Ehrenamt

#1 Einführung

Herzlich Willkommen!

Die Trainees werden herzlich begrüßt. Super, dass sie da sind! Sie werden neue Leute treffen und vieles lernen. Aber nicht nur theoretisch, wie in der Schule. Ein Trainee setzt sich auch praktisch ein. Dabei wird er von den Mitarbeitenden begleitet. Am Anfang ist die Unsicherheit groß.
Die Trainees kennen sich untereinander vermutlich noch nicht. Sie wissen nicht genau, was sie erwartet.

Beim ersten Treffen sind zwei Dinge wichtig:
1. Wer sind die anderen Personen?
2. Was ist Born4More?

Tabellarischer Ablauf

Nr.InhaltDauerMaterial
1Kennenlernspiele30 MinSteckbriefe, Stifte
2Ehrenamt20 MinBeamer, Internet
3Born4More – Der Kurs10 Min
4Zertifikat5 Min
5Gruppenfoto5 MinKamera, Smartphone
6Das 4-Augen-Gespräch5 Min
7Gute Frage

1. Kennenlernspiele

Wahrheit oder Lüge

Jeder Trainee überlegt sich drei Sätze zur eigenen Person. Zwei davon sind wahr, einer nicht.
Nun sind die Trainees und Mitarbeitenden nacheinander dran. Sie stellen sich vor und sagen die drei Sätze, die sie sich überlegt haben.
Die übrigen Trainees raten, welcher Satz falsch ist.
Fragen aus der Gruppe zu allen Sätzen sind erlaubt.

Steckbrief ohne Namen

Jeder Trainee füllt einen Steckbrief aus.
Er beantwortet darauf Fragen wie:

  • Was machst du gerne?
  • Was magst du nicht?
  • Und so weiter.

Wenn alle fertig sind, sammeln sie die Steckbriefe ein und hängen sie auf.

Die Trainees ordnen die Steckbriefe je einer Person zu. Fragen aus der Gruppe zu allen Steckbriefen sind erlaubt.

2. Ehrenamt

Schaut Euch gemeinsam den Kurzfilm „Mr Indifferent“ von Aryasb Feiz (Dauer: 2:45 Minuten) an:

Der Film zeigt einen Mann. Seine Mitmenschen sind ihm egal. Durch ein besonderes Erlebnis entdeckt er Freude am Helfen. Danach hilft er anderen.

Die Trainees beantworten die folgenden Fragen zum Film:

  1. Was hast du gesehen?
  2. Warum hilft die Hauptperson im Film anderen?
  3. Was ist „Ehrenamt“?
  4. Welche Ehrenämter hast du selbst schon ausgeübt?
  5. Kennst du noch andere Ehrenämter?
  6. Warum ist das Ehrenamt wichtig?

Gott hat uns allen Begabungen und Lebenszeit geschenkt. Wir dürfen entscheiden, wofür wir sie einsetzen. Wenn eine Person freiwillig und ohne Geld arbeitet, nennt man das „ehrenamtlich“. In Deutschland arbeiten etwa 30 Prozent ehrenamtlich. Das Ehrenamt ist wichtig und gut. Für Menschen, Tiere und die Umwelt aber auch für mich. Ich kann mich ausprobieren und dazulernen.

Eine gute Erklärung das Video „Was ist Ehrenamt?“ (Dauer 2:08 Minuten):

3. B4M – Der Kurs

In diesem Kurs geht es um die ehrenamtliche Mitarbeit in der Gemeinde- und Jugendarbeit. Die Trainees werden ihre Stärken besser erkennen. Und sie werden lernen, wie sie Menschen unterstützen können.

Frage an die Trainees: Was braucht es, für die Arbeit mit Gruppen?

Themen

Dies sind die Themen der nächsten Treffen:

#1 Einführung

#2 Persönlichkeit

#3 Kommunikation

#4 Feedback

#5 Konflikte

#6 Glaube

#7 Leitung

#8 Präsentation

#9 Mentoring

#10 Spiele

Termine

Bitte überlegt in der Gruppe: Welcher Wochentag und welche Uhrzeit sind für Eure Born4More-Treffen geeignet?

Wochentag 
Uhrzeit 

Sprecht über Pünktlichkeit und Verbindlichkeit.

Sind alle bereit regelmäßig bei den Treffen dabei zu sein?

4. Zertifikat

Am Ende des Kurses bekommen alle ein Zertifikat, eventuell die Juleica (Jugendleiter-Card).  

Die Juleica ist ein Ausweis für Ehrenamtliche in der Jugendarbeit. Die Juleica bekommt man nur, wenn man einen Kurs macht und sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit engagiert. Der Kurs muss mindestens 30 Stunden dauern. Zusätzlich muss man einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen. Das Mindestalter für die Juleica ist 16 Jahre.

Mit der Juleica bekommt man Vergünstigungen. Zum Beispiel im Zoo oder im Schwimmbad. Für deinen Lebenslauf ist eine Juleica ebenfalls nützlich.

Nach §10 Abs. 3 S.2 StAG kann das ehrenamtliche Engagement die Frist zur Einbürgerung um ein Jahr verkürzen.

5. Gruppenfoto

Macht ein Gruppenfoto von euch! Später könnt ihr es anschauen und euch erinnern.

6. Das Vier-Augen-Gespräch

Nach jedem Treffen führen die Mitarbeitenden und die Trainees ein Gespräch mit einer Person aus dem Kurs. Jedes Mal ist es eine andere Person. Das Gespräch dauert ungefähr eine Stunde. Ihr könnt euch treffen, spazieren gehen, telefonieren, Kaffee trinken oder ein Eis essen.

Diese Gesprächsimpulse helfen am Anfang:

  1. Erzählt einander, wer ihr seid!
  2. Wie hat dir das erste Born4More-Treffen gefallen?
  3. Welche Erfahrungen hast du mit dem Ehrenamt?
  4. Wofür würdest du dich gerne ehrenamtlich engagieren?
  5. Gibt es für dich Gründe gegen ein Ehrenamt?

7. Gute Frage

Das Born4More-Treffen ist vorbei. Die Trainees dürfen gerne noch bleiben und sich unterhalten. Die „Gute Frage“ ist ein Gesprächsvorschlag. Sie lautet heute:

Was glaubst du? Hat Gott einen festen Plan für dein Leben? Oder ist vieles Zufall?

In diesem Artikel beschreibt Björn Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 1. Folge der 2. Serienstaffel Chosen zu vertiefen, gemeinsam aufzugreifen oder einen Abend passend zu gestalten.

Essen

Es bietet sich ein Festessen an! Vielleicht grillt ihr gemeinsam und bereitet ein gemeinsames Essen zusammen vor und gestaltet ein bisschen was Drumherum.
In der heutigen Folge lässt Jesus die Jünger ein Essen vorbereiten mit Lamm und Wein und allem, dann gehen sie zu einem Samariter, der vielleicht ein Mörder und Pferdedieb ist. Und feiern mit ihm. Sie erzählen sich Geschichten, um sich miteinander zu verbinden.
Ihr könnt vorher essen oder zum Abschluss.
Während des Essens könnt ihr euch gegenseitig eure Geschichten erzählen … Das würde den Faden der Folge aufnehmen. „Wie habe ich Jesus kennen gelernt“ oder „Wie kommt es, dass ich heute hier bin?“ könnten dann Ideen für den Austausch sein.

Warmup

Idee 1) Wie eben bei „Essen“ beschrieben

Idee 2) Geschichten – 2x wahr und eine Lüge
Jeder erzählt über sich und sein Leben 3 Geschichten oder Facts. Das Spannende: eine Geschichte stimmt nicht. Alle anderen müssen erraten, welches die erfundene Geschichte war, z.B. über eine Abstimmung. Ggf. muss dieser Part moderiert werden, damit der Geschichtenerzähler sich nicht selber moderieren muss. Ab einer gewissen Gruppengröße solltest du die Gruppe aufteilen, damit es nicht zu lange dauert.
So lernen sich alle noch ein bisschen besser kennen und interagieren miteinander.

Bibelportion

Bei dieser Folge bietet es sich an, ein paar Texte schon vor dem Schauen der Folge zu lesen – dann entdeckt man Passagen in der Folge wieder. Schau, welcher Text sich besser anbietet für deine Gruppe oder finde noch andere Texte, die besser zu deiner Gruppe passen. Auch muss gut bedacht werden, ob ihr „The Chosen“ eher als evangelistische Aktion gestaltet oder als Vertiefung für Leute, die schon mehr von Jesus wissen.

Bibelportion Idee 1
Schöpfungsgeschichte (1. Mose 1, 1-5) und Johannes (1, 1-5)

In dieser Folge schauen wir u.a. Johannes über die Schulter bei ersten Entwürfen zu seinem Evangelium. In der Folge outet sich Jesus als Gott und es könnte spannend sein, diese beiden Texte schon zu kennen.

Lest die beiden Texte, ggf in kleineren Gruppen.

Fragen für das Gespräch

Wo entdeckst du Ähnlichkeiten zwischen den beiden Texten?

Wo sind Unterschiede?

Johannes kannte bereits den 1. Mose-Text. Was denkt ihr: Warum hat er den Anfang seines Evangelium genau so gestaltet und nicht anders? Was war ihm wichtig? Was sollte der Anfang bei den Lesenden auslösen?

Bibelportion Idee 2

2. Mose 3, 11-14

Hier wäre es gut, eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse zu geben (Israel – Ägypten – Sklaverei – Mose – brennender Dornbusch). In dem kleinen Text jetzt stellt sich Gott vor. „Ich werde sein, der ich sein werde.“ In der Folge sagt Jesus eindringlich zu Johannes: „Ich bin, der ich bin.“

Fragen für das Gespräch

Lest den Text ggf. in kleineren Gruppen
Gott hat Mose gerade einen großen Auftrag gegeben, nämlich zum Pharao, dem Herrscher von Ägypten zu gehen und sein Volk aus Ägypten zu befreien. Mose muss aber erst einige Fragen klären…

Welche Fragen sind das?

Warum war Mose das wichtig?

Wie lauten Gottes Antworten?

Wenn nun jemand auftauchen würde und sagt: „Ich bin, der ich bin“: Wie würde das in den Ohren eines frommen Juden klingen?

Folge schauen

Schaut euch die erste Folge der zweiten Staffel an. Vielleicht findest vorher du jemanden, der kurz die Staffel 1 zusammenfassen kann? Oder ihr macht es gemeinsam, wenn ihr sie zusammen gesehen habt.

Am Anfang gibt der Produzent noch ein kleines Intro. Schau es dir vorher an, ob du das mit zeigen willst oder überspringst.

Kleingruppe

Es hat sich als gut erwiesen, nach der Folge ins Gespräch zu kommen. Je nach Größe der Gruppe solltest du Kleingruppen planen.

Ich finde die Einstiegsfragen sehr wichtig: Sie lassen jeden das weiterdenken, wo er oder sie angeknüpft hat.

Was hat dich besonders angesprochen an dieser Folge? Warum?

Was hat dich geärgert? Warum?

Wo sind bei dir Fragen aufgetaucht?

Wenn ihr über diese Fragen ins Gespräch kommt – go for it! Falls nicht, hier ein paar weitere Anregungen:

Die „Donnersöhne“

Welche Lektion bringt Jesus ihnen bei?

Wie müsste Jesus dir diese Lektion beibringen?

Jesus

Welche Szene hat dich am meisten beeindruckt?

Was würde sich in deinem Leben verändern, wenn du darauf vertrauen würdest, dass Jesus auch heute noch so handeln kann?

Der zuerst hinkende und dann geheilte Samariter

Was hat den Mann am meisten bewegt?

Wie ist Jesus ihm begegnet?

Was kannst du daraus ableiten, wie Jesus mit Menschen heute umgeht?

Challenge

Welche Aussage oder welches Verhalten von Jesus hat dich besonders herausgefordert?

Wie würde es aussehen, wenn jemand heute das so leben würde? Wie ginge das?

Tue es!

Input

Ich finde ja, dass es keinen weiteren Input braucht, da der Film und die Kleingruppe viel Input bietet. Ggf. kannst du aber noch sagen, was dich besonders angesprochen hat in dieser Folge.

Warm-Up-Spiel:

In der Folge geht es viel um die Frage „Was ist wahr/richtig, was ist falsch“. Daher bietet sich an, das Spiel „Lügenwappen“ als Einstieg zu spielen.

Lügenwappen

Alle Teilnehmenden gestalten ihr persönliches Wappen auf einem Blatt Papier. Das Wappen wird in vier Abschnitte eingeteilt. Drei Abschnitte enthalten wahre Erlebnisse, Eigenschaften, Hobbys oder Ähnliches. Ein Abschnitt enthält eine Lüge. Dabei sollten die wahren Elemente so skurril und die Lüge so plausibel wie möglich sein. Wenn alle ihr Wappen gestaltet haben, werden diese in der Gruppe präsentiert und die Gruppe muss raten, welcher Teil des Wappens die Lüge ist.

Folge 7 von Staffel 2 anschauen

Entweder von DVD oder über ein App-taugliches Gerät, das man an einen Beamer anschließen kann. Gut ist es vorher ein „Was bisher geschah“-Rückblick zu machen.

Austausch über die Folge:

Offene Einstiegsfragen: Was hat dich besonders angesprochen an dieser Folge und warum? Was hat dich geärgert und warum? Wo sind bei dir Fragen aufgetaucht?

Die Folge ist ein bisschen speziell, da sie nicht direkt eine Geschichte aus den Evangelien aufnimmt. Zumindest ist mir keine Geschichte bekannt, in der Jesus von den Römern gefangen genommen und verhört wird und die nicht in der Kreuzigung endet.

In der Folge werden mehrere Geschichten angerissen bzw. auf die Geschehnisse der letzten Folgen Bezug genommen z.B. die Geschichte „Die Heilung am Teich Bethesda und der Konflikt mit den jüdischen Behörden“ (Johannes 5, 1-9); der römische Prätor Quintus zählt ein paar Geschichten auf (Berufung des Zöllners Matthäus (S1E7), Berufung von Simon dem Zeloten (S2E4), die er von Jesus gehört hat. Am Ende der Folge findet sich noch „Über das Beten (Das Vaterunser)“ (Lukas, 11, 1-4).

Die Folge zeigt, dass die Handlungen und das Auftreten von Jesus Folgen haben. Die Römer sind besorgt, ob es zu einem Volksaufstand kommen wird und Prätor Quintus findet sehr deutliche Worte. Auch die Juden haben ein Problem mit Jesus. Rabbi Schmuel bar Yosef versucht herauszufinden, ob Jesus am Sabbat eine Heilung gewirkt hat. Wenn sich dies bewahrheitet, würde dies schwerwiegenden Folgen für Jesus haben. Aber die Folge zeigt auch, dass die Leute begeistert von Jesus sind und von ihm erzählen, so wie die Frau aus Äthiopien und der Geheilte. Nur leider ist dies wiederum problematisch, sodass die Jünger versuchen, das zu unterbinden, weil sie befürchten, dass genau das Jesus in Gefahr bringt.

Richtig oder Falsch – Offensiv handeln und verkünden, oder doch in Deckung bleiben. Jesus ist eindeutig. Trotz der Drohung von Quintus lässt er sich nicht abbringen, er will so weitermachen, das Richtige tun, wie es ihm von Gott aufgetragen wurde, wie bisher, auch wenn es seinen Tod bedeutet.

Nachdem Jesus vom Verhör zurückkommt, habe es auch die Jünger verstanden. Sie ahnen, dass die Zeit ohne Jesus kommen wird, und bitten ihn, ihnen beizubringen richtig zu beten und er bringt ihnen das „Vaterunser“ bei.

Andachtsidee:

Nach dem ihr die Folge geschaut und darüber gesprochen habt, könnt ihr euch mal mit dem Vaterunser auseinandersetzten. Eine Idee dazu findet ihr hier:

Jesus hat seinen Jüngern das Vaterunser gegeben, dass sie etwas haben, an dem sie sich festhalten können, wenn er nicht mehr da ist. Auch für uns ist das Vaterunser ein Gebet, das uns helfen kann, wenn wir nicht wissen, was und wie wir beten sollen.

„Wenn mein Herz keine Worte finden kann. Weiß ich doch wie ich zu dir beten soll“, heißt es in dem Lied „Vaterunser“ von dmmk. Eine Erinnerung daran, dass in dem Gebet der Gebete alles drinsteckt, wir uns keine Gedanken machen brauchen, was wir beten und trotzdem wissen dürfen, dass diese Worte ankommen.

Fragen an die Teilnehmenden:

Was hilft dir zu beten?

Wann fällt es dir schwer zu beten?

Welche Rolle spielt das Vaterunser für dich?

Lied Tipp:        Ich kann nicht schweigen – Musik und Text: Alber Frey

                        Vaterunser – Musik und Text: Theo Evers / Timo Langner

Essenstipp:

In der Folge geht es viel um Fisch, daher ist unsere Empfehlung „Fischstäbchenbrötchen“.

Dazu braucht ihr:

  • 1-2 Brötchen (pro Person)
  • 2-3 Fischstäbchen (pro Brötchen)
  • Remoulade
  • Salat
  • Röstzwiebeln (wenn ihr mögt)

Einfach wie einen Burger zusammenbauen und genießen.

Im Folgenden beschreiben wir Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 4. Folge der 2. Serienstaffel von The Chosen zu vertiefen und gemeinsam aufzugreifen.

Essen

Ähnlich der schönen Szene in dieser Folge, könnt auch ihr gerne mit einem gemeinsamen Essen starten. Tauscht euch schon beim Essen darüber aus, was in den letzten Folgen von „The Chosen“ passiert ist und ruft es euch dadurch noch mal in Erinnerung:

  • Was ist bei euch hängen geblieben?
  • Welche Sätze/Szenen/Menschen haben euch die Woche über begleitet?
  • Was wollt ihr gerne mit der Gruppe teilen?

Start in das Thema

In der vierten Folge der zweiten Staffel geht es sehr viel um Entscheidungen. Simon, der Attentäter der Zeloten und Dreh- und Angelpunkt dieser Folge, muss sich oft und viel entscheiden. Einige Entscheidungen davon bereut er, andere versucht er rückgängig zu machen und wieder andere stößt er um.

Zum Einstieg eignet sich das Spiel „Duell der Augen“, wo blitzschnell Entscheidungen getroffen werden müssen, die eventuell auch nicht so gute Auswirkungen haben. Den genauen Spielablauf findet ihr hier:

https://www.jugendecho.de/spielesammlung/item/23-duell-der-augen

Setzt euch danach in einen Kreis und tauscht euch über eure Entscheidungen in eurem Leben aus.
– Welche bereut ihr?
– Was waren die besten Entscheidungen eures Lebens?
– Was würdet ihr heute anders machen?
Es hilft den Teilnehmenden dabei sehr, wenn ein*e Mitarbeiter*in anfängt. Das schafft Nähe und Vertrauen.

Folge 4 der 2. Staffel anschauen

Wenn ihr mögt, dann schärft den Fokus eurer Teilnehmenden auf das Motiv der Entscheidungen. Ladet sie ein, in dieser Folge besonders auf dieses Motiv zu achten. Je nach Gruppe kann das aber auch unpassend sein, da es andere Dinge evtl. ausblendet. Entscheidet das einfach für eure Gruppensituation.

Reflexion der Folge

Im Anschluss an die Folge könnt ihr euch wieder in einen Stuhlkreis setzen. Fordert eure Gruppe heraus, indem ihr nur die Frage in den Raum stellt: „Was habt ihr gesehen?“
Habt den Mut, diese Frage stehen zu lassen und zu hören und wahrzunehmen, was eure Teilnehmenden zu erzählen haben. Ganz von alleine wird ein Gespräch entstehen, bei dem verschiedene Teilnehmende von ihren Wahrnehmungen erzählen.

Nachdem alle etwas dazu gesagt haben, fragt weiter: „Was bedeutet das für dich persönlich?“
Habt auch hier den Mut, die Gruppe nachdenken zu lassen. Das kann manchmal mit einer kurzen Stille anfangen, aber dann wird sicherlich etwas kommen. Das Ziel hiervon ist, dass das Gesehene einen Unterschied machen kann/darf im Leben eurer Teilnehmenden. „Was bedeutet das für dich persönlich?“

In der Folge sind eindrückliche und intensive Dinge passiert. Brüder wurden wieder vereint, Jesus heilt einen Gelähmten, ein Attentat wurde abgebrochen, Jesus redet über das Laubhüttenfest. Doch was bedeutet das für dein Leben? Was für einen Unterschied kann das machen?

Wenn es euch passender erscheint, dann könnt ihr hierfür natürlich auch Kleingruppen bilden.

Impuls

Mein Vorschlag für einen kurzen Impuls dreht sich um Dietrich Bonhoeffer. Er hat viel und lange mit der schrecklichen Entscheidung gerungen, ob er sich in der Lage sieht, Hitler in einem Anschlag töten zu können/dürfen. Gegen seine christliche Überzeugung. Letztlich entschied er sich dazu, dass es sogar seine Pflicht sein sollte „dem Rad in die Speichen zu fallen.“ So plante er mit einer Gruppe von verschiedenen Menschen mehrere Anschläge, von denen keiner klappte.
Lest euch die Wikipedia Seite von Dietrich Bonhoeffer durch oder schaut im Internet. Es gibt viele spannende Artikel und Dokumentationen zu dem Thema. Bastelt euch daraus einen kurzen Impuls mit Bildern und Texten.

Stellt euch dann die Frage: Wie gehen wir mit unbeliebten Entscheidungen um? Mit Dingen, die wir am liebsten gar nicht erst entscheiden würden? Und wie können wir uns darauf vorbereiten, evtl. eines Tages solche Entscheidungen treffen zu müssen?
Lest hierzu auch gerne in der Bibel, holt euch Inspiration, kommt ins Gespräch und betet auch gerne miteinander.
Wichtig ist, dass das für manche Personen natürlich ein Trigger Thema sein kann. Seid daher sensibel und geht auf die Bedürfnisse und Fragen eurer Teilnehmenden ein.

Sprecht zum Abschluss ein Gebet und gebt dadurch ab, was euch beschäftigt.

Die mittlere Folge der zweiten Staffel ist komplex und spannend zugleich. Sie spielt mit Charakteren, die teilweise seit der ersten Folge der ersten Staffel aufgebaut wurden und lädt zu freudigen Diskussionen ein. Da überdurchschnittlich viele Themen angesprochen werden, ist eine gründliche Vorbereitung auf die Gruppenstunde umso wichtiger.

Im Vorfeld

Vor Stundenbeginn solltest du dir diese Folge unbedingt einmal angeschaut haben und dich auf die verschiedenen Erzählstränge vorbereiten. Eine gute Zusammenstellung der handelnden Charaktere findest du auf thebibleartist.com.

Lagerfeuer

Die Folge spielt in weiten Zügen draußen auf dem Feld. Wenn es möglich ist, bietet sich ein kleines Lagerfeuer an. Da kann man gemütlich sitzen, eventuell ein Stockbrot oder eine Wurst grillen und gut ins Gespräch kommen.

Spielideen

Aufgrund der Themenvielfalt bieten sich natürlich verschiedene Spiele an. Ich selbst würde mich an dieser Stelle auf die Gruppendynamik konzentrieren. Die Aufopferung des Johannes für die große Sache, die Außenseiterrollen und der Zusammenhalt der Gruppe machen in der Folge deutlich, dass es gemeinsam besser geht. Hier einige Ideen:

Decke wenden

Die Teilnehmer stehen auf einer Decke oder einem Teppich, die/der nicht viel größer ist, als die Teens Platz brauchen. Die Aufgabe lautet nun, diese Decke umzudrehen. Dabei darf niemand den Boden außerhalb der Decke berühren.

Besenstiel ablegen

Die Teilnehmer stehen nebeneinander und strecken ihren Zeigefinger aus. Darauf wird ein Besenstiel, langer Stock oder Ähnliches gelegt. Dieser Besenstiel soll zum Boden geführt werden. Sobald ein Zeigefinger den Stiel nicht mehr berührt, muss von vorn begonnen werden.

Blindes Sortieren

Die Teilnehmer laufen wirr durch den Raum. Auf ein Zeichen hin müssen sie ihre Augen schließen und haben dann die Aufgabe, sich mit geschlossenen Augen eine Reihe zu bilden. Hier gibt es viele Variationen. Eine Reihe der Größe nach, dem Alter nach, dem Anfangsbuchstaben des Vornamens nach. Reden kann erlaubt sein oder auch nicht.

Schaut euch nun die Folge gemeinsam an.

Rückblick

In den vergangenen Folgen wurden verschiedene Personen vorgestellt. Für die heutige Folge bietet es sich an, über die Geschichte dieser Personen ins Gespräch zu kommen.

  • An welche Charaktere erinnerst du dich am stärksten?
  • Welche Jünger sind mittlerweile mit Jesus unterwegs?
  • Welche Person spielte am Anfang der Serie eine wichtige Rolle?
  • Welche Personen haben wir kennengelernt, die nicht in der Bibel vorkommen?

Themensuche

In dieser Folge kommen verschiedene Themen zur Sprache. Einige werden deutlich thematisiert, andere eher zurückhaltender. Gehe mit den Teenagern ins Gespräch. Frage sie, welche Lebensthemen bei ihnen hängen geblieben sind. Was hat sie besonders interessiert? Was hat sie vielleicht sogar schockiert?

Durch die ganze Folge zieht sich das Thema „Suche“. Simon sucht Jesus. Der Römer Atticus sucht Simon. Maria sucht nach einer Lösung ihrer Vergangenheit und Shmuel sucht nach einer Möglichkeit, Jesus anzuklagen.

Schnell kommen die „Geister“ ins Spiel. Der Besessene wirkt Angst einflößend und bringt eine gewisse Dynamik ins Spiel. Selbstverständlich kann Jesus am Ende helfen, doch bricht das Bild der schnellen Hilfe, als Maria sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert sieht. Sie war in der ersten Staffel von Jesus befreit worden. Hinweis: In Episode 1 war vorsichtig angedeutet worden, dass Maria sexuell missbraucht wurde.

Sehr emotional ist die „Aufopferung“ von Johannes, die auch schon Jesu Opfer in den Blick rückt. Auch wenn beide selbstverständlich gerne ihrer Berufung folgen, wird die menschliche Not und Angst vor der Konfrontation klar.

Auch die „Verschwörung“ der Feinde Jesu nimmt einen großen Raum ein. In diesen Szenen wird deutlich, wie viele Gespräche im Hintergrund gelaufen sein müssen, bis der Messias in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verurteilt werden konnte.

Manche Teens fühlen eventuell auch mit den „Außenseitern“ Matthäus, Maria und Ramah mit. Wie geht es denen, die nicht so gut in die Gruppe passen? Wie verhalten sie sich? Tipp: Episode 2 dieser Staffel machte dies deutlich.

Bestimmt haben deine Teens noch mehr Themen entdeckt. Es lohnt sich, hier zunächst zu verweilen, um dann später nicht allzu sehr zwischen einzelnen Punkten hin- und herzuspringen. Diese Folge bietet Stoff für stundenlange Diskussion, daher wird es überaus weise sein, sich auf einzelne Themen zu beschränken.

Gemeinsames Gespräch

Je nach Gruppengröße oder gewünschter Themenvielfalt bieten sich eventuell mehrere Kleingruppen an. Kommt dann über die Themen der obigen Sammlung, die euch besonders interessiert haben, ins Gespräch.

  • Welche Fragen sind dir gekommen? Was war schwer zu verstehen?
  • Was hast du in Bezug auf dieses Thema schon in deinem eigenen Leben erlebt?
  • Was kannst du von Jesus oder den anderen seiner Nachfolger lernen?
  • Welche Gefühle entdeckst du in dir, wenn du die Folge nochmal gedanklich durchgehst?
  • Was könnte für die Zukunft eine Hilfe sein?
  • Was willst du in den nächsten Tagen anders machen?

Bibeltreue

The Chosen versteht es meisterlich, bibeltreu zu sein und gleichzeitig eine lebendige Welt mit spannenden Charakteren zu schaffen. Die kurze Szene, in der Jesus seine Bergpredigt vorbereitet ist selbstverständlich frei erfunden und doch ganz nah am Leben.

Eben weil die Folge diverse Themenfelder aufmacht und zwischen verschiedenen Szenarien hin- und herspringt, könnte sich heute eine biblische Reflexionsrunde anbieten.

  • Was in dieser Folge steht genau so in der Bibel?
  • Was ist hinzugedichtet?
  • Wo werden biblische Geschichten vermischt?

Einige Hinweise: Matthäus‘ Charakter wird ein Stück mit dem von Zachäus vermischt. Die Geschichte mit dem Dämon „Legion“ ist eine andere, als hier beschrieben wird. Simon war tatsächlich ein Kämpfer, wurde in der Bibel aber nicht verfolgt. Sein Name taucht nur in den Apostellisten auf. Maria war wirklich von sieben Dämonen geplagt. Johannes der Täufer war wirklich Jesu Cousin. Ob sie sich aber vor dem Marsch nach Jerusalem trafen, wird nicht überliefert. Es gab tatsächlich eine Verschwörung unter den führenden Juden. Wie genau diese geplant wurde, steht aber nicht im Neuen Testament. Es gibt biblisch tatsächlich einen körperlichen Angriff eines Besessenen auf einen Jünger. Dieser wird aber in der Apostelgeschichte berichtet, nicht in den Evangelien.

Kurzimpuls

Man kann auf viele verschiedene Themen eingehen, wenn man die fünfte Episode gesehen hat. Ich würde mich am Titel „Geister der Vergangenheit“ orientieren und auf das Thema Heiligung als Prozess zu sprechen kommen.

Maria macht deutlich, dass man von Jesus befreit und in ein neues Leben gebracht werden kann und dennoch immer wieder mit der Vergangenheit kämpft. Es gibt kein sündloses Leben, auch nicht für erfahrenste Christen. Vielmehr besteht unser Leben darin, nach jedem Fall wieder aufzustehen und immer neu mit Jesus zu gehen.

2. Korinther 3, 17-18:

17 Der Herr wirkt nämlich durch seinen Geist.

Und wo der Geist des Herrn wirkt,

da herrscht Freiheit.

18 Wir alle sehen die Herrlichkeit des Herrn

mit unverhülltem Gesicht

wie in einem Spiegel.

Dabei werden wir selbst zu seinem Ebenbild verwandelt.

Wir bekommen immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit –

so wie es der Geist des Herrn bewirkt.

BasisBibel: Das Neue Testament und die Psalmen. Stuttgart : Deutsche Bibelgesellschaft, 2012

Als Christen sind wir mit unseren Problemen und alltäglichen Macken nicht alleine. Wir sind aber auch noch nicht von ihnen befreit. Wir gehen mit dem Geist durch unser Leben und werden immer mehr zu dem neuen Menschen verwandelt, der eines Tages in der Ewigkeit dann vollendet sein wird.

Über die Möglichkeit, anders zu leben. Ehe und Ehelosigkeit in der Bibel

Allgemeine Einordnung und Erklärungen

  • Der 1. Korintherbrief ist keine christliche Dogmatik. Paulus schreibt hier nicht allgemein gültige christliche Ethik. Er hat aus Korinth Fragen erhalten, in denen es um das ganz praktische Leben von Christen geht. Darunter Fragen zu den Themen der Ehe. Was sollen wir mit den Unverheirateten machen, welchen Rat ihnen geben? Was ist mit den Witwen? D.h. Paulus beantwortet konkrete lebenspraktische Fragen. Seine Absicht beschreibt er in Vers 35 Ich sage das, um euch zu helfen, und nicht, um euch zu bedrängen. Ich möchte, dass ihr anständig lebt und zuverlässig dem Herrn dient, ohne euch ablenken zu lassen.
  • Für Menschen, die aus dem Judentum kommen ist klar: Gott hat gesagt: Seid fruchtbar und vermehrt euch… (1. Mose 1, :28) Der Schöpfungsauftrag ist gesetzt und gilt als verbindlich. Männer haben Kinder zu zeugen. Der Wert einer Frau ist deutlich davon abhängig, dass sie fruchtbar ist und Kinder gebiert (vgl. Das Elend unfruchtbarer Frauen in der Bibel z.B. Sara, Rahel, Hanna, Elisabeth). Es ist also in den Gemeinden der frühen Christenheit eher undenkbar, dass jemand nicht heiratet.

Für nicht-jüdische Christen war im heidnischen Umfeld eine sexuelle Beliebigkeit viel näherliegend. Die Fragen um eine Ethik für das menschliche Zusammenleben waren also drängend. (Das ist der heutigen Situation doch sehr ähnlich, oder?)

  • Jesus eröffnet auf vielfache Weise völlig neue Lebensmöglichkeiten, so auch im Blick auf diesen Lebensbereich. Als jüdischer Rabbi unverheiratet zu leben und keine Kinder zu zeugen, war eigentlich ein Unding. Jesus sagte: Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken. (Johannes 10,10). Seit Jesus ist die Fülle des Lebens nicht mehr abhängig von Lebensstand oder Beziehungsstatus.

Dass Jesus als „Single“ gelebt hat, ist vielen nicht bewusst. Allerdings war er nicht als „einsamer Guru unterwegs, sondern hat Gemeinschaft gegründet, denn es gilt weiterhin, was auch im 1. Mose gesagt wird: Es ist nicht gut für den Menschen allein zu sein. (1. Mose 2,18a).

  • Jesus ruft Menschen in die Nachfolge und jeder spürt: Hier geht es um alles. Alle Lebensbereiche sind davon betroffen. Paulus ist einer der ersten an dem wir erkennen können, was das bedeutet. Viele sind ihm gefolgt und haben die Nachfolge Jesu in Radikalität ausgelebt. Menschen zogen zunächst in die Wüste, und lebten als Eremiten. Dann bildeten sich zunehmend Gemeinschaften, die zunächst predigend und helfend durchs Land zogen. Später entstanden daraus die Orden und Klöster. Menschen weihten ihr Leben Gott und dem Dienst an den Menschen. Sie lebten ehelos und folgten damit dem Rat des Paulus.

Zum Text

  • Paulus spricht von der Ehelosigkeit als GABE. Im griechischen steht hier CHARISMA=Gnadengabe. Gnadengaben (CHARISMEN) sind konkreten Ausprägungen der Gnade Gottes für konkrete Lebenssituationen oder Aufträge. Diese Gaben machen es möglich, so zu leben und zu dienen, wie es gerade jetzt nötig ist. Zum Beispiel mit prophetischer Rede oder den Gaben der Heilungen o.a. Insofern ist die Gabe der Ehelosigkeit die Gnadengabe, die Gott denen gibt, die ohne Ehe leben, dass sie fröhlich und erfüllt so leben können, solange wie sie unverheiratet sind. Es steht nirgends, dass diese Gabe etwas ist, was Gott willkürlich verteilt und dann muss man sein Leben lang damit klarkommen. Wer unverheiratet ist, braucht die Gnade Gottes für diese Situation, wer verheiratet ist braucht die Gnade für diese andere Situation. Manche fürchten, dass Gott ihnen die Gabe der Ehelosigkeit geben könnte. Weil sie viel lieber heiraten möchten, wäre das für sie nichts Schönes, sondern eine Gabe, die sie gar nicht haben wollen. Während andere Gnadengaben (1. Kor. 12 und 1. Kor. 14) mitunter begehrt sind und Begeisterung hervorrufen, scheint die Gabe der Ehelosigkeit für manche wie eine Drohung, oder ein Trost für die, die keinen Partner abbekommen haben. Das ist ein großes Missverständnis.
  • Paulus begründet den Vorzug der Ehelosigkeit auf zweifache Weise: Zum einen geht es ihm um die bevorstehenden Notzeiten. Wegen der schweren Zeiten, die uns bevorstehen, halte ich es für das Beste, wenn ein Mensch unverheiratet bleibt. (V. 26). Dies ist eine ganz praktische Begründung.

Zum anderen hält er es im Blick auf die nahende Wiederkunft Jesu für besser, sein Herz nicht teilen zu müssen, sondern ungeteilt für Jesus leben zu können. Die Zeit, die noch bleibt, ist kurz; deshalb sollen die Männer ihre Ehe nicht zu ihrem wichtigsten Lebensinhalt machen. Weder Traurigkeit noch Freude oder Wohlstand sollen jemanden davon abhalten, Gott mit allen Kräften zu dienen. (Vv.29f). Dies ist eine theologische Begründung im Blick auf die Endzeit.

Bedeutung für heute

Während gesellschaftlich die Vielfalt an Lebensformen immer mehr zunimmt, ist in unseren Gemeinden häufig eine Vereinseitigung auf Ehe und Familie wahrzunehmen. Die Ehe ist eine „geniale Idee Gottes“. Dies sollte immer deutlich gemacht werden, aber biblisch gesehen gibt es immer auch noch was Anderes.

Gerade junge Menschen, die noch keinen Partner oder Partnerin haben, fühlen sich mitunter „außen vor“. In den christlichen Familien entsteht mitunter ein gewisser Druck, wenn ausgesprochen oder unausgesprochen die Frage im Raum steht: „Warum hast du noch keine/n“. Je nach Prägung werden verschiedene Ratschläge gegeben: „Du musst mehr beten!“ oder „Geh doch mal tanzen!“. Noch schwieriger wird es, wenn die Eltern ihren Wunsch nach Enkelkindern immer wieder ausdrücken. Dies kann zu einer unerträglichen Last werden.

Für junge Erwachsene birgt dies Thema viel Stoff für eine allgemeine Verunsicherung, Minderwertigkeitsgefühle schleichen sich ein. Die Frage: Was mache ich falsch? Warum werde ich nicht begehrt, bin ich nicht geliebt.

Manche ziehen sich ganz zurück Sie fühlen sich „übrig geblieben“, minderwertig. Das kann Leben zerstören oder auch zu unguten Kurzschlusshandlungen führen.

Hier ist die große Aufgabe, deutlich zu machen, dass Ehelosigkeit in der christlichen Gemeinde ein gleichwertiger Lebensstand ist.

Paulus wirbt für diesen Lebensstand. Er weiß, dass es für diesen Stand die Gnade Gottes braucht, genau wie für die Ehe. Gemeinde sollte ein Ort sein, wo um die Gnade für beide Stände gebetet wird und Menschen damit gesegnet werden.

Methodik

Zum Einstieg: Male ein Bild: Wie träumst du dein Leben? Anhand der Bilder kann die Gruppe ins Gespräch kommen. Was für Bilder sind entstanden? Was sagt das zum Thema aus?

Fragen zum Bibeltext:

  • Welche Lebensform favorisiert Paulus und mit welcher Begründung?
  • Was verstehst du unter der Gabe der Ehe und der Gabe, unverheiratet zu leben?
  • Was würdest du Paulus antworten? (Kleingruppen könnten einen Antwortbrief an Paulus schreiben)

Weiterführende Frage: Welche unverheirateten Menschen bzw. Menschen, die in keiner Partnerschaft leben, kennst du? Was fällt dir an ihnen auf? Jugendliche können erzählen und kommen zum Thema ins Gespräch oder es wird deutlich, dass diese Lebensform ihnen ganz fremd ist. Dabei wird sich auch zeigen, dass Menschen mitunter schon mal verheiratet waren, dass auch Geschiedene und Verwitwete allein leben.

Vorbilder gesucht! Vielleicht ist es möglich, einen oder mehrere unverheiratete Menschen aus der Gemeinde zu einem Interview oder einem Talk einzuladen? Dies muss gut vorbereitet sein, könnte aber, wenn es Menschen sind, die die Fülle des Lebens von Jesus empfangen haben, ein sehr wertvoller Anstoß sein. Wenn es in der Gemeinde keine Personen dafür gibt, könnte man schauen, wo man sie findet (z.B. im geistlichen Gemeinschaften, Klöstern, Diakonissenhäusern, im Netzwerk Solo&Co). Dabei wäre es hilfreich, Menschen zu haben, die freiwillig ehelos leben und welche, die es so nicht gewählt hätten, die aber trotzdem in Fülle leben.

Beispiele aus der Kirchengeschichte darstellen, Bücher und Filme über Menschen die ehelos gelebt haben: z.B. Franz von Assisi, Mutter Theresa, Corrie ten Boom.

Film: Von Götter und Menschen (m.E. für ältere Jugendgruppen geeignet)

Ergänzungen:

  • Natürlich gehört zu diesem Thema auch der Begriff Zölibat, der in unseren Tagen sehr in Verruf geraten ist. Hier könnte Matthäus 19, 11.12 eine wertvolle Ergänzung sein. Jesus spricht über Menschen die aus verschiedenen Gründen ehelos leben. Darunter sind auch die, die um des Reiches Gottes willen auf die Ehe verzichten. Dies ist vom Charisma der Ehelosigkeit zu unterscheiden. Das eine ist die Gnade Gottes, um als Unverheirateter zu leben in der Zeit, in der man in diesem Stand lebt. Das andere ist der Verzicht des Menschen auf die Ehe um des Reiches Gottes willen.
  • Auch wenn ein Mensch ehelos lebt, gilt: Es ist nicht gut, wenn der Mensch allein ist. D.h. das Singlesein soll kein Weg sein, ein egoistischer Hedonist zu werden. In Gottes Herzen lebt Gemeinschaft, das ist sein Plan auch für Singles.

Weiterführende Literatur bzw. Material:

  • Astrid Eichler, Es muss was Anderes geben. Lebensperspektiven für Singles. SCM
  • Frauke Bielefeldt, Solo aber nicht allein, Gottes Perspektiven für das Singlessein. Brunnen.
  • Astrid Eicher und Frauke Bielefeldt: Vier Sonntage mit Solo&Co, Singles in Bewegung. Zu beziehen über bestellungen@emwag.net

Die dritte Folge trägt den schlichten Titel eines Bibelverses: Matthäus 4.24: „Und sie brachten alle zu ihm, die irgendwelche Krankheiten oder Schmerzen hatten.  Darunter waren Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte. Jesus heilte sie alle.“
Jesus taucht erst ganz am Ende auf und die Episode dreht sich um das, was die Jünger währenddessen tun und sprechen.

Beginnt euren Jugendkreis wie ihr es immer tut. Begrüßt die Teilnehmenden und fragt sie, an was sie sich noch von letzter Woche erinnern. Da die Jünger einen großen Teil der Folge um das Lagerfeuer im Kreis sitzen, gibt es zu Beginn ein paar Kreisspiele.

KISSENJAGD

Die Gruppe sitzt im Kreis – ideal sind mindestens 10 Personen. Es sollte eine gerade Anzahl an Mitspielern sein. Die Gruppe wird in zwei Mannschaften eingeteilt, die jeweils abwechselnd im Kreis sitzen (A-B-A-B-…). Von jeder Mannschaft bekommt nun ein Spieler ein Kopfkissen in die Hand. Die Kopfkissen sollten gegenüber im Kreis verteilt sein. Auf ein Zeichen müssen nun die Mannschaften versuchen, das Kissen der anderen Mannschaft mit dem eigenen Kissen zu fangen. Dabei darf das andere Kissen nicht blockiert werden. Gejagt wird nur durch die Weitergabe des Kissens an den nächsten Mitspieler der eigenen Mannschaft. Das Kissen darf dabei nicht geworfen werden.

ESCAPE

Eine Person ist in der Mitte. Alle anderen bilden einen Kreis und halten sich an den Händen fest. Die Person in der Mitte versucht nun den Kreis zu durchbrechen. Wenn sie es schafft, ist die nächste dran. Variante: nach ein paar erfolglosen Versuchen zu entfliehen kann Verstärkung angefordert werden durch die Wahl einer weiteren Person.

WÜRDEST DU FÜR GELD?

Basierend auf dem Prinzip von Obstsalat könnt ihr ein Spiel mit der Frage „Würdest du für unbegrenztes Geld …?“ spielen. Eine Person steht in der Mitte und hat keinen Sitzplatz. Sie stellt eine Frage „Würdest du für Geld …?“ Wer diese Frage mit Ja beantwortet, muss aufstehen und sich einen neuen Platz suchen. Die Person in der Mitte kann dann auch einen Platz suchen. Wer keinen Platz findet, muss eine neue Frage stellen. Das greift die Frage von Andreas am Lagerfeuer auf.

Das Essen könnt ihr nun gemeinsam vorbereiten. Ein paar Jugendliche können den Dip vorbereiten, die anderen das Fladenbrot. Wenn es etwas dauert die Brote zu machen, haltet sie im Backofen warm.

Essen: Fladenbrot, Sultans Freude Dip

Kochrezept und Zutaten:

Fladenbrot
250 g Mehl
sieben 1 Teelöffel Salz
und 30 ml Olivenöl gut mischen,
120 ml warmes Wasser hinzufügen.
Den Teig gut kneten und in 4 gleiche Teile teilen.
Bei starker Hitze auf jeder Seite 2 Minuten braten.

Sultans Freude Dip
300 g     Doppelrahmfrischkäse
200 g     Feta-Käse
2 Handvoll  Datteln, ohne Stein, fein geschnitten
1 Schuss      Olivenöl, hochwertig
3 TL        Schwarzkümmel
1 EL, gehäuft     Currypulver, mild
2 EL        Milch, nach Belieben

Den Frischkäse in eine Schüssel geben. Den Feta zerbröckeln und dazugeben. Es soll keine sämige Masse werden, die Fetastücke dürfen ruhig noch sichtbar sein! Die fein geschnittenen Datteln, den Schwarzkümmel und das Currypulver dazugeben. Zum Schluss das Öl untermengen. Wenn der Dip zu fest ist, noch nach Belieben Milch dazugeben.

Entweder ihr esst dann am Tisch zusammen oder während des Schauens der dritten Folge.

Nachdem ihr die dritte Folge gemeinsam angeschaut habt, könnt ihr erst mal nach den allgemeinen Eindrücken fragen:

  • Was hat euch gut gefallen?
  • Welcher Satz klingt nach?
  • Was habt ihr nicht verstanden?

Um tiefer in das Gespräch einzusteigen, könntet ihr folgende Fragen stellen (Je nachdem wie viele ihr seid und wie vertraut eure Gruppe miteinander ist, könnt ihr auch Kleingruppen machen):

  • Wärst du gerne berühmt? Was bringt es für Vor- und Nachteile mit sich?
  • Thomas fragt Jakobus: Warum bittest du Jesus nicht? Gibt es Dinge, um die du Jesus auch nicht bittest? Warum nicht?
  • Was haltet ihr von Marias Aussage: „Ich denke nicht, dass er darauf wartet, dass wir heilig werden. Ich glaube, er ist hier, weil wir nicht ohne ihn heilig werden können.“
  • Findest du Petrus ungerecht gegenüber Matthäus? Jesus hat ihm schließlich vergeben und ihn berufen.

Andacht: Er braucht mich nicht (mehr).

Eine Szene hat mich in dieser Folge besonders berührt: Wie Maria davon erzählt, wie es für sie war, als Jesus geboren wurde. Sie spricht darüber, wie es war, als Jesus geboren wurde. Dass er sauber gemacht werden musste, dass er kalt war und schrie. Und dass er ihre Hilfe brauchte. Ein ganz normales Baby eben. Und das ließ sie anfangs fragen, ob das wirklich der Sohn Gottes ist? Aber irgendwie wusste sie, dass er es ist. Er wurde älter und brauchte sie immer weniger. Maria sagt einerseits, dass sie natürlich stolz ist und sich als Jüdin freut über das, was Jesus für die Leute tut. Aber anderseits ist sie manchmal traurig darüber, nicht mehr gebraucht zu werden.

Und dann gibt es die Schlussszene: Jesus kommt nach vielen Stunden zurück zu den anderen. Er ist völlig erschöpft, sagt nicht viel und möchte nur ins Bett. Maria sieht ihn, beugt sich hinunter und wäscht ihm die Füße. Sie wird gebraucht und kann Jesus dienen. Sie kann etwas für ihn tun.

Möglicherweise sind das ganz normale Prozesse zwischen einer Mutter und ihrem Kind. Aber für unsere Beziehung zu Jesus können wir etwas lernen. Jesus braucht uns nicht. Wir brauchen ihn. Aber manchmal kann es Situationen geben, in denen wir etwas für ihn tun können. Maria hat zu Jesus geschaut und gesehen, was er gebraucht hat. Sie hat nicht zugeschaut wie die anderen Jüngern, sondern hat gehandelt.

Meine Herausforderung für dich in der nächsten Woche ist, Jesus mal zu fragen, was du für ihn tun kannst. Wo er dich braucht oder gebrauchen will. Das müssen keine großen Dinge sein. Du könntest zum Beispiel dem Gedanken folgen, dem Busfahrer zu sagen, dass du ihm dankbar bist, dass er dich jeden Tag sicher zu deinem Ziel bringt. Was kannst du für Jesus tun?

Das passiert:

Im Staffelfinale geht es besonders um die Vorbereitungen auf die Bergpredigt. Die Bergpredigt ist bestimmt die bekannteste Predigt von Jesus aus dem Neuen Testament. Nachlesen kann man sie in Matthäus 5-7.

In dieser Folge sehen wir, wie die Jünger Jesu mit unterschiedlichsten Aufgaben alle die Bergpredigt mit vorbereiten. So verteilen sie beispielsweise Einladungen (Flyer) in den Dörfern, bauen eine kleine Tribüne auf oder helfen wie Matthäus Jesus beim Schreiben seiner Predigt. Durch all den Aufwand, der betrieben wird, wird deutlich, dass Jesus wollte, dass seine Predigt unter guten Umständen stattfinden kann. Die Worte der Bergpredigt gelten als erste öffentliche Worte, die Jesus vor einem großen Publikum erzählte. Im Film sieht man besonders, wie Jesus und Matthäus sich Gedanken über die ersten Worte der Bergpredigt gemacht haben. Hier sind die beiden lange unschlüssig, wie Jesus beginnen soll. Schließlich findet Jesus seinen Einstieg, er verwendet die Seligpreisungen. Hierbei nennt er jeweils eine Gruppe von Menschen die glückselig sind und erklärt dies in einem kurzen Satz. Während Jesus diese Worte in der Folge spricht, werden immer bestimmte Jünger eingeblendet, auf die die gesprochene Seligpreisung besonders zutrifft.

Gestaltung der Gruppenstunde

Die Gruppenstunde kann ähnlich wie die Folge gestaltet werden. So können alle mithelfen, dass die Folge gemeinsam geschaut werden kann. Teilt die Gruppe hierzu auf. Die einen können die Technik an einem geeigneten und vielleicht auch neuen Ort aufbauen, die anderen können bequeme Sitzgelegenheiten vorbereiten und andere können Obst schneiden, damit ein gemeinsamer Obstsalat gemacht werden kann. Den Obstsalat könnt ihr während der Folge oder anschließend genießen. Obst bietet sich für diese Folge an, da auch die Jünger im Film einmal Obst essen.
So helfen alle auf irgendeine Weise mit und vertrauen darauf, dass die anderen mit ihren Aufgaben genauso dazu beitragen. Wenn dann alles geschafft ist, bedankt ihr euch bei allen helfenden Händen und schaut gemeinsam die Folge an.

Impuls

Was Jesus in den Seligpreisungen sagt, ist schon eine krasse Zusage.

Dabei sieht Jesus, als er diese Worte spricht, immer jemanden von seinen Jüngern vor seinem inneren Auge. Seine Zusagen über die Jünger können für uns wie eine Landkarte sein. Aber was bedeutet das? Es bedeutet Folgendes: Wenn wir bei diesen Menschen suchen, dann werden wir dort Jesus finden. Die Worte von Jesus sind also eine Wegbeschreibung für uns, sie geben uns Orientierung. Das bedeutet, wenn du dem Weg auf der Landkarte folgst, kommst du auch zu dem Ziel, dass du auf der Karte siehst. Willst du dich auf den Weg machen? Willst du solche Menschen kennenlernen?

Die Eigenschaften, die Jesus nennt, hast du vielleicht auch schon in anderen Menschen erlebt. Vielleicht kennst du jemanden, der wirklich gut trösten kann oder du kennst jemanden, der sich sehr für Gerechtigkeit einsetzt. Jesus sagt, dass Menschen mit solchen Eigenschaften glücklich sind. Welche Eigenschaft, die Jesus hier nennt, wünschst du dir besonders? Barmherzig? Friedenstiftend?

Die Jünger von Jesus sind so unterschiedlich. Und doch geht jeder den Weg mit Jesus voller Freude. Das gilt auch für uns heute. Mit all unseren Unterschieden dürfen wir gemeinsam voller Freude den Weg mit Jesus gehen. Auch du bist herzlich dazu eingeladen dazu zu stoßen. Und auch du darfst dich freuen!

Geld ist eigentlich immer zu wenig da, oder?

Die Wünsche der Jugendkreise sind doch meistens größer als das Budget, dass im CVJM oder der Gemeinde für die Jugendarbeit vorgehalten wird: Renovierung von Räumen, vielleicht neue Möbel, technische Gerätschaften wie Beamer oder Bluetooth-Box, aktuelle Liederbücher, Zuschüsse zur Teilnahme an Freizeiten oder Kongressen etc.

Es gibt viele Dinge, die in einer laufenden Arbeit benötigt, ersetzt oder angeschafft werden müssen. Auch um Arbeitsbereiche neu aufzubauen, benötigt man nicht weniger.

Manchmal geht es auch gar nicht um die eigene Jugendgruppe, sondern vielleicht um die Möglichkeit, ein anderes soziales Projekt zu unterstützen, oder eine Hilfslieferung, die notleidende Menschen in Kriegs- und Krisengebieten mit den dringendsten Dingen versorgt.

Wie kann man also die Gelder zusammenbringen, die man für all solche Herzenswünsche benötigt?

Sponsorenläufe

Sponsorenläufe sind ein altbekanntes Mittel, das jedoch im digitalen Zeitalter ein kleines Update erfahren hat. Früher war es in der Regel so, dass man sich zu einem bestimmten Termin an einem festgelegten Ort getroffen hat, um z. B. miteinander zu laufen.

Pro km, Stadion-Runde, … wurden von vorher angesprochenen Sponsoren eine vereinbarte Summe gezahlt, die man dann eingesammelt und beim Veranstalter abgegeben hat.

Auf diese Weise hat der CVJM, in dem ich damals gearbeitet habe, durch ein Sponsoren-Schwimmen im Freibad (in Kooperation mit den Schulen vor Ort und der Stadt) genug Geld gesammelt, um ein neues Jugendcafé mit Möbeln auszustatten. Und bei einer anderen Gelegenheit wurde bei einem Sponsoren-Inliner-Fahren in einem Parkhaus der Stadt Geld gesammelt, um die Stelle der CVJM-Sekretärin mit zu finanzieren.

Ortsunabhängige Sponsorenläufe

In Zeiten von Corona waren durch die Schutzverordnung solche »Massen«-Läufe nicht möglich und so kam es zu dem kleinen »Update«, dass ich eingangs angesprochen habe.

Es kam die Idee auf, die Läufe ins Digitale zu übertragen: Es gibt zwar noch eine vereinbarte Zeit, aber keinen festen Ort mehr – alle laufen da, wo sie können und möchten.

Meistens gibt es auch keinen festen Termin mehr im Sinne von »Sonntag um 11.00 Uhr«, sondern ein Zeitfenster von z. B. einem Wochenende, bei dem gelaufen werden kann.

Zur Überprüfung wird dann der Lauf von einer Fitness-App aufgezeichnet und das Ergebnis per Mail geschickt. Die Zahlung der Sponsorengelder kann dann auch kontaktlos per Überweisung erfolgen.

Um das Gemeinschaftsgefühl trotzdem nicht ganz zu verlieren, könnt ihr Startnummern versenden, die ihr am Rechner digital gestaltet habt und die sich die Läuferinnen dann anheften.

Oder ihr investiert selbst ein wenig Geld und versendet eine »Goodie-Bag«, die neben der bereits ausgedruckten Startnummer zudem noch kleine Überraschungen bereithält, z. B. Traubenzucker und Müsliriegel als Kraftspender nach dem Lauf.

Auch ein gemeinsamer Hashtag für die Werbung über Social Media ist eine schöne Sache.

Da man nicht mehr an einen festen Ort gebunden ist, bieten sich auch Kooperationen an, wenn man z. B. für ein Hilfsprojekt laufen möchte: Fragt bei einem benachbarten CVJM nach oder in der afrikanischen Partnergemeinde etc.

Um über die Sponsoren hinaus noch Gelder zu sammeln, könnt ihr auch einen QR-Code erstellen, über den man direkt per PayPal Geld sammeln kann – und druckt diesen Code dann auch auf Flyer, verlinkt ihn auf eurer Homepage etc.

Grundsätzlich gilt: überall, wo ich »laufen« geschrieben habe, könnte auch »walken«, »schwimmen«, »Rad fahren«, »wandern« und anderes stehen – was euch einfällt und zu euch passt.

Euer Event – eure Regeln!

Impuls zu Hebräer 13,16:

»Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.«

Zwei Dinge scheinen bei vielen Menschen sehr knappe Güter zu sein: Zeit und Geld. Darum ist es besonders wertvoll, wenn wir daran auch andere Menschen teilhaben lassen: Wenn wir uns Zeit für einen Freund nehmen, der Trost braucht. Wenn wir von unserem Geld einen Teil an die abgeben, die bedürftiger sind. Wenn wir uns die Zeit nehmen, für ein soziales Projekt einen Sponsorenlauf zu organisieren bzw. mitzulaufen, wenn wir mit unserem Geld jemanden unterstützen, wenn wir mit einem Teil der für unseren Jugendkreis erlaufenden Gelder eine Gruppe in einem Krisengebiet unterstützen. Gott schenkt uns viele Möglichkeiten, Gutes zu tun – wir müssen sie nur nutzen.

Ein Mütter-Töchter-Abend

Vorbemerkung

Die Beziehung von Müttern und Töchtern zueinander ist in der Teenie-Zeit sehr unterschiedlich. Während die einen zum besten Shopping-Team zusammenwachsen, reiben sich die anderen aneinander und gehen lieber getrennte Wege. Wenn man einen Mutter-Tochter-Abend anbieten will, sollte man sich vorher erkundigen, wie die Stimmung in der eigenen Gruppe ist und wer nicht mit der eigenen Mutter an der Gruppenstunde teilnehmen würde. Mindestens die Hälfte der Mädchen sollte mit ihrer Mutter zum Mutter-Tochter-Abend kommen, sonst wird es auch für die Mütter seltsam. Wer keine Mutter mitbringt, wird mit einem anderen Mädchen als Team eingeteilt. Alternativ kann man den Mutter-Tochter-Abend unabhängig von der Gruppenstunde für den gesamten CVJM/die Gemeinde/den Ort anbieten.

Vorbereitung

Die Einladungen sind ausgesprochen. Die Mütter sollten dabei in etwa informiert werden, worum es an diesem Abend gehen wird (spielerischer Abend mit Gesprächselementen), um nicht mit falschen Erwartungen (Elternabend) an dem Treffen teilzunehmen.

Der Raum ist freundlich dekoriert. Für jedes Mutter-Tochter-Gespann wird ein Tisch mit Namensschild gedeckt – Tischdecke, Kerze, Vase mit einer Blume o. Ä. können Dekoelemente sein. Knabbereien oder ein Mitbringbuffet sorgen für eine entspanntere Gesprächsatmosphäre.

Der Ablauf setzt sich aus einzelnen Spielen zusammen, die jeweils mit einem Gespräch von Mutter und Tochter an ihrem Tisch abgeschlossen werden. Alternativ können sich hier zwei Mädchen über ihre Beziehung zur Mutter austauschen. Leise Musik im Hintergrund kann die peinliche Stille überspielen, bis die Gespräche in Gang kommen.

Material: pro Familie einen Tisch mit Deko, Knabbereien oder Geschirr für Mitbringbuffet, Hintergrundmusik

Bausteine

Verschiedene Spielelemente geben den Aufhänger für ein Gespräch. Aus den folgenden können die passenden Bausteine ausgewählt werden.

Mutter und Tochter – wir ergänzen uns

Mutter und Tochter stellen sich nebeneinander. Mit einem Tuch werden die mittleren Beine zusammengebunden. Mutter und Tochter halten sich mit dem jeweils mittleren Arm an der anderen fest und dürfen diesen Arm inkl. Hand für dieses Spiel nicht mehr verwenden. Jedes Mutter-Tochter-Team bekommt einen Tisch zugewiesen, an dem es in Startposition geht. In ca. 5 m Entfernung ist ein Frühstücksbuffet aufgebaut. Jedes Team hat die Aufgabe, von dort einen Teller, ein Messer, ein Brötchen, Butter und Marmelade zu holen und an ihrem eigenen Tisch das Brötchen aufzuschneiden, beide Hälften zu schmieren und sich gegenseitig vom Brötchen abbeißen zu lassen. Natürlich geht es um Schnelligkeit, aber der Spaß darf dabei auch nicht zu kurz kommen.

Impuls für das Gespräch: Wo sind wir sonst auch ein gutes Team? Wie ergänzen wir uns? Welche deiner Fähigkeiten schätze ich und ergänzen mich?

Material: pro Team 1 Tuch, 1 Brötchen, 1 Messer, 1 Teller, Butter und Marmelade

Mutter und Tochter – wir verstehen uns

Situationen aus dem alltäglichen Leben werden auf Zetteln notiert und gefaltet. Für jede Person sollte mindestens ein Zettel zur Verfügung stehen. Eine Person zieht einen Zettel und spielt diese Situation vor, ohne dabei zu sprechen oder Geräusche zu machen. Die anderen müssen sie erraten. Dabei spielen alle Töchter gegen alle Mütter. Wer ist besser in der nonverbalen Kommunikation: Mütter oder Töchter? Situationen können Folgende sein: Spülmaschine ausräumen, Wäsche aufhängen, Müll rausbringen, Hausaufgaben machen, staubsaugen, Staub wischen, Zimmer aufräumen, kochen, spülen, Fenster putzen usw.

Impuls für das Gespräch: Wenn du glücklich, genervt, wütend … bist, dann reagierst du so … Ich fühle mich von dir unverstanden, wenn …

Material: Zettel und Stifte, kleine Schüssel für Zettel

Mutter und Tochter – wir diskutieren

Konfliktpunkte werden auf Zetteln notiert und gefaltet. Für jede Person sollte mindestens ein Zettel zur Verfügung stehen. Eine Person zieht einen Zettel und erklärt den Begriff, ohne ihn selbst zu nennen, die anderen müssen ihn erraten. Töchter sammeln dabei Punkte für die Töchter, Mütter für die Mütter. Wer ist besser im Diskutieren: Mütter oder Töchter? Begriffe können Folgende sein: im Haushalt mithelfen, nicht so viel an den Medien hängen, Pünktlichkeit, Ordnung, gute Noten, Termine vergessen, schmutziges Geschirr nicht weggeräumt usw.

Impuls für das Gespräch: Was sind bei uns die häufigsten Streitpunkte? Was tust du, damit ich explodiere? Wie können wir besser miteinander streiten?

Material: Zettel und Stifte, kleine Schüssel für Zettel

Mutter und Tochter – wir finden uns

Alle bekommen Papier und Stift und verfassen eine kurze Beschreibung über ihre Mutter bzw. Tochter, ohne den Namen zu nennen. Hilfreich können hier auch Satzanfänge sein oder ein kleiner Fragebogen, den man dazu ausfüllt, z. B.: An meiner Mutter/Tochter schätze ich … Meine Mutter/Tochter unterscheidet von anderen … An meiner Mutter/Tochter bewundere ich …

Anschließend werden die Beschreibungen von der Spielleitung vorgelesen und die Mütter bzw. Töchter müssen ihre Beschreibung erraten.

Impuls für das Gespräch: Wie gefällt dir meine Beschreibung über dich? Was siehst du auch so, was anders?

Material: Papier und Stifte, evtl. Fragebogen oder Satzanfänge als Tischvorlage

Mutter und Tochter – wir vertrauen uns

Keine neue Idee, aber doch immer wieder beeindruckend ist es, wenn man sich mit verbundenen Augen von jemandem führen lassen muss. Mutter und Tochter haben dies vermutlich noch nie gemacht und so kann hier eine weitere Möglichkeit fürs Gespräch entstehen, der eine körperliche Erfahrung vorausgeht. Einer der beiden werden die Augen verbunden, die andere führt ihre blinde Mutter/Tochter – ob mit Worten oder an der Hand kann von der Spielleitung bestimmt werden. Ein gebautes Labyrinth oder einfach ein selbstbestimmter Weg durch das Haus ist möglich. Wichtig ist weder Weg noch Geschwindigkeit, sondern die dabei gemachte Erfahrung. Danach werden die Rollen getauscht.

Impuls für das Gespräch: Wie schwer oder leicht fällt es dir, mir zu vertrauen? In welchen Situationen kann ich dir vertrauen? Wo fällt mir das schwer? In welchen Situationen will ich mich von dir führen lassen, wo lieber selbst die Verantwortung übernehmen?

Material: pro Team 1 Tuch als Augenbinde

Mutter und Tochter – wir erinnern uns

Mutter und Tochter erhalten Papier und Stift und skizzieren jeweils eine Situation aus dem Familienleben, an die sie sich besonders gut erinnern – egal, ob gute oder schlechte Erinnerung. Dann zeigen sie sich gegenseitig ihre Skizze, müssen erraten, welche Situation dargestellt ist und kommen darüber ins Gespräch.

Impuls für das Gespräch: Was war in dieser Situation besonders, dass du dich heute noch daran erinnerst?

Material: Papier und Stifte

Andacht

Die Familie ist ein wichtiger Ort. Dort kommen wir zur Welt, werden gefüttert und gepflegt, gehen unsere ersten Schritte, lernen sprechen, essen, Umgang mit anderen, erlernen vielfältige Fähigkeiten … Wir werden sozialisiert, um uns in dieser Welt zurechtzufinden.

Die Bibel beschreibt, dass Gott diese Familie wichtig ist. In ihr wird der Segen Gottes von einer Generation an die andere weitergegeben. Sie ist der Ort, in der der Glaube an Gott gelebt wird. Das war vor allem für die Menschen wichtig, die in einer Zeit lebten, in der man nicht zum Tempel/Gottesdienst gehen konnte. Den Eltern ist dabei eine wichtige Aufgabe übertragen. Sie geben den Glauben an die nächste Generation weiter.

In den Zehn Geboten werden die Eltern besonders bedacht. Das Gebot, die Eltern zu ehren (2. Mose 20,12), steht zwischen den Geboten der Gottesverehrung und den Geboten, die den Umgang mit den Mitmenschen regeln. Der Umgang mit den Eltern scheint also eine Schlüsselposition in den Regeln zu haben, die Gott gut für unser Leben findet. Gott sorgt sich mit diesem Gebot um die Altersversorgung der alten Eltern und nimmt dafür die Kinder in die Pflicht. Gleichzeitig macht das Gebot aber auch deutlich, dass es nicht nur um Geld geht, sondern auch darum, die älter werdenden Eltern vor Ausgrenzung und Einsamkeit zu schützen und ihnen mit Respekt zu begegnen.

Fragen an die Mädchen: Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, wie es deiner Mutter geht? Hat sie Freundinnen? Ist sie glücklich in ihrem Beruf? Wird sie von dir mit Respekt behandelt? (wird hier nur benannt für den anschließenden Austausch)

Gleichzeitig ist dies kein Freibrief für die Eltern, ihre Position den Kindern gegenüber auszunutzen. »›Gott hat gesagt: Du sollst mich ehren!‹, also küss mir die Füße, bleib immer zu Hause und kümmere dich um mich.« Paulus erklärt in Epheser 6, 1–4, wie das Gebot zu verstehen ist. (Text lesen, hier gibt es interessante Unterschiede in den Übersetzungen.) Auch die Eltern sind herausgefordert, ihre Aufgabe als Eltern wahrzunehmen. Dazu gehört neben einem wertschätzenden Umgang auch die Herausforderung, mit Wort und Tat den eigenen Glauben an Gott deutlich zu machen.

Fragen an die Mütter: Mit welchen Verhalten fordere ich den Widerspruch meiner Tochter heraus? Wie kann sie an meinen Worten und Taten Gottes Liebe erkennen? (wird hier nur benannt für den anschließenden Austausch)

Dieses Gebot gibt der Mutter-Tochter-Beziehung noch einmal eine ganz andere Tiefe. Es ist kein Gebot, das sagt: »Jetzt reißt euch mal zusammen und geht anständig miteinander um.« Sondern die Mutter-Tochter-Beziehung geht auch Gott etwas an. Er möchte der Dritte in eurem Bund sein. Er gibt den Auftrag, in seinem Namen respektvoll miteinander umzugehen. Wenn du, liebe Tochter, deiner Mutter Respekt entgegenbringst, dann tust du das im Auftrag Gottes und machst ihr damit deutlich, wie wichtig sie in Gottes Augen ist. Und wenn du, liebe Mutter, deine Tochter liebevoll erziehst, dann tust du das im Auftrag Gottes und machst ihr damit spürbar deutlich, wie sich Gottes Liebe anfühlt. Ihr beide seid also ein Spiegel Gottes. So sollt ihr miteinander umgehen!

Impuls für das Gespräch: (Jetzt werden noch einmal die Fragen von oben wiederholt und ergänzt:) Wie verändert sich deine Position als Mutter/Tochter deiner Mutter/Tochter gegenüber, wenn du dich darin als Stellvertreterin der Liebe Gottes siehst?

Abschlusssegen

Das scheint eine große und fast unlösbare Aufgabe zu sein, Gottes Liebe durch Wort und Tat in unserer Mutter-Tochter-Beziehung weiterzugeben. Zu oft gibt es Streitpunkte, Auseinandersetzungen, wir gehen aneinander hoch und sagen Worte oder tun Dinge, die wir lieber nicht gesagt oder getan hätten. Auch wenn wir Gottes Auftrag hier umsetzen sollen, so bleiben wir doch Menschen in unserer Fehlbarkeit. Aber auch das gehört zum respektvollen Umgang dazu, dass wir uns entschuldigen und dann auch vergeben und nicht immer wieder die alten Fehler aufzählen.

Und noch ein Weiteres: Gott gibt nicht nur Aufgaben, sondern auch die Gaben dazu. Wer sich wie eine Schale mit Gottes Liebe füllen lässt, der fließt ganz ohne Anstrengung über und kann Gottes Liebe ohne Regeln und guter Vorsätze an andere weitergeben. Darum ist es gut, in Gottes Nähe zu bleiben.

Gott hat euch seine Nähe versprochen und diese Nähe könnt ihr euch jetzt gegenseitig im Auftrag Gottes zusagen. Legt dazu eure Hand auf die Schulter oder den Kopf der anderen.

(Gemeinsam wird der Segen gesprochen, der für alle als Kärtchen zum Ablesen und Mitnehmen ausgeteilt wird.)

Segen für die Mutter

Gott, der dich wunderbar geschaffen hat, segne dich. Er gebe dir Augen, Ohren, Hände und Herz für deine Tochter, damit du in ihr entdecken kannst, was Gott in sie hineingelegt hat. Er schenke dir Geduld, Liebe und Verständnis in schwierigen Zeiten und ein Herz, das vergeben kann. Er erfülle dich mit seinem Geist und segne deine Tochter durch dich.

Segen für die Tochter

Gott, der dich wunderbar geschaffen hat, segne dich. Er gebe dir Augen, Ohren, Hände und Herz für deine Mutter, damit du sie achtest und ehrst, wie Gott es auch tut. Er schenke dir Geduld, Liebe und Verständnis in schwierigen Zeiten und ein Herz, das vergeben kann. Er erfülle dich mit seinem Geist und segne deine Mutter durch dich.

Material: Segenskärtchen

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