Back to the Rut

Ideen rund um eine Kinderfreizeit zur biblischen Rut – Geschichte

Sie war noch nie hier. Diese Umgebung ist ihr fremd. Den einzigen Menschen, den sie kennt, ist mit ihr hierher gekommen. Wie wohl die anderen so ticken? Werden sie sie mögen? Wird sie sich alleine fühlen? Was kommt wohl auf sie zu? Und was ist dran an diesem Gott, von dem hier alle reden?

Wenn Kinder mit Mitarbeitenden in eine Freizeit starten, betreten sie Neuland. Nicht jeder kennt jeden. Nicht jeder war schon mal hier. Nicht jeder kennt das typische Freizeitprogramm. Und nicht jeder kennt Gott. Kinder und Mitarbeitende, die solches Neuland betreten, finden in Rut eine „Komplizin“. Sie erleben in 6 biblischen Geschichten, welche Abenteuer Rut in ihrer neuen Heimatstadt Bethehem erlebt: Vom mutigen Aufbruch ins Ungewisse, der lohnenden Treue zu Gott und Menschen, von einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte bis hin zu dem einen Gott, der mit jedem seine eigene Geschichte schreibt.

Diese Freizeitreihe bietet eine kurze Einführung in das Buch Rut, 6 biblische Einheiten mit einer dazu passenden Rahmengeschichte als Anspiel in der heutigen Zeit (Stadtkind verbringt Ferien auf dem Bauernhof), Geschichten, Spiele, eine Interview-Idee und weitere kreative Ideen rund um das Freizeitprogramm, sowie ein weiterer pädagogisch wertvoller Artikel. Die meisten Ideen sind auch sehr gut in der Gruppe als Themenreihe über mehrere Wochen umsetzbar.

Lass uns reden

Warum ist Kommunikation wichtig?

Im Buch Rut ist Kommunikation ein wichtiges Element. Boas ist ein bedächtiger Mann und anstatt einfach zu handeln, überlegt er und redet mit den Leuten (Rut 4). Für ihn gehört das dazu, um gemeinsame Lösungen für Probleme zu finden.
Auch wir merken, dass es bei der Teamarbeit und in Gruppen wichtig ist, ehrlich und fair miteinander zu reden und umzugehen.
Dazu sollen diese Übungen einen Beitrag leisten. Wichtig ist, danach eine kleine Auswertung zu machen und mit den Kindern zu klären, was ihnen aufgefallen ist. So können wir die Kinder kommunikationsfähig machen.

Ich sage, was ich fühle

Vier Kinder haben jeweils einen Zettel in der Hand, auf dem ein Gefühlsausdruck steht. Sie lesen diesen Ausdruck in der richtigen Stimmung und Haltung vor, z. B. „Ich bin glücklich“ mit fröhlicher Stimme und strahlendem Gesicht.
Dann werden die Zettel getauscht. Nun werden die „Gefühle“ vorgelesen, allerdings in der vorherigen Stimmung. Man hört dann z. B. „Ich bin glücklich“ mit trauriger Stimme und gebückter Haltung.
Was fällt den Kindern auf? Was ist komisch?

Aussagen, die man mit anderen noch ergänzen kann: – Ich bin glücklich. – Ich bin wütend. – Ich bin traurig. – Ich bin ängstlich.

Fazit: Wichtig ist, dass auch über die Gestik und Mimik Sprachinhalte transportiert werden.

Material: Zettel mit Gefühlsausdrücken

Gleichzeitig reden

Bei dieser Übung gehen immer zwei Kinder zusammen. Jedes Kind überlegt sich ein Thema, über das es die nächsten Minuten sprechen will. Dann reden beide gleichzeitig los und versuchen, dem anderen davon zu erzählen und ihn zum Zuhören zu bringen. Der Spielleiter gibt dazu ein Start- und ein Stop-Zeichen. Danach gibt es eine kurze Austauschrunde: Was ist euch aufgefallen? Was ist schwergefallen, was leicht?

Material: —

Stille Post XL

Vier Kinder werden vor die Tür geschickt. Ein Kind darf sich nun eine Geschichte überlegen, die gern etwas umfangreich und komplex sein kann, z. B. auch ein Tagesablauf oder ein Urlaubserlebnis. Alle anderen nehmen die Rolle des Beobachters ein. Ein Kind von draußen wird nun hereingebeten und die Geschichte wird erzählt. Nun erzählt dieses Kind dem Nächsten von draußen die Geschichte weiter, bis alle Kinder von draußen die Geschichte gehört haben. Die letzte Person von draußen erzählt zum Abschluss nochmal das Gehörte nach. Die Aufgabe der Beobachter ist es, darauf zu achten, was erzählt wird, was weggelassen wird und wie sich die Geschichte dadurch verändert.

Material: –

Erklärbär

Für dieses Spiel braucht man zwei Sets gleiche Bauklötze, Legosteine oder sonstige Gegenstände (8-10 verschiedene reichen schon aus). Zwei Kinder sitzen Rücken an Rücken, so dass keiner den anderen sieht. Vor dem einen Kind, dem „Erklärbär“, stehen in einer bestimmten Anordnung die Bauklötze bzw. anderen Gegenstände. Das andere Kind hat genau dieselben Bauklötze bzw. Gegenstände vor sich liegen. Der Erklärbär erklärt nun, wie die Bauklötze angeordnet sind und das andere Kind muss sie nachbauen. Dabei darf nicht beim Anderen nachgeschaut werden. Als Sichtschutz kann auch eine Decke genommen werden.
Am Schluss wird das Ergebnis verglichen. Ist es gelungen? Was ist dem Erklärbär schwergefallen, was leicht? Was war für das nachbauende Kind leicht oder schwer?
Variante: Wem es mit Material zu aufwändig ist, kann auch einfach eine Zeichnung nehmen, die dem anderen erklärt werden muss. Allerdings darf nicht gesagt werden „Male einen Elefanten“, sondern versuchen, diesen mit Kreisen, Linien, Punkten usw. zu erklären und zu umschreiben.

Material: 2 Sets gleiche Bauklötze, Legosteine, Gegenstände, eventuell eine Decke

Ein Begriff – zwei Bedeutungen

Zwei Kinder überlegen sich ein Wort, das zwei Bedeutungen hat. Bei jüngeren Kindern können Worte auch vorgegeben werden. Jedes Kind erklärt jeweils mit einem Satz die jeweilige Bedeutung, ohne das Wort zu nennen. Die anderen Kinder müssen raten, um welches Wort es sich handelt.
Mögliche Wörter: Bank, Strauß, Pass, Ton, Tau, Mutter, Fliege, Amerikaner, Note, Blatt, Pony, Birne (unter dem Stichwort „Teekessel“ findet man im Internet auch eine ganze Reihe mit Wortlisten)
Danach erfolgt ein kurzer Austausch. Ist das Erklären leichtgefallen? Hat man die Erklärung gut verstanden?

Material: —

Comic malen

Die Kinder werden in Kleingruppen eingeteilt, am besten in 3- bis 5er Gruppen. Aufgabe ist es, als Gruppe gemeinsam einen Comic zu malen, in dem jedes Kind ein Bild dazu malt. D. h., wenn drei Kinder in einer Gruppe sind, besteht der Comic aus drei Bildern. In der ersten Phase wird nur abgesprochen, um was es gehen soll, wer welches Bild malt und auf was man achten muss. In der zweiten Phase darf nicht mehr geredet werden und jeder malt seinen Teil des Comics, ohne die anderen Teile zu sehen. Am Schluss werden die Bilder zusammengelegt und geschaut, ob sie zusammenpassen. Bei einem kurzen Austausch wird geklärt, was gelungen und was vielleicht auch schief gegangen ist.

Material: Papier, Stifte
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