Lecker schmecker – die Themenreihe rund ums Essen

In der Bibel spielt Essen immer wieder eine Rolle. Mal wird zu einem Festessen eingeladen und keiner kommt. In einer anderen Geschichte wird ein Bruder mit einem Essen übers Ohr gehauen. Diese und weitere Geschichten finden sich hier in der Themenreihe. Dazu Spiele, Aktionen und ein Hintergrundartikel zum Thema „Was tun, wenn Kinder nicht mehr (in die Jungschar) kommen.

Höchste Zeit, mit den Kindern mal über Essen zu reden und vielleicht gemeinsam die eine oder andere Mahlzeiten zu genießen. Viel Spaß beim Umsetzen!

Tic Tac Toe

Eine Person pro Team bekommt 9 Becher und stellt sie verkehrt herum an die Tischkante, sodass der Becher ein Stück über die Kante steht. Nach dem Startsignal muss versucht werden durch Schnippen von unten auf die Becherkante, die Becher zu drehen. Der Becher muss so lange zurück an die Tischkante gestellt werden, bis er richtig herum stehen bleibt. Danach darf er in das Spielfeld gestellt werden. Das Spielfeld besteht insgesamt aus 9 Kreppbandfeldern (3×3). Es spielen immer zwei Personen gegeneinander Tic Tac Toe. Das heißt, wer zuerst drei Becher senkrecht, waagrecht oder diagonal in das Spielfeld stellen konnte hat gewonnen. Es darf in jedem Feld immer nur ein Becher stehen und keine Becher mehr umgestellt werden.

Alternative: Die Becher müssen beim Schnippen auf eine Flasche oder andere Becher gestapelt werden.

Bild:

   
   
   

Becherlauf

Eine Person aus dem Team bekommt einen Luftballon. Beim Startsignal darf der Luftballon aufgeblasen werden. Nun muss ein Becher auf dem Tisch durch einen Hindernisparcour aus Bauklötzen o.ä. manövriert werden. Dabei darf der Becher nur mit Hilfe der Luft aus dem Ballon fortbewegt werden. Die Person, dessen Becher zuerst das Ziel erreicht hat, hat gewonnen.

Bechertransport

Eine Person aus jedem Team bekommt einen Luftballon und 10 Becher. Die Becher werden einzeln auf einen Tisch gestellt. Beim Startsignal wird der Luftballon in einen Becher gehalten und aufgeblasen, bist der Becher fest am Luftballon hängt, der Becher darf dabei nicht berührt werden. Die Aufgabe besteht nun darin, mit den Bechern am schnellsten eine Pyramide zu bauen, ohne dabei die Becher mit den Händen oder mit dem Mund zu berühren.

Flaschenbingo

Eine PET-Flasche halbvoll gefüllt mit Wasser wird abwechselnd von zwei Spielern in die Luft geworfen. Dabei muss sich die PET-Flasche einmal um die eigene Achse drehen und anschließend stehend auf dem Tisch aufkommen. Wurde das geschafft, darf eine andere Flasche im Bingospielfeld ein Feld weiter in die eigene Richtung gerückt werden. Anschließend ist der gegnerische Spieler an der Reihe. Das Bingofeld besteht aus insgesamt 7 aneinandergereihten Feldern. Zu Beginn steht die Flasche in der Mitte der 7 Felder. Gewonnen hat, wer es schafft die Flasche aus der Mitte 3 Felder weiter in die eigene Richtung zu rücken.

Bild:

      ≤     Ω    ≥  

Tischtennisball-Challenge

Drei Tische werden im Abstand von einem Meter in eine Reihe gestellt. Auf den mittleren Tisch werden 9 Becher gefüllt mit Wasser in drei Reihen (3×3) gestellt. Anschließend spielen zwei Personen gegeneinander mit Tischtennisbällen Tic Tac Toe. Die beiden Spieler stehen dabei jeweils einen Meter hinter den anderen beiden Tischen. Sie spielen gleichzeitig und dürfen so viel Tischtennisbälle wie sie haben auf ihren Tisch werfen. Dabei müssen die Tischtennisbälle erst auf dem ersten Tisch aufkommen und sollen dann weiter in einen Becher auf dem anderen Tisch springen. Nichtgetroffene Tischtennisbälle werden anschließend wieder eingesammelt und unter beiden Spielern wieder aufgeteilt. Gewonnen hat, wer als erstes eine Dreierreihe Becher mit seinen Tischtennisbällen belegt hat.

Bild:

    ˙˙˙   ˙˙˙   ˙˙˙  

Keks-Challenge

Eine Person aus jedem Team bekommt einen Keks auf die Stirn und muss ihn ohne Hände oder irgendwelche Hilfsmittel essen. Wer zuerst seinen Keks aufgegessen hat, hat gewonnen. Fällt der Keks herunter, muss der Spieler drei Mal um einen Stuhl rennen und darf anschließend den Keks wieder auf seine Stirn legen. Ist der Keks kaputt oder schon angebissen, bekommt er zusätzlich noch einen neuen Keks.

Tripple Threat

Zwei Spieler spielen wieder gegeneinander. Eine PET-Flasche halbvoll gefüllt mit Wasser wird von den Spielern in die Luft geworfen und muss sich einmal um die eigene Achse drehen und anschließend stehend auf dem Tisch aufkommen. Ist das geschafft, werden anschließend zwei Becher geworfen, die am Becherboden zusammengeklebt sind. Diese müssen sich ebenfalls in der Luft um die eigene Achse drehen und anschließend auf der Flasche aufkommen. Im Dritten Schritt werden dann Tischtennisbälle geworfen. Gewonnen hat, wer zuerst drei Tischtennisbälle in seinem Becherpaar hat. Dabei muss der erste Tischtennisball einmal vorher auf dem Tisch aufkommen, bevor er in den Becher springt, der zweite Tischtennisball zweimal und der dritte Tischtennisball dreimal.

Diese Themenreihe enthält fünf Gruppenstunden zum 1.Petrusbrief aus JUMAT 2/20. Die Reihe beginnt mit der Einheit zur lebendigen Auferstehungshoffnung. Es schließen sich vier Einheiten mit Zusagen und Mahnungen an, die Petrus den Gemeinden am Ende des 1. Jahrhunderts geschrieben hat und die auch heute noch für Kinder eine Relevanz haben.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen Entwurf für einen Familiengottesdienst zum Muttertag. Inhaltlich schließt das Thema des Gottesdienstes an die Einheit „Weggeworfen“ an, denn es geht um das Wegwerfen von Sorgen.

Das Ziel

Starter

Jesus hat uns angenommen. Genauso sollen wir auch unseren Mitmenschen in der Jungschar bzw. der Gemeinde Gutes tun.

Checker

Wir sind Teil der Gemeinde und dürfen dazu beitragen, dass ein gutes Miteinander zwischen Jung und Alt herrscht.

Der Text an sich

Petrus erklärt im Text, dass das Reich Gottes mit Jesus schon begonnen hat. Ein Teil dieses Reiches ist die christliche Gemeinde. Wir dürfen und sollen dazu beitragen, in der Gemeinde ein Stück Himmel auf Erden zu gestalten. Im Neuen Testament finden wir häufig Aufrufe, den Mitmenschen zu helfen und sie mit Gottes Augen zu sehen. In unserem Abschnitt liegt der Focus dabei auf dem Umgang innerhalb der Gemeinde.

Dieses Gestalten beginnt mit dem Aufruf zum Gebet. Vor aller Aktion steht das Gespräch mit Gott, das dann die Quelle allen Handelns ist. Eine Gemeinde zeichnet sich durch Liebe, Gastfreundschaft und den gegenseitigen Dienst aus. Da das nicht immer einfach ist und wir uns einen Teil unserer Mitgeschwister in der Gemeinde vermutlich nicht selbst ausgesucht hätten, betont Petrus, dass es wichtig ist, sich bewusst dafür zu entscheiden.

Wo die geschwisterliche Liebe fehlt, ist Gemeinde nur gespielt und oberflächlich – und nicht attraktiv für Menschen, die reinschnuppern. Wenn Petrus vom Zudecken der Sünde spricht, geht es nicht darum sie zu vertuschen, sondern um eine Haltung, dass Sünde gesehen wird, man sich aber untereinander vergibt und gemeinsam weiter auf dem Weg bleibt. Keiner von uns ist perfekt.

Gott hat jedem von uns Gaben gegeben. Diese dienen nicht einem Selbstzweck, sondern sind dafür da, andere zu unterstützen. Gut ist zu wissen, dass Sprechen und Dienen nicht aus uns selbst passieren müssen, sondern aus Gottes Wort und Kraft kommen. Wir dürfen unseren Geschwistern gute und wichtige Worte Gottes zusprechen und darauf vertrauen, dass Gott uns die nötige Kraft für den Dienst untereinander gibt.

Mit all dem loben und ehren wir Gott. Das Lob Gottes geschieht also nicht nur dadurch, dass wir zu Gott beten oder ihm Lobpreislieder singen, sondern auch ganz praktisch dadurch, dass wir anderen – insbesondere in der Gemeinde – Gutes tun.

Der Text für mich

Der Text erhält mehrere Herausforderungen für uns als Mitarbeitende, aber auch ganz persönlich. Einerseits sollte zu Beginn unserer Arbeit immer das Gebet stehen – sei es in der Vorbereitung einer Andacht oder auch konkret vor der Gruppenstunde ggf. sogar mit den anderen Mitarbeitenden. Wie oft wird das vergessen und geht im Alltag unter. Ohne die Verbindung mit Gott kann Mitarbeit zum Selbstzweck werden. Andererseits sind wir auch im Mitarbeiterteam mit unterschiedlichen Gaben ausgestattet. Das bereichert natürlich, fordert aber auch heraus, wenn der andere ganz anders denkt und handelt als ich. Wenn es um unsere Liebe zu den Kindern, das Schaffen einer gastfreundlichen Atmosphäre und den Dienst an den Kindern geht, dann soll all das ohne Murren geschehen. Im Gegenteil sollte es meine Herzenseinstellung sein, in meiner Vorbereitung, dem Gebet und der Gruppenstunde Jesus und den Kindern zu dienen.

Der Text für dich

Starter

Einige Kinder sind neu in der Gemeinde und erleben somit christliche Gemeinschaft zum ersten Mal. Sie kennen sozialen Umgang in der Schule und im Sportverein. Hoffentlich erleben sie hier, dass sie angenommen sind, weil Jesus sie angenommen hat. Leistungsdruck und Schönheitsideale sollten bei uns keine Rolle spielen. Das ist etwas, was gerade Kinder, die es in der Schule schwer haben, bei uns spüren dürfen. Wir wollen sie dazu ermutigen, dass aus diesem Erleben erwächst, auch anderen Gutes weiterzugeben.

Checker

Gemeindekinder erleben Gemeinschaft im Gottesdienst und in ihrer Kindergruppe. Gerade im Gottesdienst kann es sein, dass sie von älteren Gemeindeleuten als störend empfunden werden und von ihren Eltern dazu angehalten werden, sich ruhig zu verhalten. Außerhalb dessen fühlt sich die junge Generation einer Gemeinde häufig als eigenständig und nicht als Teil der Gemeinde. Wir wollen den Blick weiten und den Kindern zeigen, dass wir als Generationen in der Gemeinde aufeinander angewiesen sind und welchen Reichtum wir dadurch erleben können, wenn Alt und Jung miteinander unterwegs sind.

Der Text erlebt

Material

Bauklötze (Idee 1), Zettel, Stifte (Idee 2), Verkleidung (Verkündigung), Holzlöffel und Bühne (die andere Idee)

Hinführung

Idee 1: Turm gemeinsam bauen

Die Kinder bekommen die Aufgabe, gemeinsam einen stabilen Turm aus Bauklötzen zu bauen. Wichtig ist, dass sie dazu angehalten werden, zunächst zusammen zu überlegen, wie sie den Turm bauen können und dann gemeinsam zu bauen. Es soll keine Konkurrenz entstehen, also kein Wettbewerb daraus gemacht werden.

Idee 2: Galgenrätsel

Es wird ein Galgenrätsel gespielt. Die zu erratenden Worte sind: Miteinander, Petrus, Helfen, Liebe, Beten, Gemeinde. Die Worte können in der Vertiefung verwendet werden.

Verkündigung

Theaterstück

Es wird ein Theaterstück gespielt. Entweder werden die Rollen von Mitarbeitenden oder von den Personen selbst übernommen. Beim Jungscharkind wäre es super, wenn man vorher einmal mit ihr/ihm den „spontanen“ Text abspricht.

Auch die anderen können ihren Text gern auf ihre Situation anpassen.

Moderator: Herzlich willkommen zu unserer heutigen Talkshow. Bitte begrüßt mit mir meine heutigen Gäste mit donnerndem Applaus.

Zunächst möchte ich unsere Gemeindeleiterin/unseren Gemeindeleiter XY begrüßen. Sie/Er kommt.

Guten Tag, XY kannst du dich bitte einmal kurz vorstellen? Was ist deine Aufgabe hier in unserer Gemeinde und wie bist du dazu gekommen?

Gemeindeleitung: Hallo. Wie schon gesagt, mein Name ist XY. Ich bin seit vielen Jahren hier die Gemeindeleitung. Meine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass hier alles läuft. Ich muss dafür nicht alles selbst machen, aber ich habe sozusagen die Fäden in der Hand. Ich schaue, dass sich alle wohlfühlen. Somit kommen auch die Beschwerden oftmals bei mir an. Ich mache das Ganze ehrenamtlich, arbeite also in einem anderen Beruf. Ich bin von der Gemeindeversammlung gewählt worden. Ausgesucht hätte ich mir das nicht. Ich hatte am Anfang schon große Sorgen, ob das alles funktioniert und ob ich der Aufgabe gewachsen sein würde.

Moderator: Ich kann mir vorstellen, dass das richtig viel Arbeit ist. Wie schaffst du das denn neben deinem Berufsleben? Und macht es dir wenigstens Spaß?

Gemeindeleitung: Ja, das stimmt. Manchmal wächst mir die Arbeit über den Kopf und ich weiß gar nicht, wie ich das alles schaffen soll. Aber oftmals setze ich mich dann hin und bete und dann schenkt mir Gott einen freien Kopf. Und was hinzukommt, ich muss ja gar nicht alles allein machen. Hier in der Gemeinde gibt es ja richtig viele Aufgaben: Putzen, Predigen, Menschen besuchen, Jungschararbeit, Seniorenkreis usw. Das könnte ich überhaupt nicht allein schaffen, aber dafür gibt es genügend Menschen, die mitmachen. Das beruhigt mich dann. Ich kann also viele Aufgaben einfach weitergeben.

Moderator: Das klingt gut. Dann wollen wir jetzt einfach mal unseren zweiten Gast hereinholen. Es ist PQ unser/e Jungscharleiter/in. Begrüßt auch sie/ihn mit viel Applaus!

Hallo PQ! Schön, dass du auch an unserem kleinen Austausch teilnimmst. Erzähl doch einmal von dir. Wie alt bist du, wie lange bist du schon Jungscharleiter und wie bist du dazu gekommen?

Jungscharleiter: (beantwortet an dieser Stelle die Fragen des Moderators)

Moderator: Macht dir das immer Spaß? Ich kann mir vorstellen, dass die Kinder manchmal schon nerven.

Jungscharleiter: Also oftmals bin ich vor der Jungschar ganz schön geschafft und habe eigentlich keine Lust, aber weil ich ja diese Aufgabe übernommen habe, gehe ich dann doch gern hin. Und wenn die Jungschar vorbei ist, bin ich total glücklich, dass ich das gemacht habe. Ich merke, dass es den Kindern guttut, wenn ich da bin. Mit ihnen zu sprechen, ihnen zu helfen, mit ihnen zu spielen und natürlich auch von Jesus zu erzählen, macht mir total Spaß. Und ich weiß ja auch, dass die Gemeindeleitung hinter mir steht. Immer dann, wenn etwas schiefläuft, kann ich bei XY anrufen und dann hört sie/er mir zu und versucht zu helfen. Das entlastet mich sehr. Manchmal kommen auch ältere Gemeindeleute nach dem Gottesdienst und fragen, wie es gerade in der Jungschar läuft und erzählen, dass sie für uns beten. Das finde ich total cool und das stärkt mich total.

Moderator: Als letzten Gast haben wir noch MN eingeladen. Sie/er ist seit einiger Zeit bei PQ in der Jungschar und wir wollen mal aus seiner/ihrer Sicht hören, wie das läuft. Begrüßt auch sie/ihn mit Applaus.

Hallo MN. Schön, dass du so mutig warst und an unserer Runde heute teilnimmst. Wie bist du in die Jungschar gekommen und wie gefällt es dir?

Jungscharkind: antwortet auf die Fragen des Moderators.

Moderator: Und wie läuft es mit MN? Ist sie/er immer nett und freundlich oder auch mal streng und genervt?

Jungscharkind: Meistens ist sie/er total nett und kümmert sich um uns. Ich fühle mich hier einfach wohl, weil ich so sein darf, wie ich bin. Jungschar ist so cool, weil ich keine Klassenarbeit wie in der Schule schreiben muss und weil wir manchmal mit MN einfach nur Quatsch machen. Aber manchmal ist sie/er auch echt streng, wenn etwas kaputtgeht oder doch einer geärgert wird. Das scheint ihr/ihm total wichtig zu sein. Alle sollen sich hier wohlfühlen. Ich finde es auch super, dass wir mehrere Jungscharmitarbeiter haben, die alle Unterschiedliches können. Hier könnte eine Aufzählung erfolgen.

Gemeindeleitung: Dass alle sich wohlfühlen, ist ein gutes Stichwort. In der Gemeinde läuft es nicht wie im Himmel. Manches geht auch schief. Aber dann reden wir miteinander und versuchen, die Schwierigkeiten zu lösen. Wir wollen hier ja für Jesus unterwegs sein. Und deshalb sind wir total dankbar, dass es auch die Jungschar gibt. Ihr seid ein total wichtiger Teil der Gemeinde.

Moderator: Das ist ein gutes Schlusswort. Vielen Dank dafür. Der Apostel Petrus soll in seinem Buch auch mal etwas über Gemeinde und das Miteinander geschrieben haben. Das wollen wir uns gleich einmal anschauen.

Die andere Idee

Holzlöffeltheater

Das bei der Verkündigung angegebene Theaterstück wird mit nicht mit echten Personen, sondern als Holzlöffel-Theaterstück gespielt. Dafür werden die Holzlöffel bemalt und mit Umhängen oder Verkleidung versehen.

Zum Spielen baut man eine Bühne auf und lässt die Holzlöffel an den entsprechenden Stellen erscheinen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Worte aus dem Galgenrätsel werden aufgehängt oder in die Mitte gelegt. Dann wird der Text gemeinsam gelesen und die Kinder sollen die Worte/Inhalte im Text wiederfinden.

Gespräch

Die Grundlage für das Gespräch bilden wiederum die Worte aus dem Galgenrätsel:

  • Wozu ruft Petrus die Briefempfänger auf? Was ist ihm wichtig? Hier können die Schlüsselworte noch einmal identifiziert werden – Liebe, Gastfreundschaft, Dienst, Lob Gottes.
  • Warum ist es wichtig, dass in der Gemeinde ein Miteinander herrscht? Weil Gott möchte, dass sich alle Menschen in der Gemeinde wohlfühlen. Er hat jeden wunderbar gemacht und möchte ihn bei sich in der Gemeinde haben.
  • Wo können wir uns gegenseitig helfen? An dieser Stelle soll es um die Dienste untereinander gehen.
  • Welche Rolle spielt das Beten? Vor allem Handeln soll das Beten stehen. Sehr oft meinen wir, alles aus eigener Hand zu schaffen, aber Gott möchte mit uns unterwegs sein und uns helfen. Hier können die Mitarbeitenden auch von eigenen Gebetserfahrungen bezüglich ihrer Mitarbeit berichten.
  • Was sind Kennzeichen einer Gemeinde? Warum ist es toll, dass wir in einer Gemeinde unseren Glauben leben können und nicht als Einzelkämpfer? Weil wir uns gegenseitig unterstützen können, weil wir vom Erfahrungsschatz der Alten profitieren können, weil wir als Junge die Gemeinde gestalten können.

Wenn eine Gemeinde so miteinander umgeht, wie Gott sich das vorstellt, dann ist das wie ein großes Lob für ihn und er freut sich darüber.

Merkvers

Dient einander – jeder mit der Gabe, die er erhalten hat. So erweist ihr euch als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes.

1. Petrus 4,10 BasisBibel

Der Bibelvers wird an die Wand gehängt. Die Kinder sitzen im Kreis und es wird ein Ball hin und her geworfen. Wer den Ball hat, muss das nächste Wort sagen. Wenn der Vers einigermaßen sitzt, werden einzelne Worte weggenommen, dann der ganze Vers.

Gebet

Auf einem großen Plakat steht „Gebet für unsere Gemeinde“. Mit unterschiedlichen Farben werden Dank- und Bittanliegen gesammelt und draufgeschrieben. Hier wäre es toll, wenn die Mitarbeiter vorher bei der Gemeindeleitung einmal nachfragen, was gerade dran ist. Die Kinder können sich dann ein Dankanliegen und eine Bitte aussuchen und dafür laut oder leise beten.

Kreatives

Auf ein Bettlaken werden die Worte „Wir ALLE sind Gemeinde“ geschrieben. Dann können die Kinder drum herum ganz viele Personen von Jung bis Alt mit Stoffmalfarbe zeichnen, die sich alle an den Händen halten. Das Plakat wird im Gottesdienstraum aufgehängt – als kleiner Gruß der Jungschar an die Gemeinde.

Spielerisches

Jedes Kind bekommt das gleiche Puzzle und muss das lösen. Es wird die Zeit gestoppt. In der zweiten Runde dürfen die Kinder das gleiche Puzzle zu zweit lösen und die Zeit wird gestoppt. Ziel: Gemeinsam geht es schneller.

Rätselhaftes

Falls man das Galgenrätsel nicht als Hinführung gemacht hat, kann das auch an dieser Stelle erfolgen.

Eine andere Möglichkeit wäre es, den Merkvers zu codieren. Ein Beispiel für eine Codescheibe findet Ihr unter: https://www.kindernetz.de/infonetz/laenderundkulturen/geheimschriften/-/id=25340/property=download/nid=22494/1vpb4gn/index.pdf

 (T)Extras

Lieder

Hier bist du richtig

Hand in Hand

Spiele

Hier bieten sich klassische erlebnispädagogische Spielideen wie z. B. die Flussüberquerung an, um zu zeigen, dass man gemeinsam am besten ein Ziel erreicht.

Die Kinder bekommen eine bestimmte Anzahl Teppichfliesen und müssen eine Strecke überqueren. Wichtig ist, dass kein Kind den Boden (Fluss) betreten darf und dass alle auf die andere Seite kommen müssen.

Alternativ kann ein Parcours aufgebaut werden und die Kinder haben nur wenig weitere Hilfsmittel, um hinüberzukommen.

Aktionen

1. Wir wollen als Gruppe der Gemeinde etwas Gutes tun. Je nach Stärken der Gruppe könnten es folgende Aktionen sein:

  • Singaktion bei älteren Gemeindegliedern, egal ob bei ihnen zu Hause oder in Alten- und Pflegeheimen
  • Die Gruppe backt Kuchen und verteilt ihn nach dem nächsten Gottesdienst
  • Die Gruppe bietet sich an, in einem der nächsten Gottesdienste zu singen oder ein Theaterstück aufzuführen, die Kollekte einzusammeln usw.
  • Die Gruppe putzt das Gemeindehaus 😉

2. Wir dienen einander bei einem kleinen Essen. Die Gruppe backt Muffins oder Kuchen und verspeist diese gemeinsam. Bei der Mahlzeit darf sich niemand selbst bedienen, sondern seine Nachbarn haben die Aufgabe darauf zu achten und nachzufragen und nach- bzw. aufzufüllen.

Kreatives

Es werden Postkarten mit dem Spruch „Wir alle sind Gemeinde“ gestaltet. Das kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise geschehen: Gedruckt mit Linoldruck, gezeichnet oder mit ausgeschnittenen Buchstaben aus buntem Papier … Oder man druckt den Spruch schon vorher drauf und lässt die Kinder die Karten mit Masking Tape und Ausstanzern gestalten.

Diese können dann in der Gemeinde verschenkt werden.

Ideen rund um eine Kinderfreizeit zur biblischen Rut – Geschichte

Sie war noch nie hier. Diese Umgebung ist ihr fremd. Den einzigen Menschen, den sie kennt, ist mit ihr hierher gekommen. Wie wohl die anderen so ticken? Werden sie sie mögen? Wird sie sich alleine fühlen? Was kommt wohl auf sie zu? Und was ist dran an diesem Gott, von dem hier alle reden?

Wenn Kinder mit Mitarbeitenden in eine Freizeit starten, betreten sie Neuland. Nicht jeder kennt jeden. Nicht jeder war schon mal hier. Nicht jeder kennt das typische Freizeitprogramm. Und nicht jeder kennt Gott. Kinder und Mitarbeitende, die solches Neuland betreten, finden in Rut eine „Komplizin“. Sie erleben in 6 biblischen Geschichten, welche Abenteuer Rut in ihrer neuen Heimatstadt Bethehem erlebt: Vom mutigen Aufbruch ins Ungewisse, der lohnenden Treue zu Gott und Menschen, von einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte bis hin zu dem einen Gott, der mit jedem seine eigene Geschichte schreibt.

Diese Freizeitreihe bietet eine kurze Einführung in das Buch Rut, 6 biblische Einheiten mit einer dazu passenden Rahmengeschichte als Anspiel in der heutigen Zeit (Stadtkind verbringt Ferien auf dem Bauernhof), Geschichten, Spiele, eine Interview-Idee und weitere kreative Ideen rund um das Freizeitprogramm, sowie ein weiterer pädagogisch wertvoller Artikel. Die meisten Ideen sind auch sehr gut in der Gruppe als Themenreihe über mehrere Wochen umsetzbar.

Zielgedanken
Es ist gut, wenn man miteinander redet, Probleme benennt und sie klärt. Die Gesetze in Israel, die auf dem Glauben an Gott gründen, helfen dabei Probleme zu lösen und die Schwachen zu schützen. Auch wir sollten uns beim Lösen von Problemen immer am Glauben orientieren und gerecht mit anderen umgehen.

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Die Besonderheit dieser Geschichte liegt wie im ganzen Buch Rut darin, die israelischen Gesetze und somit den kulturellen Hintergrund der damaligen Zeit zu verstehen. Denn mit unserem heutigen sehr individualistischen Verständnis im Leben und in der Gesellschaft haben wir Probleme, die Entscheidungen der Hauptpersonen nachzuvollziehen. Daher ist es wichtig zu akzeptieren, dass die damalige Kultur eine andere war. Die Menschen dachten und lebten in einem Netzwerk, das immer auf die Großfamilie ausgerichtet war. Die Verwandtschaft war das soziale Netz, das sich gegenseitig ergänzt, geholfen und beschützt hat. Die Menschen verstanden sich somit weniger als Individuum, sondern vielmehr als Teil des sozialen Netzwerks der Großfamilie.
Auch der Stand der Frau bzw. die Rollenverteilung damals war anders wie heute. Selbst wenn diese Rollenverteilung heute Kopfschütteln bei uns hervorruft, so ist sie trotzdem Teil dieser Kultur und der Geschichte und war für die Witwen damals eine wichtige Hilfe, um überleben zu können. Aus damaliger Sicht ergaben diese Regeln und Gesetze also durchaus Sinn und waren sehr fortschrittlich.

Erlebniswelt der Kinder

Kinder sagen in der Regel direkt, was sie gut finden oder nicht, bzw. was sie möchten oder nicht. Taktieren ist nicht so ihre Art. Offene Kommunikation ist für sie eher normal. Wir Erwachsenen haben hier oftmals die größeren Probleme.
Kinder haben auch mit Regeln meist weniger Probleme, auch wenn sie gern die Grenzen dieser Regeln ausgiebig austesten und dabei selbst ihre positiven wie negativen Erfahrungen machen.
Daher werden die Kinder ohne Probleme verstehen, dass für das Zusammenleben die Dinge klar geregelt sein müssen.
Zu Bedenken ist, dass Kinder und Mitarbeitende ihre Probleme mit dem Rollenbild der damaligen Zeit haben werden bzw. es nicht verstehen. Hier ist es ganz wichtig, ihnen die kulturellen Unterschiede zu erklären und die Gründe, warum die Menschen damals so handelten.

Einstieg

Da in der Geschichte der Opa seinem Enkel die nicht so einfachen Gesetze erklärt, passt zum Einstieg das Spiel „Erklärbär“.
Für dieses Spiel braucht man zwei Sets der identischen Bauklötze, Legosteine oder sonstigen Gegenstände (8-10 verschiedene reichen schon aus). Zwei Kinder sitzen Rücken an Rücken, so dass keiner den anderen sieht. Vor dem einen Kind, dem „Erklärbär“, stehen in einer bestimmten Anordnung die Bauklötze bzw. anderen Gegenstände. Das andere Kind hat genau dieselben Bauklötze bzw. Gegenstände vor sich liegen. Der Erklärbär muss nun erklären, wie die Bauklötze angeordnet sind, und das andere Kind muss sie nachbauen. Dabei darf nicht beim Anderen nachgeschaut werden. Als Sichtschutz kann auch eine Decke genommen werden.
Am Schluss wird das Ergebnis verglichen. Ist das Nachbauen gelungen? Was ist dem Erklärbär schwergefallen, was leicht? Was war für das nachbauende Kind leicht oder schwer?
Variante: Wem es mit dem Material zu aufwändig ist, kann auch einfach eine Zeichnung nehmen, die ein Kind dem anderen erklären muss. Allerdings darf man nicht sagen „Male einen Elefanten“, sondern muss versuchen es mit Kreisen, Linien, Punkten usw. zu erklären und zu umschreiben.

Material: zwei Sets identische Bauklötze, Legosteine, Gegenstände, eventuell eine Decke

Falls die Rahmengeschichte nicht gespielt wird: Als Überleitung zur Geschichte kann man z. B. sagen: „In der folgenden Geschichte konnte man es sich nicht erlauben, die Dinge unklar zu beschreiben. Hier waren klare Regeln wichtig, sonst hätte das fatale Folgen für Rut und Noomi gehabt …“

Rahmengeschichte Teil 1 zu Tag 4 aus Anspiel „Back to the Rut“ (erhältlich bei www.jugendarbeit.online.de)

Erzählung

Joshua lebte mit seiner Familie in Betlehem und spielte mit seinen Freunden in der Nähe des Stadttors. Durch dieses Tor gingen alle Männer und Frauen hindurch, die zur Arbeit auf den Feldern außerhalb der Stadt mussten. Er beobachtete, wie Boas seinen Vetter Joachim, der gerade hinaus auf sein Feld gehen wollte, zu sich rief und ihn bat, sich zu ihm in den Stadttorbogen zu setzen. Als Joachim sich setzte rief Boas: „Joshua, dein Opa ist doch einer von den Ältesten in der Stadt, lauf schnell zu ihm und sage, er soll kommen. Ich muss einen sehr wichtigen Rechtsfall klären!“ Joshua antwortete: „Klar, mach ich!“ Joshua wusste, dass sein Opa mit einigen anderen älteren Männern so eine Art Richter war. Diese sogenannten Ältesten waren Männer, die in der Stadt besonders angesehen waren. Sie sorgten dafür, dass Gesetze eingehalten wurden und halfen bei Streitigkeiten. So z. B., wenn zwei sich uneinig waren, wo die Grenze ihrer Grundstücke verlief oder aber auch wenn zwei sich miteinander stritten, weil einer sich z. B. beim Verkauf einer Hütte benachteiligt fühlte. Wenn das der Fall war, dann wurden die Ältesten im Stadttor, das war so eine Art „Freiluft- Gerichtssaal“, zusammengerufen, um beide Parteien anzuhören und dann nach israelischem Recht ein Urteil zu fällen.
Joshua überlegte, was bei Boas und Joachim wohl vorgefallen war. Beide waren anständige Männer. Kaum vorzustellen, dass sie sich gegenseitig etwas Unrechtes getan hätten. Er dachte noch darüber nach, als er schon die Türe zu Opas Haus erreicht hatte. „Opa, Boas ruft dich und die anderen Ältesten zum Tor.“ „Na dann los, Joshua, wenn jemand uns ruft, ist es wichtig!“ Joshua ging mit seinem Opa zurück zum Stadttor. Als sie angekommen waren, sahen sie, dass bereits neun der Ältesten mit Boas und Joachim im Tor saßen.
Joshua war ein sehr neugieriger und interessierter Junge, und so fragte er seinen Opa: „Opa, darf ich mit dabei sein?“ „Natürlich“, sagte sein Opa, “diese Verhandlungen sind immer öffentlich, denn sie finden ja an einem öffentlichen Ort – dem Stadttor – statt. Jeder kann zuhören, so war es schon immer. Keiner ist ausgeschlossen. Nur reden dürfen nur diejenigen, die mit ihrem Anliegen zu uns kommen und wir Ältesten. Aber setz dich einfach neben mich, dann bekommst du alles genau mit.“ „Oh ja!“, rief Joshua vor Freude.
Kaum hatten sie sich gesetzt, sagte Boas: „Joachim, du kennst doch Noomi, die Frau von Elimelech, unserem Verwandten, der leider genauso früh verstorben ist wie seine beiden Söhne.“ „Natürlich kenne ich sie!“ antwortete Joachim. Boas fuhr fort: „Als Elimelech damals nach Moab gezogen ist, hat er sein Stück Land, auf dem er immer Gerste angepflanzt hatte, aufgegeben. Andere Verwandte haben das Feld für ihn weiter bewirtschaftet. Nun möchte Noomi dieses Feld gern zum Verkauf anbieten, da sie es selbst nicht bewirtschaften kann. Da du der nächste Verwandte bist, steht es dir zuallererst zu, es zu kaufen. Das wollte ich dich wissen lassen.“
Joshua flüsterte seinem Opa zu: „Opa, warum darf Joachim das Feld als erstes kaufen?“ Opa antwortete: „Du weißt ja, dass die Großfamilie, also auch all unsere Verwandten, in unserer Kultur das wichtigste Gut ist. Und dass z. B. Felder, wenn sie verkauft werden müssen, immer bei Verwandten bleiben müssen. Denn nur so ist der Besitz zwischen den Großfamilien in Israel immer einigermaßen gleich verteilt! Unsere Gesetze sind außerdem darauf ausgerichtet, die Schwachen zu schützen, so wird Noomi von ihrem Verwandten einen gerechteren Preis für ihr Feld bekommen. Ich wundere mich allerdings, dass Boas Joachim extra darauf hinweist, Joachim hätte das doch auch so erfahren. Warum tut er das wohl?“
In diesem Moment antwortete Joachim: „Das ist nett von dir, Boas, dass du mir das sagst. Ja, ich würde das Feld gern auslösen, also kaufen. Ich kann es gut gebrauchen.“
Alle Ältesten nickten und Joachim wollte schon aufstehen, um das Geschäft zu beschließen, da sprach Boas: „Eins noch Joachim, an dem Tag, an dem du das Feld von Noomi kaufst, bist du aber auch verpflichtet, ihre Schwiegertochter Rut zu heiraten, die mit Noomis verstorbenem Sohn verheiratet war. Denn er wäre ja der Erbe des Feldes gewesen. Du weißt ja, Rut muss nach unserem Gesetz versorgt sein und wenn möglich Kinder bekommen, damit die Familie von Elimelech nicht ausstirbt.“
Joshua flüsterte seinem Opa zu: „Das verstehe ich nicht Opa, wieso soll Joachim Rut heiraten?“ Opa antwortete: „Auch das sind unsere Gesetze, ich sagte ja vorher, dass sie sich immer an den Schwachen ausrichten. Und eine Frau, die bei uns zur Witwe wird, steht ganz allein und schutzlos in dieser Welt. Sie droht arm zu werden, daher ist die Großfamilie verpflichtet, sich um sie zu kümmern. Deshalb muss der nächste Verwandte sie heiraten und sich um sie kümmern und das ist eben Joachim.“
Joshua erwiderte: „Aber Joachim hat doch schon Kinder!“ Opa sagte: „Ja, das ist für ihn jetzt eine schwierige Entscheidung, nimmt er noch jemand auf in seinen Haushalt, muss er sie natürlich auch mit Essen, Kleidung usw. versorgen. Genauso wie eventuelle Kinder.“
Joachim sah auf einmal kreidebleich aus, es war ihm anzusehen, dass er zwar das Feld gern gekauft hätte, aber Rut nicht heiraten wollte. So antwortete er: „Boas, du bist doch nach mir der nächste Verwandte, möchtest du nicht das Feld haben und Rut heiraten? Du bist nicht verheiratet und wie man hört, scheinst du Rut zu mögen.“
Nun grinste Opa. Joshua fragte: „Warum grinst du Opa?“ Opa antwortete: „Ich grinse, weil Boas ein cleverer Mann ist. Ich dachte mir schon, dass er sich in Rut verliebt hat, aber nach unserem Gesetz darf er sie erst heiraten, wenn Joachim sie nicht heiratet. Denn Joachim muss zuerst gefragt werden. Daher hat er ihn auf die Sache mit dem Feld hingewiesen, es muss ihm klar gewesen sein, dass Joachim zwar das Feld wollte, aber nicht Rut. Durch Joachims Nein kann er nun das Feld bekommen, was ihm wahrscheinlich gar nicht so wichtig ist, und er kann Rut heiraten. Hätte er gewartet bis Joachim das selbst merkt, wäre für ihn vielleicht zu viel Zeit vergangen und der verliebte Boas hätte auf seine Rut lange warten müssen.“
Opa und die andern Ältesten sagten: „Nun gut, Joachim will das Feld, aber Rut nicht. Somit wird Boas Noomi das Geld für das Feld geben, es bewirtschaften und vor allem wird er Rut heiraten. So soll es sein!“
Joshua schaute sich um. Zur Verhandlung waren auch andere Menschen aus Betlehem hinzugekommen, und auch sie nickten zustimmend und erfreut.
Joachim stand auf, zog seinen Schuh aus und gab ihn Boas. Joshua fragte seinen Opa: „Warum zieht denn Joachim seinen Schuh aus?“ Opa antwortete: „Auch das ist ein Brauch, vielmehr eine symbolische Handlung, um bildlich zu zeigen, dass Joachim auf das Feld verzichtet. Er tritt es an Boas ab, daher gibt er ihm seinen Schuh. Es ist ein Zeichen, dass nicht er auf das Feld tritt, sondern dass es Boas gehört.“ Joshua kicherte: „Das ist ja eine lustige Geste.“
Nun gingen die Menschen zu Boas und gratuliertem ihm. Sie wünschten ihm und Ruth alles Gute für ihren weiteren gemeinsamen Lebensweg. Und Joshua dachte: „Unsere Gesetze hören sich zwar manchmal kompliziert an, aber sie regeln klar unser Leben und sie schützen die Schwachen! Es ist gut, dass es klare Regeln gibt und diese deutlich kommuniziert werden. So ist allen Menschen geholfen!“

Rahmengeschichte Teil 2 zu Tag 4 aus Anspiel „Back to the Rut“ (erhältlich bei www.jugendarbeit.online.de)

Andachtsimpuls / Ideen zur Vertiefung

In der Geschichte kommen zwei Aspekte vor, die ihr mit den Kindern vertiefen könnt.
Der erste Aspekt ist derjenige des Ansprechens. Es ist gut, wenn wir über unsere Anliegen, Sorgen und Ängste mit anderen Menschen so schnell wie möglich sprechen und sie nicht unausgesprochen lassen. Wie Boas sollten wir uns davor aber zunächst Gedanken machen, was und wie wir es sagen. Boas wollte nicht lange warten und die Sache mit Rut unklar lassen. Er wollte es zügig und sauber lösen, so dass allen Beteiligten schnell geholfen wird. Wenn wir selbst nicht den Mut dazu finden auf andere zuzugehen, kann es uns dabei helfen, zunächst im Gebet mit Gott darüber zu reden und ihm alles zu sagen. So kann uns das Gebet helfen, auch Menschen gegenüber zu sagen, was uns auf dem Herzen liegt.
Der zweite Aspekt: Gott kümmert sich durch Menschen und Gesetze um die Schwachen in dieser Welt, so wie in der Geschichte. Als Christen ist es unsere Aufgabe, quasi die Rolle der Großfamilie heute zu übernehmen, und uns für Arme und Schwache einzusetzen. Das muss heute nicht nur Frauen betreffen, das können genauso gut Männer oder Kinder sein. Es gibt heute wie früher Menschen, die aus irgendeinem Grund einsam sind und andere Menschen brauchen, mit denen sie reden können, oder die ihnen helfen.
Die Gesetze der Israeliten waren damals auf die Schwachen ausgelegt und gründeten im Glauben an Gott. Daher sind wir als Christen, die ihr Leben auf den Glauben an Jesus gründen, auch aufgefordert, den Schwachen zu helfen.

Spiel zur Vertiefung: Schuhhaufen

Als Einstieg zur Vertiefung über die Bedeutung der Gesetze und den Schutz der Schwachen, kann man hier mit dem Spiel „Schuhhaufen“ die symbolische Handlung der Geschichte über das Abtreten des Feldes nochmals aufgreifen.
Dazu ziehen alle Kinder ihre Schuhe aus und legen sie zu einem Haufen in die Mitte des Raumes bzw. des Spielfelds. Anschließend wird der Schuhhaufen von Mitarbeitenden gründlich durcheinandergemischt. Auf Kommando versucht jedes Kind, so schnell wie möglich seine eigenen Schuhe zu finden und anzuziehen.
Weitere Schuhspiele findet ihr unter www.jugendarbeit.online, Baustein „Schuhspiele“.

Vertiefungsidee zum Thema Beten

Die Geschichte eignet sich gut dazu, mit den Kindern Gebetsanliegen zu sammeln, die in der Geschichte vorkommen. Hier eignen sich die Themen „Leid“, „Aussprache“ und „Entscheidungen“.

So könnte es aussehen:

– Welche Personen fallen euch ein, die in Not sind und für die man beten kann? Z. B. die kranke Oma, oder wenn ein Ehepartner von jemandem in der Nachbarschaft gestorben ist und die Person nun alleine ist.

– Oder kennt ihr Personen, die etwas Schwieriges entscheiden müssen? Z. B. Eltern, die überlegen ein Haus zu kaufen, oder nicht sicher sind, auf welche Schule ihr Kind gehen soll.

– Es könnte auch sein, dass ihr oder jemand in eurem Umfeld mit einer anderen Person reden sollte, aber nicht den Mut dazu hat? Z. B. wenn zwei gestritten haben, oder wenn ihr etwas gern haben möchtet, es aber nicht bekommt. Am besten setzt ihr euch dazu in einen Kreis und sammelt auf Kärtchen die ganzen Anliegen der Kinder und legt sie in ein kleines Körbchen in der Mitte. Die Kinder können dann, wenn sie möchten, ein Kärtchen ziehen und das Gebet laut vorlesen. Mitarbeitende beenden dann die Gemeinschaft mit einem Gebet. Vielleicht bekommen die Kinder durch diese Gebetsgemeinschaft dann auch eine Idee, wie sie diesen Menschen helfen könnten?!

Lieder

Vater, ich danke dir, Einfach Spitze Nr. 120
Von oben, von unten, Einfach Spitze Nr. 115

1. Erklärungen zum Text

Ein großer Teil der Bevölkerung Israels war in mehreren Wellen von den Babyloniern ins Exil deportiert worden. Erst die oberen Zehntausend, dann immer mehr. Noch gab es den Tempel und einen König, Zedekia, der jedoch gegenüber Babylon tributpflichtig war. Wenige Jahre nach dieser Prophetie wurde Jerusalem von den Babyloniern wegen Rebellion erneut belagert und dann einschließlich des Tempels völlig zerstört.

Das Land Israel war ja seit Mose und Josua ein Geschenk Gottes an sein Volk. Jede Familie besaß so viel Land, dass sie sich davon ernähren konnte. So sollte es auf ewig bleiben. Aber diese Zusage Gottes war immer daran gebunden, dass das Volk ihm nah bleibt und seinen Geboten folgt. Andernfalls nimmt er ihnen das Land wieder weg, was er durch die Propheten oft angedroht hatte. Nun wurde es wahr. Die, die nicht deportiert worden waren, kommen in Vers 15 zu der Annahme, dass ihr Landbesitz ein Beweis für die Nähe Gottes sei und dass die Deportierten ja nun fern von Gott seien – fern von ihrem Land und fern vom Tempel.

V.16: Gott erklärt, dass es in Babylon doch zu einer gewissen Gottsuche unter den Deportierten gekommen ist. Vielleicht haben sie sich dort kleine Gebetsstätten eingerichtet. Aber eine innere Umkehr zu Gott und eine Einsicht in die eigene Schuld hatte es noch nicht gegeben.

V.17-20: Gott verspricht, dass die Initiative zu einer Rückkehr, sowohl ins Land Israel, als auch zu Gott und seinem Gebot, von ihm ausgehen wird. Er schafft alle Voraussetzungen dazu. Die korrekte Übersetzung von Vers 19 muss lauten: „Ich will ihnen ein einziges bzw. einiges Herz geben …“ Dieses Motiv wird in Apostelgeschichte 2,46 und 4,32 sowie in Philipper 2,2 für die christliche Gemeinde angewandt. Gleichzeitig wird denen, die nicht zu ihm umkehren, versprochen, dass sie die Folgen ihrer Sünden selbst tragen müssen. Das zeigt, dass Gott zwar alle Voraussetzungen zum Neuen schafft, aber die Entscheidung dafür oder dagegen von den Menschen getroffen werden muss.

V.22-25: Die Verse sprechen von Gottes Auszug aus dem Tempel. Plötzlich sind das Zentralheiligtum und der Ort der Gottesbegegnung nur noch ein steinernes Monument ohne seinen eigentlichen Inhalt und ohne den eigentlichen Gastgeber.

2. Bedeutung für heute

2.1 Die Gaben Gottes sind immer an ihn gebunden

Wer über den Gaben den Geber vergisst, für den wird all sein Besitz hohl. Warum? Weil Besitz nicht automatisch ein Zeichen für die Nähe Gottes ist. Oft ist es gerade unser gutes Ergehen, das uns gegenüber Gott gleichgültig werden lässt. So war es auch in Israel. Gegenüber den mahnenden Propheten hatten sie immer nur ein „Wieso? Läuft doch bei uns.“ als Antwort. Diese bequeme Denke ist eine Sackgasse vor Gott.

2.2 Wenn Gott seine Wohnung verlässt …

Hesekiel 11,22-25 zeigt, dass sogar ein Tempel nicht davor gefeit ist, von Gott verlassen zu werden. Ein Tempel hat ja nur den einen Zweck: Gott persönlich zu begegnen. Wenn er zu einer bloßen Ritualstätte verkommt, will Gott dort nicht mehr wohnen. Der Tempel sah baulich aus wie vorher und die Priester feierten dort weiter Gottesdienste und brachten Opfer, aber sie kamen bei Gott nicht mehr an. Das kann uns genauso passieren: Gottesdienste, Jugendgruppen, Freizeiten, unsere christlichen Häuser haben nur den einen Zweck: Gott zu begegnen. Wenn das zu einer erwartungslosen Gewohnheit wird, will Gott nicht mehr mitspielen. Wiegen wir uns nicht in falscher Sicherheit, dass uns das wegen Jesus und der Vergebung nicht passieren kann. Ein Blick in das NT zeigt: Gott will auch heute persönlich aufgesucht werden und in einem innigen Liebesverhältnis zu uns stehen. Wenn wir dies aufkündigen, macht er nicht einfach weiter, als wäre alles in Butter. Lest dazu Offenbarung 3,1-6 und 14-21.

2.3 Du kannst nichts daran ändern

Alle Aufrufe zur Besserung durch die Propheten verhallten ungehört. Die Prophetenbücher erzählen von einem grandiosen Scheitern zwischen Gott und Israel. Werben, Locken, Drohen – alles für die Katz. Das Volk machte einfach weiter wie immer. Sie hatten gegenüber Mose versprochen, sich immer an die Gebote zu halten und Gott nicht zu vergessen. Wir können uns nicht selbst ändern! Kein Weg ist so weit wie der Weg zum eigenen Herzen. Nur Gott kann und will uns ändern, in dem er uns ein neues Herz und einen neuen Geist gibt.

3. Methodik für die Gruppe

Material zur Vorbereitung

  • Zwei Tage vor dem Gruppentreffen drei Hühnereier in Tafelessig legen. Der Essig löst die Schale auf, es bleibt nur das weiche Ei mit seiner Eihaut übrig. Nach den ersten 24 Stunden prüfen, ob man die Schale schon mit den Händen abstreichen kann, wenn ja, nicht mehr hineinlegen. Das dritte Ei ist als Ersatz gedacht.
  • Viele Bauklötze oder Kaplasteine mitbringen.
  • Barbiepuppe, Spielzeugauto, Spielzeughaus oder Bild von einem Haus, Reiseprospekt, Hantel, Musik-CD, Smartphone, PC-Spiel, Kaffeetasse, Bierflasche und/oder Softdrink, Sofakissen, Roman, 50-Euro-Schein, irgendein Berufsausbildungszertifikat oder Diplom, Briefkuvert mit darauf gemaltem rotem Herz mitbringen.

Einstieg

-> Ei in der Hand

In Sprüche 4,23 steht: „Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.“

Manche Hühner haben einen genetischen Fehler und legen tatsächlich solche Eier. Man nennt sie Windeier. Unser Herz ist wie so ein Windei ohne Schale: Verletzbar, weich, aber voller Inhaltsstoffe. Wir lernen sehr früh, dass wir auf unser Herz aufpassen müssen, damit es nicht verletzt wird und ausläuft. Das Herz ist im biblischen Denken der Sitz von Denken, Fühlen, Wollen und Planen – die Mitte der Persönlichkeit. Unser Selbstbewusstsein und unser Selbstbild, unser Denken und Fühlen gegenüber anderen, unser Hoffen und unsere Sehnsüchte – alles geschieht hier. Nichts anderes von uns ist so verletzbar wie unser Herz.

-> Ei in die Mitte des Tisches legen.

1. Schutzmauern des alten Herzens

Frage: Womit versuchen Menschen, ihr Herz vor Verletzungen zu schützen?

Teilnehmer antworten und legen mit jedem Beitrag einen Baustein an das Herz, sodass es nach und nach umbaut wird.

2. Befriedigung des alten Herzens

Frage: Wie und womit versuchen Menschen, ihr Herz zur Ruhe zu bringen? Welche Bedürfnisse und Sehnsüchte sollen erfüllt werden?

Mit jedem Beitrag kann ein Symbol aus den vielen verschiedenen bereitgelegten Dingen und Symbolen (siehe oben) auf oder an die Mauer gelegt werden.

Wenn wir unter unser Leben einen Summestrich ziehen, dann ist unser gesamtes Denken, Fühlen, Handeln, Planen, Wollen, Enttäuschtsein, Begeistertsein, unsere Einkäufe und Investitionen, unser Einsatz und unsere Trägheit, unsere Machtspielchen, unser Verliebtsein, unser Liebeskummer – einfach alles – etwas, das von unserem Herzen ausgeht, unser Herz betrifft und es beruhigen und schützen soll. Aber das alles verbindet sich im Laufe unseres Lebens so sehr mit unserem Herzen, dass es das Herz hart macht. Must-have und No-Gos entspringen aus alledem.

Wenn Gott uns ein neues Herz gibt, dann ist es ein Herz, das von alledem frei ist.

3. Das neue Herz

Legt nun ein neues Herz, also das zweite Ei, neben das ummauerte.

Impuls:

  • Seid ihr bereit, all das Gewohnte und die alten Herzenswege loszulassen, damit Gott das Herz und den Geist austauschen kann? Er tut es nicht ohne unsere Zustimmung.
  • Womit will Gott unser neues Herz füllen und womit will er es umhüllen?

Lest nun Römer 5,5. Ob mir die Liebe Gottes genügt, ist eine Glaubensfrage – eigentlich DIE Glaubensfrage für unser Alltagsleben. Schaut nun auf das alte Herz und überlegt miteinander, wie die Liebe Gottes konkret die einzelnen Mauersteine ersetzen kann.

4. Unsere Gruppe – ein Haus für Gott

Gott will in einem Haus wohnen, in dem Menschen ihm begegnen und sich erinnern lassen, worum es im Leben geht und worum sich letztlich alles dreht.

  • Wovon werden unsere Gruppentreffen handeln, wenn wir aus einem Alltag kommen, in dem wir aus einem neuen Herzen und Geist leben?
  • Was brauchen wir für ein solches Leben an Input und Gespräch?
  • Wie wird das unsere Einheit als Gruppe prägen?

Gebet

Hier sind wir: Sprich zu unseren Herzen. Verwandle unser Leben. Mache uns heil. Amen

Migranten unter uns – ein spielerischer und nachdenkenswerter Abend

1. Vorbemerkungen

In der Tat: Deutschland ist international! Jeder vierte Jugendliche hat hierzulande den sog. „Migrationshintergrund“, Tendenz steigend. In unseren Teenkreisen ist diese Thema jedoch nur selten aktuell, obwohl doch in der Lebenswelt der Jugendlichen tagtäglich Migranten eine Rolle spielen. Es wird eine wichtige Aufgabe dieser heranwachsenden Generation werden, Wege zueinander zu finden und zu gehen. Hierzu können wir ihnen mit Gottes Wort Hilfe und Motivation geben.

2. Zielgedanke

Die Jugendlichen sollen ermutigt werden, auf Menschen anderer Kultur zuzugehen.

3. Einführung inkl. Exegese

Von Anfang an ist es Gottes Leidenschaft, seine Geschichte international zu schreiben (1. Mose 12,3; 2. Mose 34,10, 5. Mose 28,10). Er sendet Jesus als Licht der Welt (Joh 8,12), der für die Menschen aus allen Himmelsrichtungen das Reich Gottes aufrichtet (Lk 13,29). Deshalb fordert Jesus seine Leute auf, mit Menschen anderer Kultur in lebensverändernde Beziehung zu treten (Mt 28,19-20).

Den damaligen Christen aus jüdischem Hintergrund war eine solche Offenheit fremd. Zur Zeit des Neuen Testaments galt es für sie als Tabu, zu Nichtjuden zu gehen oder mit ihnen eine Beziehung zu pflegen (Apg 10,28). Gott zeigt Petrus in eindrücklicher Weise (Apg 10), dass die Einladung Gottes allen gilt (Apg 10,28). Diese Schule Gottes für seine Leute zieht sich dann auch durch die Paulus-Briefe hindurch (Gal 5,6; Kol 2,16 u. a.).

Gott möchte auch uns zu Brückenbauern machen, mit der festen Gewissheit, dass Menschen aus allen Völkern ihn anbeten werden (Offb 7,9). Darauf gehen wir zu.

4. Spielerischer Einstieg

Wir machen einen Test: „Wie international seid ihr drauf?“

  • „Döner macht schöner“: Zwei Personen sitzen sich gegenüber und essen einen Teil Dönerbrot um die Wette. Dazu zündet jeder Spieler mit Streichhölzern ein Teelicht an …, das vor ihm aufgestellt ist. Sobald sein Gegenspieler das Licht auspustet, muss er aufhören zu kauen und mit Streichhölzern das Licht wieder anzünden. Erst dann darf weitergegessen werden.
  • „Chinesisch-Crashkurs“: Die chinesischen Schriftzeichen (siehe Anhang) werden nacheinander kurz gezeigt … und die Bedeutung dazu genannt (zur Erklärung: die 1. und 2. Seite des Anhangs bilden die Vorder- und Rückseite; das chinesische Wort und die deutsche Übersetzung sind deckungsgleich übereinander). Im Anschluss werden die Zeichen in vertauschter Reihenfolge gezeigt; die Spieler müssen ihre Übersetzung notieren.
  • „Bollywood“: Ein Hindi-Lied(teil) üben und vorsingen … (siehe Anhang). Die Teilnehmer üben das Lied mithilfe von YouTube und falls möglich mit den Gitarrengriffen …
  • „Russisch knabbern“: gesalzene Sonnenblumenkerne (in russischen oder türkischen Läden zu kaufen) mit den Zähnen auftrennen …, von der Schale lösen und in der Schüssel vor sich sammeln. Wer hat nach einer gewissen Zeit die meisten Kerne in seiner Schüssel? (Nach dem Teenkreis kann weitergeknabbert werden).
  • „Wappen“: Wappen internationaler Fußballklubs erraten lassen (Variante: Länderflaggen).
  • „Geografie-Dart“: Eine Weltkarte mit Schaumstoff, Kork oder einer Dartscheibe unterlegen … Städte nennen. Welcher Spieler wirft seinen Dartpfeil am ehesten in die Richtung dieser Stadt?
  • „Sprachquiz“ mit der Sendung mit der Maus. Welche Sprache ist das? Zwei Antwortmöglichkeiten geben.
    • russisch                              
    • schwedisch                      
  • „Hände und Füße“: Fähigkeit, mit Händen und Füßen zu kommunizieren (falls man ein Gegenüber hat, mit dem man sich sprachlich nicht verständigen kann): Pantomimisch Begriffe darstellen.
  • „Afrikanisch essen“: Welche Gruppe schlachtet und serviert am besten eine Kokosnuss?

5. Hauptteil

5.1 Umfrage: Wie international seid ihr drauf?

Alle im Kreis aufstehen lassen; jeder, der mit „Ja“ antworten kann, darf einen Schritt vorgehen.

  • Ich habe Leute mit internationalem Background in meiner Umgebung (Klasse, Nachbarschaft).
  • Ich habe guten Kontakt zu Leuten mit internationalem Background. Wir verstehen uns gut.
  • Ich habe guten Kontakt zu Menschen mit einer anderen Religionszugehörigkeit.
  • Ich habe einen Freund/eine Freundin mit internationalem Background.
  • Ich bin öfters zu Hause bei Leuten mit internationalem Background.

Die Teens, die am meisten Schritte gemacht haben, ihre Erfahrungen kurz erzählen lassen.

5.2 Migration unter der Lupe

Eine Deutschlandkarte (nur die Umrisse, so groß wie möglich kopiert) auf den Tisch/Boden legen. Playmobilmännchen oder Ähnliches auf die Karte und außen herum stellen und diese Männchen in Bewegung setzen:

  • Menschen waren schon immer am Umziehen
  • Menschen zogen weg aus Deutschland (kennt ihr da Beispiele?)
    • Nach Russland, nach Amerika usw.: dort wurden Siedler gesucht; Menschen, die hier in Not waren, konnten dort ein neues Leben beginnen.
  • Menschen kamen und kommen nach Deutschland: (kennt ihr Beispiele?)
    • früher: Gastarbeiter wurden geworben (aus Italien, der Türkei usw.)
    • Deutsche Aussiedler kamen aus Russland nach Deutschland zurück.
    • heute: Arbeitnehmer aus der EU: hier gibt es Arbeitsplätze.
    • Studenten: allein 2012 gab es über 250.000 Studenten aus dem Ausland.
    • Asylanten: im Jahr 2013 wurden 127.000 Asylanträge gestellt.

5.3 Die Auswirkung: Wir sind international.

  • Deutschlandkarte bunt machen (z. B. durch Konfetti oder Farben) das Wort „Hallo“ in verschiedenen Sprachen aufkleben
  • Menschen, die hierherkamen, gründeten hier ihre Familien, deren Kinder gründen Familien …
  • Jeder vierte Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren hat heute einen sog. „Migrationshintergrund“.
  • In Großstädten kommt bereits jedes zweite neugeborene Kind aus einer Migrationsfamilie.

5.4 Biblische Betrachtung zum Thema

Gruppenarbeit

Jede Gruppe soll die ihnen zugeteilten Bibeltexte lesen und daraus zwei bis drei Thesen erstellen (ein Thema kann auch von mehreren Gruppen bearbeitet werden). Die Thesen sollen auf ein A4- oder A3-Blatt so groß aufgeschrieben werden, dass jeder sie lesen kann.

5. Mose 10,19; Matthäus 25,35; Apostelgeschichte 10,28.29
(z. B. Gott möchte, dass wir Menschen aus anderen Kulturen freundlich aufnehmen und mit ihnen in Beziehung treten.)

Matthäus 28,18-20; Apostelgeschichte 17,26-27; 1. Timotheus 2,3-5
(z. B. Gott möchte, dass Menschen aus anderen Kulturen und Religionen ihn finden.)

Lukas 13,29; Offenbarung 5,9; Offenbarung 7,9-10
(z. B. Gottes neue Welt wird international sein.)

Vorstellung der Gruppenthesen:

Jede Gruppe legt nun Blatt für Blatt ihre Thesen um die Deutschlandkarte herum, mit erklärenden Worten dazu.

5.5 Die Konsequenz für uns

Während die Teens ihre Thesen vorstellen, baue für jeden Themenbereich einen Holz-Bauklotz als Brückenpfeiler auf:

  • Diese Worte, die ihr vorgestellt habt, sind wie Brückenpfeiler zu Menschen.
  • (Auf die Pfeiler nun eine Verbindung legen, sodass eine Brücke entsteht; Männchen darüberlaufen lassen.)
  • Gott macht uns zu Brückenbauern. Gottes Wort motiviert uns, internationale Menschen zu werden.
  • Frage an die Teens: Habt ihr schon erlebt, dass Gott euch Menschen mit anderer Kultur und Religion ans Herz gelegt hat?
  • (Dazu aus dem eigenen Leben erzählen oder wo Christen unter Menschen anderer Kultur aktiv geworden sind; ansonsten aus der Missionsgeschichte.)
  • Die Pfeiler sind wichtig! Eine Brücke ohne Pfeiler stürzt ein (vorführen)
  • Viele Menschen glauben, dass wir nur dann Menschen anderer Kultur gut begegnen können, wenn wir so wenig wie möglich über Glaubenswahrheiten reden.

Aber wenn wir ohne Jesus und seine Wahrheit im Herzen auf Menschen zugehen, fehlt das Entscheidende: wir werden nicht erleben, wie Jesus wirklich unterschiedliche Menschen zu einer Familie verbinden kann, zur Familie Gottes.

6. Abschluss

Reflexion und persönliche Anwendung:

Ein Gespräch mit dem Sitznachbarn, in der Kleingruppe oder im Plenum: Wie international möchte ich draufsein? Was kann ich/was können wir als Teenkreis unternehmen, um Brückenbauer zu sein? Evtl. kurze Ergebnissammlung.

Gebet

  • Für internationale Menschen im Ort: Dank und Fürbitte (z. B. für den Dönerbuden-Besitzer usw.)
  • Falls in Gruppen: Für welche internationalen Menschen in eurem Umfeld können wir beten?

Eine Idee für den Teenkreis danach:

Wie wär’s mit einer Talkrunde, zu der ihr unterschiedliche Menschen mit Migrationshintergrund aus eurem Ort einladet?

Lasst sie von ihrer Kultur berichten und von ihren Erfahrungen (Achtung bei Asylanten: da nicht unbedingt in ihrer Vergangenheit „herumbohren wollen“ oder über den Grund ihres Hierseins nachhaken, eher über ihre Kultur und Heimat reden und wie sie das Leben hier empfinden.) Besprecht im Vorfeld eure Interviewfragen unbedingt mit euren Gästen.

Du wolltest schon immer einmal herausfinden, wie verschiedene Handwerke funktionieren und mehr erfahren? Hier kannst du herausfinden, wie gut dir die einzelnen Handwerke liegen und dabei gemeinsam mit anderen im Team arbeiten.

Berufsgruppen und Einteilung

Beim Wettkampf der Berufe gibt es sieben verschiedene Berufsgruppen:

  • Bauhandwerk (Baumeister, Maurer, Zimmermann usw.)
  • Handwerk (Schmied, Weber, Töpfer, Gerber, Bäcker)
  • Agrarwirtschaft und Fischerei (Bauer, Weingärtner, Fischer, Hirte)
  • Geldwesen (Zöllner, Geldwechsler, Steuereintreiber)
  • Gesundheit (Arzt, Hebamme)
  • Theologie (Schriftgelehrter, Priester)
  • Kunst und Musik (Künstler, Saitenspieler)

Am Anfang werden die Gruppen eingeteilt. In dem Wettkampf können drei bis sieben Kleingruppen gegeneinander antreten. Je nach Größe der Gesamtgruppe kann man die Kinder einteilen. Zum Beispiel kann jeder ein Los mit einem Beruf ziehen und sich dann zu der entsprechenden Berufsgruppe stellen. Oder die Gruppen werden eingeteilt und jede Gruppe zieht ein Los mit einer „Berufsgruppe“, die sie dann darstellt.

Einstiegsspiel: Präsentation ist alles

Beim ersten Spiel gestalten alle Kleingruppen ein Plakat oder einen Werbeslogan, in dem sie präsentieren, warum sie die beste Berufsgruppe sind.

Wettkampfspiele

Spiel 1: Bauhandwerk

Beim Spiel der Bauhandwerker gibt es ein Bild mit Bauklötzen oder Ähnlichem. Diese sind auch in echt vorhanden. Einer aus der Gruppe erklärt das Bild und zwei Personen müssen es nachbauen. Das Zeitlimit beträgt 90 Sekunden. Welche Gruppe schafft den detailgetreusten Nachbau?

Spiel 2: Handwerk

Das Handwerk ist ein sehr umfassender Berufszweig. Jede Gruppe bekommt eine Zeitung und soll folgende Dinge daraus gestalten: Hufeisen, Vase, Hut, Brezel. Welche Zeitungsdinge kann man am besten erkennen bzw. sind am originellsten gestaltet?

Spiel 3: Agrarwirtschaft und Fischerei

Erkennen wir noch alle verschiedenen Gewürze und Lebensmittel am Geschmack oder an der Form? An dieser Stelle kann man entweder Schmeck-, Riech- oder Fühltests machen. Gut eignen sich Gewürze, Schokolade oder Säfte, die relativ ähnlich sind (Mango, Maracuja). Oder verschiedene Gemüsesorten zum Erfühlen. Je eine Person aus jeder Gruppe macht bei den Tests mit. Wer hat die besten Sinne?

Spiel 4: Geldwesen

Jede Gruppe bekommt ein Glas gemischt mit 1-Cent-, 2-Cent-, 5-Cent- und 10-Cent-Stücken. In jedem Glas ist die gleiche Summe enthalten. Als erstes müssen alle Gruppen einen Tipp abgeben, wie viel Geld in dem Glas ist. Danach müssen zwei bis drei Personen das Geld in 1-Cent-Stücke, 2-Cent-Stücke usw. sortieren und dabei genau zählen, wie viele Münzen es jeweils sind (z. B. 23 x 1-Cent-Stücke, 28 x 2-Cent-Stücke usw.). Die schnellste Gruppe mit der richtigen Antwort gewinnt sowie auch die Gruppe, deren Tipp am nächsten war.

Spiel 5: Gesundheit

Auf einem Tisch in der Mitte liegen drei Utensilien, die ein Arzt braucht: Verband, Pflaster, Tabletten. Die Gruppen stehen hintereinander in einer Reihe in Blickrichtung zum Tisch. Sie machen für sich Klopfzeichen bzw. Berührungen aus, die jeweils für einen der drei Gegenstände stehen. Dem Letzten aus der Reihe wird auf einem Zettel ein Wort gezeigt. Entweder ist es eins der Wörter „Verband, Pflaster, Tabletten“ oder eine „Krankheit“, bei der man die entsprechenden Gegenstände verwendet.

Für Pflaster: Aufgeschlagenes Knie, kleine Brandblase, aufgekratzter Mückenstich
Für Verband: Gebrochener Arm, umgeknickter Fuß, Platzwunde
Für Tabletten: Kopfschmerzen, Fieber, Verstopfung

Nun muss mit dem Berührungszeichen das Signal nach vorne gegeben werden und der erste aus der jeweiligen Reihe muss den richtigen Gegenstand ergreifen. Es darf bei dem Spiel nicht gesprochen werden. Wenn es viele Gruppen sind, kann man auch zwei bis vier solcher Gegenstandstische machen, damit die Wege gleich weit sind.

Spiel 6: Theologen

Die Schriftgelehrten kennen sich in der Bibel besonders gut aus. Welche Gruppe kann mit ihrem Bibelwissen auftrumpfen?

Beispiele:
Welche Person verbrachte 3 Tage in einem Wal? – Jona
Wer wurde von seinen Brüdern verkauft? – Joseph
Wer sagte: ich wasche meine Hände in Unschuld? – Pilatus

Spiel 7: Kunst und Musik

Jeweils unterschiedliche Kinder aus der Gruppe malen unterschiedliche Bilder. Die Bilder werden dann bewertet nach Erkennung des Gemalten.

  1. Aufgabe: Blind eine Palme malen
  2. Aufgabe: Jeder „Künstler“ legt sich ein Buch auf den Kopf und darauf kommt ein Papier. Nun wird ein Auto gemalt.
  3. Aufgabe: Mit dem Mund einen Schmetterling malen
  4. Aufgabe: Mit dem Fuß (also Stift zwischen den Zehen) einen Elefanten malen

Es ist mitten in der Nacht. Ich stehe direkt hinter einem Baum. Die Mauer aus Schuhkartons befindet sich ca. zehn Meter von mir entfernt auf einer Wiese. Acht Kinder umringen in gleichmäßigem Abstand die Mauer, fest entschlossen, niemanden an die Bausteine heranzulassen.
Plötzlich höre ich eine Stimme: „Da, hinter dem Baum. Da ist jemand!” Eine weitere Stimme: „Sicher?” Die erste Stimme: „Ganz sicher!” Noch ehe ich weiß wie mir geschieht, stürmen zwei Kinder auf „meinen” Baum zu, die anderen bleiben auf ihrem Platz vor der Mauer. Nur mit Mühe gelingt es mir, die Kleinen abzuwehren.
In den folgenden nächtlichen Stunden entwickeln wir, das Überfallteam, eine neue Strategie, um die „Nehemia-Mauer” zu zerstören. Anstatt uns anzuschleichen, laufen wir direkt auf die Mauer zu nach dem Motto: „Angriff ist die beste Verteidigung”.
Wer nun denkt, die Kinder flüchten, der täuscht sich. Sie sind Schauspieler des biblischen Nehemia-Anspiels, Bürger Jerusalems und Kinder Gottes. Als solche blockieren sie die Mauer und lassen nur wenig Zerstörung zu. Die Kinder verteidigen die Mauer gegen Erwachsene – eigentlich übermächtige Gegner. Der Zusammenhalt der Kinder berührt mich. Sie zeigen es deutlich: Gemeinsam mit Gott ist alles zu schaffen.
Diese Ausgabe des Jungscharleiters handelt von Nehemia, einem Mann, der andere motiviert hat, mit Gott gegen alle Schwierigkeiten des Alltags anzukämpfen. Die Ideen und Vorschläge in diesem Thema weisen auf Nehemia hin und zeigen, was Mitarbeitende und Jungscharler von ihm lernen können: Mit Gott ist alles zu schaffen!

Wähle dein Team!

Wähle das Team, für das du jetzt Materialien suchst, oder auf dessen Materialien du zugreifen möchtest.

Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.

Wechsel zu deinem Konto