Andacht als Puzzle

Methode für die Arbeit mit Teens und Jugendlichen

Jugendliche sollen sich persönlich mit der Bibel auseinandersetzen. Manchmal haben Jugendliche davor Hemmungen. Deshalb ist diese Methode für eine Andacht bewusst „niederschwellig“, handlungsorientiert und zeitlich begrenzt. Die Jugendlichen sind selbst aktiv, indem sie ein Puzzle mit Bibeltexten zusammensetzen. Die Methode kann beliebig ausgedehnt und erweitert werden, z. B. durch inhaltliche Erläuterungen zu den Bibelversen.

Vorbereitung und Ablauf

  1. Die Texte drei Mal kopieren.
  2. Zwei der Kopien in Einzelteile zerschneiden und die Teile jeder Kopie vermischt in einen Briefumschlag geben.
  3. Die 3. Kopie ist für die Leitungsperson gedacht, damit sie schnell über richtig oder falsch entscheiden kann.
  4. 1) bedeutet: 1. Teil des Satzes (Anfang) und entsprechend ist 2) der zweite Teil (Fortsetzung).
  5. Wenn man bei der Andacht die Gesamtgruppe in zwei Teams aufteilt, dann bekommt jedes Team ein Kuvert mit den Texten.
  6. Die Gruppen die Texte ordnen lassen, sodass 1) und 2) richtig zusammenpassen.
  7. Es sind keine Hilfsmittel erlaubt.
  8. Die Jugendlichen bitten, die Texte genau zu lesen. Der Sinnzusammenhang müsste die Zuordnung eigentlich ermöglichen. Tipp: mit den „einfachen“ Texten anfangen.
  9. Wenn eine Gruppe die Texte falsch zugeordnet hat, darf man Hinweise geben, wie z. B. „Es sind noch zwei Texte falsch zusammengestellt“.
  10. Jede Person der Siegergruppe erhält ein kleines Geschenk (z. B. für jeden ein Lesezeichen oder eine schöne Bildkarte mit einem Bibelvers).
  11. Alle Texte in der richtigen Zuordnung noch vorlesen lassen.
  12. Fragen, welcher Text den Jugendlichen besonders gefällt und warum.
  13. Wenn Zeit und Interesse vorhanden sind, können inhaltliche Erläuterungen gegeben werden.

Die Konfirmanden „absolvieren“ in Kleingruppen verschiedene Stationen zum Leben Luthers und seiner reformatorischen Erkenntnis. Das Ziel ist es, die Reformation „erlebbar“ zu machen.

Ziele

Konfirmanden sollten Erfahrungen aus dem Leben Luthers „erleben“.

Anzahl Mitarbeiter

ca. 25 Personen

Ablauf

Nach einem Gottesdienst werden die Konfirmanden in Kleingruppen aufgeteilt (max. 12 Personen pro Gruppe). Die Stationen sind an bekannten Plätzen im ganzen Ort verteilt. Die Gruppen gehen nach einer Einweisung an ihre Anfangsstation. Alle beginnen die Ralley gleichzeitig, zu einer abgesprochenen Uhrzeit. Zur Bearbeitung der Stationen/Aufgaben sind 70 Minuten (je nach Wegen die zurückgelegt werden müssen) Zeit. Danach gibt es einen gemütlichen Ausklang mit einer Siegerehrung und meditativer Andacht.

Folgende Stationen gibt es:

  • Mittelalterliche Medizin = Kräuter erraten
  • Luther bekämpft den Teufel an der Wartburg = Teufel mit Dartpfeilen bewerfen
  • Luther als Kurrendesänger = Lieder einüben, Taizé
  • „Turmerlebnis“ Luthers = Bibelvers-Puzzle, Römer 5,1
  • Luther will im Kloster Gott näher kommen = Soft-Ballwürfe zum Kreuz

Erfahrungen und Erläuterungen

Jede Gruppe hat einen erwachsenen Begleiter (=Gruppenleiter), der die Quiz-Liste führt. Der Gruppenleiter kann dafür sorgen, dass sich die Teilnehmer kurz kennenlernen. Der Gruppenleiter sorgt auch dafür, dass die Jugendlichen den „Stationsvorstehern“ beim Einleitungstext zuhören. Die Uhrzeit zu der die Gruppen bei der ersten Station beginnen, muss kurzfristig bekannt gegeben werden, da der weiteste Weg berücksichtigt werden muss. Der Stationenablauf ergibt sich aus dem Laufzettel (zum download, Achtung: Jeder Zettel muss anders nummeriert sein). Das ganze ist durchstrukturiert nach dem Prinzip des „Zirkeltrainings“, d.h.jede der 5 Stationen dauert genau 10 Minuten, danach wird die Gruppe zur nächsten Station geschickt, dort beginnen wieder neue 10 Minuten. Die Gruppenleiter achten darauf, dass bei Wartezeiten die „aktive“ Gruppe nicht gestört wird. Außerdem trägt der Gruppenleiter die Ergebnisse der jeweiligen Station in die Quiz-Liste ein.

Ein Stadtspiel mit verschiedenen Stationen

Die Idee

Das Stadtspiel besteht aus verschiedenen Spielen oder Aktionen, die an unterschiedlichen Stellen der Stadt gespielt werden. Alle Spiele haben etwas mit der Person des Mister X zu tun. Nach jedem Spiel bekommt die Gruppe ein Puzzleteil, darauf steht ein Teil des Namens des gesuchten Mister X. In diesem Falle ist es die biblische Person des Josef (Mann von Maria), die gesucht wird. Am Ende des Stadtspiels wissen die Kinder, wer sich hinter dem gesuchten Mister X verbirgt.

Spiele

Verantwortung übernehmen

Info: Mister X übernimmt Verantwortung für Menschen.

Spiel: Wir übernehmen Verantwortung für andere, indem wir sie blind führen.

Variante 1 – zu zweit: Ein Kind führt ein anderes ausschließlich durch Worte.
Variante 2 – in der Gruppe: Die Kinder stehen hintereinander. Jedes Kind legt eine Hand auf die Schulter des vorderen Kindes. Das letzte Kind in der Reihe gibt Signale (mündlich oder durch Schulterklopfen), die dann von Kind zu Kind weitergegeben werden.

Bibel-Puzzle

Info: Mister X ist ein frommer Mann, er kennt sich gut in den Heiligen Schriften aus.

Spiel: Ein Bibelvers wird kopiert und in mehrere Puzzle-Teile auseinandergeschnitten. Die Gruppe versucht nun, die Teile wieder zusammenzusetzen. Die Größe und Anzahl der Puzzleteile
sollte dem Alter der Kinder angepasst werden.

Stammbaum

Info: Der Stammbaum von Mister X geht auf König David zurück.

Spiel: Für einen König ist es typisch, dass alles gemacht wird, was er sagt. Allerdings nur, wenn er ausdrücklich mit den Worten „der König sagt” darauf hinweist. Wer einen Befehl ausführt, ohne dass der König seinen Willen mit „der König sagt” autorisiert hat, gibt ein Pfand ab.
Beim Zurückgeben des Pfandes nennt jedes Kindes etwas, das ihm zu König David einfällt.

Beruf

Info: Mister X ist Zimmermann.

Variante 1: Bei dieser Aktion „Nagel einschlagen” geht es darum, mit möglichst wenigen Schlägen Nägel in einen Holzbalken zu bekommen.

Variante 2: Jedes Kind versucht, einen Nagel mit drei Hammerschlägen so weit wie möglich in einen Holzbalken zu schlagen. Gewonnen hat, wem das am besten gelungen ist.

Variante 3: Jüngere Kinder können auch Gegenstände aus Holz mit verbundenen Augen erfühlen bzw. Naturmaterialien erkennen und benennen.

Begegnung mit einem Engel

Info: Im Schlaf erscheinen Mister X Engel, die ihm Gottes Willen verkünden.

Spiel: Die Gruppe malt gemeinsam einen Engel auf ein großes Blatt Papier.

Variante 1: Zwei Kinder halten gemeinsam einen Stift und malen zusammen einen Engel.

Variante 2: Jedes Kind bekommt ein Buch auf den Kopf gelegt. Auf dem Buch liegt ein Blatt Papier. Darauf soll das Kind nun einen Engel malen.

Variante 3: Jedes Kind malt mit geschlossenen oder verbundenen Augen einen Engel.

Variante 4: Das erste Kind malt den Kopf des Engels und knickt das Papier so um, dass nur noch der Hals zu sehen ist. Das Blatt wird nach links weitergereicht. Das zweite Kind malt den Oberkörper, knickt das Papier wieder um und gibt es nach links weiter.
Das Papier wird auf diese Art und Weise solange weiter gegeben, bis der komplette Engel fertig gemalt ist.

Variante 5: Staffellauf.
Von jeder Gruppe startet das erste Kind und rennt zu einem Blatt Papier. Dort hat es zehn Sekunden Zeit, um das Bild eines Engels anfangen zu malen. Nach Ablauf der zehn Sekunden rennt es zurück zur Gruppe und klatscht das zweite Kind ab. Dieses rennt wiederum zum Bild
und malt weiter … Wenn alle Kinder einer Gruppe einmal an der Reihe waren, werden die Bilder miteinander verglichen. Welche Gruppe hat den schönsten Engel gemalt?

Bekannter Namensvetter

Info: Das Alte Testament erzählt von einem bekannten Namensvetter, in dessen Leben Träume eine wichtige Rolle spielten.

Spiel: Beim Traum-Quiz geht es rund ums Schlafen, ums Träumen und um berühmte Träumer. Bei älteren Gruppen können die drei Antwortmöglichkeiten auch weggelassen werden.

1.) Von wem stammt der Ausspruch „Ich habe einen Traum …”?
a) Martin Luther
b) Martin Luther King (Richtig)
c) Dietrich Bonhoeffer

2.) Was bedeuteten die sieben fetten und die sieben mageren Kühe im Traum des Pharao?
a) Sie bedeuteten, dass ihm sieben Berater Gutes wollen und sieben etwas Böses.
b) Sie bedeuten, dass es sieben gute Ernte-Jahre und sieben schlechte geben wird. (Richtig)
c) Nichts

3.) Den Drei Weisen aus der Weihnachtsgeschichte erscheint ein Engel im Traum, nachdem sie beim Kind in der Krippe waren. Was befiehlt er ihnen?
a) Dem Kind noch weitere Geschenke zu bringen.
b) Allen Menschen, die sie treffen, von der Geburt des Kindes zu erzählen.
c) Nicht zu Herodes zurückzukehren. (Richtig)

4.) Die Frau des Pilatus träumt …
a) dass Jesus unschuldig ist. (Richtig)
b) dass Jesus gekreuzigt wird.
c) dass Jesus aufersteht.

5.) Auch Tiere träumen – stimmt das?
a) Ja (die Wissenschaft geht zumindest davon aus) (Richtig)
b) Nein

6.) Wie lange ist die Durchschnitts-Schlafzeit eines erwachsenen Menschen?
a) Ca. sechs Stunden
b) Ca. sieben Stunden (nach einer Studie der Uni Regensburg) (Richtig)
c) Ca. acht Stunden

… das ist ein geniales Spiel! Auf ganz einfache Weise schärft es die Wahrnehmung. Es lässt uns Einzelheiten entdecken, die im alltäglichen Getriebe in der Regel unbeachtet bleiben.

„Ich sehe was, was du nicht siehst” – so könnte Gott bei sich gedacht haben, als Samuel glaubte, in Eliab den neuen König Israels zu sehen. Eliab – ein stattlicher Mann, der dem äußeren Anschein nach sicherlich allen Erwartungen an einen König entsprach. Aber Gott bremst den Propheten:

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist,
Gott aber sieht das Herz an.”

(1. Samuel 16,7b)

Nicht Eliab, sondern der jüngere, unscheinbare Bruder David wird zum König Israels gesalbt. Für Gott kommt es nicht darauf an, ob jemand stark, beliebt oder erfolgreich ist. Gott sieht ins Innere eines Menschen, und was er dort sieht, zählt mehr als alle Äußerlichkeiten.

„Ich sehe was, was du nicht siehst” kann auch ein Ansporn
für die Jugendarbeit sein. Macht euch gemeinsam mit den Kindern auf die Suche nach dem, was in ihnen steckt, und fördert ihre unentdeckten Stärken und Begabungen zutage!

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