Reformation

Diese Themenreihe enthält alle Einheiten zum Thema Reformation aus dem JUMAT-Jahrgang 2017. Zwei Einheiten beschäftigen sich mit Martin Luther und seinem Freund Lucas Cranach. Vier Einheiten haben die vier Sola der Reformation als Schwerpunkt und zwei weitere Einheiten beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Reformation bis heute.

Ein Teil der Einheiten ist nach folgendem Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Die anderen Einheiten haben folgenden Aufbau: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst und zwei Geländespiele.

In diesem Spiel erleben die Kinder verschiedene mittelalterliche Szenen. Dabei beschäftigen sie sich mit dem Thema Ablasshandel. Dieses Spiel ist für drei altersgemischte Gruppen konzipiert. Es sollen in allen Gruppen auch ältere Kinder dabei sein.

Mitarbeiter


Die Mitarbeiter schlüpfen in mittelalterliche Rollen und Verkleidungen und können dabei ruhig ein wenig schauspielern. Sicher ist es möglich, für manche Besetzungen Mitarbeiter zu gewinnen, die sonst nicht zu den Jungscharmitarbeitern gehören. Jeder Mitarbeiter bekommt seine Beschreibung und muss nicht viel mehr wissen.
Normalerweise sollte bei einem Mitarbeiter immer nur eine Gruppe sein, andere müssen warten, wenn sie schon kommen.

Räumlichkeiten


Das Spiel wird in verschiedenen Räumen des Gemeindehauses oder im Freien gespielt. Die Spieler sollen sich während der Spiele gegenseitig nicht sehen.
Die Gruppen bekommen keinen Plan, nur die „Spielfeldgrenzen“. Sie müssen also ungefähr wissen, wo sich jemand aufhalten kann und sich dann durchfragen.

Material


Bei den einzelnen Rollenbeschreibungen steht, was jeweils benötigt wird. Die Gegenstände, die die Gruppen bekommen, braucht man jeweils dreimal. Jede Gruppe bekommt ein Gefäß (z. B. einen Korb) zum Sammeln der Gegenstände.

Aufgabe für die Kinder


Die Zeit, in die wir uns jetzt begeben, ist höchst gefährlich. Die Menschen sind arm und müssen doch ständig Ablassbriefe kaufen. Vielleicht könnt ihr etwas dagegen unternehmen. Fangt mit dem Spiel bei folgenden Personen an:
1. Gruppe: Rumold, der Schreiner
2. Gruppe: Ludwig, der Bäcker
3. Gruppe: Hildrun, die Wäscherin
Versucht so schnell wie möglich, den Hilfesuchenden beizustehen. Dazu müsst ihr verschiedene Leute aufspüren und Informationen sowie wichtige Hinweise von ihnen einholen. Manchmal müsst ihr dafür etwas herbeischaffen und dazu auch manchen Weg mehrmals zurücklegen. Ganz einfach ist es nicht. Aber es lohnt sich! Gebt keinen Gegenstand aus der Hand, den ihr, wo und von wem auch immer, erhaltet. Ihr wisst nicht, ob ihr ihn noch einmal gebrauchen könnt. Hört genau zu, was man euch sagt! Fragt immer nach!

Noch eine Vorbemerkung


Die Kinder bekommen recht bald beim Buchdrucker den Bibelvers aus Römer 1,16 mit, was schon die Lösung ist, wenn sie mitdenken. Die anderen Charaktere gehen aber nicht darauf ein. Das ist beabsichtigt, weil so die Kinder in einen inneren Konflikt kommen und das besser nachvollziehen können.

Rumold, der Schreiner
(Start Gruppe 1)

Beschreibung für den Mitarbeiter


Sobald du Kinder von weitem siehst, rufst du laut: „Halt! Stehen bleiben! Ich brauche Geld!“ Das wiederholst du immer wieder. Wenn sie nachfragen, erzählst du deine Geschichte: „Wisst ihr, ich bin Rumold, von Beruf ein Schreiner. Letzte Woche ist mir was Schreckliches passiert: Ich hatte die Werkstatt nicht aufgeräumt und als der Bäcker Ludwig einen reparierten Stuhl holen wollte, ist er über einige Latten gestolpert. Nun hat er sich einen Arm gebrochen und mich verklagt. Jetzt muss ich ihm Geld bezahlen, weil er mit dem Arm nicht arbeiten kann. Wo soll er sonst Geld herbekommen, wenn er keine Brötchen verkaufen kann?“
Der ersten Gruppe sagst du außerdem: „Und außerdem muss ich noch einen Ablassbrief kaufen. Diese Leichtsinnigkeit hat mich auch vor Gott schuldig gemacht und bestimmt ist er zornig auf mich. Durch den Ablassbrief kann ich Gott wieder freundlich stimmen, er befreit mich von meiner Schuld, aber es ist auch sehr teuer. Könnt ihr versuchen, Geld zu bekommen, und es mir dann bringen? Ich glaube beim Buchdrucker ist das möglich.“
Kommt die Gruppe mit Geld zurück, bittest du sie, die Werkstatt aufzuräumen.
Die anderen beiden Gruppen lässt du gleich die Werkstatt aufräumen.

Spiel


Überall liegen Nägel verstreut, die die Kinder sortieren müssen. Dafür bekommen sie zum Schluss einen Nagel.
Die erste Gruppe schickst du dann mit dem Geld zum Ablassverkäufer.
Die zweite Gruppe, die dich fragen soll, wie der Unfall passiert ist, schickst du dann zum Bäcker Ludwig. Sie sollen selbst nachschauen, wie es ihm geht.
Die dritte Gruppe geht dann zu Friedrich dem Weisen zurück.
Kommt die Gruppe mit einem Ablassbrief zurück, freust du dich und zeigst dich sehr erleichtert, gleichzeitig erschrickst du über die unerwartete, noch höhere Summe. Du schickst sie zu Ludwig, dem Bäcker. Sie sollen ihm mitteilen, dass er auf sein Entschädigungs- und Versorgungsgeld noch warten muss.
Wenn eine Gruppe mit einem zerrissenen Ablassbrief und der Unterschrift von Luther zurückkommt, gibst du ihnen deinen Ablassbrief und lässt ihn zerreißen. Gleichzeitig zeigst du ganz viel Freude und beglückwünschst die Gruppe für ihren Erfolg. Das Spiel ist für sie damit zu Ende.

Material: Arbeitshose, Säge, ein paar Bretter, an denen zwischendurch gesägt werden kann, eine Kiste mit verschiedenen Nägeln, die zwischendurch immer wieder verstreut werden.

Ludwig, der Bäcker
(Start Gruppe 2)

Beschreibung für den Mitarbeiter


Du liegst auf ein paar Decken. Sobald sich jemand nähert, stöhnst du und sagst mal lauter und mal leiser: „Oh, ich fühle mich schlecht, ich bin so krank und verletzt. Hilfe!!“
Wenn Kinder nachfragen, dann sagst du: „Ich heiße Ludwig. Ich habe mir den Arm gebrochen, als ich vom Schreiner Rumold einen Stuhl geholt habe. Und außerdem muss sich was entzündet haben. Mir ist total heiß. Ich habe Fieber … Aber was mich noch mehr quält: Ich hatte mir von Hildrun, der Wäscherin, Geld geborgt, aber ich habe dafür Alkohol gekauft und alles versoffen. Nun brauche ich Geld, um es ihr wiederzugeben, aber ich kann gerade nicht arbeiten, um Geld zu verdienen. Könnt ihr vielleicht erstmal eine Runde für mich backen?? Wisst ihr, ich habe hier ein Rezept, das muss ich noch backen.“

Spiel


Die Gruppe erhält ein Blatt mit dem Rezept des Bibelkuchens. Sie muss die Bibelstellen nachschlagen und die richtigen Lösungen aufschreiben. Außerdem erhalten sie einen Keks.

Rezept Bibelkuchen
Man nehme …
1,5 Tassen 5. Mose 32,14 a (1. Wort)
6 Stück Jeremia 17,11
2 Tassen Richter 14,18 a
4,5 Tassen 1. Könige 5,2
2 Tassen 1. Samuel 30,12 a
3/4 Tasse 1. Korintherbrief 3,2
1 Prise 3. Mose 2,13
1 Päckchen Backpulver
Alle Zutaten werden verrührt und ca. 75-80 Minuten bei 175 Grad gebacken.
Lösung: Butter, Eier, Honig, Mehl, Rosinen oder Feigen, Milch, Salz

Der ersten Gruppe sagst du außerdem: „Und dann muss ich noch einen Ablassbrief kaufen. Diese Alkoholsucht hat mich auch vor Gott schuldig gemacht und bestimmt ist er zornig auf mich. Durch den Ablassbrief kann ich Gott wieder freundlich stimmen, er befreit mich von meiner Schuld, aber es ist auch sehr teuer. Könnt ihr versuchen, Geld zu bekommen und es mir dann bringen? Ich glaube beim Buchdrucker ist das möglich.“
Der zweiten Gruppe, die dir die Information bringt, dass du auf dein Entschädigungs- und Versorgungsgeld noch warten musst, sagst du dann: „Ich brauche trotzdem Geld. Könnt ihr noch welches für mich besorgen? Ihr wisst ja schon wie. Geht doch noch mal zum Buchdrucker.“
Die dritte Gruppe schickst du zurück zu Hildrun, der Wäscherin, mit dem Auftrag, ihr alles zu sagen.

Kommt die erste Gruppe mit Geld zurück, schickst du sie damit zum Ablassverkäufer.
Kommt diese Gruppe mit einem Ablassbrief zurück, freust du dich und zeigst dich sehr erleichtert, gleichzeitig erschrickst du über die unerwartete, noch höhere Summe. Du schickst sie zu Hildrun, der Wäscherin, um ihr zu sagen, dass sie noch auf das Geld warten müsste.
Kommt eine Gruppe mit Medizin, freust du dich, nimmst sie und fühlst dich gleich viel besser. Natürlich gibst du ihnen die Lösung mit.
Wenn eine Gruppe mit einem zerrissenen Ablassbrief und der Unterschrift von Luther zurückkommt, gibst du ihnen deinen Ablassbrief und lässt ihn zerreißen. Gleichzeitig zeigst du ganz viel Freude und beglückwünschst die Gruppe für ihren Erfolg. Das Spiel ist für sie damit zu Ende.

Material: Ein paar Decken auf der Erde, ein altes Gewand, Rezept vom Bibelkuchen, Lösung für die Wäscherin, Kekse

Lösung für die Aufgabe der Wäscherin
Zuerst ist das 9-l-Gefäß zu füllen. Dann wird damit zweimal hintereinander das 4-l-Gefäß gefüllt. So bleibt noch ein 1 l Wasser im größeren Gefäß. Dieser Liter wird in das leere 4-l-Gefäß gegossen. Anschließend wird erneut das 9-l-Gefäß gefüllt und daraus werden 3 l in das kleinere Gefäß abgefüllt, das dann genau voll ist, so bleiben im größeren Gefäß noch 6 l.

Hildrun, die Wäscherin
(Start Gruppe 3)

Beschreibung für den Mitarbeiter


„Hallo, ich habe ein Problem, könnt ihr mir helfen? Ich brauche genau 6 l Wasser. Wie kann ich aber genau 6 l Wasser aus dem Brunnen holen, wenn ich nur ein 4-l- und ein 9-l Gefäß ohne Markierungen habe? Überlegt es euch mal!!“
Wenn sie es nicht hinkriegen, sagst du: „Nun ich sehe, wie bemüht ihr seid. Wisst ihr, ich bin nämlich Hildrun, die Wäscherin. Jeder kennt mich hier. Ich hatte dem Bäcker Ludwig Geld geliehen, und weil er es mir nicht wiederbringt, habe ich überall erzählt, er würde das Geld mahlen und in seine Brote mit einbacken. Aber das hat gar nicht gestimmt. Nun hat sich der Arme beim Schreiner Rumold verletzt und ich habe ein schlechtes Gewissen.
Der ersten Gruppe sagst du dann: „Und außerdem muss ich noch einen Ablassbrief kaufen. Dieses Lügen hat mich auch vor Gott schuldig gemacht und bestimmt ist er zornig auf mich. Durch den Ablassbrief kann ich Gott wieder freundlich stimmen, er befreit mich von meiner Schuld, aber es ist auch sehr teuer. Könnt ihr versuchen, Geld zu bekommen, und es mir dann bringen? Ich glaube beim Buchdrucker ist das möglich.“

Kommt die erste Gruppe mit Geld zurück, schickst du sie damit zum Ablassverkäufer.
Kommt die erste Gruppe mit einem Ablassbrief zurück, freust du dich und zeigst dich sehr erleichtert. Gleichzeitig erschrickst du über die unerwartete, noch höhere Summe. Du schickst sie zu dem Schreiner Rumold. Sie sollen sich erkundigen, wie der Unfall passiert ist.
Den anderen beiden Gruppen sagst du dann: „Könnt ihr ihm vielleicht Medizin bringen? Vielleicht sagt er euch auch die Lösung für mein 6-Liter-Problem, er ist ja ein schlauer Mann.“
Kommt eine Gruppe mit der Lösung, lässt du es praktisch ausprobieren und bedankst dich für deine 6 l. Dann gibst du ihnen als Dankeschön ein kleines Stück Seife.
Die Gruppe, die dir vom Bäcker die Information bringt, dass du noch auf das Geld warten musst, schickst du zum Buchdrucker. Sie sollen zusehen, dass sie noch mal Geld verdienen.
Kommt die erste Gruppe und sagt dir, dass es dem Bäcker schlecht geht, schickst du sie mit der Medizin los und sagst ihnen, sie sollten nach der Lösung vom 6-l Problem fragen. Wenn sie mit der Lösung kommen, gibst du ihnen das Stück Seife und schickst sie auch noch mal zum Buchdrucker, um Geld zu bekommen.
Wenn eine Gruppe mit einem zerrissenen Ablassbrief und der Unterschrift von Luther zurückkommt, gibst du ihnen deinen Ablassbrief und lässt ihn zerreißen. Gleichzeitig zeigst du ganz viel Freude und beglückwünschst die Gruppe für ihren Erfolg. Das Spiel ist für sie damit zu Ende.

Material: Schürze, Waschschüssel, Wäsche, zwei Gefäße, bei denen Markierungen bei 4 l und bei 9 l sind, evtl. Zettel und Stift, um die Aufgabe zu zeichnen, Medizin, Seife

Otto, der Buchdrucker

Beschreibung für den Mitarbeiter


Wenn Kinder bei dir vorbeikommen, rufst du: „Handwerker und Lehrlinge gesucht! Bei mir kann man blankes Geld verdienen!!“
Fragen sie interessiert nach, erzählst du ihnen, dass du gar nicht mehr hinterherkommst, Bücher zu drucken und dass du dabei Hilfe brauchst.

Spiel


Die Kinder müssen den Teil des Bibelverses aus Römer 1,16 drucken. „Die Botschaft von Jesus ist eine gewaltige Kraft Gottes. Wer an sie glaubt, erfährt, dass Gott ihn von seiner Schuld befreit und aus seiner Verzweiflung rettet.“
Der Vers wird in folgende drei Teile geteilt:

  • Die Botschaft von Jesus ist eine gewaltige Kraft Gottes.
  • Wer an sie glaubt, erfährt, dass Gott ihn von seiner
  • Schuld befreit und aus seiner Verzweiflung rettet.

Für den Druck liegen Buchstaben aus Moosgummi bereit, die in die richtige Reihenfolge gesetzt und gedruckt werden müssen.

Den fertigen Satz dürfen sie nicht mitnehmen.
Zum Schluss gibst du ihnen das verdiente Geld: ½ Gulden = 120 Pfennige, (Monatsverdienst waren 5 Gulden). Außerdem bekommen sie einen Übersetzungscode.
Kommen Kinder zum zweiten Mal und wollen arbeiten, fragst du sie, wozu sie das erste Geld gebraucht haben. Hörst du was von Ablassbriefen, zeigst du dich entrüstet und faselst was von Martin Luther und dass er was dazu gesagt hat, du aber auch nicht genau wüsstest, was. Man könnte ihn ungefähr dort und dort finden. Dabei beschreibst du den Ort oder die Person, die den Türsteher spielt.
Kommt eine Gruppe unverrichteter Dinge zurück, sagst du ihnen: „Jetzt wird es schwieriger. Wenn ihr mehr Informationen wollt, könnt ihr ja bei Luthers „Feinden“ nachfragen. Geht noch mal zu dem Ablassbriefverkäufer und versucht herauszubekommen, wo Luther sich aufhalten könnte. Fragt auch mal hintenherum, für was die Ablassbriefe wirklich gut sind.“

Material: Arbeitskittel, Material zum Drucken (Papier, Buchstaben aus Moosgummi, Farbe oder Stempelkissen) genügend kleine Geldmünzen, dreimal den Übersetzungscode

Verkäufer von Ablassbriefen

Beschreibung für den Mitarbeiter


Du rufst wie ein Marktverkäufer: „Liebe Leute, wenn das Geld in der Kasse klingt, die Seele in den Himmel springt.“
Du nimmst von den Kindern 115 Pfennige für den Ablassbrief. Sie bekommen zwei gleiche Ausführungen. Einen sollen sie abgeben und einen als Erinnerung behalten.
Kommen Kinder ein zweites Mal und wollen wissen, wo sich Martin Luther aufhält, wirst du zuerst böse und fauchst sie an, dass du ganz andere Sorgen hättest, dass du Hunger wie ein Wolf hättest und wenn sie noch einmal den gewissen Namen erwähnen würden, könnten sie ihres Lebens nicht mehr sicher sein.
Kommen die Kinder auf die Idee, dir einen Keks anzubieten, isst du ihn auf und sagst dann: „Ich weiß trotzdem nicht, wo Luther ist!!! Schließlich arbeitet er gegen uns. Wer weiß, ob er überhaupt noch lebt.“ Und etwas verschwörerischer erzählst du nach einer Weile, dass mit den Ablassbriefen eine große Kirche in Rom gebaut wird, dass das die Leute aber nicht wissen sollen. Schließlich gibst du ihnen den Tipp, zu Friedrich dem Weisen zu gehen. Wenn jemand etwas von Luther weiß, dann ist er es. Um ein offenes Ohr zu finden, sollen sie sich höflich hinstellen und sagen: „Erlauchter Kurfürst Friedrich der Weise, gestattet er uns, dass wir ihm ein Anliegen vortragen?“
Diesen Satz bekommen sie als Erinnerungshilfe mit.

Material: gutes Gewand, eine alte Kasse, einige Ablassbriefe, auf denen Vergehen und Preis draufsteht, Anrede für Friedrich den Weisen

Friedrich der Weise

Beschreibung für den Mitarbeiter


Du sitzt an einem Tisch, mehrere aufgeschlagene Bücher liegen vor dir. Eventuell hast du eine Feder in der Hand, um damit zu schreiben.
Wenn Kinder einfach so kommen, tust du so, als wenn du es gar nicht gemerkt hast. Wenn sie aufdringlich werden, nimmst du sie erst gar nicht wahr. Wenn sie sagen: „Erlauchter Kurfürst Friedrich der Weise, gestattet er uns, dass wir ihm ein Anliegen vortragen?“ dann gibst du dich zu erkennen. Bevor du dir jedoch das Anliegen anhören könntest, müsstest du zuerst ein anderes Problem lösen. Du hast ein wichtiges Schriftstück, welches an einer wichtigen Stelle befestigt werden muss. Du hast aber handwerklich keine Ahnung und der Schreiner Rumold hätte ganz andere Sorgen. „Kennt ihr ihn, den Schreiner Rumold?“
Wenn sie Ja sagen, müssen sie auf die Idee kommen, ihren Nagel dafür einzusetzen.
Wenn sie ihn noch nicht kennen, schickst du sie zu ihm.
Wenn das gemacht ist, fragst du nach ihrem Anliegen und verrätst dein Geheimnis: Martin Luther lebt – er sitzt als Junker Jörg in der Wartburg.
Kurz erzählst du noch die Geschichte, wie du ihn hast retten lassen. Wenn man also am Türsteher vorbei möchte, dann muss man nach Junker Jörg fragen.
Sie sollen das aber keinem verraten, das wäre ein Geheimnis!!!

Material: gutes und prächtiges Gewand, Bücher, Feder

Türsteher

Beschreibung für den Mitarbeiter


Du stehst in der Nähe von Luther. Am besten so, dass man ihn noch nicht sehen kann.
Will jemand einfach so hindurch gehen, brummst du nur „Stehen bleiben und zurückgehen! Ihr habt hier nichts verloren. Oh, die Tür, die knarrt!!“ Sucht jemand Luther, lässt du ihn nicht durch, sondern brummst nur: „Luther ist nicht hier, der ist gekidnappt worden. Bestimmt ist er tot. Geht wieder zurück! Oh, die Tür, die knarrt!!“ Kommt jemand und verlangt Junker Jörg zu sprechen, wirst du freundlicher und fängst an, im verschwörerischen Ton zu reden. „Jaja, es gibt ein Geheimnis um diesen Junker Jörg, ich hatte es gleich geahnt. Stimmt’s, er ist in Wirklichkeit jemand anderes …“ Wenn die Kinder jetzt noch nicht mit dem Namen herausrücken, bietest du ihnen Geld an, um die Wahrheit über Junker Jörg herauszubekommen. Gehen sie auch darauf nicht ein, lässt du sie nicht durch. Wenn sie ein Stück Seife dabei haben, bist du so überglücklich, dass du weggehst, und sie durchlässt. Wenn sie noch kein Stück Seife haben, schickst du sie zur Wäscherin Hildrun.

Material: ein einfacher Umhang, Geld

Luther

Beschreibung für den Mitarbeiter


Du sitzt am Tisch, vor dir die Bibel. Kommen die Kinder zu dir, fragst du sie zuerst, wie sie dich gefunden haben und ob sie ihr Geheimnis bewahrt haben. Du fragst nach dem Ablassbrief, schaust ihn dir an und sagst: Wie oft soll ich das noch sagen? Man braucht nichts zu bezahlen. Gott sagt nicht: Ich habe dich lieb, wenn du etwas bezahlt hast. Gott sagt: Ich liebe dich trotz allem, was du machst, wenn es dir wirklich Leid tut.

Spiel

Bibel übersetzen
Du erzählst, dass du die Bibel übersetzt, bittest die Kinder, dabei zu helfen und gibst ihnen ein Blatt mit folgendem Satz:

Lösung: Wer an Gott glaubt, kann vor ihm bestehen und wird leben.
Mit ihrem Übersetzungscode können sie das Rätsel lösen.

Dann zerreißt du den Ablassbrief, schreibst auf ein Stückchen davon deine Unterschrift und sagst ihnen, sie sollten das zweite Exemplar genauso zerreißen. Und damit hätten sie ihr Ziel erreicht und das Spiel erfolgreich beendet.

Material: einfaches Gewand, Hut, Bibel, Geheimschrift

Das Spiel ist dann zu Ende, wenn die erste Gruppe den Ablassbrief zerrissen hat.
Die Datei Spielablauf verdeutlicht den Gesamtablauf des Spieles.

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