Kommen und Gehen

Es ist ein Kommen und Gehen in unserer Gruppenarbeit. Wie gehen wir damit um? In den Hintergrund-/Grundsatzartikeln wird das Thema »Verbindlichkeit« genauso angesprochen wie eine wertschätzende Begrüßungs- und Verabschiedungs-Kultur für TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen. Ihr findet zu »Kommen und Gehen« viele hilfreiche Anregungen und Ideen, auch für den Restart nach der Coronazeit. Dazu gibt es zu unserer neuen Themenreihe Bibelarbeiten und Stundenentwürfe für eure Gruppe, die auch online durchgeführt werden können: vom »Flügge werden«, »Unterwegsseine in Gottes Schutz«, »in sich gehen und zur Ruhe kommen« , der Heimat im Himmel, einem Filmabend und vieles mehr.

Ein Stundenentwurf zum Thema »in-sich-gehen und zu-sich-kommen«

In unserem Leben sind wir oft gestresst. Wir haben so viele Aufgaben zu erledigen, so viele Dinge zu tun: Hausaufgaben für die Schule, Referate, die wir vorbereiten müssen; wir müssen lernen für Klassenarbeiten oder das Abitur, für Prüfungen in der Ausbildung. Wir haben Deadlines, an die wir uns halten müssen, um keine schlechten Noten oder Abmahnungen zu kassieren.

In unserer Freizeit verfolgt uns der Stress oft noch zusätzlich. Wir müssen Whatsapp-Nachrichten beantworten, damit wir in gutem Kontakt mit unseren Freunden bleiben können – gerade in dieser Corona-Zeit ist das ja wichtig. Wir müssen Facebook und Instagram checken, damit wir keine wichtige Meldung verpassen. Wir müssen die neusten Serien auf Streaming-Plattformen schauen, damit wir mitreden können und nicht zu Außenseitern werden etc. Egal, wie alt wir sind, wir alle stehen oft unter ziemlichem Druck.

Wo und wann finden wir bei alle dem noch Zeit für uns? Wo und wann haben wir Ruhe und können entspannen?

Sich zu entspannen tut gut. Zur Ruhe zu kommen, Stille zu hören, kann auch sehr gut tun. Aber oft ist es schwierig, die Zeit dafür zu finden oder sie sich einfach zu nehmen – das Handy einfach mal auszuschalten und wegzulegen, egal wer schreibt oder was in Social Media währenddessen so abgeht.

Es kann auch schwer sein, Stille auszuhalten und wirklich mal abzuschalten und sich nicht so viele Gedanken über dies und das zu machen. Aber wenn wir es schaffen, können wir aus solchen Momenten viel neue Kraft schöpfen und danach wieder richtig durchstarten.

Andachtsidee

Gott wusste das auch immer schon. Und auch für ihn gilt es. Gott hat unsere Welt erschaffen. Er hat viel Arbeit in die Natur, die Pflanzen, die Tiere und in uns gesteckt, damit alles gut und schön wird.

Und dann hat er sich ausgeruht. Am 7. Tag hat auch Gott Pause gemacht, hat genossen, was er schon geschafft hatte und sonst einfach nichts gemacht. Auch er hat sich Ruhe gegönnt, um danach wieder richtig loszulegen.

Und Gott hat uns am 6. Tag geschaffen. Das heißt wir durften sogar mit dem Ruhetag beginnen! Vielleicht ist es deswegen auch oft sinnvoll, vor wichtigen und dringenden Aufgaben, zuerst einmal Pause zu machen, in sich zu gehen, zu sich zu kommen, sich zu besinnen – und dann mit der Arbeit zu starten.

Diese Gedanken kannst du zu einer Andacht für deine Gruppe formulieren. Ihr könnt sie zu Beginn oder auch zum Abschluss eurer Gruppenstunde halten, wie es für euch besser passt.

Methoden, um zur Ruhe zu kommen

Um zur Ruhe zu kommen, gibt es verschiedene Methoden, Übungen und Aktionen, die ihr ausprobieren könnt. Was bei dir und bei deiner Gruppe gut funktioniert und euch Spaß macht, gilt es herauszufinden. Wir Menschen sind da sehr unterschiedlich. Was mir gut tut, muss dir nicht auch gut tun, Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall.

Im Folgenden stelle ich euch einige Methoden und Übungen vor. Falls ihr euch mit diesem Thema auf einer Wochenend- oder Ferienfreizeit beschäftigen wollt, habt ihr vielleicht viel Zeit und Ruhe, um alles auszuprobieren. Für einen Gruppenabend sucht euch einfach das aus, was euch am besten gefällt. Oder ihr plant mehrere Abende mit diesem Schwerpunkt, vielleicht ja sogar nicht direkt hintereinander, sondern immer mal wieder. So kann eure Gruppenstunde ein regelmäßiger Ort der Ruhe und der Zeit für sich selbst werden. Solche Zeiten bewusst gemeinsam als Gruppe zu gestalten, kann euch auch noch einmal enger zusammenschweißen.

Bodyscan:

Alle, die mitmachen möchten, suchen sich einen Platz im Raum oder draußen auf der Wiese (je nachdem, welche Möglichkeiten ihr habt), legen sich bequem hin und schließen die Augen. Eine Teamerin leitet diese Übung an. Mit ihr spüren alle einmal durch ihren Körper und versuchen ihn ganz bewusst wahrzunehmen. Wichtig beim Anleiten dieser Übung ist, langsam zu sprechen und viele Pausen zu lassen. In seinen Körper hineinzuspüren benötigt Ruhe und Zeit. Hier ein Vorschlag, was du während dieser Übung sagen kannst. Du kannst diesen Text natürlich auch selbst noch überarbeiten und genau an dich und deine Gruppe anpassen.

»Leg dich entspannt hin und schließe die Augen. Atme ruhig ein und aus.
Und nun versuche deine Füße zu spüren. Deinen rechten Fuß und deinen Linken Fuß. Sind sie heute schon viel gelaufen? Mussten sie dich schon weit tragen? Oder sind sie noch ausgeschlafen und fit?
Spüre deine Knöchel, deine Fußgelenke und dann deine Waden. Fühlen sie sich locker und entspannt an?
Und merkst du deine Oberschenkel auch? Den linken und den rechten? Wie geht es ihnen heute?
Versuch deinen Po zu spüren und dein Becken.
Deinen unteren Rücken und deine Wirbelsäule.
Und nun deine Schultern und deine Arme.
Erst deinen linken Arm, deinen Oberarm, deinen Ellbogen, deinen Unterarm und deine Hand mit allen Fingern.
Und dann deinen rechten Arm, deinen Oberarm, deinen Ellbogen, deinen Unterarm und deine Hand mit allen Fingern.
Und jetzt versuch deinen Hals zu spüren, das Ende deiner Wirbelsäule und deinen Kopf. Wie fühlt er sich heute an?
Kannst du jetzt deinen ganzen Körper fühlen?
Versuch bewusst und ruhig zu atmen. Spüre deinen Atem in deinem Körper.
Nimm deinen Körper wahr, ganz in Ruhe.

Du hast viel Zeit.

Atme entspannt und genieße, dass du jetzt hier liegen kannst …

Und wenn du soweit bist, dann öffne langsam deine Augen.
Bleib ruhig noch etwas liegen und nimm dir Zeit, um hier wieder in diesem Tag anzukommen.«

Die Hand:

Diese Methode könnt ihr in eurer Gruppenstunde gut einsetzen, aber man kann sie auch im eigenen Alltag gut spontan und allein nutzen.

Betrachtet die Innenseiten eurer Hände. Jedem Finger wird bei dieser Methode ein Sinn zugeteilt.

Der Daumen bekommt den Hörsinn. Haltet inne, betrachtet euren Daumen und überlegt euch, was ihr gerade hört. Euer eigenes Atmen? Oder vielleicht auch das Atmen der anderen? Hört ihr Musik irgendwo in einem Nebenraum? Oder redet jemand draußen vor dem Fenster?

Schaut dann auf euren Zeigefinger und nehmt bewusst wahr, was ihr sonst noch sehen könnt. Was umgibt euch? Wo genau seid ihr?

Seht euren Mittelfinger an und konzentriert euch darauf, was ihr fühlt. Fühlt ihr euch wohl? Geht es euch gut? Fühlt ihr die Anstrengung des Tages vielleicht in euren Füßen?

Wenn ihr euren Ringfinger betrachtet, versucht herauszufinden, was ihr gerade schmeckt. Vielleicht habt ihr noch den Geschmack vom Mittagessen im Mund oder das letzte Getränke auf der Zunge?

Beim kleinen Finger versucht ihr Gerüche wahrzunehmen. Wonach riecht es? Und woher kommen diese Gerüche?

Falls ihr zwischendurch mal mit euren Gedanken abschweift, ist das nicht schlimm. Ihr könnt einfach wieder einsteigen und weitermachen.

Schaut zum Ende der Übung auf eure Handinnenfläche und erinnert euch nochmal daran, als ihr abgelenkt wart. Wo wart ihr mit euren Gedanken? Bei einem vergangenen Erlebnis? Oder bei etwas, das in Zukunft erst noch kommt?

Lasst euch auch bei dieser Übung soviel Zeit, wie ihr braucht.

Essen im Dunklen:

Bewusstes Genießen beim Essen und Trinken kann uns auch sehr gut tun und dazu beitragen, dass wir uns entspannen und uns erholen können. Ihr könnt gemeinsam kochen und anschließend im Dunklen essen. Die Dunkelheit kann es euch leichter machen, euch wirklich auf euer Essen zu konzentrieren und es ganz bewusst und langsam zu genießen. Versucht dabei alles genau zu schmecken, lasst euch Zeit und kaut langsam. Ihr könnt gerne auch zuerst einmal an eurem Essen riechen, bevor ihr es esst. Niemand stresst euch jetzt.

Eine Alternative zum gemeinsamen Essen im Dunklen, kann es sein, dass ihr Zweierteams bildet, die gemeinsam an einem Tisch sitzen. Eine Partnerin bekommt die Augen verbunden, so dass sie nicht mehr sehen kann. Die andere Partnerin ist da, um sie evtl. zu füttern oder ihr Essen und Getränke anzureichen. Nachdem die erste Partnerin aufgegessen hat, wechselt ihr dann natürlich. Auf diese Weise könnt ihr euch auch gegenseitig unbekannte Speisen vorsetzen, wenn ihr mögt.

Steine sammeln:

Diese Übung könnt ihr auch in einen gemeinsamen Spaziergang integrieren. Geht an einen Ort, an dem ihr Steine sammeln könnt, vielleicht an einen kleinen Fluss in eurer Nähe oder ihr findet im Wald so eine Stelle. Dort sammelt jede für sich verschiedene Steine und betrachtet jeden einzelnen ganz genau.

Wie sehen sie aus? Welche Farbe haben sie? Welche sind glatt? Welche haben spitze Kanten? Sind welche dreckig? Oder besonders kalt?

Fahrt mit euren Fingern über die Steine und spürt sie. Ihre Ecken und Kanten, ihre Kälte oder Wärme, falls sie in der Sonne lagen.

Riecht an ihnen. Wonach riechen sie?

Findet ihr einen Lieblingsstein unter euren Steinen?

Zum Ende der Übung legt die Steine wieder zurück in die Natur – jeden einzeln, ganz in Ruhe. Versucht dabei vielleicht ein Muster mit euren Steinen zu legen. Oder baut ihr lieben einen kleinen Turm aus ihnen?

Langsam:

Diese Übung könnt ihr ebenfalls während eines Spaziergangs machen. Ihr könnt sie aber auch in eurem Gruppenraum ausprobieren.

Geht durch den Raum, über die Waldlichtung oder die Wiese (wo auch immer ihr seid). Jede geht in ihrem eigenen Tempo. Jede geht so wie sie möchte, im Kreis, links herum oder rechts herum, oder geradeaus und dann wieder zurück. Versucht dabei auf eure eigenen Schritte zu achten. Tretet ihr fest auf oder eher leicht? Versucht eure Schritte bewusst zu setzen. Versucht auch mal, zuerst die Ferse aufzusetzen und dann eure Füße abzurollen bis zu den Zehen. Und dann werdet langsamer. Lasst euch einfach ganz bewusst mehr Zeit bei jedem Schritt. Entschleunigt euch selbst.

Dafür müsst ihr nicht zwangsläufig gehen. Diesen Teil der Übung könnt ihr auch bei jeder anderen Tätigkeit machen. Werdet einfach langsamer. Macht das, was ihr tut, ganz langsam, wie in Zeitlupe.

Nichtstun:

Versucht mal, 10 Minuten nichts zu tun. Sucht euch schöne Plätze, draußen oder drinnen und setzt oder legt euch bequem hin. Und dann tut nichts. Redet nicht mehr miteinander. Bewegt euch möglichst nicht. Sitzt oder liegt einfach da.

Vielleicht gelingt es euch (manchmal braucht das etwas Übung und man muss es öfter versuchen) dabei auch nicht viel nachzudenken, sondern einfach nur zu sein. In diesem Moment, der ganz euch gehört.

Auf Freizeiten könnt ihr auch überlegen, eine längere Stille Zeit einzulegen – vielleicht einen halben Tag. Ihr beginnt mit dem Frühstück, das ihr schweigend einnehmt und endet dann mit dem Mittagessen. Wenn ihr euch zum Mittagessen an den Tisch setzt, redet ihr wieder miteinander und erzählt euch von eurem stillen Vormittag und euren Erlebnissen.

Stille Zeiten können wirklich gut tun. Man hat Zeit für sich, zum Nachdenken über alles, worüber man sonst nicht nachdenken kann, weil man zu viel Stress und Druck hat. Vielleicht bekommt ihr neue Erkenntnisse.

Oder man hat Zeit, die Natur zu genießen, Vögeln zuzuhören, Tiere zu beobachten, spazieren zu gehen. Oder Zeit zum Beten. Laut oder leise, im Bett oder in der Natur. Einfach Zeit allein mit Gott. Ohne Störungen zwischendurch.

Zeitlos-Tag:

Wenn ihr gemeinsam auf Freizeit unterwegs seid, könnt ihr auch einen Zeitlos-Tag einlegen – einen Tag, an dem niemand eine Uhr trägt und auch nirgends eine Uhr hängt oder steht. Es gibt für euch keine Zeit an diesem Tag. Alle stehen auf, wann sie möchten, gehen schlafen, wenn sie wieder müde sind und essen, wenn sie Hunger bekommen. Versucht mal einen Tag gemeinsam zu verbringen, an dem Zeit keine Rolle spielt.

Was dir gut tut:

In sich gehen und zu sich kommen muss nicht immer gleichbedeutend sein mit Ruhe, Stille und Rumliegen. Einige Übungen finden auch in Bewegung statt, z. B. bei einem Spaziergang.

Es kann aber auch sehr gut tun, sich mal so richtig auszutoben und auszupowern. Auch das kann dafür sorgen, dass ich mich entspanne und zu mir selbst finde. Wenn ihr also eine sehr aktive Gruppe seid und Action genau das Richtige für euch ist, dann könnt ihr natürlich auch solche Programmpunkte einsetzen. Ihr könnt gemeinsam Sport treiben, ein Workout geht ja sogar gut digital. Oder ihr spielt gemeinsam Fußball, Handball, Volleyball …, bis alle sich verausgabt haben. Ihr könnt eine Radtour unternehmen, schwimmen gehen oder Kanu fahren. Euch fällt da sicher einiges ein.

Viele Menschen finden es auch entspannend, sich kreativ zu betätigen. Ihr könnt Mandalas malen oder andere Bilder, evtl. sogar auf Leinwand. Auch da sind eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Diese Themenreihe enthält 7 Einheiten zu Texten aus dem Johannesevangelium. 5 Einheiten beschäftigen sich den Taten und Begegnungen von Jesus, unter anderem dem Weinwunder bei der Hochzeit in Kana (Johannes 2) und dem Gespräch mit der Samariterin am Brunnen (Johannes 4). Außerdem enthält diese Reihe noch zwei Einheiten zum Johannesprolog (Johannes 1,1-18) die besonders für die Weihnachtszeit geeignet sind und die Weihnachtsgeschichte aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe, passend zur Jahreszeit, ein Winterfest mit Spielideen für drinnen und draußen, sowie einer Andacht zum Thema Winter.

Johannes 2,1-12

Das Ziel

Starter

Jesus kann alles, ihn kann ich um alles bitten, zu ihm kann ich kommen und ihm alles sagen.

Checker

Jesus zu vertrauen ist wichtig. Er gibt uns mehr, als wir uns vorstellen können.

Der Text an sich

Jesus ist zu dieser Hochzeitsfeier eingeladen. Damals waren die Hochzeitsfeiern mehrere Tage lang. Jesus kommt mit seiner Familie und seinen Jüngern zu diesem Fest. Gastfreundschaft war damals sehr wichtig und dazu gehörte immer, dass genug zu Essen und zu Trinken da ist. Maria, die Mutter von Jesus, wollte die Gastgeber nicht in Verruf bringen, daher bittet sie Jesus zu reagieren. Die erste Reaktion von Jesus ist sehr komisch, denn er spricht sehr respektlos zu seiner Mutter. Aber ihm ist es aber wichtig, so zu handeln, wie es für den ganzen Heilsplan wichtig ist. Maria lässt Jesus tun, denn sie weiß, dass er das Richtige tut, daher geht sie zu den Dienern.

Jesus zog nach dem Wunder weiter, ohne dass beschrieben wird, was noch passierte.

Der Text für mich

Feiern sind für mich immer etwas besonderes. Ich stolpere immer wieder über den Text und denke mir, wie besonders dieses erste Wunder hier ist. Ich kann die abweisende Reaktion von Jesus seiner Mutter gegenüber nicht verstehen. Er weiß aber genau, was er tut. Für mich wird in diesem Wunder immer wieder deutlich, dass Jesus genau sieht, was die Menschen brauchen. Er kann alles. Er will nicht, dass es den Menschen schlecht geht. Hier im Text ist auch dieses große Vertrauen der Diener bewundernswert. Sie gehen mit „Wasser“ zu ihrem Chef und er soll es probieren. Darin zeigt sich ein riesengroßes Vertrauen und macht für mich dieses Wunder noch viel größer.

Der Text für dich

Starter

Maria wusste, dass sie mit ihrer Bitte zu ihrem Sohn kommen kann. Sie wusste, dass nur er in diesem Moment helfen kann. Dieses Vertrauen und diese Bitte sind besonders. Auch wenn die Reaktion von Jesus etwas komisch ist, erfüllt er seiner Mutter diesen Wunsch. Das Vertrauen, dass Jesus etwas Besonderes kann, gibt sie an die Diener weiter. Sie sollen das machen, was Jesus sagt.

Checker

Dass für Jesus alles möglich, ist für uns klar. Aber den Vertrauensschritt zu gehen, dass er auch Wundert tut, ist herausfordernd. Die Diener gehen los und holen Wasser, dass eigentlich für das waschen bestimmt war. Sie wissen nicht was passiert, aber Jesus belohnt das Vertrauen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Büroklammerkette

Bei einer Hochzeit geht es darum, dass sich zwei Menschen versprechen, immer zusammenzuhalten. Wir wollen eine Kette herstellen, die zusammen hält. Zwei Gruppen bekommen jeder eine Packung Büroklammern und müssen versuchen, daraus eine Kette zu knüpfen. Wenn alle Klammer eine Kette sind, hat die Gruppegewonnen.

Idee 2: Lieder gurgeln

Bei einer Feier wird auch gesungen und getrunken. Ein Kind oder ein Mitarbeiter bekommt ein Schluck Wasser in den Mund und muss nun ein Lied gurgeln. Wer es errät, bekommt einen Punkt.

Verkündigung

Erzählung mit Bildern auf einer „Easy-Flip“ Folie

Eine „Easy-Flip“ Folie ist eine statisch aufgeladen Folie, an der Zettel einfach so kleben bleiben und man sie auch verschieben kann. Am besten ist es dann, die Bilder auf 80g Papier zu drucken. Diese halten an dieser Folie am besten. Die Methode lebt davon, dass man die Bilder hin und her schieben und versetzen kann, und das auf eine magische Art. Es ist sehr faszinierend, dass die Bilder einfach so an der Wand hängen bleiben. Natürlich findet ihr auch Bilder im Internet, die sich gut zum Erzählen eignen, bitte achtet aber darauf, dass diese Bilder auch zur Benutzung freigegeben sind und man sie legal zum Downloaden gibt. Tipp: Sehr schöne Bilder für diese Methode (und auch für andere), findet man auch bei Claudia Kündig aus der Schweiz, als Gratisdownload unter: http://www.kuendigs.ch

Folgende Bilder werden benötigt: Brautpaar und Ringe, Jesus und seine Jünger, Maria, Diener, Krüge und Zielgedanken

Die Erzählung:

Wart ihr schon mal auf einem großen Fest, zum Beispiel auf einer Hochzeitsfeier? Was gibt es dort Besonderes? Was ist das Besondere an einer Hochzeit? (Gemeinsam mit den Kindern sammeln!) Heute hören wir auch von einem besonderen Hochzeitsfest aus der Bibel.

Damals wurde eine Hochzeit an mehreren Tagen hintereinander gefeiert (Brautpaar oder Ringe hinhängen). Sieben Tage haben die Menschen zusammen gefeiert und viel zusammen gegessen und getrunken. Man hatte viel Zeit miteinander und dabei zusammen gesungen und gespielt. In der Bibel (Richter 14) wird berichtet, dass sie gerne Rätsel gelöst haben. So hatten also alle viel Spaß und Freude beim Fest.

Zu diesem Fest waren auch Jesus und seine Jünger eingeladen. Sie feierten gerne mit und hatten zusammen mit den anderen Gästen viel Spaß (Bild von Jesus und seinen Jüngern hin hängen). Ob Jesus die ganze Zeit dort war, oder nur einen Tag, wird nicht gesagt. Er war auf alle Fälle dabei.

Plötzlich kam seine Mutter zu ihm (Bild Maria hinhängen) und sagte: „Jesus, die Diener und die ganze Hochzeitsgesellschaft haben ein Problem! Der Wein ist gleich alle. Die Weinkrüge sind fast leer! Was sollen wir machen? Kannst du ihnen nicht helfen?“ Jesus war erstmal etwas überrascht über diese Aussage und diese ungewohnte Bitte seiner Mutter. Ihr müsst wissen, dass es damals sehr unhöflich war, wenn bei einem Fest die Getränke ausgegangen sind oder das Essen nicht reichte. Bei einer Feier musste immer genug da sein und es durfte so etwas nicht passieren. Jesus merkte, dass er hier helfen musste.

Jesus rief die Diener, die für das Essen zuständig waren zu sich und sagte ihnen, dass sie die Krüge (Bild von Krug hinhängen) mit Wasser füllen und dann warten sollen. Mit Wasser? Die Diener waren bestimmt sehr verwundert, warum sie die Krüge ausgerechnet mit Wasser füllen sollten. Aber sie taten es trotzdem. Als sie das getan hatten, ließ Jesus einen Becher mit „Wasser“ zu dem Mann bringen, der für den Wein zuständig und schon völlig verzweifelt war. Er hatte Angst, dass er bestraft wird, weil es fast keinen Wein mehr gab. Als er das „Wasser“ probierte, schmeckte es nicht mehr nach Wasser, sondern nach einem sehr guten Wein. Der war so lecker, noch viel besser als der Wein, der zuvor ausgeschenkt wurde. Der Bräutigam war so dankbar, dass er nun genug Wein für seine Gäste hatte.

Jesus hat das Fest gerettet und den Menschen guten Wein zu trinken gegeben. Sie konnten nun schmecken, was Jesus alles kann. Wie cool ist das denn? Jesus setzt sich dafür ein, dass die Feier weitergehen kann. Eins ist klar: „JESUS KANN ALLES“! (Schild mit Zielgedanken hinhängen) Ich dachte immer, dass Jesus seine Wunderkräfte nur einsetzen kann, um Menschen zu heilen und gesund zu machen. Nein, Jesus ist es wichtig, dass es uns allen gut geht und dass wir alles haben, was wir brauchen. Eins ist klar: „JESUS KANN ALLES“! Wir dürfen auch, wie seine Mutter zu Jesus kommen und ihn bitten, dass er uns hilft. Dazu können wir mit ihm reden und ihm vertrauen, dass er uns das schenkt, was wir brauchen. Oft bitten wir um so vieles und wir bekommen es nicht. Dann ist es wahrscheinlich genau richtig, dass wir es nicht bekommen, weil Jesu nur das Beste für uns will. Eventuell sollst du noch etwas viel Besseres bekommen, als du dir vorgestellt hast. Wichtig ist, Jesus zu bitten und zu vertrauen und darauf zu warten, was er macht. Weil: „JESUS KANN ALLES“!

Die andere Idee

Stehgreiftheater

Zunächst wird der Text gelesen. Nun überlegen wir gemeinsam, welche Rollen benötigt werden. Diese Rollen werden verteilt und dann wird der Text noch einmal gelesen und dabei wird das Gelesene gespielt. In einer dritten Runde wird die Geschichte noch einmal gespielt, diesmal aber ohne die Textlesung, sondern die Spieler erfinden selber die Dialoge.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Jungscharler versuchen einen Kurzbericht über das Ereignis auf der Hochzeit zu Kana zu schreiben. das kann einzeln oder in kleinen Gruppen erfolgen. Ist das geschehen, liest man sich die Berichte gegenseitig vor.

Gespräch

Die folgenden Fragen sollen helfen, über die Geschichte nachzudenken und mit den Kindern ins Gespräch zu kommen:

Wer war von euch schon mal bei einer Hochzeit? Was war besonderes toll?

Es ist sehr unangenehm, wenn einem bei einer Feier etwas fehlt oder alle wird. Was würdest du machen?

Hast du schon erlebt, dass Jesus dir geholfen hat?

Hass du schon mal ein Wunder von Jesus erlebt? Wenn ja, was war das für eins? Glaubst du, dass Jesus heute auch noch Wunder tun kann?

So wie Maria zu Jesus gegangen ist, können wir heute auch zu Jesus kommen und ihn bitten – Wie geht das?

Merkvers

Allem bin ich gewachsen durch den, der mich stark macht. (Philipper 4,13)

Der Vers wird auf einen Krug geschrieben. Das geht am Besten, wenn man einen Zettel mit dem Bibelvers draufklebt. Nun wird der Krug mit Wasser gefüllt. Der Krug wird nun von einem Kind mit ausgestrecktem Arm gehalten und dabei hat es die Aufgabe, den Vers zu sagen.

Gebet

Wir laden die Kinder zum Popkorngebet ein. Jedes Kind soll nur ein Wort sagen, wofür es Jesus danke sagt oder wo er anfangen will, ihm neu zu vertrauen. Wichtig ist, dass die Kinder nur ein Wort sagen, so trauen sich meistens alle Kinder!

Zum Abschluss betet der Mitarbeiter: Jesus, ich danke dir, dass ich weiß, dass ich dir vertrauen kann und dass du alles kannst. Danke, dass ich mit allem, was ich habe, zu dir kommen darf und wissen kann, dass du mich hörst.

Kreatives

Zusammen mit den Kindern werden Kekse gebacken.

Aus 150 g Zucker, 250 g Butter, 2 Päckchen Vanillezucker, 500g Mehl, 1 Prise Salz und einem Ei wird ein Teig hergestellt. Der Teig wird ausgerollt und mit einem runden Glas werden Kreise ausgestochen. In die Mitte der Kreise kommt ein Klecks Marmelade. Nun werden die Kekse ca. 10 Minuten bei 200 Grad gebacken.

Spielerisches

Zur Hochzeit gehört viel Essen, daher wollen wir einen Geschmackstest machen.

Auf einen Löffel sind immer Minikleckse von Lebensmitteln und die Kinder müssen mit verbunden Augen erraten, was es ist. Dieses kann man auch als Schnelligkeitsspiel machen, in dem zwei Kinder gleichzeitig einen Löffel bekommen und derjenige, der zuerst die richtige Antwort gibt, bekommt einen Punkt.

Rätselhaftes

Es werden Buchstaben an eine Tafel geschrieben. Die Aufgabe besteht darin, diese Buchstaben in die richtige Reihenfolge zu bringen, sodass ein sinnvolles Wort entsteht. Die Lösungswörter sind immer Getränke.

Hier einige Beispiele:

ACLO – Cola

EINW – Wein

AERSSW – Wasser

AEEFFK – Kaffee

ABEEEILST – Salbeitee

ADEEIILMNNNOORTZ – Zitronenlimonade

(T)Extras

Lieder

Der Vater im Himmel segne dich

Wir singen für unseren Gott

Der Herr segne dich

Spiele

Wie wollen ein Fest feiern, dafür muss der Tisch gut gedeckt sein. dafür müssen wir das Geschirr erspielen Welche Gruppe bekommt das meiste zusammen?

Spiel 1: Tischdecke (Wer sitzt mir gegenüber?)

Die Kinder sitzen in zwei Gruppen gegenüber. Eine Tischdecke wird in der Mitte so gehalten, dass die Gruppen sich nicht sehen können. Eines der Kinder rückt immer auf jeder Seite an die Decke ran und auf drei wird die Decke losgelassen. Das Kind, was als erstes den Namen des anderen Kindes sagt, gewinnt und die Gruppe bekommt den Punkt. Die Gruppe mit den meisten Punkten bekommt die Decke als Preis.

Spiel 2: Teller (auf dem Tisch)

Es wird ein Tisch hingestellt und in 2 Meter Entfernung stellen sich die Gruppen auf. Nun müssen sie versuchen, einen Plastik- oder Pappteller auf den Tisch zu werfen ohne dass er runterfällt. Gewonnen hat die Gruppe, bei der die meisten Teller auf dem Tisch bleiben. Sie erhält die Teller als Preis.

Spiel 3: Tasse (Becher pusten)

Auf dem Tisch werden Plastikbecher (Einweg) aufgestapelt. Mit einen Luftballon muss man nun versuchen, diesen Turm umzupusten. Man darf ihn nur einmal aufblasen. Welche Gruppe mehr Becher vom Tisch pustet gewinnt die Becher als Preis.

Spiel 4: Besteck (Zielwerfen in Kisten)

Jedes Kind bekommt einen Löffel und eine Gabel. Dann wird ein Eimer 3 Meter weit entfernt aufgestellt. Nun heißt es genau zielen. Welche Gruppe die meisten Bestecke in den Eimer geworfen hat, gewinnt, das Besteck als Preis.

Wenn alles für den Tisch erspielt wurde, beginnt das Fest. Nun könnt ihr zusammen noch etwas essen und euer Spezial-Fest feiern! Guten Appetit.

Zum Herbst/Winter möchten wir mit unserem neuen KON-Thema ein »Lichtblick« in der dunklen Jahreszeit für euch als Mitarbeiterinnen und eure Mädchengruppe sein. Ihr findet viele gute Ideen und Impulse für das letzte Quartal des Jahres – von der adventlichen Bibelarbeit bis zum gemütlichen Abend am Lagerfeuer.

Besonders »coronatauglich« sind zwei kreative Ideensammlungen: »Lichtblicke für euren Ort« und »PlayingArts«, viele coole und zugleich Mut machende Aktionen für euch und euer Umfeld.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Ein Outdoor-Stundenentwurf für herbstliche Gruppenabende

Wer liebt es nicht: Lagerfeuer! Schon Jesus und seine Jünger haben oft gemeinsam am Feuer gesessen und gemeinsam gegessen. Bis heute hat diese Gemeinschaft am Feuer ihren Reiz nicht verloren, und jeder, der schon mal draußen richtig auf dem Feuer »gekocht« hat oder Stockbrot gebacken hat, weiß: Draußen schmeckt alles noch mal so gut wie drinnen!

Es gilt also: im Herbst mit der ganzen Gruppe raus ans Lagerfeuer oder an den Schwenkgrill. Im Folgenden findet ihr deshalb einen Stundenentwurf für eine feurig-kulinarische Gruppenstunde mit Andachtsideen, Spielen und drei (bekannten) Rezepten. Viel Spaß und coole Stunden am Feuer!

Vorbereitungen:

Damit am Feuer später alles gut und sicher läuft, müssen im Vorhinein durch die Mitarbeitenden einige Dinge vorbereitet werden:

Sinnvoll ist es sicherlich, das Feuer schon eine halbe Stunde vor Eintreffen der Gruppe anzufachen, damit später ausreichend Glut und Hitze zur Verfügung stehen, um gemeinsam zu kochen und zu braten. Außerdem könnt ihr bereits die Hefeteige vorportionieren und Teller, Besteck und Servietten bereitlegen. Haltet auch ausreichend Stöcke für das Stockbrot bereit. Wer mag, stellt noch ein paar Fackeln oder Kerzen auf – für die schöne Atmosphäre (: Wenn die Gruppe dann kommt, sollte alles bereit sein und einladend wirken. Hektisches Rumrennen auf der Suche nach den letzten Materialien stört die ruhige und besinnliche Wirkung eines Lagerfeuers schnell erheblich!

Stellt außerdem bitte unbedingt einen Feuerlöscher bereit! Auch, wenn man das vermeintlich 150. Feuer seines Lebens macht: Es kann immer etwas schief gehen! Rechtlich abgesichert ist darum nur der, der die geltenden Brandschutzregeln einhält und entsprechende Maßnahmen zur Erstlöschung griffbereit(!) hat: Ein funktionierender Feuerlöscher ist dabei sicher die richtige Wahl, ein (Putz-)Eimer mit Wasser tut es leider nicht.

Biblisches:

Feuer spielt in der gesamten Bibel immer wieder eine große Rolle: Gott selbst zeigt sich als Feuersäule den Israeliten in der Wüste, Mose sieht einen brennenden Dornbusch in der Wüste, die späteren Juden pflegen die Tradition des Brandopfers, Jesus zieht mit seinen Jüngern durch das Land und wird sich sicherlich am ein oder anderen Lagerfeuer mit ihnen gewärmt haben, der Heilige Geist kommt an Pfingsten in Form feuriger Zungen auf die Jünger herab … kurz: Feuer ist ein großartiges biblisches Bild! Oft steht es für Gottes Herrlichkeit, seine Größe, sein Licht und seine Eigenschaft des »Lichtbringers« – oder auch für brennende Herzen seiner Nachfolgerinnen und Nachfolger, die bis heute seine Botschaft verkünden!

Es lohnt sich also, die Gruppenstunde biblisch mit einer der Feuer-Geschichten aus der Bibel zu beginnen und diese gemeinsam zu lesen! Wer möchte, kann danach entweder darüber ins Gespräch kommen oder die Geschichte einfach für sich wirken lassen! Gerade Letzteres ist oftmals eine spannende Erfahrung, die herausfordert und manchmal eine deutlichere Wirkung hat als »durchgetaktete« Andachten.

Jetzt wird’s heiß!

Gemeinsam kochen, braten und rösten ist einfach cool! So simpel die Rezepte sind, so bedeutsam ist trotz allem ihr Spaßfaktor, wenn alles gemeinsam am Feuer zubereitet wird.

Ihr findet deshalb hier drei mögliche, recht bekannte Rezeptideen, bei denen für jeden etwas dabei sein müsste:

Stockbrot:

Die leckeren Brote begeistern eigentlich jeden: Egal ob mit Wurst, Käse oder Nuss-Nougat gefüllt! Bereitet dazu ausreichend Hefeteig vor (im Schnitt etwa 150–200g Rohteig pro Kind). Hygienisch besser ist es dabei sicherlich, wenn ihr die Portionen vorher schon vom großen Teig abstecht und auf Blechen bereitlegt: So vermeidet ihr, dass dutzende Kinder- und Erwachsenenhände ihre Spuren im Teig hinterlassen.

Rollt dann den Teig zu einer langen »Wurst« und wickelt ihn um den Stock. Achtet darauf, dass er überall ansatzweise gleichmäßig dick ist, sonst bleibt die ein oder andere Stelle roh, was wiederum oft zu unschönen Überraschungen am nächsten Morgen führen kann (:

Beim Braten über dem Feuer gilt: Nicht in die Flamme halten, denn dort kommt neben Ruß und Rauch meist nur wenig bei herum. Besser sind Feuerstellen, wo die Glut hellrot leuchtet. Dort gibt es mehr Hitze und die Brote werden schonender gegart! Wenn die Kruste gut gebräunt ist und man gegen das Brot klopfen kann, ist es fertig! Guten Appetit!

Rezept (für etwa 10 Personen):

  • 1 kg Mehl
  • 2 Pck. Trockenhefe (oder 1 Würfel frische Hefe)
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 6 EL Olivenöl
  • Etwa 500 ml lauwarmes Wasser
  • Gehzeit des Teiges: etwa 1–2 Stunden

Folienkartoffeln:

Der Klassiker! Folienkartoffeln kennt wohl fast jeder und dennoch macht es immer wieder Spaß, die heißen Pakete aus der Kohle zu angeln. Auch die Zutaten sind schnell besorgt, denn es braucht lediglich dicke Kartoffeln (gibt es oft in türkischen Supermärkten) und Kräuterbutter.

Wascht die Kartoffeln vorher vorsichtig ab und wickelt sie dann in Alufolie ein. Ein oder zwei Schichten reichen dabei völlig aus – alles andere produziert nur unnötig Müll. Wenn die Kartoffeln gut eingepackt sind, geht es für sie in die heiße Glut am Rand des Feuers, wo sie dann bis zu 30 Minuten garen müssen. Vergesst nicht, die Pakete zwischendurch ab und an zu wenden, damit sie von allen Seiten gar werden.

Beim Auspacken helfen die größeren am besten den kleineren Mädchen, denn die Erdäpfel kommen ziemlich heiß aus der Glut und die Alufolie hält die Wärme sehr lange. Packt die Kartoffeln säuberlich aus und serviert sie auf Tellern mit Kräuterbutter, die auf den noch warmen Kartoffeln super verläuft. Lecker!

Grillbananen:

Ein Renner fürs Dessert! Die Kombination aus Banane und Schokolade ist für viele ein echter Gaumenschmaus! Und Grillbananen deshalb ein runder Abschluss für einen Abend am Lagerfeuer!

Ihr braucht dafür lediglich ausreichend Bananen für jedes Gruppenmitglied und Kinderriegel in entsprechender Menge. Stecht dann die Bananen an einer Seite mit einem scharfen Messer mehrmals ein und steckt jeweils ein abgebrochenes Stück Kinderriegel hinein. Dann gehen die gelben Früchte samt Schale auf den Grill.

Achtet aber darauf, dass sie mit der angestochenen und Schokolade-gepimpten Seite nach oben auf dem Rost liegen, sonst landet die ganze Schoki im Feuer und als große Kleberei auf dem Rost. Wenn die Schale der Bananen von unten ganz schwarz geworden ist, sind sie fertig. Nehmt sie vom Grill herunter, lasst sie etwas abkühlen und verspeist sie dann gemeinsam – am besten mit Messer und Gabel und viel Servietten!

Abschluss und Segen

Gestaltet doch mit der Gruppe zum Schluss der Gruppenstunde noch einen gemeinsamen Segen! Das gibt der Lagerfeueraktion einen schönen und runden Abschluss und entlässt die Mädchen an der Hand eines starken Gottes in die Woche. Folgender Segen kann dabei gemeinsam gesprochen werden. Verteilt ihn dazu entweder auf Zetteln oder sprecht jeweils einen Satz vor und lasst die Gruppe nachsprechen.

Gott, du bist so groß!
Du bist wie Feuer, hell und stark!
Du machst Licht, wo Dunkelheit herrscht!
Du leuchtest denen den Weg, die dich suchen!
So segne uns, Gott, mit deiner Stärke und Kraft!
Leuchte auch uns den Weg, damit wir wissen, wohin wir gehen sollen!
Leuchte auch unseren Freunden und Familien, damit wir einander sehen!
Leuchte auch all den Menschen, bei denen es gerade sehr dunkel ist!
Und lass auch uns immer wieder erkennen, wo wir dein Licht hinbringen können um anderen Menschen zu helfen!
Gott, du bist so groß!
Du bist wie Feuer, hell und stark!Gott, leuchte du uns den Weg!

Material

Grillmaterial & -werkzeug: Feuerstelle, die Platz für die ganze Gruppe bietet, Schwenkgrill (optimal) oder Grillrost, Feuerholz und Holzkohle, lange (Buchen-)Stöcke fürs Stockbrot, Grillzange & Küchenmesser, Teller & Besteck, Servietten, Alufolie, Feuerlöscher(!), optional: Kerzen & Fackeln

Zutaten: Bananen, Kinderriegel, Hefeteig (siehe Rezept) in süß oder herzhaft (etwa 150 g pro Teilnehmenden), Käse, Wurst oder Nuss-Nougatcreme für die fertigen Brote, große Kartoffeln, Kräuterbutter

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu den Themen Schöpfung und Urgeschichte aus JUMAT 4/17 und 1/18. Es werden Texte aus 1.Mose 1-11 bearbeitet. Die Reihe beginnt mit dem Schöpfungsbericht und dem Sündenfall. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sintfluterzählung. Den Abschluss bildet der Bericht über dne Turmbau von Babel.

Sie beginnt mit der Berufung und endet mit drei Einheiten aus der Passionsgeschichte. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen Familienimpuls zum Thema Schöpfung, damit die Kinder auch zu Hause in ihrer Familie über das Thema ins Gespräch kommen können.

Das Ziel

Starter

Gott ruhte am siebten Tag mit gutem Gewissen aus. So entspannt dürfen auch wir sein.

Checker

Der Tag der Ruhe hat für Gott einen solchen Stellenwert, dass er ihn heiligt und aus dem arbeitsamen Alltag heraushebt.

Der Text an sich

Nach Kapitel 1,31 scheint die Schöpfung abgeschlossen zu sein. Alles ist erschaffen. Und es war sehr gut. Alles läuft rund. Einer guten Weiterentwicklung scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Gott lehnt sich zurück, schaut voller Wohlwollen auf sein Werk und ruht.

Das spricht von einer großen Souveränität Gottes. Er sieht sein Werk an und es ist sehr gut. Dann kann er ruhen. Er muss nicht hektisch ausbessern, nachbessern oder verbessern.

Nun erstaunt es, dass Gott einen zusätzlichen Tag ins Leben ruft. Der Tag, an dem er geruht hat, wird eingereiht in die Abfolge der Schöpfungstage. Dieser Tag bekommt sogar einen ganz besonderen Stellenwert. Er wird gesegnet und geheiligt: In Kapitel 1,28 ist auch von Segen die Rede. Dort gilt er dem Geschöpf, dem Menschen. Hier gilt der Segen dem Tag.

Der Segen ist die Zuwendung Gottes. Wem sich Gott zuwendet, dem kommt Gottes Güte zu. Das drückt zum Beispiel ganz deutlich der Aaronitische Segen in 4. Mose 6,25.26 aus. Gott hat also ein besonderes Augenmerk auf diesen Tag.

Dazu wird dieser Tag von Gott geheiligt. „Heilig“ bedeutet kurz gefasst „(zu) Gott gehörend“ im Gegensatz zu „profan“, das „weltlich, alltäglich“ bedeutet. Dass der Tag von Gott als heilig erklärt wird, hebt ihn heraus aus allen Tagen, aus allen profanen Abläufen. Er gehört ihm, er hat eine ganz besondere Verfügungsgewalt über ihn.

Mit diesem besonderen Tag der Ruhe wird die Zahl sieben vollendet. Sie hat eine wichtige Bedeutung in der Bibel: Sie steht für die Vollkommenheit und Harmonie in Gottes Plänen und Taten. So wie es sieben Tage der Woche sind (1. Mose 2,2), so gibt es sieben Lampen am Leuchter in der Stiftshütte (2. Mose 25,37), die sieben Feste des jüdischen Jahres haben immer wieder etwas mit sieben zu tun (3. Mose 23), z. B. sind es sieben Wochen von Ostern bis Pfingsten. Fünfzigmal spielt in der Offenbarung die Zahl sieben eine Rolle.

Dieser siebte Tag mit seiner besonderen Bedeutung macht also das Schöpfungswerk Gottes vollkommen. „Beenden und Ruhen charakterisieren den siebten Tag für den Schöpfer als ein Stadium triumphaler Vollendung.“ (Brockhaus Kommentar zur Bibel)

Für die Juden ist dieser siebte Tag, der Sabbat, der letzte Tag der Woche.

Seit der Auferstehung Jesu am Ostertag, also dem ersten Tag der Woche (Mt 28,1), feiern Christen diesen Tag, den Sonntag, als den Tag der Ruhe. Inzwischen hat sich bei uns leider der Begriff „Wochenende“ eingebürgert, mit dem Sonntag als letztem Tag der Woche.

Der Text für mich

Es ist für uns kaum vorstellbar, dass Gott ruht. Ist Gott müde? Außerdem ist er doch permanent ansprechbar, immer bei uns, für uns da. Er regiert doch die Welt. In Psalm 121,3.4 steht doch, dass Gott nicht schläft und schlummert. Hier jedoch ruht Gott. Also ist diese Ruhe kein Schlafen, kein sich Ausklinken, kein sich Abwenden. Er bleibt seinem Werk segnend zugewandt und macht es sich zu eigen, er heiligt es. Also ist mit Ruhen nicht allein Nichtstun gemeint, sondern es drückt eine Gelassenheit aus, ein Genießen. Ein Künstler tritt, wenn er sein Bild fertig gemalt hat, einen Schritt zurück, betrachtet sein Bild und dann signiert er es. Das ist nun kein Schaffen mehr. Das ist ein Moment der konzentrierten Ruhe.

Gott hat die Souveränität, zu ruhen. Nichts und niemand kann ihn antreiben. Ruhe ist also für Gott keine Faulheit, sondern wertvolle Zeit. Er hat sie geheiligt. Deshalb ist sie, ihm zugewandt verbracht, kostbar.

Der Text für dich

Starter

„Langeweile ist Atemholen der Seele.“ Diese Redensart aus der Pädagogik sagt aus, dass es gut und gesund ist, zur Ruhe zu kommen. Nicht jede Sekunde des Tages oder der Woche muss mit Aktivitäten, mit Musik, Spielen oder Filmen ausgefüllt sein. Diese Dinge zehren an den Kräften und können krank machen. Wir erleben das Kinder schnell hektisch, nervös, unkonzentriert und aggressiv werden. Gott gönnt sich und damit auch den Kindern und uns Zeiten der Ruhe, in denen wir einfach nichts tun, einfach nur mit ihm zusammen sind. Daraus erwächst innere und äußere Kraft. Wir werden gelassen, friedfertig, konzentrationsfähig und können mit Elan die nächste Herausforderung angehen.

Checker

Gott hat es uns vorgemacht: Nach getaner Arbeit darf man sich eine Pause gönnen. Man darf sich an dem, was man geschafft hat, auch freuen. Wenn man eine Woche lang fleißig gearbeitet, gelernt, die Hausaufgaben gemacht und für die Klassenarbeit gelernt hat, darf man am Sonntag einfach auch mal nichts tun. Gott nimmt sich die Zeit, zu ruhen. Diese Zeit schenkt er uns auch. Er ist kein Sklaventreiber, der seine Untertanen ständig ermahnt, keine Zeit zu verlieren und Höchstleistungen zu vollbringen. Mehr als wir in 6 Tagen schaffen, müssen wir überhaupt nicht. Keiner ist deshalb schlecht in der Schule, weil er am Sonntag ausruht. Im Gegenteil. Aus der Ruhe wächst die Kraft. Indem wir ruhen zeigen wir Gott unser Vertrauen. Nicht wir halten mit andauernder Arbeit die Dinge am Laufen, sondern er.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: 5-Minuten-Check

Um den Gegensatz zwischen Hektik und Ruhe darzustellen, steht den Jungscharlern ein Parcours offen, in dem sich Aktionen der Anspannung und der Ruhe abwechseln.

Was schaffe ich alles in fünf Minuten? Keine Pause! Weiter, weiter!

Im Raum wird ein Parcours aufgebaut. Jeder bekommt einen Laufzettel und einen Stift.

Auf ein Kommando verteilen sich alle Kinder frei auf die Stationen, wo sie sich dann jeweils fünf Minuten lang aufhalten werden, um Punkte zu erringen. Nach zwei Minuten ertönt ein Gong, alle tragen ihre Punkte ein und wechseln schnell im Uhrzeigersinn zur nächsten Station. Denn sofort geht es mit der nächsten Aktion weiter. Nur keine Zeit verlieren! Am Ende sollen alle Kinder alle Stationen durchlaufen haben.

Möglichkeiten für Stationen:

  • Situps, Liegestützen, Kniebeuge, Hanteln stemmen
  • Verben aufschreiben
  • Bereitliegende Rechenaufgaben lösen
  • Worte aus Buchstabenrätsel herausfinden
  • Zeitungspapier in eine Spirale schneiden
  • Nägel in einen Holzklotz schlagen.

Danach darf sich jeder das „Chillout-Programm“ gönnen.

Es stehen, Bücher, Webrahmen, Strickliesel, Bastelangebote, Puzzles und Mandalas zum Ausmalen zur Verfügung. Es darf aber auch auf Matratzen oder Stühlen einfach nichts gemacht und ausgeruht werden.

Idee 2: Spielmarathon

Auf eine lange Tischreihe mit genau so vielen Sitzplätzen wie anwesende Jungscharler werden viele bekannte Tischspiele gelegt, z. B. Mensch-ärgere-dich-nicht, UNO, Memory, schwarzer Peter, Elfer-raus, Auto-Kartenspiel, Jenga, oder andere.

Es spielen immer vier Kinder an einem Spiel, jeweils zwei sitzen sich gegenüber. Auf ein Kommando beginnen alle mit ihrem Spiel. Nach einigen Minuten erklingt ein Zeichen. Alle legen ihre Karten, Würfel o. Ä. ab und rutschen einen Platz  nach rechts weiter. Jetzt übernehmen sie das Spiel ihres Vorgängers, bis nach fünf Minuten wieder das Zeichen ertönt.

Eine zum Thema passende Variante ist: Nach vier Stühlen ist auf jeder Tischseite ein „Ruhestuhl“. Wer auf diesem Stuhl sitzt, macht Pause.

Verkündigung

Andacht mit Schaubild

Gott hat die Welt geschaffen. Er hat alles so geschaffen, dass es eines in das andere greift, eines auf das andere aufbaut, eines fügt sich in das andere. Es ist wie ein riesengroßer Apparat, eine überdimensionale Maschine. Das lässt sich an einem Beispiel gut erklären. Gehen wir der Frage nach: Wie entsteht Regen?

An einer großen Wandzeitung oder einem großen Blatt auf dem Fußboden der Kreismitte wird das Schema von Wasser-Wärme-Verdunstung-Abkühlung-Wolkenbildung-Regen aufgemalt.

(Hierzu eignet sich das Buch „Was ist was“ vom Tessloff Verlag zum Thema Wetter oder ein „Erklär-Video“ auf YouTube.)

Mit diesem Ablauf sind noch viele andere Vorgänge und Zusammenhänge im Ablauf des Lebens auf der Erde verbunden. Diese Zusammenhänge werden stichwortartig oder mit Pfeilen verbunden in das Schema eingetragen.

Das alles hat Gott ins Leben gerufen. Er hat das alles sozusagen angestoßen, gestartet. Damit wäre eigentlich alles fertig. Die „Maschine“ läuft. Alles wäre eigentlich fertig.

Aber für Gott ist es noch nicht vollkommen. Er fügt sofort einen zusätzlichen Tag hinzu. Einen Tag der Ruhe. Ruhe macht die Arbeit vollkommen.

An diesem Tag damals lehnte sich Gott zurück und ruhte einen ganzen Tag lang.

Dieser Ruhetag ist genauso wichtig wie alle anderen Tage vorher auch. Gott hebt diesen Tag sogar noch hervor, indem er ihn segnet und heiligt. Also gehört zum Ablauf des ganzen Weltgeschehens, des ganzen Lebens auch die Ruhe. Damit ist nicht schlafen gemeint. Gott ist beim Ruhen hellwach. Er segnet den Tag. Das heißt, er ist mit all seinen Sinnen seiner Erde zugewendet, mit seiner ganzen Aufmerksamkeit. Er füllt den Tag mit seiner Gegenwart. Er ist nicht am Schaffen, am Ausbessern, Nachbessern, vergessenes Nachholen. Er betrachtet sein Werk voller Ruhe, er genießt es. Er ist ruhig, weil er weiß, es ist gut so.

Ein Künstler, der ein großes Werk geschaffen hat, tritt nach dem letzten Pinselstrich zurück von der Leinwand und betrachtet sein Werk in aller Ruhe. Dann setzt er seinen Namen darunter. Er signiert es. Damit sagt er aus: Das ist mein Werk. So könnte man es vergleichen, dass Gott den Tag heiligt. Dieser Tag ist die Signatur des ganzen Schöpfungswerkes.

Es zeugt von der Größe Gottes, dass er im Angesicht der Größe und Vielfältigkeit seines geschaffenen Werkes nicht in Hektik verfällt, sondern gelassen ruht.

Er fordert uns dadurch auf, nach getaner Arbeit an sechs Wochentagen auch gelassen zu sein. Er lädt uns ein, an diesem Tag die Arbeit liegen zu lassen und uns bewusst ihm zuzuwenden.

Die andere Idee

Hörbuch

Gemeinsam stellen wir die Schöpfung dar. Dazu können die Kinder Bilder zu den Schöpfungstagen malen oder Tiere aus Knete formen. Wenn das Geschehen ist suchen sich alle einen bequemen Platz und der gesamte Text der Schöpfungsgeschichte (1. Mose 1,1 -2,4) aus einem Hörbuch angehört.

Der Text gelebt

Wiederholung

Jedes Kind überlegt sich einen Satz, mit dem es das bisher Gehörte zusammenfasst. Dann sagen alle reihum diesen Satz. Zwischen jedem Satz soll aber eine Pause von ca. 15 Sekunden entstehen. Das kann bei manchen Gruppen sehr schwer sein, diese Zeit der Stille auszuhalten, es lohnt sich aber, diese Zeit der Ruhe gemeinsam zu erleben.

Gespräch

Oft sagen oder hören wir den Satz: „Die Woche hat einfach zu wenig Tage, um alles zu schaffen.“ Die Gruppe tauscht sich darüber aus.

Nun wird folgende Frage in den Raum geworfen: „Wenn du jede Woche einen Tag zusätzlich geschenkt bekommen würdest, was würdest du an diesem Tag tun?“ Es wird sich herausstellen, dass auch dieser Tag ausgefüllt sein wird mit Aktivitäten. Ob überhaupt ein Kind sagen wird, dass es sich an diesem Tag ausruhen würde?

Nun wird erzählt, dass Gott genau das getan hat: Eigentlich hätten sechs Tage ausgereicht. Alle Arbeit war erledigt. Gott selbst hat sechs Tage lang gearbeitet. Aber dann hat er sich und allen seinen Geschöpfen einen Tag zusätzlich geschenkt. Diesen Tag hat er aber nicht mit noch neuen Arbeiten und Aktivitäten gefüllt, sondern er hat geruht. Das bietet er auch uns an.

Der Tag der Ruhe unterliegt nicht unserer Willkür (2. Mose 31,13-16). An diesem Tag sollen wir eben nicht gedankenlos unserer alltäglichen Arbeit nachgehen. Es geht jedoch auch nicht um das sture Nichts-Arbeiten. Lies dazu die Texte in Matthäus 12,1-12; Markus 2,23-28; Lukas 6,6-9; 13,10-16. Jesus hat die Bedeutung des Tages nicht aufgehoben, ihm aber wieder seine ursprüngliche Bedeutung zurückgegeben. Es geht an diesem Tag um die bewusste Ausrichtung auf Gott. Das bedeutet, Leben zu erhalten. Dieser Tag ist heilig, er gehört also Gott. Er darf bestimmen, was wir tun und was wir lassen sollen.

Merkvers

Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Tätigkeiten verrichten; aber der siebte Tag ist der Ruhetag des Herrn, deines Gottes. 2.Mose 20,9 + 10a

Es werden sieben Blätter auf den Boden gelegt und mit den Wochentagen beschriftet. Der erste stellt sich zum Montag, sagt den ersten Teil des Merkverses, springt dann zum Sonntag und sagt den zweiten Teil des Verses. Das nächste Kind beginnt am Dienstag. Das geht solange, bis jeder Jungscharler einmal den Vers gesagt hat.

Gebet

Der Ruhetag ist der Tag, an dem wir einfach vor Gott sein können. Fröhlich, dankbar für den geschenkten Tag. Jeder, der will, darf ein Dankgebet sprechen.

Kreatives

Wir basteln einen Stempel. Folgendes Material wird benötigt: Dickes Moosgummi, Schablone für die Buchstaben , Schere, flüssiger Bastelkleber, Holzscheiben, Wasser- oder Acrylfarben oder ein entsprechend großes Stempelkissen.

Aus Moosgummi werden die Buchstaben GOTT oder JHWH (der Name Gottes auf Hebräisch) in Spiegelschrift ausgeschnitten. Diese werden auf die Holzscheibe geklebt.

Dieser Stempel kann eine Erinnerung daran sein, dass alles, aber besonders der 7. Tag der Woche Gott gehört. Bei uns ist das der Sonntag. Die Jungscharler können mit ihrem Stempel in ihrem Hausaufgabenheft den Sonntag signieren.

Spielerisches

Um das Thema Ruhe zu verdeutlichen wird Besteckmikado gespielt, ein Spiel, bei dem man eine ruhige Hand braucht. Viele Besteckteile werden in die Mitte geworfen. Ein Mitspieler nimmt ein Teil weg, dabei dürfen sich aber keine anderen Teile bewegen. Er darf solange Besteckteile nehmen, bis etwas wackelt, damit der nächste an der Reihe. Gewonnen hat der Spieler der am Ende die meisten Besteckteile gesammelt hat.

Rätselhaftes

Die Jungscharler haben die Aufgabe, die durcheinandergewirbelten Buchstaben von Wörter in die richtige Reihenfolge zu bringen. Es handelt sich bei allen Wörtern um Dinge, die mit dem Ruhetag zu tun haben. Hier einige Beispiele:

DEEGINOSSTTT – GOTTESDIENST

EEGNS – SEGEN

EHRU – RUHE

AGNNOST – SONNTAG

AACHELNSSTU – AUSSCHALTEN

EGHIL – HEILIG

BEEINS – SIEBEN

TOGT – GOTT

(T)Extras

Lieder

  • Gottes große Liebe
  • Vielen Dank (mit Zusatzstrophe: … für den Sonntag, … für die Sonntagsruhe, … für die Sonntagsruhepause)
  • Sei ein lebendger Fisch
  • Der Himmel erfüllt mein Herz
  • Du bist der Herr
  • Groß ist unser Gott

Bastelangebote

Diese Angebote können auch im Chillout-Programm angeboten werden.

Uhu

Material: Tonkarton und Wellpappe in Brauntönen, schwarzer Tonkartonrest für den Schnabel, gelber Tonkartonrest für die Augen, blühende Gräser, Schablone für Kopf und Füße Schere, Kleber

Anleitung: Aus der Wellpappe werden sechs Zentimeter breite Streifen geschnitten. Die Streifen werden zu einer Hexentreppe verarbeitet, die etwa 9 bis 10 Zentimeter hoch sein sollte. Anhand der Schablone werden Kopf und Füße aufgemalt und ausgeschnitten. Die Füße werden etwas schräg nach außen zeigend unten an der Hexentreppe festgeklebt, der Kopf wird vorne an die Hexentreppe geklebt. Darauf werden die Augen und der Schnabel, aus dem schwarzen Karton zugeschnitten, aufgeklebt. Als Flügel werden ein Büschel Gräser seitlich in die Hexentreppe eingesteckt und geklebt.

Webrahmen aus Naturmaterialien

Material: 4 Holzstöcke (am besten eignet sich Haselnuss) ca 15-20cm Länge, Paketschnur, lange Gräser und dünne Zweige aller Art

Anleitung: Die Hölzer werden an ihren Enden mit Paketschnur zu einem Quadrat, zum Webrahmen zusammen gebunden. Mit der Paketschnur wird dieser Webrahmen bespannt. Die Schnüre sollten einen Abstand von 2cm haben. Die Gräser und Zweige werden nun grob eingewebt. Sie dürfen gern seitlich weit über den Rand hinaus ragen.

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