„Gott aber sieht das Herz an“

Ablauf der längeren Version (ca. 130 Minuten)

Element 1 Abschalten, Bilder kommen lassen, Ankommen für das Bibliorama (ca. 8 Minuten)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchen sich eine gemütliche Ecke/eine bequeme Sitz- oder Liegeposition. Die Jugendlichen schließen die Augen und lassen die Bilder des vergangenen Tages/der vergangenen Woche vor ihrem inneren Auge Revue passieren. Währenddessen erklingt eine meditative Musik. Nach einigen Minuten werden sie von der Mitarbeiterin/vom Mitarbeiter aufgefordert, eines dieser inneren Bilder festzuhalten. Anschließend setzen sich immer zwei Jugendliche zusammen und erzählen sich von ihrem „Bild“ und von dem Erlebnis, welches hinter diesem Bild steht. Wenn die Zeit eher kurz bemessen ist, ist es auch möglich, das gegenseitige Erzählen wegzulassen.

Element 2 Text hören (ca. 5 Minuten)

Noch einmal machen es sich die Teilnehmenden bequem, schließen die Augen und hören auf den Bibeltext, der nun von der Mitarbeiterin/vom Mitarbeiter zweimal langsam vorgelesen wird. Vor dem inneren Auge soll der Text lebendig werden. Die Hörenden sollen sich ausmalen, wie die Personen des Textes ausgesehen haben: ihre Mimik, Körperhaltung, die Umgebung, Ablauf des Geschehens.

Element 3 Tagebucheintrag (ca. 5 Minuten)

Nun erhalten alle Teilnehmenden ein „Tagebuch“. In das Tagebuch sollen die Bilder eingetragen werden, die man sich besonders gut vorstellen konnte und was spontan und was den Betreffenden jetzt in diesem Moment zum Bibeltext einfällt. Keine Nacherzählung, sondern ein Meinungsbild zum Text sowie die Bilder, die hier und heute persönlich wichtig waren. Im Hintergrund läuft leise meditative Musik.

Element 4 Gehen im Raum mit Leitungsimpulsen (ca. 5 Minuten)

Die Jugendlichen bewegen sich zu etwas lebhafterer Musik (ohne Text) im Raum. Nun erfolgen Impulse durch die Mitarbeiterin/den Mitarbeiter: gehe „normal“ durch den Raum – drücke in deiner Gangart, Körperhaltung und Mimik Traurigkeit aus (aber jede/r ganz für sich) – nachdenklich stehen bleiben – losgehen und aufbrechen, zuerst langsam, dann schneller gehen, ein interessantes Ziel liegt vor dir – Erschrecken mit Körperhaltung und Mimik ausdrücken – zuerst erschrecken, dann schnell zu einem bestimmten Punkt laufen – beruhigend nach links und rechts schauen, beschwichtigend mit den Händen gestikulieren, dabei langsam weitergehen – eine bestimmte Person zuerst mit den Augen fixieren, dann schnell auf diese Person zugehen – vor der Person stehen bleiben, genau anschauen, dann wieder abwenden und zurückgehen – dies mehrmals hintereinander mit verschiedenen Personen machen… – zuletzt wieder eine bestimmte Person fixieren, auf sie zugehen, genau anschauen, dann umarmen – jubelnd und beschwingt weiterlaufen, hüpfen, freuen (langsam dann die Musik ausblenden)

Element 5 Text bearbeiten (ca. 5-7 Minuten)

Nun erhalten alle den Bibeltext (hochkopiert auf DIN A3-Größe) und viele verschiedene Farbstifte oder Wachsfarben. Jede/r kann nun den Bibeltext bunt bearbeiten: Fragezeichen oder Ausrufezeichen in den Text malen, bestimmte Worte oder Sätze hervorheben, Strichmännchen in oder neben den Text zeichnen, farblich jeweils die Stimungen des Textes/der Personen hervorheben, etc. Dadurch vertiefen sich die Jugendlichen in den Text und der Text wird zum „eigenen Text“.

Element 6 Handlungsworte heraussuchen (ca. 5-7 Minuten)

Mit einem Stift sollen nun alle Handlungsworte in dem Text umkreist werden und jede/r sucht sich für sich ein Handlungswort heraus, das sie/ihn jetzt im Moment am meisten anspricht.

Element 7 Wort gestalten (ca. 10 Minuten)

Auf einem DIN A3-Blatt (alternativ: Plakat) haben die Einzelnen nun die Möglichkeit, „ihr“ Handlungswort zu gestalten. Dazu werden Wachsmalfarben benutzt. Das Wort kann als Bild gestaltet werden, es ist aber auch möglich, das betreffende Wort in einer angemessenen Farbe, Schriftart oder in unterschiedlichen Größen zu schreiben (z.B. könnte „Angst“ ganz klein, zittrig und schwarz umrandet in eine Ecke geschrieben werden, „warm“ mit vielen warmen Farben und fließenden Formen…).

Element 8 Bibeltext auslegen (ca. 7-10 Minuten)

In der Raummitte wird viel Platz geschaffen, alle setzen sich mit ihrem gestalteten Wort um die noch leere Mitte im Kreis. Die Mitarbeiterin/derMitarbeiter liest noch einmal langsam den Bibeltext vor. Wenn das Wort, das gestaltet wurde, genannt wird, wird das gestaltete Blatt von der betreffenden Person in die Mitte gelegt. Bewusst einen Platz wählen, der zum Wort passt (z.B. eher an den Rand des Kreises, oder genau in die Mitte, oder neben ein anderes Wort, auf das es Bezug nimmt, erhöht auf einen Stuhl, o.ä.). Wichtig ist, dass die Worte nicht ausschließlich in der Reihenfolge abgelegt werden, sondern dass sie bewusst in Beziehung zu dem Platz und den anderen Worten gesetzt werden. So geschieht eine eindrückliche Textauslegung der besonderen Art…Danach Zeit lassen, damit alle sich die ausgelegten Wörter anschauen können.

Element 9 Worte finden sich (ca. 10 Minuten)

Immer 3-5 Personen (je nach Gesamtgruppengröße) bilden eine Kleingruppe. Die Kleingruppen finden sich dadurch, dass sich die Einzelnen mit denjenigen zusammenfinden, deren Bild besonders interessiert. Sinnvoll ist, wenn sich Personen mit unterschiedlichen Worten zusammenfinden. In der Kleingruppe berichten die Einzelnen nun, warum sie gerade dieses Wort angesprochen hat, was sie damit verbindet und warum sie es gerade so gestaltet haben. Die anderen können gerne nachfragen. Im Hintergrund läuft leise Musik, damit niemand das Gefühl hat, die anderen Gruppen hören der Erzählung in der eigenen Kleingruppe zu.

Element 10 Tagebuch (ca. 5 Minuten)

Der bearbeitete Bibeltext wird ins Tagebuch eingeklebt. Danach bekommen die Jugendlichen kurz Zeit, um mit wenigen Sätzen aufzuschreiben, warum gerade dieses Wort gewählt wurde. Das gestaltete Wort wird ebenfalls eingeklebt.

Element 11 Bewegungseinheit erarbeiten (ca. 10-12 Minuten)

Nun überlegen die Einzelnen, wie sie ihr Wort in einer kurzen Bewegung darstellen könnten. Anschließend stellen die Teilnehmenden ihre Bewegung in der Kleingruppe vor. Diese gibt Tipps, wie die Bewegung evtl. noch klarer darzustellen wäre. Nun werden die einzelnen Bewegungen der Kleingruppe zu einer Bewegungseinheit zusammengebaut: eine Bewegung geht in die nächste über, so, dass es einen fließenden Übergang gibt –auch vom Sinn passend (passt auf jeden Fall, schließlich sind alle „Handlungs-Bewegungen“ aus dem gleichen Bibeltext…). Alle Mitglieder einer Kleingruppe stellen sich in eine Reihe nebeneinander. Der/die erste Jugendliche beginnt mit der ersten Bewegung (z.B. suchend hin- und herschauen), dann wird diese Bewegung „eingefroren“, die zweite Person schließt ihre Bewegung an (z.B. etwas entdecken und aufspringen), diese wird wieder eingefroren, etc. Impuls an die Kleingruppen: überlegt euch, was ihr darstellen wollt – worauf kommt es euch an? Anschließend treffen sich die Kleingruppen im Plenum. Jede Kleinruppe führt den anderen ihre Bewegungseinheit vor und nennt die zugehörigen Handlungsworte aus dem Bibeltext. Gerade diese Phase ist sehr eindrücklich und hebt nochmals auf besondere Art und Weise die einzelnen Stellen des Bibeltextes auf ganz neue Weise hervor!

Element 12 Austausch über den Bibeltext (ca. 5 Minuten)

Anschließend wird der Bibeltext noch einmal vorgelesen. Danach wird im Plenum oder in den Kleingruppen noch einmal über den Bibeltext und die dargestellten Handlungsworte geredet. Was sagt mir der Text jetzt? Was ist mir in der näheren Auseinandersetzung mit dem Bibeltext aufgefallen? Welche Worte/Handlungen beschäftigen mich besonders?

Element 13 Tagebuch (ca. 5 Minuten)

Nun werden nochmals die Tagebücher gebraucht. Impulse für den Tagebucheintrag könnten sein (müssen nicht alle „bearbeitet“ werden, jede/r kann wählen, zu welchem Impuls sie/er etwas aufschreiben möchte):
Welche Handlungsworte aus dem Text sprechen mich besonders an?
Was ärgert mich an dem Text?
Was gefällt mir an dem Text?
Wo sehe ich Parallelen zu meinem Leben?
Was sagt mir der Text jetzt?

Element 14 Bemerkungen zum Text (ca. 5 Minuten)

Es folgen einige exegetische Anmerkungen zu dem Bibeltext, die von der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter vorgetragen werden. Wer möchte, kann sich Notizen im Tagebuch machen.

Geschehen vor 1.Sam. 16: Das Volk Israel hat manche Höhen und Tiefen erlebt. Sie wünschen sich einen König, weil auch alle Nachbarvölker einen solchen König haben. Saul wird von Gott ausgewählt und durch Samuel, der in Gottes Auftrag handelt, zum König über Israel gesalbt. Saul herrscht als König, doch mit der Zeit gehorcht er Gott nicht mehr. Samuel ist darüber traurig. Daran schließt der Text 1.Sam. 16 an.
Vers 1-3: Gott lenkt Samuels trauernden Blick in eine hoffnungsvolle Zukunft. Der neue Auftrag an Samuel eröffnet einen neuen Abschnitt in der Geschichte mit dem Volk Israel. Die Erwählung von David soll noch ein Geheimnis bleiben, seine offizielle Salbung vor dem Volk folgt erst viel später. Damit die Salbung verborgen bleibt – vor allem vor Saul – bildet ein Opferfest einen unverfänglichen Anlass.
Vers 4-5: Da die Propheten Israels oft Unheil vorherzusagen hatten, fragen die Ältesten ängstlich nach dem Grund seines Kommens.
Vers 6-7: Die Söhne Isais werden vorgeführt, bevor man sich zum Opfermahl setzt. Da Eliab sehr groß ist, erinnert er an Saul (vgl. 9,2; 10,23). Aber Gottes Wahl folgt einem anderen Maßstab. Das Herz ist die unsichtbare Mitte des Menschen, der Ort, wo er sich für oder gegen Gott entscheidet.
Vers 8-13: David ist gar nicht da. Einer, an den keiner gedacht hat, ist der Erwählte. Auch wenn Gott das Herz ansieht, muss es nicht heißen, dass seine auserwählten Menschen nicht auch optisch etwas hermachen – aber es ist für Gott nicht die Voraussetzung, er lässt sich dadurch nicht beeindrucken oder blenden, wie es bei uns Menschen oft geschieht. David wird als Gesalbter Gottes dauerhaft zum Träger des Geistes Gottes (vgl. 2.Sam. 23,2) – so, wie es dann noch im gesteigerten Sinne von dem Davidsnachkommen Jesus gesagt wird (Mk 1, 10;Lk 4, 1; 14, 18). Nachdem Samuel seinen Auftrag erfüllt hat, geht er wieder. Immer wieder geht es in diesem Text um das Sehen, um die Wahrnehmung. Samuel hat zuerst immer noch Saul vor Augen. Dann werden ihm die optisch vor Kraft strotzenden und schönen älteren Söhne Isais vorgeführt. Sie symbolisieren Macht und Stärke – das, was man sich von einem künftigen König wünscht. Samuel (und wir auch!) hätte bestimmt einen dieser Männer ausgewählt. Gott hat aber eine andere Wahrnehmung. Er macht uns vor, was wirklich zählt. Er kennt jeden Menschen. Sein Blick fällt auf einen einfachen Hirtenjungen. Wie schwierig ist oft die richtige Deutung dessen, was vor Augen ist. Und doch wäre manches zu erkennen, wenn wir genauer hinschauten und uns nicht nur vom Äußeren blenden ließen.

Element 15 Fragen- und Meinungskörbchen (ca. 5-10 Minuten)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen eine Karteikarte und notieren darauf eine Meinung oder eine Frage zum Bibeltext, die sie jetzt gerade bewegt. Je nach Gesamtgruppengröße werden alle Kärtchen der Reihe nach gezogen und Antworten gesucht oder Meinungen darüber ausgetauscht. Bei größeren Gruppen ist es sinnvoll an dieser Stelle wieder Kleingruppen zu bilden. Ähnliche Kärtchen werden zusammen genommen. Es ist eine sehr interessante Runde, sie sollte aber nicht extrem in die Länge gezogen werden. Wer möchte, kann sich wiederum Notizen im eigenen Tagebuch machen. Wichtig sollte aber das Gespräch und der Austausch sein, nicht ein stures Mitschreiben wie in der Schule…

Element 16 Die verschiedenen Rollen in mir selbst suchen (ca. 5-7 Minuten)

Der Bibeltext wird nochmals gelesen. Dabei wird besonders auf die Personen geachtet, die evtl. mit einer besonderen Farbe markiert werden. Anschließend suchen die Teilnehmenden die verschiedenen Rollen in sich selbst (evtl. Notizen im Tagebuch machen).

Als Anregung: Bei Samuel: wo habe ich um altes getrauert und Gott öffnete mir den Blick für neues? Bei der Auswahlszene: wann habe ich ein Auswählen erlebt (Schule/Beruf/Partnerschaft/Geschwister…)? In welcher Rolle war ich? Wie habe ich mich gefühlt, wenn ich nicht gewählt wurde, wie, als ich ausgewählt wurde? In welchen Situationen geht es auch mir so, dass ich nur das sehe, was „vor Augen ist“? Wann war es für mich wichtig, einen neuen Aufbruch gewagt zu haben? Und wann war es wichtig, ein „Eliab“ zu sein, der in der alten Umgebung bleibt und auch dort wirkt und wichtig ist? Wie kann ich merken, was jeweils für mich richtig ist? Was hilft mir dabei?

Diese Impulse sind auf Tageslichtprojektor oder Flip Chart nachzulesen. Jeder hat wieder sein Tagebuch zur Hand und macht sich Notizen zu seinen Gedanken. Wichtig: Genügend Zeit lassen!!

Element 17 Austauschrunde – was mich bewegt (ca. 10 Minuten)

Da es in dieser Phase sehr tief gehen kann, sollten nun die Kleingruppen selbst gewählt werden können. Nun wird sich über die letzte Phase ausgetauscht. Mögliche Fragestellungen: Was beschäftigt mich gerade besonders von den Impulsen? In welcher Rolle/welchen Rollen habe ich mich wiedergefunden, was hat mich am meisten bewegt? Was sagt mir der Bibeltext dazu?

Element 18 Brief an mich (ca. 7 Minuten):

Jede/r nimmt zum Abschluss noch einmal das Tagebuch und stellt sich vor, dass Gott selbst einen Brief an sie/ihn persönlich schreibt (so auch ins Tagebuch formulieren: Liebe/r XY, Dich bewegt im Moment …. Ich möchte Dir … Eine Hilfe ist, sich vorzustellen, was Gott mir im Moment zusprechen würde).

Element 19 Abschluss (ca. 2 Minuten)

Zum Abschluss treffen sich alle noch einmal im Plenum. Die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter spricht der Gruppe einen Segen zu und schenkt allen zur Erinnerung die Jahreslosung, die im neu erarbeiteten und sehr persönlich gewordenen Zusammenhang nun eine ganz neue Bedeutung und Tiefe gewonnen hat. Das Tagebuch dürfen alle als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Als Anregung für die Jugendlichen: Das Tagebuch zu Hause für sich alleine weiterführen (Bilder malen, Texte schreiben, aufschreiben, was bewegt,… Eine besondere Hilfe wäre es, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter bereits eine kleine Auswahl an Texten erstellt hat, welche dann von den Jugendlichen mitgenommen werden können.

Anmerkungen

Je nach Gruppengröße, Vertrautheit untereinander und Offenheit/Redelust der Jugendlichen, kann die Dauer der einzelnen Einheiten sehr unterschiedlich ausfallen. Die Zeitangaben sind daher nur Richtwerte und sind je nach Gruppe zu überprüfen. Um eine kleine Hilfe zu geben, stellen wir in Kurzform einen Vorschlag für einen kürzeren Abend vor (ca. 90 Minuten). Bibliodrama ist eine Form der intensiven persönlichen Bibelbegegnung. Ich befasse mich nicht nur kognitiv mit einem Bibeltext, sondern setze mich sehr persönlich damit auseinander und versuche, herauszufinden, wo ich mich selbst im Text wieder finde. Dies kann sehr in die Tiefe gehen und muss berücksichtigt werden.

Es ist sinnvoll, wenn nicht nur eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter diesen Abend gestaltet. Falls eine Teilnehmerin/ein Teilnehmer besonders berührt werden sollte, kann hier durch Gespräch und Begleitung vieles aufgefangen werden. Aber keine Angst, die einzelnen Formen sind so ausgewählt, dass man nicht psychologisch geschult sein muss… Nur Mut, was kann es schöneres geben, als dass Bibeltexte neu entdeckt und persönlich relevant werden!!

Ablauf kürzere Version (ca. 90 Minuten):

• Text hören

• Tagebuch

• Gehen im Raum mit Spielleiterimpulsen

• Handlungsworte heraussuchen

• Wort gestalten

• Bibeltext auslegen

• Worte finden sich

• Bewegungseinheit erarbeiten

• Tagebuch

• Austausch über den Bibeltext

• Bemerkungen zum Text

• Brief an mich

• Abschluss

Entwurf 1 Zum Neubeginn herausgefordert

Das Bibliodrama zu Josua 1,1-11. Dieser Textabschnitt berichtet von der Berufung Josuas. Er soll die Führung des Volkes Israel übernehmen.

Anmerkungen

Zeitumfang: 2 Stunden Wer weniger Zeit hat, kann auch Teile rauskürzen. Wie das gehen kann, steht unter „Kürzungsempfehlungen“. Es lohnt sich auf jeden Fall, den ganzen Vorschlag durchzuführen, da alles aufeinander aufbaut.

Bibeltext

Der HERR sprach zu Josua:

„Mein Diener Mose ist tot. Nun wirst du Israel führen! Befiehl dem Volk, sich für den Aufbruch fertig zu machen. Ihr werdet den Jordan überqueren und in ein Land ziehen, das ich euch gebe. Jedes Gebiet, in das ihr vordringt, gehört euch. Das habe ich schon Mose versprochen.

Dein Leben lang wird dich niemand besiegen können. Denn ich bin mit dir, so wie ich mit Mose gewesen bin. Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab.

Ja, ich sage es noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!“

Und Josua schickte die führenden Männer des Volkes durch das Lager und ließ sie überall ausrufen: „Macht euch zum Aufbruch fertig! Nehmt genug Vorräte mit! In drei Tagen werdet ihr den Jordan überqueren, um das Land einzunehmen, das euch der HERR, euer Gott, geben wird!“

Josua 1, 1-11

Ablauf

Warming up

Material: Ruhige und lebhafte Musik

Zeitumfang: ca. 20 Minuten

• Bilder kommen lassen (ca. 5 Minuten)

Im Hintergrund läuft ruhige Musik. Alle setzen oder legen sich bequem hin, schließen die Augen und lassen vor dem inneren Auge die Bilder der vergangenen Woche kommen. Was habe ich alles erlebt? Was ist in der vergangenen Woche alles passiert? Was hat mir Freude gemacht, was hat mich betrübt? Bei einzelnen Bildern verweile ich länger. Was ist wirklich geschehen? Eines nehme ich mit. Nach einer Phase der Stille blendet die Musik langsam aus.

• Das „ausgewählte“ Bild mitteilen (ca. 5 Minuten)

Nun bilden sich Zweiergruppen. Gegenseitig werden die „Bilder“ vorgestellt.

• In Bewegung kommen (ca. 10 Minuten)

Jetzt verteilt sich die Gruppe im Raum. Zu lebhafter Musik gehen alle kreuz und quer durch den Raum, in verschiedenen Richtungen, auch die Ecken werden genutzt. Langsam wird das Tempo gesteigert, bis alle durch den Raum rennen. Dann erfolgt der Übergang ins Hüpfen, seitwärts laufen, rückwärts, vorwärts, dann auf den Zehenspitzen, auf den Fußaußenkanten, auf den Fußinnenkanten. Dann folgen weitere Anweisungen:

Geht so, als ob ihr
– über spitze Steine gehen würdet
– über heißen Asphalt
– über weiches Moos
– durch ein Moor
– durch eine Wiese mit hohem Gras.

Geht
– wie ein frischverliebter Mensch
– wie ein Popstar
– wie ein braves wohlerzogenes Schulkind
– frech, selbstbewusst und aufmüpfig
– wie ihr selbst.
Dann schlendern alle langsam aus und suchen sich einen Platz irgendwo im Raum. Die lebhafte Musik wird dabei langsam ausgeblendet.

Textbegegnung Phase 1 (Zeitumfang: 25 Minuten)

Drei x Hören (ca. 10 Minuten)
Alle setzen sich bequem hin und HÖREN (Augen schließen, wenn möglich). Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter liest den Bibeltext einmal langsam vor. Anschließend trägt die Gruppe zusammen, was die Einzelnen über Josua wissen. Dann wird der Text nochmals vorgelesen und alle versuchen, sich vorzustellen, sie wären dieser Mann. Welche Gedanken kommen den Einzelnen dabei? Angst, Sorge, Vorfreude, Zuversicht, Was sagt das Volk? Dann fällt der Fokus auf das eigene Leben: Welche Aufbruchssituationen fallen mir ein? Privat, in der Schule, im Beruf? Neu oder schon vergangen? Nach einer kurzen Zeit der Stille wird der Bibeltext noch einmal vorgelesen und auf dem Hintergrund der eigenen Aufbruchserfahrungen gehört.

Tagebucheintrag/persönliche Betroffenheit (ca. 10-15 Minut
In verschiedenen Entwürfen in den letzten Nummern des Steigbügels haben wir das “Tagebuch” für persönliche Eintragungen vorgestellt, die auch in diesem Entwurf ergänzt werden können.
Wieder läuft im Hintergrund leise Musik. Alle suchen sich ihren eigenen Platz im Raum und haben Zeit für Tagebucheintragungen: Was geht mir im Moment durch den Kopf? Was habe ich für mich im Text gehört? Was hat mich „als Josua“ bewegt und angesprochen? Dann soll Zeit sein, Kommentare zum Bibeltext aufzuschreiben. Diese Phase endet in einer kleinen Pause.
Zur Stärkung gibt es Schokoriegel. Das hilft zur Konzentration.

Textbegegnung Phase 2 (Zeitumfang: ca. 15 Minuten)

Bibeltext bearbeiten (ca. 10 Minuten)
Alle bekommen den Bibeltext auf einem DIN-A3-Blatt, dazu verschiedene Farben. Im Text darf man jetzt herummalen, markieren, Kommentare anbringen…Anregung: Wörter oder Sätze, die mich ansprechen, dunkle und helle Markierungen, passende Farben zu einzelnen Wörtern und Sätzen verwenden, Strichmännchen danebenmalen…

Überschrift finden (ca. 2 Minuten)
Jede und jeder soll eine passend erscheinende Überschrift für den Text finden und sie auf einen Papierstreifen schreiben. Die Papierstreifen werden in die Mitte des Raumes gelegt.

Mit dem Text „umher gehen“ (ca. 2-3 Minuten)
Wieder gehen alle bei Musik kreuz und quer, langsam oder schnell durch den Raum, ohne auf die anderen zu achten. Jede und jeder hat den bearbeiteten Text in der Hand. Beim Gehen wird der Text leise oder laut gelesen. So wirkt der Text nochmals ganz anders. Bei jedem Musikstop wird ein Wort, ein Satzfragment, das jede und jeden beschäftigt, markiert.

Wort und Gestalt: Statue und Bewegung erfinden Zeitumfang: 10 Minuten

Statue (ca. 5 Minuten)
Alle schließen die Augen und stellen sich ein gefundenes Wort vor. Nun soll man zu diesem Wort eine Haltung finden. Diese wird mit dem ganzen Körper ausgedrückt, man stellt das Wort mit seinem eigenen Körper als Statue dar.

Bewegungsablauf finden (ca. 5 Minuten)
Jetzt heißt die Aufgabe, einen Bewegungsablauf zu finden, wie man in diese Haltung hinein- und herauskommt, passend zum Text (Beispiele: Haltung: verzweifelt am Boden liegend: dann vom Stand fallen lassen, verzweifelt am Boden, wieder langsam aufschauen, Hand ausstrecken).

Bewegungschoreographie Zeitumfang: 30 Minuten

Bewegungschoreographie erstellen (ca. 7-10 Minuten)
Immer 3-4 Personen bilden eine Gruppe. Alle stellen ihren Bewegungsablauf vor, die anderen machen es nach. Dann soll aus allen Bewegungsabläufen der Gruppenmitglieder eine Choreographie zuammengesetzt werden, passend vom Bibeltextablauf. Entweder spielen alle genau das Gleiche, d.h. den Bewegungsablauf von Person A, nach einem Schnipszeichen den Abauf von Person B … Oder Person A spielt „ihren“ Bewegungsablauf und die anderen spielen pantomimisch außen herum Personen, Orte, Gefühle, die damit im Zusammenhang stehen. Dann werden die Choreographien vorgestellt. Als“Bühne“ eignen sich die Textüberschriften, die dazu auf den Boden gelegt werden.

Doppeln (ca. 10 Minuten)
Noch einmal spielt jede Kleingruppe ihre Choreographie auf der „Bühne“ vor. Am Ende bleiben aber alle in den Haltungen „ihrer“ Worte „eingefroren“ stehen. Dann „doppeln“ die Zuschauer im Anschluss die gespielten Personen. Doppeln funktioniert folgendermaßen: Immer ein Zuschauer oder eine Zuschauerin kommt nach vorne auf die Bühne, stellt sich hinter eine der Personen und sagt einen Satz, den diese Person jetzt sagen würde. Ein Beispiel: Es wurde die obige Beispielsequenz vorgeführt: Person X lässt sich fallen, liegt verzweifelt am Boden, steht wieder langsam auf und streckt die Hand aus. Beim Doppeln könnte man sich jetzt hinter diese Person stellen und sagen: „Jetzt geht es weiter!“ oder „Danke für dein Aufrichten, Herr!“ oder „Mir ging’s ganz schön schlecht, aber jetzt sehe ich wieder einen Lichtblick!“ oder „Wer wird mir helfen und mir jetzt die Hand reichen?“

Es ist wichtig, dass ganz klar die Regel eingehalten wird und dass keiner vom Publikum diese „Dopplungssätze“ kommentiert. Damit das Doppeln wirkt und keine Verwirrung entsteht, wer wann nach vorne auf die Bühne geht zum Doppeln, wird vorher vereinbart, dass man im Reißverschlusssystem nach vorne geht, immer abwechselnd eine Person von links, dann von rechts. Man steht erst auf, wenn der vorherige „Doppler“ sich gesetzt hat. Außerdem gilt auch die Regel, dass man sich die Person aussuchen darf, die man doppeln möchte. Deshalb kann es sein, dass bei einer Kleingruppe Person A viel häufiger gedoppelt wird als Person B. Dies hat aber nichts mit den Personen zu tun, sondern damit, in welcher Situation der „Doppler“ gerade steckt und was ihn gerade am meisten anspricht in seiner Lebenssituation. Wenn auch dies zuvor erklärt wird, kommt sich später keiner benachteiligt vor.

Tipp: Wenn der Gruppenleiter oder die Gruppenleiterin sich aus dem Reißverschlusssystem herausnimmt und immer als letzte nach vorne geht, kann er oder sie versuchen, die Person zu doppeln, die noch nicht oder nur wenig gedoppelt wurde. Anschließend ist Zeit, sich Gedanken aus dieser Phase im Tagebuch einzutragen.

Abschlussrunde Zeitumfang: 5-10 Minuten

Alle setzen sich in einen Kreis. In der Mitte liegt ein schönes Tuch und darauf ein „unbearbeitetes“ DINA3-Blatt mit dem Bibeltext und rundherum die Papierstreifen mit den Überschriften.

Alle können in der Runde nun sagen, was sie mitnehmen, was die Einzelnen bewegt, gestört, gewundert hat und was sie zum Abschluss der Gruppe noch sagen möchten. Zum Abschluss singen wir ein Segenslied.

Entwurf 2 Neubeginn und Eigen-Verantwortung – Weil Gott mich begleitet

Andacht zu Josua 1,10 – Josua 6

Figuren ausreißen

Alle bekommen ein Stück Papier (ca. 6×5 cm) und reißen eine Figur aus.

Rückblick

Josua 1,1-9 wird als Rückblick auf das Bibliodrama vorgelesen. Wenn das so nicht durchgeführt wurde, wird die Geschichte erzählt.

Josua und das Volk Israel

Die Ereignisse aus Josua 1, 10 bis Josua 6 werden mit den Papierfiguren erzählt. Sie werden jeweils passend auf den Tageslichtprojektor gelegt und werden so als großes Schattenbild an einer weißen Wand sichtbar.

Szenen
• Vorbereitung zum Aufbruch
• Josua schickt Kundschafter nach Jericho. Sie werden durch Rahab gerettet.
• Israel überquert trockenen Fußes den Jordan
• Josua errichtet zwei Denkmäler
• Passahfeier, kein Manna mehr, richtiges Brot vom neuen Land
• Israel erobert Jericho und Ai, die Ammoniter

Gedanken zum Bibeltext

Jeweils kurz noch mal die Erzählung von eben anreißen und dazu jeweils wieder ein Bild mit den Figuren hinlegen.

Die Vorbereitung zum Aufbruch

Etwas neues beginnt, es ist Aufbruchzeit. Die Israeliten haben verschiedene längere Lebensabschnitte hinter sich: Die Zeit der Bedrängnis, Sklaverei, Unterdrückung in Ägypten. Die Zeit des Schwankens zwischen Hoffnung und Ausblick und doch auch wieder Verzagen in der Zeit, als Mose immer wieder vor dem Pharao auftauchte. Dann die 40 Jahre Wüstenwanderung, ein Beginn mit einem gewaltigen Erlebnis (Auszug, Durchzug durch Schilfmeer) und viel Enthusiasmus, doch auch schnelle Ernüchterung. Hitze, Kälte in der Wüste, Streit, plötzlich auf sich alleine gestellt sein, sie waren das ja nicht mehr gewöhnt in der Sklaverei. Selbst Entscheidungen treffen müssen und dazu stehen. Oft ließen sie den Unmut an Mose raus, er war der gefeierte Held und im nächsten Moment wieder der Sündenbock. Dann die lange Zeit in völliger Abhängigkeit von Gott (Wasser, Manna, Bedrohung durch andere Völker).

Impulse zum Nachdenken
• Welche Aufbrüche waren oder sind bei mir dran?
• An welche Gefühle und Erlebnisse kann ich mich erinnern?
• Wo bin ich abhängig von Gott?

Und jetzt endlich stehen sie am Ufer des Jordans. Etwas neues beginnt. Das wird auch deutlich an einem neuen Führer und daran, dass das verheißene Land endlich sichtbar, fast greifbar ist. Doch die Israeliten sind nicht einfach losgerannt. Sie haben sich vorbereitet, überall Durchsagen gemacht und Regeln aufgestellt, die eine Hilfe sein sollen.

Impulse zum Nachdenken
• Deutliche Zeichen von Neubeginn – welche fallen mir ein?
• Habe ich Regeln oder Hilfen für diese Zeit?

Die Geschichte mit den Kundschaftern

Josua schickt Kundschafter nach Jericho aus. Was muss das für ein Gefühl sein, mit eigenen Augen die neue Heimat zu betrachten? Schon wieder sind sie in Bedrängnis, werden verfolgt, aber Gott sorgt auch hier für sie. Es „flutscht“ nicht einfach so, aber sie erfahren Gottes Begleitung und seinen Schutz. Sie bekommen sogar Hilfe von Menschen, von denen sie es nicht erwaren würden.

Impulse zum Nachdenken
• Kundschafter – wo habe ich eine Ahnung, einen kleinen Einblick von dem Neuen bekommen?
• Welche unerwarteten Hilfen (Menschen, Ereignisse…) fallen mir ein?

Dann kommen die Kundschafter zurück und erzählen von ihren Eindrücken. Auf diese beiden Männer und auf Josua kommt es an. Sie müssen die anderen überzeugen, mitreißen, ihnen vor Augen malen, wie das Neue aussieht, Lust, Motivation und Vertrauen wecken.

Impulse zum Nachdenken
• Eindrücke weitergeben, andere begeistern – wie kann ich das, wo liegen da meine Gaben und meine Möglichkeiten?
• Traue ich mich, andere in etwas neues mitzunehmen, oder lasse ich das lieber andere machen?

Der Gang über den Jordan

Endlich ist es dann soweit. Das Volk Israel überquert den Jordan. Die Bundeslade, Zeichen der Anwesenheit des unsichtbaren Gottes, hilft ihnen dabei. Ein Wunder? Ein Zufall, dass gerade zu diesem Zeitpunkt sich das Wasser an einer anderen Stelle staut? Gott sorgt wieder für sein Volk. Loslaufen müssen sie selber, das braucht Mut. Er befördert sie nicht per Zauberhand hinüber. Sie müssen selber die Schritte wagen und loslaufen, als das Wasser noch fließt. Auch als es sich staut, wissen sie ja nicht mit Sicherheit, dass es nicht plötzlich wieder über sie hereinbricht. Sie werden von Gott begleitet und geführt, aber die Schritte dazu müssen sie selber tun.

Impulse zum Nachdenken
• Endlich. Die entscheidenden Schritte. Wo war ich unsicher, zögerlich?
• Vor was hatte oder habe ich noch Bedenken?
• Wie stark vertraue ich in solchen Situationen auf Gott?
• Welche Menschen fallen mir ein, die mich da mitgenommen und Wege geebnet haben? Oder wo war ich so eine Person? Würde ich mir so etwas wünschen?

Vergesst nicht, was ihr erfahren habt

Als sie drüben sind, ist die Erleichterung bestimmt erst einmal groß. Doch mischt sich auch die Angst vor dem, was kommt hinein. Der momentan erlebte Erfolg heißt noch nichts. Was ist mit den Völkern, die hier leben, die sie bestimmt nicht mit offenen Armen empfangen? Aber trotzdem vergessen sie eines nicht in ihrem Gefühlswirrwarr von Begeisterung und neuer Unsicherheit: Einzuhalten und Gott zu danken. Sie errichten zwei Denkmäler. Ein Denkmal mitten im Jordan, wo die Bundeslade war – für andere ist das später nicht mehr sichtbar, weil da dann ja das Wasser fließt. Aber diese Menschen bekommen es mit, die dabei sind, und sie können davon weitererzählen. Das andere Denkmal wird da errichtet, wo alle übernachten. Damit in der Begeisterung nicht vergessen wird, dass nicht sie Großes geleistet haben, sondern ihr Gott.

Impulse zum Nachdenken
• Gefühlswirrwarr, und dann Gott nicht vergessen. Wo habe ich Gott schon vergessen in so einem Hin und Her der Gefühle?
• Welche „Denkmäler“ fallen mir ein, die ich schon errichtet habe, oder die andere errichtet haben?
• Wie hilfreich sind solche Erinneungshilfen für mich und mein Glaubensleben?

Und noch ein Zeichen kommt dazu, ein persönliches Zeichen bei jedem Einzelnen. Bei den Israeliten ist es die Beschneidung. Ein Zeichen, das jeden Einzelnen immer wieder erinnern soll.

Impulse zum Nachdenken
• Habe ich auch solche ganz persönlichen Zeichen oder Rituale, die mich erinnern?
• Welche Zeichen würden bei mir passen, zum Erlebnis und zu meinem Alltag?
• Würde mir so ein Zeichen helfen für mein Glaubensleben?

Das Passahfest

Jetzt ist ein Fest angesagt. Die Israeliten feiern das Passahfest. Die Erinnerung an den Auszug aus Ägypen. Und am nächsten Tag ist dann wieder ein Lebensabschnitt zu Ende. Ab jetzt gibt es kein Manna mehr. Es bleibt einfach aus, was 40 Jahre lang da war und sie ernährt hat. Denn jetzt hatten sie Erträge aus dem Land Kanaan, konnten selber Brot backen und geröstetes Getreide essen. Gott hat sie so lange versorgt, wie es nötig war. Aber jetzt nimmt er sie auch hier wieder in die Eigenverantwortung. Sie müssen auch selbst wieder etwas tun, hier können sie selber für sich sorgen.

Impulse zum Nachdenken
• Welche Situationen fallen mir ein, wo ich wieder ganz stark selbst gefragt war und Gott mich herausgefordert hat?
• Was ist unbequem daran, dass Gott auch mich in die Eigenverantwortung nimmt?
• Was fasziniert mich daran?

Das Land gehört Euch

Am Ende kommt es wie im Happy End. Jericho wird erobert und danach auch weitere Städte und Gebiete. Gott hat sein Versprechen eingelöst. Wir wissen, dass Gottes Geschichte mit dem Volk Israel nicht hier mit diesem Happy End endet, sondern dass es noch viele neue Erlebnisse gab. Aber es ist ganz deutlich, dass Gott seine Versprechen wahr gemacht hat und dabei war. Und dass die Geschichte mit ihm nie aufhört, sondern immer wieder etwas neues beginnt. Es flutscht nicht immer. Es wird unbequeme Zeiten in der Nachfolge geben, aber dass Gott immer dabei ist, das steht fest.

Impulse zum Nachdenken
• Welche Erlebnisse mit Gott fallen mir ein, wenn ich mein Leben im Rückblick betrachte?
• Was erwarte ich noch von Gott?
• In welcher „Geschichte“ stecke ich im Moment drin?

Zusammenfassung

Was nehme ich mit? Alle bekommen ein DIN-A5-Blatt, auf dessen einer Seite der Bibeltext Josua 1,9 steht. Zur Erinnerung wird hier eine ausgerissene Figur darunter geklebt. Auf der anderen Seite stehen die Impulse zum Nachdenken.

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