Jesus ist und bleibt mein Freund!

Das Kleingruppen-Material beinhaltet: Hintergrundinfos zum Text, einen Bezug zur Zielgruppe und Ideen zur Gestaltung der Kleingruppenzeit. Mk. 14, 27-31+66-72; Joh. 21, 15-19

Gedanken und Hintergrundinformationen zum Text

Petrus hat mit Jesus schon so einiges erlebt. Jesus hat beispielweise Petrus und seinen Bruder Andreas als erste zu seinen Jüngern berufen. Petrus war bei der Sturmstillung dabei und konnte auf dem Wasser Jesus entgegen gehen. Somit weiß Petrus von einigen Abenteuern zu berichten. Jesus ist sein bester Freund. Petrus hat aber auch selbst erfahren können, dass er selbst kein guter Freund ist. Jesus hat Petrus vorausgesagt: „Heute, in dieser Nacht, bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen und behaupten, dass du mich nicht kennst!“ Petrus streitet das als bester Freund natürlich ab. An diesem Abend erfährt er selbst, was es heißt, kein guter Freund zu sein und seinen besten Freund zu verraten. Jesus stellt Petrus einige Zeit später die Frage: „Petrus, hast du mich lieb?“ Petrus wird bewusst: Auch, wenn er selbst kein guter Freund für Jesus war, möchte Jesus trotzdem mit ihm befreundet sein. Somit ist und bleibt Jesus der Freund von Petrus und auch von jedem Einzelnen.

Zielgedanke: Jesus ist und bleibt dein Freund!

Bezug zur Altersgruppe

Die Kinder sollen erfahren, dass Jesus ihr Freund sein will und dass er es auch bleibt – auch dann, wenn die Kinder kein guter Freund für Jesus sind (beispielsweise erzählen sie nicht anderen Kindern, dass sie gerne in die Jungschar gehen).

Kleingruppen

Übersicht

  • Station 1: Kreatives
  • Station 2: Spezial
  • Station 3: Bibellesen und Gebet
  • Station 4: Spiel
  • Station 5: Gespräch

Hinweis: Die Kleingruppen laufen nach dem Rotationsprinzip. Jeder Kleingruppe wird von einem Mitarbeitenden begleitet und läuft von Station zu Station. Gruppe 1 – startet bei Station 1, Gruppe 2 – bei Station 2 usw. Durch ein Signal vom Zeitwächter (einem Mitarbeitenden) wird den Gruppen nach 7 Minuten signalisiert, dass sie zur nächsten Station aufbrechen.

Station 1: Kreatives „Freundschaftskette basteln“

Idee: Federn erinnern an die Geschichte von Petrus mit dem Hahn. Die Kette soll die Freundschaft zu Jesus symbolisieren. Obwohl Petrus kein guter Freund für Jesus war, ist Jesus mit ihm „verbunden“. Trotzdem gehört das „Versagen“ von Petrus zu ihm.

Bastelanleitung:

Jedes Kind benötigt zwei bis drei Federn, eine Perle, ein Stück Draht und eine Schnur, die als Halskette dient. Der Mitarbeiter erklärt Schritt für Schritt die „Arbeitsschritte“, während die Kinder die Kette basteln.

Bild1: Die Kinder stecken die Federn durch die Perle.

Bild 2: Der Draht wird mittig zwei bis drei Mal um die Federkiele direkt hinter die Perle  gewickelt.

Bild 3: Eins der Drahtende wird auf der anderen Seite der Perle ganz um die Federkiele gewickelt.

Bild 4: Aus dem übrigen Draht wird eine Öse gebogen. Dazu wird das Drahtende in eine Schlaufe gelegt, das untere Ende der Schlaufe festgehalten und durch Drehen der Schlaufe das Ende verzwirbelt.

Bild 5: Durch die Öse wird der Faden gefädelt und zusammengeknotet. Damit der Anhänger an der Kette gerade hängt, muss man teilweise noch die Öse zur Perle hinbiegen.

Variante für 1.-2. Klasse

Alle Kinder basteln die gleiche Kette. Die jüngeren Kinder benötigen eventuell mehr Unterstützung durch den Mitarbeiter.

Material:

  • 2-3 Federn pro Kind
  • 15-20cm dünner Draht pro Kind
  • Eine Perle pro Kind (mit größerer Öffnung),
  • Ca. 50 cm Band bzw. Wollfaden pro Kind (dient als Kette)
  • Seitenschneider

Station 2: Spezial „Staffelfreundschaftsmemory“

Das Ziel des Spiels ist es, so viele Pärchen wie möglich umgedreht zu haben. Hierbei bestehen die Pärchen nicht aus zwei gleichen Karten wie beim klassischen Memory, sondern aus zwei zusammengehörenden Freunden (Beispiel: Biene Maya und Willi). Dabei helfen sich die Kinder, denn sie spielen alle zusammen. Das Memory wird gut sortiert (4er_Reihen) verdeckt auf den Boden oder einen Tisch gelegt, sodass alle Kinder sich darum stellen können. Wichtig ist, dass die Kinder beim Umdrehen alle mitschauen. Die Kinder legen eine Spielreihenfolge fest in der sie laufen und dann aufdecken. Um zwei Karten aufdecken zu können, muss der jeweilige Spieler zunächst bis zu einem vorher festgelegten Punkt rennen („Punkt“ sollte ca. 7-10m entfernt sein). Je nach Alter kannst du durch die Entfernung das Spiel beeinflussen. Jüngere Kinder sollten eine kürzere Entfernung haben. Erst dann darf der Spieler zurück zum Memory rennen und dort zwei Karten umdrehen. Wenn ein Kind ein Pärchen aufgedeckt hat, darf es noch einmal zwei Karten aufdecken und so weiter. Der Zug wird dadurch beendet, dass das Kind, wie auch beim klassischen Memory, beide Karten wieder umdreht. Erst dann läuft das nächste Kind los.

Sollte noch Zeit sein, kann der Mitarbeiter mit den Kindern zusammen überlegen, welche Freunde auf dem Memory zusehen sind und das Memory für die nächste Gruppe vorbereiten.

Material:

  • Memory mit Freunden

Station 3: Bibellesen und Gebet „Bibelstellen und Gebet“

Diese Station besteht aus Bibelstellen lesen, Fragen und Gebet. Es gibt drei Bibelstellen, die die Kinder, oder je nach Alter, du nacheinander vorlesen. Zu jeder Bibelstelle sollen sie einschätzen, wie sich Petrus dabei gefühlt hat. Dafür bekommt jedes Kind drei Smileys (traurig, wütend, fröhlich).

  1. Bibelstelle: Mk. 14, 30+31 – Wie ging es Petrus dabei?
  2. Bibelstelle: Mk. 14,66-68 – Wie hat sich Petrus gefühlt?
  3. Bibelstelle: Joh. 21,16 – Wie erging es Petrus dabei?

Anschließend dürfen die Kinder beten (Luftballongebet). Dafür sollen die Kinder sich überlegen, was zwischen ihnen und der Freundschaft mit Jesus oder einem anderen Freund/in steht. Das dürfen die Kinder zerplatzen lassen, so wie das „Versagen“ von Petrus auch nicht mehr zwischen seiner und Jesu Freundschaft stand. Die Kinder blasen einen Luftballon auf und bringen ihn mit einer Nadel zum Platzen.

Sollte noch Zeit sein bereiten die Kinder für die nächste Gruppe die Station vor.

Material:

  • Kopiervorlage mit Bibelversen
  • 1 Luftballon pro Kind (die Luftballons sollten leicht aufzubusten sein)
  • ca. 5 Nadeln
  • 10x Smiley-Sets

Station 4: Spiel „Puzzle“

In der Mitte liegt, mit dem Bild nach unten, ein Puzzle, auf dem Petrus und Jesus abgebildet sind. Die Idee ist, dass das Puzzle die Freundschaft zwischen Jesus und Petrus symbolisiert: Durch den Verrat von Petrus ist die Freundschaft „zerrissen“, wird aber durch Jesu Frage: „Hast du mich lieb?“ wieder zusammengefügt. So ist es auch mit dem Bild, das von den Kindern zusammengelegt, also gepuzzelt wird. Auf der Vorderseite des Puzzles steht die Nachricht: Jesus sagt: „Ich bin und bleibe dein Freund. Bist du mein Freund?“

Bei jüngeren Kindern kannst du das Puzzle schon mit der Oberseite aufgedeckt hinlegen. Bei ganz kleinen sogar die Puzzleteile in Gruppen sortieren (alle blauben, gelben und alle Schrift, alle Randteile,…)

Wenn die Zeit knapp wird, kann der begleitende Mitarbeitende helfen. Wenn noch Zeit ist, sollen die Kinder zusammen mit dem Mitarbeiter auf folgende Fragen eingehen:

  • Woher kennt ihr das Bild?
  • Warum nimmt Petrus das Bild überall hin mit?
  • Was hat Petrus schon mit Jesus erlebt?  Bzw. welche Gegenstände hatte Petrus zu seinen Erlebnissen dabei?

Material:

  • Puzzle

Station 5: Gespräch „Gegenstände“

Zwei der Gegenstände aus der Verkündigung sollen aufgegriffen werden. Dazu verwenden die Mitarbeiter einen Hahn und eine Herz. Der Mitarbeiter stellt die Fragen an die Kinder.

Bevor die Kinder die Frage beantworten, überlegen sie sich, welchen Gegenstand (Hahn oder Herz) sie mit der Frage verbinden und nehmen diesen an sich. Die Gegenstände werden umher gegeben, immer dem Kind, das zu einer Frage etwas sagen möchte. Hat das Kind die Frage fertig beantwortet, wirft es den Gegenstand dem Nächsten zu, der zur Frage antworten möchte oder legt es zurück in die Mitte.

Frage:

  • An welches Erlebnis mit Jesus erinnert Petrus das Herz? (Herz)
  • Welches Abenteuer hat Petrus mit Jesus erlebt, an den ihn der Hahn erinnert? (Hahn)
  • Warum war Petrus kein guter Freund? (Hahn)
  • Wie hat Jesus darauf reagiert, dass Petrus gesagt hat: „Ich kenne Jesus nicht?“ Was hat Jesus gesagt? (Herz)
  • Wann warst du mal kein guter Freund/Freundin? Warum? (Hahn)
  • Wie hat dein Freund/Freundin reagiert, als du kein guter Freund/Freundin gewesen bist? (Herz) (bezogen auf die vorletzte Frage vom „Hahn“)
  • Wann warst du kein guter Freund für Jesus? Gibt es Situationen, wo du sagst, dass du nicht zu den Kindertagen kommst? /Jesus nicht kennt? / in die Jungschar gehst? (Hahn)
  • Wie würde Jesus in deiner Situation reagieren? (bezogen auf die letzte Frage vom „Hahn“) (Herz)

Material:

  • Hahn (Bild oder Plüschtier)
  • Herz (Bild oder Gegenstand)

Das Ziel

Starter

Die Kinder sollen begreifen, dass Gott der Handelnde ist. Er hat alles im Griff und bereitet die Zukunft heute schon vor.

Checker

Die Kinder sollen lernen, dass es wichtig ist, Gott stets gehorsam zu sein und sich ihm zur Verfügung zu stellen.

Der Text an sich

V.14.15: Durch den Ungehorsam von Saul (Kap 15) hat Gott beschlossen, einen anderen König zu erwählen. Das bedeutet, dass auch nicht einer seiner Söhne sein Nachfolger wird. Nach der Salbung Davids zum zukünftigen König (Kap 16,1-13) befällt Saul auch die Schwermut und er wird launisch. Die Bibel erklärt das mit übersinnlichen Geistern (V.14). Dieser böse Geist ist keinesfalls Gottes Geist, sondern ein von Gott beauftragter Geist, bzw. Gott hat es zugelassen. Ob es sich nun um eine dämonische Besessenheit handelt oder lediglich um eine psychische Erkrankung, ist hier gar nicht so wichtig. Festzuhalten bleibt, dass Sauls Veränderung von Gott gesteuert wurde. Dies wurde auch von seinem Umfeld so erkannt (V.15).

V.16-19: Schon damals war die beruhigende Wirkung von entsprechender Musik bekannt. Das hier erwähnte Saiteninstrument (kinnor) wird meist mit Harfe oder Zither bzw. Leier übersetzt. Es ist das erste in der Bibel genannte Musikinstrument und ist auch Davids Begleitinstrument für seine Lieder.

Die Berater Sauls sind klug und weise: klug, weil sie wissen, was dem König helfen könnte, und weise, weil sie es so geschickt anmerken, dass der König es als seine eigene Idee ausgeben kann. Durch den Rat von Sauls Leuten kommt David an den Königshof. Auch hier gilt festzuhalten, dass Gott es ist, der die Geschicke lenkt. In diesem Fall günstig für David. Sogar Sauls größte Sympathien fallen David zu (V.21).

Woher David das Instrument hat, wird nicht erwähnt. Nicht auszuschließen ist, dass er das Instrument selbst gebaut und auch selbst das Spielen gelernt hat. Neben seiner musischen Begabung sind bereits hier schon seine kämpferischen und rhetorischen Fähigkeiten bekannt, die später bei Goliath bzw. durch seine Psalmen hervortreten.

 

V.20-23: Die Geschenke, die David mitbringt, sollen den König freundlich stimmen. Man könnte das einerseits als eine Art Bestechung betrachten. Andererseits sind sie aber auch Ausdruck für die Ehrerbietung und Unterordnung, die Isai Saul entgegenbringt. David gewinnt das Vertrauen Sauls und wird sein Waffenträger. Damit ist David stets in Sauls Nähe und kann ihm schnell mit seiner Musik den Trübsinn vertreiben. Gleichzeitig konnte David viel von Sauls Regierungstätigkeiten lernen. So lenkt Gott: Ein einfacher Schafhirte steigt gesellschaftlich auf, indem er an den Königshof kommt und wird dort zum Vertrauten des Königs.

Wer Sünde in sein Leben lässt, wer sich von Gott abwendet, der bemerkt auch oft, dass sich das auf seine Psyche niederschlägt (vgl. Ps 32,3.4). Dies kann einerseits Folge eines schlechten Gewissens sein, aber auch bewusstes Handeln Gottes. Wir sollen stets aufmerksam sein, ob uns Gott nicht durch unser Gewissen etwas bewusstmachen will. Nicht umsonst sagt der Volksmund: Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen. Wobei klar gesagt werden muss, dass nicht jede psychische Verstimmung oder Erkrankung mit Sünde zu tun haben muss. In jedem Fall hilft aber das Lesen der Bibel, besonders der Psalmen, oder das Singen von geistlichen Liedern, die eigenen Emotionen zu erhellen.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie Gott auf unterschiedlichen Wegen handelt und die Zukunft vorbereitet – oft auch ohne dass man es in der Gegenwart merkt. Und wer Gott fürchtet, den kann Gott erhöhen und für Großes gebrauchen – ganz ohne eigene Karriereplanung.

Starter

Gleich zu Anfang des Abschnittes wird klar, dass Gott hinter allem steckt. Er ist es, der Saul trübsinnig werden lässt. Es wird deutlich, dass er die Geschicke so lenkt, dass David an den Königshof kommt und somit auch für seine spätere Aufgaben als König mit vorbereitet wird. Es ist immer wieder wichtig, sich und den Kindern das vor Augen zu führen, dass Gott alles in der Hand hält. Dabei sollte der Hinweis nicht vergessen werden, dass die negative Entwicklung bei Saul nicht Gottes Willkür entspringt, sondern mit Sünde zu tun hat.

Checker

Es ist wichtig, Gott gehorsam zu sein und sich ihm zur Verfügung zu stellen. Sauls Trübsinn ist von Gott gewollt, wegen dessen Ungehorsam. Trotzdem lässt Gott Saul durch David Hilfe zukommen. David dagegen konnte von Gott gebraucht und für höhere Aufgaben vorbereitet werden, weil er Gott fürchtete und ihm treu war.

Weiter ist es wichtig, dass wir uns immer wieder neu – am besten täglich – mit Gottes Wort beschäftigen. Dadurch lernen wir Gottes Willen kennen und man erfährt auch, dass Gott uns durch sein Wort immer wieder trösten will. So wie er das auch bei Saul durch David getan hat.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Es darf (nicht) gelacht werden

Die Kinder müssen versuchen, immer abwechselnd auf Kommando ein sehr trauriges bzw. ein sehr fröhliches Gesicht zu machen. Wer kein trauriges Gesicht hinbekommt oder an der falschen Stelle lacht, scheidet aus. Alternativ können sich immer zwei Kinder gegenübersitzen und sich in die Augen sehen. Dabei wechseln sie auch wieder den Gesichtsausdruck von traurig zu fröhlich. Wer lachen muss, verliert.

Idee 2: Situationssmileys

Etliche verschiedene Smileys werden ausgedruckt und auf den Boden gelegt. Nun dürfen die Kinder sich die Smileys anschauen. Anschließend sollen sie sich für eines entscheiden: Entweder sie suchen sich eines, das ihnen gefällt oder eines, was gerade ihrem Gefühlszustand entspricht. Jedes Kind darf nun erzählen, warum es sich für sein Smiley entschieden hat. Evtl. kann man auch die Smiley-Liste von WhatsApp hernehmen und die Kinder müssen sich dort für eines entscheiden.

Verkündigung

Bilder(Smiley)geschichte

Zu Beginn wird kurz auf die Vorgeschichte eingegangen, wie Saul Gottes Wort missachtet hat und ungehorsam war (Kap 15) und wie David bereits jetzt zum (zukünftigen) König gesalbt wurde (Kap 16,1-13).

Nun wird immer ein Smiley gezeigt und die Geschichte erzählt.

Smiley 1 – traurig

Saul war immer wieder und manchmal auch längere Zeit richtig traurig und verängstigt. Er konnte einfach nicht mehr lächeln. Den ganzen Tag über hatte er miese Laune. Er war auch total verängstigt. Es ist überhaupt nicht schön, wenn man sich über nichts mehr freuen kann.

Und warum war Saul so? Nun, er hatte Gottes Wort verachtet. Vielleicht hatte er auch ein schlechtes Gewissen, und wer ein schlechtes Gewissen hat, kann nicht so richtig fröhlich sein. Vielleicht kann man es vor anderen verstecken. Aber tief im Innern fehlt dann die Freude.

Dadurch, weil Saul König ist, ist das Ganze ein großes Problem. Wehe, man begegnet ihm in dieser Situation. Wenn er in seiner schlechten Stimmung eine total doofe Entscheidung trifft.

Smiley 2 – Berater

Seine großen Leute, also die obersten Beamten und Berater, haben die Veränderung bei Saul natürlich bemerkt. Für sie war es auch klar, dass diese Verstimmung bei Saul etwas mit Gott zu tun haben muss. Also haben sie sich beraten und überlegt, was man tun könnte. Wie könnte man denn nur dem König helfen? Schnell meinte einer: Gute Musik! Gute Musik hilft bei schlechter Laune. Das war schon immer so, dass Musik gut für die Seele ist.

Doch so einfach dem König das sagen, geht nicht. Es darf auf keinen Fall so rüberkommen, als ob man dem König sagt was er zu tun hätte. Also haben sie noch mal die Köpfe zusammengesteckt. Vielleicht haben sie dann ihren klügsten Mann als Sprecher bestimmt und sind dann zum König gegangen. Hoffentlich geht alles gut aus. Ja bei uns Menschen kann oft mal was schlecht ausgehen. Aber was Gott plant, das geht immer gut aus. Die Hofbeamten sagten dem König, dass diese Angstzustände mit Gott zu tun haben. Der König könnte sich doch Musik vorspielen lassen, das würde seiner Seele guttun. Damals gab es natürlich noch kein Radio oder MP3-Player. Also musste da schon ein richtiger Musiker her. Am besten einer, der Harfe spielen konnte.

Smiley 3 – Befehl

„Prima Idee“, denkt der König, „da erlasse ich gleich einen Befehl: Sucht mir sofort einen solchen Musiker, und bringt ihn zu mir. Auf geht’s.“ – „Ich wüsste da schon jemand“, warf einer der jüngeren Berater ein. „In Bethlehem gibt es einen Mann. Der heißt Isai. Einer seiner Söhne kann richtig gut Harfe spielen. Außerdem ist er ein mutiger Kämpfer. Man stellt bei ihm gleich fest, dass Gott ihm zur Seite steht! Und gut aussehen tut er auch noch.“ – „Wie heißt der?“, wollte Saul wissen. Das war natürlich David. Und König Saul ließ David sofort zu sich holen.

Smiley 4 – Geschenk

Eigentlich war David ein einfacher Hirte. Als jüngster seiner Brüder musste er die Schafe hüten, denn das wollte sonst keiner machen. Aber er hat an Gott geglaubt und auf ihn vertraut. Und so hat es Gott gelenkt, dass David an den Königshof kommt. Wie gesagt: was Gott will und plant, wird auch so kommen und wird gut.

Natürlich hat dann David dem König ein paar Geschenke mitgebracht. Die gab ihm sein Vater mit: Einen Esel, beladen mit Brot und Wein, und noch eine kleine Ziege. (Also nicht das, was der Smiley hier in der Hand hält.) Geschenke mitzubringen, gehörte damals dazu, besonders beim König. Außerdem konnte so König Saul etwas milde gestimmt werden.

Smiley 5 – Musik

So wurde also David zu Sauls königlichem Musiker. Und immer, wenn der König wieder trübsinnig wurde, griff David zu seiner Harfe und spielte darauf. Vielleicht hatte er damals schon eigene Lieder gedichtet, die er dem König dann vorsang. Etliche seiner Lieder stehen in den Psalmen. Jedenfalls hatte ihn Saul sehr schnell ins Herz geschlossen. David hatte einfach eine ergreifende musikalische Gabe. Die Unterhaltungen mit ihm haben dem König auch gut getan.

Smiley 6 – Waffenträger

Weil der König Vertrauen zu David hatte, gab er ihm auch die wichtige Aufgabe, sein Waffenträger zu sein. Da konnte David dann immer in der Nähe von Saul sein und ihm jederzeit beruhigende Lieder vorspielen. Also blieb David ganz am Königshof.

So wurde David vom einfachen Hirten zum royalen Musikus. Ganz ohne dass er das selbst geplant hätte. Und nebenbei bekam er so viel Einblick, was man als König alles tun muss.

Smiley 7 – Spitze

Seht ihr, Gott lenkt alles wunderbar. Es lohnt sich, an ihn zu glauben und sich auf ihn zu verlassen. Was Gott macht, das wird spitze.

Die andere Idee

Spontantheater

Beim Erzählen der Geschichte werden die Kinder aufgefordert, die einzelnen Szenen/Abschnitte nachzuspielen. Entweder werden vorher die einzelnen Rollen vergeben oder jedes Kind spielte jede Person. Der Mitarbeiter gibt kleine Regieanweisungen, vor allem, welchen Gesichtsausdruck die Kinder jeweils nachspielen sollen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Smiley-Bilder der Geschichte werden durcheinander auf den Boden gelegt.

Nun dürfen die Kinder sich nacheinander eines aussuchen und anhand dieses Smileys noch mal wiederholen, was bei der Geschichte hierzu erzählt worden ist.

Gespräch

In einer Runde werden die Kinder gefragt, ob sie schon mal so richtig traurig waren, was die Ursachen waren und was sie dagegen gemacht haben. Einerseits kann man darauf hinweisen, dass Musik bzw. Singen hilfreich sein kann. Wichtiger ist aber, dass man sich auch in schweren Zeiten an Gott wenden kann.

Merkvers

In der Angst rief ich den HERRN an; und der HERR erhörte mich und tröstete mich.

Psalm 118,5 Luther2017

Da Psalmen auch Melodien hatten, die nicht mehr bekannt sind, dürfen die Kinder eine Melodie für diesen Vers erfinden. Gemeinsam einigt man sich dann auf eine Melodie. Zum Abschluss wird der Merkvers dann noch mal gesungen.

Gebet

David hat viele Lieder (Psalmen) gedichtet. Diese sind ja auch Gebete. Gemeinsam mit den Kindern betet man einen Psalm. Man könnte z. B. einen Lieblingspsalm der Kinder zusammen beten. Ansonsten passt Psalm 23 ganz prima.

Kreatives

Schlagzeug bauen

Nachdem in einer der letzten Gruppenstunden (Lektion 1) schon eine „Harfe“ gebaut wurde, bauen wir heute ein Schlagzeug. Dazu benötigen wir 3 leere Chipsdosen (mit Deckel), Klebeband (am besten Gewebeband), Bleistifte und evtl. Knete.

Die drei leeren Cipsdosen werden mit dem Klebeband fest miteinander verbunden. Schon ist die Trommel fertig, man trommelt nun auf die Deckel der Dosen. Als Trommelstöcke verwendet man zwei Bleistifte. Gut eignen sich Bleistifte mit einem großen Radiergummi am Ende. Wenn solche Stifte nicht zur Verfügung stehen, befestigt man einfach eine Kugel aus Knete am Ende des Bleistifts und hat so auch einen Trommelstock. Damit die Dosen unterschiedliche Töne erzeugen, kann man in die Dosen unterschiedlich viel Papier oder andere Gegenstände hineingeben. Fertig ist das Minischlagzeug.

Spielerisches

Armer schwarzer Kater

Alle Spieler sitzen im Kreis, einer – der Kater – sitzt in der Mitte. Dieser krabbelt auf allen vieren zu einer Person und maunzt sie an. Die Person muss nun den Kater streicheln (Kopf oder Rücken) und deutlich „Armer schwarzer Kater“ sagen, ohne dabei zu lachen. Der Kater darf dabei versuchen, den ausgewählten Spieler mittels Grimassen, Fauchen, Miauen oder lustiger, katzenartiger Bewegungen zum Lachen zu bringen, darf aber nicht sprechen. Wer lachen muss, wird neuer Kater.

Rätselhaftes

Liederrätsel

Wer ein Melodieinstrument beherrscht, kann Melodien von bekannten Liedern spielen und die Kinder müssen sie erraten. Als Alternative können auch Zeilen aus bekannten Liedern vorgesungen oder vorgelesen werden.

T(Extras)

Lieder

  • Komm mit, schlag ein
  • Die besten Pläne
  • Der Himmel erfüllt mein Herz
  • Meinem Gott, vertraue ich gern
  • Wir singen für unsern Gott
  • Seid nicht bekümmert

Aktionen

Kinder, die ein Musikinstrument beherrschen, dürfen es mitbringen. Gemeinsam wird versucht, das eine oder andere einfache Lied zu spielen und zu singen.

Gemeinsam mit den Kindern besucht man eine Person aus dem Ort und singt ihr ein Lied, um ihr damit eine Freude zu machen.

Diese Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zu David aus JUMAT 2/19 und 3/19. Sie beginnt mit der Berufung zum König und zeichnet dann den Verlauf seiner Karriere in mehreren Einheiten nach.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe ein Nachtgeländespiel zum Thema: David auf der Flucht.

 Das Ziel

Starter

Gott ist es egal, wie wir unser Leben gelebt haben, er verzeiht es uns. Er will unser Freund sein und Teil unseres Lebens werden.

Checker

Gott hält Ausschau nach allen Menschen und will mit allen eine lebendige Beziehung haben. Er verzeiht uns unsere Fehler.

Der Text an sich

Die Geschichte vom verlorenen Sohn ist eines der 41 Gleichnisse, die von Jesus überliefert sind. Jesus war ein guter Erzähler und überall sind die Leute gekommen, um zuzuhören oder Fragen zu stellen. Er erzählte besonders gern vom Reich Gottes, Gottes Gesetzen und der neuen Welt. Da dies für viele unverständlich und unbegreifbar war (für uns ja oft auch), nutzte Jesus die Bildsprache der Gleichnisse, um seine Anliegen deutlich zu machen. Er nahm Bilder, die damals jeder aus dem Alltag kannte, wie zum Beispiel das vom Hirten und seinen Schafen, der Frau und ihren Talern oder eben das vom Vater und Sohn. Das sind drei Gleichnisse, die hintereinander in der Bibel stehen und in denen es um das Verlorene geht. In den Geschichten wird das Himmelreich mit einer Person verglichen, die eine große Freude über das Wiederfinden eines verlorenen Gegenstandes empfindet. Dieser Gegenstand steht z. B. für die Sünder oder Menschen. In unserem Text steht der Vater für Gott und seine Söhne für uns. Das Ideal ist nun, dass beide Söhne in einer engen und liebenden Beziehung zu ihm stehen. Die Bibel ist voll von Vätern und Söhnen, denn das war oftmals die Erbfolge, die zählte. Das Auszahlen des Erbes in Geld kommt daher, dass der ältere Sohn traditionellerweise den Hof des Vaters erbte, während der Jüngere entsprechend Geld erhielt, um sich damit eine neue Existenz aufbauen zu können. Ob das vorzeitige Auszahlenlassen des Erbteils unverschämt war, ist nicht klar. Bei der Rückkehr gibt der Vater dem Sohn drei bedeutungsvolle Symbole: Sandalen: Dies bedeutete, dass er ein freier Mann war, denn Sklaven gingen damals barfuß. Die Kleidung: Dies machte die Wiederaufnahme in die Stellung des Sohnes vom Herrn des Hauses deutlich. Der Ring: Dieser Ring gibt ihm die Vollmacht, auch rechtlich im Namen der Familie zu handeln. Auch das Schlachten des Kalbes macht die große Freude und das Wohlwollen des Vaters deutlich, denn Kälber wurden nur bei ganz besonderen Feieranlässen geschlachtet.

So wie der Vater auf seinen Sohn wartete und Ausschau hielt, so hält auch Gott nach jedem Menschen Ausschau und möchte, dass alle ein glückliches Leben mit ihm führen. Egal, wie weit weg wir Menschen von Gott gelebt und wie viele Fehler wir gemacht haben, wenn wir vor Gott treten und um Vergebung bitten, ist es Gottes größte Freude, uns wieder in seine Arme zu nehmen.

Der Text für mich

Wer kann den jüngeren Sohn nicht verstehen? Einmal raus aus dem Alltag, die Welt kennenlernen. Er zieht los, voller Tatendrang – und verliert völlig die Kontrolle über sein Leben. Der Sturz ist tief und die Erkenntnis schmerzhaft: Er war so töricht zu glauben, dass es ihm bei seinem Vater an etwas fehlen würde, denn nichts kann die Sicherheit und Geborgenheit aufwiegen, die wir bei Gott spüren dürfen.

Wenn ich ehrlich bin, so finde ich die Reaktion des älteren Bruders verständlich. Während der Jüngere alles hinter sich lässt und all sein Geld verballert, bleibt er zu Hause, kümmert sich um seine Aufgaben und ist für den Vater da. Kaum kommt der undankbare Kerl wieder angekrochen, vergisst der Vater alles, was vorgefallen ist, und nimmt ihn wieder zu Hause auf. Keine Standpauke, keine Probezeit, kein Bettelnlassen.

Doch Gottes Barmherzigkeit geht weit über unseren Verstand hinaus. Denn was für uns so unfair erscheint, ist bei Gott nicht unfair, denn der ältere Sohn durfte sich ja die ganze Zeit beim Vater wissen.

Der Text für dich

Starter

Coole Sache, da gibt der Vater seinem Sohn Geld, damit der in die Welt hinausziehen kann, um sich zu verwirklichen und was zu erleben. In Zeiten von „Work and Travel“, Auslandsjahren und wwoofen ist das ein Szenario, was einige vielleicht aus dem Bekannten- oder Familienkreis kennen. Jedes Kind kennt das Gefühl, etwas zu verpassen oder unfair behandelt zu werden (vor allem im Alter von 8–12 ist das Thema fair – unfair stets im Alltag und bei Spielen präsent). Die Reaktion des älteren Bruders ist somit völlig verständlich und nachvollziehbar. Auch den ersten Schritt, um Entschuldigung zu bitten nach einem Streit oder einer unbegründeten Anschuldigung, haben einige sicher schon erlebt. Somit sind beide Sichtweisen der Söhne persönlich nachvollziehbar.

Checker

Ach ja, der verlorene Sohn und die Schweine – kenn ich! Hier sollte vor allem im Gespräch mit einer Gegenposition provoziert werden, damit die Jungscharler wieder die Gelegenheit bekommen, aktiv über die Gefühlswelten der drei Parteien nachzudenken und diese nebeneinanderzustellen.

Der jüngere Sohn: Er macht zwar einen Fehler, der ihm aber wirklich leidtut. Daraufhin macht er den ersten Schritt und bittet um Verzeihung, ohne zu erwarten, dass diese ihm gewährt wird.

Der ältere Sohn: Er haut nicht ab, macht, was der Vater will, und am Ende bekommt er kein Fest und keine Geschenke. – Das ist unfair!

Der Vater: Aus Liebe lässt er seinen Sohn ziehen, damit dieser seinen eigenen Weg geht. Die Trauer über den Verlust weicht einer großen Freude, als er seinen Sohn wieder in die Arme schließen kann.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Spiel „Ausschau halten“

Alle sitzen im Kreis. Eine Person wird rausgeschickt. Die restliche Gruppe wählt nun einen Leiter, dem die Gruppe alles nachmachen muss (Klatschen, Winken, Kopf schütteln, Lachen, auf dem Stuhl rumrutschen usw.), ohne diesen jedoch zur verraten. Die Person vor der Tür wird hereingeholt. Die Kinder müssen nun möglichst unauffällig immer wieder zum Leiter schauen, ob der eine neue Bewegung eingeführt hat und diese dann sofort nachmachen. Der Leiter wiederum muss einen Moment abpassen, wo der Ausschauhaltende nicht hinsieht, um seine Bewegung zu wechseln. Die Person in der Mitte muss nun herausfinden, wer der gewählte Leiter der Gruppe ist. Wird die richtige Person erraten, dann muss diese vor die Tür.

Idee 2: Gesprächsrunde

Wie ist das, wenn man auf etwas warten muss? Zum Beispiel Weihnachten, ein bestimmtes Ereignis, ein Geschenk, den Bus? Habt ihr schon mal ganz lange auf etwas gewartet? Wie war das, als es endlich da war? Ist es dann passiert? Oder habt ihr umsonst gewartet?

Verkündigung

Fehlertext

Das Gleichnis wird als Fehlertext gelesen. Immer wenn im Text ein Fehler vorkommt, ruft ein Jungscharler „Halt!“ und sagt, wie es richtig heißen muss.

Es war einmal ein Mann, der hatte zwei Söhne. Sie lebten bei ihm auf seinem Hof und gemeinsam bewirtschafteten sie ihn. Der jüngere Sohn träumte allerdings schon länger davon, in die Welt zu ziehen und etwas zu erleben. Er wollte weg. So nahm er seinen ganzen Mut zusammen und ging eines Nachmittags zu seinem Vater: „Hey, Papa, ich muss dich mal was fragen … Du hast da doch diesen Bausparvertrag (gab es nicht) für mich abgeschlossen, oder? Ich möchte mein Geld jetzt schon haben und nicht erst, wenn du tot bist. Ich will weg von hier, mein eigenes Leben leben und neue Dinge kennenlernen.“ Der Vater schluckte. Er war nicht arm und sein jüngerer Sohn würde in der Tat eine Menge Geld erben, wenn er starb. „Na gut. Dann sollst du das Geld jetzt bekommen.“ Der Sohn war begeistert und kaufte gleich ein Ticket (gab es nicht) in die nächstgrößere Stadt. Er war aufgeregt. Nichts konnte ihn mehr halten. Wenig später packte er seine Sachen und zog los. Nach ein paar Tagen kam er in Berlin (falsches Land) an. Er buchte ein Zimmer und stürzte sich ins Nachtleben. Es folgte Party auf Party. Er fand sehr schnell Anschluss und viele Leute suchten seine Nähe, als sie merkten, dass er reich war. Immer wieder lud er sie zum Essen ein oder zahlte ihre Drinks. Er genoss sein Leben. So hatte er sich das vorgestellt! Es vergingen ein paar Wochen. Er war mittlerweile neu eingekleidet, hatte eine schicke Frisur und das neueste Handy (gab es nicht). Doch als er eines Abends sein Abendessen bezahlen wollte, merkte er, dass er kaum noch Geld in seinem Portemonnaie hatte. Er erschrak. Schnell ging er nach Hause, um in seinem Versteck Nachschub zu holen. Doch auch hier herrschte gähnende Leere. Das konnte nicht sein. Wo war sein Geld geblieben? Er zog aus dem Zimmer aus und suchte eine Menge Leute auf, denen er Geld geliehen hatte. Doch niemand wollte mehr etwas von ihm wissen. Sie stritten ab, ihn zu kennen oder Geld geliehen zu haben. Doch jeder bot ihm an, bei ihm zu wohnen. (Niemand bot ihm eine Unterkunft an.) Er war pleite und er war allein. Und er war weit weg von zu Hause, es gab in der Stadt niemanden, den er hätte aufsuchen und um Hilfe fragen können. Er war verzweifelt. Nach einer Nacht im Park wusste er, dass er etwas tun muss. Er verkaufte all seine Kleidung, um sich etwas zu Essen kaufen zu können. Er brauchte eine Arbeit. Er fragte in vielen Geschäften, doch niemand wollte ihn anstellen. Er wollte sogar Zeitungen (gabs noch nicht) austragen. Schließlich landete er außerhalb der Stadt bei einigen Bauernhöfen. Er klopfte an die Türen und bat um eine Anstellung als Knecht, doch niemand konnte sich das leisten. Am Ende bat er nur noch um irgendeine Anstellung und er war bereit, alles zu machen. Da stellte ihn jemand als Hüter für seine Kühe (Schweine) ein. Er musste bei ihnen im Stall schlafen und war dafür zuständig, dass sie ausreichend Futter bekamen und den Mist wegzuschaufeln. Schnell merkte der Bauer, dass der Sohn fit war und machte ihn zu seinem Stellvertreter. Dem Sohn ging es nicht gut, er hatte solchen Hunger, dass er sogar überlegte, das Futter der Schweine zu essen, aber das war für ihn verboten. Er war noch unwichtiger als die Schweine.

Da begann der Sohn nachzudenken. Er dachte an zu Hause und an seinen Vater und er wurde sehr wütend (traurig). Er traf einen Entschluss: Ich werde nach Hause zurückkehren. Er wusste, dass er es nicht verdient hatte, wieder der Sohn zu sein, doch er wollte der Diener seines Vaters werden, damit er wenigstens ein Dach über dem Kopf und ausreichend zu essen hätte. Er machte sich auf den weiten Weg nach Hause. Unterwegs überlegte er immer wieder, wie er es sagen könnte. Als endlich das Haus des Vaters in Sicht kam, erschrak er sehr, denn da kam jemand auf ihn zugerannt. Es war der Torwächter, der den Auftrag hatte, ihn wegzuscheuchen. Es war der Vater, der Ausschau nach ihm gehalten hatte. Er umarmte und küsste ihn, obwohl er nach Schweinestall roch. Der Sohn sagte: Vater, hier bin ich wieder, dein Sohn ist wieder da! (Es tut mir leid, was ich getan habe, lass mich dein Diener sein, mehr bin ich nicht wert). Doch der Vater wollte davon nichts wissen, er gab ihm neue Kleider, Sandalen und einen wertvollen Ring. Er befahl seinen Dienern, ein großes Fest vorzubereiten.

Als der große Bruder mitbekam, dass sein kleiner Bruder wieder da war, war er sehr froh (war er wütend). Er fand es sehr ungerecht und weigerte sich, am Fest teilzunehmen. Sein Bruder hatte viel falsch gemacht und war weggegangen, und nun kam er wieder und sein Vater gab vor Freude ein Fest. Für ihn hatte er das noch nicht gemacht! Doch der Vater erklärte es ihm: Du warst die ganze Zeit bei mir, dir ging es gut und es fehlte dir an nichts. Aber dein Bruder war weg, als wenn er gestorben wäre und nun ist er wieder da!

Die andere Idee

Erzählung mit Smiley-Bildern

Das Gleichnis wird als Geschichte erzählt. Zur Unterstützung hält der Mitarbeiter ein passendes Smiley-Gesicht hoch, so bekommt das erzählte Wort visuelle Unterstützung.

Folgende Bilder stehen zur Verfügung:

3 Smileys (Vater und Sohn)

Einzelne Geldscheine (die kann man dazulegen bzw. wegnehmen)

Bepackter Smiley, der weggeht

Smiley bei den Schweinen

Grübelnder Smiley

Smiley mit Herz

Der Text gelebt

Wiederholung

Beim Fehlertext ist es unerlässlich, dass die Geschichte im Anschluss noch einmal am Stück und richtig wiederholt wird, damit sich keine Gedankenfehler einschleichen. Dafür kann man Stichpunkte auf Karteikarten schreiben, die die Jungscharler in die richtige Reihenfolge bringen müssen (z. B. Söhne, Erbe, Stadt, Party, pleite, Scheine, Hunger, Heimweg, Diener, Ausschau, Vergebung, Ring, Party, Bruder, vereint).

Wenn das Gleichnis mit den Smileys erzählt wurde, werden die einzelnen Bilder hochgehalten und die Kinder erzählen anhand der Smileys die Geschichte nach.

Gespräch

Checker: Es gibt neun leere Plakate im Raum, gemeinsam wird die Geschichte nun durchgegangen, im wahrsten Sinn des Wortes. Wir stehen als Gruppe vor den ersten drei Plakaten, wobei je eins der Plakate für eine Person der Geschichte steht. Gemeinsam wird nun überlegt und aufgeschrieben, wie sich die drei Personen gefühlt haben, als der jüngere Bruder sein Erbe ausgezahlt bekommen möchte. Danach laufen wir zu der nächsten Plakatgruppe. Hier lautet die Frage: Wie ging es den drei Personen, als der jüngere Sohn dann weg/unterwegs war? Zum Schluss laufen wir zu den letzten drei Plakaten. Was geht im Vater und seinen zwei Söhnen vor, nachdem der jüngere wieder nach Hause gekommen ist?

Wie wird es Gott gehen, wenn er sieht, wie wir vor ihm weglaufen oder nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen? Können wir seine Freude über unsere Heimkehr nachvollziehen? Es ist unsere Rettung, dass Gott immer dasteht und mit offenen Armen auf uns wartet, bereit, uns zu vergeben.

Merkvers

Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.

Galater 3,26 Luther84

Die Kinder erhalten ein Rätselblatt, auf dem sie den Merkvers herausfinden sollen.

Gebet

Das Popcorn-Gebet lebt davon, dass viele Leute nur kurze Sätze in den Raum poppen lassen, niemand muss mit Amen abschließen oder ganze Gebete formulieren. Es reicht, wenn man ein „Danke, für meine Eltern, die mich lieben“ oder auch „Danke für zu Hause“ oder nur „Vergebung“ sagt. Das Gebet springt so von Person zu Person. Der Mitarbeiter schließt am Ende mit einem „Amen“. Das Schöne ist, dass die Hemmschwelle bei dieser Gebetsform relativ niedrig ist und sich somit vielleicht auch Kinder, die eher schüchtern sind oder für die das Gebet noch neu ist, trauen, etwas zu beten.

Kreatives

Build your own Schweinestall

Eine größere Pappe wird mit Sand beklebt und ein kleiner Zaun aus Eisstielen, Zahnstochern oder Streichhölzern darum gebaut. Der Stall kann noch durch einen Überbau aus Pappe dargestellt werden und ein halbierter Joghurtbecher stellt einen Futtertrog dar. Die Jungscharler bekommen nun Salzteig, aus dem sie ihr eigenes kleines Schwein herstellen dürfen. Gemeinsam gibt es am Ende eine große Schweineherde.

Ein einfaches Rezept für Salzteig:

1 Teil Salz, 1,5 Teile Mehl, ½ Teil Speisestärke, 1 Teil Wasser, etwas Öl. Die fertigen Kreationen müssen dann noch trocknen.

Spielerisches

Was fehlt?

Der Mitarbeiter bringt eine Anzahl (10–15) ganz verschiedene Dinge von zu Hause mit (von Anspitzer über Mandarine bis Wäscheklammer). Es können auch Gegenstände verwendet werden, die einen Bezug zur Geschichte haben. Diese liegen nun ausgebreitet auf dem Tisch. Die Jungscharler bekommen eine Minute Zeit, sich alle Dinge einzuprägen. Anschließend werden die Gegenstände mit einem Tuch verdeckt. Der Mitarbeiter entfernt nun ungesehen eins der Dinge. Nun gilt es für die Jungscharler zu raten, welches der Dinge verloren gegangen ist.

Rätselhaftes

Die Jungscharler erhalten ein Buchstabenrätsel, in dem sie 18 Wörter finden müssen, die zur Geschichte passen.

(T)Extras

Lieder

Vater, ich komme jetzt zu dir

Vater, ich danke dir

Nur deine Liebe, Herr

Es ist niemand zu groß

Spiel

Watte pusten

Auf einem Tisch wird ein kleiner Parcours mit Hindernissen aufgebaut. Außerdem benötigt man noch Trinkröhrchen und Watte.

Der Wattebausch möchte wieder nach Hause, doch das ist gar nicht einfach, denn er hat alle Kraft verloren. Die Jungscharler sollen nun helfen, dass der Bausch den richtigen Weg nach Hause geht. Dafür bekommen sie einen Strohhalm, mit dem sie den Bausch vorwärts und über diverse Hindernisse pusten sollen. Wer hat den Bausch am schnellsten nach Hause gebracht?

Diese Themenreihe enthält Gruppenstunden zu Texten aus dem Lukasevangelium. Dazu gehören 5 Einheiten zu Geschichten in denen Jesus Menschen begegnet. Außerdem sind noch 6 Bausteine zu Gleichnissen enthalten. Die Texte stammen aus JUMAT 2/18 und 3/18.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

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