alle anderen Kinder überlegen sich eine „kranke Bewegung“, die sie andauernd wiederholen (Kopf schütteln, linkes Bein hoch runter, hicksen o.ä.) Nun wählt sich der Gottesknecht aus, wessen Krankheit er auf sich nimmt. Wen der Gottesknecht ausgesucht hat, dessen Bewegung muss er übernehmen und ständig wiederholen – dafür ist das Kind im Kreis „geheilt“. Der Gottesknecht sammelt so immer mehr „kranke Bewegungen“, die er korrekt gleichzeitig wiederholen muss (Kopfschütteln, hicksen und dabei Bein hoch- und runterziehen). Ziel ist es so viele Kinder zu heilen, wie es nur geht. 

Mach den Weg frei!  

Die Kinder werden in zwei Gruppen (Gruppe A und Gruppe B) eingeteilt und stellen sich folgendermaßen auf: 

Gruppe Aca. 8m AbstandGruppe B

Auf das Kommando „Achtung, fertig, los!“ rennen die jeweils vordersten Spieler beider Mannschaften aufeinander zu. Dort, wo sie sich treffen, bleiben sie stehen und spielen Schere, Stein, Papier.  

Zum Beispiel gewinnt dabei der Spieler aus Gruppe A. Dann darf er weiter in Richtung Startlinie von Gruppe B rennen.  

Der Verlierer aus Gruppe B ruft laut „VERLOREN“, läuft zurück zu seinem Team und stellt sich hinten an. Sobald der Spieler „VERLOREN“ ruft, startet der zweite Spieler aus Gruppe B und versucht, den herannahenden Spieler von Gruppe A möglichst schnell aufzuhalten. Treffen sich die beiden, spielen sie erneut Schere, Stein, Papier. 

Der Gewinner rennt weiter Richtung gegnerische Startlinie. Der Verlierer ruft, rennt zur Gruppe zurück und der nächste Spieler sprintet los, um den Gegner aufzuhalten usw. Das Spiel endet, sobald ein Spieler die Startlinie der gegnerischen Mannschaft überschritten hat. Diese Mannschaft gewinnt. 

(T)Extras  

Lieder 
  • Gott ist stark 
  • Jesus, zu dir kann ich so kommen, wie ich bin 
Aktion

„Den Abgrund überwinden“ 

Ein Kind steht auf der einen Seite mit dem Schild „Gott“ in der Hand, das andere bzw. die restlichen Kinder auf der anderen Seite mit dem Schild „Mensch“. Am besten ist, wenn sie etwas erhöht stehen, z.B. auf einem Stuhl/Tisch. 

Zwischen den Kindern sollen genügend Abstand sein. Mit Kreppband wird quer durch den Raum eine sichtbare Linie geklebt – „Sünde“. Wer möchte, kann auch mit Kreppklebeband-Streifen das Wort Sünde auf den Boden kleben (wenn ihr nichts auf den Boden kleben wollt, nehmt ein Seil dafür). Nun wird gemeinsam überlegt: Wie kommt der Mensch nun – so wie er ist – zu Gott über diesen Abgrund hinüber? 

Ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin mit einem Schild „Jesus“ und einem großen, stabilen Kreuz kommt nun dazu und legt das Kreuz so hin, dass es eine Brücke vom Menschen zu Gott bildet. Jetzt darf das Kind über das „Kreuz“ zu Gott hinüber gehen (gut ist, wenn dabei ein paar Mitarbeitende das Kreuz stabilisieren und aufpassen, dass das Kind nicht abrutscht). Nun dürfen alle Kinder, die mögen, über das Kreuz auf die andere Seite laufen. 

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