Tefillin für die Hosentasche – eine kreative Andacht

Die frommen Juden tragen Tefillin am Arm oder an der Stirn. Das sind lederne Gebetskapseln, die Bibeltexte aus der Tora (erste fünf Bücher Mose) enthalten. In Amerika tragen jüdische Männer Zettel in der Hosentasche mit Bibelversen.

„Bindet sie euch zur ständigen Erinnerung an den Arm und auf die Stirn.“5. Mose 6,8

An die Gebote und wichtige Bibelverse soll man sich immer wieder erinnern, sie verinnerlichen.

Das Prinzip von Tefillin können wir heute noch umsetzen. Wir schlagen vor, schöne Holztäfelchen mit Bibelversen zu beschriften:

Die Täfelchen (Abmessung ca 70×45 mm und 5 mm dick) kann man sich entweder von einem Schreiner anfertigen lassen oder über einen Vater oder selbst herstellen.

Man benötigt Tischkreissäge, Bandschleifer, Stichsäge (feines Blatt) oder Laubsäge. Dazu Schleifpapier (Körnung 120 und 240). Das Herstellen der Blättchen mit der Kreissäge muss bereits erfolgt sein, das Schleifen könnte in der Gruppe erfolgen.

Es eignet sich helles Holz (Fichte, Tanne, Tuja, Birne oder Kirsche). Das Holz darf nicht frisch sein- am besten mehrere Jahre getrocknet.

Die beiden abgebildeten Täfelchen sind aus Fichten- bzw. Birnenholz.

Zunächst mit der Tischkreissäge aus einem Brett ca 6 mm dicke Streifen sägen.

Zuerst den Streifen auf einer Seite einschneiden (verdeckter Schnitt), dann drehen und von der anderen Seite einsägen, bis das Brettchen sich löst.

Anschließend das Brettchen am Bandschleifer von beiden Seiten schleifen, bis die Oberfläche glatt ist.

Aus dem Brettchen nun mit der Stichsäge die Täfelchen aussägen. Danach von Hand nachschleifen (zuerst Körnung 120, dann 240). Dies könnte auch in der Jugendgruppe erfolgen!

Diese Täfelchen liegen in genügender Zahl auf dem Tisch und jeder darf sich ein Täfelchen aussuchen.

Die kopierten Bibeltexte sind in einzelne Verse geschnitten und auf dem Tisch verteilt. Zusätzlich kann man Bibeln auslegen, um weitere Verse zu finden.

Jede Person sucht sich einen Text aus.

Dann ziehen die Jugendlichen auf den Täfelchen mit Bleistift und Lineal dünne Linien. Anschließend schreiben sie mit dem Filzstift (wichtig: permanent, damit die Schrift später nicht verwischt wird) in Schönschrift den Text auf die Täfelchen. Die Bleistiftlinien können die Jugendlichen zu Hause wieder wegradieren.

Hinweis: es gibt höchstens ein Ersatz-Täfelchen, falls man sich verschreibt. 

Einige Monate später kann man mit einem anderen Vers die Rückseite beschriften.

Bitte an die Jugendlichen: das Täfelchen mit sich tragen (Schule, Freizeit usw.), Text auswendig lernen und regelmäßig in die Jugendgruppe mitbringen. Gerne auch den Freunden und Freundinnen und natürlich auch zu Hause zeigen.

Es gibt natürlich auch eine Einfachversion: Die Texte werden auf Karton (gleiche Abmessungen bis auf die Dicke) geschrieben. Im Schreibwarengeschäft geeignetes Papier besorgen. Eventuell zwei dickere Kartons zusammenkleben und dann schneiden.

Vorschläge für die Bibelverse:

Euch habe ich (Jesus) gesagt, dass ihr Freunde seid.  (Joh 15, 15)

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. (Mt 6, 33)

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. (Joh 14, 6)

Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen. (Mt 5, 8)

Deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist. (Ps 108, 5)

Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll. (Jes 6, 3)

Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde. (1. Mose 1, 27)

Auf Gott will ich hoffen und mich nicht fürchten. (Ps 56, 5)

1. Erklärungen zum Text

Der Bibeltext beschreibt Gottes Volk in Bedrängnis und zeigt uns einen guten Umgang mit Angst. Nachdem Joschafat („Der HERR schafft Recht“) Gott zum „Grundstein der Rechtssprechung“ gemacht und in Juda für Frieden gesorgt hatte, kommt nun die Bedrohung  von außen: Völker vom Osten des Toten Meeres greifen das Land an. Sie waren kurz vor der Ankunft Israels im Gelobten Land selbst dorthin gekommen und nur durch die Anordnung Gottes verschont worden (5. Mo 2, 4-9; 18f.). Später mussten sie dann König David Tribut zahlen. Und nun, noch einmal 100 Jahre später, marschieren sie gemeinsam gegen den Ururenkel Salomos.  

Verse 3-12: König Joschafat und sein Volk fürchten sich. Doch statt allein auf ihre Stärke zu vertrauen, wird Joschafat seinem Namen gerecht und wendet sich an Gott. Er mobilisiert sein Volk zum Fasten und Beten. Er preist die Allmacht des HERRN und erinnert ihn (und auch sich selbst) an sein freundliches Handeln gegenüber Israel und an seine Zusagen (vgl.  Tempelweihgebet Salomos 2. Chr 6, 12ff.). Der HERR wohnt mit seinem Namen, also mit dem, was ihn ausmacht, in seinem Haus. Er allein kann Rettung bringen.

Verse 13-19: Wie so oft nutzt Gott einen Menschen, in diesem Fall den einfachen Mitarbeiter Jahasiël („Gott sieht“), um zum Volk zu sprechen. Da der Geist Gottes auf ihm ruht, erkennt das Volk, dass er seinen Zusagen treu bleiben und für die Geängstigten eintreten wird. Dennoch sollen die Judäer den Feinden entgegengehen, damit sie Gottes Handeln selbst sehen. Staunend loben sie Gott.

Verse 20-24: Vertrauensvoll loben die Musiker an der Heeresspitze den HERRN. Und tatsächlich lässt Gott die selbstsicheren Feinde sich gegenseitig umbringen (vgl. den Sieg Gideons in Ri 7,22). Manche Ausleger vermuten, dass hier Engel, als Menschen getarnt, einen Hinterhalt legten, andere denken eher an eine Gruppe patriotischer Edomiter und wieder andere nehmen wachsendes Misstrauen zwischen den Gegnern Judas an, das schließlich zum Konflikt zwischen den unterschiedlichen Völkern führte. 

Verse 25-26: Merkwürdigerweise führen die feindlichen Heerscharen feine Kleider und andere Reichtümer mit sich. Statt der befürchteten Vernichtung bekommen die Judäer Geschenke. Nach dem Fast- und Bettag folgt nun ein Tag des Feierns und Dankens.

2. Bedeutung für den heutigen Hörer:

Auch wenn gegen uns heute keine Heerscharen aufziehen, fühlt es sich doch manchmal so an: Bedrückendes baut sich um uns herum auf. Jemand, der uns das Leben schwer macht. Oder Dinge, die uns auf der Seele lasten: Das Projekt, das noch fertig werden muss. Eine Entscheidung, die lange aufgeschoben wurde. Die Realität, die wir nicht wahrhaben wollen. Dazu kommen Erwartungen von der Familie, den Kollegen und besonders von uns selbst. Die Ungewissheit nagt: Wie wird das enden? Komme ich da raus? Angst und Beklemmung können viele Gesichter haben und auch unbewusst gären. Doch Angst hat immer Macht über uns. Wie gehen wir also mit den Dingen um, die uns bedrücken? Unser Text beschreibt 4 Schritte:

  • Auf Gott sehen – Gott loben (Verse 3-12): Der Blick auf die Angst lähmt uns wie eine Schlange, die ein Kaninchen hypnotisiert. Es wird immer schwerer, den nötigen Schritt zu tun, bis es uns fast unmöglich erscheint. Der Blick auf unsere Fähigkeiten oder auf andere kann trügen. Leider sind viele falsche Sicherheiten oder falsche Freunde erst in brenzligen Situationen als solche zu erkennen (vgl. das gescheiterte Bündnis der Heere im Text).
    Joaschafat kann uns zum Vorbild werden, wie wir den Blick weg von der Angst, weg von unseren vermeintlichen Stärken und hin zu Gott richten können. Gott besitzt alle Macht. Er kann auch in unserer Situation wirken. Ja, im Vergleich zu ihm ist „in uns keine Kraft“ (V 12). Das ist keine pessimistische Sichtweise, sondern eine nüchterne. Die Umkehr hin zum HERRN macht uns frei. Ein guter Ort dafür ist das gemeinsame Beten und Loben.
  • Auf Gottes Verheißungen hören – Gott loben (Verse 13-19): Gott will zu uns sprechen, überall: durch einen Sonnenaufgang oder die Geburt eines Kindes, durch einen Freund oder die Eltern, durch seinen Geist, der in uns Gedanken heranreifen lässt, aber am klarsten durch die Bibel. Was hält uns davon ab, auf die guten Gedanken Gottes zu hören? Hektik? Übermüdung? Misstrauen? Wenn wir auf Gottes liebevolle Zusagen hören, bewirken sie in uns Dank und Lob. 
  • Gott loben – sich dem Bedrückenden entgegenstellen (Verse 20-24): Der Blick auf das Bedrückende wird nüchterner und Gottes Zusagen im Ohr werden stärker, wenn wir uns Gottes Gegenwart bewusst sind: ein Gebet vor der Prüfung, ein erinnerndes Kreuz in der Hosentasche, das Wissen, dass andere für mich beten. Auch wenn das Problem oder die Angst nicht verschwindet, hilft mir das Bewusstsein von Gottes Nähe, mich der beängstigenden Situation zu stellen.
  • Seine Gaben annehmen – Gott loben (Verse 25-26): Es gibt in unserem Leben Dinge, die gelingen, weil Gott sie uns schenkt: z.B. ein Versuch, der einfach so glückt oder ein Konflikt, der geklärt werden kann. Doch statt gleich auf die nächste Hürde zu blicken, ermutigt uns der Text: Feiere Erfolge, nimm Geschenke und Komplimente an. Und lobe Gott mitten in der Freude für seine Gaben. So wirst du immer mehr Grund zum Danken finden können. Selbst in Unsicherheit und Schmerz.

3. Methodik für die Gruppe:

Nach einer gemeinsamen Einführung und einem Impuls kann jeder für sich an gestalteten Stationen mit dem Thema in Berührung kommen. Die Stationen sind an eine „Thomasmesse“ angelehnt und auch für kleinere Gruppen und Räume möglich. Dekoriert dafür den Raum richtig schön und baut die Stationen wie beschrieben auf. Falls das bei euch nicht geht, beantwortet die Fragen der Stationen in Kleingruppen. 

Einleitung: Erklärung des besonderen Ablaufs und Hinführung zum Thema Angst. Dazu werden verschiedene Ängste / Phobien auf Plakate geschrieben, z.B.:

  • Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen)
  • Demophobie (Angst vor Menschenmassen)
  • Alliumphobie (Angst vor Knoblauch)

Manche dieser Ängste klingen kurios, sind aber eine ganz reale Bedrückung für die Betroffenen. Was ist es, was dich bedrückt? (kurze Zeit der Stille lassen und dann evtl. persönliches Beispiel erzählen)

Lied singen (siehe Station 5)

Impuls: Die Geschichte wird in der Gruppe gelesen oder von einer/einem Mitarbeitenden erzählt. Diese/r beschreibt anschließend die 4 Schritte aus der Angst und erklärt, dass es zu jedem Schritt eine Station mit Bibeltext und Anregungen gibt. Zusätzlich gibt es eine Lobpreis- und eine Austauschstation. Jeder kann in seinem Tempo von einer Station zur nächsten gehen, lesen, singen und beten.

Die einzelnen Stationen:

1. Kreuzstation: Bibeltext von Abschnitt 1 (V. 3-12) bereit legen, außerdem noch ein paar Zettel für folgende Aufgaben bzw. Fragen:

  • Was sind deine Ängste? Schreibe einen Brief an Gott!
  • Hast du Anliegen, für die andere beten sollen? Klebe sie an das Kreuz (Kreuz aufstellen und Klebeband bereit halten) 

2. Verheißungsstation: Bibeltext von Abschnitt 2 (V. 13-19) bereit legen, außerdem Zettel zum Mitnehmen mit verheißungsvollen Bibelversen (siehe Zusatzmaterial im echt-pool). Gut wäre hier auch eine Person, die persönliche Segnung anbietet. 

  • Lese den Text für dich und lass ihn auf dich wirken.
  • Wenn du möchtest kannst du dich segnen lassen oder dir eine Zusage Gottes aus der Bibel als Erinnerung im Alltag mitnehmen.

3. Station der konkreten Schritte: Bibeltext von Abschnitt 3 (V. 20-24) bereit legen, außerdem Zettel mit der Frage: Was möchtest du in den nächsten Tagen angehen? (siehe Zusatzmaterial im echt-pool).

4. Dankstation: Bibeltext von Abschnitt 4 (V. 25-26) bereit legen, sowie Zettel mit folgender Frage: Worüber kannst du dich freuen, wofür bis du dankbar? Zünde eine (Wunder)kerze an (Eimer mit Sand zum Reinstecken der Wunderkerze bereit stellen).

5. Lobstation: Musiker und Bücher laden zum Zuhören und Mitsingen ein. Liedvorschläge aus FJ4: 99, 89, 86, 46, 51, 141, 161 oder aus FJ3: 73, 17, 78, 77, 82, 108, 33,  67.  

6. Austauschstation: Abseits steht ein Tisch mit Keksen und Getränken, hier kann man sich austauschen.

Abschluss: Nach etwa 40 min könnt ihr offiziell schließen, solltet aber die Möglichkeit zum Weitermachen geben. An den Ausgang legt ihr ein Notizbuch für Kommentare und Anregungen.

Zielgedanke

Gott ist mit uns, gerade bei Herausforderungen!

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Diese Verse, in denen von Gottes Führung durch die Wolken- und Feuersäule erzählt wird, stehen zwischen der Flucht aus Ägypten bei Nacht und Nebel und dem wunderbaren Durchzug durch das Schilfmeer.
Dabei wird deutlich, wie gut Gott sein Volk kennt. Er weiß um ihre Ängste, Zweifel und Unsicherheiten. Manchen davon beugt Gott vor: Zunächst führt er sie den weiteren Weg durch die Wüste, anstatt den direkten Weg durch das Philisterland. Dort wäre es sicher zu Kämpfen gekommen, die die Israeliten zur Rückkehr nach Ägypten hätten bewegen können. Gott zeigt sich. Er führt sein Volk sichtbar bei Nacht durch die Feuersäule und bei Tag durch die Wolkensäule.
Die Feuer- und Wolkensäule sind ein Zeichen von Gottes Führung und seiner Gegenwart: Ich bin mit euch! Das Besondere daran ist, dass Gott sich für dieses Zeichen entscheidet, ohne eine Bitte des Volkes. Diese Geschichte zeigt uns heute: Gott will uns nahe sein, uns unterstützen, uns den Weg zeigen.

Erlebniswelt der Kinder

Es gibt Kinder, die suchen Herausforderungen, lieben Neues, gehen darauf zu. Aber auch sie stehen irgendwann einmal vor der Frage: Und jetzt? Wohin? Wer ist da?
Für andere Kinder ist jede Veränderung ein riesiger Berg. Sie brauchen Zuspruch, Ermutigung, Begleitung.
Diese Begebenheit gibt die Antwort und zeigt, wo wir Unterstützung und Begleitung finden können: Bei Gott. Er ist da! Er kennt den Weg. Er will ihn uns zeigen. Er will sich uns zeigen. Und Gott ändert sich nicht. Die Herausforderung liegt darin, Gott sehen und hören zu „lernen“.

Einstieg

Wenn möglich den Raum total abdunkeln. Ihr kennt eure Kinder: Falls sie noch zu klein sind, um Dunkelheit auszuhalten, nehmt die Alternative: Augenbinden für jedes Kind.
Bei Licht teilt ihr die Gruppe in Paare ein. Die Hälfte der Gruppe steht an einem Ende des Raumes. Am anderen Ende stehen die Partner. Jetzt wird das Licht gelöscht (oder die Augen verbunden) und alle suchen gleichzeitig ihre jeweiligen Partner.

Erzählung

Der zehnjährige Jakob erzählt:
So, da liegen wir jetzt: das ganze Volk Israel, mitten in der Wüste, mitten in der Nacht, jede Familie in ihrem Zelt. Inzwischen sind wir einige Tage unterwegs. Die große Begeisterung über die Befreiung von den Ägyptern ist verflogen. Dieser Weg durch die Wüste ist auch nicht gerade ein Spaziergang, sondern mühsam. War dies wirklich Gottes Weg für uns? War es richtig, Mose zu vertrauen? Was, wenn wir hier in der Wüste alle sterben werden, weil Gott uns vergessen hat? Weil die Flucht gar nicht Gottes Willen entsprach? Heimlich stellen sich inzwischen die Erwachsenen diese Fragen.

Wie viel wir in diesen Monaten erlebt haben, seit der Ankunft von Mose bei uns in Ägypten. Da kommt dieser Mose, Aarons Bruder und behauptet, Gott möchte uns aus der Sklaverei der Ägypter befreien. Das versetzte uns alle in Erstaunen. Hoffnung kam auf. Auch ich hoffte sehr, dass Mose recht hatte. Denn bald wäre ich alt genug gewesen, um auf den riesigen Baustellen der Ägypter Schwerstarbeit zu leisten. Doch der Pharao wollte uns natürlich nicht ziehen lassen. Wäre ja auch blöd von ihm gewesen, seine billigen Arbeiter herzugeben. Eine grausige Plage nach der anderen ließ Gott über die Ägypter kommen: blutiges Wasser, Stechmücken, Geschwüre! Aber erst als alle Erstgeborenen starben, gab der Pharao nach. Plötzlich, mitten in der Nacht, mussten wir losziehen. Kaum etwas konnten und sollten wir mitnehmen; Befehl von Gott, weitergeleitet durch Mose. Und jetzt liegen wir hier in der Wüste und stellen uns die Fragen, ob es richtig war, Mose und Gott zu vertrauen? Und überhaupt, wo ist Gott? …

Was ist das für eine Aufregung mitten in der Nacht? Was ist passiert? Irgendwie bin ich wohl doch eingeschlafen. Denn plötzlich ist in unserem Lager richtig was los: Stimmen sind zu hören, eilige Schritte und das mitten in der Nacht! Moment, es ist ja hell! Habe ich verschlafen? Schnell stehe ich auf und eile aus unserem Zelt. Am Eingang stoße ich gegen meinen großen Bruder, der dort stocksteif steht. „Dan, was ist los?“ frage ich ihn müde und doch aufgeregt. Stumm zeigt er an das Ende des Lagers. Verschlafen drehe ich meinen Kopf in Richtung seines Fingers und mir bleibt der Mund offen stehen: eine riesige Feuersäule ragt aus dem Boden und strahlt über das ganze Lager! Was ist das? Wie angewurzelt bleiben wir stehen und beobachten das Phänomen. Langsam wird es Tag, die Sonne steigt auf – würde diese Feuersäule jetzt verschwinden? Nein! Mit dem zunehmenden Licht verwandelt sich die Feuersäule in eine Wolkensäule und plötzlich setzt sich diese auch noch in Bewegung! Immer noch stehen wir wie erstarrt da. Was soll das? Was ist das? Da ertönt Moses Stimme, das Gemurmel verstummt: „Liebe Schwestern und Brüder“, ganz gerührt und doch kraftvoll klingt seine Stimme, „Gott zeigt sich uns. Er hat uns nicht vergessen. Er kennt den Weg und will ihn mit uns gehen. Packt eure Zelte ein und lasst uns weiterziehen. Gott ist mit uns!“ Was für ein Wunder! Der große, allmächtige Gott zeigt sich uns und führt uns durch Licht und Wolken! Er hat uns nicht vergessen! Ermutigt ziehen wir weiter.

Andachtsimpuls

Verdunkelt wieder den Raum und stellt Fragen. Haltet zwischen den Fragen eine kurze Pause. Stellt klar, dass ihr keine Antworten hören wollt, sondern dass die Kinder sich nur für sich selbst die Fragen beantworten.
Wovor hast du Angst?
Was ist momentan eine Herausforderung, eine Schwierigkeit, ein Problem für dich?

Für ältere Kinder weitere Fragen:
Kennst du Zweifel?
Woran zweifelst du?
Kennst du Einsamkeit?
Wann fühlst du dich einsam?
Glaubst du, dass Gott bei dir ist und mit dir geht?

Zünde eine Kerze an und sprich den Kindern Bibelverse zu (entweder jedem Kind einen anderen, oder allen Kindern einen):
Gott redet durch die Bibel zu uns. Er sagt:

Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Sieh dich nicht ängstlich nach Hilfe um, denn ich bin dein Gott. Meine Entscheidung für dich steht fest, ich helfe dir. (Jes 41,10)

Hab keine Angst, ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du gehörst mir. (Jes 43,1)

Denn uns wurde ein Kind geboren, uns wurde ein Sohn geschenkt. Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft. Er heißt: wunderbarer Ratgeber, starker Gott, ewiger Vater, Friedefürst. (Jes 9,5)

Kann eine Mutter etwa ihren Säugling vergessen? Fühlt sie etwa nicht mit dem Kind, das sie geboren hat? Selbst wenn sie es vergessen würde, vergesse ich dich nicht! Siehe, ich habe dich in meine Handflächen gezeichnet. (Jes 49,15-16a)

Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Mt 28,20)

Egal, wie es dir geht, sei dir sicher: Gott lässt dich nie allein. Er ist immer an deiner Seite und geht mit dir – auch durch dunkle Zeiten.

Gebet

Danke, guter Gott,
dass du jeden von uns kennst und liebst.
Danke für dein Versprechen,
immer bei uns zu sein und mit uns zu gehen.
Danke, dass du deine Versprechen hältst.
Amen

Ideen zur Vertiefung

Spiele im Dunkeln:

Ein kleines Licht
Bildet noch einmal die Paare aus dem Spiel vom Einstieg. Verdunkelt noch einmal den Raum, zündet aber eine Kerze an. Lasst jetzt wieder die Paare einander finden. Tauscht euch aus: Wie war das Spiel am Anfang? Wie jetzt? Wie habt ihr euch gefühlt? Was so ein kleines Licht für einen Unterschied macht!

Nicht sehen, gut hören
Wieder sucht ihr euren Partner. Allerdings hat jetzt nur einer der Partner die Augen verbunden. Die sehenden Partner verteilen sich im Raum. Durch die Stimme ihres sehenden Partners müssen die blinden Partner den anderen finden. Nur die Blinden dürfen sich bewegen.

Den Weg finden
Bereitet DIN-A4-Blätter vor, auf denen ihr einen leicht kurvigen Weg zeichnet. Die Kinder bilden wieder Paare. Ein Partner bekommt die Augen verbunden. Jetzt verteilt ihr die vorbereiteten Blätter. Der blinde Partner bekommt einen Stift. Die Schreibhand mit dem Stift wird ihm vom sehenden Partner an den Start des aufgezeichneten Weges geführt. Jetzt versucht er alleine, den Weg nachzuzeichnen. Der sehende Partner hilft ihm durch sprachliche Hinweise.

Basteleien
Kerzen verzieren, Vorschläge dazu im Jungscharleiter 1/2015, Fix-und Fertig-Artikel: „Ein kleiner Funke Hoffnung“, Vertiefungen (siehe Heftarchiv unter www.jungscharleiter.de)

 

Lieder

  • Meinem Gott vertraue ich gerne, Einfach Spitze Nr. 137
  • Werft euer Vertrauen nicht weg, Feiert Jesus Kids 1 Nr. 203
  • Ich bin nicht mehr allein, Einfach Spitze Nr. 40
  • Vom Anfang bis zum Ende, Einfach Spitze Nr. 14

Im wahrsten Sinne des Wortes wollen wir ganz praktisch Sprüche klopfen und zwar tief und einprägsam – und das auch wieder im wahrsten Sinne des Wortes. Genau gesagt, wollen wir lustige, geistreiche, nachdenkliche, humorvolle oder einfach nur ganz praktische Sprüche in dünne Metallplatten wie Alu oder Kupfer einstanzen.

Handwerkliches Geschick ist nicht alles

Zuerst die Alu-  oder Kupferplatten entgraten, damit man sich nicht an scharfen Kanten verletzt. Diese Aufgabe wird mit einer Schlichtfeile erledigt. Nun mit Bleistift Linien auf das Blech zeichnen. Auf diesen Linien werden später die Buchstaben und Zeichen geschlagen. Das Blech so einteilen und überlegen, wo welche Buchstaben, Zahlen, und Ornamente stehen sollen. Die Linien müssen also nicht gerade sein.

Nun können wir mit der eigentlichen Arbeit beginnen

Auf die entsprechend markierten Stellen die Schlagzahlen oder Buchstaben ansetzen und mit dem Hammer auf das Metall übertragen. So entsteht Stück für Stück der Spruch. Die fertigen Spruchplatten oben mit zwei Löchern versehen. Hier eine Schnur durchführen, um den Spruch aufzuhängen.

Wichtig ist, vorher mit den Kindern zu besprechen, dass das Arbeiten mit Werkzeugen immer auch ein Unfallrisiko birgt. Deshalb sollte vorher eine Unfallbelehrung stattfinden.

Gott ist drei und einer zugleich

Im Glaubensbekenntnis bezeugen wir einen dreieinigen Gott. Doch verstehen wir eigentlich, was wir da bezeugen? Die Frage nach der Dreieinigkeit gehört wahrscheinlich zu den kniffligsten Fragestellungen der Theologie. Doch es ist nicht nur eine abgehobene Frage, wie Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist zugleich sein kann. Denn, wenn die Bibel von Gott spricht, dann hat dies immer mit uns zu tun. Der dreieinige Gott will mit uns in Beziehung treten als Vater, als Sohn und als Heiliger Geist. Diese Bibelarbeit geht der Frage nach, was es bedeutet, vom dreieinigen Gott zu sprechen und was das mit unserem Leben zu tun hat. Sie ist für Leute, die ein wenig genauer wissen wollen, was sie eigentlich im Glaubensbekenntnis bekennen.

1.) Theologische Gedanken zur Dreieinigkeit

Dass Gott drei und einer zugleich ist, das ist keine abgehobene theologische Spekulation, die am Schreibtisch gelehrter Männer entstanden ist. Die Ansätze zur Lehre von der Dreieinigkeit finden sich schon in der Bibel. In 1. Korinther 8,6 erinnert Paulus die Christen in Korinth daran, was das Fundament ihres Glaubens ist: „So haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.“ Paulus nimmt mit diesen Worten das Glaubensbekenntnis Israels auf (5. Mose 6,4): „Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist ein Herr“. Dieser eine Gott und Herr („Herr“ war damals der Titel für Gott) ist für Paulus Gott, der Vater, und Jesus Christus.

Diese Formulierung setzt die „Zweieinigkeit“ von Gott, dem Vater, und Jesus voraus (man nennt diese eine „binitarische Formulierung“). Im Neuen Testament finden sich auch Formulierungen, die von der Dreieinigkeit Gottes ausgehen (= „trinitarische Formulierungen“). Z. B. 2. Korinther 13,8: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“. Einer der bekanntesten Hinweise auf die Dreieinigkeit ist der Taufbefehl, wo Jesus sagt: „Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!“.

Klar ist im Neuen Testament: Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist zugleich. Aber die Bibel erklärt nirgends, wie wir uns dies genau vorstellen können. Sie spricht vielmehr davon, wie der dreieinige Gott den Menschen heilvoll begegnet. Sie erzählt, wie Gott uns als Schöpfer und als Vater begegnet, wie er uns in Jesus als Retter nahe kommt. Sie erzählt auch davon, wie Gottes Geist unser Leben erfüllt, uns tröstet und Glauben in uns wachsen lässt. Der Bibel geht es nie darum, hochtheologisch über Gott zu spekulieren, sondern immer darum, wie dieser Gott zu uns in Beziehung tritt. Sie zeigt uns, dass Gottes Herz für uns schlägt, aber sie gibt keine Erklärung, wie wir uns Dreieinigkeit vorstellen können.

Der Streit der ersten Christen

Schon bei den ersten Christen ist dann der Streit über die Bedeutung des dreieinigen Gottes entbrannt: Da gab es die Vorstellung, Christen glauben an drei Götter, wie in anderen Religionen der Antike eben mehrere Götter verehrt wurden. Eine andere Gruppierung (der so genannte Subordinatianismus = die Lehre von der Unterordnung) erkannte nur Gott den Vater als eigentlichen Gott an. Jesus und der Heilige Geist sind zwar auch irgendwie göttlich, aber dem Vater untergeordnet.

Wenn wir die Aussagen der Bibel ernst nehmen, ist auf jeden Fall eines klar: Es sind keine drei Götter, die wir verehren. Es gibt auch keine Unterordnung in Gott, so dass der Vater der „Chef“ wäre und Sohn und Heiliger Geist nur die „Unterchefs“. Und Gott ist auch keiner, der sich als Vater, Sohn und Geist verkleidet. Vielmehr gilt: Gott IST Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Theologe Tertullian hat im 4. Jh. die Formulierung gefunden: Gott ist „eine Einheit in drei Personen“. Dies bedeutet dann auch, dass wir als Christen im Gebet jede Person der Dreieinigkeit ansprechen können. Denn, ein wenig flapsig formuliert, wenn ich mich an eine Person der Dreieinigkeit wende, fühlen sich die beiden anderen sowieso immer mit angesprochen.

Ein hilfreiches Bild für die Dreieinigkeit

Auf Tertullian geht auch ein Bild zurück, das mir selber verstehen hilft, was Dreieinigkeit bedeutet: So wie die Sonne aus Sonnenball, Sonnenstrahlen und dem erzeugten Licht wie auch der Wärme besteht, so ist Gott Vater, Sohn und Geist. Alles ist Teil der Sonne: Der Sonnenball, den wir am Himmel sehen, die Sonnenstrahlen, die uns die Sonne nahebringen und die Wärme, die wir spüren bzw. das Licht, das auf uns fällt. Als Bild für die Dreieinigkeit bedeutet dies dann: Jesus ist es, der uns den unbekannten und fernen Schöpfer der Welt nahebringt, und der Heilige Geist ist die Gegenwart Gottes in unserem Leben, die uns Gott spüren und erleben lässt.

Dies ist natürlich nur ein Versuch, das Geheimnis der Dreieinigkeit ein wenig zu verstehen. Ein weiteres Bild dafür sind die verschiedenen Konsistenzformen des Wassers: Das Wasser, mit dem wir uns waschen ist genauso Wasser wie der Schnee und der Wasserdampf. Alle drei Formen von Wasser sind chemisch betrachtet H²O, auch wenn sie uns völlig unterschiedlich begegnen. Im Blick auf die Dreieinigkeit hinkt das Bild ein wenig: Denn Wasser kommt meist nicht in mehreren Konsistenzformen gleichzeitig vor, Gott ist aber, um in dem Bild zu bleiben, alle drei Konsistenzformen zugleich.

Wie die Gleichung 3=1 wirklich aufgehen kann, geht über das hinaus, was unser menschlicher Verstand begreifen kann.

Ein guter Tipp

dazu kommt von Martin Luthers Freund, Philipp Melanchthon: Wir sollen die Geheimnisse der Gottheit Christi nicht erforschen, sondern lieber anbeten. Wenn wir uns an diesen Tipp halten, dann ist es für unseren Glauben als Christen nicht in erster Linie wichtig zu verstehen, wie die Dreieinigkeit funktioniert. Sondern wichtig ist, die Bedeutsamkeit für uns darin zu erkennen, dass Gott uns als Vater, als Sohn und als Heiliger Geist begegnet (ausführliche Info im Downloadbereich).

Gott sucht die Beziehung zu uns

Gott schenkt sich uns als dreieiniger Gott. Er ist nicht nur Gott für sich selbst, sondern immer ein Gott für andere. Gott ist sich nicht selber genug, sondern sucht immer die Beziehung zu seinen Geschöpfen, was in seinem Wesen begründet zu sein scheint. Dass Gott drei Personen in einem ist, deutet darauf hin, dass schon sein Wesen Beziehung ist: Beziehung zwischen Vater, Sohn und Heiligem Geist. Diese Beziehung zeigt sich z. B. in den Gebeten von Jesus. Ganz selbstverständlich spricht er sehr innig von Gott als seinem Vater. Hier ist etwas zu spüren von der engen Beziehung, die Gott in sich selbst lebt. Immerhin sagt Jesus einmal (Johannes 10,30): „Ich und der Vater sind eins“. Und dennoch kann er zu diesem Vater als einem Gegenüber beten.

Der Glaube an einen dreieinigen Gott ist Grundlage unseres christlichen Glaubens. Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist trinitarisch aufgebaut, d.h. es orientiert sich an der Dreieinigkeit Gottes: Da ist von Gott, dem Vater, von Jesus, dem Sohn, und vom Heiligen Geist die Rede.

Martin Luther hat in seinem kleinen Katechismus das Glaubensbekenntnis erklärt und es sehr persönlich gedeutet. Er spricht davon, wie sich der dreieinige Gott verschenkt und in Beziehung zu uns tritt: Von Gott dem Vater sagt Luther: „Ich glaube, dass Gott mich geschaffen hat, mir Leib und Seele, Augen, Ohren, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält. Dazu Kleider und Schuhe, Essen und Trinken usw.“ Unser ganzes Leben ist ein Geschenk des liebenden Vaters im Himmel. Luther spricht auch davon, dass unsere Familie ein Geschenk Gottes ist. In der Erklärung von Martin Luther wird für mich deutlich: Dreieinigkeit hat mit mir zu tun, weil mir der Vater durch alles, was mir geschenkt ist, begegnet.

So persönlich spricht Luther auch von Jesus: „Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott und wahrhaftiger Mensch, mein Herr ist.“ Es geht nicht um eine allgemeine Lehre über Jesus, sondern darum, dass Jesus für mich gekommen ist, für mich gestorben und auferstanden, damit er der Herr meines Lebens ist.

Über den Heiligen Geist sagt Luther: „Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft oder Kraft an Jesus Christus glauben kann, sondern der Heilige Geist hat mich berufen.“ Auch dass wir glauben, ist ein Geschenk Gottes. Wenn wir an unsere eigene Glaubensgeschichte zurückdenken, dann merken wir vielleicht, wie Gott hier seine Hände im Spiel gehabt hat. Er hat in uns bewirkt, dass wir angefangen haben zu beten und dass wir Vertrauen gefasst haben zu Jesus Christus.

Der theologische Gedanke von der Dreieinigkeit ist nicht abgefahrene Spekulation, sondern hat mit uns zu tun. Wir haben einen Gott, der in Beziehung zu uns tritt als Vater, als Sohn und als Heiliger Geist.

2.) Praktische Umsetzung

a) Einstieg: „Gott im Kasten“

Im Raum sind verschiedene Kartons verteilt (am besten beklebte Schuhkartons) mit Gegenständen rund um das Thema „Gott“. Gut wäre, wenn zusätzlich zu jedem Gegenstand ein Bibelvers beigelegt wäre. Außerdem könnten zwei große Plakate im Raum sein, auf welche die Jugendlichen ihre Fragen zu Gott und ihre persönliche Meinung schreiben können („Gott?- Da hab ich eine Frage!“; „Gott ist für mich…“).

Es wird Musik abgespielt und die Jugendlichen haben die Möglichkeit, die Gegenstände in den Kartons zu entdecken. Spannender ist es, wenn die Kartons verschlossen sind und sie immer wieder geöffnet werden müssen, um reinzuschauen.

Mögliche Gegenstände und Bibelverse:

  • Kreuz (Johannes 3,16)
  • Bild eines Vaters und Kinder (Matthäus 6,7–9)
  • Bild einer Mutter, die ein Kind tröstet (Jesaja 66,13)
  • Hand (z. B. aus Gips) (Psalm 139,1–5)
  • Dreieinigkeitswürfel (dieser Würfel hat drei Seiten, die für die drei Personen Gottes stehen) (2. Korinther 13,8)
  • Kerze (Johannes 8,12)
  • Globus (1. Mose 1,1)
  • Spiegel (Psalm 139,14)
  • Taschentuch (Johannes 14,16+17+26; Offenbarung 21,3–4)

b) Gesprächsphase

Einstieg ins Gespräch könnte die Impulsfrage sein: „Christen glauben an einen dreieinigen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Was bedeutet das eigentlich?“

Im Laufe des Gesprächs könnten die Bibelstellen (1. Korinther 8,6; 2. Korinther 13,8; Matthäus 28,20) gelesen werden, die von der Dreieinigkeit sprechen. Auch die Erklärungen von Martin Luther zum Glaubensbekenntnis könnten hilfreich sein.* Wichtig scheint mir der Gedanke zu sein, dass Dreieinigkeit immer mit unserem Leben zu tun hat.

Eine Frage für das Gespräch oder eine kurze Stille zum Nachdenken könnte sein: Durch welche Person der Dreieinigkeit/durch welche Seite Gottes fühle ich mich angesprochen? Ist es für mich wichtig, zu wissen: Gott hat mir mein Leben geschenkt, er ist wie ein Vater (oder auch eine Mutter) für mich? Ist es wichtig zu wissen, dass Jesus mich rettet? Ist es mir wichtig, dass Gott mir als Heiliger Geist nahe ist und mir glauben hilft?

c) Andacht/Impuls

Eine Andacht könnte darauf abzielen, dass der dreieinige Gott mit uns in Beziehung tritt. Als Vater begegnet er uns, der uns das Leben schenkt, als Retter und als Tröster, der Glauben in uns weckt.

d) Kreativer Abschluss

Eine Pyramide aus Papier/Tonkarton wird gemeinsam gebastelt*. Die drei Seiten der Pyramide werden beschriftet mit „Vater, Sohn, Heiliger Geist“. Evtl. wird zu jeder Person der Dreieinigkeit noch eine Erklärung geschrieben, in der die Jugendlichen möglichst selbst für sich formulieren, was die jeweilige Seite Gottes für sie bedeutet (Formulierungsidee: „Vater – schenkt mir mein Leben“, „Sohn – kommt und rettet mich“, „Heiliger Geist – Gottes tröstende Gegenwart in meinem Leben“.)

Weiterführende Bibeltexte:

1.Kor 8,6 / 5.Mose 6,4 / 2.Kor 13,8 / Mt 28,19

Martin Luther war viel unterwegs und hat an vielen verschiedenen Orten verschiedene Dinge erlebt. Bei diesem Spiel begeben sich die Kinder an die Orte, in denen Luther war und empfinden spielerisch Situationen nach, die er erlebt hat.

Spielidee

Auf einer Deutschlandkarte sind die Orte, in denen Martin Luther gewesen ist und gewirkt hat, eingetragen. Diese sind mit farbigen Strichen verbunden. Es gilt eine Verbindung zwischen zwei Städten zu erstellen und passend zu der Stadt und einer Situation, die Martin Luther dort erlebt hat, eine Station zu erfüllen. Für eine erfüllte Strecke und Station gibt es Punkte. Ziel des Spiels ist es zum Einen das Leben und Wirken Martin Luthers kennen zu lernen und zum Anderen natürlich so viele Punkte wie möglich zu sammeln.

Durchführung

  • Es gibt einen Startort auf der Landkarte, von dem aus die Gruppen starten.
  • Nun muss die Gruppe vom Startort aus zu einer anderen Stadt kommen. Städte sind durch beliebig viele farbige Striche verbunden. Um zu einer anderen Stadt zu gelangen, muss die Gruppe die entsprechenden farbigen Karten zu den Strichen suchen. Diese sind im ganzen Spielgebiet überall verteilt. Beispiel: Gruppe 1 möchte von Eisenach nach Eisleben. Diese Städte sind mit 3 roten, 2 grünen und 1 gelben Strichen verbunden. Die Gruppe muss also 3 rote, 2 grüne und 1 gelbe Karte suchen. Wichtig dabei ist: Jeder aus der Gruppe darf nur eine Karte mit sich führen. Braucht die Gruppe mehr Karten, muss sie die Karten an der Basisstation (Spielplan mit Mitarbeiter) zwischenlagern.
  • Hat die Gruppe alle Karten zusammen, die sie für ihre Strecke braucht, gilt die Strecke als bewältigt und sie bekommt für jeden Streckenstrich 2 Punkte. Will die Gruppe später noch einmal die gleiche Strecke benutzen, müssen die Karten erneut gesucht werden.
  • Zu einigen oder allen Städten gibt es eine passende Station (Laufzettel mit allen Stationen machen). Diese kann eine Gruppe erledigen, wenn sie die nötige Verbindung zu dieser Stadt aufgebaut hat. Die Stationen sind überall auf dem Spielgelände verteilt. Hat die Gruppe eine Station erledigt, bekommt sie 15 Punkte. An den Stationen wird jeweils kurz erzählt, was Luther in dieser Stadt erlebt hat oder was er mit ihr zu tun hatte. Wird eine Station besonders gut erledigt kann der Mitarbeiter zusätzliche farbige Karten verschenken.
  • Spielende ist, wenn der Spielleiter das Spiel beendet oder alternativ, wenn eine Gruppe alle Stationen erledigt hat. Dann werden die Punkte zusammengezählt.
  • Hinweise und Tipps:
    • Den aktuellen Standort einer Gruppe mit Spielsteinen markieren.
    • Die Deutschlandkarte relativ groß machen.
    • Für die farbigen Karten Tonkarton in kleine Karten schneiden.
    • Den Kindern nach Spielende die Aufgabe geben alle Karten wieder einzusammeln und für die Gruppe mit den meisten Karten extra Punkte vergeben.
    • Die farbigen Karten im Spielgebiet nie ausgehen lassen, also immer wieder neu verteilen.

Stationen

Die Stationen können beliebig erweitert, gekürzt oder verändert werden.

    • Mansfeld: Kindheit von Martin Luther. Sein Vater war Bergmann im Bergstollen.
      Aufgabe: Mit verbundenen Augen Gegenstände erfühlen.
    • Erfurt: Hier hat Martin Luther studiert und sein Examen in den Fächern Latein, Grammatik, Mathematik, Musik und Astronomie abgeschlossen.
      Aufgabe: Examenstest mit diesem Aufgabengebiet muss gelöst werden.
    • Eisleben: Geburt und Tod von Martin Luther.
      Aufgabe: Lutherquiz mit Fragen zu seinem Leben.
    • Wittenberg: Anschlag der 95 Thesen (Hintergrund dazu kurz erklären)
      Aufgabe: Nägel in ein Holzstück hämmern.
    • Heidelberg: Philipp Melanchthon, ein guter Freund und Helfer Martin Luthers, kommt aus Heidelberg.
      Aufgabe: Die Gruppe bekommt 15 Zusatzpunkte (Hilfe)
    • Mainz: Hier wurde der Buchdruck erfunden, der eine große Hilfe für die Verbreitung der Bibel war.
      Aufgabe: Einen Bibelvers von Hand in Schönschrift abschreiben.
    • Eisenach: Auf der Wartburg hat sich Luther versteckt und endgültig die Bibel ins Deutsche übersetzt.
      Aufgabe: Übersetzungstest mit verschiedenen Sprachen.
    • Nimbschen: Martin Luthers Frau Katharina von Bora kommt aus diesem Ort.
      Aufgabe: Die Buchstaben der Namen der 6 Kinder (Johann, Martin, Paul, Magdalena, Elisabeth, Margarethe) von Martin und Katharina sind auf Kärtchen aufgeschrieben und müssen in die richtige Reihenfolge gebracht werden.
    • Leipzig: Leipziger Disputation. Eine große Diskussion, in der Martin Luther ordentlich einstecken musste.
      Aufgabe:  Die Gruppe bekommt 15 Punkte Abzug, statt 15 zu bekommen

Mitarbeiter

An der Basisstation 1-2 + je 1 MA pro Station

Zielgedanke           

Gott möchte uns trösten wie eine Mutter, die in traurigen oder schmerzhaften Situationen für uns da ist.

Merkvers    

Gott spricht: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“

Jesaja 66,13; Luther 84

Situation der Jungscharler      

Ein Kind kann sehr gut nachvollziehen, was „trösten wie eine Mutter“ heißt, da es dies täglich zu Hause erlebt. Die Mutter ist in der Regel immer für ihr Kind da, nimmt es in den Arm und herzt es, vermittelt Zuspruch durch tröstende Worte, ermutigt, wischt Tränen ab, klebt Pflaster auf und verbindet Wunden. Für die älteren Mädchen ist es vielleicht inzwischen nicht mehr nur die Mutter, bei der sie Trost suchen, sondern auch die beste Freundin. Aber das Gefühl des Getröstetwerdens ist bei allen präsent, es ist gewissermaßen eine Ur-Erfahrung.
Daher können die Kinder bei dieser Einheit sehr gut mitarbeiten und sich einbringen, sodass die Lektion vorwiegend auf der Methode des gemeinsamem Gespräches aufgebaut ist und sie davon lebt, miteinander durch Beispiele und Erlebnisse dem Vers näher zu kommen.

Erklärungen zum Text    

Der Vers der Jahreslosung steht im Zusammenhang von Jesaja 66, 5-16.
Am Anfang des Abschnittes in Vers 5 steht eine Anrede. Der Text ist an die Menschen gerichtet, die Gottes Wort mit Ehrfurcht gegenüberstehen. Das sind also die, die in den schweren Zeiten auf Gott hoffen. Die Angeredeten erfahren nun von einer Geburt. Das ist eine schnelle Geburt, die stattfindet, kaum dass die Wehen begonnen haben. Es bleibt die Frage stehen, ob das überhaupt möglich ist. Diese Frage, wie so manche andere Frage im Text, wird nicht direkt beantwortet. Es wird aber deutlich, dass diese Geburt bevorsteht. Mit Geburt bzw. Neugeburt ist die Neugründung bzw. Erneuerung des Volkes Gottes gemeint.  Trotz aller Fragen überwiegt die Freude. Der Vers 10 ist ein Jubelruf über diese Geburt.
Ab Vers 11 wird das Bild weitergeführt. Nach der Geburt muss das neugeborene Kind von seiner Mutter versorgt und gestillt werden. Das Bild wird ausgeschmückt. Der Säugling findet Trost an der Brust seiner Mutter. Es ist genügend Nahrung da. Außerdem ist das Stillen mehr als nur Nahrungsaufnahme, denn durch das Stillen entsteht ein intensiver Kontakt zwischen Mutter und Kind. So wie diese Mutter ist, so ist auch Gott. Er will die Menschen die sich ihm anvertrauen versorgen. Er will den intensiven Kontakt mit den Menschen. Das wird wieder in einer sehr bildreichen Sprache ausgedrückt. Wir Menschen können bei Gott auf dem Schoß sitzen wie ein Kind auf dem Schoß seiner Mutter. Wir können in Gottes Armen liegen. Er streichelt uns liebevoll. Dabei verspricht er denen, die das zulassen Frieden, Wohlstand, Trost und Stärkung.
Der Höhepunkt dieses Abschnittes ist der Vers 13, in dem gesagt wird, dass Gott wie eine Mutter ist, die ihr Kind tröstet. Hier können wir uns wieder Bilder von einem weinenden Kind vor Augen halten, welches Trost bedarf. Da ist das schreiende Kind, welches ganz still wird, wenn es an der Brust seiner Mutter saugen kann. Da ist auch das Kind, was hingefallen ist, sich verletzt hat und die Mutter nimmt es hoch, redet liebevoll mit ihm, versorgt es und spendet Trost.
In diesem Vers werden Eigenschaften von Gott genannt, die im Alten Testament nicht so häufig erwähnt werden. Es geht nicht darum, ein feministisches Gottesbild zu zeichnen und die väterlichen Aussagen über Gott an den Rand zu schieben. Vielmehr ergibt sich ein ganzheitliches Bild von Gott, der sich seinem Volk und den Menschen liebevoll zuwendet. Gott wird in der Bibel oft als Vater beschrieben und benannt. In unserem Vers erfahren wir auch die mütterliche Seite Gottes.

Treffpunkt  

Spiele

Pflasterball
Pflasterball ist ein Abwerfspiel. Es gibt mehrere „Kanonenkugeln“ (Softbälle) und je nach Größe der Gruppe mehrere Werfer. Wenn ein Spieler getroffen wurde, muss der Spielleiter (oder ein Kind, das die Rolle des Arztes spielt, der nicht angegriffen werden kann) auf die „Verletzung“ ein Pflaster kleben. (Dieses Pflaster kann auch ein größeres selbst gebasteltes Papier- oder Kreppbandpflaster sein.) Jeder Spieler kann bzw. darf nur zwei Pflaster bekommen und es darf nicht wieder abgemacht werden. Die Kanonenkugeln können bzw. dürfen nicht gefangen werden, da sonst der Spieler einen „Durchschuss“ bekommt und gleich zwei Pflaster auf einmal braucht (ein Pflaster vorn und ein Pflaster hinten).
Beim dritten Kanonenabschuss muss der Spieler auf die Pflegestation, d. h. er muss sich hinlegen und darf zunächst nicht mehr mitspielen. Falls die Spielfläche nicht genügend Raum bietet, sollte man die Pflegestation an den Spielfeldrand verlegen, weil sonst die Verletzungsgefahr sehr hoch ist. Der Kranke kann nur von seinen Leiden erlöst werden, wenn die anderen Spieler zum Arzt (Spielleiter oder Kind) laufen und sich spezielle Medizin abholen (Kreide). Mit der Kreide malen sie ein Kreuz auf die Stirn des Verletzten. Nun darf dieser seine Pflaster lösen und wieder mitspielen. Die anderen behalten ihr(e) Pflaster. Achtung: Die Medizin reicht nur für einen Kranken, das heißt, die Kreide muss immer wieder zum Arzt zurückgebracht werden.

Willi ist krank
Alle sitzen im Kreis. Jeder bekommt einen Korken. Einer beginnt und muss einen Korken zwischen die Schneidezähne nehmen, er beißt also darauf. Nun muss er sagen: „Willi ist krank.“ Die anderen fragen: „Was hat er denn?“ Er muss sich eine Krankheit ausdenken und sie benennen. Das Witzige ist, dass er dabei eine amüsante, undeutliche Aussprache haben. Jetzt nimmt der Nächste seinen Korken zwischen die Zähne und der Dialog beginnt von vorne. Er muss nun die erste Krankheit benennen und sich eine neue ausdenken (ähnlich wie „Ich packe meinen Koffer). Dann ist der dritte dran usw.

Trostpreis
Mit den Kindern können verschiedene Spiele gemacht werden. Am Ende bekommt aber nicht nur der Gewinner einen Preis, sondern auch der Verlierer einen Trostpreis. Hier noch ein Beispiel für ein Spiel, bei dem der Verlierer einen Trostpreis erhält:

Streichhölzer umstapeln
Zwei Spieler sitzen sich am Tisch gegenüber und spielen gegeneinander. Sie haben eine volle und eine leere Streichholzschachtel vor sich. Ihre Aufgabe besteht nun darin, die Streichhölzer aus der vollen Schachtel in die leere Schachtel zu Räumen. Das geschieht aber unter erschwerten Bedingungen, denn die Spieler müssen bei diesem Spiel dicke Fausthandschuhe tragen. Gewonnne hat der Spieler, der das Umstapeln der Streichhölzer als erstes geschafft hat.

Knackpunkt

Einstiegsfrage: Seid ihr schon einmal traurig gewesen oder habt ihr euch schon einmal wehgetan? Was habt ihr da gemacht? Evtl. Erlebnisse erzählen lassen (geweint, zu Mama gelaufen …).

In der Bibel steht ganz viel davon, dass Gott wie ein Vater zu uns ist. Heute geht es um einen Vers, der betont, dass Gott auch mütterliche Eigenschaften hat. Der Vers wird auf ein Blatt Papier geschrieben, in die Mitte gelegt und vorgelesen.
Gott spricht: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“
Wie tröstet denn eine Mutter? Wie tröstet eure Mutter euch?
Man sammelt gemeinsam Ideen und für jede Idee versucht man ein Symbol zu finden, das man auf einen Zettel malt, um anschließend jedes einzeln inhaltlich und geistlich zu behandeln.
Dann zeigt man die verschiedenen Symbole und lässt die Kinder raten, was es bedeuten könnte. Vermutlich wird es einige Überschneidungen geben. Im Folgenden erarbeitet man mit den Hinweisen zu den Symbolen was es bedeutet, von Gott wie von einer Mutter getröstet zu werden

1. Eine Mutter sieht ihr Kind. Sie kommt zur Hilfe und ist einfach da. Allein das Dasein, das Anwesendsein und das Gesehenwerden ist Trost genug.
Was heißt das, wenn Gott uns trösten möchte? Er sieht uns, er kommt uns zur Hilfe und möchte ganz nah bei uns sein. Gott ist da.
Ergänzender Vers beim Doppelpunkt: Matthäus 28,20 oder 1. Mose 16,13.
Symbol: Auge

2. Eine Mutter nimmt das Kind in den Arm, streichelt es, herzt es, zeigt ihm, dass sie es lieb hat, schenkt ihm (körperliche) Nähe und Wärme.
Was heißt das, wenn Gott uns trösten möchte? Wir spüren Gott zwar im körperlichen Sinn nicht, aber er möchte uns trotzdem Geborgenheit, Liebe und Wärme schenken. Wir dürfen uns vorstellen, wie er uns in die Arme nimmt oder wie wir auf seinem Schoß sitzen. Er hat uns lieb.
Ergänzender Vers beim Doppelpunkt: Markus 10,16 oder Psalm 144,2.
Symbol: Mutter mit Kind

3. Eine Mutter gibt Zuspruch. Sie spricht dem Kind Trost zu. „Ist schon gut. Ich bin doch da. Hab keine Angst. Du wirst sehen, es ist bald wieder besser …“.
Was heißt das, wenn Gott uns trösten möchte? In der Bibel steht 365 Mal „Fürchte dich nicht!“ – praktisch für jeden Tag ein Trostwort oder Zuspruch. Gott ermutigt uns in der Bibel ganz oft, damit wir nicht vergessen, dass er da ist.
Ergänzender Vers beim Doppelpunkt: Jesaja 41,10 oder Markus 5,36.
Symbol: Mund mit Sprechblase

4. Eine Mutter kümmert sich um die Tränen, trocknet sie, wischt sie ab.
Was heißt das, wenn Gott uns trösten möchte? Gott sieht und kümmert sich um unsere Tränen, auch (um) die heimlich geweinten. Ihm können wir alles anvertrauen. Bei ihm sind unser Schmerz und unsere Tränen gut aufbewahrt und aufgehoben. Gott verspricht uns sogar, wenn wir einmal bei ihm im Himmel sind, dass er eigenhändig unsere Tränen abwischen wird. Das heißt, dass unser Schmerz nicht für immer bleiben wird.
Ergänzender Vers beim Doppelpunkt: 2. Könige 20,5 oder Offenbarung 21,4a.
Symbol: Träne

5. Eine Mutter verbindet Wunden, klebt Pflaster auf und schickt das Kind wieder los. Sie tut das oft mit ermahnenden Worten wie „Jetzt pass auf, dass du nicht wieder …“.
Was heißt das, wenn Gott uns trösten möchte? Trost von Gott ist wie Balsam oder Heilsalbe für unser verwundetes Herz oder unsere verletzte Seele. Manchmal hat man ja nicht nur äußere Verletzungen wie eine blutende Wunde, sondern auch innere, z. B. Trauer über einen toten Menschen, ausgelacht werden, ungeliebt zu sein, Schuldgefühle. Innere Verletzungen sind nicht sichtbar und dauern manchmal lange, bis die Wunden verheilt sind. Gott möchte sich darum kümmern, uns trösten und aufbauen, damit wir wieder aufstehen können und weitermachen. Aber er ermahnt uns auch manchmal.
Ergänzender Vers beim Doppelpunkt: Psalm 147,3 oder Jeremia 30,17.
Symbol: Pflaster

6. Eine Mutter sieht schon weiter, behält den Überblick. Das gestürzte Kind sieht nur den Schmerz. Die Mutter sieht, dass die Wunde heilen wird und kann deshalb ihr Kind trösten.
Was heißt das, wenn Gott uns trösten möchte? Gott hat einen Überblick über unser Leben. Auch wenn wir gerade nur unseren Schmerz sehen und das Gefühl haben, dass Gott weit weg ist. Er sieht uns und sieht weiter als wir. Er sieht schon das Ende. Da ist sein neues Reich, der Himmel, in dem es kein Schmerz und kein Leid geben wird. Auch wenn unser Leben manchmal nicht so einfach ist, wir können darauf vertrauen, dass er die Übersicht hat und spätestens im Himmel einmal alles gut wird.
Ergänzender Vers beim Doppelpunkt: Psalm 139,16 oder Offenbarung 21,4b.
Symbol: Strichmännchen mit Fernglas und Sonne

Abschluss
Und manchmal gibt eine Mutter dem weinenden Kind zur Ablenkung auch eine Trostschokolade. Jedes Kind bekommt eine Minitafel Schokolade oder einen Schokobon.

Doppelpunkt

Die Jungscharler erhalten ein Arbeitsblatt, auf dem die entsprechenden Bibelstellen stehen. Außerdem erhalten sie die Symbole, die im Knackpunkt besprochen wurden Sie haben die Aufgabe, die Symbole den Bibelstellen zuzuordnen (mind. eine pro Punkt). Diese Erarbeitung kann in Zweierteams oder in der gesamten Gruppe geschehen.

Fragerunde
Den Kindern werden Fragen zum Thema gestellt und die Kinder können ihre Erfahrungen damit berichten. Ein kleiner Teddybär (der steht symbolisch für Trost) immer an das Kind weitergereicht werden, was gerade dran ist mit Erzählen.
Habt ihr das schon einmal erlebt oder gespürt, dass Gott euch auf diese Art und Weise tröstet? Evtl. auch selbst eigene Erlebnisse erzählen.
Wenn Gott uns tröstet und wir ermutigt sind, dann können wir auch andere trösten. Wo habt ihr das schon einmal getan? Wer könnte Gottes Trost in meinem Umfeld gebrauchen?

Gebet
Es steht ein Kreuz in der Mitte, daneben liegen Steine und Kerzen bereit. Sie können nun mit Hilfe der Symbole ihre Anliegen zum Kreuz bringen. Die Steine stehen für: Wo brauche ich Trost? Die Kerzen stehen für: Wer braucht gerade Trost in meiner Familie oder bei meinen Freunden? Die Kinder können ihre Gebetsanliegen laut oder leise sagen. Zum Abschluss bildet man einen Kreis und dankt Gott dafür, dass er uns tröstet wie eine Mutter.

Trostbox basteln
Jedes Kind faltet aus zwei A4-Blättern jeweils eine Schachtel bzw. Kiste. Eine Anleitung gibt es z. B. im Internet auf https://www.youtube.com/watch?v=oaylzF-yfaQ.
Dann schneiden sie sechs bzw. zwölf Spruchkärtchen und die dazugehörigen Symbole aus und kleben diese passend aufeinander (als Vorder- und Rückseite). Am besten eignet sich dickeres Papier, da dann die Kärtchen stabiler sind.
Diese Kärtchen werden jetzt als Erinnerung und Zuspruch in die Schachtel geleg – fertig ist die Trostbox. Auf die eine Schachtelseite kann man „Trostbox“ schreiben, auf die andere den Merkvers.

Vorschlag für ein Gebet

Lieber Herr Jesus, danke, dass ich über alles mit dir reden kann. Du siehst, dass ich/Name krank bin/ist. Du weißt auch, dass ich/Name darunter leide und viel lieber gesund wäre. Bitte mach mich/Name doch wieder gesund. Ich weiß, du kannst das machen. Ich will alles was du gibst annehmen. Egal ob es für mich/Name gut oder böse aussieht, du machst es gut. Darauf vertraue ich. Amen. (Einzelne Elemente können auch ausgelassen werden)

Schlusspunkt       

Gott möchte uns wie eine Mutter trösten, wenn wir traurig und verletzt sind. Er ist immer bei uns und sieht uns. Er liebt uns und ermutigt uns durch die Bibel/sein Wort, dass wir keine Angst haben müssen. Er trocknet unsere Tränen und wir dürfen uns darauf freuen, dass es bei ihm einmal keine Tränen mehr geben wird. Er kümmert sich um unseren inneren Schmerz, damit wir wieder mutig werden und er hat den Überblick über unser ganzes Leben, wir können ihm vertrauen. Gemeinsam sagen wir zum Abschluss den Vers.

Bausteine   

Lieder

Aus Einfach Spitze
Nr. 14 Vom Anfang bis zum Ende
Nr. 149 Alle meine Sorgen

Aus: Kinder feiern Jesus
Nr.180 Wenn du glücklich bist
Nr. 37 Du bist mein Zufluchtsort
Nr. 46 Gott kennt alle meine Sorgen

Bibelverse

siehe Datei im Anhang

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