Der verwurzelte Baum – Puppenstück und Andacht für einen Einschulungsgottesdienst

Das Thema des Gottesdienstes bezieht sich auf einen Baum. Dies kann z. B. passen, wenn ein Förderverein neue Bäume als Geschenk pflanzt oder der Gottesdienst auf dem Schulhof in der Nähe eines Baumes stattfindet. Sollte dies nicht der Fall sein, muss man sich eine gute und passende Verknüpfung ausdenken.

Puppenstück Teil 1:

(Vorab zu den Puppen: Malaga ist aufgedreht, quirlig, manchmal schnell in Panik und herzensgut. Sven ist entspannt und cool.)

Malaga: (schaut sich um, sieht die Kinder): Hallo ihr da! Wisst ihr was? Ich werde heute eingeschult! Aber ich bin gestern erst hierhergezogen und ich sag euch, ich bin ja so aufgeregt. Ein neues Zuhause und eine neue Schule … hoffentlich finde ich hier schnell ein paar Freunde! Puuuh! Bin ich aufgeregt. Ich schau lieber noch mal, ob ich alles eingepackt habe? (wühlt in ihrer Tasche unterhalb der Bühne) Ich schau lieber noch mal nach: Zeichenblock, Farbkasten, Federmäppchen, Pausenbrot, Mundschutz, Wachsmalstifte … Wachsmalstifte? Oh nein, wo sind sie denn nur? (wühlt panisch in der Tasche, dabei fliegen von einer Person hinter der Bühne geworfene Gegenstände hoch z. B. Federmappe, Kleingeld, Mütze, Taschentücher, Maske) Oh, da sind sie ja … Puuuh! Gut, dass hier keiner Panik bekommen hat … (S kommt von der Seite an)

Sven (niest): Haaaatschi!

M (fliegt zur Seite) Igitt! Und Gesundheit!

S: Uuups … sorry! Hey, wer bist denn du?

M: Juhu (winkt), ich bin Malaga, wie das Eis. Nur dass ich nicht aus der Gefriertruhe komme, sondern aus Indien. Und wer bist du?

S: Moin, ich bin Sven. Bist du neu hier? Die meisten Kinder hier habe ich schon mal gesehen, aber dich noch nie.

M: Ja, das liegt daran, dass ich erst seit gestern hier wohne.

S: Ach so, dann bist du ja noch ganz neu hier. Das ist doch bestimmt mega aufregend, oder?

M: Stimmt. Soll ich dir ein Geheimnis verraten (S nickt, M geht zu ihm hin, flüstert laut) Ich bin ja sooo nervös. Und ich hab ein bisschen Angst, dass ich keine Freunde finde.

S: Aber wieso das denn? Du scheinst doch echt nett zu sein.

M: Ja, das bin ich auch. Aber es gab da diesen Chorvorfall …

S: Chorvorfall???

M: Ja … also, ich weiß nicht, ob ich das erzählen soll. Es ist echt ganz schön peinlich.

S: Mir kannst dus ruhig sagen. Ich verrats auch niemandem.

M: Wirklich? Ok … aber du darfst nicht lachen.

S: Ich lache nicht. Versprochen!

M: Also, wir hatten da im Kindergarten einen Chor. Meine Erzieherin meinte, ich soll ein bisschen lauter mitsingen. Und das hab ich dann auch gemacht. Aber die anderen haben gesagt es klingt schrecklich und dann haben sie mich voll ausgelacht und ständig geärgert.

S: Das ist doch aber kein Grund zum Ärgern! Und so schlimm singst du bestimmt auch nicht.

M: Ich finde mich eigentlich auch richtig gut. Willst du mal hören? (singt super schief) Eeeeiiiiiiinfaaaaach spitze, dass duuuu da bist, eeeeinfach spitze, komm wir loooben Gott, den Herrn …

S: (unterbricht sie) Stoooop! Heiliger Bimbam! Du singst ja wirklich sehr schief. (M lässt Kopf hängen) Aber es ist voll gemein jemanden deshalb so zu ärgern. Und mir ist es ganz egal, ob du singen kannst oder nicht.

M (schaut auf) Wirklich?

S: Ja! Ich finde dich nämlich total nett. Wollen wir Freunde sein?

M: Oh ja.  (sie schlagen ein)

S: Komm, ich zeig dir alles. In welche Klasse kommst du eigentlich?

M In die 1 A / B / C

S: Das ist ja meine Klasse! Willst du dann neben mir sitzen? Bei mir am Tisch ist noch ein Platz frei!

M: Na klar, auf jeden Fall!

S: Cool! Guck mal, das ist übrigens der Schulhof.

M: (schaut sich um) Oh wow! Total schön. Und was ist das da hinten? (zeigt auf den Baum)

S: Dahinten ist unsere Lieblingswiese. Komm (sie gehen hin, bleiben unter dem Baums stehen) Früher hat hier nie jemand gespielt. Aber dann haben wir gemerkt, dass die Wiese total toll ist.

M: Wow, die Bäume sind ja riesig! Hier kann man sich bestimmt prima unterstellen, wenn es regnet!

S: Da hast du Recht. Und wir spielen hier immer fangen und dann machen wir unter dem Baum eine Schattenpause. Setz dich mal, ist mega bequem.

Beide setzen sich, M seufzt, schweigen

M: Was war das?

S: Das war nur die Schulglocke

M&S schauen ins Publikum, dann langsam sich an, wieder ins Publikum und dann schnell zueinander

M&S: Oh, wir müssen los!!! (schneller Abgang)

Input

So ein Baum ist echt toll. Wenn er größer wird, kann man sich unter ihm ausruhen, den Schatten genießen und dem Rascheln der Blätter zuhören. Und zum Klettern ist er dann natürlich auch echt gut geeignet.

Ihr seid auch ein bisschen wie dieser Baum: Lange Zeit seid ihr jetzt schon gewachsen. Der Kindergarten und euer Zuhause waren dafür die perfekten Orte. Und jetzt seid ihr kein kleiner Baum mehr! Mit dem Beginn der Schule wachsen so viele neue Äste und neue Verzweigungen entstehen: Ihr lernt neue Freunde kennen. Im Unterricht wird es jetzt ganz viel Neues zu lernen geben. Und so langsam werdet ihr immer größer und eigenständiger. Eure Eltern sind bestimmt mächtig stolz auf euch!

Für so einen Baum ist es total wichtig, dass sich seine Wurzeln fest und tief in die Erde vergraben. Über sie bekommt er Wasser. Und durch sie kann er fest und sicher stehen und kippt nicht um. Jesus hat mal gesagt, wenn wir unser Leben in Gott verwurzeln, kann uns nichts umhauen. Gott wird bei uns sein. Wenn alles schön ist. Wenn uns alles zu schwer wird.

Deswegen wünsche ich euch: Wachst weiter nach oben und werdet tolle Menschen! Wachst weiter nach unten und verwurzelt euch in Gott. Vertraut ihm. Denkt daran, wenn ihr diesen Baum hier seht!

Puppenstück Teil 2

M: (singt) Einfach spitze, dass ich da war, Einfach spitze, dass ich da war, einfach spitze, komm wir loben Gott den Herrn.

Ach, das war ein richtiger schöner erster Schultag. Es war einfach alles toll (geht langsam in Richtung Baum): die anderen Kinder, die Lehrer, der Schulhof, unser Klassenzimmer und natürlich die Lieblingswiese mit den tollen Bäumen.

(Zum Baum) Dich mag ich jetzt schon soooooo sehr! Du erinnerst mich nämlich daran, was ich heute gehört habe: Die Schule ist ein Ort, an dem ich wachsen und vieles lernen kann. Hier gibt es Menschen, die mir dabei helfen. Außerdem hat (Name der Person einfügen, die den Input gemacht hat) vorhin etwas von der Wurzel erzählt. Ich finde es schön, dass ich in Gott verwurzelt bin. Das heißt, wir gehören zusammen, er ist immer bei mir und passt auf, dass ich nicht umgehauen werde. Einfach schön! So, jetzt aber schnell nach Hause. Tschühüss!

(Mehr Puppenstücke gibt es im Buch „Wenn im Wal die Puppen tanzen“ von Wiebke und Alexander Otto.)

Wieder wird es Frühling: Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher, Blumen, das erste Eis. Es riecht nach Aufbruch und Neuanfang – und wir bibbern um Inzidenzzahlen, steigende Kurven, Impfungen, Lockdown. Das klingt überhaupt nicht nach Aufbruch! Und doch ist uns bei der Vorbereitung zu diesem Newsletter etwas aufgefallen: Für uns Christinnen und Christen wird es Pfingsten. Und Pfingsten ist eine riesige Aufbruchsgeschichte! Mit Pfingsten startet die größte Bewegung der Menschheit. Und sie beginnt in einem Dachzimmer. Die Jünger hocken im Zimmer und wissen wenig mit sich anzufangen. Jesus ist weg. Heftige Tage liegen hinter ihnen. Zurückgezogen und ganz unter sich warten sie. Und dann kommt er. Genau in diesen Raum, in diesen Rückzugsort – in diesen Lockdown? „Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist.“ (Apg 2,2.4a)
Gott lässt sich nicht aufhalten. Wer weiß, was er in deinem Lockdown starten will?

Einleitung:

Für Jugendliche und junge Erwachsene wird es immer wichtiger zu erfahren, woher die (Kosmetik-/Pflege-)Produkte des täglichen Gebrauchs kommen und welche Inhaltsstoffe sie enthalten. Der Wunsch, dem eigenen Körper das Beste zukommen zu lassen und gleichzeitig nachhaltig zu leben, ist unter jungen Menschen sehr groß. Um beide Wünsche zu vereinen, wächst das Interesse an Do-It-Yourself-Produkten (DIY). Der Wildkräuterspaziergang mit anschließendem Herstellen von Cremes, Kosmetik, etc. ist daher eine gute Möglichkeit, einerseits selbst und gemeinsam in der Gruppe aktiv zu werden. Gleichzeitig ermöglicht der Wildkräuterspaziergang ein naturnahes Arbeiten und schafft ein Bewusstsein für die Schätze der Schöpfung.

Vorbereitung:

Für eine gelingende Veranstaltung ist es wichtig, in der Planung und Durchführung mit einem/einer Naturpädagogen*in zu kooperieren.

Zunächst sollte die Route des Spaziergangs geplant werden. Zu beachten ist, dass die Route genügend „Material hergibt“ (Kräuter, Blüten,…).  Die Route sollte so geplant werden, dass sie an einem Ort mit Feuerstelle und Wasseranschluss endet, z.B. Jugendfreizeithaus, Waldheim, naturpädagogisches Zentrum etc..
Die herzustellenden Produkte ergeben sich saisonal aus der jeweiligen Vegetation heraus.

Die Gruppengröße sollte maximal 20 Personen nicht überschreiten. So kann auf alle Teilnehmenden eingegangen werden und die Gruppe kommt so auch besser auf dem Weg und bei der Arbeit zurecht.

Durchführung:

Am Startort: Nach einer kurzen Begrüßung werden die Mitwirkenden vorgestellt. Auch die Teilnehmenden stellen sich mit einem Satz zu ihrer Motivation und dem Interesse für die Veranstaltung kurz vor. Gleichzeitig wird der Abgleich mit der Anmeldung vorgenommen. Im Anschluss wird ein Überblick über geplanten Ablauf gegeben. Es werden heute Produkte hergestellt, die uns die Natur Jahr für Jahr schenkt. Sie sprießen und gedeihen Jahr für Jahr seit Gott sie in seiner Schöpfung ins Leben gesetzt hat. Im Schöpfungsbericht der Bibel, in ihrem allerersten Kapitel heißt es:

„Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist auf der Erde. Und es geschah so. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.“ (Gen. 1,11f).

Und weil es gut ist, können wir es uns damit gut gehen lassen und Produkte herstellen, die uns und unserem Körper, der auch ein Geschenk Gottes ist, auf ganz natürliche Weise guttun.

Nun beginnt der geführte Spaziergang. Auf dem Weg werden Zutaten (Kräuter, Harz, Gräser, Blütenblätter etc.) in Vespertüten aus Papier gesammelt. Dabei werden Informationen zu den jeweiligen Kräutern gegeben (Vorkommen, Nutzen, Hintergründe). Am besten man hat eine kundige Person im Team, die das übernehmen kann (z.B. Naturpädagogin, Förster, Landwirt,…).

Am Zielort liegt bereits das Material (Waage, Schüssel, Rührstab etc.) zur Verarbeitung der Kräuter bereit (kann im Vorfeld dorthin gebracht werden). Nun wird ein Feuer gemacht und weitere Vorbereitungen (eventuell hat jede teilnehmende Person – aus hygienischen Gründen einen „eigenen Arbeitsplatz“ mit eigenem Topf und anderen Utensilien am Zielort) werden durchgeführt. Bevor die Verarbeitung beginnt, werden die Teilnehmenden in das weitere Vorgehen eingewiesen und Informationen zu Hygiene und Sicherheit gegeben.

Dann beginnt die Herstellung, beispielsweise von Pflegeprodukten wie Kräuter-Öl, Heilsalbe oder Lippenbalsam:

Zubereitung „schnelles Kräuter-Öl“:

Will man schnell ein fertiges Wald-Kräuteröl – Kräuter fein schneiden und mörsern und in einen kleinen Topf zusammen mit dem Öl geben. Mischung erwärmen und ca. 30-60 Minuten ziehen lassen, nicht kochen. Durch ein feines Sieb, Filterpapier oder Tuch abgießen.

Zubereitung Heilsalbe:

Zuerst das Öl herstellen, wie beschrieben. Später Bienenwachs und Harz (Harz tritt aus kleinen Verletzungen der Rinde aus und kann vorsichtig abgenommen werden) in die Schüssel oder altes Glas geben. Mischung im Wasserbad schmelzen, stets rühren und solange es noch wachsweich ist in die Cremetiegel füllen und beschriften.
Das Mischungsverhältnis ist – 6 Teile natives Olivenöl, 1 Teil Nadelbaumharz, z.B. Fichtenharz, Lärchenharz zerbröckelt, 1 Teil Bienenwachs, 2 Teile Nadeln.

Zubereitung Lippenbalsam:

Vorgehen wie bei Heilsalbe.

Das Mischungsverhältnis ist – 3 Teile Wald-Kräuteröl, 1 Teil Bienenwachs genau auswiegen. Wer noch kein Wald-Kräuteröl hergestellt hat, nimmt stattdessen neutrales Olivenöl, Lavendelöl, Sanddornöl,… in Naturkosmetikqualität.

Zur Info: 5g Bienenwachs auf 15g Öl = 4 kleine Tiegel Lippenbalsam.

(Rezepte nach Karin Wild)

Abschluss:

Die Teilnehmenden zeigen sich gegenseitig ihre abgefüllten Produkte und nehmen diese dann mit nach Hause. Die Teilnehmenden werden verabschiedet. Eventuell kann hier nochmals zum Abschied das Bibelwort aus der Schöpfungsgeschichte gelesen werden.

1. Vorbemerkungen

Auf welchen Grundlagen baue ich mein geistliches Leben auf? Dieser Frage gehen wir in diesem Stundenentwurf nach. Die Impulse dieses Stundenentwurfs können aber nur Anfänge für ein Leben im Heiligen Geist sein. Um ein geistgeleitetes Leben zu entdecken, müssen wir Räume und Möglichkeiten dafür schaffen.

2. Zielgedanke

Nicht wir müssen unser Leben ändern – Gott verändert uns.

3. Einführung inkl. Exegese

Wir werden uns auf dem Weg zu Antworten im Wesentlichen mit drei Bibelstellen beschäftigen. In diesen Bibelstellen äußert sich Paulus zu Grundlagen seiner Theologie anhand von konkreten Situationen in den jeweiligen Gemeinden. Diese Situationen sind wichtig zu kennen und zu benennen – gerade dann, wenn Rückfragen aufkommen. Da diese Situationen aber nur in Ausnahmefällen auch unsere Situationen sind, lösen wir die Grundlagen von Paulus ein Stück weit von diesen Situationen und bewegen uns im Kern seiner Aussagen.

In 1. Korinther 3 nimmt Paulus Stellung gegenüber einem Glauben, der sich an Personen und nicht an Gott selbst orientiert. In Korinth gab es Anhänger von Apollos und Anhänger von Paulus. Die so gruppierten Personen argumentierten miteinander und gegeneinander. Paulus drängt nun daraufhin, dass nicht die ausführenden und aufbauenden Personen wichtig sind, sondern Gott allein, weil er derjenige ist, der für Wachstum sorgt und der in den Korinthern (als Gemeinde!) lebt.

In 1. Korinther 6 nimmt Paulus Stellung zum (konsumierenden) Umgang mit Prostituierten. Auch hier argumentiert er wieder, dass unser (aller) Körper die Wohnung des Heiligen Geistes ist. So kann er dem Besuch einer oftmals im heidnisch-religiösen Bereich agierenden Prostituierten nicht zustimmen.

In Galater 5 setzt Paulus sich mit einer aufkommenden Irrlehre auseinander. Diese rückte eine Form von Selbstgerechtigkeit in den Vordergrund. Paulus beschreibt das neue Leben im Geist Gottes, welches nicht durch Regelungen und Gesetze, sondern durch persönliche Führung und Veränderung durch den Heiligen Geist ausgezeichnet sein soll. Es geht ihm allerdings nicht darum, Eigenschaften aufzuzählen, die ein Christ auf eigene Verantwortung hin zu erlernen habe. Frucht zu bringen heißt nicht, von sich aus liebevoller, freundlicher, friedlicher usw. zu werden. Der Begriff Frucht deutet die menschliche Unverfügbarkeit der Gaben des Geistes an. Nicht wir sollen diese Frucht bringen. Der Geist bringt diese Frucht in unserem Leben. Mit dem gebrauchten Genitiv beschreibt Paulus eindeutig, dass die Frucht durch den Heiligen Geist – und nicht durch uns – hervorgebracht werden muss!

4. Einstieg

4.1 Aktion

Starte mit einem Spiel: Ein Teen bekommt die Augen verbunden und soll von jemand anderem durch den Raum geführt werden. Dies geschieht mit einfachen und deutlichen Begriffen wie vor, stopp, links, rechts, usw. Alle anderen haben die Aufgabe, möglichst viel Lärm zu machen und den Teen vom Weg abzubringen. Abhängig von der Gruppe kann man das Spiel variieren, ein Mitarbeiter müsste eventuell die Führungsrolle übernehmen oder man könnte statt einer Führung durch den Raum einen Hindernisparcours aufbauen.

Die Aktion kann auch mit weiteren Teens durchgeführt werden.

4.2 Erklärung

In einer kurzen Erklärung folgt dann ein Rückblick auf dieses Spiel und ein Ausblick auf das Thema der Stunde. Es ist wichtig, den richtigen Weg zu kennen und der richtigen Stimme zu folgen, wenn wir Führung und Veränderung durch den Heiligen Geist erleben wollen.

5. Hauptteil

5.1 Hinführung

Da unser Thema eng mit einer persönlichen Gottesbegegnung verknüpft ist, wird es sich zur weiteren Hinführung lohnen, eine thematisch ausgerichtete Anbetungszeit mit Gebet und Bibeltexten (z. B. Psalmen) zu gestalten. In einigen aktuellen Liedern wird besonders die bewusste Hingabe zu Jesus und die Bedeutung des Heiligen Geistes betont. So kannst du den Teens einen spirituellen Weg öffnen, den Heiligen Geist wirken zu lassen. In absolut unmusikalischen Gruppen kann eine solche Zeit auch durch das Hören von Liedern von CD, dem Lesen eines Liedtextes, Gebeten und Bibelstellen gestaltet werden.

5.2 Erarbeitung

Zur Erarbeitung der Bibelstellen bieten sich kleinere Gruppen à fünf Personen an. Gut ist es, wenn statt gestellten Fragen und gegebenen Antworten ein gemeinsames Gespräch entsteht. Drucke folgende Bibelstellen in dieser Reihenfolge aus und lasse sie von den Teens still lesen: 1. Korinther 6,17; 1. Korinther 3,16; Galater 5,25; Galater 5,22-23; 1. Korinther 3,6-7. Nun sprich mit den Teenagern über folgende Fragen, die sich in der Reihenfolge jeweils an den einzelnen Versen orientieren:

  1. Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, damit der Heilige Geist in mir lebt? (Der Heilige Geist ist mit jedem Christen fest verbunden.)
  2. Wo lebt Gott in unserer Welt? (Gott lebt in den Gläubigen, in uns. Die persönliche, miteinander gestaltete Beziehung zu ihm ist wesentlich, nicht Gebäude aus Stein oder leere Rituale – siehe auch Apg 7,48.)
  3. Wer bestimmt mein neues Leben – als Christ? (Genau um diese Frage geht es, ich entscheide, wer und was mein Leben bestimmt und Paulus fordert dazu auf, dass ich mich vom Heiligen Geist bestimmen lasse.)
  4. Wer sorgt dafür, dass sich in meinem Leben etwas verändert? (Der Geist allein schafft Veränderung! Er bringt die Frucht in mir hervor.)
  5. Worauf kommt es nun an, wenn ich im Glauben weiterkommen möchte? (Gott allein in den Blick nehmen, die Begegnung mit ihm – in mir und mit anderen – suchen, immer wieder nach seinem Weg fragen.)

5.3 Vertiefung

Eine großartige Vertiefung bietet das Bild der Frucht. Toll wäre es, wenn ihr gemeinsam einen Baum pflanzen könntet. Sonst bringe einfach eine kleine Pflanze mit. Anhand eines Baumes könnt ihr feststellen, dass er (übertragen wir Menschen) nicht sofort und auf Befehl Frucht bringen kann. Seine Frucht hängt an den äußeren Umständen, an Zeit, an Wasser und Licht, an der Reinigung von Ungeziefer (an Gott). Dieses Bild hat beim Übertrag auf uns Menschen natürlich auch seine Grenzen. Wir bestimmen mit, was in unserem Leben geschieht. Wir stehen immer wieder vor der Entscheidung, ob und mit welchen „Nährstoffen“ wir uns versorgen lassen, ob wir uns reinigen lassen, ob wir uns der Gegenwart und Nähe Gottes aussetzen – oder eben nicht. Genau darin liegt die wesentliche Aufgabe, auf die Paulus mit seinen Worten hinarbeitet. Seine Aussage lautet nicht: „Werdet freundlicher, friedlicher, rücksichtsvoller, usw. …“ oder „achtet penibel auf euren Lebenswandel, weil Gott in euch wohnt!“ Sie lautet: „Lasst den Geist in euch wirken (Gal 5,25), gebt ihm den Raum in eurem Leben, den er braucht, um sich zu entfalten (1. Kor 3,16), dann wird er euer Leben verändern (Gal 5,22-23).“

Ein persönliches Beispiel von erlebter Veränderung durch den Heiligen Geist aus dem Leben eines Mitarbeitenden kann das Ganze zunächst abrunden.

6. Abschluss

Abschließend kann und muss am Ende dieser Stunde nur ein großer Doppelpunkt stehen. Wenn die Teens die Gedanken von Paulus verstanden haben, brauchen sie Möglichkeiten, um konkret weiterzukommen. Helfe deinen Teens Prioritäten zu setzen, ihre Beziehung zu Gott zu vertiefen, störende Dinge auszuräumen und für sein Wirken Räume in ihrem Leben zu öffnen.

Spiele mit der Frisbee-Scheibe

Spiele im Raum

Frisbee in den Korb

Zwei Tische stehen aufeinander, darauf steht der Stuhl mit dem Papierkorb. Von einer Markierung aus versuchen die Mitspielerinnen und Mitspieler, die Frisbeescheibe in den Korb zu werfen.

Frisbee durch gespannte Schnüre

Zwei Schnüre werden parallel zueinander im Abstand von 30 bis 40 cm gespannt (an Stühlen festbinden).
Von einer Linie aus versuchen die Spielerinnen und Spieler, die Frisbeescheibe durch die zwei Schnüre hindurchzuwerfen.

Fuchsen mit der Frisbeescheibe

„Fuchsen“ nennt man das Spiel, Münzen möglichst nahe an eine Wand zu werfen. Wir werfen jetzt die Scheibe so, dass sie ebenfalls möglichst nahe bei der Wand landet, ohne jedoch vorher an dieser abzuprallen.

Die Scheibe fliegt im Bogen

Bei diesem Spiel muss kräftig geübt werden. Von einer Marke aus soll die Scheibe so geworfen werden, dass sie einen leichten Bogen beschreibt und durch einen Stuhl hindurchfliegt.

Wer fängt die meisten Scheiben?

Es stehen z.B. vier Spielerinnen oder Spieler in einer Reihe. Alle haben eine Frisbeescheibe in der Hand. Auf „Los“ werfen sie nacheinander in kurzen Abständen ihre Scheibe einer fünften Person zu. Diese muss möglichst alle Scheiben fangen. Das Spiel wird solange fortgesetzt, bis die erste Scheibe nicht aufgefangen wird.

Ziellandung

Auf dem Boden liegt eine Zeitung oder eine Fläche aus vier Büchern. Die Frisbeescheibe muss so gefühlvoll geworfen werden, dass sie in der Zielfläche liegen bleibt.

Kegel umwerfen

Die Kegel werden nebeneinander aufgestellt. Die Frisbeescheibe wird so geworfen, dass sie möglichst viele Kegel umstößt. Die farbigen Punkte auf den Flaschen ergeben die Punktzahl.

Den Ball ins Ziel treiben

Mit am Boden liegenden Markierungen werden 3 Tore markiert, die 10, 20 bzw. 30 Punkte zeigen. Im Abstand von etwa 1,50 m von den Toren entfernt liegt ein Ball. Die Frisbeescheibe wird jetzt so geworfen, dass sie den Ball trifft und in ein Tor befördert. Durch die richtige Auswahl des Abwurf-ortes kann erreicht werden, dass der Ball in ein bestimmtes Tor rollt.

Variationen im Freien

Frisbee-Weitwurf

Alle Mitspielenden haben 3 Versuche. Welche Scheibe fliegt die längste Strecke?

Ringwurf

An einem Baum wird ein aufgepumpter Autoschlauch befestigt. Die Scheibe muss durch den
Autoschlauch hindurch geworfen werden.

Frisbee trifft Baum

Die Scheibe wird so geworfen, dass sie einen Baum trifft. Es darf nicht so hart geworfen werden, dass weder die Scheibe noch der Baum beschädigt werden.

Die Glocke treffen

Bei einem ökumenischen Gemeindefest, bei dem die Renovierung der Glockenanlage gefeiert wurde, hatten wir folgendes Spiel durchgeführt:

An einer Lattenkonstruktion wurde eine Kuhglocke befestigt. Die Mitspielenden fuhren auf einem
Skateboard eine leicht abfallende Straße hinunter und mussten im Vorbeifahren mit der Frisbee-scheibe die Glocke treffen.

Variation für Kinder
Kinder fahren nicht mit dem Skateboard, sondern werden in einem kleinen Leiterwagen an der
Glocke vorbeigezogen.

Tell’s Apfelschuss – einmal anders

Auf einem Tisch steht ein umgedrehter Eimer (Öffnung nach unten).
Auf diesen Eimer wird ein Tennisball gelegt, der einen Apfel symbolisieren soll. Von einer Markierung aus wird die Frisbeescheibe so geworden, dass sie den „Apfel“ vom Eimer herunter befördert.

Durch diese hohle Gasse muss sie fliegen

Die Stäbe werden so in den Boden gerammt, dass sie eine etwa 80 cm breite und 3 Meter lange Gasse bilden.
Die Frisbeescheibe wird von einer Markierung aus durch die Gasse geworfen. Wer schafft es,
dass die Scheibe durch die ganze Gasse hindurchfliegt?

Am 4. Dezember ist Barbaratag. Macht euch doch als Familie auf die Spuren der heiligen Barbara und entdeckt, was dies mit Hoffnung, Trost und Trotzen zu tun hat.

Wie es geht:

Nehmt eine Gartenschere und geht gemeinsam in euren Garten oder auf eine Wiese. Sucht euch einen schönen Baum oder Strauch (Obstbäume, Weiden und Forsythien eignen sich gut). Schneidet euch einen Zweig von ab und steckt ihn zu Hause in eine Vase. Beobachtet nun die nächsten Wochen bis Weihnachten, wie sich der Zweig verändert und hoffentlich an Weihnachten dann blüht.

Material:

  • Gartenschere
  • Strauch oder Baum von dem ihr einen Zweig abschneiden dürft (Wenn ihr keinen eigenen Baum habt, dann fragt doch einen Nachbarn, Großeltern oder den örtlichen Obst- und Gartenbauverein)
  • Vase

Der 4. Dezember erinnert uns an die Heilige Barbara – eine Frau, die im dritten Jahrhundert in der heutigen Türkei lebte. Sie wird verurteilt, weil sie anders glaubt als die anderen. Sie glaubt an Jesus. Auf dem Weg ins Gefängnis bleibt sie mit ihrem Kleid an einem Zweig hängen. Sie steckt ihn in ihr Trinkgefäß. An dem Tag als sie getötet wird, blüht der Zweig auf. Sie muss eine besondere Frau gewesen sein, denn schon bald nach ihrem Tod verehrten sie die Menschen. Und die Kirche hat sie heiliggesprochen. Alle, die Barbara oder Bärbel heißen, haben an dem Tag Namenstag.

Gesprächsimpulse:
Die Blüten am Barbarazweig sind ein Zeichen für das neue Leben, das mit Jesu Geburt beginnt. Ein Zeichen für Hoffnung mitten im Winter, mitten in der tiefsten Dunkelheit. Ein Zeichen für das Trotzen der Kälte und den Trost in der Dunkelheit. Und so kann uns die Geschichte der Heiligen Barbara Mut machen zur Hoffnung auf Jesus. Den der in die tiefste Dunkelheit kommt und aus einem scheinbar toten Ast neues Leben erwachen lässt.

  • Was gibt euch Hoffnung in dunkeln Tagen?
  • Wo findet ihr Trost?
  • Wo ist es dran, wie die junge Barbara eurem Umfeld zu „trotzen“?

Doch der Baumstumpf wird zu neuem Leben erwachen: Ein junger Trieb sprießt aus seinen Wurzeln hervor. Dann werden Wolf und Lamm friedlich beieinander wohnen, der Leopard wird beim Ziegenböckchen liegen. Kälber, Rinder und junge Löwen weiden zusammen, ein kleines Kind kann sie hüten. (Jes. 11,1+6)

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